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  1. Wir stellen dir die wichtigsten Ladesäulekarten, Apps und Ladeverzeichnisse vor.

    Wer sein Elektroauto auch mal unterwegs laden möchte, sucht sich die passende Ladestation in den meisten Fällen aus einem Ladeverzeichnis für Elektroautos heraus. Solche Verzeichnisse können von der Community gepflegt sein, oder es sind Verzeichnisse von z.B. Fahrstrom-Ambietern resp. E-Mobility Providern (EMPs). Manche Verzeichnisse sind auch eine Kombination aus beidem. Im vorliegenden Test haben wir uns Verzeichnisse angeschaut, welche eine Beteiligung der Community zulassen resp. dazu einladen. Ein weiteres Kriterium war, dass Ladeinformationen möglichst vollständig und unabhängig vom jeweiligen Anbieter angegeben werden. In Teil 1 listen wir die wichtigsten Applikationen auf und gehen auf dessen Vor- und Nachteile ein. In Teil 2 präsentieren wir einige weitere alternative Informationsquellen. Bewertungsskala: 1 Stern (min.) bis 5 Sterne (max.)

    Teil 1: Offene Stromtankstellenverzeichnisse (alle Netze, mit Beteiligung der Community)

    chargemap.com 

    Die Geschichte von Chargemap begann 2009 in Frankreich. Heute sind 13 Mitarbeiter dafür besorgt, dass die Angebote von Chargemap stets weiterentwickelt werden. Auch die Community kann zum Verzeichnis beitragen indem Mitglieder neue Stationen melden oder hinzufügen. Insgesamt sind über 320‘000 Ladepunkte eingezeichnet. Die meisten davon in Europa. Die Benutzung von Chargemap ist inuitiv und läuft auf Desktop wie auch auch Mobilgeräten flüssig. Für die Suche nach Stationen stellt Chargemap auch eine kostenlose App für iOS und Android zur Verfügung. Neben dem Ladeverzeichnis ist es Mitgliedern mit dem „Chargemap Pass“ auch möglich Ladesäulen freizuschalten und den Ladevorgang abzurechnen. Voraussetzung um das Ladeverzeichnis zu nutzen, ist eine kostenlose Anmeldung. Das Chargemap Verzeichnis ist akkurat nachgeführt und Feedbacks aus der Community fliessen kontinuierlich in die Datenpflege ein. Praktisch: Die App zeigt an mit welchen Ladekarten die jeweilige Säule freigeschaltet werden kann und ob der Anschluss frei oder besetzt ist. Chargemap.com benutzt Karten von Google.

    Positiv:stromtankstelle-verzeichnis-test-chargemap-600x315.jpg

    • Hohe Datendichte, Einträge stets aktualisiert
    • Kostenloses Verzeichnis, werbefrei
    • Kommerziell geführt, Inhalte z.T. bereitgestellt durch EV-Community
    • Mehrsprachig

    Hinweis: Ladestationenkarte nur mit Login nutzbar

    Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4 Sterne)
    Datenqualität & Umfang: 4 / Benutzerfreundlichkeit: 5 / Funktionsumfang: 4

    plugshare.com

    Die Wurzeln der Angebote von PlugShare sind in Kaliforniern zu suchen. PlugShare ist ein Verzeichnis welches von der Firma Recargo Inc. unterhalten und aktiv weiterentwickelt wird. 2018 ging das Unternehmen an innogy über. Innogy wiederum wird in diesen Tagen Teil des E.ON Konzerns. Neben dem Stromtankstellenverzeichnis welches kostenlos genutzt werden kann, bietet Recargo Inc. auch weitere Dienstleistungen an. So werden die Daten z.B. auch an Autohersteller verkauft. Auch Tesla weist auf ihrer Webseite auf PlugShare hin wenn es sich um Ladepunkte ausserhalb des Tesla-Netzwerks handelt. PlugShare ist längst nicht mehr nur auf den amerikanischen Markt ausgerichtet. Auch in Europa ist die Datendichte hoch und recht akkurat, wenn auch nicht ganz so umfangreich wie z.B. auf chargemap.com. PlugShare läuft auf dem Desktop und Apps für Android und das iPhone sind ebenfalls verfügbar. Mit PlugShare ist es auch möglich den Strombezug abzurechnen. Allerdings ist dies vorerst erst mit einigen wenigen Ladenetzwerken in den USA möglich. Zudem setzt PlugShare voll auf das Smartphone, eine RFID Karte gibt es nicht. Bonus: Neu gibt es auf PlugShare auch einen praktischen Reiseplaner. Genuzt werden Karten von Google.

    Positiv:plugshare Stromtankstellen Verzeichnis

    • Gute Abdeckung und Dichte, aktuelle Einträge
    • Kostenlos nutzbar, werbefrei
    • Kommerzielle Basis, Inhalte z.T. bereitgestellt durch EV-Community
    • Mehrsprachig

    Hinweis: Ladesäulen Freischaltung/Abrechnung bisher erst in USA möglich

    Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4 Sterne)
    Datenqualität & Umfang: 4 / Benutzerfreundlichkeit: 5 / Funktionsumfang: 5

    goingelectric.de

    Das Verzeichnis ist im deutschsprachigen Bereich eines der meistfrequentierten. Zahlreiche Apps und Dienste basieren auf den Daten des Verzeichnisses. GoingElectric ist vor allem „community-driven“ und das Projekt wurde 2012 von Guy Weemaes ins Leben gerufen. Es ist vor allem werbefinanziert, und deshalb werden bei der Benutzung auf dem Desktop auch immer wieder Werbebanner eingeblendet. Betreffend Benutzerfreundlichkeit, kommt das Verzeichnis im Desktop-Betrieb nicht ganz so gut weg wie die grösseren kommerziellen Konkurrenten. Dies vor allem wegen der weniger intuitiven Gestaltung und den Werbeeinblendungen. Auch diverse Apps welche auf dem Verzeichnis basieren, sowie die Mobilansicht des Ladeverzeichnisses, sind zwischenzeitlich etwas altbacken. Dafür glänzt das Verzeichnis mit vielen Detailangaben und die Daten sind dank reger Beteiligung der Community aktuell. Ein Login ist nur nötig, falls man auch aktiv Inhalte beisteuern möchte. Das Stromtankstellenverzeichnis basiert auf Karten von OpenStreetMap.

    Positiv:

    • Stets aktuelle Daten, sehr gute Unterstützung durch die Community
    • Kostenlos nutzbar
    • Detaillierte Daten und Filterfunktionen
       

    Hinweis: Für die Nutzung auf Android und iPhone gibt es verschiedene Anbieter von Apps:
    https://www.goingelectric.de/wiki/Uebersicht-Stromtankstellen-Verzeichnisse-und-Apps/

    Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4 Sterne)
    Datenqualität & Umfang: 5 / Benutzerfreundlichkeit: 3 / Funktionsumfang: 5

    Weitere Verzeichnissse

    e-stations.de ⭐⭐⭐
    Ein Ladeverzeichnis von Markus Bach mit über 60‘000 eingetragenen europäischen Ladepunkten. Funktionsreiche Ausstattung auf Desktop, keine App verfügbar, Sprache: Deutsch, Kartenmaterial: Google

    lemnet.org ⭐⭐⭐
    Das Ladeverzeichnis wird von LEMNET Europe e.V. unterhalten. Es war eines der ersten Verzeichnisse das umfangreiche Information zum Laden von Elektrofahrzeugen bereitstellte. Zwischenzeitlich ist die Datenaktualität etwas gesunken. Auch das Design ist etwas klassischer als bei neueren Konkurrenzprodukten. Dafür wartet lemnet.org mit z.T. recht detaillierten Informationen zu Ladepunkten auf. lemnet-Daten können auch von Android- oder iPhone Apps aufgerufen oder gepflegt werden. lemnet.org ist mehrsprachig und das Kartenmaterial basiert auf OpenStreetMap.

    bundesnetzagentur.de ⭐
    Das offizielle behördliche Verzeichnis aller Ladestationen in Deutschland die nach der geltenden Ladesäulenverordnung errichtet wurden.

    smarttanken.de ⭐⭐
    Dieses Angebot wird vom ADAC in Koperation und der Yellow Map AG zur Verfügung gestellt. Der Webauftritt ist leider nicht mehr ganz zeitgemäss und nicht für Mobilgeräte optimiert. Für die mobile Nutzung stellt der Anbieter jedoch Apps zur Verfügung. Kartenmaterial: OpenStreetMap

    e-tankstellen-finder.com ⭐⭐⭐
    Das Verzeichnis ist ein Angebot des österreichischen Energieversorgers Kelag. Die Web-Version schaltet auch Werbebanner ein.

    goelectricstations.it – nextcharge ⭐⭐
    Ein italienischer Anbieter für Ladezugänge. Die Karten sind mehrsprachig als Web-, Android-, iPhone Version verfügbar. Das Login über Web-Version schlug leider mehrfach fehl. Kartenmaterial von Google.

    map.openchargemap.io ⭐⭐⭐
    Das Verzeichnis von openchargemap.io versteht sich als weltweites gemeinnütziges Verzeichnis ohne kommerzielle Absichten. Die Web-Version, Android- und iPhone App ist mehrsprachig.

    tesla.com/de_DE/destination-charging
    Ladeverzeichnis der Tesla Destination Charger

    Teil 2 – Alternativen

    Ladeverzeichnisse von EMP (E-Mobility Provider), ohne Community Beteiligung

    Aufgrund der Vielfalt wäre diese Liste ist recht lang. Namhafte Anbieter mit umfangreichen Kartenverzeichnissen sind z.B. EinfachStromLaden (ESL), PlugSurfing, newmotion (Shell) oder EnBW (hat nur mobile App). Verzeichnisse dieser Anbieter sind vor allem für eigene Zwecke optimiert und die Apps eignen sich primär um die Stationen freizuschalten. Hinweise von Benutzern fehlen in der Regel auf diesen Verzeichnissen.

    Elektroauto

    Das Navi aktueller Elektrofahrzeuge bietet oftmals ebenfalls eine entsprechende Liste mit Ladestationen an. Je nach Fahrzeugmodell sind diese Verzeichnisse aber oftmals wenig benutzerfreundlich, es fehlen praxistaugliche Angaben oder sie sind veraltet. Wer Tesla fährt hat es etwas besser, denn das Navi der Teslas zeigen die Tesla-eigenen Supercharger auf dem Navi (inkl. Routenplanung) an. Auch neue Modelle in der Oberklasse (Porsche Taycan oder Mercedes EQC) gehen ähnliche Wege und und binden Ladestationen aus Partnernetzen ein.

    Google MapsGoogle Maps Ladestationen Karte

    Eine weitere Datenquelle für Ladestationen bietet Google Maps. Dazu muss lediglich im Suchfeld der gewünschte Ort und „Ladestationen“ o.ä. eingegeben werden. Auch wenn noch nicht alle Stationen angezeigt werden, die Datenqualität hat sich weiter verbessert. Sogar die Verfügbarkeit wird teilweise bereits angezeigt.

    Möchte man sich jedoch sämtliche verfügbaren Ladestationen oder weitergehende Informationen anzeigen lassen, so bleibt einem bislang meistens nichts anders übrig, als auf entsprechende online Verzeichnisse zurückzugreifen.

    Fazit

    Bei Design und Funktionalität haben heute die grossen Verzeichnisse PlugShare und Chargemap die Nase vorn. Das Verzeichnis von GoingElectric profitiert vor allem von einer regen Beteiligung der deutschsprachigen Community.
    Noch sind die heutigen Ladeverzeichnisse wichtige Informationsquellen wenn man mit einem Elektroauto eine längere Reise antritt. Auch in den kommenden Jahren dürften die Verzeichnisse während dem Ladenetzausbau weiterhin gute Dienste leisten. Und selbst wenn die Ladesäulen-Dichte in Zukunft sehr hoch sein wird, so werden entsprechend ausgerüstete Ladeverzeichnisse vor allem gute Dienste bei der Auswahl des passenden Ladepunktes (z.B. Stromkosten-Vergleich, Roaming-Partner) bieten. Wahrscheinlich ist auch, dass zukünftig Daten zu Ladestationen & Co. noch verstärkt den Weg direkt ins Infotainment-System des Autos finden werden, inklusive ausgefeilter Routenplanung. Wie das geht macht Tesla seit längerem vor, zumindest was Angaben zu Superchargern betriffft. Auch andere EVs wie der Mercedes EQC und Porsche Taycan bieten zwischenzeitlich ähnliche Systeme an. Spannend wird auch sein, welche Rolle Google bei diesem Thema übernimmt. Werden zukünftig Informationen zu Ladestationen auf Google Maps ausreichen um die nächste Ladestation zu finden?

    Welches Verzeichnis oder welche Apps benutzt du auf längeren Strecken und wieso? Wir freuen uns auf deine Meinung und Erfahrungen.

  2. Tesla Wächtermodus USB Stick

    Tesla Wächtermodus USB Stick

    Um die Tesla Dashcam und den Wächtermodus nutzen zu können benötigt man einen USB-Stick, eine USB SSD oder eine MicroSD-Karte mit USB-Adapter. Die Videos werden dann auf dem USB-Gerät gespeichert. Wer gleichzeitig aber Musik von einem USB-Stick hören möchte, muss dafür einen zweiten Stick verwenden. Das wiederum ist unpraktisch, da dann zwei USB-Ports im Auto belegt sind und für das Laden des Mobiltelefons kein Port frei bleibt. Eine Lösung ist ein USB-Hub. Wer auf diese Kabelverlängerung aber verzichten möchte, kann für seinen Tesla das USB Speichergerät in zwei Teile partitionieren. Dadurch kann eine Partition für Dashcam/Wächtermodus Videos verwendet und die zweite Partition für Musik Dateien. Falls Sie ein neues USB-Gerät formatieren möchten, verwenden Sie zuerst diese Anleitung.

    USB-Banner2.png

    So partitionieren Sie ihr bestehendes Tesla Dashcam USB Speichergerät

    Ein bereits für die Tesla Dashcam verwendetes USB-Gerät kann wie folgt in zwei Partitionen aufgeteilt werden. Vorsicht: bei falscher Vorgehensweise kann es zu Datenverlust kommen. Stellen Sie unbedingt sicher, dass Sie mit dem korrekten USB-Gerät arbeiten und nicht versehentlich eine Festplatte des Computers bearbeiten. Ich empfehle Ihnen auch die Daten auf dem USB-Gerät vorher zu sichern. Bei korrekter Anwendung sollte es zu keinem Datenverlust kommen, aber man weiß ja nie. Für die folgende Anleitung benötigen Sie einen Windows PC. Für MacOS finden Sie hier eine englische Anleitung.

    • Am einfachsten ist das Partitionieren, wenn Sie das kostenlose Programm „MiniTool Partition-Wizard“ auf Ihren PC herunterladen. In der „portable“ Version müssen Sie das Tool nicht einmal auf dem PC installieren. Die portable Version finden Sie hier unter Punkt 2. Mit einer älteren Windows Version verwenden Sie die 32bit Version. Für Windows 10 die 64bit Version. In der heruntergeladenen ZIP Datei befindet sich ein Ordner. Diesen entpacken Sie inklusive Inhalt auf ein lokales Laufwerk Ihres PC’s. Im Ordner starten Sie dann mit einem Doppelklick die Datei „partitionwizard.exe“.
    • Nachdem das Programm gestartet wurde, sehen Sie rechts unten eine Übersicht der Laufwerke Ihres Computers. Im folgenden Beispiel habe ich einen USB-Stick mit einer Größe von 15 GB am PC angeschlossen. Dieser USB Stick ist zwar etwas klein für die Verwendung im Tesla, aber zum Zeigen wie man ihn partitionieren kann, reicht es aus. Der Stick wird in meinem Beispiel als „Disk 3“ angezeigt und enthält eine Partition mit dem Laufwerksbuchstaben E:\. Sehr wahrscheinlich wird Ihr USB-Gerät aber unter einer anderen Nummer und mit einer anderen Partition angezeigt.

    Tesla USB partitionieren

    • Um den Stick in zwei Partitionen aufzuteilen, gehen Sie wie folgt vor:
    • Klicken Sie in den Bereich der vorhandenen Partition des USB-Gerätes. Die Partition ist dann orange markiert:

    Tesla USB partitionieren

    • Klicken Sie dann links im Menu auf „split Partition“. Dadurch wird die orange markierte Partition ein zwei Teile aufgeteilt:

    Tesla USB partitionieren

    • Es öffnet sich folgendes Fenster, in dem Sie mit dem <> Schieberegler in der Mitte bestimmen können wie groß die beiden Partitionen des USB-Gerätes sein sollen. Beachten Sie, dass der Teil der ersten Partition (links in gelb), nicht kleiner sein kann als die Datenmenge, die im Moment auf dem Gerät gespeichert ist. Die gelbe Partition wird nach der Anpassung weiterhin für Dashcam und Wächtermodus Videos verwendet. Der rechte Teil mit der blauen Partition wird der neue Bereich für die Musik Dateien. Wenn Sie den Schieber platziert haben, bestätigen Sie mit „OK“

    USBPart4-300x219.png

    • Im Hauptfenster wird die zukünftige Größe der beiden Partitionen dann ebenfalls farblich dargestellt.
    • Ganz Wichtig: All diese Operationen wurden noch nicht ausgeführt. Wir haben lediglich definiert was wir mit dem USB-Gerät machen möchten. Klicken Sie jetzt oben links auf den Haken bei „Apply“. Dadurch werden alle bisher ausgewählten Aktionen durchgeführt und das USB-Gerät wird mit zwei Partitionen präpariert.

    USBPart5-300x169.png

    Die folgende Meldung dient zur Sicherheit. Bestätigen Sie mit OK, dass Sie die Änderungen am ausgewählten Gerät durchführen möchten. Vergewissern Sie sich vorher, dass Sie wirklich mit dem richtigen USB-Gerät arbeiten.

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    • Es dauert einen Moment bis alle Änderungen durchgeführt wurden. Während dieser Zeit wird folgendes Fenster angezeigt:

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    • Die folgende Meldung zeigt an, dass alle Änderungen durchgeführt wurden und Ihr USB-Gerät jetzt zwei Partitionen enthält. Bestätigen Sie mit „OK“.

    USBPart8-300x122.png

    • Sie können die zweite Partition des USB-Gerätes jetzt mit Musik Dateien befüllen.

    Wenn Sie ein partitioniertes USB-Gerät verwenden und der Video-Bereich voll läuft, kann es sein dass Ihr USB-Gerät nicht mehr funktioniert. Es empfiehlt sich immer eine Sicherungskopie der Musik Dateien zu erstellen.

    USB-Banner2.png


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  3. Elektroauto ZOE

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    Kürzliche Einträge

    Stephan
    Neuster Eintrag
    ZOE R110 an Ladestation im Parkhaus

    Schon ist wieder ein Jahr vergangen! Und ich habe so lange nichts geschrieben! Zeit für einen Jahresrückblick 2019 – mit unserer ZOE R110 und ihrem 41kWh-Akku.

    Das vergangene Jahr war hinsichtlich unserer elektrischen Fortbewegung dermaßen unspektakulär, dass ich kaum etwas zu berichten habe. Vor allem gab es keinerlei technische Probleme mit unserer neuen ZOE. Und mit dem 41kWh-Akku, der uns im Sommer eine Reichweite von 300km und im Winter von 230km ermöglicht, ist die R110 für uns als Alleinfahrzeug voll alltagstauglich.

    Einen kleinen Komfort-Punktabzug gibt es wegen ihrer Schnarchladegeschwindigkeit bei winterkaltem Akku. Ja, da lädt sie dann halt während des Einkaufs am Supermarkt nicht so viele kWh nach wie im Sommer, aber juckt das jemanden? Mich nicht. Auf längeren Strecken, die eine Zwischenladung erfordern, ist sie nach einer Akkureichweite ausreichend warmgefahren, so dass die Ladegeschwindigkeit wieder akzeptabel wird. Das ist also kein Problem, welches die Nutzung für uns einschränkt. Zu Hause ist immer genug Zeit zum Laden.

    Zahlen

    Kilometer

    Mit der R110 sind wir 2019 rund 14.000km gefahren, mehr als früher mit unserer alten Q210. Wir liegen also deutlich über dem mit Renault vereinbarten Jahreslimit von 12.500km. Mal schauen, wie sich das weiter entwickelt.

    Das ist halt der Nachteil des großen Akkus, da geht einfach viel mehr…

    Verbrauch

    Gerade bin ich nochmal zur ZOE gucken gegangen, um die aktuellen Verbrauchsdaten aus dem Bordcomputer abzulesen. Ich stelle den B-Zähler praktisch nie zurück, damit ich den Gesamtverbrauch und den Durchschnittsverbrauch über ein ganzes Jahr verfolgen kann.

    Als ich den angezeigten Wert sehe, werde ich stutzig. Der Durchschnittsverbrauch ist zu hoch. Beim letzten Nachschauen vor zwei Wochen lag er bei 15,x kWh/100km. Jetzt prangt da eine 17 vor dem Komma. Kannnichsein. So kalt kann es gar nicht werden, dass die paar km, die ich seit Jahresbeginn gefahren bin, den Jahresdurchschnitt um 2kWh/100km angehoben haben können.

    Ich rufe die BC-Statistik auf und staune: Aus unerfindlichen Gründen hat sich der B-Zähler am 10.01.2020 resettet und die Verbrauchswerte, die jetzt angezeigt werden, resultieren aus wenigen km bei niedrigen Temperaturen. Ich schwöre, ich war da nicht dran, und sowas passiert auch nicht aus Versehen. These: Möglicherweise kam da ein R-Link-Update OTA rein mit anschließendem Reset des Bordcomputers.

    Ich ärgere mich ein bisschen, so sind die Verbrauchsdaten des letzten Jahres verloren. Aber nochmal aus der Erinnerung: Über zwei halbe Winter und einen ganzen Sommer verbrauchte unsere ZOE R110 im Durchschnitt 15,x kWh/100km. Das ist ein ziemlich guter Wert.

    Ich fahre aber auch relativ gemütlich und auf der Autobahn selten schneller als 100km/h.

    Batteriegesundheit

    Der State-Of-Health (SOH) des Fahrakkus liegt laut CanZE nach einem Jahr bei 99%. Alles andere würde mich auch wundern.

    Von den hier beschriebenen Akkuproblemen sind wir offenbar und gottseidank verschont geblieben.

    Reiseziele 2019

    Wir waren oft im Harz, Ost und West, einfache Strecke von zu Hause aus bis zu 130km, das ginge im Sommer sogar hin und zurück mit nur einer Akkuladung. Haben wir nicht gemacht, weil es in Wernigerode immernoch Ladestrom kostenlos gibt und wir die ZOE dort an eine Ladestation hängen können, während wir Essen gehen. Das passt einfach zu gut.

    Im Urlaub waren wir in Matrei in Osttirol, Entfernung ca. 850km. Hat auch wunderbar geklappt.

    Die von uns ein paarmal im Jahr gefahrene Strecke Hannover-Berlin ist mit der R110 total easy geworden. Die rund 300km könnten wir im Sommer in einem Rutsch abreißen, aber da wir ohnehin unterwegs eine Kaffee-Kakao-Pinkel-Pause einlegen (und dabei nebenher etwas nachladen) sind wir auf dieser Tour zu jeder Jahreszeit auf der sicheren Seite. Großer Komfortgewinn im Vergleich zu früher!

    Auch in Görlitz waren wir 2019 mal wieder, Entfernung 515km. Wir kamen auf dem Hin- und Rückweg jeweils mit nur einer einzigen (kostenlosen) Zwischenladung am Flughafen Leipzig/Halle aus und verbrachten die Ladepause sehr angenehm im dortigen Marché-Restaurant. Flughäfen sind also doch zu etwas gut. Übrigens: Görlitz hat jetzt einen 150kW-Hypercharger am Bahnhof, da konnte ich bequem vor Ort laden. Mit nur 22kW an AC, aber immerhin.

    Hamburg ist von Hannover aus mit dem 41kWh-Akku bequem in einem Rutsch ohne Zwischenladung erreichbar. Und in Hamburg stehen Ladestationen mittlerweile an jeder dritten Straßenecke.

    Zum Jahreswechsel haben wir uns ein paar Tage Auszeit in der Nähe von Eckernförde gegönnt. Diese Strecke (rund 300km) wäre im Sommer wahrscheinlich ohne Zwischenladung fahrbar gewesen. Jetzt im Winter haben wir auf dem Hinweg bei Freunden in Hamburg Station gemacht, die direkt in ihrer Straße eine Ladestation haben, optimal. In Eckernförde selbst konnten wir im Parkhaus am Noor kostenlos laden, dort stehen 3 Säulen mit je 2x22kW AC (siehe Titelbild), super. Es fiel nur eine Parkgebühr von 1€/Stunde an. Im Carport unserer FeWo-Vermieter durften wir unsere ZOE vor der Rückreise nochmal über Nacht an Schuko vollladen (auch kostenlos). Auf dem Weg nach Hause haben wir dann nur einmal kurz an der Raststätte Lüneburger Heide gehalten  und 20 Minuten lang nachgeladen, während wir Kaffee/Kakao trinken gegangen sind.

    Fazit Langstrecke:

    Geht auch mit nur 22kW AC gut. Etwas schneller laden zu können wäre natürlich besser. Die neue ZOE Z.E. 50 hat optional CCS und kann damit real ungefähr 45kW an DC ziehen. Teurer, aber schneller. Fahrbericht folgt demnächst. Wir werden unsere geleaste R110 aber erstmal noch 3 Jahre lang fahren.

    Ladekarten, Ladekosten

    Das Ladekarten- und Ladeapp-Chaos hat sich 2019 nicht wesentlich gelichtet. Einige Neueinsteiger lockten zunächst mit sehr attraktiven Strompreisen, zogen diese dann aber erwartungsgemäß bald an.

    Das Roaming funktioniert auch immer noch nicht so, wie es sein sollte. Man kann immer noch nicht mit jeder beliebigen Karte jede beliebige Ladesäule freischalten. Und ich bezweifle, dass das je gelingen wird. Außerdem lauern böse Kostenfallen, wenn ein Anbieter zwar roamt, aber für Ladungen an Ladesäulen von Roamingpartnern Mondpreise aufruft.

    Wenn man also öffentlich laden möchte oder muss, bleibt einem die Abfrage diverser Apps nicht erspart, um herauszufinden, womit sich eine bestimmte Ladesäule freischalten lässt und was das Laden dort kostet. Oder man guckt bei Chargeprice nach und hofft, dass die Daten aktuell sind.

    Ich mache es mir möglichst einfach und nutze wo immer es geht und sinnvoll ist, meine Naturstrom-Ladekarte*.

    Naturstrom-Ladekarte
    Eine Ladung an 22kW AC egal wo kostet mich damit aktuell pauschal 5,90€ und das ist mit dem großen Akku fast immer ein echtes Schnäppchen, deutlich billiger als zu Hause (sofern ich mindestens 21kWh nachlade). Mit der Pauschale gibt es auch keine Überraschungen auf der Ladestromrechnung.

    Zu Hause habe ich 2019 nur 622kWh für insgesamt rund 180,- € geladen.

    Community

    Ich gestehe: So ganz abstinent hinsichtlich des GoingElectric-Forums bin ich nicht geworden. Da ist aber auch was los, Meineherrn, das wird ümmer schlümmer; der Durchschnitts-IQ bei Beiträgen zu Themen wie Klimawandel, Tempolimit, Wasserstoff und Energiewende scheint massiv nachzugeben. Dafür steigt der Unterhaltungswert, aber das hat oft echt RTL-Niveau, und über die Langzeitwirkung solchen Inputs bin ich mir nicht sicher. Wenn das ein Spiegel unserer Gesellschaft ist, oh-oh. Ich tröste mich mit der Annahme, dass die Foristen, die mir die tiefsten Runzeln auf die Stirn treiben, nicht wirklich solche Überzeugungen hegen wie sie von sich geben, sondern von irgendwelchen Lobbyisten bezahlt werden, das ist die plausibelste Erklärung. Aber wenn ich da genauer drüber nachdenke… das macht es eigentlich noch schlümmer. Oh-oh-oh.

    Dafür entwickelt sich unser E-Stammtisch in Benthe erfreulich. Mittlerweise belegen wir meist zwei Tische und der direkte Kontakt untereinander und zu interessierten Gästen ist sehr angenehm.

    Ausblick

    2020 wird hinsichtlich Elektromobilität ein spannendes Jahr. Viele neue Fahrzeugmodelle kommen auf den Markt, und zwar in nennenswerten Stückzahlen.

    Ich werde demnächst Gelegenheit haben, die neue ZOE mit CCS zu testen und hier berichten. Freue mich drauf!

    Stay tuned.


    *) Dieser Link ist ein Werbelink.

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