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Tiefentladene Lion Akkus
Hallo Nowar und Stefan, vielen Dank für eure Anteilnahme und Vorschläge. @Stefan Ja, Du hast recht. Die Spannungsabnahme ist größer, wenn der Akku eine tiefere Spannung hat, da ja die Leistung, die vom restlichen System verbraucht wird, die Gleiche bleibt und somit der entnommene Strom höher wird. Normalerweise parken wir immer nach der Arbeit mit 350V und laden dann morgens direkt vor dem Weg zur Arbeit auf 390V. An dem Tag hatten wir aber noch zusätzlich eine weitere Fahrt und ich vermute mal, dass es nicht viel mehr als 320V waren. Wäre auch nicht weiter schlimm gewesen, denn am nächsten Tag wären wir ja eigentlich wieder zur Arbeit gefahren; sind es dann aber wegen einer Grippe nicht. @Nowar Vielen Dank für Deine Antwort. Deine Erklärung, dass sich die Zellenunterschiede im Grenzbereich der Kapazität gefährlicher auswirken, hat mir doch etwas Mut gemacht. Denn nun kann ich die Aussagen, dass ein Lion-Akku schon nach der ersten Tiefentladung nicht mehr zu gebrauchen ist, etwas anders bewerten. Nämlich in dem Sinne, dass ab der Tiefentladung die schwächeren Zellen immer zu tief entladen und die guten Zellen immer überladen werden, wobei die Gesamtkapazität ständig abnimmt und letztlich der „Akkupack“ unbrauchbar wird. Der Schaden an der einzelnen Zelle sich aber vielleicht noch in Grenzen hält, wenn man o.g. nicht macht, sondern vor der weiteren Verwendung jede Zelle im Pack so behandelt wie es ein Balancer tun würde. Die Idee mit dem Ausführen der einzelnen Zelle auf eine SUB-D 25 ist prima. Wobei ich mir nicht klar bin, warum Du auf 4 Stück kommt. Denn ich glaube, die Konfiguration des Akkus ist doch 7 „Kisten“ zu max. 58V. Je „Kiste“ 14 Zellen in Reihe und diese 14er Zellenpacks zu viert parallel. Dann habe ich es doch nur mit 56 Zellen und 58V zu tun, oder liege ich bei dieser Information total falsch? Na ja, ich werde ja sehen, wie die „Kisten“ verschaltet sind. Und jetzt wo ich so über meinen Schreibtisch schaue, fällt mir gerade ein „Bread board“ ins Auge, welches für das temporäre anklemmen von Widerständen und das Messen vielleicht sogar besser geeignet wäre als die Klemmverschraubungen auf SUB-D. Außerdem liegt hier noch ein unbenutztes „Arduino Mega Board“ rum, welches über genug Analogeingänge verfügt, um 14 Spannungen gleichzeitig messen zu können. Die Frage, die sich mir jetzt noch stellt, ist: Sollte ich tatsächlich alle drei Blöcke zu meiner Zufriedenheit „behandelt“ bekommen; wie hoch darf die Spannungsdifferenz maximal sein, wenn ich diese wieder zusammenschalte? Bei einem Innenwiderstand von 30mOhm je Zelle und der angenommen Verschaltung sollte ein 4AH Block ca. 750mOhm haben. Somit je 1V Differenz 750mA Ausgleichsstrom. Ich denke mal, dass eine Spannungsdifferenz von ein paar Volt nur zu machen ist, wenn ich anschließend den gesamten Block nochmals passend lade oder entlade. Nochmals vielen Dank für eure Antworten und Inspirationen. Dann werde ich mich morgen mal an die Arbeit machen und schon mal die „Kisten“ ausbauen. Ich schreibe euch dann auf jeden Fall, wie es so aussieht / weitergeht... Mit lieben Grüßen Thomas
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Tiefentladene Lion Akkus
Hallo liebes Forum. Ich - schon falsch - wir, sind stolze und glückliche Twiker. Seit Ende 2008 mit Twike 887 unterwegs. Bis auf die üblichen Verschleißteile und eine defekte Gelenkwelle war bisher alles prima. Für den Weg zur Arbeit gibt es für uns nichts besseres. Bis auf die paar Tage im Jahr, bei dem das Vorderrad nicht weiß, ob es links oder rechts vom in der Mitte vereisten Landwirtschaftsweg fahren möchte. Na ja, und dann vielleicht noch die paar Tage, an dem der Ostwind auf dem Rückweg den Triceps ein bisschen zu viel trainiert. :-) Dank diesem Forum und den nützlichen Infos die ich hier fand, konnte ich über Silvester eine größere Katastrophe immerhin zu einer Kleineren machen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle schon mal bei allen, die hier so fleißig geschrieben und verlinkt haben, bedanken. Kurz etwas zur „Katastrophe“: Am Silvestermogen fiel es mir wieder ein – was macht denn eigentlich die Spannung am Akku? Twiky war ja etwas leerer gefahren als sonst und stand nun bedingt durch Krankheit unserseits seit einigen Tagen in der Garage. Nach dem Anschließen des Netzsteckers gab es nur die Meldung „Batterie leer“. ... Um die Geschichte abzukürzen – es ist mir gelungen, den Akku wieder zu laden. Tiefentladung, in meinem Fall 240V, hat kein Akku gerne. Auch nach langer Suche konnte ich keine verlässlichen Informationen darüber finden, wie „ungern“ es die im Twike verbaute Zelle hat. Von einmal Tiefentladen und die Zelle hat ihr Leben ausgehaucht bis zu Diagrammen aus einem Taucherforum die zeigten, dass selbst bei ständiger, böswilliger Endladung bis 2V je Zelle diese erst nach ca. 200 solcher Zyklen mit der Kapazität in den Keller ging war alles dabei. Da bei der schonenden Ladung (3A) die Temperatur des Akkus nicht ungewöhnlich angestiegen ist, ergab die Testfahrt leider was ich erwartet hatte: Die Spannung brach sehr schnell ein. Von 390V bis zur „Roten Lampe“ bei 320 waren es ca. 25 km (3 Blöcke a 4AH, Fahrleistung 30.000KM und so gut wie neu). Mindestens das Doppelte wäre bei diesen Temperaturen normal gewesen. Im Grunde habe ich mich schon fast damit abgefunden, dass die 3 Blöcke gänzlich „am Ende“ sind. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt... Hier nun meine Frage an euch: Habt ihr Erfahrungen mit tiefentladenen Lion-Zellen? Meine Erfahrungen beschränken sich auf das Ertüchtigen von Blei und NiCd Zellen, welches teilweise von Erfolg gekrönt war. Ich versuche einzuschätzen, ob das Ausbauen der Blöcke und notfalls das wie auch immer geartete „behandeln“ jeder einzelnen Zelle (Kapazität ermitteln – die „Guten“ ins Twiky, die „Schlechten“ ersetzen) etwas bringen könnte. Oder kann ich mir das sparen, da eh jede einzelne Zelle durch die Tiefentladung so stark und unwiederbringlich an Kapazität verloren hat, dass es keine „guten“ Zellen mehr gibt? Ich sollte vielleicht noch darauf hinweisen, dass ich „vom Fach“ bin und über die nötige Ausbildung und das Wissen verfüge, um Arbeiten an elektrischen Anlagen durchzuführen. An nötigen Werkzeugen, Mess- bzw. Ladegräten und letztlich Motivation mangelt es auch nicht.
TomTwiky
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