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  1. Tesla Geschenke

    Tesla Geschenke

    Weihnachten steht bereits vor der Tür. Aber was schenkt man einem Tesla Fan? Dieser Beitrag dreht sich um Geschenkideen zum Thema Tesla. Bereits letztes Jahr hatte ich diesen Artikel publiziert. Jetzt wurde er überarbeitet und es sind noch ein paar Ideen für weitere Tesla Geschenke dazu gekommen.

     
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    DesktopSupercharger.jpgBildquelle: Tesla.com
    Ladestation für Handys (ohne USB Kabel)
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    DesktopSupercharger.jpgBildquelle: Tesla.com
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    Radioflyer.jpgBildquelle: radioflyer.com
    Batteriebetriebenes Fahrzeug mit Lithium-Ionen-Akku. Geeignet für Kinder im Alter von 3 – 8 Jahren.
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    Radioflyer.jpgBildquelle: radioflyer.com
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    Radioflyer Tesla Model YBildquelle: radioflyer.com
    Das Model Y für die kleinsten Tesla Fahrer im Alter von 1 ½ – 4 Jahren.
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    Radioflyer Tesla Model YBildquelle: radioflyer.com
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    t20601s-tesla-model-3-frunk-bag-2017-carBildquelle: car-bags.com
    Für Model 3, S und X. Produkte passend für den vorderen und hinteren Kofferraum. Versand innerhalb Deutschland ab 50 EUR kostenlos. Achtung: Versand in die Schweiz mit Zollgebühren!
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    frunkles.comBildquelle: frunkles.com
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    frunkles.comBildquelle: tesla.com
    Wer lieber einen normalen Autoschlüssel statt sein Handy oder die Karte verwendet, kann den Key Fob für das Model 3 jetzt im deutschen Tesla Online-Shop bestellen.

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    frunkles.comBildquelle: tesla.com
    Wer lieber einen normalen Autoschlüssel statt sein Handy oder die Karte verwendet, kann den Key Fob für das Model 3 jetzt im deutschen Tesla Online-Shop bestellen.

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    DreamcaseBildquelle: dreamcase.eu
    Ein Tesla eignet sich dank serienmäßiger Standheizung auch ideal zum Übernachten. Mit umgeklappten Sitzen und dieser Matratze, inklusive Bettzeug wir jedes „Tesla-Camping“ zum Erlebnis.

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    Tesla Cybertruck ReservationBildquelle: Tesla
    Warum einem Tesla Fan nicht einfach einen Tesla schenken? 🙂 Oder zumindest die Reservation für einen Cybertruck für 100 EUR/CHF?
    (Der Betrag ist vollständig rückerstattbar, falls das Geschenk doch nicht gefällt)
    Passend dazu gibt es auch ein T-Shirt.

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    Tesla Cybertruck ReservationBildquelle: Tesla
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    Tesla Roadster ModellautoBildquelle: Tesla
    Diese maßstabsgetreuen Miniaturmodelle wurden von Tesla offiziell in Auftrag gegeben. Im offiziellen Tesla Shop werden das Model 3, Model S, Model X, der Roadster und der Semi Sattelschlepper angeboten.
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    Tesla Tisch TesmexBildquelle: Tesmex
    Die ideale Lösung um im Tesla während der Ladepause arbeiten zu können.

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  2. E-Automobilisten die unterwegs laden müssen sind auf verlässliche Ladeverzeichnisse angewiesen. Entsprechende Routenplaner (z.B. A Better Routeplanner) vereinfachen die Reiseplanung zusätzlich. Bisher verwendeten EV Fahrer vor allem die Verzeichnisse von PlugShare, Chargemap und das GoingElectric Ladeverzeichnis mit eingebautem Routenplaner (wir haben darüber berichtet).

     

    Ladestationen für Elektroautos auf Google Maps finden

    Auch auf Google Maps lassen sich seit einiger Zeit Ladestationen anzeigen. Waren anfangs nur wenige Ladestationsbetreiber eingetragen, sind zwischenzeitlich fast alle namhaften E-Mobility Provider (EMP) und ihre Ladestationen online zu finden.

    Um Ladestationen zu lokalisieren reicht das alleinige hereinzoomen auf der Karte von Google Maps nicht aus. Das Vorgehen ist jedoch einfach. Wie bei anderen Suchbegriffen auch, muss lediglich das entsprechende Keyword im Suchfeld eingegeben werden, z.B. ‚Elektroauto Ladestation oder ‚electric car charging station‘. Resultat: Auf dem gewählten Kartenausschnitt erscheinen alle eingetragenen Ladeorte rot markiert. Die ‚Show List‘ Funktion am unteren Bildrand ermöglicht zudem gefundene Ladeorte als Liste anzuzeigen. Aufgeführt werden u.a. Details wie Bewertungen, Adresse, Öffnungszeiten, Ladesysteme und max. Ladeleistungen sowie ob und wie viele Stationen aktuell belegt oder besetzt sind. Natürlich kann auch über das entsprechende Navi-Symbol (nur in der App) gleich zu der entsprechenden Station navigiert werden.

    Bild: Anzeige von Ladestation auf Google Maps (Desktop)

    Blog-Image-Anzeige-Ladestationen-Google-Maps.jpg

    Routenplanung mit Google Maps (App)

    Mit der Maps Applikation bietet Google schon seit längerem eine solide Reiseplanung für verschiedene Transportmittel an. Aber wusstest du, dass Maps auch für die Routenplanung mit Elektroautos geeignet ist, d.h Ladestopps oder Ladeorte entlang der Route anzeigen kann? Zugegeben, die Funktion ist recht rudimentär. Filter für Ladesysteme/Leistungen oder z.B. Auswahlkriterien für max. mögliche Reichweiten fehlen. Aber mit zunehmender Verbreitung von Fahrzeugen mit über 300km Reichweite und zusehends besser ausgebauter Ladeinfrastruktur kann auf weitere Filter auch gut verzichtet werden.


    Und so funktioniert‘s:

    Animation/Video links: Screencast der App-Funktionalität

    1. Trage in der Google Maps App einen Start- und Zielort ein

    2. Drücke (Navi) Start um mit der Navigation zu beginnen

    3. Klicke auf die Lupe oben rechts und drücke danach in der Auswahl auf ‚Suche‘ oder ‘Search‘. 

    4. Im Suchfeld ‚ Suchen entlang der Route‘ /‚search along route‘ den Suchbegriff ‚Elektroauto Ladestation‘ oder ‚electric car charging station‘ eintragen.

    5. Voilà, nun werden die entsprechenden Ladestationen entlang der Strecke angezeigt, und mit wie viel zusätzlicher Zeit gerechnet werden muss um die Station zu erreichen.

     

    Tippt man eine angezeigte Stationen an, kann diese in die Routenplanung eingefügt werden. Es ist möglich weitere Stopps/Ladeorte einzufügen. Dazu muss lediglich die Suche nochmals bemüht werden und die identischen Schritte durchgeführt werden. Ladestopps können auch jederzeit wieder entfernt werden.

     

    Routenplanung (Desktop Version)

    Eine Anzeige von Ladestationen entlang der Route ist auf der Desktop Version leider nicht möglich. Aber für eine schnelle Planung reicht die Desktop Version allemal. Sind die zu machenden Stops einmal herausgesucht und bestimmt, müssen die entsprechenden Stationen dann auf der Fahrt nur noch angewählt werden.
     

     

     

    Fazit

    Wie schon bei anderen Services von Google, liegt der Vorteil bei der Verwendung von Maps vor allem in der einfachen Handhabung und der Datenfülle. Andere Verzeichnisse und Routenplaner bieten zwar teilweise detailliertere Filtermöglichkeiten, überfordern damit aber auch gleichzeitig einige Nutzer. Es ist daher anzunehmen, dass bisherige Verzeichnisse mittelfristig an Bedeutung verlieren werden. Sie dürften aber für einige EV-Fahrer nach wie vor von Interesse sein, sofern sie gegenüber Google Maps mit zusätzlichen Angaben punkten können.

    Benutzt du Google Maps bereits für die Ladeplanung? Oder eine doch lieber eine andere App? Deine Erfahrungen interessieren uns. Gerne freuen wir uns auf deinen Kommentar!

    Bild: Routenplanung mit der App von Google Maps (Night Mode)

    Blog-Image-screenshot-route-ladestationen.png

     

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    Kürzliche Einträge

    NachhaltigBewegt.de
    Neuster Eintrag

    Gerade erst hat die Bundesregierung in Deutschland ein kräftiges Konjunkturpaket beschlossen. Insgesamt 9.000 statt der bisher schon immensen 6.000 Euro sollen Käufer von Elektro-Autos erhalten. Und doch stehen viele Autofahrer der Elektromobilität skeptisch gegenüber. Das Hauptargument: Die Reichweite sei noch zu gering. Das Phänomen hat einen Namen – Reichweitenangst. Was ist dran?

     

    Der erste Anlauf

    Für Elektromobilität habe ich mich schon seit vielen Jahren interessiert. Vor gut dreieinhalb Jahren war nach Ablauf eines Leasing-Vertrags ein neues Fahrzeug fällig. Damals hat mir der Hyundai IONIQ Elektro sehr gut gefallen. Tesla war für mich zwar der absolute Favorit. Doch das Tesla Model 3 war noch nicht auf dem Markt und ein Model S bewegte sich außerhalb meiner Preisklasse.

    Der IONIQ war dann auch das erste Elektro-Fahrzeug, das ich nach gut 15 Jahren in Verbrennern probegefahren bin. Ich war sofort begeistert: Tolle Ausstattung, gute Verarbeitung, angenehmes Fahrgefühl. So leise. Und dieses Drehmoment bei jeder Geschwindigkeit!

    Doch: Was ist mit der Reichweite? Auf die Herstellerangabe kann man ja eh nichts geben. Ob das realitätsnähere WLTP– oder das alte NEFZ-Verfahren – die Werte werden unter idealen Bedingungen ermittelt und sind in der Realität praktisch nie erreichbar. Das gilt für E-Autos genauso wie für Autos mit Verbrennungsmotor. Wird das Wetter kälter, sinkt die Reichweite insbesondere bei Autos mit Akku nochmal rapide.

    Das gute Erlebnis von der Probefahrt weicht Bedenken: Was, wenn ich mal eine längere Strecke im Winter fahren muss? Reicht der Akku? Wo kann ich eigentlich laden? Welche Ladestationen gibt es? So viele Steckertypen… Wie lange dauert das Laden da wohl?

    Am Ende der Recherche wurde es damals ein Verbrenner. Die Reichweitenangst war zu groß.

     

    Der zweite Anlauf

    Drei Jahre weiter ins hier und heute: Nach viel Überlegen und Abwägen wurde ein Tesla Model 3 bestellt. In der Long Range Version (WLTP: 560 km). Die Standard Range Plus (SR+) Variante erschien mir zwar preislich deutlich attraktiver. Doch die Reichweitenangst spielte wieder mit. In der Tiefgarage des Gebäudes, in dem ich wohne, gibt es auf absehbare Zeit keine Möglichkeit, ein Elektroauto zu laden. Nicht mal eine normale Haushaltssteckdose ist in vorhanden. Also ging ich auf Nummer sicher und wählte die Version mit dem größeren Akku. Selbst im Winter sollten damit 350 km gut möglich sein. Genug für meinen täglichen Arbeitsweg, Ausflüge und Puffer für die Suche nach einer Ladestation.

    Nun, nach knapp 3 Monaten mit dem Tesla stelle ich fest: Die Reichweitenangst war völlig unbegründet. Warum? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

     

    Elektrisch fahren ist anders.

    Mit einem Elektroauto hat man ein anderes „Tankverhalten“ als mit einem Verbrenner. Die meisten, die ich kenne, tanken ihren Verbrenner bis zum Anschlag voll (mehrmaliges Nachzapfen darf nicht fehlen) und fahren ihn nahezu leer. Es stimmt natürlich, dass das auch damit zu tun hat, dass es ein dichtes Netz an Tankstellen in Deutschland gibt. Aber mal ehrlich: So einen Ausflug zur Tankstelle habe ich auch gemieden, so gut es ging. Ein Elektroauto hingegen sollte man weder ganz leer fahren, noch „volltanken“ – den Akku schont man am besten, indem man nicht unter 20% und nicht über 80-90% lädt. Das braucht man aber auch gar nicht, denn das Konzept lautet: Lade, wann immer es geht. Wenn Du eine Lademöglichkeit zu Hause hast: Perfekt! Heimkommen, Kabel anstecken, fertig. Das ist ein Aufwand von 10 Sekunden. Ein Tankstellenbesuch dauert länger. Aber auch, wenn Du zu Hause nicht laden kannst:

    Das Netz an Ladestationen wird ständig dichter. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels listet das Stromtankstellen-Verzeichnis von GoingElectric.de über 20.000 Ladestandorte mit über 57.000 Ladepunkten in Deutschland. Du kannst bspw. auf der Arbeit oder in der Nähe Deines Büros laden? Prima! Doch auch beim Shopping oder dem Wocheneinkauf in der Stadt gibt es meist Ladesäulen in der Nähe. Auch bei einem Ausflug kann man gezielt einen Ausgangspunkt mit Ladestation wählen. Ein kurzer Blick ins Stromtankstellen-Verzeichnis genügt zur Planung. So nutzt Du die Zeit beim Laden ganz effizient, denn Du wartest nicht auf den Abschluss des Ladevorgangs. Und wenn es doch mal schnell gehen muss:

    High Power Charging (HPC) setzt sich durch. Damit lädst Du aktuell mit bis zu 350 kW – und somit ist Dein Akku entsprechend schnell wieder voll. Immerhin 14% der Ladepunkte bieten laut GoingElectric.de derzeit 43 kW Leistung oder mehr. Im Zeitverlauf sieht man sehr deutlich, dass die Anzahl zügig ansteigt. Das ist gut, denn nicht nur für das schnelle Laden zwischendurch, sondern auch auf der Langstrecke ist HPC hilfreich.

    Entlang der Autobahnen findest Du viele Schnelllade-Stationen. Tesla hat es mit seinem eigenen Supercharger-Netzwerk vorgemacht. Das Fahrzeug plant im integrierten Navigationssystem Deine Route so, dass Du nie mit leerem Akku stehen bleibst. Doch auch andere Anbieter ziehen nach, sodass lange Strecken mit E-Autos kein Problem mehr sind. Spätestens nach 2-3 Stunden machen auch die meisten Verbrenner-Fahrer eine Pause an der Raststätte. Genügend Zeit, um in wenigen Minuten Dein Elektrofahrzeug wieder mit ausreichend Strom für die nächste Etappe zu versorgen.

     

    Zeit für Reichweitenmut!

    Meine Erfahrung der letzten drei Monate zeigt, dass meine Reichweitenangst völlig unnötig war. Während ich in den ersten Wochen noch jede Lademöglichkeit genutzt habe, bin ich mittlerweile ganz entspannt unterwegs und lade, wenn es passt. Man muss sich klar machen, dass die gewohnten Verhaltensweisen, die bei einem Verbrenner richtig waren, bei einem Elektroauto nicht mehr passen. Die hier oben beschriebenen „Tankregeln“ lassen Dich aber entspannt und mit vollem Akku ans Ziel kommen.

     

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  3. Neue interessante Funktionen für gewerbliche Mitglieder

    Mit unserer "Elektroauto Community" sprechen wir neben Elektroautofahrern auch Hersteller, Dienstleister, Händler und Vereine/Organisationen an. Aufbau und Pflege der Kunden respektive der eigenen Community wird für Unternehmen immer wichtiger. Wir haben uns deshalb entschlossen, unsere Community auch ganz gezielt für gewerbliche Mitglieder zu öffnen und passende Funktionen bereitzustellen. Die Nutzung soll dabei auch weiterhin kostenlos möglich sein. Nachfolgend alle Neuerungen im Überblick.

     

    Neue Mitglieder Badgesneuer-mitglieder-badge.jpg

    Mitglieder der Community können sich neu mit einem Badge kennzeichnen. Er gibt an, in welcher Mitglieder-Rolle man in der Community unterwegs ist. Zur Auswahl stehen z.B. Händler, Hersteller, Journalist oder EV-Fahrer. Neu-Mitglieder werden bei der Registrierung um eine entsprechende Auswahl gebeten. Bestehende Mitglieder können die Auswahl jederzeit in ihrem eigenen Mitgliederkonto hinzufügen. Der Badge dient vor allem der Orientierung unter den Mitgliedern. Gewerbliche Mitglieder können sich damit klarer kennzeichnen. Ihre im Forum eingebrachte Fachkompetenz erhält damit in Verbindung mit der Beitrags-Signatur einen Namen. Davon profitieren private wie auch gewerbliche Mitglieder. Bild rechts: neue Mitglieder Badges.

    Attraktive Signatur-Regelung

    Mit den neu erstellten "Community-Grundsätzen", auch Netiquette genannt, sind die Beitrags-Signaturen definiert worden. Danach haben alle Mitglieder die Möglichkeit eine Signatur einzufügen. Diese soll dabei nicht mehr als aus einem Link, drei Zeilen und falls gewünscht aus einem kleinen Banner bestehen. Kommerzielle Signaturen sind ebenfalls erlaubt, ja sogar erwünscht. Gewerbliche Anbieter können so die Community gezielt nutzen um mit qualitativ wertigen Beiträgen und Hilfestellungen ihre Fachkompetenz zu präsentieren. Direkte Werbung in Beiträgen ist mit Ausnahme der neu geplanten "Hersteller Support Foren" weiterhin nicht erlaubt.

    B2B Branchenforum

    Branchenforen finden in der Regel im Rahmen von Konferenzen oder Tagungen statt. Mit unserem B2B Branchenforum bieten wir gewerblichen Mitgliedern einen virtuellen Treffpunkt zm Netzwerken und den Austausch im B2B Bereich. Da dies noch Neuland für uns alle ist, gibt es noch Raum für Anpassungen. Wir haben dazu ein Diskussionsthema eröffnet.

    Job Portal Elektromobilität

    Unter unseren Mitgliedern und Besuchern tummeln sich einige Fachleute aus dem E-Mobility Bereich. Mit dem neuen Stellenanzeigen-Portal besteht für ausschreibenden Unternehmen die Möglichkeit, diese Gruppe auf Vakanzen aufmerksam zu machen. Die Funktion kann kostenlos genutzt werden. Die Erfassung ist dabei so einfach wie das Eröffnen eines Forum-Beitrages. Inserate können auch jederzeit vom Ersteller wieder gelöscht werden. Hier gibt es eine Kurzanleitung.

    Immer wichtiger: Hersteller Support Foren

    Unternehmen die ein Support Forum betreiben möchten, bietet die elektroauto.community eine umfassende Lösung. Die zur Verfügung stehenden Funktionen der Community sind dabei das perfekte Tool um ein professionelles Support Forum anzubieten. Mit dem Betrieb eines Support Forums lassen sich Produkte nicht nur präsentieren, sondern auch ein zeitgemäßer und hochwertiger Support sicherstellen. Sie bieten zudem den Vorteil, die Menge an wiederkehrenden Anfragen zu reduzieren. Der Aufbau und die Pflege der "eigenen Community" wird immer wichtiger. Gerne unterstützen wit unsere gewerblichen Mitglieder dabei. Wir bieten diese Dienstleistung zugunsten einer aktiven EV-Community kostenfrei an.  

    In den kommenden Monaten werden wir noch weitere praktische Funktionen für private wie auch gewerbliche Mitglieder einführen. 

    Du möchtest auch weiterhin über die Entwicklung informiert bleiben? Melde dich kostenlos (gewerblich oder privat) als Mitglied an. 

  4. ZOE R135 Scheinwerfer

    Am Wochenende 7.-10.2.2020 hatte ich Gelegenheit, die neue ZOE R135 mit 52kWh-Akku und CCS-Ladung zu testen. Hier mein Bericht.

    Begriffsdefinition

    Der besseren Unterscheidbarkeit wegen bezeichne ich die neuen ZOEs der aktuellen Fahrzeuggeneration wie Renault auch als ZOEs Ph2.

    Zu den Ph2-ZOEs gehören Modelle mit 41 und 52kWh-Akku sowie 80 und 100kW-Motor. Die getestete R135 verfügt über den größeren Akku und den stärkeren Motor.

    Test-Zeitraum

    Endlich ist es soweit. Ich hätte die neue ZOE Z.E.50 schon Ende 2019 für einen Test bekommen können, aber nur ohne CCS-Anschluss. Da das aber eins der wesentlichen neuen (wenn auch optionalen) Features der weiterentwickelten ZOE ist, habe ich lieber gewartet, bis eine mit CCS zur Verfügung steht.

    Jetzt passt es anlässlich der ersten Wartung meiner R110: Ich bringe meine ZOE am Freitag, dem 7.2.2020, in die Werkstatt, übernehme eine fast noch nagelneue R135, teste diese ein Wochenende lang und tausche die Autos am Montag, dem 10.2.2020, wieder um.

    Um es gleich vorweg zu nehmen: Als ich Montag Mittag wieder in meine erst ein Jahr alte R110 einsteige, habe ich das Gefühl, von der Business Class in die Economy Class zu wechseln. Aber der Reihe nach. Erstmal ein paar Fakten.

    Ausstattung

    Der Testwagen ist eine voll ausgestattete INTENS (das ist das höchste Ausstattungsniveau) in „DeZir-Rot“, eine wirklich tolle Farbe, die sowohl mir als auch meiner Liebsten sehr gut gefällt.

    ZOE R135 in DeZir-Rot

    Was hat die R135 Intens, das meine R110 nicht hat?

    • 52kWh-Akku
    • 100kW-Motor (135PS)
    • LED-Scheinwerfer
    • LED-Nebelscheinwerfer
    • LED-Bremslicht & Blinker
    • Spurhalteassistent
    • Toter-Winkel-Warner
    • Fernlichtassistent
    • Innenspiegel automatisch abblendend
    • Einparkhilfe vorne und hinten
    • Rückfahrkamera
    • Verkehrszeichenerkennung
    • Elektrische Feststellbremse mit Automatik
    • Ablage zum induktiven Laden eines Smartphones
    • Rücksitzlehne geteilt umklappbar (1/3 zu 2/3)
    • Winterpaket (beheizbares Lederlenkrad, Sitzheizung für die Vordersitze)
    • 9,3-Zoll-Multimediasystem „Easy Link“
    • CCS-Ladeanschluss

    Z.E. 50 electric

    Kostet so ausgestattet neu (ohne Abzug der „Umweltbonus“-Förderung) aktuell über 30.000,- € (UPE).

    Strecke, Verbrauch, Reichweite

    Ich fahre mit der R135 an diesem Wochenende insgesamt 516km, davon den größten Teil Schnellstraße (B6) und Autobahn (A7).

    Zwei Mal lade ich die Test-ZOE auf, beide Male per CCS, das erste Mal von 4%-90%, das zweite Mal von 6%-98%. Dazu später mehr.

    Als ich das Fahrzeug übernehme, zeigt es einen Durchschnittsverbrauch über 18kWh/100km an. Ich nulle den Zähler bei jedem Laden und erziele bei moderaten 100km/h auf der Autobahn und den herrschenden Wetter- und Temperaturbedingungen einen ähnlichen Wert. Bis auf die Strecke nach der letzten Ladung am Sonntag: Da gibt Sturmtief „Sabine“ ordentlich Schub von hinten und der Verbrauch sinkt deutlich auf 16,1kWh/100km. Insgesamt ist der Verbrauch etwas höher als der meiner R110.

    ZOE R135 Verbrauch

    Die Reichweite lag mit dem auf der letzten Etappe erzielten Verbrauch und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 63,5km/h bei ca. 260km (gefahrene 200km + Restreichweite 57km).

    R135 Reichweite

    Zum Vergleich: Meine R110 mit 11kWh weniger Akkukapazität liegt dieser Tage bei ca. 220km.

    Cockpit / Bedienung / Multimedia

    ZOE R135 Cockpit

    Das Cockpit ist gegenüber den Vorgänger-ZOEs komplett überarbeitet worden und macht auf mich einen richtig guten Eindruck.

    Das Lenkrad

    Das beheizbare Lederlenkrad ist angenehm weich und dick, alle Bedienelemente sind gut zu erreichen und auch logisch angeordnet.

    Die Lenkradheizung habe ich ein Mal kurz ausprobiert, war etwas ungewohnt, aber ganz angenehm. Wobei sich auch bei ausgeschalteter Lenkradheizung die Stellen, an denen Hautkontakt besteht, schnell warm anfühlen.

    Da fällt mir gerade auf: Gehupt habe ich gar nicht! Probiere ich ein anderes Mal aus. 😉

    Die Instrumente

    Das Display für die Instrumente ist konfigurierbar: Drei Grundvarianten der Darstellung können ausgewählt und hinsichtlich ihrer Grundfarben und Detailinfos individualisiert werden.

    ZOE R135 Display 1Display-Variante 1ZOE R135 Display 2Display-Variante 2 (mein Favorit)ZOE R135 Display 3Display-Variante 3

    Allen Varianten gemeinsam ist die zentrale Fahrt in den Sonnenaufgang (oder ist das ein Sonnenuntergang?).

    „Easy Link“

    Das neue „Easy Link“-Multimediasystem verwaltet die Einstellungen zur Fahrzeugkonfiguration, zur Navigation, zu Multimedia, zum Telefonieren und zu den Lade- und Klimaanlagen-Timern.

    Das Testfahrzeug hatte den großen 9,3-Zoll-Screen und der bietet in sinnvollem Hochformat erfreulich viel Platz, z. B. für die Navigationskarte. Angenehm, wenn man mal etwas weiter vorausschauen kann. Ein Tesla-Screen ist es nicht, aber von der Größe her ausreichend und sehr viel besser als beim Vorgängersystem R-Link.

    Den Home-Screen kann man sich per Widgets selbst zusammenstellen, wie beim Handy. Beim Verschieben von Elementen reagiert der Touchscreen allerdings sehr träge und das Ziehen der Widgets auf ihre Sollpositonen funktioniert bei mir nur nach mehrfachen geduldigen Versuchen.

    Ansonsten kann ich mich auch ohne die Bedienungsanleitung konsultieren zu müssen gut durch alle Optionen hangeln.

    Benutzer-Profile

    Fast alle Cockpit-Einstellungen lassen sich in verschiedenen Benutzerprofilen im „Easy Link“ speichern. So ist es, wenn mehrere Personen das Auto benutzen, sehr einfach, die jeweiligen Lieblingseinstellungen zu restaurieren.

    Die Benutzerprofile speichern nicht nur das Display-Design, sondern auch die Einstellungen für Klimaanlage, Feststellbremse und für die Assistenten.

    Es gibt ein Gast-Profil, das ich zunächst benutze (ich bin ja in diesem Fahrzeug zu Gast). Dann stelle ich jedoch fest, dass die getroffenen Einstellungen einen Stop mit Komplett-Aus und Türenverriegeln nicht überdauern. Ich wechsle auf ein anderes Profil und damit klappt es dann auch dauerhaft.

    Einer für alles

    Leider hat die R135 nur noch einen einzigen Tageskilometerzähler. Es gibt keine getrennt rücksetzbaren A- und B-Zähler mehr wie bei den älteren ZOEs. Bei jedem Nullen dieses einen Zählers wird auch der Durchschnittsverbrauch zurückgesetzt und der Bordcomputer zeigt bei 98% Ladung aktuell sehr optimistische 355km Reichweite an.

    Reichweitenanzeige bei 98% SOC

    Die er dann während der Fahrt unter den derzeitigen Wetterbedingungen ziemlich schnell revidieren muss.

    Nun ist ein Reset des Tageskilometerzählers bei jedem Laden aus folgenden Gründen sinnvoll: Nur aus der Info über die seit der letzten Ladung gefahrenen Kilometer und der aktuell noch angezeigten Restreichweite kann man realistische Erfahrungswerte über die fahrbare Strecke gewinnen. Der Bordcomputer soll auch lernen, und zwar über längere Zeit und Strecke. Außerdem ist der Durchschnittsverbrauch über einen längeren Zeitraum ebenfalls von Interesse.

    Da ist die Aufteilung in einen A- und B-Zähler von Vorteil: Den A-Zähler nulle ich in der R110 bei jedem Laden, und er setzt nur die angezeigten km zurück, nicht den Durchschnittsverbrauch. Den verwaltet der B-Zähler, und wenn der sich nicht gerade irgendwie selber nullt, lasse ich ihn immer durchlaufen, weil mich z. B. mein durchschnittlicher Jahresverbrauch interessiert.

    Diese Möglichkeit entfällt in den Ph2-ZOEs leider. Wird der Zähler genullt, wird gleichzeitig auch der Durchschnittsverbrauch zurückgesetzt. Das hätte Renault sinnvoller lösen können.

    Tempopilot / Begrenzer

    Die Bedienelemente für Tempopilot (aka Tempomat) und Begrenzer sind jetzt komplett im Lenkrad integriert.

    Der Ein-/Aus-/Umschalter befindet sich also nicht mehr wie bei den älteren ZOEs als unscheinbare Wippe links neben dem „Ganghebel“. Das war auch irgendwie seltsam.

    Alles, was man an Schaltern zur Bedienung des Tempopiloten/Begrenzers braucht, befindet sich nun in Daumenreichweite auf der linken Speiche des Lenkrades.

    Bedienelemente Tempopilot

    Endlich: Die Geschwindigkeitseinstellung erfolgt jetzt in 1km/h-Schritten, und wenn man die Tasten etwas länger drückt, in 10er-Schritten. Das ist wesentlich besser als das feste 2km/h-Raster der älteren Modelle. (Damit schaffe ich es bei meiner R110 praktisch nie, die Geschwindigkeit vorausfahrender Reisebusse oder LKW exakt zu treffen und muss immer pendeln und nachregeln.)

    Das i-Tüpfelchen wäre jetzt noch ACC (Adaptive Cruise Control), also ein Abstandsregeltempomat, der automatisch die Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug hält. Das ist eigentlich State of the Art in dieser Ausstattungsklasse, aber hier hat Renault offenbar gespart. Schade, denn das würde dem elektrisch-entspannten Cruisen den letzten Schliff geben.

    Handykopplung

    Die Bluetooth-Kopplung meines Android-Handys funktioniert ohne Probleme. Standardmäßig sind Telefonfunktionen und Multimediazugriff aktiviert.

    Ungefragt werden direkt nach dem Koppeln auch alle meine Kontakte in das Easy Link übertragen. Oops! Ob das DSGVO-konform ist? Da möchte ich doch bitte vorher gefragt werden. Die Übertragung geht übrigens rasend schnell, und meine Kontaktliste umfasst einige hundert Einträge. Ich finde auf die Schnelle keine Möglichkeit, die Kontaktliste im Easy Link wieder zu löschen. (Am Ende meiner Testfahrt entferne ich dann mein Handy aus der Liste gekoppelter Handys und hoffe, keine privaten und geschäftlichen Daten zu hinterlassen.)

    Die Gesprächsqualität beim Telefonieren ist sehr gut, sowohl in Sende- als auch in Empfangsrichtung. Meine Gesprächspartner*innen können mich deutlich verstehen und ich sie auch.

    (Ich weiß ehrlich nicht, warum ich immer wieder Leute mit ihrem Handy am Ohr am Steuer ihres Wagens sitzen und telefonieren sehe, während der Fahrt natürlich. Freisprecheinrichtungen sind doch nun wirklich mittlerweile Standard und funktionieren sehr gut. Mehrere Handys zu koppeln ist auch kein Problem. Woran liegt’s?)

    Musikstreaming vom Handy probiere ich nicht aus, ich gehe aber davon aus, dass das reibungslos klappt. Das kann meine R110 bereits und die Q210 davor konnte das auch schon.

    Da mein Handy nicht kontaktlos geladen werden kann, kann ich die Ladefunktion der Ablage unterhalb des „Fahrstufenwahlhebels“ nicht testen.

    USB

    Die R135 verfügt über 2 USB-Anschlüsse. In einen davon stecke ich meinen Auto-Musik-Stick und kann problemlos alle Stücke, die darauf sind, abspielen. Ganz kurz bin ich irritiert, weil ich nicht sofort sehen kann, wie ich bestimmte Bands oder Alben anwählen kann. Das geht aber einfach per Touch auf das Suchfeld, dann öffnet sich das entsprechende Menü.

    Sprachsteuerung

    Die Sprachsteuerung funktioniert deutlich besser als in meiner R110. Telefonkontakte werden sehr gut erkannt. Beim Navigieren zu Straßen oder Orten mit Umlauten scheint es noch Verbesserungspotenzial zu geben, da braucht es manchmal mehrere Anläufe. Und bei der Musikanwahl passiert es mir, dass plötzlich ein Telefongespräch gestartet werden soll. Ob David Crosby wohl rangegangen wäre? Und was hätte ich gesagt? 😉

    Sound

    Der Sound der verbauten Audioanlage ist für meine Ohren sehr gut. Mit mehreren Presets lässt er sich räumlich an unterschiedlichen Stellen fokussieren (vorn / mittig); individuelle Einstellungen sind möglich.

    Von Soundveränderungen via Equalizer-Presets halte ich gar nichts. Die Musiker*innen und ihre Tonmeister*innen haben sich sicher was dabei gedacht und viel Mühe darauf verwendet, ein Musikstück genau so abzumischen, wie sie es getan haben. Da pfriemelt man nicht noch nachträglich dran herum.

    Klimaanlage / Heizung

    Die Bedienelemente der Klimaanlage sind übersichtlich und einfach. Am besten lässt man sie immer auf Automatik laufen, das funktioniert fast ausnahmslos sehr gut.

    Fast. Als ich Freitag Nacht auf der A7 bei 3°C Außentemperatur gen Norden fahre, beschlagen plötzlich die Scheiben. Offenbar hat die Klimaautomatik auf Umluft geschaltet. Ich wechsle kurz auf manuellen Betrieb, bis die Scheiben wieder klar sind, dann zurück auf Automatik. Für den Rest der Fahrt bleiben die Scheiben nun frei.

    Hinterher fällt mir eine mögliche Erklärung ein: Ich hatte in den Tiefen der Fahrzeugkonfiguration den Luftgütesensor aktiviert, also zumindest war da ein solcher Menüpunkt und ich hatte den Switch auf ON gestellt. Aber hat die R135 Intens überhaupt einen Luftgütesensor? (In der Bedienungsanleitung werde ich dazu nicht fündig.) Und falls ja, war die Luft zwischen Seesen und Hildesheim so schlecht? Und falls weder das eine noch das andere, warum hat die Klimaautomatik dann die Klappen dicht gemacht? Frage an die Renault-Programmierer…

    Auf jeden Fall funktioniert die Heizung sehr gut. Es wird sehr schnell richtig kuschlig warm (bei 3-7°C Außentemperatur und eingestellten 22°C für den Innenraum) und bleibt es auch. Selbst im ECO-Modus hat die R135 kein Problem, die Innentemperatur auf diesem Niveau zu halten.

    Das liegt an der offenbar verbesserten Wärmedämmung. Die neue ZOE kühlt auch nicht so schnell aus, wenn sie steht. Zum Glück, denn bei meiner ersten Ladung gelingt es mir nicht, im Stand die Heizung einzuschalten. Dazu später noch mehr.

    Seltsamerweise wird die von der Klimaanlage benötigte Leistung nicht in der Momentanleistungsanzeige im Display berücksichtigt. Im Stand werden da immer + 0kW angezeigt, auch, wenn der Innenraum kalt ist und man gerade erst eingestiegen ist und die Heizung angeworfen hat. (Wenn es knackig kalt ist, stehen da bei meiner R110 schonmal kurzzeitig Werte bis 5kW.) Das ist natürlich blöd, denn wenn die Leistungsanzeige nur die vom Motor gezogene Leistung anzeigt, zeigt sie immer, wenn die Klimaanlage läuft, zu wenig an. Das suggeriert natürlich einen geringeren Energiebedarf, aber wichtig ist ja eigentlich der Gesamtbedarf. Absicht oder Nachlässigkeit? Frage an die Renault-Programmierer…

    Fahrstufen / Parkbremse

    Die ZOE Ph2 hat statt des stark an Verbrennerzeiten erinnernden „Ganghebels“ der alten ZOEs nun einen zeit- und antriebsgemäßen „Fahrstufenwahlhebel“. Im Prinzip ist das nur noch ein Schalter mit großem Knauf, gut anzufassen und locker-leicht zu bewegen.

    Fahrstufenwahlhebel ZOE Ph2

    Es gibt nur noch die Fahrstufen R, N und D/B. Die Stufe P ist entfallen, da die neue automatische Parkbremse diese Aufgabe übernimmt.

    Parkbremse

    Die automatische Parkbremse ist eine echte Erleichterung, die das Fahrzeughandling nochmals deutlich vereinfacht. Man muss sich darum nicht mehr kümmern: Sobald das Fahrzeug steht und die Stop-Taste gedrückt wird (oder der Sicherheitsgurt gelöst oder die Fahrertür geöffnet wird), zieht die Parkbremse an.

    Noch besser wird es mit der sog. Auto-Hold-Funktion: Diese aktiviert die Parkbremse auch dann, wenn man während der Fahrt anhält und den Fuß ein, zwei Sekunden auf der Bremse lässt. Danach kann man loslassen und der Wagen steht trotzdem und rollt nicht weg. Die Bremslichter bleiben dabei an. Sobald man auf das Fahrpedal tritt, löst die Parkbremse automatisch und mit kaum spürbarer Verzögerung. Total nützlich an Ampeln, Bahnübergängen etc. Ich bin sehr angetan von dieser Funktion.

    Fahrstufen

    R, N und D sind klar, oder? Neu hinzugekommen ist die Fahrstufe B. Das Umschalten zwischen D und B erfolgt, indem der Wahlhebel einfach nochmal kurz nach hinten gezogen wird. Bist du auf D, kommst du in B und umgekehrt.

    In Fahrstufe D ist die Rekuperationsleistung – also die elektrische Leistung, die vom Motor-als-Generator zurück in den Akku fließt, wenn man das Fahrpedal loslässt –auf max. 10-12kW begrenzt. Das ist weniger als bei den älteren ZOEs. Entsprechend geringer fällt die Verzögerung/Bremswirkung aus, der Wagen rollt länger und weiter aus.

    Betätigt man das Bremspedal, steigt die Rekuperationsleitung wie gewohnt und die mechanischen Bremsen (nun übrigens auch hinten als Scheibenbremsen ausgeführt) greifen erst kurz vor Stand.

    Auf den neuen Modus B bin ich gespannt und zunächst auch etwas skeptisch. In B ist die Rekuperationsleistung und damit auch die Bremswirkung deutlich stärker. Die ZOE kommt fast ganz zum Stillstand, ohne dass man auf das Bremspedal treten muss. Gegen Ende wird die Verzögerung nochmal spürbar kräftiger. Nur wenn man wirklich anhalten will, muss man die letzten ein, zwei km/h mit der Bremse abregeln.

    In der Praxis erweist sich für mich der B-Modus als überraschend angenehm zu fahren. Ich muss das Bremspedal nur sehr selten betätigen und meine Befürchtung, durch das „One Pedal Feeling“ könne mein rechtes Fußgelenk ermüden (weil ich ja praktisch immer Kontakt zum Fahrpedal halte), bewahrheitet sich nicht.

    In Kombination mit der Auto-Hold-Funktion der Parkbremse vereinfacht die Fahrstufe B das Handling der neuen ZOE Ph2 ungemein. Autoscooter zu fahren ist beinahe schon komplizierter. Ich schalte nach der Hälfte der Testfahrt nur auf D zurück, um das im Test nicht zu vernachlässigen. 😉

    Wie sich die Fahrstufen D und B hinsichtlich des Verbrauchs unterscheiden, war in der Kürze des Tests mit seinen stark wechselnden Witterungsbedingungen nicht auszumachen. Das müsste man im Alltag längerfristig beobachten.

    Beim Rekuperieren im B-Modus leuchten übrigens die Bremslichter auf.

    Wenn ich mir was wünschen dürfte: Eine echte Segel-Fahrstufe wäre noch cool. Praktisch das Gegenteil von B. Keinerlei Rekuperation beim Loslassen des Fahrpedals, reines Weiterrollen also, und rekuperiert wird ausschließlich mit dem Bremspedal. Das wäre bei vorausschauender Fahrweise die energiesparendste Variante. Dafür muss man wieder mehr zwischen den Pedalen wechseln. So hat alles sein Für und Wider.

    Segeln kann man derzeit in allen ZOEs nur, indem man in Stufe N wechselt. Kann man machen, ist aber unhandlich, weil man ständig am Hin- und Herschalten ist.

    ECO-Modus

    Unabhängig von der gewählten Fahrstufe kann man am Armaturenbrett unterhalb des Easy Link Screens per Schalter den ECO-Modus einschalten. Die spürbarste Auswirkung ist ein geändertes Ansprechverhalten des Fahrpedals: Die abrufbare Fahrleistung ist auf deutlich mehr Pedalweg gestreckt, was automatisch zu einer sanfteren Fahrweise führt.

    Die Maximalgeschwindigkeit ist bei der R135 im ECO-Modus auf 102km/h begrenzt. Auch ein Fortschritt gegenüber der R110, da wird bei 96km/h der Deckel draufgemacht.

    Die Heizleistung wird ebenfalls reduziert, reicht aber bei vortemperiertem Innenraum vollkommen aus, um die Wärme zu halten. Aufheizen geht auch, dauert nur etwas länger.

    Licht

    Zweifellos ein Highlight (har har) der ZOE Ph2 sind ihre LED-Scheinwerfer. Ah, endlich vernünftige Sicht im Dunkeln! Das war überfällig.

    ZOE R135 von vorn mit LichtKommt auf diesem Foto nicht annähernd so hell rüber wie es tatsächlich ist: Das LED-Licht der ZOE Ph2.

    Die Ausleuchtung ist sehr homogen, die Lichtfarbe sehr weiß. Ein wirklich großer Unterschied zu den gern als Teelichtern verspotteten Funzeln der alten Modelle.

    Fernlicht

    Neu ist auch ein Fernlichtassistent / eine Fernlichtautomatik. Diese entscheidet selbstständig, ob gerade auf- oder abgeblendet wird.

    Sie erkennt Gegenverkehr ziemlich zuverlässig, blendet aber einen Sekundenbruchteil später ab als ich es tun würde.

    Als ungünstig empfinde ich das Unvermögen der Fernlichtautomatik, auf von Verkehrszeichen zurückgeworfenes Licht zu reagieren. Richtungstafeln in Kurven und großflächige Verkehrszeichen werden so zu unangenehmen Blendquellen, was der Verkehrssicherheit nicht zuträglich ist.

    RichtungstafelnWerden von der Fernlichtautomatik nicht erkannt: Richtungstafeln.

    Dabei hat die ZOE Ph2 doch auch eine Verkehrszeichenerkennung? Dazu später mehr. Das ließe sich doch bestimmt irgendwie koppeln.

    Als ich die Fernlichtautomatik ausschalten will, stelle ich fest, dass diese nur zusammen mit der allgemeinen Lichtautomatik ein- und ausschaltbar ist. Es gibt nur noch 3 Optionen: Auto, Standlicht und Abblendlicht/Fernlicht. Ich kann also entweder manuell auf Abblendlicht/Fernlicht schalten (und muss dann ggf. das Fernlicht auf die übliche Art per Hebel ein- und ausschalten) oder ich schalte auf Auto und habe damit nicht nur die dämmerungsabhängige Lichtschaltung aktiviert, sondern auch den Fernlichtassistenten an der Backe. Hmmm… Eine getrennte Option nur für die Fernlichtautomatik  scheint mir hier sinnvoller.

    TFL

    Das Tagfahrlicht umrahmt als LED-Streifen die Scheinwerfer. Wird ein Blinker gesetzt, erlischt das TFL an der entsprechenden Seite, damit man den Blinker besser erkennen kann.

    Rückleuchten

    Das Design der Rückleuchten empfinde ich als sehr gelungen. Die „Glühbirnen“ des Bremslichts der alten ZOEs sind durch zwei elegante LED-Streifen ersetzt worden, die als Rück- und Bremslicht dienen. Beim Bremsen leuchten sie stärker auf und es kommt ein dritter Streifen hinzu.

    Rückleuchte ZOE Ph2

    Blinker

    Die Position der vorderen Blinker an der Innenseite der Scheinwerfer halte ich für suboptimal. Blinker gehören so weit wie möglich nach außen. Punkt.

    Da eine Blinkleuchte am Kotflügel fehlt, ist das Blinklicht der ZOE Ph2 tagsüber von der Seite eher schlecht zu erkennen. Die Blinkleuchten in den Seitenspiegeln reichen da nicht wirklich aus.

    Die hinteren Blinker sind als LED-Lauflichter realisiert:

    Das ist Geschmackssache. Einige meinen, es erinnere sie an einen Pipi-Strahl… 😉 Gut zu erkennen sind sie jedenfalls, und darauf kommt es an.

    Nebelscheinwerfer

    Die in der getesteten R135 eingebauten Nebelscheinwerfer fungieren gleichzeitig als Kurvenlicht. Bei anderen Verkehrsteilnehmern nervt mich das, aber wenn man es selbst im Auto hat und drin sitzt… So schlecht isses nicht.

    Mir fällt auf, dass es nachts unmittelbar vor dem Wagen plötzlich spürbar heller wird, sobald ich langsam fahre. Auf die genaue Geschwindigkeit achte ich leider nicht, aber es sind auf jeden Fall weniger als 30km/h, eher 20. Entweder gehen da auch die Nebelscheinwerfer an oder das TFL wird intensiver, ich habe es nicht geprüft.

    Kofferraumbeleuchtung

    Da war dann wohl das Neugestaltungsbudget alle. Die Kofferraumbeleuchtung ist so schlecht wie eh und je. Ein schwaches Licht an der linken Seite. Wenn da was davor steht oder liegt, ist der Rest vom Kofferraum duster.

    Assistenten

    Die Test-R135 kommt mit Totwinkelwarner, Spurhalteassistent und Verkehrszeichenerkennung daher.

    Totwinkelwarner

    Immer, wenn ein überholendes Fahrzeug in den toten Winkel der Außenspiegel gelangt, leuchtet darin eine kleine LED auf. Ich finde das sehr nützlich, es sollte aber nicht den Schulterblick ersetzen. Die Fehlerkennungsrate für false positives (irgendwas wird fälschlicherweise erkannt) ist akzeptabel. False negatives (überholende Fahrzeuge werden nicht erkannt) habe ich nicht bemerkt.

    Spurhalteassistent

    Eine „Warnmeldung beim Spurverlassen“ genannte Funktion warnt beim Spurverlassen durch eine dezente Vibration des Lenkrades und eine Anzeige im Display. Erfassungsempfindlichkeit und Intensität der Vibrationen sind im Multimedia-Display einstellbar.

    Der Spurhalteassistent geht noch eine Stufe weiter und korrigiert ggf. selbsttätig den Kurs, um in der Spur zu bleiben. Leichtes Bewegen am Lenkrad unterbricht diese Funktion. Auch dies empfinde ich als dezent und unaufdringlich.

    Bei Dunkelheit funktioniert das System nicht mehr zuverlässig, Renault empfiehlt in der Bedienungsanleitung, es u. a. bei „schlechten Sichtverhältnissen (Nacht, Nebel, …)“ abzuschalten.

    Verkehrszeichenerkennung

    Was macht die Verkehrszeichenerkennung? Sie blendet Symbole erkannter Verkehrszeichen der Kategorien Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote im Display ein. Bei Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit blinken die dann. Mehr passiert nicht. Hmmm…

    Ich frag mich: Welchen verborgenen Sinn könnte das haben? Steinigt mich, aber wer Verkehrszeichen nicht mehr sicher erkennen und im Kurzzeitgedächtnis halten kann, sollte dringend seine oder ihre Fahrtüchtigkeit überprüfen (lassen). Oder? Hab ich was verpasst? Gehört das Erkennen und Befolgen von Verkehrszeichen nicht mehr zu den Grundvoraussetzungen für das Bewegen eines Fahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr? 😉

    Kurze Pause

    Alles gut soweit? Bis hierher durchgehalten? Vielen Dank! Sehr tapfer.

    Bleiben Sie dran, wir haben noch spannende Informationen. Aber trinken Sie erstmal einen Tee oder Kaffee, gehen Sie mit Ihrem Hund spazieren, laden Sie Ihr Elektrofahrzeug auf oder machen Sie eine Qigong-Übung.

    OK? Weiter geht’s.

    Keycard

    Die neue Keycard sieht so aus:

    ZOE Ph2 Keycard

    Interessant ist die zweite Reihe der Symbole. Da, wo auf der alten Keycard die Bedienknöpfe für direkte Vorklimatisierung und Ladeklappenöffnung waren, sind jetzt Knöpfe für Huhu-hier-bin-ich-wo-das-Licht-an-ist (aka „Beleuchtung aus der Ferne“) und zur Öffnung der Heckklappe.

    OK, die fehlende Ladeklappenöffnungsfunktion kann ich verschmerzen. So viel Aufwand ist es nicht, die Fahrertür zu öffnen und den entsprechenden Knopf im Wagen zu betätigen. Umständlicher als früher, aber nicht kritisch.

    Hingegen die Vorklimatisierung nicht mehr direkt per Keycard einfach so vom Küchenfenster aus einschalten zu können ist ein echter Komfortverlust. Das soll man jetzt alles per My Renault App machen. Wenn die denn funktioniert. Zur Zeit kann ich mich nicht mal in der App anmelden, es kommt sofort ein Serverfehler.

    Als Gast einer fremden ZOE habe ich zudem natürlich mit meiner App auf meinem Handy keinen Fernzugang zu diesem Fahrzeug. Dazu müsste ich die FIN und den Freischaltcode eingeben, den nur der Besitzer kennt. Und ob Renaults Software mit dem Fall umgehen kann, dass ein und dasselbe Fahrzeug in zwei verschiedenen Useraccounts registriert ist, wage ich zu bezweifeln. Ganz zu schweigen von den datenschutzrechtlichen Fragen, die das aufwirft. Möchte ich, dass jemand anders Zugriff auf die Komfortfunktionen meines Autos hat? Inkl. Standortbestimmung, Lade- und Klimasteuerung? Ganz bestimmt nicht.

    Wie löst man das, wenn sich mehrere Personen eine ZOE teilen, z. B. als Dienstwagen? Ruft man dann jedesmal den Chef an, der die ZOE in seiner App hat, und bittet ihn, die Klimaanlage einzuschalten, weil man in 10 Minuten gern ein warmes/kühles Fahrzeug vorfinden möchte?

    Und mal ganz generell. Die alte Funktionskette war: Keycard → Nahfunk → Empfänger im Auto. Die neue Funktionskette ist App → Handy → Mobilfunknetz → Internet → Renault-Server → Internet → (anderes) Mobilfunknetz → Mobilfunkmodul im Auto. Renault: Merkste selber, oder?

    Alles, was nur per App geht oder gehen soll, kann ich also nicht aktivieren und testen.

    Den Verlust der Möglichkeit, die Klimaanlage ad hoc per Keycard starten zu können, werden viele betrauern, die die alten ZOEs gefahren sind.

    CCS Laden

    Da bin ich doch sehr gespannt. Das CCS (Combined Charging System) wird auf der Renault-Website beworben mit „das mit bis zu 50 kW Gleichstrom laden kann“.

    CCS-Ladeanschluss ZOEDie CCS-Ladebuchse der ZOE.

    Machen wir einen Faktencheck in der Realität.

    Erste CCS-Ladung

    Ich plane die Testroute so, dass ich Freitag Abend mit 4% SOC und angezeigten 21km Rest am Maxi Autohof Rhüden Seesen (A7) ankomme, nach ca. 150km Fahrt, meist Autobahn mit Tempomat 100km/h. Außentemperatur 3°C.

    Display ZOE Ph2

    Aktuell stehen da 3 Ladesäulen: ein klassischer, mittlerweile schon etwas betagter Triple-Charger (je 1 x 43kW AC, 50kW CCS, 50kW CHAdeMO) und zwei Efacec HV350 mit jeweils einem 175kW CCS und einem 350kW CCS Anschluss.

    Alle drei Säulen sind frei. Bescheiden und wohlerzogen wie ich bin, wähle ich für meine erste CCS-Ladung die linke, alte Säule. Denn die R135 kann ja nur max. 50kW ziehen. Die Frage, ob ich damit die wesentlich potenteren Efacec-Säulen benutzen darf, wenn ich doch die dort angebotene Ladeleistung nicht annähernd ausschöpfen kann und solcherart schnarchladend vielleicht jemanden aufhalten könnte, der es kann, spaltet die elektromobile Forumsgemeinde seit Jahren. Immerhin schön zu sehen, dass sich der Ladeleistungsbereich dieser Diskussion inzwischen erheblich nach oben verschoben hat.

    Ich schalte die Säule mit meiner Naturstrom-Karte* frei, die anstandslos akzeptiert wird und mir für die „schnelle“ CCS-Ladung preisüberraschungsfrei 7,90 € Festpreis garantiert. Mit dem großen Akku ein Schnäppchen. (Eine Ladung an 22kW AC würde sogar nur 5,90 € kosten.)

    Dass meine Entscheidung für die alte Säule aber im Kontext des ZOE-Tests blöd ist, wird mir spätestens klar, als ich im pixeligen Minidisplay vergeblich nach Informationen zur aktuell abgegebenen Leistung suche. Da wird nix dergleichen angezeigt.

    Auch die ZOE Ph2 zeigt nirgends die Ladeleistung an. Tipp an die Renault-Programmierer: Dafür könnte man z. B. die Momentanleistungsanzeige nutzen.

    Was bleibt mir übrig: Ich setze mich ins Auto, starre auf’s Display und stoppe alle 10% für jeweils 5 aufeinanderfolgende Prozent die Zeit, die die ZOE braucht, um 1% zu laden.

    Nachtladung in Rhüden

    Später hoffe ich damit ausrechnen zu können, welche Ladeleistung jeweils gezogen wurde.

    Es ist ein relativ langweiliges und langwieriges Unterfangen, und trotz der guten Wärmeisolierung der R135 wird es doch allmählich kühl im Wagen. Da schalte ich besser mal die Heizung ein. Nur wie?

    Die Sitzheizung funktioniert während des Ladens nicht. Warum nicht? Frage an die Renault-Programmierer…

    Und der Knopf zum direkten Starten der Klimaanlage auf der Keycard ist ja entfallen. Ich hangele mich durch die Menüs vom Easy Link und programmiere wie bei meiner R110 bewährt eine Vorklimatisierung für 15 Minuten in der Zukunft. Dann der Spezialtrick: Tür auf, Tür zu. Das müsste die Klimaanlage zu sofortigem Arbeitsantritt bewegen. So ist es bei meiner R110, so war es bei meiner Q210. Hier und heute in der R135 tut sich genau nichts.

    Ich kürze das mal ab. Es gelingt mir nicht, während des Ladens die Heizung zu starten. Die Renault-Programmierer scheinen sich auch nach 7 Jahren ZOE-Produktion nicht vorstellen zu können, dass das ein Anwendungsfall ist. Chers amis : Les Allemands fous restent parfois dans la voiture pendant le chargement.

    Bei 90% beende ich diese erste CCS-Ladung. Zum Glück ist die ZOE nach ein paar Minuten Fahrt wieder angenehm temperiert.

    Werte ich die gestoppten Zeiten aus? Könnte ich noch machen, aber: Nein. Ich bin zu faul. Mir fällt was besseres ein.

    Zweite CCS-Ladung

    Sonntag früh gegen halb 9, gleicher Ort. Außentemperatur 7°C. Anfahrt zur Ladestation ca. 80km, wieder fast ausschließlich Autobahn mit Tempomat 100km/h. Eine längere Baustelle erlaubt zwischendurch nur 60km/h. Ankunft am Charger mit 6% SOC.

    Wieder bin ich allein auf weiter Flur und diesmal schließe ich die ZOE an einen der Efacec-Lader an. Denn die haben ein schönes großes Display und das zeigt während der Ladung alles an, was ich wissen will: Vergangene Zeit, geladene kWh, Ladeleistung und Akkustand. Sooo.

    ZOE R135 am efacec Lader

    Auch diese Säule lässt sich mit meiner Naturstrom-Ladekarte* freischalten.

    ZOE R135 am efacec Lader (von vorn)

    Um die Ladung zu dokumentieren, mache ich ungefähr alle 5% ein Foto vom Display der Säule. Erst steige ich dazu immer aus, aber das wird mir schnell zu blöd. Meine Handy-Kamera schafft es auch vom Fahrersitz aus, das Display der Ladesäule erkennbar abzulichten. Prima.

    efacec Display 44kW

    Zwischen den Fotos habe ich wieder Zeit, mich dem Heizungsproblem zu widmen und ein wenig zu experimentieren.

    Am Abend zuvor habe ich im GoingElectric-Forum einen Tipp gelesen, den ich jetzt ausprobieren will. Der geht so, und bitte nicht lachen:

    1. Klimaanlage programmieren. Da ich das nicht über die App machen kann, nutze ich das Easy Link. Es ist 8:52 Uhr und ich programmiere die Klimaanlage so, dass sie um 9:00 Uhr fertig sein soll:

    Display Easy Link Klimaanlage programmiert

    2. Jetzt der entscheidende Trick: Aussteigen, vom Auto entfernen bis die Türen verriegeln, dann direkt wieder einsteigen (Türen entriegeln sich bei dieser R135 selbstständig bei Annäherung).

    Und Klick, Brumm, Summ: Die Klimaanlage startet auf diese Weise auch während des Ladens direkt und liefert bis 10 Minuten nach der eingestellten Zeit schöne warme Luft.

    Display: Vortemperierung läuft

    Nach dem ersten Durchlauf warte ich ca. 15 Minuten, dann wiederhole ich die Prozedur und es klappt wieder. Ha!

    Aber Alter! Erzähl das keinem! Wer denkt sich sowas aus? Frage an die Renault-Programmierer…

    (Nachtrag 24.02.2020: Mich erreichte die Information, dass es zum Starten der entsprechend programmierten Klimaanlage während des Ladens ausreicht, wenn man den Verriegelungsknopf der Keycard drückt. Dabei kann man im Auto sitzen bleiben. Bitte selbst ausprobieren.)

    Ich lade diesmal bis 98%, weil mich insbesondere die Ladeleistung gegen Ende interessiert. Die letzten beiden Prozent schenke ich mir. Im Alltag würde ich schon bei spätestens 90% weiterfahren. Insgesamt lade ich hier von 6% bis 98% in 80:14 (mm:ss) 43,04kWh.

    Zu Hause trage ich die Werte von den Display-Fotos in eine Tabellenkalkulation ein und lasse ein Diagramm erstellen, das die Ladeleistung in Abhängigkeit vom SOC zeigt:

    Ladekurve R135 CCS

    Jetzt wäre noch die jeweilige Akkutemperatur von Interesse. Die könnte man mit CanZE ermitteln, aber zum Zeitpunkt dieses Tests war die App noch nicht in der Lage, CAN-Bus-Infos der ZOEs Ph2 auszuwerten.

    OK, was sehen wir: Die Ladung startet mit 42kW, steigert sich kurz darauf zu einem Maximalwert von 44kW, schwankt kurz und fällt schon ab 30% SOC ziemlich kontinuierlich ab.

    Von 6-80% (Standard-Anwendungsfall auf Langstrecke) dauerte die Ladung 57:28 mm:ss, also etwa eine Stunde. Das deckt sich relativ genau mit den Angaben zur Ladedauer von Renault:

    Ladedauer lt Renault

    Jedoch: von 50kW Ladeleistung in der Praxis (bei den herrschenden Bedingungen) keine Spur. Im Durchschnitt betrug die Ladeleistung über die gesamte Ladung 33,4kW. Deutlich besser als eine 22kW AC-Ladung, aber etwas erbärmlich für CCS.

    Diese CCS-Ladekurve ist nicht wesentlich besser als die AC-Ladekurve meiner alten Q210, die mit „bis zu“ 43kW AC geladen werden konnte.

    Interessant ist jedoch, dass von der R135 gegen Ende der Ladung noch eine relativ hohe Leistung (17kW bei 98%) gezogen wurde. Die Q210 war ab 90% schon bei unter 10kW und fiel zügig weiter ab.

    Warten wir mal den Sommer ab und schauen, wie sich die Ladekurve unter wärmeren Witterungsbedingungen darstellt.

    Fahrgefühl

    Soweit die Fakten, jetzt noch die Gefühle. 🙂

    Die neue ZOE Ph2 und insbesondere die R135 fährt sich super. Die nochmal hinzugekommenen 20kW des stärkeren Motors sind deutlich zu spüren und machen die R135 sehr agil, auch im oberen Geschwindigkeitsbereich. Schon kleinste Bewegungen des Fahrpedals resultieren in direkt umgesetzte Beschleunigung. Wer es nicht ganz so agil mag, schaltet ECO ein und genießt ein sanfteres Dahingleiten.

    Die neue Fahrstufe B in Kombination mit der automatischen Feststellbremse macht das Fahren gerade in der Stadt extrem einfach und komfortabel. (Ich frage mich, wie sich Verbrennungsmotoren mit ihrer komplizierten Handhabung jemals haben durchsetzen können.)

    Die Lenkung ist angenehm weich eingestellt und trägt so auch noch einmal deutlich zu dem Easy-Driving-Gefühl bei, welches sich praktisch sofort nach dem Losfahren einstellt.

    Das Ambiente macht einen deutlich hochwertigeren Eindruck als bei den alten ZOEs. Die neuen Instrumente gefallen mir gut.

    Auch das äußere Design trifft meinen Geschmack. Könnte noch eine Spur windschlüpfriger sein, das würde auch den im Vergleich zum Vorgängermodell gestiegenen Verbrauch wieder senken.

    Wie eingangs erwähnt, kam mir meine R110 nach diesem Test ziemlich spartanisch vor. (Aber der Leasingvertrag läuft noch 3 Jahre und dann ist wahrscheinlich auch die ZOE Ph2 bereits Geschichte und von einem noch besseren Nachfolgemodell abgelöst.)

    Fazit

    Die neue ZOE Ph2 Z.E.50 in ihrer R135 Erscheinungsform ist ein feines, voll alltagstaugliches Elektroauto mit vielen gut umgesetzten neuen Ideen, einigen Altlasten und der einen oder anderen – nennen wir es mal Schrulligkeit.

    Da die Schrulligkeiten aber alle in der Software stecken, ist zu hoffen, dass die eine oder andere davon im Lebenszyklus dieses Modells noch behoben wird.

    Dank

    Das Testfahrzeug wurde zur Verfügung gestellt vom Autohaus Schlesner in Nienburg, der kompetenten Z.E.-Werkstatt meines Vertrauens.

    Autohaus Schlesner in Nienburg

    Vielen Dank!


    *) Dieser Link ist ein Werbelink. Für jeden über diesen Link abgeschlossenen Naturstrom-Vertrag erhalte ich eine Provision. Diese hilft u. a. dabei, die laufenden Kosten dieses Blogs zu decken und die Zeit, die ich hierfür aufwende, wenigstens symbolisch zu vergüten. Vielen Dank!

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