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Tiefentladene Lion Akkus

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Geschrieben

Hallo liebes Forum.

 

Ich - schon falsch - wir, sind stolze und glückliche Twiker. Seit Ende 2008 mit Twike 887 unterwegs.

Bis auf die üblichen Verschleißteile und eine defekte Gelenkwelle war bisher alles prima. Für den Weg zur Arbeit gibt es für uns nichts besseres. Bis auf die paar Tage im Jahr, bei dem das Vorderrad nicht weiß, ob es links oder rechts vom in der Mitte vereisten Landwirtschaftsweg fahren möchte. Na ja, und dann vielleicht noch die paar Tage, an dem der Ostwind auf dem Rückweg den Triceps ein bisschen zu viel trainiert. :-)

 

Dank diesem Forum und den nützlichen Infos die ich hier fand, konnte ich über Silvester eine größere Katastrophe immerhin zu einer Kleineren machen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle schon mal bei allen, die hier so fleißig geschrieben und verlinkt haben, bedanken.

 

Kurz etwas zur „Katastrophe“:

Am Silvestermogen fiel es mir wieder ein – was macht denn eigentlich die Spannung am Akku? Twiky war ja etwas leerer gefahren als sonst und stand nun bedingt durch Krankheit unserseits seit einigen Tagen in der Garage. Nach dem Anschließen des Netzsteckers gab es nur die Meldung „Batterie leer“. ...

 

Um die Geschichte abzukürzen – es ist mir gelungen, den Akku wieder zu laden.

 

Tiefentladung, in meinem Fall 240V, hat kein Akku gerne. Auch nach langer Suche konnte ich keine verlässlichen Informationen darüber finden, wie „ungern“ es die im Twike verbaute Zelle hat.

Von einmal Tiefentladen und die Zelle hat ihr Leben ausgehaucht bis zu Diagrammen aus einem Taucherforum die zeigten, dass selbst bei ständiger, böswilliger Endladung bis 2V je Zelle diese erst nach ca. 200 solcher Zyklen mit der Kapazität in den Keller ging war alles dabei.

 

Da bei der schonenden Ladung (3A) die Temperatur des Akkus nicht ungewöhnlich angestiegen ist, ergab die Testfahrt leider was ich erwartet hatte: Die Spannung brach sehr schnell ein. Von 390V bis zur „Roten Lampe“ bei 320 waren es ca. 25 km (3 Blöcke a 4AH, Fahrleistung 30.000KM und so gut wie neu). Mindestens das Doppelte wäre bei diesen Temperaturen normal gewesen.

 

Im Grunde habe ich mich schon fast damit abgefunden, dass die 3 Blöcke gänzlich „am Ende“ sind. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt...

 

Hier nun meine Frage an euch:

Habt ihr Erfahrungen mit tiefentladenen Lion-Zellen? Meine Erfahrungen beschränken sich auf das Ertüchtigen von Blei und NiCd Zellen, welches teilweise von Erfolg gekrönt war. Ich versuche einzuschätzen, ob das Ausbauen der Blöcke und notfalls das wie auch immer geartete „behandeln“ jeder einzelnen Zelle (Kapazität ermitteln – die „Guten“ ins Twiky, die „Schlechten“ ersetzen) etwas bringen könnte. Oder kann ich mir das sparen, da eh jede einzelne Zelle durch die Tiefentladung so stark und unwiederbringlich an Kapazität verloren hat, dass es keine „guten“ Zellen mehr gibt?

 

Ich sollte vielleicht noch darauf hinweisen, dass ich „vom Fach“ bin und über die nötige Ausbildung und das Wissen verfüge, um Arbeiten an elektrischen Anlagen durchzuführen. An nötigen Werkzeugen, Mess- bzw. Ladegräten und letztlich Motivation mangelt es auch nicht.

 

Geschrieben

Hallo Tom,

je weiter man sich den Grenzbereichen der Kapazität nähert desto gefährlicher wirkten sich die Zellenunterschiede aus. Nach dem leeren Abstellen ist es, besonders Freitags, wichtig wenigstens 1/3 Ladung einzubringen. Bei mehr ungenutzter Ladung steigt die Alterung etwas. (nicht nachladen wenn unter o°C)

Als Du die "schonende Ladung" gemacht hast sind die besten Zellen überladen worden.

Dir bleibt nur das Twike zum Angleichen zum Händler zu bringen oder Jede Zelle an 4stück "REICHELT DELOCK 65317 :: Sub-D 25 Pin Buchse > Terminalblock 27 Pin" herauszuführen (Spannungsabstandsentfernung =400V beachten) und mit dem Voltmeter beim Laden zu überwachen und in die entsprechenden Buchsen Überbrückungswiederstände zu stecken, oder die schwachen Zellen gezielt von Außen zu laden.

Es gibt auch Gerüchte von Hochfrequenz und Mikrowellen die Zellen wiederbeleben sollen, aber da gibt es noch viel zu forschen.

Gruß

Nowar

Geschrieben

Hallo Tom,

 

Schade dass es zur Tiefentladung gekommen ist. Davon habe ich in schlechten Träumen auch schon geträumt...

Ich habe das TW890 und bin ebenfalls glücklich damit :) Also sozusagen der jüngere Bruder.

 

Du sagtest du hättest 240V beim Aufstarten drin gehabt. Mit wieviel Spannung hast du es geparkt?

Kann es sein dass bei Stillstand die Spannungsabnahme grösser ist wenn der Akku eine tiefe Spannung hat?

 

Technisch kann ich dir leider nicht weiterhelfen aber ich hoffe die Zellen kommen wieder besser auf Touren.

 

Beste Grüsse

Stefan

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Geschrieben
  • Autor

Hallo Nowar und Stefan,

 

vielen Dank für eure Anteilnahme und Vorschläge.

 

@Stefan

Ja, Du hast recht. Die Spannungsabnahme ist größer, wenn der Akku eine tiefere Spannung hat, da ja die Leistung, die vom restlichen System verbraucht wird, die Gleiche bleibt und somit der entnommene Strom höher wird.

Normalerweise parken wir immer nach der Arbeit mit 350V und laden dann morgens direkt vor dem Weg zur Arbeit auf 390V. An dem Tag hatten wir aber noch zusätzlich eine weitere Fahrt und ich vermute mal, dass es nicht viel mehr als 320V waren. Wäre auch nicht weiter schlimm gewesen, denn am nächsten Tag wären wir ja eigentlich wieder zur Arbeit gefahren; sind es dann aber wegen einer Grippe nicht.

 

@Nowar

Vielen Dank für Deine Antwort. Deine Erklärung, dass sich die Zellenunterschiede im Grenzbereich der Kapazität gefährlicher auswirken, hat mir doch etwas Mut gemacht. Denn nun kann ich die Aussagen, dass ein Lion-Akku schon nach der ersten Tiefentladung nicht mehr zu gebrauchen ist, etwas anders bewerten. Nämlich in dem Sinne, dass ab der Tiefentladung die schwächeren Zellen immer zu tief entladen und die guten Zellen immer überladen werden, wobei die Gesamtkapazität ständig abnimmt und letztlich der „Akkupack“ unbrauchbar wird. Der Schaden an der einzelnen Zelle sich aber vielleicht noch in Grenzen hält, wenn man o.g. nicht macht, sondern vor der weiteren Verwendung jede Zelle im Pack so behandelt wie es ein Balancer tun würde.

 

Die Idee mit dem Ausführen der einzelnen Zelle auf eine SUB-D 25 ist prima. Wobei ich mir nicht klar bin, warum Du auf 4 Stück kommt. Denn ich glaube, die Konfiguration des Akkus ist doch 7 „Kisten“ zu max. 58V. Je „Kiste“ 14 Zellen in Reihe und diese 14er Zellenpacks zu viert parallel. Dann habe ich es doch nur mit 56 Zellen und 58V zu tun, oder liege ich bei dieser Information total falsch? Na ja, ich werde ja sehen, wie die „Kisten“ verschaltet sind.

Und jetzt wo ich so über meinen Schreibtisch schaue, fällt mir gerade ein „Bread board“ ins Auge, welches für das temporäre anklemmen von Widerständen und das Messen vielleicht sogar besser geeignet wäre als die Klemmverschraubungen auf SUB-D. Außerdem liegt hier noch ein unbenutztes „Arduino Mega Board“ rum, welches über genug Analogeingänge verfügt, um 14 Spannungen gleichzeitig messen zu können.

 

Die Frage, die sich mir jetzt noch stellt, ist: Sollte ich tatsächlich alle drei Blöcke zu meiner Zufriedenheit „behandelt“ bekommen; wie hoch darf die Spannungsdifferenz maximal sein, wenn ich diese wieder zusammenschalte? Bei einem Innenwiderstand von 30mOhm je Zelle und der angenommen Verschaltung sollte ein 4AH Block ca. 750mOhm haben. Somit je 1V Differenz 750mA Ausgleichsstrom. Ich denke mal, dass eine Spannungsdifferenz von ein paar Volt nur zu machen ist, wenn ich anschließend den gesamten Block nochmals passend lade oder entlade.

 

Nochmals vielen Dank für eure Antworten und Inspirationen. Dann werde ich mich morgen mal an die Arbeit machen und schon mal die „Kisten“ ausbauen.

 

Ich schreibe euch dann auf jeden Fall, wie es so aussieht / weitergeht...

 

Mit lieben Grüßen

Thomas

Geschrieben

Hallo Thomas,

 

eine Zelle aus der Tiefentladung herausholen geht laut

http://www2.electronicproducts.com/Achieving_cell_balancing_for_lithium_ion_batteries-article-fapo_Aeroflex_dec2008-html.aspx

manchmal. Overcharging ist sogar gefährlicher.

 

Im TWIKE mit Li-Manganzellen braucht es nur 14x7=98 Zellen, wobei paralel geschaltete Zellen wie eine betrachtet werden. Deshalb 4 Stecker. Die 7er Teilung ist nur für die alten Steuerplatinen wichtig, nicht für das Balancieren.

Zum Testen, Wiederbeleben und Ausgleichen brauchst Du die Zellen nicht zerlegen.

Nur nüchtern, ausgeschlafen und besonnen zu Werk gehen, ein Fehlgriff und anstatt 4V haste 400V im Herzen.

Hier noch mal eine Grafik.

Gruß

Nowar

 

Geschrieben

Hallo Thomas,

 

Danke für die Info. Deine Erklärung betreffend Spannungsabfall im unteren Bereich macht Sinn. Da muss man tatsächlich gut aufpassen das Fahrzeug nicht zu lange so stehen zu lassen. Ich lade jeweils wenn ich unter 340V komme, gleich wieder auf 350-360V nach. Den Rest lade ich dann vor Fahrantritt noch nach.

 

Wünsche dir gutes Gelingen bei deinem Vorhaben.

Stefan

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  • 5 Monate später...
Geschrieben

Hallo,

ich habe mit Schaudern diesen Thread gelesen und frage mich nun: Gibt es denn Keine Ladelogik beim TWIKE, die es ermöglicht eine "Erhaltungsladung" zu machen, wie ich es z.B. bei meiner MOtorradbatterie tue, wenn der Winter kommt?

Noch habe ich kein Twike, aber wnen ich mit den Sachschaden vorstelle, der ja scheinbar Ruck Zuck entstehen kann, komm eich doch wieder gewaltig in s grübeln.

Verstehe ich das richtig?

Wenn ich das TWIKE einfach an den Strom hänge, gibt es keinen Überladeschutz und der Akku überläd, wenn ich nicht dabei stehen bleibe, und wenn ich es zu lange stehen lasse und nicht lade, gibt es eine Tiefenentladung. Und beides killt die Akkus?

 

Gruß,

Toby

Geschrieben

Hallo Toby

du hast da etwas falsch verstanden, du brauchst beim Laden natürlich nicht dabei stehen, selbstverständlich

stoppt der Ladevorgang wenn die Akkus voll sind und es erfolgt die umschaltung auf Erhaltungsladung.

Das mit dem Überladen einzelner Zellen passiert nur bei Spannunsdifferenzen nach Tiefentladung und das kommt

normalerweise ja nicht vor wenn man darauf achtet. Wie oben schon beschrieben einfach ein wenig anstöppseln

wenn man mit wenig Spannung zu hause ankommt. Wenn es eine Weile steht einfach gelegentlich ein wenig laden,

der Spannungsverlust bei Stillstand ist ca 1 bis 2 V am Tag, je nach Akku und Wechselrichter. Wenn du mehrere

Wochen im Urlaub bist kannst du ja Jemanden fragen ob er etwas darauf achtet oder einfach den Wechselrichter

abstecken, der braucht den meisten Standstrom und wenn du auch noch die Kabel der Akkuplatinen abziehst hast

du fast keinen Spannungsverlust mehr (macht man aber nur wenn man das TWIKE stilllegt)

Grüsse Johannes

Geschrieben

Wenn es die Erhaltungsladung gibt,

könnte man das TWIKE aber auch einfach den Urlaub über am Netzlassen, oder nicht?

Wozu dann den Nachbarn bemühen und einen Akkuschaden durch tiefentladung riskieren?

Gruß,

Toby

Geschrieben

Hallo,

 

bei den neuen Twikes gibt es inzwischen standardmäßig die Möglichkeit die Akkus mit einem Schlüsselschalter komplett von der Elektronik zu trennen. Damit sind dann auch längere Stillstandszeiten kein Problem mehr.

Das lässt sich sicher auch nachrüsten...

 

Viele Grüße, Mike der gerade neuer Besitzer von TW982 geworden ist :D

Geschrieben

Hallo,

 

bei den neuen Twikes gibt es inzwischen standardmäßig die Möglichkeit die Akkus mit einem Schlüsselschalter komplett von der Elektronik zu trennen. Damit sind dann auch längere Stillstandszeiten kein Problem mehr.

Das lässt sich sicher auch nachrüsten...

 

Viele Grüße, Mike der gerade neuer Besitzer von TW982 geworden ist :D

Den selben Effekt erzielt man, wenn man die Akkustecker vom AK-Print abzieht. So selten wie das erforderlich ist würde ich nicht extra dafür einen Schalter nachrüsten. Allerdings könnte man auch einiges an Energie sparen, wenn man die Akkus immer nach Fahrtende abklemmt und erst zum Laden wieder anklemmt. Dabei muss man aber berücksichtigen, dass der Ah-Zähler beim Abklemmen auf null gesetzt wird...

Geschrieben

Ich glaube,

der Schlüsselschalter könnte im Bezug auf Energieersparnis und "Betriebs bzw. Pausensicherheit" des TWIKE durchaus sinnvoll sein. Imerhin ist doch DAS Schlagende Argument für das TWIKE der geringe Energiekostenpunkt. Wenn nun der Bordcomputer und diverse andere Teile des Fahrzeugs trotz abschalten und abstellen noch Energie verschleudern, ist das doch im Grunde entgegen der "Energiesparvision", für die das TWIKE steht.

Wieviel KW/h verschlingt das TWIKE denn im abgestellten zustand binnen 24h?

Mit welchem Aufwand ist ein solcher Schalter denn ins TWIKE integrierbar, und besteht nicht die Möglichkeit, evtl. über eine Pufferbatterie oder einen Pufferkondensator das "Gedächtnis" des Bordcomputers zu erhalten?

 

Grüße,

der Toby

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Da ich ja mittlerweile unter die Twikepiloten gegangen bin,

wollte ich kurz abschlissend was zum Abschalter sagen:

Bei meinem Twike habe ich den Schlüsselschalter nachrüsten lassen.

Kostenpunkt: etwas unter 200 Euro inklusive Einbau.

Es ist zwar beruhigend, den Schalter zu haben, aber eine "Alltagslösung"

zum Abschalten am Abend ist er nicht:

1. Ab- und Einschalten sind nicht einfach so gemacht, sondern haben fast schon was rituelles, denn hier bigt es ein Wechselspiels zwischen Meldungen des Bordcomputers, ein und Ausschalten des Notaus und den passenden Zeitpunkten, das genau einzuhalten ist. Sowohl beim Ab- als auch beim Einschalten. Also nicht abende eben den Schalter umlegen und morgens wieder los.

2. Um das Twike nach dem Abschalten wieder in Betrieb zu bekommen, benötigt man externen Ladestrom, also sollte man isch tunlichst davor hüten, den Schalter z.B. bei einem Zwischenstop zu benutzen..

 

Alles in allem habe ich den Schalter zwar, und bin auch ganz froh darum, aber genutzt habe ich Ihn bisher noch nicht.

 

Gruß an alle, der Toby

Geschrieben

Hallo,

 

ich habe die Abschaltung beim letzten Service (vor 2 Wochen) ebenfalls nachrüsten lassen und kann toby nur zustimmen. Die Abschaltung ist eher was für den Urlaub (ohne Twike) oder wenn jemand im Winter das Twike über einen längeren Zeitraum (>1Woche) stehen läßt.

Ein sicherer Schutz gegen Tiefentladung stellt die Abschaltung nicht dar. Der Schalter ist eine schöne Beruhigung wenn man das Twike für länger abstellt, einfach nach Hause kommen, Twike hinstellen und vergessen geht aber auch damit nicht.

 

Viele Grüße, Mike

Geschrieben

Ich bin da im Moment etwas irritiert. Was genau macht denn dieser Schalter?

 

Als ich kürzlich nach dem "Verdampfen" meines alten AK-Prints und mehr als einer Woche Standzeit den neuen Print eingebaut und alles wieder angeklemmt habe, hat sich das Twike ganz normal aktivieren lassen. Auch der Motor lief, und das ganz ohne externe Energiequelle. Und selbst wenn die Akkuprints abgeklemmt wären müsste sich das Programm auch ohne externen Anschluss wieder neu laden und das Twike einschalten lassen (ausreichende Akkuspannung vorausgesetzt). Der Programmdownload und die Ah-Zähler-Rückstellung auf "voll" lässt sich übrigens auch manuell starten. Ich weiß nur nicht mehr auswendig, welches Serviceprogramm (im Menue ganz oben, 3 oder 4) wofür zuständig ist. Ich hatte aber auch schon die Situation, das ich den DC/DC-Wandler beim unter einer Brücke abgestellten Twike ausgetauscht habe und sich dieses trotz eigentlich ausreichender Akkuspannung nicht ohne externe Stromquelle aktivieren ließ. Ich kann aber nicht mehr rekonstruieren, woran das damals genau gelegen hat...

 

Wie viel ein Twike im abgeschalteten Zustand je nach "Deaktivierungsgrad" an Energie verbraucht lässt sich schlecht sagen. Das hängt auch stark vom Zustand der Akkus ab. Ich hatte mal NiCds mit so hoher chemischer Selbstentladung das ich Freitags mit 20km angezeigter Restreichweite und 350 Volt ankam und das Twike Sonntag Abends zur Tankstelle schieben musste weil die Spannung bereits beim Anschauen des Beschleunigungstasters unter 280 Volt einbrach. Interessanter finde ich ohnehin eher die Leistung die man mindestens zum Laden benötigt. Es gibt ja einige, die sich zwischen DC/DC-Wandler und Sicherungskasten noch einen kleinen 12V-Akku setzen um die etwas schwache Leistung des Wandlers und die damit verbundenen Spannungseinbrüche beim Einschalten vieler 12V-Verbraucher zu kompensieren. Man sieht ja sogar die Scheinwerfer flackern wenn der Blinker an und aus geht. An den Akku könnte man einen kleinen Sinus-Wechselrichter klemmen, hätte so auch während der Fahrt oder "im Feld" 230V und könnte ggf. auch mal das Ladegerät daran anklemmen. Einen größeren 12V-Akku könnte man so auch als Reservekanister nutzen, allerdings wohl nicht sehr effektiv...

Geschrieben

Ich bin da im Moment etwas irritiert. Was genau macht denn dieser Schalter?

 

Hallo SternFuchs,

 

bei der Totalabschaltung handelt es sich um ein Stromstoßrelais, welches direkt die Minusleitung der Akkus unterbricht.

Dieses Stromstoßrelais wird über einen "Schlüsseltaster" betätigt. Um zu verhindern, das dies bei zu großem Strom erfolgen kann funktioniert die Betätigung nur bei gedrücktem Notaus. Nach erfolgter Abschaltung ist das gesamte System logischerweise stromlos. Um das Relais nun wieder einschalten zu können, benötigt man folglicher Weise Strom von außen.

 

Viele Grüße, Mike

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

da ich wegen Heimatflügen von Marokko nach Dtl. ebenfalls mein TWIKE mit der Batterieabschaltung nachrüsten habe lassen, anbei folgende Zeilen die ich gefunden habe:

 

"Die Batterieabschaltung dient dem Schutz vor Tiefentladung der Batterie bei längeren Standzeiten, z.B. wenn das TWIKE im Winter nicht benutzt oder während einer längeren Abwesenheit von mehr als 5 Tagen nicht geladen wird. Nähere Informationen zur Batterie entnehmen Sie bitte Ihrer TWIKE Bedienungsanleitung in Kapitel 5."

 

Liebe Grüße aus Marokko

 

TWIKE ZORA

[url=]https://www.facebook.com/twike.maroc

 

 

 

Geschrieben

Ich bin da im Moment etwas irritiert. Was genau macht denn dieser Schalter?

 

Hallo SternFuchs,

 

bei der Totalabschaltung handelt es sich um ein Stromstoßrelais, welches direkt die Minusleitung der Akkus unterbricht.

Dieses Stromstoßrelais wird über einen "Schlüsseltaster" betätigt. Um zu verhindern, das dies bei zu großem Strom erfolgen kann funktioniert die Betätigung nur bei gedrücktem Notaus. Nach erfolgter Abschaltung ist das gesamte System logischerweise stromlos. Um das Relais nun wieder einschalten zu können, benötigt man folglicher Weise Strom von außen.

 

Viele Grüße, Mike

 

Klingt reichlich kompliziert. Wenn das Relais defekt ist (z.B. durch die ganzen Erschütterungen nach 121000km) fliegt's bestimmt auch gern mal während der Fahrt raus. Ich hab' aktuell auch wieder ein nettes Problem mit Wackelkontakt im Drehmomentsensor oder Tachosensor. Das Twike verweigert dann nach 'nem Schlagloch gern mal das Beschleunigen oder schmeißt gar Beschleunigung und Rekuperation durcheinander. Wenn das Relais nicht auch die Akkuprints abschaltet sehe ich keinen wirklichen Vorteil zum einfachen Abziehen der Akkustecker vom AK-Print. Eher ein Nachteil, insbesondere im Hinblick auf die Kosten und die zur Reaktivierung nötige externe Stromquelle. Da wäre ein Solarpanel zur Erhaltungsladung ja fast die bessere Alternative...

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