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  1. Stephan
    Neuster Eintrag
    ZOE lädt an go-e Charger

    900,- € Zuschuss für Kauf und Anschluss einer Wallbox? Da bin ich doch dabei!

    Wer’s vielleicht noch nicht mitbekommen hat: Die KfW bezuschusst den Kauf und die Installation von Lade­stationen an privat genutzten Stellplätzen von Wohngebäuden mit 900,- € pro Ladepunkt, „solange diese Mittel zur Verfügung stehen“.

    CEE vs. Wallbox

    Ich lade ja seit Ende des Demand-Response-Projektes (für das mir damals (2014-2015) eine spezielle Spezialwallbox zur Verfügung gestellt, dann aber wieder abgebaut wurde) an einer schlichten CEE32-Dose, mit meiner mobilen Ladebox, versteht sich.

    Ladetest EVR3 an CEE32

    Nun ist es mir aber nach über 5 Jahren doch ziemlich lästig geworden, jedesmal, wenn ich laden will, in den Keller zu gehen, die mobile Ladebox zu holen, den Zählerstand im Hausanschlusskasten zu notieren (zwecks Verbrauchsdokumentation für’s Finanzamt), dann draußen den doch ziemlich unhandlichen CEE-Stecker in die Dose zu wuchten und das Ganze nach dem Laden dann in umgekehrter Reihenfolge nochmal zu absolvieren. Der CEE-Stecker geht raus nicht viel leichter als rein. Man muss mit Schmackes dran ziehen und dann aufpassen, dass man nicht auf dem Hintern landet, wenn er sich löst.

    Und kennt ihr das vielleicht auch: Ich merke mir den Zählerstand, den ich im Keller ablese, bis ich wieder oben bin und ihn dort auf einen Zettel schreibe (den ich später in eine Tabellenkalkulation übertrage), indem ich ihn ziffernweise halblaut repetiere und dabei versuche, meinen Sprechrhythmus mit dem Rhythmus des Treppensteigens zu kombinieren. Das ergibt oft coole Beats, aber die Sache ist die: Manchmal komme ich oben an, hab den Beat, aber die Ziffern sind weg… Dann hilft nix, ich muss nochmal runter, menno!

    Wenn ich nun aber statt der CEE-Dose eine Wallbox hätte (was ich mir bisher aus Kostengründen verkniffen habe), wäre das Laden zu Hause viel komfortabler: Ich könnte mein normales Ladekabel verwenden, das viel leichter zu handhaben ist, und wenn die Wallbox einen eigenen internen Zähler und WLAN oder Bluetooth hat, den Verbrauch per Handy auslesen. Keller adé, Beats hin oder her.

    KfW-Förderung

    In dieser Situation erreicht mich im November 2020 die Info über die KfW-Förderung für Ladestationen, und bei 900,- € Zuschuss überlege ich nicht lange, sondern stelle direkt einen Antrag. Die Antragsbestätigung erhalte ich sofort. Danach habe ich 9 Monate Zeit, eine Wallbox installieren zu lassen und die entsprechenden Nachweise und Unterlagen einzureichen.

    KfW-Bedingungen

    Die Förderung ist an einige Bedingungen geknüpft.

    Eine davon ist, dass die geförderten Wallboxen mit Ökostrom betrieben werden müssen. Find ich gut. Hab ich natürlich längst, echten und zu attraktiven Konditonen übrigens (Naturstrom*).

    Es werden nur Wallboxen mit einer Ladeleistung von max. 11kW pro Ladepunkt gefördert. Damit kann ich leben. Meine mobile Ladebox kann zwar bis zu 22kW, aber das habe ich in den letzten paar Jahren praktisch nie genutzt. Ich lade ohnehin nur mit 11kW, also ist das keine Verschlechterung für mich.

    Eine weitere Bedingung ist, dass sich die Wallbox vom Netzbetreiber fernsteuern lässt. Wie?! Was?!

    Ruuuhig, Brauner. Was heißt das? Die Wallbox muss technisch so vorbereitet sein (eine Schnittstelle haben), dass sie theoretisch vom Netzbetreiber ferngeregelt werden und ggf. bei sehr hoher Netzlast auch abgeschaltet werden kann. Die KfW nennt das „intelligente Steuerung“ und erläutert diese so:

    Eine intelligent gesteuerte Ladestation kann mit anderen Komponenten des Stromnetzes kommunizieren – zum Beispiel, um die Ladeleistung zu begrenzen oder zeitlich zu verschieben.

    […]

    Ladestationen gelten als intelligent gesteuert, wenn sie sich vernetzen lassen und in das Energie­versorgungs­system eingebunden sind. Die intelligente Steuerung kann entweder in der Lade­station selbst eingebettet sein oder durch eine separate Komponente umgesetzt werden, wie etwa mit einem Energiemanagementsystem.

    Die intelligente Steuerung muss nicht direkt angewendet werden. Die Lade­station muss lediglich die Fähigkeit haben, mittels einer Schnitt­stelle intelligent gesteuert werden zu können. Ziel ist es, möglichst „intelligente“ Lade­infra­struktur zu fördern, die auch zukünftig die Möglichkeit bietet, eine Steuerung zuzulassen.

    Dies geschieht natürlich nur, wenn Sie dies mit Ihrem Strom­netz­betreiber auch vereinbart haben.

    (Quelle)

    Besser?

    Mein Netzbetreiber (Avacon) legt zur Zeit gar keinen Wert auf die Fernsteuerung irgendwelcher Wallboxen mit Ladeleistungen ≤ 11kW, daher ist das für mich gar kein Problem.

    Auch generell nicht. Wir sind ja in Deutschland immer noch in den Anfangstagen der Elektromobilität. Ob da nun ein paar hunderttausend Wallboxen 11kW ziehen oder Peng. Das macht die Netzbetreiber noch nicht nervös.

    Spannend wird es erst, wenn in einigen Jahren dann doch mal die 2010 für 2020 avisierte„eine Million Elektroautos aus deutscher Produktion“ überschritten wird. Und sollte die Netzertüchtigung bis dahin mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten haben (Huch, so viele Elektroautos!), ist es ja doch irgendwie sinnvoll, die Netzauslastung steuern zu können. Die wenigsten werden davon überhaupt etwas bemerken. E-Auto abends eingesteckt, morgens voll. Ob das Laden nun zwischen 22 und 4 Uhr oder zwischen 0 und 6 Uhr erfolgt, ist doch egal – sofern ich mein Auto, wenn ich es brauche, geladen vorfinde. Ich denke, das kann funktionieren.

    Meiner bescheidenen Auffassung nach ist die KfW mit dieser Vorgabe einfach weitsichtig und vernünftig.

    Förderfähige Ladestationen

    So eine „intelligente Steuerung“ haben nicht alle Wallboxen, daher hat die KfW eine Liste förderfähiger Ladestationen veröffentlicht (etwas versteckt: Punkt „Was fördern wir?“ aufklappen, dort den Link „Zur Liste der geförderten Ladestationen“ anklicken; die Liste öffnet sich dann als Popup).

    Es ist sehr ratsam, sich peinlich an diese Liste zu halten, denn die installierte Wallbox muss mit ihrer exakten Bezeichnung darin enthalten sein, sonst gibt’s kein Geld.

    Meine Wahl: go-eCharger HOMEfix 11kW*

    Bei der Auswahl meiner Wallbox sind folgende Kriterien für mich ausschlaggebend:

    1. Ich brauche keinen technischen Schnickschnack.
    2. Ein interner Verbrauchszähler wäre gut.
    3. Die Wallbox muss so preiswert sein, dass ich mit den Kosten für den Anschluss möglichst gerade so über die 900,- € Förderung komme.

    Verrückterweise sind ja 900,- € der Mindestbetrag, den man insgesamt ausgeben muss, um überhaupt in den Genuss der Förderung zu kommen. Im Normalfall wird man mit den erforderlichen Elektrikerdienstleistungen (inkl. Leitung legen, Hausanschluss erweitern, Fi-Schutzschalter etc.) auch problemlos darüber liegen.

    Bei mir allerdings liegt die Leitung schon und abgesichert ist sie auch, von daher bewegen sich die Kosten für den Elektriker in einem eher niedrigen Bereich.

    Ich recherchiere ein wenig und entscheide mich am Ende für den go-eCharger HOMEfix 11kW*:

    go-eCharger HOMEfix 11kWgo-eCharger HOMEfix 11kW*

    Die Nachfrage ist verständlicherweise hoch, die Lieferzeit beträgt knapp 6 Wochen. Aber es drängt ja nichts. Ich sitze im Homeoffice und bewege die ZOE einmal die Woche zum Einkaufen, hin und zurück 6km. Eine Akkuladung reicht gefühlt ewig, laden muss ich daher zur Zeit eher selten.

    Wetterschutz, Sichtschutz

    Die go-e ist zwar für den Außeneinsatz geeignet, ich mag sie aber ungern einfach so an Stelle der CEE-Dose frei unter unseren Briefkasten montieren. Erstens kann etwas Wetterschutz nicht schaden und zweitens wurden hier schon Fahrräder direkt vor der Haustür entwendet, da könnte dieses kleine schmucke Teil schnell Begehrlichkeiten wecken, wenn es da einfach so sichtbar hängt. Schnippschnapp, weg ist die Wallbox, wäre doch schade drum.

    Also besorge ich mir einen Schaltschrank*, in die die go-e nebst Klemmkasten gut hineinpasst:

    SchaltschrankSchaltschrank*

    Ich wähle die Größe so, dass die CEE-Dose da auch noch Platz hat – so könnte ich mir die Option auf eine 22kW-Ladung bei Bedarf (mit meiner mobilen Ladebox) offenhalten.

    Aber als der Schaltschrank dann kommt und ich probeweise den Klemmkasten, den go-eCharger und die CEE-Dose hineinlege, stelle ich fest, dass dann kein Platz mehr ist, um den relativ langen CEE-Stecker in die Dose zu bekommen. Daran hatte ich nicht gedacht. Sei’s drum. Ein noch großerer Kasten wäre zu klobig. Also bleibt es bei der go-e mit ihren max. 11kW.

    go-e Wallbox vor dem Anschlussvor der Endmontage

    Und so sieht es aus, als alles fertig montiert und angeschlossen ist:

    go-e Wallbox im Schaltschrank angeschlossen und ladend

    Die Zuleitung zur go-e haben wir so lang gelassen, damit wir sie ggf. nochmal woanders installieren können. Stört ja im Schaltschrank niemanden.

    Update, fertig, los!

    Vor der ersten Ladung bringe ich den go-eCharger noch kurz per WLAN ins Internet und aktualisiere die Firmware. Danach kappe ich diese Verbindung wieder, sicher ist sicher. Ich habe auch gar keinen Anwendungsfall, um aus der Ferne per App nachzuschauen, was die Wallbox gerade macht. Denn wenn sie gerade was macht, bin ich ja vor Ort und kann ggf. ihren lokalen Hotspot nutzen, um z. B. die Verbrauchsdaten auszulesen oder die LED-Farben zu variieren, wenn mir danach ist.

    Wenn ich nicht lade, schalte ich sowieso die Leitung zur Wallbox ab, Standby-Verbrauch, kennste kennste. Ja, ich weiß: Im Vergleich zum Verbrauch eines E-Autos sind das Nanopeanuts, aber ich kann nicht anders, es geht mir einfach gegen den Strich, Energie sinnlos zu verbraten, wie wenig auch immer.

    Eine erste Ladung (siehe Titelbild oben) verläuft ebenso unspektakulär wie erwartbar erfolgreich. Das war übrigens vor 3 Wochen, und seither habe ich noch nicht wieder laden müssen. Dieses Jahr werde ich die erlaubten Kilometer erheblich unterschreiten…

    (Das wirft die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Privatverkehrsmittels auf, das praktisch nur herumsteht, während ich monatlich Akkumiete und Leasingrate zahle. Mal sehen, wie sich das weiter in mir entwickelt.)

    Amtliches

    Bei der KfW reiche ich online alle Rechnungen ein (Wallbox, Schaltschrank, Montagematerial, Elektriker) und harre nun der endgültigen Bestätigung und Auszahlung. Das kann noch ein paar Wochen dauern, ich werde dann hier einen Nachtrag posten.

    Die Wallbox muss außerdem beim Netzbetreiber angemeldet werden. Das kann hier bei Avacon nur der Elektriker über ein entsprechendes Formular, das in einem speziellen Serviceportal hochgeladen werden muss.

    Es reicht eine einfache Anmeldung. (Eine Genehmigung ist nicht erforderlich, diese braucht man erst bei Wallboxen mit Ladeleistungen von mehr als 11kW.) Avacon will noch eine CE-Konformitätserklärung sehen, kann man sich beim Hersteller als PDF herunterladen.

    Und Zack! Fertig! Wallbox! 🙂


    *) Dieser Link ist ein Werbelink. Ich erhalte eine Provision für alle über diesen Link abgeschlossenen Käufe und Verträge.

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    Originalartikel anzeigen

  2. fastned-autocharge-398x494.JPGWer kennt es nicht: Du kommst an einer Ladesäule fern der Heimat an. Mit etwas Glück kennst du das Säulendesign und den Anbieter bereits. Mit App oder RFID Karte des Anbieters schaltest du die Säule frei. Das funktioniert soweit ganz ordentlich sofern man die benötigte App bereits eingerichtet hat oder die RFID Karte des Anbieters mit sich führt. Da die verschiedenen Apps der Anbieter sowie deren on-boarding und Abrechnung sich gewöhnlich etwas unterscheiden, gestaltet sich das Ganze meist nicht sehr kundenfreundlich. Und nur immer mit dem gleichen Anbieter laden ist meist auch keine passende Lösung. 

    Tesla macht es EV Fahrern deutlich einfacher. Auto anstecken und laden. Die Supercharger erkennen die Tesla-Fahrzeuge. Abgerechnet wird über den Tesla Account. Es braucht weder eine App noch eine RFID Karte. Einziger Nachteil: Das System ist Fahrzeugen von Tesla vorbehalten. 

    Mit "Autocharge" bietet der niederländische Ladeanbieter Fastned eine elegante Lösung um das Laden zu vereinfachen. Wird das Fahrzeug einmal per App mit der Ladesäule verbunden, erkennt Autocharge bei den nachfolgenden Ladevorgängen das Fahrzeug automatisch und das Laden muss weder durch die App noch mit einer Ladekarte gestartet werden. 

    Nur für Fahrzeuge mit CCS 

    Autocharge funktioniert nur bei Fahrzeugen mit CCS Ladesystem, denn ein dem Fahrzeug eindeutig zugeordneter Code kann nur über das CCS-Protokoll gesendet werden. AC- oder CHAdeMO Stecker bieten diese Funktionalität nicht an. Wobei angefügt werden muss, dass Besitzer eines Audi e-tron, DS 3 Crossback E-Tense oder Mazda MX-30 trotz CCS-Stecker Autocharge nicht nutzen können. Die Vermutung liegt nahe, dass die Identifizierung des Fahrzeuges (momentan noch) unterbunden ist. 

    Der Ladevorgang kann auch mit Drittanbieter-Ladekarten gestartet werden. Details kannst du der Liste der Fastned Ladepartner entnehmen. Ladevorgänge können jedoch nur per RFID-Karte eines Anbieters gestartet werden, App's der Drittanbieter funktionieren nicht. 

    Wie gefällt die das Laden mit Fastned? Hast du schon eigene Erfahrungen damit?
    Bei weiteren Fragen und Problemstellungen hilft dir auch unser Fastned Support Forum weiter.

    Photo: 300kW Ladesäule von Fastned

    fastned-autocharge-ladesaeule-1000x750.JPG

  3. Blog Photo Header: Aiways

    Der chinesische Elektroauto Hersteller Aiways ist seit einiger Zeit auch verstärkt in Europa aktiv und beginnt nun in verschiedenen Ländern mit der Auslieferung der Aiways U5-Modelle. Bestellen kann man in Deutschland die Elektroautos bei Euronics. Die Wartung läuft über die Werkstatt Kette ATU. Weitere Vertriebsmodelle für Österreich, die Schweiz und andere Länder werden folgen. 

    Als Besitzer eines neuen Fahrzeugmodells ergeben sich oftmals viele Fragen. Die Erfahrung zeigt, dass vieles durch die Community und dank der Mithilfe von bereits bestehenden Aiways Besitzern gelöst werden kann. Da auch die offiziellen Wartungsbetriebe mit der Fahrzeug-Einführung dazu lernen, ist eine Antwort oder Lösung nicht in jedem Fall vollumfänglich möglich resp. zufriedenstellend. Unser Aiways Support Forum soll diese bestehende Lücke füllen und bei Fragen und Unklarheiten weiterhelfen. Da manche Fragen nicht immer typen-spezifisch sind, können auch Community Mitglieder die andere Marken fahren, mit Ratschlägen helfen. 

    Fragen, Antworten & Lösungen

    In den Support Foren stehen vor allem Antworten und Lösungen im Vordergrund. Wurde eine Support Anfrage zufriedenstellend gelöst, kann dies der Themenersteller (Fragende) oder Admin als Lösung markieren. So wird in der Fragen-Übersicht jederzeit sofort ersichtlich, ob es zum Thema bereits eine Lösung gibt. Dies hilft doppelte Beiträge zum gleichen Thema/Problem zu reduzieren und fördert die Übersichtlichkeit. Auch können so die immer gleichen Support-Anfragen an den Hersteller reduziert werden.  

    Screenshot: Anzeige von gelösten Fragen

    image.png

    Immer aktuelle Aiways News

    Als inoffzielles Aiways Support Forum, informieren wir unsere Mitglieder auch regelmäßig über Aktualitäten rund um die Marke Aiways. Dies können Ankündigungen von Aiways, Produktinformationen, Hinweise zu Wartung und Service usw. sein. Die Nutzung des Aiways Forums steht selbstverständlich auch Mitarbeitern von Aiways zu Verfügung. Das Unterforum "News & Infos" steht zudem auch für allgemeine Aiways-Themen ohne Support-Charakter zur Verfügung. Du hast z.B. deine Fahrzeugabholung erfolgreich hinter dir oder du möchtest über deine erste grössere Reise mit einem Aiways EV berichten? Dann bist du unter "News & Infos richtig. 

    Join us! Werde Teil der Aiways Community

    Du hast selber einen  Aiways U5 oder dich interessiert das Fahrzeug? Trete noch heute der Aiways Support Community bei!
    In unserer freundlichen Aiways Community triffst du auf andere Aiways Fahrer und bei Support-Fragen stehen dir andere Mitglieder gerne zur Seite. 

     

    Photo: Aiways

    from-aiways-u5-hi-res-04-1024x683.jpg

     

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    Kürzliche Einträge

    NachhaltigBewegt.de
    Neuster Eintrag

    Gerade erst hat die Bundesregierung in Deutschland ein kräftiges Konjunkturpaket beschlossen. Insgesamt 9.000 statt der bisher schon immensen 6.000 Euro sollen Käufer von Elektro-Autos erhalten. Und doch stehen viele Autofahrer der Elektromobilität skeptisch gegenüber. Das Hauptargument: Die Reichweite sei noch zu gering. Das Phänomen hat einen Namen – Reichweitenangst. Was ist dran?

     

    Der erste Anlauf

    Für Elektromobilität habe ich mich schon seit vielen Jahren interessiert. Vor gut dreieinhalb Jahren war nach Ablauf eines Leasing-Vertrags ein neues Fahrzeug fällig. Damals hat mir der Hyundai IONIQ Elektro sehr gut gefallen. Tesla war für mich zwar der absolute Favorit. Doch das Tesla Model 3 war noch nicht auf dem Markt und ein Model S bewegte sich außerhalb meiner Preisklasse.

    Der IONIQ war dann auch das erste Elektro-Fahrzeug, das ich nach gut 15 Jahren in Verbrennern probegefahren bin. Ich war sofort begeistert: Tolle Ausstattung, gute Verarbeitung, angenehmes Fahrgefühl. So leise. Und dieses Drehmoment bei jeder Geschwindigkeit!

    Doch: Was ist mit der Reichweite? Auf die Herstellerangabe kann man ja eh nichts geben. Ob das realitätsnähere WLTP– oder das alte NEFZ-Verfahren – die Werte werden unter idealen Bedingungen ermittelt und sind in der Realität praktisch nie erreichbar. Das gilt für E-Autos genauso wie für Autos mit Verbrennungsmotor. Wird das Wetter kälter, sinkt die Reichweite insbesondere bei Autos mit Akku nochmal rapide.

    Das gute Erlebnis von der Probefahrt weicht Bedenken: Was, wenn ich mal eine längere Strecke im Winter fahren muss? Reicht der Akku? Wo kann ich eigentlich laden? Welche Ladestationen gibt es? So viele Steckertypen… Wie lange dauert das Laden da wohl?

    Am Ende der Recherche wurde es damals ein Verbrenner. Die Reichweitenangst war zu groß.

     

    Der zweite Anlauf

    Drei Jahre weiter ins hier und heute: Nach viel Überlegen und Abwägen wurde ein Tesla Model 3 bestellt. In der Long Range Version (WLTP: 560 km). Die Standard Range Plus (SR+) Variante erschien mir zwar preislich deutlich attraktiver. Doch die Reichweitenangst spielte wieder mit. In der Tiefgarage des Gebäudes, in dem ich wohne, gibt es auf absehbare Zeit keine Möglichkeit, ein Elektroauto zu laden. Nicht mal eine normale Haushaltssteckdose ist in vorhanden. Also ging ich auf Nummer sicher und wählte die Version mit dem größeren Akku. Selbst im Winter sollten damit 350 km gut möglich sein. Genug für meinen täglichen Arbeitsweg, Ausflüge und Puffer für die Suche nach einer Ladestation.

    Nun, nach knapp 3 Monaten mit dem Tesla stelle ich fest: Die Reichweitenangst war völlig unbegründet. Warum? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

     

    Elektrisch fahren ist anders.

    Mit einem Elektroauto hat man ein anderes „Tankverhalten“ als mit einem Verbrenner. Die meisten, die ich kenne, tanken ihren Verbrenner bis zum Anschlag voll (mehrmaliges Nachzapfen darf nicht fehlen) und fahren ihn nahezu leer. Es stimmt natürlich, dass das auch damit zu tun hat, dass es ein dichtes Netz an Tankstellen in Deutschland gibt. Aber mal ehrlich: So einen Ausflug zur Tankstelle habe ich auch gemieden, so gut es ging. Ein Elektroauto hingegen sollte man weder ganz leer fahren, noch „volltanken“ – den Akku schont man am besten, indem man nicht unter 20% und nicht über 80-90% lädt. Das braucht man aber auch gar nicht, denn das Konzept lautet: Lade, wann immer es geht. Wenn Du eine Lademöglichkeit zu Hause hast: Perfekt! Heimkommen, Kabel anstecken, fertig. Das ist ein Aufwand von 10 Sekunden. Ein Tankstellenbesuch dauert länger. Aber auch, wenn Du zu Hause nicht laden kannst:

    Das Netz an Ladestationen wird ständig dichter. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels listet das Stromtankstellen-Verzeichnis von GoingElectric.de über 20.000 Ladestandorte mit über 57.000 Ladepunkten in Deutschland. Du kannst bspw. auf der Arbeit oder in der Nähe Deines Büros laden? Prima! Doch auch beim Shopping oder dem Wocheneinkauf in der Stadt gibt es meist Ladesäulen in der Nähe. Auch bei einem Ausflug kann man gezielt einen Ausgangspunkt mit Ladestation wählen. Ein kurzer Blick ins Stromtankstellen-Verzeichnis genügt zur Planung. So nutzt Du die Zeit beim Laden ganz effizient, denn Du wartest nicht auf den Abschluss des Ladevorgangs. Und wenn es doch mal schnell gehen muss:

    High Power Charging (HPC) setzt sich durch. Damit lädst Du aktuell mit bis zu 350 kW – und somit ist Dein Akku entsprechend schnell wieder voll. Immerhin 14% der Ladepunkte bieten laut GoingElectric.de derzeit 43 kW Leistung oder mehr. Im Zeitverlauf sieht man sehr deutlich, dass die Anzahl zügig ansteigt. Das ist gut, denn nicht nur für das schnelle Laden zwischendurch, sondern auch auf der Langstrecke ist HPC hilfreich.

    Entlang der Autobahnen findest Du viele Schnelllade-Stationen. Tesla hat es mit seinem eigenen Supercharger-Netzwerk vorgemacht. Das Fahrzeug plant im integrierten Navigationssystem Deine Route so, dass Du nie mit leerem Akku stehen bleibst. Doch auch andere Anbieter ziehen nach, sodass lange Strecken mit E-Autos kein Problem mehr sind. Spätestens nach 2-3 Stunden machen auch die meisten Verbrenner-Fahrer eine Pause an der Raststätte. Genügend Zeit, um in wenigen Minuten Dein Elektrofahrzeug wieder mit ausreichend Strom für die nächste Etappe zu versorgen.

     

    Zeit für Reichweitenmut!

    Meine Erfahrung der letzten drei Monate zeigt, dass meine Reichweitenangst völlig unnötig war. Während ich in den ersten Wochen noch jede Lademöglichkeit genutzt habe, bin ich mittlerweile ganz entspannt unterwegs und lade, wenn es passt. Man muss sich klar machen, dass die gewohnten Verhaltensweisen, die bei einem Verbrenner richtig waren, bei einem Elektroauto nicht mehr passen. Die hier oben beschriebenen „Tankregeln“ lassen Dich aber entspannt und mit vollem Akku ans Ziel kommen.

     

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