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Twike mit Typ2-Ladestecker laden?

Featured Replies

Geschrieben

Hallo,

es gibt Ladestationen mit Typ 2-Buchsen und mit Typ 2-Steckern.

Diejenigen mit Typ 2-Buchsen kann man relativ einfach mit einem Adapter nutzen: https://www.ladesystemtechnik.de/ratio-welt/adapter-typ-2-stecker-auf-schuko-kupplung-60

Typ 2 Stecker lassen sich nach meinem Wissen nicht nutzen, weil sich die Stecker aufgrund des kürzeren Pins im Pilotkontakt nicht verlängern lassen und es somit auch keine entsprechenden Adapter gibt.

Gibt es vielleicht dennoch eine Möglichkeit, das Twike mit einem Typ 2-Stecker zu laden?

Vielen Dank!

Geschrieben

Da bin ich nur froh dass im öffentl. Bereich ungleich mehr Dosen als Stecker zur Verfügung stehen u.ansonsten gibt es ja noch viel mehr Möglichkeiten zur Schukoladung im privaten Bereich für uns wo letztgenanntes für grössere E-Autos eher ein Problem ist wegen zu geringer Ladegeschwindigkeit auf Durchreise.

Aber tatsächlich habe ich mich auch schon auf Reisen mit dem Twike über alleinige Zugänge mit Ladestecker geärgert, weil das im Verzeichnis nicht richtig vermerkt war oder ich bei der Auswahl dort dies übersehen habe. Gab aber bei mir dann entweder direkt vorort andere Alternativen über Schuko oder CEE oder habe die nächstgelegene andere Typ2 Säule angesteuert............

Ob es einen Adapter wie gewünscht gibt weiss ich leider nicht, ist aber bestimmt irgendwie machbar.........

Twike-Aktive Nr.518 (Serie 99) mit 3x3 Motor u. Dreifels 45ah-Li-Akkusatz plus 2 Dreifels-Zusatzlader

Geschrieben
  • Autor

1280px-Stecker-Typ_2_Belegung.svg.pngNaja, gestern habe ich mich im Schneechaos (höherer Rollwiderstand) massiv in der Reichweite verschätzt. Da stand ich nun mit 320 V am späten Abend und konnte an der Ladesäule nicht laden. Also genau das Problem, das du geschildert hast.

Ich habe nach weiteren 5 km eine zufällige Firmeneinfahrt genommen, die sich als Straßenabsperrungsunternehmen mit einem großen Lager und vielen Steckdosen herausstellte. Da man an dem Abend gerade die A7 für eine Baustelle absperren wollte, habe ich tatsächlich auch jemanden angetroffen und durfte laden. Andernfalls hätte ich mich abschleppen lassen müssen.

Mittlerweile habe ich gelesen, dass man den CP-Kontakt z.B. mit einer Kugelschreiberfeder herstellen muss, weil der Pin im Stecker eben zu kurz ist. Wenn das schon jemand ausprobiert hat, bitte berichten.

 

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Ja leider - aber was ist schon billig in der E-Mobilität ? Das wird ja offenbar immer noch als Tummelplatz für hohe Preise angesehen - wenn ich bedenke, dass für ein Schuko auf Typ 2 Adapterkabel schon an die 200 Euro fällig sind ...

Geschrieben

Hallo zusammen,

Die Dreifels-Lösung ist in der Tat eine feine Sache, insbesondere weil sie mit dem (hoffentlich schon vorhandenen) Dreifels-Controller interagiert und den Ladeablauf sauber steuert. Man kann jetzt über den satten Preis klönen, oder aber sich fragen: Muss es denn jetzt wirklich die Ferrari-Lösung sein? Andersrum gesagt: Was spricht denn dagegen, einfach eine stabile Kunststoffbox zu nehmen, dort eine Typ2-Einbausteckdose vom AliExpress (USD 50.-) einzubauen, drei 16A Sicherungsautomaten (3* 10.- EUR) nachzuschalten, und dann für jede Phase ein Kabel mit Kupplung (nochmal ein paar wenige EUR) nach draussen zu führen? Mit einem Taster kann man den einen CP-Widerstand ein-und ausschalten, und wer's luxuriös mag (aber für den o.g. Ferrari die Kohle nicht hat), installiert sich noch ein Relais auf eine der Phasen, welches den Parkdosen-Kontakt öffnet, sobald die Ladesäule Strom liefert. Im TW713 hab ich sowas drin (siehe Foto), weil ich bisher keine Zeit hatte, meinen in diesem Forum beschriebenen Umbau (https://www.elektroauto.community/forums/topic/2899-goodbye-pc-hello-type-2/) dort auch zu machen. OK, das ignoriert die Kommunikation von der Ladesäule ans Fahrzeug, but who cares? Wenn man da allein auf weiter Flur steht, dann wird die auch die 16A spucken, und sonst wirft sie Dich prompt ab, und die 0A merkt man dann recht schnell.

 

Grüsse aus dem Winter,
Florian + TW415 + TW713

IMG_0275.jpg

Geschrieben

Also ich habe mir meine Adapter selber gebaut. Ist ja keine große Wissenschaft wenn man sich das zutraut. Hier der Link zu meiner Seite wo ich die Adapter beschrieben habe. Ich habe ein mal eins mit langem CP Stift und dann noch ein 3 in 1 Adapter womit wir an allen Säulen laden können. Das ganze kann man natürlich auch einfach ins TWIKE einbauen. Aber immer daran denken das zumindest in Deutschland die Nutzung von Adaptern an öffentlichen Säulen meist untersagt ist.
Mit der Technik die in den Adaptern verbaut sind bin ich mit dem TWIKE und der Zero jetzt schon 30tkm problemlos unterwegs.
TWIKE Weilerswist

bearbeitet von cruisen

Dirk aus dem Raum Köln/Bonn, Twike 1023 und Twike 5 Pionnier seit 2016. TWIKE-Weilerswist

 

 

  • 1 Monat später...
Geschrieben
  • Autor

Hallo, das sind interessante Selbstbaulösungen. Vielen Dank!

Einen Dreifels-Controller habe ich nicht.

Ein paar Fragen habe ich noch:

1. Wozu brauche ich die 16A-Sicherungsautomaten, wenn der maximale Strom über den 680 Ohm-Widerstand codiert wird? Einfach nur zur Sicherheit, falls irgendwo ein Fehlerstrom fließt?

2. Wenn man den CP-Stift gegen einen längeren PP-Stift tauscht, um den Typ-2-Stecker als Dose umzufunktionieren, passt der Stecker dann noch in eine Typ-2-Ladedose? Anscheinend ja schon, es wundert mich nur etwas.

3. Cruisen, du hast bei dir den RPP-Widerstand auf 220 Ohm gesetzt. Dies würde eine Ladung mit 32 A ermöglichen. Das dient wahrscheinlich dazu, zwei Fahrzeuge mit je 16 A zu laden. Ich verstehe jedoch nicht, warum ich nicht einfach einen beliebigen RPP-Widerstand nutzten kann, auch wenn ich nur ein Fahrzeug lade. Ist es nicht egal, ob der RPP-Widerstand 680, 220 oder 100 Ohm hat? Wieviel Strom gezogen wird, wird doch durch das Twike gesteuert, oder?

 

bearbeitet von Radreiter

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Radreiter:

Hallo, das sind interessante Selbstbaulösungen. Vielen Dank!

Einen Dreifels-Controller habe ich nicht.

Ein paar Fragen habe ich noch:

1. Wozu brauche ich die 16A-Sicherungsautomaten, wenn der maximale Strom über den 680 Ohm-Widerstand codiert wird? Einfach nur zur Sicherheit, falls irgendwo ein Fehlerstrom fließt?

2. Wenn man den CP-Stift gegen einen längeren PP-Stift tauscht, um den Typ-2-Stecker als Dose umzufunktionieren, passt der Stecker dann noch in eine Typ-2-Ladedose? Anscheinend ja schon, es wundert mich nur etwas.

3. Cruisen, du hast bei dir den RPP-Widerstand auf 220 Ohm gesetzt. Dies würde eine Ladung mit 32 A ermöglichen. Das dient wahrscheinlich dazu, zwei Fahrzeuge mit je 16 A zu laden. Ich verstehe jedoch nicht, warum ich nicht einfach einen beliebigen RPP-Widerstand nutzten kann, auch wenn ich nur ein Fahrzeug lade. Ist es nicht egal, ob der RPP-Widerstand 680, 220 oder 100 Ohm hat? Wieviel Strom gezogen wird, wird doch durch das Twike gesteuert, oder?

 

zu 1: Brauchen tut man keinen Sicherungsautomaten den die sind schon in den Säulen verbaut. Ich habe in meinen Adaptern auch keine verbaut. Bei Fehlerstrom hilft der auch nicht wirklich. Wenn zu viel Strom gezogen wird löst halt zuerst die Sicherung im Adapter aus und nicht die in der Säule. Ist immer blöd wenn man deswegen den Kundendienst anrufen muss. Hatten wir schon mal als wir ein halbes Dutzend Twizys an einer Säule geladen haben.

zu2: Der kürzere CP Stift dient eigentlich dazu das er beim eventuellen ziehen unter last als erster getrennt wird. So schaltet die Säule ab und es fließt kein Strom mehr wenn die einzelnen Phasen getrennt werden. So will man Lichtbögen vermeiden. Da man aber ja sowieso die Ladung per Schalter beendet bevor man den Stecker zieht ist das in der Praxis nicht erforderlich.

zu3: Ja beim 3 in 1 Adapter wollte ich 32 A haben damit zwei mal 16 A gezogen werden können. Bei meinem anderen reichen mir 16 A. Bei vielen Säulen wird das mit dem Wiederstand wahrscheinlich wirklich egal sein. Es schaltet ja nur ein Schütz den Stromfluss. Der Wiederstand dient ja eigentlich dazu das Kabel zu schützen damit dieser nicht überlastet wird. Sprich man sollte halt mit einem 1,5 mm² Kabel keinen Strom von 32 A ziehen. Es gibt aber wohl auch Säulen die dann wirklich den Stromfluss begrenzen beziehungsweise abschalten wenn zu viel Strom gezogen wird.

Dem TWIKE reichen ja normalerweise 16 A wenn man keine zwei Lader hat. Ich kann aber immer nur empfehlen das Typ2 Adapter nicht nur mit einem Schuko- oder Campingstecker sondern mit mehreren oder einem CEE rot abzuschließen. So kann man das anschließen was man brauch und oft will man halt noch was anderes anschließen wie z.B. das Handy oder im Winter eine Standheizung. 

Dirk aus dem Raum Köln/Bonn, Twike 1023 und Twike 5 Pionnier seit 2016. TWIKE-Weilerswist

 

 

Geschrieben

Ich habe mir den Dreifels Type2 Adapter installieren gelassen.

So bin ich ruhig. Ich kenne mich nicht genug aus um etwas zu basteln.

Geschrieben

Hallo zusammen, 

etwas verspätet meine Antwort auf die Frage von Radreiter, warum ich nach der Typ2 Einbaustecker noch Sicherungen (bzw. Sicherungsautomaten) eingesetzt habe: Auch wenn ich jetzt die Vorschriften nicht auswendig zitieren kann und diese manchmal etwas zu meinen Gunsten (sprich Erfüllung (m)eines übergeordneten Ziels) auslege - elementare Sicherheit steht für mich recht weit vorne. Wenn eine der grossen ABB-Ladesäulen ohne mit der Wimper zu zucken 3x63A AC in mein kleines TWIKE reinschütten kann, dann gehört da mindestens eine Schmelzsicherung rein, welche der nachfolgenden Installation (Querschnitte u.A.) Rechnung trägt und mein TWIKE und damit mich im Falle einer Fehlfunktion schützt. Einerseits möchte mich nicht auf den PP Widerstand und die korrekte und v.A. schnelle Reaktion der Säule verlassen müssen, und andererseits ist eine geschossene Säule am Sonntag Nacht irgendwo im Nirgendwo nicht nur für mich ein Ärgernis, sondern auch für den E-Fahrer nach mir. Die Leitungsschutzschalter aka Sicherungsautomaten kosten fast nix, und im Gegensatz zu den Schmelzsicherungen kann ich die Automaten auf eine DIN-Schiene klicken, Draht unterklemmen, und dann vergessen. Die paar 100g Mehrgewicht kann ich besser bei mir selber einsparen ?  

Thema FI ist nochmal was Anderes. Es ist vielleicht etwas doof ungünstig, dass im Umrichter die motorseitige Fehlerstrom-Erkennung nach den ersten Prototypen hardwaremässig überbrückt wurde. Das wird wohl seinen Grund gehabt haben. Allerdings wird so schleichender Isolationsfehler gegen das Gehäuse erst erkannt, wenn es richtig knallt (und der o.g. Leitungsschutzschalter anspricht), und dann ist i.d.R. der IGBT und Gleichrichter auch gleich hinüber. Beim Laden würde hier ein 30mA onboard-FI vielleicht einen Tick früher auslösen. Ein solcher wäre möglicherweise auch sinnvoll, wenn nach dem Typ2 Einbaustecker ein Teil der Phasen via Kupplungen frei zugänglich gemacht werden (z.B. für Laptop, zum Laden eines weiteren TWIKEs, etc). Vielleicht kann mir jemand von der Gilde der Elektro-Prüfer hier mit den geltenden best practice nachhelfen?  

Gruss aus dem Urlaub mit TWIKE, 
Florian + TW415

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