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Alltag im Winter ? - Suche Erfahrungen

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Geschrieben

Hallo zusammen,

 

ich stehe vor der Entscheidung mir ein Twike zuzulegen und habe mir auch schon ein Twike ausgeliehen.

Da ich meinen PKW abgeben möchte bin ich mir was den Winter angeht noch etwas unsicher.

Meine tägliche Fahrtstrecke wäre 23km einfach. Das Twike würde Nachts in einer unbeheizten Garage und tagsüber auf einem freien Parkplatz stehen. Gibt es jemand, der ein neueres Twike ganzjährig bei einer vergleichbaren Strecke fährt und wie sind Eure Erfahrungen im Winter ? Oder habt Ihr noch einen PKW als Ausweichmöglichkeit ?

Alle Twiker, mit denen ich bisher Kontakt hatte, nutzten entweder im Winter z.T. andere Verkehrsmittel oder fahren nur eine sehr kurze Strecke und haben auch tagsüber eine "warme" Unterstellmöglichkeit.

 

Viele Grüße, Mike

 

 

 

Geschrieben

Hallo Mike,

 

Meine Fahrstrecke beträgt momentan nur 7km zur Arbeit und ich fahre das Twike jeden Tag und auch im Winter.

Ueber Nacht steht es in einer ungeheizten Garage eines Mehrfamilienhauses und am Arbeitsplatz an einer Hausecke im Freien.

 

Das Abstellen im Trockenen hat einige Vorteile. Geheizte Garage oder nicht ist meines Erachtens nicht ganz so wichtig wie ein Dach über dem Twike.

Durch die kurze Fahrstrecke kommt relativ wenig Feuchte eins Twike, d.h. auf dem Weg zur Arbeit kenne ich das Problem der angelaufenen Scheiben nicht.

Nach einem regnerischen und kalten Tag mit z.B. Schnee, dann kann es dann schon sein dass auf der Heimfahrt die Scheiben schnell beschlagen. Dagegen hilft wenn die Belüftung schon eingeschaltet wird bevor es dazu kommt (und natürlich das Tragen möglichst trockener Kleider). Die Kälte ist bei 7km kein Thema...

 

Bei 23 km kann die Kälte schon langsam zu einem Problem werden. Dies hängt meiner Meinung nach jedoch auch stark von der Person ab. Es gibt Twiker denen die Hände weniger schnell kalt werden als z.B. meine... :) Pedalen schafft hier Abhilfe, allerdings ist dies aus meiner Sicht nur eine Alternative wen es trocken ist und das Anlaufen der Scheiben kein Thema ist.

 

Je länger die Fahrstrecke umso mehr wird die Kälte und die Scheiben zu einem Problem. Denn je länger man im Regen unterwegs wird umso mehr Feuchtigkeit kommt ins Twike. Bei längeren Fahrten (z.B. Wochenendausflug) kommen bei mir jeweils ein paar Tropfen seitlich rein und vorne beim Lenkkopf sodass der Teppichrand etwas feucht wird was zu erhöhter Feuchtigkeit führt.Diese paar Tropfen kann man aber gut abfangen sodass der Teppich trocken bleibt. Ich bin gerade daran so ein Wasserfänger zu basteln...Auch eine grossen Einfluss hat, ob man zu zweit oder alleine unterwegs ist. Alleine habe ich sehr sehr selten angelaufene Scheiben, auch bei sehr nasser Witterung. Zu zweit ist es schlechter da die zusätzliche Person oft mehr Feuchtigkeit ins Twike nimmt oder abgibt...

 

Mit einer Standheizung kann man Kälte und angelaufenen Scheiben wirksam entgegentreten. Der Einbau ist aber nicht ganz einfach und auch nicht ganz billig. Wird das Twike jedoch ganzjährig und bei jedem Wetter gefahren, finde ich diese Option jedoch prüfenswert.

 

Zusammengefasst kann man sagen dass die 23km gut mit einem Twike bewältigt werden können, vor allem wenn man alleine unterwegs ist. Und dies auch an den meisten Wintertagen. Es gibt Tage da lässt man das Twike vielleicht doch besser stehen, aber an solchen Tagen ist es meist auch eine gute Idee einen normalen PKW stehen zu lassen...(Glatteis z.B., obwohl sich das Twike auf rutschigen Strassen verhältnismässig gut fahren lässt)

Die Garage (wenn auch ungeheizt) ist sicher sehr positiv und macht alles um einiges einfacher.

 

Viele Grüsse

Stefan

 

 

 

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Geschrieben

Gerhard Eichberger

 

 

Das Abstellen im Trockenen hat einige Vorteile. Geheizte Garage oder nicht ist meines Erachtens nicht ganz so wichtig wie ein Dach über dem Twike.

Wie schaut es aber diesbezüglich mit den Akkus aus? Batterien halten bekanntlich in der Kälte weniger lange (Stromhaltezeit? schnellere Alterung in der Kälte?)

 

Durch die kurze Fahrstrecke kommt relativ wenig Feuchte eins Twike, d.h. auf dem Weg zur Arbeit kenne ich das Problem der angelaufenen Scheiben nicht.

Nach einem regnerischen und kalten Tag mit z.B. Schnee, dann kann es dann schon sein dass auf der Heimfahrt die Scheiben schnell beschlagen. Dagegen hilft wenn die Belüftung schon eingeschaltet wird bevor es dazu kommt (und natürlich das Tragen möglichst trockener Kleider). Die Kälte ist bei 7km kein Thema...

Bei meinen Aixam (Leichtkraftfahrzeuge) war es so, daß immer Nässe in den Fahrgastraum eingedrungen ist. Die Aixam sind nämlich nicht ausreichend dicht. Bei Minusgraden haben die Scheiben immer nach ein paar hundert Metern beschlagen, sodaß man nichts mehr sah. Ich mußte dann immer stehenbleiben und das Eis innen wegkratzen. Das mußte ich nach dem Wegfahren so alle 400 Meter machen. Erst nach ein paar Kilometern wurde es dann besser. Natürlich mußte ich immer beide Fenster weit öffnen, sonst hätte ich überhaupt nichts durch die Windschutzscheibe gesehen. Bei den Aixam muß man die Fenster während der Fahrt grundsätzlich offen haben, es sei denn, es wäre sehr trocken. (Deshalb war ich auch oft erkältet.) Die Lüftung bringt nicht viel und die Heizung auch erst, wenn man längere Strecken fährt.

 

Ist das beim Twike besser?

 

Bei 23 km kann die Kälte schon langsam zu einem Problem werden. Dies hängt meiner Meinung nach jedoch auch stark von der Person ab. Es gibt Twiker denen die Hände weniger schnell kalt werden als z.B. meine... :) Pedalen schafft hier Abhilfe' date=' allerdings ist dies aus meiner Sicht nur eine Alternative wen es trocken ist und das Anlaufen der Scheiben kein Thema ist.[/quote']

Ein Problem ist die Kälte insofern, weil man beim Aixam auch bei - 20° C auf den ersten zehn Kilometern die beiden Fenster so etwa zur Hälfte offen haben muß, weil sonst die Scheiben zu stark beschlagen. (Hängt aber sicher auch damit zusammen, daß ich mit meinen 116 Kilo eine dementsprechende Feuchtigkeitsausdünstung habe.)

 

Besteht dieses Problem auch beim Twike?

 

Je länger die Fahrstrecke umso mehr wird die Kälte und die Scheiben zu einem Problem.

Beim Aixam war es eigentlich umgekehrt: Das Problem gab es dann, wenn ich nachts von Wien weggefahren bin. In Wien konnte ich den Aixam meist nur auf der Straße, also im Freien parken. Wenn es da stärker regnet, dann schwimmt am Boden im Fahrzeugraum schon das Wasser. Aber wenn ich von zuhause weggefahren bin, hatte ich das Problem kaum. Zuhause hatte ich ja einen überdachten und vor Wind und Wetter geschützten Raum, wo der Aixam stand. Und wenn ich mit dem Aixam aus dem Trockenen in den Regen rausgefahren bin, mußte ich zwar die Fenster einen Spalt öffnen und die Lüftung voll einschalten (sonst beschlugen die Scheiben), aber es war nicht so schlimm. (Natürlich läuft dann über den geöffneten Fensterspalt ein bißchen Wasser rein, das wird aber bei PKWs oder Twikes auch nicht anders sein.)

 

Denn je länger man im Regen unterwegs wird umso mehr Feuchtigkeit kommt ins Twike. Bei längeren Fahrten (z.B. Wochenendausflug) kommen bei mir jeweils ein paar Tropfen seitlich rein und vorne beim Lenkkopf sodass der Teppichrand etwas feucht wird was zu erhöhter Feuchtigkeit führt.

Wer redet denn von ein paar Tropfen?

Beim Aixam waren das bei einer Fahrt im Regen von Wien nach Langenlebarn (ca. 40 km) geschätzt (je nach Stärke des Regens) zwischen einem halben und zwei Litern Wasser.

 

Diese paar Tropfen kann man aber gut abfangen sodass der Teppich trocken bleibt.

Der Teppich beim Aixam war bald verfault. Den habe ich dann rausgeschmissen...

 

Ich bin gerade daran so ein Wasserfänger zu basteln...

Wie schaut das eigentlich beim Twike aus? Wo dringt da Wasser ein?

 

Beim Aixam kommt das meiste Wasser über den Motorraum herein. Wenn's da draußen schüttete, rann mir das Wasser oberhalb der Pedale herab auf meine Füße. Auch kam bei den Lüftungsschlitzen oft Wasser herein.

 

Ist das beim Twike anders?

 

Auch eine grossen Einfluss hat' date=' ob man zu zweit oder alleine unterwegs ist. Alleine habe ich sehr sehr selten angelaufene Scheiben, auch bei sehr nasser Witterung. Zu zweit ist es schlechter da die zusätzliche Person oft mehr Feuchtigkeit ins Twike nimmt oder abgibt...[/quote']

Ist mir eigentlich nicht nennenswert aufgefallen. Innnerhalb von Wien habe ich ja oft jemand anderen mitgenommen. Vor allem habe ich da spätnachts (eigentlich schon fast in der Früh) die Frau, mit der ich damals um die Häuser gezogen bin, nach Hause gefahren.

 

Mit einer Standheizung kann man Kälte und angelaufenen Scheiben wirksam entgegentreten. Der Einbau ist aber nicht ganz einfach und auch nicht ganz billig. Wird das Twike jedoch ganzjährig und bei jedem Wetter gefahren' date=' finde ich diese Option jedoch prüfenswert.[/quote']

Ich will mir ja irgendwann mal einen Twike zulegen. In der Blackbox habe ich darüber massig diskutiert. Dort ging es auch um das Thema, daß beim Twike (wie ich las) sich die als Sonderzubehör erhältiche Standheizung mit der Scheibenbeheizung nach ein paar Minuten ausschaltet. Darauf wurde mir gewantwortet, daß in Österreich eine Scheibenbeheizung während der ganzen Fahrt funktionieren muß, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Dort schrieb dann jemand, daß bei ihnen in der Bude aus genau diesem Grund die Elektroautos alle eine benzinbetriebene Standheizung haben.

 

Allerdings:

Wenn ich mir einen Twike zulege, dann will ich natürlich auch die Förderung für Elektrofahrzeuge in Anspruch nehmen. Die gibt's aber nur, wenn das Fahrzeug keinerlei Verbrennungskraftstoffe verwendet - benzin-, oder heizölbetriebene Standheizungen führen dazu, daß die (nicht so niedrige) Förderung NICHT gewährt wird.

 

 

Zusammengefasst kann man sagen dass die 23km gut mit einem Twike bewältigt werden können' date=' vor allem wenn man alleine unterwegs ist. Und dies auch an den meisten Wintertagen. Es gibt Tage da lässt man das Twike vielleicht doch besser stehen, aber an solchen Tagen ist es meist auch eine gute Idee einen normalen PKW stehen zu lassen...(Glatteis z.B., obwohl sich das Twike auf rutschigen Strassen verhältnismässig gut fahren lässt)[/quote']

Und was, wenn es gar keine Alternative gibt?

 

Ich kenne Pendler, die auf ihr Auto angewiesen sind, weil es in ihrer Ortschaft keinen öffentlichen Verkehr mehr gibt (Bahn zuerst durch Bus ersetzt und dieser dann auch aufgelassen). Es wird im Fernsehen oft von den "unvernünftigen Autofahrern" gesprochen, die wenn es stürmt und schneit, ihr Auto nicht stehenlassen und mit dem Zug fahren. Ja, wie denn, wenn es dort, wo der wohnt, weder Zug noch Bus gibt?

 

Und selbst in Wien ist es nicht immer günstig:

Ein Bekannter, der in Wien wohnt, fuhr früher mit seinem PKW in die Arbeit (ebenfalls in Wien). Mit dem Auto brauchte er ca. 40 Minuten. Jetzt, da er kein Auto mehr hat, fährt er mit den Öffis. Da braucht er fast zwei Stunden: Er muß weit zur Straßenbahn gehen, dann dreimal umsteigen (Straßenbahn, Schnellbahn, U-Bahn, Bus) und dann nochmal zu Fuß gehen. Jetzt dauert es zwei Stunden, bis er von zuhause an seinem Arbeitsplatz ist. Und das innerhalb von Wien!

 

Die Garage (wenn auch ungeheizt) ist sicher sehr positiv und macht alles um einiges einfacher.

Vor allem für die Batterie.

 

 

Gerhard

Geschrieben

Hallo Mike,

bei mir (TW096) gab es verschiedene Zuflüsse.

An der Wischerachse kommen 3Tropfen pro Stunde.

An der Lenkachsendichtplatte kommen bei schneller Fahrt 5T/St.

Am vorderen Ende der Einstiegsprofile war die Abdichtung fehlerhaft.

Durch die Scheinwerfer kamen Tropfen rein, die das Verbandszeug einweichen.

Durch den Lüftungsschlitz werden aber über 100T/St reingewirbelt.

Durch das untere Ablaufloch kamen genausofiele rein wie raus.

Im Batteriekasten ist das Wasser nie so hoch gekommen. Aber die Luftfeuchtigkeit hat auf den Plattinen nen Kurzen gebracht. (Sprühlack hilft)

Aber die neueren Modelle sind bestimmt besser.

Den Lüftungsschlitz will ich mit einem mit Gummiball aufblasbarem Schlauch umschaltbar machen.

Aber nutze auch das Archiv, da stehen viele Berichte.

Gruß

Nowar

Geschrieben

Hallo zusammen,

Hallo Mike,

 

ich stehe vor der Entscheidung mir ein Twike zuzulegen und habe mir auch schon ein Twike ausgeliehen.

Da ich meinen PKW abgeben möchte bin ich mir was den Winter angeht noch etwas unsicher.

Meine tägliche Fahrtstrecke wäre 23km einfach. Das Twike würde Nachts in einer unbeheizten Garage und tagsüber auf einem freien Parkplatz stehen. Gibt es jemand, der ein neueres Twike ganzjährig bei einer vergleichbaren Strecke fährt und wie sind Eure Erfahrungen im Winter ? Oder habt Ihr noch einen PKW als Ausweichmöglichkeit ?

Alle Twiker, mit denen ich bisher Kontakt hatte, nutzten entweder im Winter z.T. andere Verkehrsmittel oder fahren nur eine sehr kurze Strecke und haben auch tagsüber eine "warme" Unterstellmöglichkeit.

 

ich fahre seit 8 Jahren Sommer wie Winter. Bis vor 3 Jahren hatte ich 22 km einfach.

Das hat mit 10Ah NiCD immer problemlos geklappt. Sogar mit 10km Autobahn.

Mein Twike steht immer im Freien. Ich habe nur eine Abdeckhaube (nur zu Hause).

 

Im Winter wenn es zu kalt ist, stelle ich für 10 min einen Heizlüfter auf der Fahrerseite in Twike.

Das reicht normalerweise.

Ich trete immer, im Winter ziehe ich dann nach den ersten 5 km die dicke Jacke aus ...

 

Jetzt habe ich ca.45 km einfach. Da konnte ich mit 3*5Ah durchfahren, momentan habe ich nur

nur ziemlich ausgelutschte 10Ah, und muss sogar bei diesen Temperaturen nachladen.

 

 

Viele Grüße, Mike

 

Viel Spass,

Matthias tw514

 

Geschrieben

Hallo Twike Freunde,

 

@GerhardEichberger

Die neuen Twikes sind was die Wassereintrittsmenge betrifft, nicht mit dem Aixam vergleichbar. Es sind wirklich nur einige wenige Tropfen.

Neben den wenigen Oeffnungen wo ein paar Tropfen rein kommen gibt es noch diese Feuchtigkeits-Quellen:

Wenn die Haube angehoben wird und das Wasser am Ende der Scheibe in das Innere tropft...

Oder wenn die Haube zu lange offen bleibt und es regnet...

Oder wenn mit nassen Kleidern losgefahren wird...

 

Die letzten drei Feuchtigkeitsquellen kann man aber recht gut selber steuern.

Bei der erstgenannten Quelle (Dichtungen etc..) sammle ich die Tropfen mit einem eingeklebten Kunststoffprofil (sei heute!). So werden die Teppiche nicht mehr nass und ich muss diese nicht mehr herausnehmen damit sie vollständig austrocknen.

 

Mal sehen wie das klappt!

 

Betreffend Standheizung und Förderung für E-Fahrzeuge:

Es gibt von Eberspächer inszwischen auch eine Heizung die mit Bioethanol läuft. Diese wurde speziell für E-Fahrzeuge entwickelt. Damit sollte die Förderung hoffentlich kein Problem mehr sein.

 

Sonnige Grüsse

Stefan

 

 

 

 

 

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Geschrieben

...also TWIKEn im Winter....

 

eine echte Hardcore-Angelegenheit, wahrlich nichts für Weicheier !

 

Ich mache das inzwischen sechs Jahre, wir sind hier im Oberrheingebiet nicht gerade harte Winter gewöhnt, aber man muss rechnen mit

 

- beschlagenen Scheiben: Das ist ein Zustand, der insbesondere bei Temperaturen unter 5°C und entsprechender Luftfeuchtigkeit gerne zum Dauerzustand wird, Wischen hilft nur außen, innen muss ständig nachgewischt werden (Gummischaber empfiehlt sich dringend), besonders ätzend wird's bei Außentemperaturen unter 0°C, dann friert der Beschlag noch schön fest. Schon leichter Beschlag ist wegen der extrem schräg stehenden Scheibe äußerst sichthemmend, insbesondere wenn nachts die Straßenlampen von oben draufscheinen. Vielleicht liegt's bei mir z.T. auch daran, dass ich IMMER mittrete (gerade im Winter wegen der Kälte). Ich habe aber diesen Winter einen Zusatzlüfter eingebaut (von Conrad), mit dem ich vor dem Losfahren die Scheibe 5-10 Minuten vorwärme, das hilft ganz gut, aber auch nicht dauerhaft - für meine 10km reicht's aber. Ansonsten ist es hilfreich, möglichst guten Durchzug zu schaffen, um die Feuchtigkeit wegzupusten (Dichtung unter der Scheibe aufklemmen u. zum Abzug Verdeck seitlich etwas ausstellen)- das geht dann allerdings wieder auf Kosten der Behaglichkeit;

 

- eisiger Kälte: Mangels Heizung wird's bei niedrigen Temperaturen halt auch innen ausnehmend kühl - und je mehr man zwecks klarer Scheiben lüftet, desto weniger hält sich die vom Fahrer entwickelte Wärme. Heftiges Mittreten hilft zwar ganz gut (mir ist jedenfalls schneller "warm" als in Verbrenner-Autos, die die ersten 4-5km nur den Motor aufheizen), aber gute Kleidung ist dringend angesagt; ich hatte diesen Winter öfter ein Innen-Außen-Thermometer dabei, das zeigte innen meist eine um etwa 5° höhere Temperatur an als außen, also bei -13°C draußen sind's dann drinnen behagliche -8°C !

 

- deutlich verminderter Reichweite und längerer Ladezeit: Ich habe nicht das Glück, mein TWIKE über Nacht in einer Garage stehen zu haben - bei den NiCd-Akkus war das eigentlich auch nicht so tragisch, aber bei den seit einem Jahr eingebauten LiOns hat sich das insbesondere bei den Extrem-Temperaturen unter -10°C ganz deftig bemerkbar gemacht. Laden dauerte wesentlich länger und die Ladung war ruck-zuck auch wieder verfahren.

 

Mit Schnee und Glätte habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht (wie gesagt, hier ist keine Gegend mit harten Wintern) - das TWIKE zieht trotz geringer Bodenfreiheit ganz gut auch durch tieferen Schnee, ein Ausbrechen ist unwahrscheinlich und das Fahrzeug bleibt (wohl wegen des geringen Gewichts) gut lenk- und bremsbar. Da erweist sich die Herkunft aus einem Alpenland mal wieder als wegweisend!

 

Unschön fand ich diesen Winter das Erlebnis mit dem Audi Q7-Fahrer, der mich unbedingt auf einer total matschbedeckten Kreuzung überholen musste und dabei massenhaft Matsch aufschleuderte, der dann durch die "Lüftungsschlitze" des ausgestellten Verdecks von hinten auf meine Jacke klatschte.

 

.... oh wie wir sie lieben, die SUVis :evil:

 

Bodo TW783

 

Geschrieben

Hallo Mike,

 

ich fahre seit 12 Jahren jeden Winter durch (30 km einfache Strecke). Eine Garage habe ich nicht. Einmal habe ich das Twike wegen Eisregen stehen lassen müssen, der auf der Scheibe gefrohr.

Hauptproblem sind beschlagene Scheiben. Da hilft nur fleißiges Benutzen der Lüfter und wischen. Das Vorderrad weiß manchmal nicht wohin, wenn Spurrillen freigefahren sind. Ich nehme den Schneeberg dann immer unter den Fahrersitz. Das Vorderrad also rechts und das linke Hinterrad links davon. Frieren muss man nicht, wenn man tritt. Die vorderen Scheibendichtgummis habe ich entfernt zur Belüftung der Scheibe. Beschleunigung ist besser und Bremsen schlechter als beim PKW. Man muss aufpassen, dass die Batterietemperatur am Wochenende nicht unter 0 Grad geht - dann kann man nicht mehr laden. Ein Heizpüster in solchen Fällen und auch sonst vor dem Losfahren hilft viel. Bei täglicher Benutzung hält sich die Batterie (NiCD) gut warm. Die Radverkleidung hinten kann man abnehmen wenn sich Schnee darin festsetzt.

 

Gruß, Hendrik aus Lübeck

  • 3 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Hallo,

 

zunächst mal vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Nach reiflicher Überlegung denke ich ich werde das Wagnis eingehen und mir selbst ein Bild davon machen. Wenn alles glatt geht gibt es also bald einen neuen Twiker...

 

Viele Grüße, Mike

 

Geschrieben

Sauber !

 

Das Erlebnis darf man sich nicht entgehen lassen !

 

Druff unn dewerrer !

 

:lol: :D: :lol: :D: :lol: :D: :lol:

 

Bodo TW783

Geschrieben

Hallo Mike

 

Alle die Massnahmen wie bisher beschrieben funktionieren nicht schlecht.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit musst Du halt viel Scheiben putzen oder Frischluft zuführen.

Ideal ist wenn an beiden Standorten eine Steckdose vorhanden ist.

Mit Schaltuhr 10 Min vor Abfahrt vorheizen reicht meistens.

 

Wenn Du noch unsicher bist, gibt es noch einen Notfallplan oder die Lösung für Warmduscher. Mit der Truma Gasheizung ist das Twike

nach wenigen Minuten warm und Beschlags frei. Das garantiert jederzeit eine sichere Fahrt.

 

Wichtig sind noch gute Reifen zB. der Heidenau K66 für den Winter. Da flitz es auch auf Schnee tiptop.

 

Mit sportlichen Grüssen

René TW855

 

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