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Stefan

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Blog Einträge erstellt von Stefan

  1. Die besten Ladenetze der Schweiz

    Hinweis: Dieser Testbericht ist im Juni 2017 auf evzone.ch erschienen. 
    Autor: Stefan Kaufmann / Admin elektroauto.community

    Es ist Sommer und die Ferien stehen vor der Tür. Gut möglich dass man dann mit dem Elektroauto auch mal eine längere Strecke zurücklegen möchte. Oder aber der Alltag hält immer wieder mal Strecken bereit die über die Reichweite des eigenen E-Autos hinausgehen. Welche Lademöglichkeiten bieten sich in diesem Fall dem Elektroautofahrer? Soviel vorweg: In der Schweiz gibt es bereits eine stattliche Anzahl an Ladestationen. Allerdings werden diese durch verschiedene Ladenetze bereitgestellt die jeweils eigene Zugangssysteme anbieten. Etliche Stationen können über Roaming jedoch auch anderen Netzen zur Verfügung gestellt werden. Hier die Übersicht zu behalten ist nicht immer ganz einfach. Wir haben die wichtigsten Ladenetze etwas genauer angeschaut und einem Praxis-Test unterzogen. Ein Ausschnitt des Vergleichs ist nachfolgend eingefügt. Die komplette Version inklusive Bewertung steht hier zum Download bereit.  Test-Ladeinfrastruktur-Schweiz-2017-ev-community.pdf

     
    Test Ladeinfrastruktur Schweiz 2017
    Verwendetes Testfahrzeug: Renault ZOE, Jg. 2015
    OS Smartphone: Android 4.4.4, Windows Phone 8.1
    Alle Angaben sind ohne Gewähr. Es bestehen keine Abhängigkeiten zwischen dem Marktplatz von evzone.ch und den Anbietern.
    Begrifflichkeiten
    Ladepunkt – Eine Stromanschluss um ein Fahrzeug mit Strom zu versorgen
    Ladestation – eine Ladesäule mit einem oder mehreren Ladepunkten resp. Anschlüssen
    Ladenetz – Ein Verbund bestehend aus Ladestations-Betreibern
    Ladestations-Betreiber – Eine Firma/Privatperson die einem Ladenetz die Station zur Verfügung (mit/ohne Entgelt) zur Verfügung stellt
     
    Swisscharge
    swisscharge ist Teil des VIRTA Netzwerks, welche Ihren Hauptsitz in Helsinki, Finnland haben. Auf dem Desktop kommt die Ladekarte von swisscharge.ch in englischer Sprache daher, und die Preise sind in Euro angegeben, wohl auch aufgrund der Anbindung an das Virta Netzwerk. Auf der App wie auch auf der Ladekarte der Webseite ist eine Suche nach Ortschaft nicht möglich was für die Planung wünschenswert wäre. Die Android App stürzte auf meinem Gerät immer wieder ab nach kurzer Zeit. Zu Testzwecken installierte ich dann die App auf einem Gerät eines Kollegen, dort lief die App dann stabil. Die Windows Phone App läuft stabil, macht jedoch den Anschein dass diese nicht mehr weiterentwickelt wird (z.B. keine Anzeige der Ladeleistung). Beim Anklicken auf das Ladestationen-Symbol werden die Ladestationen-Daten wie Preis, Ladeleistung, Reservierungsmöglichkeit eingeblendet. Bei der Online Anmeldung wird der Kreditkarte der Prepaid Betrag von CHF 30 belastet. Die Ladekarte wurde mir dann innert wenigen Tagen zugestellt.
     
    An swisscharge Ladestationen liess sich sehr problemlos laden. Auto mit Ladestation via Ladekabel verbinden, mit der RFID Karte wird die Station dann freigeschaltet. Der Ladevorgang kann auch per App gestartet oder beendet werden. Die Nutzung der App ist jedoch nicht Bedingung. Mit Hilfe der App kann ein Ladepunkt 30 Minuten im Voraus reserviert werden, vorausgesetzt man ist eingeloggt. Die meisten Ladestationen waren bezüglich Nutzung vorbildlich gekennzeichnet. Ein Plus ist die Möglichkeit an Swisscharge Stationen auch per Kreditkarte und ohne Kundenkonto laden zu können. Die Bezugsdetails können im Kundenkonto jederzeit online eingesehen werden. Es ist möglich detaillierte Abrechnung auch als PDF  ausgeben zu lassen. Das Prepaid Konto kann mit wenigen Klicks wieder aufgeladen werden. Der Betrag wird der hinterlegten Kreditkarte abgebucht.
     
    ✅ Positiv
    - swisscharge Ladestationen sind in gutem Zustand, klare Kennzeichnung vor Ort
    - Möglichkeit der Kreditkartenzahlung
    - Kundenkonto/Abrechnungsfunktionen einfach zu bedienen
    - Apps für Android, Windows Phone und iOS
    - Ladekarte auf Webseite auch auf Mobilgeräten nutzbar

    ❗Verbesserungspotential
    Genauere Beschreibung des Ladestandortes. Die PLZ und Ortsangabe fehlt erstaunlich oft, auch bei swisscharge-Ladestationen. Dies kann erschwerend sein die Ladestation zu lokalisieren, speziell wenn unklar ist auf welchem Gemeindegebiet diese steht. Ladestation von Roaming-Partnern sind zudem teilweise ohne genaue Angabe der Hausnummer aufgeführt was am Zielort zu längerem Suchen führen kann. Z.T etwas kryptische Angaben in der Detailansicht zur Ladestation unter „Location“: Beispiel: DEU: |||
     
    evpass
    Die Ladekarte weist 374 Ladestationen auf. Auf der Webseite werden „447 Ladestellen“ genannt. So oder so, evpass.ch ist damit eines der grössten Ladenetze der Schweiz. Da ich einen SwissPass besitze habe ich mich durch Verwendung der SwissPass Daten bei evpass angemeldet und dabei die Nichtmitglied-Option gewählt. Die Ladekarte auf der Webseite ist soweit gefällig, braucht aber einige Sekunden um geladen zu werden. Gut dass man nach Steckdosen-Typ, Leistung und Zugang filtern kann. Angaben zur Lademöglichkeit inklusive genauer Adresse, Tarif, Steckerzahl und Typ, sind vorhanden. Die flüssig zu bedienende App kommt gut aufgeräumt und übersichtlich daher und bietet alle wichtigen Funktionen, wie die Filterung nach Ladeleistung und Steckertypen. Einziges Manko: die etwas kleine Schrift. Obwohl das evpass Netzwerk von anderen Anbietern als Roaming Partner aufgeführt wird (z.B. swisscharge) und diese Ladestationen anzeigt, so erscheinen auf der evpass App keine Ladestationen von Roaming Partnern. Auch auf der Webseite von evpass werden keine Roaming Partner erwähnt oder deren Ladestationen auf der evpass-Ladekarte aufgeführt. Wie ich feststellte wäre die App für das Anzeigen von Stationen ausserhalb des evpass Netzes vorbereitet.
     
    Die Ladung an evpass-Stationen machte Freude denn die Stationen bringen das Typ2 Kabel gleich mit. Zudem ist dieses flexibel genug (Spiralkabel). Der Der Ladevorgang inkl. geladener Energie kann auf der App verfolgt werden. Praktisch natürlich auch die Möglichkeit dass der SwissPass (SBB) als RFID Karte benutzt werden kann. Das reduziert etwas die Kartenmenge im Portmonnaie.
    ✅ Positiv
    - Ladestationen inkl. Ladekabel
    - Recht gute Abdeckung in der Schweiz
    - Ladenetz Ausbau schreitet zügig voran
    - Flexibles Abo-System
    - App mit guten Filterfunktionen und Online Kundenkonto für die Abrechnung
     
    Verbesserungspotential
    Es wäre wünschenswert wenn Roaming Partner (sofern solche Abkommen bestehen) in der Ladekarte und der App angezeigt würden. Der Support Bereich (FAQs) ist etwas kurz gehalten, die wichtigsten Information sind jedoch vorhanden. Im Moment noch relativ wenig leistungsstarke Ladestationen.
     
    MOVE & easy4you
    Das Netz von MOVE/easy4you ist ein Verbund von verschiedenen EVUs und Gemeinden und ist aktuell eines der grössten der Schweiz, dies vor allem weil letztes Jahr die Ladenetze von Groupe E (MOVE) und easy4you (Alpiq) zusammengelegt wurden. Die beiden Netze will man angeblich in Zukunft unter dem Namen MOVE weiterführen. Aus diesem Grund haben wir auch bewusst auf einen Test des easy4you Netzwerks von Alpiq verzichtet. Nachfolgend trotzdem einige Angaben zum easy4you Netzwerk.
     
    easy4you
    Eine easy4you Mitgliedschaft ist weiterhin für CHF 49.- erhältlich. Als Mitglied erhalten Nutzer der easy4you App Übersichten über Ladevorgänge und Abrechnungen, ein Stationsfinder ist ebenfalls enthalten. Die E-Mobilitätsdienstleister des easy4you Netzwerks haben unterschiedliche Preise für die Ladevorgänge. In der Regel sind dies Gebühren/Ladevorgang (ca. CHF 1.- für AC) resp. CHF 2.- für DC Ladungen) und ein Preis pro geladene kWh (ca. CHF 0.35). Sie sind auf der App einsehbar oder auf der Webseite des jeweiligen Dienstleisters. Preise für Ladungen innerhalb des MOVE Netzes werden auf den jeweiligen Webseiten der Dienstleister nicht angegeben.
     
    MOVE
    Auf goingelectric.de und dem lemnet.org zählt das MOVE Netz 155 Ladestationen. Wer eine Zugangskarte möchte, muss diese bei einem Kartenaussteller (Groupe E, BKW, iwb, usw…) bestellen. Der Vertrieb Karten ist also dezentral organisiert. Aufgrund der Jahresgebühr von CHF 79 haben wir auf die Bestellung einer RFID Karte verzichtet. Somit können wir zur Bestellabwicklung und Abrechnung nur beschränkt eine Aussage treffen. Den Praxistest (Bedienung und Nutzung der Ladesäulen haben wir mit den RFID Karten von swisscharge und PlugnRoll durchgeführt oder den SMS Service genutzt.
    Die Webseite von MOVE gibt einen guten Überblick über die Dienstleistungen und enthält auch eine Ladekarte mit allen verfügbaren Ladestationen. Die easy4you Stationen sind ebenfalls aufgelistet, es kommt jedoch ein spezieller Ladetarif zur Anwendung. Auf der Karte habe ich zwei Dinge vermisst: Informationen betreffend der Abrechnung habe ich vergebens gesucht. Erst später habe ich entsprechende Angaben in den AGBs von BKW (Kartenaussteller) gefunden. Ebenso fehlen auf der Ladekarte Angaben zur Ladeleistung der einzelnen Ladepunkte. Neben der RFID Karte kann auch die App für die Freischaltung der Ladesäule benutzt werden. Auf meinem Smartphone mit Android 4.x lief die aktuelle App e-Charge von Innogy SE jedoch nicht, da minimal eine Android Version 5.x oder höher verlangt wird. Also habe ich die bis vor kurzem noch gültige App e-kWh von Innogy auf mein Android Gerät geladen. Gemäss meiner Recherche ist die Funktionalität in etwa identisch mit der neuen App. Die App zeigt jeweils nur die Ladestationen im ausgewählten Kartengebiet an. Um die Leistungsdaten der Station abzurufen braucht es zudem zwei Klicks. Ein Filter besteht nur für die Optionen „Verfügbar/AC/DC“ und für Zahlungsmethoden „ID Karte/Free/Direct payment“. Die alte App listet leider alle neu hinzugekommenen Ladestationen nicht mehr auf und sollte daher nicht mehr verwendet werden.
     
    MOVE Ladestationen kommen recht einheitlich daher und die Vorgehensweise um eine Ladung zu starten ist auf der Säule jeweils angegeben. Auch das Laden per SMS ist praktisch, allerdings werden pauschale Gebühren pro Ladestunde verrechnet. Wer also beispielsweise nur 30 Minuten lang lädt, der bezahlt ebenso den vollen SMS Tarif. Das Laden mit RFID Karten funktionierte problemlos. Viele der MOVE Stationen bieten 22kW AC an.
     
    ✅ Positiv 
    - Bei MOVE Stationen Möglichkeit der Bezahlung per SMS, keine Mitgliedschaftspflicht
    - Ladeorte sind auf Move Webseite und App mit vollständiger Adresse angegeben, einheitliche Darstellung
    - Gut ausgebautes Netz in CH/DE/A, hauptsächlich durch Partnerschaft mit innogy
    - Einheitliches Tarifsystem, gute Kalkulierbarkeitcorrec
     
    ❗Verbesserungspotential
    Das MOVE Netzwerk wie auch das easy4you Netzwerk ist teilweise dezentral organisiert was für den Anwender unübersichtlich ist. Die Kartenaussteller haben ihre eigenen Info-Webseiten, je nach Fall mit mehr oder weniger Informationen. Im Falle von MOVE übernimmt das Netzwerk den Kundenservice, SMS-Bezahlsystem und Kontrolle der Zugangsrechte. Eine Änderung ist allerdings in Sicht. Man möchte die Marke MOVE, welche von Groupe E ursprünglich lanciert wurde, in eine eigene Firma überführen. Damit dürfte dann auch die komplette Verschmelzung der MOVE und easy4you Netze Tatsache werden. Bezüglich App / Ladekarte wäre es wünschenswert wenn diese bessere Filtermöglichkeiten bieten würden. Die verfügbaren Ladeleistungen könnten zudem besser integriert sein. Schade dass die von MOVE verwendete App mit älteren Android Versionen nicht kompatibel ist. Schön wäre es zudem wenn bei MOVE die entstandenen Ladekosten wie bei easy4you jederzeit über ein Online-Konto einsehbar wären.
     
    PlugnRoll
    Das Ladenetzwerk von PlugnRoll wird durch die Firma Repower AG mit Sitz in Poschiavo betrieben. Repower ist schon seit vielen Jahren im Energiegeschäft tätig. Das auf der Ladekarte aufgeführte Netzwerk ist gross jedoch nur ein sehr kleiner Teil der angegeben Stationen werden durch Repower bereitgestellt (ca. 20 Stationen in der Südostschweiz). Alle anderen Stationen sind von Roaming Partnern. Die PlugnRoll Gebühren beziehen sich nur auf die eigenen Stationen. Bei Roaming Partnern fallen entsprechend unterschiedliche Gebühren an. Die Webseite von PlugnRoll kommt sehr ansprechend und modern daher. Praktische Informationen bezüglich dem Ladenetz und dessen Gebrauch sind jedoch dünn gesät und eine Frage/Antwort (FAQ Seite) fehlt.
    Um das Angebot zu testen habe ich mich für den Basis Tarif entschieden. Geladen werden kann mit der App. Über das Benutzerkonto werden auch die Ladevorgänge für die Abrechnung protokolliert. Eine RFID Karte wird nur in den AGBs erwähnt, jedoch ist dort nicht spezifiziert ob auch Nutzer des Basis-Tarifs Anrecht auf eine Karte haben. Ich entschied mich einfach mal mit der App zu probieren.
     
    Das Laden per App funktionierte leider an keiner der fünf angesteuerten Stationen. Es kamen jeweils Fehlermeldungen wie „Station nicht erkannt“, keine Serververbindung“ u.ä. Da das eigene Repower Netzwerk noch relativ klein ist und auf die Südostschweiz beschränkt ist, waren die angesteuerten Stationen im Aargau alles Stationen von Roaming-Partnern (MOVE etc.). Angekommen bei der fünften Station rief ich den Support an um nachzufragen. Obwohl es es Samstag Mittag war, wurde mein Anruf beantwortet. Der freundliche Kundendienstmitarbeiter konnte mir nicht helfen, versprach aber intern eine Meldung zu machen. Immerhin. Ich kontaktierte nach der Testfahrt PlugnRoll noch per E-Mail und schilderte die Situation. Meine Abfrage wurde wiederum freundlich beantwortet. Gemäss Auskunft des Supports funktioniert die RFID Karte momentan nur im eigenen Repower-Netzwerk. Ab August sollte diese dann auch in den Partnernetzen funktionieren. Mir wurde ebenfalls mitgeteilt dass für die Netzintegration Plugsurfing zuständig sei offensichtlich sei die Netzintegration noch nicht abgeschlossen was vermutlich auch der Grund war wieso das Laden per App an den getesteten Stationen nicht funktionierte. Es sei denn es lag an meiner App resp. an meinem Smartphone. Die App und deren Funktionsweise ist der Plugsurfing App sehr ähnlich und diese nutzt wohl auch Daten der Plugsurfing-Umgebung. Allerdings läuft die PlugnRoll App um einiges langsamer, was vor allem beim Starten spürbar ist. Da liegt es natürlich nahe gleich die Plugsurfing Umgebung (RFID Karte/App) zu nutzen. Mit einem grösseren, eigenen Repower-Netzwerk und funktionierender App wäre PlugnRoll durchaus eine mögliche Alternative zu den anderen Netzen.
     
    ✅ Positiv
    - Grüner Strom innerhalb des Repower Netzwerks
    - Einheitliche Tarife innerhalb des Repower Netzwerks
    - Freundliche Service Hotline / Support
    - App mit guten Funktionen, allerdings etwas langsam
     
    ❗Verbesserungspotential
    Die Webseite sollte transparenter sein was die Verwendung der RFID Karten angeht. Hilfreich wäre zudem eine Frage/Antwort (FAQ)-Seite. Im weiteren sind Angaben von Partnerstationen auf der App resp. auf der Ladekarte etwas konfus. Bei MOVE Ladestationen wird z.B. als Betreiber „PlugSurfing Charging Key“ angegeben. Und falls es nicht an meiner Smartphone Konfiguration lag, so wäre natürlich äusserst wichtig dass die App innerhalb des Netzwerks wie angegeben auch funktioniert.
    Internationale Anbieter
    Hier gilt es u.a. PlugSurfing, NewMotion und ChargeNow (BMW) zu erwähnen. Bei den beiden ersteren sind die Tarife oft Betreiber abhängig. Bei NewMotion kommen zu den vom Betreiber festgelegten Start-, Strom- und Zeittarife noch die Roaminggebühren von Euro 0.35/Ladevorgang hinzu, jedoch nur für die ersten 20 Transaktionen. Plugsurfing verrechnet ebenfalls Start-, Strom- und Zeittarife, Angaben zu Transaktionsgebühren konnte ich jedoch nicht finden. Bei DriveNow kommen fixe Tarife zur Anwendung. AC-Laden kostet für 30 Minuten CHF 2.- und DC-Laden CHF 10.-, dazu kommt noch eine Roaminggebühr von CHF pro Ladung. Preislich haben hier vor allem die ZOE Fahrer einen Vorteil. Vor allem PlugSurfing und NewMotion sind mit gut strukturierten Webseiten und nutzerfreundlichen Apps aufgefallen. Wer ein älteres Smartphone besitzt oder ein Windows Phone und die bereitgestellten Apps somit nicht installieren kann, der kann das Netzwerk über die für Mobilgeräte optimierte Webseite nutzen. DriveNow nutzt die App von Hubject/Intercharge.
     
    Hubject/Intercharge
    Wenn Sie schon mal mit E-Autos in Kontakt gekommen sind so sagt Ihnen der obige Begriff evtl. etwas. intercharge vernetzt über die eRoaming-Plattform von Hubject die verschiedenen Akteure der Elektromobilität miteinander und ermöglicht Elektroautofahrern so einen einfachen und kundenfreundlichen Zugang zu Ladestationen in ganz Europa. So steht es auf der Webseite von hubject.com. Und auf intercharge.eu steht: intercharge kennzeichnet alle verfügbaren Ladestationen, die Sie als Nutzer frei und unabhängig wählen können. Sie benötigen dazu nur einen Fahrstromvertrag mit Ihrem Anbieter und genießen alle Vorteile des anbieterübergreifenden Ladens – und das europaweit. Damit ist eigentlich schon alles gesagt.
     
    Weitere Ladenetze
    Nachfolgend noch einige Angaben zu weiteren Netzen und Verbunden die das Laden eines Elektroautos ermöglichen.

    Renault Z.E. Pass
    Mit dem Kauf eines Renault Kangoo oder ZOE erhält der Eigentümer die Z.E. Pass RFID Karte kostenlos zugestellt. Mit dem Z.E. Pass ist es möglich schweizweit an ca. 1000 Ladepunkten zu laden. Die Ladestation wird entweder per App oder wenn dies nicht möglich ist, mit der RFID Karte freigeschaltet. Die Zahlung erfolgt über die hinterlegten Kreditkartendaten oder per PayPal. Da mit dem Z.E. Pass hauptsächlich auf Ladestationen anderer Netze zugegriffen wird, sind die Ladegebühren oft etwas höher.
     
    EVite
    Das Projekt EVite ist derzeit eine privat finanzierte Initiative unter der Trägerschaft des Verbandes Swiss eMobility und kein eigentliches Ladenetz. Vielmehr definiert es Mindstanforderungen an eine Ladestation. Eine EVite Ladestation soll jederzeit frei zugänglich sein, muss mindestens eine Ladeleistung von 20kW aufweisen und alle gängigen Schnittstellen untersztützen (DC Combo CCS, CHAdeMO, AC Typ 2) und es gelten einheitliche Standrad bezgl. Technik, Ausführung und Wartung. Einige Station gehören einem Ladenetz wie MOVE oder swisscharge an (in der Regel die kostenpflichtigen) , andere wiederum werden von den Betreibern kostenlos zur Verfügung gestellt.
     
    Ladesäulen von Lidl und Migros
    Die beiden Grossverteiler bauen momentan Ihr Ladenetz kontinuierlich aus. Laden ist kostenlos, die von mir getesteten Ladestationen waren jedoch nur zu Ladenöffnungszeiten betriebsbereit. Bei einem ausgebauten Netz dürften dies interessante Lade-Alternativen sein. Allerdings werden die Stationen mit den aktuellen Einschränkungen kein Ladenetz ersetzen welches 24h zugänglich ist. An dieser Stelle ein Vorschlag an die Grossverteiler: Kostenloser Zugang während den Ladenöffnungszeiten, danach kostenpflichtiger Zugang über ein bestehendes Ladenetz.
     
    Tesla Ladestationen (Supercharger / Destination Charger)
    Wer Tesla fährt ist bezüglich Ladeinfrastruktur im Vorteil. Vor allem wer weitere Strecken fährt dem dürften die Supercharger (SC) die Reisezeit angenehm verkürzen. Auch wenn der Autor die SC nicht testen konnte, so darf davon ausgegangen werden dass SC-Plätze mit hoher Zuverlässigkeit zur Verfügung stehen. Ein grosses Plus auf längeren Reiseabschnitten. Betreiber die mehr als einen Destination Charger installiert haben, können die zweite Station auch für andere Fahrzeuge freigeben. Daher sind Destination Charger für Reisende durchaus eine Ladealternative, vorausgesetzt man ist Kunde des Betreibers.
     
    Park & Charge
    Der Ausbau der Infrastruktur geriet die letzten Jahre ins Stocken und P&C Deutschland resp. Schweiz gehen zwischenzeitlich getrennte Wege. Der Grosse Vorteil an P&C Stationen liegt an der Einfachheit des Zugangs sowie der minimal anfallenden Administration. Die Anschlüsse sind oft blaue oder rote CEE Dosen, was bei heutigen Elektroautos zusätzlich mobile Lader wie NRGkick oder JuiceBooster notwendig macht. Viele Anschlüsse sind noch mit blauen einphasigen CEE Dosen bestückt. Auf meine Anfrage bei P&C Schweiz wie es bezüglich weiterem Ausbau weitergeht, bekam ich bislang keine Antwort.
     
    Ladestationen suchen
    Möchte man unterwegs Lademöglichkeiten aller Ladenetze nutzen, so ist man auf Ladeverzeichnisse angewiesen welche verschiedene Anbieter und Netze auflisten. Ladekarten eines einzelnen Anbieters listen in der Regel nur die eigenen Ladesäulen und die Säulen der Roaming Partner auf. Da diese Plattformen bezüglich neuer Stationen auf Meldungen von Nutzern oder Betreibern angewiesen sind, muss damit gerechnet werden dass es die Verzeichnisse nicht immer 100% verlässlich sind. Hier hilft es jeweils wenn zwei verschiedene Verzeichnisse konsultiert werden um die Verfügbarkeit zuverlässiger abzuklären.
    Die wichtigsten Verzeichnisse sind:
    http://www.lemnet.org
    http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/
    https://chargemap.com
     
    Bezahlen von Ladestrom
    Die meisten Ladenetze nutzen für die Abrechnung RFID Karten und Smartphone Apps.
    Der Zugang resp. Die Abrechnung über RFID Karten ist nicht überall beliebt, denn möchte man möglichst viele Ladestationen nutzen können so bleibt einem nichts anderes übrig als von den verschiedenen Ladenetzen eine RFID Karte zu besitzen. Das kann ganz schön unübersichtlich werden. Roaming-Plattformen wie PlugSurfing oder TNM (The New Motion) versuchen für dieses Problem eine Lösung zu finden indem sie mit Ihrem Zugangssystem welches ebenfalls aus RFID und App besteht, verschiedene Ladenetze zusammenschliessen. Warum aber ist es nicht üblich, wie bei fossilen Treibstoffen, per Maestro-, Post- oder Kreditkarte zu bezahlen? Das ist wohl hauptsächlich ein Kostenproblem. Da die Ladestationen noch nicht sehr stark frequentiert sind und Transaktionsgebühren anfallen, rechnet sich diese Variante wohl weniger schnell. Einige Ladesäulen bieten zwar die Bezahlung per Kreditkarte an, allerdings ist dies dann in der Regel mit dem einscannen eines QR-Codes und dem eintippen der Kartennummer verbunden, denn die Ladesäulen kommen in der Regel ohne Karten-Slots daher. Will heissen dass die Nutzung einer RFID Karte doch wieder einfacher ist. Durch die verstärkte Vernetzung der Ladesäulen und dem weiter fortschreitenden Zubau von neuen Ladesäulen kommt man heute auch mit weniger Karten aus.
     
    Fazit
    Die Vielfalt an Ladenetzen und Betreibern mag vielen Nutzern weiterhin sehr unübersichtlich erscheinen. Dennoch war es wohl noch nie so einfach elektrisch mobil zu sein. Dank Roaming kann mit einer Karte oder App eines einzelnen Fahrstromanbieters doch schon eine beachtliche Abdeckung erreicht werden. Wem die Abdeckung kleinerer Anbieter nicht ausreicht der wird vielleicht mit einem der Grossen wie plugsurfing oder NewMotion glücklich. Allerdings ist zu beachten dass aufgrund Roaminggebühren die Ladungen teurer ausfallen können als wenn ein lokaler Anbieter wie die hier getesteten, gewählt wird. Wer regelmässig innerhalb der Schweiz an öffentlichen Ladestationen lädt, für den macht die Mitgliedschaft in einem der hiesigen Netze durchaus Sinn. Für grössere Touren, z.B. ins Ausland, ist eine Zugangskarte eines grossen Anbieters der sich auf Roaming spezialisiert, ganz praktisch.
    Auch wenn die getesteten Angebote doch schon einiges bieten, so ist punktuell Nachbesserung nötig. Speziell bezüglich Transparenz fehlen oft Angaben die dem Nutzer das Laden erleichtern würden. Seien es ungenügende Angaben auf der Webseite über Roaming-Partnerschaften, ungenaue Adressangaben oder Ladeleistungsangaben, keiner der getesteten Anbieter erreichte hier die volle Punktzahl. Grosse internationale Anbieter die sich auf das Vernetzen / Roaming von Stationen spezialisiert haben schneiden bezüglich Information, Transparenz und Nutzerfreundlichkeit generell besser ab, sind jedoch preislich tendenziell etwas teurer. Was ebenfalls auffällt sind teilweise falsche Informationen bezüglich anfallenden Ladekosten. Oft werden Kosten genannt, in der Realität lässt der Betreiber die Nutzung jedoch (noch) kostenlos zu. Die Angaben sind zudem oft auf mehreren Plattformen falsch, was darauf schliessen lässt dass die Daten von externer Quelle kommen (Hubject/Intercharge?).
     
    Mit weiteren Akteuren wie Lidl und Migros kommen die Nutzer von Elektrofahrzeugen in den Genuss weiterer Lademöglichkeiten, momentan oft noch kostenlos. Gut vorstellbar dass aber auch diese Stationen in Zukunft in ein bereits bestehendes Netzwerk integriert werden.
  2. Blog Photo Header: Aiways
    Der chinesische Elektroauto Hersteller Aiways ist seit einiger Zeit auch verstärkt in Europa aktiv und beginnt nun in verschiedenen Ländern mit der Auslieferung der Aiways U5-Modelle. Bestellen kann man in Deutschland die Elektroautos bei Euronics. Die Wartung läuft über die Werkstatt Kette ATU. Weitere Vertriebsmodelle für Österreich, die Schweiz und andere Länder werden folgen. 
    Als Besitzer eines neuen Fahrzeugmodells ergeben sich oftmals viele Fragen. Die Erfahrung zeigt, dass vieles durch die Community und dank der Mithilfe von bereits bestehenden Aiways Besitzern gelöst werden kann. Da auch die offiziellen Wartungsbetriebe mit der Fahrzeug-Einführung dazu lernen, ist eine Antwort oder Lösung nicht in jedem Fall vollumfänglich möglich resp. zufriedenstellend. Unser Aiways Support Forum soll diese bestehende Lücke füllen und bei Fragen und Unklarheiten weiterhelfen. Da manche Fragen nicht immer typen-spezifisch sind, können auch Community Mitglieder die andere Marken fahren, mit Ratschlägen helfen. 
    Fragen, Antworten & Lösungen
    In den Support Foren stehen vor allem Antworten und Lösungen im Vordergrund. Wurde eine Support Anfrage zufriedenstellend gelöst, kann dies der Themenersteller (Fragende) oder Admin als Lösung markieren. So wird in der Fragen-Übersicht jederzeit sofort ersichtlich, ob es zum Thema bereits eine Lösung gibt. Dies hilft doppelte Beiträge zum gleichen Thema/Problem zu reduzieren und fördert die Übersichtlichkeit. Auch können so die immer gleichen Support-Anfragen an den Hersteller reduziert werden.  
    Screenshot: Anzeige von gelösten Fragen

    Immer aktuelle Aiways News
    Als inoffzielles Aiways Support Forum, informieren wir unsere Mitglieder auch regelmäßig über Aktualitäten rund um die Marke Aiways. Dies können Ankündigungen von Aiways, Produktinformationen, Hinweise zu Wartung und Service usw. sein. Die Nutzung des Aiways Forums steht selbstverständlich auch Mitarbeitern von Aiways zu Verfügung. Das Unterforum "News & Infos" steht zudem auch für allgemeine Aiways-Themen ohne Support-Charakter zur Verfügung. Du hast z.B. deine Fahrzeugabholung erfolgreich hinter dir oder du möchtest über deine erste grössere Reise mit einem Aiways EV berichten? Dann bist du unter "News & Infos richtig. 
    Join us! Werde Teil der Aiways Community
    Du hast selber einen  Aiways U5 oder dich interessiert das Fahrzeug? Trete noch heute der Aiways Support Community bei!
    In unserer freundlichen Aiways Community triffst du auf andere Aiways Fahrer und bei Support-Fragen stehen dir andere Mitglieder gerne zur Seite. 
     
    Photo: Aiways

     
  3. Goldener Herbst für den BMW i3

    Beim Anblick des BMW i3 wird nicht jedem sofort warm ums Herz. Es muss ca. 2014 gewesen sein, als ich das erste Mal mit einem i3 fahren konnte. Ich erinnere mich noch gut daran wie sportlich sich der i3 bewegen ließ. Und das mutig anmutende aus rezyklierten Material bestehende Interieur hinterließ ebenfalls einen bleibenden positiven Eindruck. Aber zu mehr reichte es damals nicht. Schuld war wohl eine Kombination von Faktoren. Ich denke da z.B. an den Preis, verfügbare Batteriekapazität, CCS gegen Aufpreis und das für mich gewöhnungsbedürftige Aussehen.

    Vor einigen Tagen hatte ich nun wieder einmal die Gelegenheit einen i3 zu fahren. Ob der elektrische Stromer aus Bayern mit Zellen von Samsung SDI mein Herz doch noch erobern würde? Die Ausgangslage war diesmal auf jeden Fall besser, denn nicht nur preislich ist der neue i3 zwischenzeitlich attraktiver geworden. Auch der onboard 11 kW Lader ist seit 2018 standardmäßig verbaut. Und die Brutto-Batteriekapazität hat sich seit der Markteinführung von 22kWh auf 42.2 kWh fast verdoppelt.
    Photo: BMW i3 120 Ah vor imposanter Hauskulisse (Kanton Bern)

    Verbrauch: Eindrücklich gut!
    Mein Testfahrzeug war ein fast neuer i3 120 Ah mit netto 37.9 kWh Batteriekapazität eines lokalen e-Carsharing Unternehmens. Geplant war eine Mischstrecke aus Autobahn, Überland und Gebirge sowie etwas Stadtverkehr mit einer Totalstrecke von ca. 260 km. Ob dies der i3 ohne Zwischenladung durchstehen würde?
    Er tat es. Mit einem Durchschnittsverbrauch von knapp 13 kWh und einer Restreichweitenanzeige von 40 Kilometern wäre sogar die 300km Marke zu knacken gewesen. Gefahren wurde der Wagen „normal“, ab und zu war auch ein Sprint dabei, und auf der Autobahn ließen wir den i3 mit ca. 100-120 kmh dahin surren. Der i3 lässt sich also erstaunlich effizient bewegen!
     
    Bedienung und Ausstattung
    Bis ich losfahren konnte, dauerte es doch etwas länger als bei meiner Kia e-Soul Testfahrt vor einigen Wochen. Schalter, Drehregler und Funktionen sind beim „ersten Mal“ noch etwas gewöhnungsbedürftig. Mit einer Kurzanleitung des Carsharing-Vermieters ging es dann aber doch noch los.
    Nach einigen Kilometern gewöhnt man sich jedoch recht schnell an das neue Umfeld. Und man merkt, die Bedienelemente sind durchaus recht sinnvoll angeordnet. Das Navi kam mir allerdings anfangs noch etwas altbacken vor, und die Bedienung ist vielleicht nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Aber auch hier stellte sich eine steile Lernkurve ein. Einmal im Griff. Lässt sich das Infotainment System gut steuern. Das sich außer Reichweite der Hände befindliche LCD Display hat zudem den Vorteil, das der Blick etwas näher am Geschehen auf der Strasse ist.
    Insgesamt macht das Cockpit einen sauberen, aufgeräumten Eindruck. Das macht sich auch bei Dunkelheit positiv bemerkbar. Die Instrumentierung/Beleuchtung ist angenehm und wirkt niemals überladen. Der Innenraum ist zudem auffrischend anders gestaltet. So wie viele Dinge wenn man den i3 mit herkömmlichen Verbrenner BMWs vergleicht. Man hat das Gefühl, die BMW Ingenieure wurden angewiesen ein im Vergleich zu anderen BMWs komplett anderes Auto zu bauen. Es ist ihnen gelungen! Hauptmerkmal ist hier sicher die CFK-Karosserie und die sich gegenläufig öffnenden Türen (Portaltüren).
    Photo: Eher unkonventionell aber gut durchdacht. Das Cockpit des i3. 

    Aus Freude am (elektrischen) Fahren
    Der bekannte BMW Slogan verdient es auch beim i3 verwendet zu werden. Die 170PS sind jederzeit bereit für etwas abgasfreien Fahrspaß. Ob kurvig oder auf der Sprint-Geraden, der i3 bleibt stets ohne zu murren seiner Spur treu. Auch hat man das Gefühl, die von BMW erzielten Gewichtseinsparungen direkt wahrnehmen zu können. Der ca. 1350kg schwere (leichte) Wagen lässt sich leicht und flink über die Strasse bewegen.
    Auch bei den Fahrgeräuschen gibt es gute Noten. Die Lärmabschirmung ist gut, einzig auf der Autobahn kamen in Fussbodennähe zeitweise etwas Vibrationen auf.
     
    Habe ich mich in den i3 verliebt?
    Zurück zur Ausgangsfrage. Konnte der i3 mein Herz doch noch erobern?
    Durch die ausgedehnten Probefahrt habe ich die Qualitäten des Bayern-Stromers besser kennen und schätzen gelernt. Angesichts der recht attraktiven Preise bei gleichzeitig guter EV-spezifischer Ausstattung, kommt so mancher Elektroauto-Interessent ins Grübeln. BMW hat von Anfang an einiges richtig gemacht. Und so meine ich, ist der Wagen auch im Jahr 2020 ein durchaus interessantes Elektrofahrzeug.
    Denn mit seiner Effizienz, dem 11kW Bordlader und mit der optional erhältlichen Wärmepumpe kann er auch heute noch viel Freude bereiten. Das Aussehen ist und bleibt aber eher außergewöhnlich. Doch auf längere Sicht könnte ich mich daran gewöhnen. Helfen tun da vor allem auch seine attraktiven technischen Werte.
    Photo: LED-beleuchteter CCS Anschluss. 

    BMW i3 Verkaufszahlen stark steigend
    Die Zulassungszahlen konnten 2019 gegenüber dem Vorjahr um fast das doppelte gesteigert werden. Die Zunahme ist damit besser als beim bis dato erfolgreichsten Elektroauto Europas, dem Renault ZOE. Wie es scheint, genießt der BMW i3 gerade einen goldigen Herbst in seinem Lebens- resp. Produktionszyklus.
    Wie sind deine Erfahrungen mit dem BMW i3? Was gefällt euch, was weniger?
    Ich freue mich über Rückmeldungen.
  4. Wir stellen dir die wichtigsten Ladesäulekarten, Apps und Ladeverzeichnisse vor.
    Wer sein Elektroauto auch mal unterwegs laden möchte, sucht sich die passende Ladestation in den meisten Fällen aus einem Ladeverzeichnis für Elektroautos heraus. Solche Verzeichnisse können von der Community gepflegt sein, oder es sind Verzeichnisse von z.B. Fahrstrom-Ambietern resp. E-Mobility Providern (EMPs). Manche Verzeichnisse sind auch eine Kombination aus beidem. Im vorliegenden Test haben wir uns Verzeichnisse angeschaut, welche eine Beteiligung der Community zulassen resp. dazu einladen. Ein weiteres Kriterium war, dass Ladeinformationen möglichst vollständig und unabhängig vom jeweiligen Anbieter angegeben werden. In Teil 1 listen wir die wichtigsten Applikationen auf und gehen auf dessen Vor- und Nachteile ein. In Teil 2 präsentieren wir einige weitere alternative Informationsquellen. Bewertungsskala: 1 Stern (min.) bis 5 Sterne (max.)
    Teil 1: Offene Stromtankstellenverzeichnisse (alle Netze, mit Beteiligung der Community)
    chargemap.com 
    Die Geschichte von Chargemap begann 2009 in Frankreich. Heute sind 13 Mitarbeiter dafür besorgt, dass die Angebote von Chargemap stets weiterentwickelt werden. Auch die Community kann zum Verzeichnis beitragen indem Mitglieder neue Stationen melden oder hinzufügen. Insgesamt sind über 320‘000 Ladepunkte eingezeichnet. Die meisten davon in Europa. Die Benutzung von Chargemap ist inuitiv und läuft auf Desktop wie auch auch Mobilgeräten flüssig. Für die Suche nach Stationen stellt Chargemap auch eine kostenlose App für iOS und Android zur Verfügung. Neben dem Ladeverzeichnis ist es Mitgliedern mit dem „Chargemap Pass“ auch möglich Ladesäulen freizuschalten und den Ladevorgang abzurechnen. Voraussetzung um das Ladeverzeichnis zu nutzen, ist eine kostenlose Anmeldung. Das Chargemap Verzeichnis ist akkurat nachgeführt und Feedbacks aus der Community fliessen kontinuierlich in die Datenpflege ein. Praktisch: Die App zeigt an mit welchen Ladekarten die jeweilige Säule freigeschaltet werden kann und ob der Anschluss frei oder besetzt ist. Chargemap.com benutzt Karten von Google.
    Positiv:
    Hohe Datendichte, Einträge stets aktualisiert Kostenloses Verzeichnis, werbefrei Kommerziell geführt, Inhalte z.T. bereitgestellt durch EV-Community Mehrsprachig Hinweis: Ladestationenkarte nur mit Login nutzbar
    Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4 Sterne)
    Datenqualität & Umfang: 4 / Benutzerfreundlichkeit: 5 / Funktionsumfang: 4
    plugshare.com
    Die Wurzeln der Angebote von PlugShare sind in Kaliforniern zu suchen. PlugShare ist ein Verzeichnis welches von der Firma Recargo Inc. unterhalten und aktiv weiterentwickelt wird. 2018 ging das Unternehmen an innogy über. Innogy wiederum wird in diesen Tagen Teil des E.ON Konzerns. Neben dem Stromtankstellenverzeichnis welches kostenlos genutzt werden kann, bietet Recargo Inc. auch weitere Dienstleistungen an. So werden die Daten z.B. auch an Autohersteller verkauft. Auch Tesla weist auf ihrer Webseite auf PlugShare hin wenn es sich um Ladepunkte ausserhalb des Tesla-Netzwerks handelt. PlugShare ist längst nicht mehr nur auf den amerikanischen Markt ausgerichtet. Auch in Europa ist die Datendichte hoch und recht akkurat, wenn auch nicht ganz so umfangreich wie z.B. auf chargemap.com. PlugShare läuft auf dem Desktop und Apps für Android und das iPhone sind ebenfalls verfügbar. Mit PlugShare ist es auch möglich den Strombezug abzurechnen. Allerdings ist dies vorerst erst mit einigen wenigen Ladenetzwerken in den USA möglich. Zudem setzt PlugShare voll auf das Smartphone, eine RFID Karte gibt es nicht. Bonus: Neu gibt es auf PlugShare auch einen praktischen Reiseplaner. Genuzt werden Karten von Google.
    Positiv:
    Gute Abdeckung und Dichte, aktuelle Einträge Kostenlos nutzbar, werbefrei Kommerzielle Basis, Inhalte z.T. bereitgestellt durch EV-Community Mehrsprachig Hinweis: Ladesäulen Freischaltung/Abrechnung bisher erst in USA möglich
    Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4 Sterne)
    Datenqualität & Umfang: 4 / Benutzerfreundlichkeit: 5 / Funktionsumfang: 5
    goingelectric.de
    Das Verzeichnis ist im deutschsprachigen Bereich eines der meistfrequentierten. Zahlreiche Apps und Dienste basieren auf den Daten des Verzeichnisses. GoingElectric ist vor allem „community-driven“ und das Projekt wurde 2012 von Guy Weemaes ins Leben gerufen. Es ist vor allem werbefinanziert, und deshalb werden bei der Benutzung auf dem Desktop auch immer wieder Werbebanner eingeblendet. Betreffend Benutzerfreundlichkeit, kommt das Verzeichnis im Desktop-Betrieb nicht ganz so gut weg wie die grösseren kommerziellen Konkurrenten. Dies vor allem wegen der weniger intuitiven Gestaltung und den Werbeeinblendungen. Auch diverse Apps welche auf dem Verzeichnis basieren, sowie die Mobilansicht des Ladeverzeichnisses, sind zwischenzeitlich etwas altbacken. Dafür glänzt das Verzeichnis mit vielen Detailangaben und die Daten sind dank reger Beteiligung der Community aktuell. Ein Login ist nur nötig, falls man auch aktiv Inhalte beisteuern möchte. Das Stromtankstellenverzeichnis basiert auf Karten von OpenStreetMap.
    Positiv:
    Stets aktuelle Daten, sehr gute Unterstützung durch die Community Kostenlos nutzbar Detaillierte Daten und Filterfunktionen
      Hinweis: Für die Nutzung auf Android und iPhone gibt es verschiedene Anbieter von Apps:
    https://www.goingelectric.de/wiki/Uebersicht-Stromtankstellen-Verzeichnisse-und-Apps/
    Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ (4 Sterne)
    Datenqualität & Umfang: 5 / Benutzerfreundlichkeit: 3 / Funktionsumfang: 5
    Weitere Verzeichnissse
    e-stations.de ⭐⭐⭐
    Ein Ladeverzeichnis von Markus Bach mit über 60‘000 eingetragenen europäischen Ladepunkten. Funktionsreiche Ausstattung auf Desktop, keine App verfügbar, Sprache: Deutsch, Kartenmaterial: Google
    lemnet.org ⭐⭐⭐
    Das Ladeverzeichnis wird von LEMNET Europe e.V. unterhalten. Es war eines der ersten Verzeichnisse das umfangreiche Information zum Laden von Elektrofahrzeugen bereitstellte. Zwischenzeitlich ist die Datenaktualität etwas gesunken. Auch das Design ist etwas klassischer als bei neueren Konkurrenzprodukten. Dafür wartet lemnet.org mit z.T. recht detaillierten Informationen zu Ladepunkten auf. lemnet-Daten können auch von Android- oder iPhone Apps aufgerufen oder gepflegt werden. lemnet.org ist mehrsprachig und das Kartenmaterial basiert auf OpenStreetMap.
    bundesnetzagentur.de ⭐
    Das offizielle behördliche Verzeichnis aller Ladestationen in Deutschland die nach der geltenden Ladesäulenverordnung errichtet wurden.
    smarttanken.de ⭐⭐
    Dieses Angebot wird vom ADAC in Koperation und der Yellow Map AG zur Verfügung gestellt. Der Webauftritt ist leider nicht mehr ganz zeitgemäss und nicht für Mobilgeräte optimiert. Für die mobile Nutzung stellt der Anbieter jedoch Apps zur Verfügung. Kartenmaterial: OpenStreetMap
    e-tankstellen-finder.com ⭐⭐⭐
    Das Verzeichnis ist ein Angebot des österreichischen Energieversorgers Kelag. Die Web-Version schaltet auch Werbebanner ein.
    goelectricstations.it – nextcharge ⭐⭐
    Ein italienischer Anbieter für Ladezugänge. Die Karten sind mehrsprachig als Web-, Android-, iPhone Version verfügbar. Das Login über Web-Version schlug leider mehrfach fehl. Kartenmaterial von Google.
    map.openchargemap.io ⭐⭐⭐
    Das Verzeichnis von openchargemap.io versteht sich als weltweites gemeinnütziges Verzeichnis ohne kommerzielle Absichten. Die Web-Version, Android- und iPhone App ist mehrsprachig.
    tesla.com/de_DE/destination-charging
    Ladeverzeichnis der Tesla Destination Charger
    Teil 2 – Alternativen
    Ladeverzeichnisse von EMP (E-Mobility Provider), ohne Community Beteiligung
    Aufgrund der Vielfalt wäre diese Liste ist recht lang. Namhafte Anbieter mit umfangreichen Kartenverzeichnissen sind z.B. EinfachStromLaden (ESL), PlugSurfing, newmotion (Shell) oder EnBW (hat nur mobile App). Verzeichnisse dieser Anbieter sind vor allem für eigene Zwecke optimiert und die Apps eignen sich primär um die Stationen freizuschalten. Hinweise von Benutzern fehlen in der Regel auf diesen Verzeichnissen.
    Elektroauto
    Das Navi aktueller Elektrofahrzeuge bietet oftmals ebenfalls eine entsprechende Liste mit Ladestationen an. Je nach Fahrzeugmodell sind diese Verzeichnisse aber oftmals wenig benutzerfreundlich, es fehlen praxistaugliche Angaben oder sie sind veraltet. Wer Tesla fährt hat es etwas besser, denn das Navi der Teslas zeigen die Tesla-eigenen Supercharger auf dem Navi (inkl. Routenplanung) an. Auch neue Modelle in der Oberklasse (Porsche Taycan oder Mercedes EQC) gehen ähnliche Wege und und binden Ladestationen aus Partnernetzen ein.
    Google Maps
    Eine weitere Datenquelle für Ladestationen bietet Google Maps. Dazu muss lediglich im Suchfeld der gewünschte Ort und „Ladestationen“ o.ä. eingegeben werden. Auch wenn noch nicht alle Stationen angezeigt werden, die Datenqualität hat sich weiter verbessert. Sogar die Verfügbarkeit wird teilweise bereits angezeigt.
    Möchte man sich jedoch sämtliche verfügbaren Ladestationen oder weitergehende Informationen anzeigen lassen, so bleibt einem bislang meistens nichts anders übrig, als auf entsprechende online Verzeichnisse zurückzugreifen.
    Fazit
    Bei Design und Funktionalität haben heute die grossen Verzeichnisse PlugShare und Chargemap die Nase vorn. Das Verzeichnis von GoingElectric profitiert vor allem von einer regen Beteiligung der deutschsprachigen Community.
    Noch sind die heutigen Ladeverzeichnisse wichtige Informationsquellen wenn man mit einem Elektroauto eine längere Reise antritt. Auch in den kommenden Jahren dürften die Verzeichnisse während dem Ladenetzausbau weiterhin gute Dienste leisten. Und selbst wenn die Ladesäulen-Dichte in Zukunft sehr hoch sein wird, so werden entsprechend ausgerüstete Ladeverzeichnisse vor allem gute Dienste bei der Auswahl des passenden Ladepunktes (z.B. Stromkosten-Vergleich, Roaming-Partner) bieten. Wahrscheinlich ist auch, dass zukünftig Daten zu Ladestationen & Co. noch verstärkt den Weg direkt ins Infotainment-System des Autos finden werden, inklusive ausgefeilter Routenplanung. Wie das geht macht Tesla seit längerem vor, zumindest was Angaben zu Superchargern betriffft. Auch andere EVs wie der Mercedes EQC und Porsche Taycan bieten zwischenzeitlich ähnliche Systeme an. Spannend wird auch sein, welche Rolle Google bei diesem Thema übernimmt. Werden zukünftig Informationen zu Ladestationen auf Google Maps ausreichen um die nächste Ladestation zu finden?
    Welches Verzeichnis oder welche Apps benutzt du auf längeren Strecken und wieso? Wir freuen uns auf deine Meinung und Erfahrungen.
  5. Schweizer Roadmap Elektromobilität 2022 - Update

    Ende 2018 haben auf Einladung von Bundesrätin D. Leuthard Vertreter der Automobil-, Elektrizitäts-, Immobilien- und Fahrzeugflottenbranche und deren Verbände sowie behördliche Vertreter von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden eine gemeinsame Roadmap zur Förderung der Elektromobilität unterzeichnet. Initiiert wurde die Roadmap 2022 vom Bundesamt für Energie (BFE) und vom Bundesamt für Strassen (ASTRA).
     
    Das Ziel: den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen von Personenwagen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen.
    Die Öffentlichkeit sollte dabei regelmäßig über den Stand der Umsetzung informiert werden. Nach fast 18 Monaten ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Welche Ziele wurden erreicht und woran wird noch gearbeitet? Um dazu ein genaueres Bild zu erhalten, habe ich online recherchiert und mit Stephan Walter, Fachspezialist Mobilität des BFE (Bundesamt für Energie), gesprochen. 
    Neuzulassungen Elektrofahrzeuge Schweiz
    Insgesamt haben ca. 60 Organisationen/Unternehmen die Roadmap unterzeichnet und eigene Maßnahmen erarbeitet um das anvisierte Ziel gemeinsam zu erreichen. Die total ca. 75 Maßnahmen werden alleine, in Zusammenarbeit mit Partnern oder in Absprache oder Kooperation mit dem Bund vorangetrieben. Sie sollen wesentlich dazu beitragen, das gesetzte Ziel (15% Neuzulassungen) bis Ende 2022 zu erreichen.

    So sehen die Zahlen für EV Neuzulassungen in der Schweiz aktuell aus:
    2018 machten neu zugelassene Elektroautos (PKWs) einen Anteil von deutlich unter 2% aus.
    2019 wurden gegenüber dem Vorjahr mehr als das doppelt so viele neue EVs im Personenwagenbereich zugelassen. Sie machten total 4.2% der Neuzulassungen aus. 
    Bis Ende 2022 verbleiben noch zweieinhalb Jahre. Lassen sich die Neuzulassungen jedes Jahr verdoppeln, was angesichts der neu erscheinenden Modelle durchaus realistisch ist, so wird das Ziel bereits Ende 2021 erreicht sein. Einen Strich durch diese Rechnung könnte allenfalls noch eine starke Rezession, ausgelöst durch COVID19, oder andere unvorhergesehene Vorkommnisse machen.
    Aktueller Stand der Maßnahmen
    Neben neuen attraktiven Elektroautos, sollen auch die definierten Maßnahmen dazu beitragen, die Ziele zu erreichen. Über die Webseite roadmap2022.brainstore.com kann man sich jederzeit zum aktuellen Fortschritt informieren, inklusive der Maßnahmen welche bereits umgesetzt werden konnten.
    Anlässlich des  Schweizer Kongresses für Elektromobilität, der jeweils im Rahmen der Mobilitätsarena im September stattfindet, werden zudem die Fortschritte innerhalb der Branche präsentiert. 
    Auch wurden in den letzten 12 Monaten die Zwischenergebnisse an weiteren Veranstaltungen (Fachmesse swissbau) präsentiert.

    Für die zweite Hälfte 2020 sind weitere Schritte geplant. So soll der Fortschritt der Maßnahmen mittels eines Monitorings noch besser erfasst werden. An zwei weiteren Terminen soll zudem weiter über den Stand der Roadmap berichtet werden.
    Roadmap als Informations- & Austauschplattform
    Die Projektwebseite beinhaltet eine Fülle an Informationen inkl. einer Liste aller Beteiligten. Sie bietet damit einen praktischen Überblick über die mitmachenden Akteure und unterstützt und erleichtert damit die Vernetzung in der Branche. Ein detailliertes Umsehen auf der Webseite lohnt sich. So lassen sich z.B. neue interessante Projekte finden, die vermutlich viele von uns bislang noch nicht kannten. So z.B. die Learnings von Gemeinden und Kantonen zur Elektromobilität auf der Seite https://sak.brainstore.com/
    Oder wusstest du, dass EnergieSchweiz eine nationale Daten-Infrastruktur (DIEMO) lanciert hat um damit zu erreichen, dass Daten zur Ladeinfrastruktur der Schweiz im Sinne von Open Data einheitlich, diskriminierungsfrei, in hoher Qualität und kostenlos zur Verfügung stehen? -> Link zur Karte
    Es bewegt sich also etwas in der Welt der Schweizer Elektromobilität und wir sind gespannt wie sich die Situation Ende 2022 präsentiert. An dieser Stelle vielen Dank an das BFE für die Auskünfte sowie die Initianten & Akteure des Projekts Roadmap Elektromobiltät 2022.

    Tipp
    Zum Thema Roadmap Elektromobilität 2020 gibt es im Forum (Elektromobilität - Schweiz) ein Diskussionsthema. Natürlich sind auch Kommentare hier im Blog willkommen ?
     
  6. Neue interessante Funktionen für gewerbliche Mitglieder
    Mit unserer "Elektroauto Community" sprechen wir neben Elektroautofahrern auch Hersteller, Dienstleister, Händler und Vereine/Organisationen an. Aufbau und Pflege der Kunden respektive der eigenen Community wird für Unternehmen immer wichtiger. Wir haben uns deshalb entschlossen, unsere Community auch ganz gezielt für gewerbliche Mitglieder zu öffnen und passende Funktionen bereitzustellen. Die Nutzung soll dabei auch weiterhin kostenlos möglich sein. Nachfolgend alle Neuerungen im Überblick.
     
    Neue Mitglieder Badges
    Mitglieder der Community können sich neu mit einem Badge kennzeichnen. Er gibt an, in welcher Mitglieder-Rolle man in der Community unterwegs ist. Zur Auswahl stehen z.B. Händler, Hersteller, Journalist oder EV-Fahrer. Neu-Mitglieder werden bei der Registrierung um eine entsprechende Auswahl gebeten. Bestehende Mitglieder können die Auswahl jederzeit in ihrem eigenen Mitgliederkonto hinzufügen. Der Badge dient vor allem der Orientierung unter den Mitgliedern. Gewerbliche Mitglieder können sich damit klarer kennzeichnen. Ihre im Forum eingebrachte Fachkompetenz erhält damit in Verbindung mit der Beitrags-Signatur einen Namen. Davon profitieren private wie auch gewerbliche Mitglieder. Bild rechts: neue Mitglieder Badges.
    Attraktive Signatur-Regelung
    Mit den neu erstellten "Community-Grundsätzen", auch Netiquette genannt, sind die Beitrags-Signaturen definiert worden. Danach haben alle Mitglieder die Möglichkeit eine Signatur einzufügen. Diese soll dabei nicht mehr als aus einem Link, drei Zeilen und falls gewünscht aus einem kleinen Banner bestehen. Kommerzielle Signaturen sind ebenfalls erlaubt, ja sogar erwünscht. Gewerbliche Anbieter können so die Community gezielt nutzen um mit qualitativ wertigen Beiträgen und Hilfestellungen ihre Fachkompetenz zu präsentieren. Direkte Werbung in Beiträgen ist mit Ausnahme der neu geplanten "Hersteller Support Foren" weiterhin nicht erlaubt.
    B2B Branchenforum
    Branchenforen finden in der Regel im Rahmen von Konferenzen oder Tagungen statt. Mit unserem B2B Branchenforum bieten wir gewerblichen Mitgliedern einen virtuellen Treffpunkt zm Netzwerken und den Austausch im B2B Bereich. Da dies noch Neuland für uns alle ist, gibt es noch Raum für Anpassungen. Wir haben dazu ein Diskussionsthema eröffnet.
    Job Portal Elektromobilität
    Unter unseren Mitgliedern und Besuchern tummeln sich einige Fachleute aus dem E-Mobility Bereich. Mit dem neuen Stellenanzeigen-Portal besteht für ausschreibenden Unternehmen die Möglichkeit, diese Gruppe auf Vakanzen aufmerksam zu machen. Die Funktion kann kostenlos genutzt werden. Die Erfassung ist dabei so einfach wie das Eröffnen eines Forum-Beitrages. Inserate können auch jederzeit vom Ersteller wieder gelöscht werden. Hier gibt es eine Kurzanleitung.
    Immer wichtiger: Hersteller Support Foren
    Unternehmen die ein Support Forum betreiben möchten, bietet die elektroauto.community eine umfassende Lösung. Die zur Verfügung stehenden Funktionen der Community sind dabei das perfekte Tool um ein professionelles Support Forum anzubieten. Mit dem Betrieb eines Support Forums lassen sich Produkte nicht nur präsentieren, sondern auch ein zeitgemäßer und hochwertiger Support sicherstellen. Sie bieten zudem den Vorteil, die Menge an wiederkehrenden Anfragen zu reduzieren. Der Aufbau und die Pflege der "eigenen Community" wird immer wichtiger. Gerne unterstützen wit unsere gewerblichen Mitglieder dabei. Wir bieten diese Dienstleistung zugunsten einer aktiven EV-Community kostenfrei an.  

    In den kommenden Monaten werden wir noch weitere praktische Funktionen für private wie auch gewerbliche Mitglieder einführen. 
    Du möchtest auch weiterhin über die Entwicklung informiert bleiben? Melde dich kostenlos (gewerblich oder privat) als Mitglied an. 
  7. Die Volkswagen Gruppe setzt mit den baugleichen Drillingen VW e-up! - Skoda citigo-e – Seat Mii electric einen neuen Preisstandard im Kleinwagen Segment.
    Seit der Vorstellung des schicken Kleinwagens im letzten Sommer gab es zum neuen elektrisch angetriebenen Seat Mii electric schon gefühlt 187 Berichte und Youtube Videos. Macht also ein weiterer Bericht noch Sinn? Sicher eine berechtigte Frage. Aber da der Mii electric durchaus das Zeug hat unseren 22kWh Renault ZOE zu ersetzen und das allgemeine Interesse am Wagen aufgrund des akttraktiven Preises recht ansehnlich ist, habe ich mich für eine ausgiebige Probefahrt beim lokalen Seat Händler W. Brumannn AG in Unterlunkhofen eingeschrieben. Gerne teile ich meine Eindrücke von dieser Probefahrt mit euch.
    Das Wichtigste in Kürze:
    Bewährtes, kompaktes Fahrzeug mit guter Platzausnutzung
    Geeignet für alle, die nicht sehr oft Strecken über 350km fahren und auch mit einer Ladepause von 1h gut auskommen.
    Elektroauto zu sehr attraktivem Preis, jedoch ohne aktives Batterietemperatur-Management
    AC- und DC-Ladung etwas eingeschränkt was zu etwas längeren Ladezeiten führen kann. Beim Laden nach Minutentarif können Kosten etwas höher ausfallen als bei schneller ladenden Fahrzeugen.
    Maximale DC-Ladeleistung ca. 35kW, bei 50% geladener Batterie noch ca. 30kW.
    Eine Ladung von 0-80% dauert 1 Stunde. AC -Ladeleistung ist maximal 7.2kW (zweiphasig).
    Realistische Reichweite im Winter ca. 180-200km. Im Sommer ca. 230-260km.

    Der Mii ist nur einer von drei baugleichen Fahrzeugen innerhalb des VW Konzerns. Das kompakte Fahrzeug ist seit Ende 2011 in Produktion und wird seither als VW up!, Skoda citigo und Seat Mii verkauft. Den elektrischen e-up! gibt es bereits seit 2013. Seit diesem Jahr haben nun auch Skoda und Seat ihre elektrifizierte Variante dieses Kleinwagens im Programm.

    Der bisherige elektrische e-up! hatte aufgrund eines eher hohen Preises und der eingeschränkten Reichweite (nutzbare Kapazität 16,4 kWh) einen eher schweren Stand. Immerhin, der alte e-up! war bereits optional mit einer CCS Ladedose für DC-Schnellladungen ausgestattet. Allerdings waren CCS Ladepunkte bis vor wenigen Jahren noch Mangelware.
    Heute präsentiert sich die Sache in einem ganz anderen Licht. Das CCS-Ladesystem ist viel dichter und zum europäischen Standard geworden. Die nutzbare Batteriekapazität hat sich mit 32.3 kWh (brutto 36.8 kWh) netto beinahe verdoppelt. Und dies bei einem deutlich reduzierten Preis. Entsprechend hoch ist das Interesse am Fahrzeug.
    VW e-up!, Skoda citigo-e iV oder Seat Mii electric?
    Alle drei Fahrzeuge werden bei Volkswagen in Bratislava in identischer Qualität. Insofern unterscheiden sich die Fahrzeuge nur in der Designsprache und an verschiedenen Service- und Ausstattungspaketen. Der e-up! bietet insgesamt die umfangreichste Palette an Optionen. Gefolgt vom Skoda and danach vom Seat Mii electric. Die Unterschiede sind jedoch klein. Beinahe genauso wichtig, könnte also auch die Nähe zu einer passenden Servicestelle sein.
    Nachfolgend eine Zusammenstellung der wichtigsten Unterschiede und erhältlichen Optionen.
    (Angaben ohne Gewähr)

    e-up!
    - Rückfahrkamera
    - Multifuktionslenkrad
    - DAB+ Radio
    - keine Nebelscheinwerfer
    - nur kombinierte H4 Scheinwerfer und LED Tagfahrlicht
    - Heckklappe aus Glas
    - Kosten für Remote Zugang 1 Jahr kostenlos, je 1 Jahr Verlängerung aktuell 99€, je 2 Jahre Verlängerung 170€.
    citigo-e iV
    - Rückfahrsensoren (keine Kamera)
    - eingeschränktes Multifunktionslenkrad
    - DAB+ Radio
    - Nebelscheinwerfer
    - Separate H7 Scheinwerfer für Ablend- und Fernlicht, LED Tagfahrlicht
    - Kosten für Remote Zugang 10 Jahre kostenlos
    Mii electric
    - Rückfahrsensoren (keine Kamera)
    - Mii Plus mit 16 Zoll Alufelgen als Standrad
    - kein DAB+ Radio und kein Multifunktionslenkrad
    - keine Nebelscheinwerfer
    - nur kombinierte H4 Scheinwerfer und LED Tagfahrlicht
    - Make-up-Spiegel auch auf Fahrerseite
    - Kosten für Remote Zugang 10 Jahre kostenlos
    Die Optionspakete sind sind bei den drei Fahrzeugen z.T. unterschiedlich zusammengestellt.
    Getestet habe ich den Seat Mii Electric Plus (Modell mit Komplettausstattung).
    Die Testfahrt
    Bevor es losging, wollte natürlich auch das Smartphone installiert sein, denn es dient im Mii electric zur Navigation und noch einigem mehr. Eine entsprechend serienmässig eingebaute Halterung auf dem Dashboard ermöglicht die zentrale Fixierung. Weiss man wie die Halterung zu verstellen ist, dann ist es die Einrichtung ein Kinderspiel. Der Knopf für die Breiten-Verstellung des Halters ist allerdings sehr versteckt und befindet sich kaum sichtbar am unteren Rahmen des Halters. Die Installation der Drive Mii App und die Verbindung des Smartphones mit dem Wagen klappte problemlos. Nach dem herunterladen der Kartendaten war alles bereit.
    Nach einigen Kilometern kam der Drang nach einer Sitz- und Lenkradverstellung auf. Dank dem höhenverstellbaren Fahrersitz konnte ich so problemlos eine bequeme Sitzposition finden.
    Insgesamt fährt sich der Mii electric sehr leise, zu hören sind bei tieferen Geschwindigkeiten nur die Abrollgeräusche und bei höheren Geschwindigkeiten etwas Windgeräusche. Einzig auf etwas unebenen Strassen dringen ab und zu einige Geräusche (vom Fahrwerk?) ins Wageninnere. Insgesamt empfand ich die Geräuschkulisse aber als sehr angenehmen für ein Fahrzeug dieser Klasse.
    Auch auf der Autobahn macht das Fahrzeug seinen Dienst gut. Die 61kW bringen den Wagen problemlos bis auf die Höchstgeschwindigkeit von 130 kmh. Sehr angenehm gestaltet sich dabei der neue Spurhalteassistent. Wenn auch nicht vergleichbar mit einem Tesla Autopilot, die Lane Assist Funktion erfüllte die Aufgabe zuverlässig.
    Bezüglich Rekuperation bietet der Wagen mit Modus D und B zwei Stufen an. Schaltet man in D, ist Stufe 0 (segeln) aktiv. Durch seitliches Bewegen des Schalthebels kann die Reku nochmals  um drei weitere Stufen verstärkt werden. Wird eine noch stärkere Rekuperation benötigt, kann in den B-Modus geschaltet werden. Damit ist quasi ein „One Pedal Drive“ möglich. Die Rekuperation wird jedoch, egal in welchem Modus man sich befindet, auch immer durch die Betätigung der Fussbremse aktiviert.
    Gefahren werden kann in drei verschiedenen Leistungsstufen: Normal – Eco und Eco Plus.
    In den Stufen Eco und Eco Plus wird aus Effizienzgründen die Motorenleistung reduziert. In Eco Plus wird zudem die Heizung/Kühlung ausgeschaltet, nicht jedoch das Gebläse.
    Da ein grösserer Teil meiner Testkilometer auf der Autobahn bei Geschwindigkeiten von 110-120 kmh und im Modus „Normal“ mit eingestellter Temperatur von 22 Grad Celsius gefahren wurde, resultierte daraus ein Verbrauch von 17 kWh/100km. Damit gehören die „upmiigo‘s“, wie die Drillinge auch genannt werden, jedoch immer noch zu den effizienteren Elektromodellen. Natürlich war auch das häufige Aus- und Einsteigen nicht wirklich hilfreich da so viel Wärme verlorenging. Leider verpasste ich danach zu fragen, ob der Mii vor Antritt der Testfahrt draussen stand. Falls ja, wäre dies ebenfalls noch ein Grund für Mehrverbrauch. Bei etwas wärmeren Temperaturen lassen sich die Durchschnittswerte sicher noch auf 13-15 kWh/100km drücken. So sind dann auch die 260km Reichweite mit etwas vorausschauender Fahrweise möglich.
    Laden & Connectivity
    Wechseln wir noch zum Lieblingsthema des Elektroautofahrers: dem Laden. Angeschlossen an einem CCS DC-Schnelllader, kann der Mii electric in 1h von 0% SOC (State of Charge) auf 80% geladen werden was einer durchschnittlichen Ladeleistung von ca. 26kW entspricht. Diese Werksangaben wurden auch schon im Praxisbetrieb bestätigt. Die Ladeleistung nimmt also schon relativ früh ab, bei 50% SOC wird noch mit ca. 30kW geladen, bei 60% SOC noch mit 26kW. In meinem Fall benötigte ich für die Ladung von 46% auf 81% (entspricht 12.4 kWh) 37 Minuten. Dies ist gleichbedeutend mit einer durchschnittlichen Ladeleistung von gut 20kW. Bild rechts: Laden mit CCS-System am Triple Charger.
    Auch wenn dies nicht gerade berauschende Zahlen sind, und die Ladeleistung vor allem aufgrund der fehlenden aktiven Batteriekühlung gedrosselt ist, so erhöht dies die Chance, dass das sogenannte „Rapidgate“ (Drosselung der Ladeleistung aufgrund hoher Batterietemperatur) hinausgezögert wird. D.h. 400-600km Tageskilometer sollten ohne „Rapidgate“-Zeiteinbussen machbar sein.
    Je nach verwendetem E-Mobility Provider verursacht das langsamere Laden etwas Zusatzkosten. Wird z.B. ausschliesslich im Minutentarif abgerechnet, kann es schnell recht teuer werden. Meine obige DC-Ladung z.B. kostete mich z.B. mit der Chargemap Karte stolze Euro 17.67. Mit Maingau (Abrechnung nach kWh) wäre die Kosten mit Euro 5.20 noch überschaubar gewesen, leider funktionierte die Freischaltung der Säule über die RFID Karte nicht wie gewünscht. Auch die Swisscharge RFID Karte verweigerte den Dienst. Aus Zeitgründen habe ich die Apps nicht probiert und die Chargemap-Karte gezückt. Ich werde den Betrag als E-Mobilitäts-Spende abbuchen und nächstes Mal die Säule eben doch mit der App (nach entsprechendem Preischeck) freischalten.
    Auch bei den langsameren AC-Ladungen sind Zeittarife sehr ungünstig, da nur mit max. 7.2kW (zweiphasig) geladen werden kann. Das ist zwar besser als das einphasige Laden mit den bisherigen e-up! Modellen, aber eben doch langwieriger als wenn mit 11- oder sogar 22kW AC geladen werden kann.
    Beim Laden verhält sich das Fahrzeug ruhig (auch weil keine aktive Kühlung verbaut ist). Mitgliefert wird i.d.R. ein Typ 2 Kabel sowie ein Notladekabel (Ladeziegel) für Ladung an der Haushaltssteckdose. Lädt der Mii electric, wird dies mittels einer visuellen Anzeige auf der Mittelkonsole und an dem fahrzeugseitigen Ladeanschluss angezeigt.
    Die Remote-Funktionen (z.B. Laden oder Vorwärmen) werden über die Seat Connect App gesteuert. Die DriveMii App ist vornehmlich für Fahr- und Betriebsdaten verwendet. Was mich sehr gefreut hat, ist die Möglichkeit auch ein Ladelimit (z.B. 80% einzustellen). Bislang hatten dieses Feature ausser Tesla nur wenige Elektrofahrzeuge an Bord. Damit lässt sich im Alltag die Batterie schonen. 
    Bild: Die App meines NRGkick-Laders bestätigt die zweiphasige Ladung.
     
    Klimaautomatik
    Viel positives gibt es von der Heizung resp. der Wintertauglichkeit zu berichten. Die Fahrzeug sind mit einer beheizbaren Frontscheibe erhältlich. Praktisch zum Auftauen der Frontscheibe und um diese auch garantiert freizuhalten. Im Weiteren kann die Innentemperatur über den Remote Zugang eingestellt und programmiert werden. So kann das Fahrzeug vor Fahrantritt angenehm temperiert werden. Und ein weiteres Schmankerl: Es soll auch funktionieren, wenn die upmiigo‘s nicht an der Strippe (Strom) hängen. Die von mir eingestellte Temperatur von 22 Grad entsprachen auch der gefühlten Temperatur und der Innenraum wurde gleichmässig und komfortabel warm. Die Aussentemperatur war am Testtag kühle 4 Grad Celsius bei stark bewölktem Himmel. Da jedoch keine Wärmepumpe verbaut ist, gehen für das Halten der Innentemperatur schon mal ca. 2kW elektrische Leistung weg. Das fehlen der Wärmepumpe hat aber auch Vorteile. Denn die Heizung verursacht im Aussenbereich keinerlei Geräuschentwicklungen. Das ist besonders praktisch, wenn das Fahrzeug im Winter regelmässig vorgewärmt wird und dabei neben dem leicht geöffneten Schlafzimmerfenster des Nachbars oder in der Garage des MFH steht…(ZOE Fahrer wissen was ich meine). Bild: Drive Mii App (Seite mit aktuellen Fahrdaten)
    Fazit
    Bei einem Kauf kann man nicht allzu viel falsch machen, sofern man mit der Wagengrösse und den etwas langsameren Ladezeiten klarkommt. Der Wagen bietet „viel Elektromobilität“ zu einem attraktiven Preis. Wer zusätzlich noch in den Genuss einer Förderung kommt, erhält ein preislich sehr attraktives Angebot. Wem der Wagen etwas zu klein ist und etwas mehr Ladeleistung (und Akkukühlung) wünscht, der müsste sich momentan bei der Konkurrenz umsehen (z.B. Einstiegsvariante Renault ZOE).
    Dank
    Das Testfahrzeug wurde mir freundlicherweise von der Garage Brumann in Unterlunkhofen zur Verfügung gestellt. Die Seat Vertretung ist kompetenter Ansprechpartner für alle Seat Fahrzeuge im Reusstal und ein Besuch kann ich sehr empfehlen.

     
  8. Artega und Micro Mobility Systems einigen sich
    Wie die beiden Unternehmen zum Jahresanfang berichteten, ist der Streit um die Produktionsrechte aussergerichtlich beigelegt worden. Beide Unternehmen gehen demnach von nun an getrennte Wege und planen den elektrischen Kabinenroller unabhängig voneinander auf den Markt zu bringen. Der Markt würde dafür genügend Nachfrage bieten, so die Meinung. Es darf angenommen werden, dass sich trotz sehr ähnlichem Fahrzeug, sich beide Unternehmen sehr bemühen werden, die Fahrzeuge voneinander genügend abzugrenzen. Eine Vorschau voraus dies hinausläuft, liefern die bereits bestehenden Bilder von serienähnlichen Fahrzeugen. Der Karo wird sich eher am klassischen Isetta-Design orientieren wollen, der Microlino steht eher für die moderne, pfiffige Version des Kult-Kabinenrollers. Wie stehen die Chancen der beiden Unternehmen, ihr Produkt erfolgreich auf den Markt zu bringen?
    Der Karo
    Gemäss Webseite des Karo-Hersteller Artega, sollen ersten Fahrzeuge bereits ab Januar 2020 in den Verkauf gehen und danach kurzfristig verfügbar werden. Bezüglich Verkaufsstart wird der Karo also ca. ein Jahr früher als der Microlino ins Rennen steigen. Möglich macht dies die bereits Ende 2018 übersiedelte Produktion zu Artega. Aktuell sucht der Hersteller auf seiner Webseite auch bereits aktiv nach neuem Personal für die Produktion. Dass man an die klassische und damals erfolgreiche Erscheinungsweise des Kabinenrollers anknüpfen möchte, zeigt auch ein Blick in den aktuellsten Newsletter. Mehrmals wird erwähnt, dass die Karo-Isetta mit seiner Authentizität bis ins Detail direkt an die visuelle Identität der ISO bzw. BMW Isetta anknüpfen soll. Artega, welches den Karo als Gemeinschaftsprojekt mit Autozulieferer paragon und Batteriehersteller Voltabox angeht, möchte den Karo auch hinsichtlich Qualität noch verbessern. Klaus Dieter Frers, Geschäftsführer der Artega GmbH sagt dazu: „Am Ende hat sich bestätigt, was wir immer gesagt haben: Die Auflösung der Vertriebsvereinbarung ermöglicht es Artega, höhere Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen nach eigenen Vorstellungen zu realisieren. Artega kann nach Aufhebung der Wettbewerbsbeschränkungen endlich sein ganzes Potential ausschöpfen und schnell skalieren“. Der Karo soll mit einem am Heck angebrachten Typ 2 Ladebuchse mit einer Abdeckung im Retro-Stil kommen. Die LED-Scheinwerfer sind in die Karosserie integriert. Interessant wird sein, wie sich das Interieur vom ursprünglichen Tazzari-Microlino unterscheidet. Gemäss den von Artega veröffentlichten Bildern, scheint die Ausstattung des Cockpits in etwa gleich. Weitere technische Details dazu sollten demnächst publiziert werden, so der Hersteller. Das Einsteiger-Modell "Edition" wird für 17'995 Euro (inkl. MwSt.) angeboten. Die limitierte "Intro" Version gibt es für 21'995 Euro inkl. MwSt.zu kaufen. 
    Der Microlino
    Microlino hat angekündigt, dass ihr Fahrzeug erst 2021 in Serie gehen wird. Als neuen Produktionspartner wurde das Turiner Traditionsunternehmen CECOMP gewählt. Bis die Produktion startet möchte man die Zeit nutzen, um den Microlino technisch noch besser zu machen. «Das intensive Testen unserer 22 Vorserienfahrzeuge hat gezeigt, dass der aktuelle Entwicklungsstand noch nicht unsere Ansprüche hinsichtlich des Fahrverhaltens, Qualität und der Sicherheit erfüllt und wir technisch Einiges abändern müssen», sagt Wim Ouboter von der Micro Mobility Systems AG. Insbesondere beim Chassis möchte man Veränderungen anbringen, um so das Fahrverhalten des Microlino noch zu verbessern. Der Antrieb soll zudem mit einem neuen Motor und einer angepassten Software noch effizienter werden. Auch die Federung sowie das Tür-Konzept soll überarbeitet werden. Ebenfalls überarbeitet werden soll das äussere und innere Design. Merlin Ouboter von Microlino sagt dazu: «Der Microlino 2.0, wie wir ihn intern nennen, wird um ein Vielfaches besser sein als die aktuelle Version. Um Welten besseres Fahrverhalten, bessere Ergonomie, bessere Reparierbarkeit und auch in hohen Stückzahlen produzierbar. Die Geduld wird sich also lohnen, auch wenn wir es auch kaum erwarten können, den Microlino endlich in Serie zu bringen.» Konfiguriert man sich aktuell einen Microlino in der günstigsten Ausführung, so kommt er inkl. MwSt. auf 12'000 Euro zu stehen. Ob dieser Preis nach den erfolgten Anpassungen auch weiterhin gilt, ist noch nicht bekannt.
    Fazit
    Der grösste Vorteil des Karo ist wohl sein bevorstehender Marktstart. Er wird es aber auch sein, der sich als erster dem Markt stellen muss. Verläuft der Start gut und überzeugt das Fahrzeug, so sind die Chancen intkat, dass er seinen Platz im Markt findet. Der Preis von knapp 18'00 Euro ist allerdings als nicht mehr ganz günstig einzustufen. Es wird sich zeigen, ob sich damit die angepeilten Stückzahlen realisieren lassen.
    Der verspätete Markteintritt von Microlino mag schmerzhaft sein, aber die Macher haben einige Vorteile auf Ihrer Seite. Die meisten Fans des Kabinenrollers sehen das heutige Original im Microlino. Auch wenn die Verspätungen für viele enttäuschend sind, so kann das Schweizer Familienunternehmen mit Image & Sympathie punkten. Profitieren dürften schlussendlich die Kunden. Die direkte Konkurrenz wird den Wettbewerb verstärken und so womöglich auch für die Endkunden zu positiven Effekten führen.  

    Wir freuen uns auf deinen Kommentar. Welches ist dein Favorit? Der Karo oder der Microlino?

    Weitere Links zum Thema:
    Microlino Forum - Das Diskussionsforum für den Microlino
    Microlino Club - Für den unkomplizierten Austausch unter Freunden des Microlinos
    Das Neuste aus der Elektroauto Community auch immer auf Facebook! Wir freuen uns auf dein Like  
    https://www.facebook.com/elektroauto.community/
  9. Elektromobilclub Schweiz unterstützt die Schweizer Mobilitätswende
    Letzten Samstag durfte ich der Generalversammlung des Elektromobilclubs Schweiz (ECS) in Burgdorf bei Bern beiwohnen. Wie üblich wird die jährliche Generalversammlung durch einen zusätzlichen Event, z.B. den Besuch einer interessanten Anlage und/oder eines Unternehmens kombiniert. Dieses Jahr durfte der ECS bei der Fachhochschule Burgdorf zu Gast sein. Diese betreibt u.a ein Labor für Photovoltaiksysteme. Ebenso wird an der Verbindung von Photovoltaik mit Elektrofahrzeugen geforscht. Professor Urs Muntwyler, Dozent an der BFH, bot uns dabei einen äussert interessanten Einblick in seine Tätigkeit und Entwicklungen in der PV-Technik. Mit diesem Bericht möchte ich auch gleich die Möglichkeit nutzen, den ECS etwas näher vorzustellen. 
    Für was steht der Elektromobilclub Schweiz?
    Der ECS Elektromobilclub Schweiz engagiert sich seit 1993 aktiv als Verband im Bereich Elektromobilität. Das Ziel des ECS ist, die Elektromobilität interessierten Kreisen näher zu bringen. Dafür werden regelmässig verschiedene Anlässe organisiert. Der ECS ist in Bezug auf die Vielfalt der Nutzer von Elektromobilfahrzeugen aktuell die grösste Organisation. Entsprechend wichtig ist daher seine Rolle als Unterstützer der nationalen Bestrebungen zur Förderung und Weiterentwicklung der Elektromobilität.
    Informative Anlässe und Veranstaltungen
    Auch wenn ich aus Zeitgründen jeweils nicht alle Anlässe besuchen kann, so sind mir einige Anlässe noch sehr gut in positiver Erinnerung. Z.B. der Besuch bei der Firma Kyburz, der die Auslieferungsfahrzeuge der Schweizer Post herstellt. Auch äusserst interessant war der letztjährige Besuch der Firma BRUSA, bekannt für die Entwicklung und Fertigung von Komponenten für Elektrofahrzeuge. Inhaber Josef Brusa, zeigte in einem Referat eindrücklich auf, wohin die Reise geht oder besser, gehen muss. Ähnlich eindrücklich die Ausführungen von Professor Muntwyler zu den Zukunftsaussichten der Photovoltaik resp. der damit verbundenen Mobilität. Auch wenn die Anreise für solche Anlässe mit einem Zeitaufwand verbunden sind, die Teilnahme hat sich für mich jeweils immer sehr gelohnt. Neben den spannenen Inhalten und Besichtigungen, bleibt auch immer genügend Zeit, sich mit anderen EV-Enthusiasten bei einem Kaffee in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen. Mit der Organistaion von Informations-Ständen an verschiedenen Standorten anlässlich des letzjährigen Tages der Elektromobilität hat der ECS zudem das Thema auch sehr aktiv in die Bevölkerung getragen. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an den Vorstand für die Organisation solcher Anlässe! Ähnliches ist auch wieder für dieses Jahr geplant.
    Vorteile als Mitglied
    Neben Anlässen erhalten ECS Mitglieder regelmässig das Fachmagazin VISION mobility. Es informiert ausführlich und sechs mal jährlich über Neuigkeiten im Bereich alternativ angetriebener Fahrzeuge. Mitglieder bezahlen für die Teilnahme der verschiedenen Anlässen oftmals nichts, je nach Anlass ist sogar die Verpflegung inklusive. Als aktives Mitglied (Einzelmitgliedschaft CHF 70) kommt man also in den Genuss einiger Vorteile. Natürlich bietet sich auch eine aktive Vernetzung im Umfeld der E-Mobilität an, was z.B. für Unternehmensmitgliedschaften eine interessante Option darstellt. Die komplette Liste der Mitgliederkategorien findest du auf der Webseite. Mitgliedschaften ermöglichen dem ECS die Mobilitätswende mitzugestalten. Bist du auch dabei?
    Mitarbeit und Vorstand 
    Der Vorstand setzt sich aktuell aus fünf Mitgliedern zusammen. Die eingetragene Mitgliederzahl beträgt ca. 270. Präsidiert wird der ECS von Marius Bachofen. Der ECS sucht auch immer wieder Akteure, Helfer oder Mitglieder für Fachgruppen oder verschiedene Veranstaltungen. Interessierte Personen dürfen sich jederzeit gerne beim Vorstand melden. Je nach Vorhaben unterstützt der ECS solche Aktivitäten gerne.  
    Wo finde ich weitere Informationen?
    Weitere Information und aktuelle Infos findest du auf der Webseite des ECS. Wer sich auf Facebook gerne austauscht, kann sich auch in der entsprechenden (offenen) ECS Gruppe austauschen.
    Als Mitglied des ECS unterhalte ich zudem auf dieser Seite einen, wir wir es hier nennen, entsprechenden "Club". Er funktioniert ähnlich wie eine Gruppe auf Facebook und stellt eine Ergänzung zu den bestehenden ECS-Präsenzen dar. Mit einem elektroauto.community Nutzerkonto kannst du dich mit einem Klick der Gruppe zuschalten.
    Habe ich dein Interesse für den Elektromobilclub Schweiz geweckt? Wie immer freue ich mich über Kommentare.
  10. Die Elektrifizierung des Verkehrs ist im vollem Gange. So ist es naheliegend, dass die meisten früher oder später Fragen zur Nutzung der verschieden Fahrzeuge Fragen haben. Wie auch in anderen Bereichen, bietet das Internet ein Fülle an Informationen. Nur wo finde ich die passenden Antworten zum Thema? Klar, Google fragen! Doch damit beginnt die Suche ja erst. Eine mögliche Anlaufstelle sind Elektroauto Foren, Blogs oder Facebook Gruppen. Wir nennen dir die wichtigsten Adressen und listen deren Stärken und Schwächen. 
    Bereit? Los geht's! (5 Sterne = maximale Wertung)
     
    1. elektroauto-forum.de
    Wer sich schon länger mit Elektromobilität befasst, der kennt vielleicht noch elweb.de. Ins Leben gerufen hat die Seite Ralf Wagner in den neunziger Jahren. Inhaltlich bot das elweb.de vor allem Informationen für Fahrer von Pionierfahrzeugen. Elektroautos von Tesla gab es damals noch keine. Etwas in die Jahre gekommen, wurde die Seite unter der übernommenen Domain elektroauto-forum.de neu aufgebaut. Schwerpunkte des Angebots sind das Diskussionsforum, News und eine Rubrik für Kleinanzeigen. Die News sind stets aktuell und gut recherchiert. Angemeldete Mitglieder können diese kommentieren. Die Foren sind übersichtlich gestaltet und bieten zeitgemässe Funktionalitäten. Ein WYSIWYG -Texteditor macht die Texteingabe schnell und unkompliziert. Obwohl nun schon seit Mitte 2018  im neuen Kleid online, merkt man dem Forum seine Vergangenheit weiterhin an. Sind die Foren der Pionierfahrzeuge weiterhin recht oft besucht, so enthalten Foren für neuere Fahrzeugtypen vergleichsweise eher wenige Beiträge. Ganz nett ist der Marktplatz. Er ermöglicht das Einstellen von Angeboten und Gesuchen.  Hinzu kommen diverse recht detaillierte Informationsseiten.  Das Team das sich um die Webseite kümmert besteht aus drei Personen. Verantwortlich für den Inhalt (Impressum) ist eine Firma in Singapore. Seit einiger Zeit gibt es nun auch Google Ads auf der Webseite zu sehen. Diese beschränken sich jedoch weitestgehend auf den Header Bereich. Allerdings ist dieses Banner für meinen Geschmack etwas zu gross geraten. Und wenn dann noch "Elektroautos sind out..."  drauf steht, dann ist das etwas nervig.
    Benutzerfreundlichkeit: ⭐⭐⭐⭐
    User-Aktivität:                 ⭐⭐⭐
    Design:                             ⭐⭐⭐
    Funktionalität:                 ⭐⭐⭐
    Umgangston:                   ⭐⭐⭐⭐ - generell freundlich
    Anzahl Mitglieder:           6600 - einige Mitglieder aus Pionierzeiten der Elektromobilität
     
    2. elektroauto.community
    Die neue Community mit gleichnamiger Domain-Endung ist der Newcomer und den Test-Kandidaten. Da ich als Schreiber auch Initiant der Plattform bin, ist die Unabhängigket des Tests natürlich etwas zu hinterfragen. Trotzdem versuche ich möglichst objektiv und selbstkritisch zu bleiben. Ursprünglich als Teil des Elektromobilitäts-Marktplatzes "ev.zone" lanciert, wird der Community-Bereich nun seit Sommer 2019 unter einer eigenen Domain und nicht-kommerziell weitergeführt. Das bisherige Forum wurde in eine professionelle Community Software integriert welche zeitgemässe Funktionalitäten bietet. elektroauto.community bietet mehr als nur ein Forum und wartet mit einer Vielzahl von praktischen und einfach zu bedienenden Funktionen auf wie wir sie auch von Social Media Sites kennen. Vorbei sind die Zeiten als ein Link noch mühsam mit BBCode eingefügt werden musste!
    Neue E-Modelle erhalten standardmässig ihr eigenes Forum. Wer sich in speziellen Interessengruppen austauschen möchte, kann sogenannte "Clubs" gründen. Im Weiteren  gibt es eine Blog-Funktion, die auch die Einbindung bereits bestehender Blogs erlaubt. Ganz neu ist die Video-Funktion, mit der sich z.B. Youtube Videos einfach und schnell einbinden und kategorisieren lassen. Auch einen funktionsreichen Terminkalender gibt es. Wem das noch nicht reicht, ist vielleicht am Marktplatz interessiert. Die Liste ginge noch weiter...Insgesamt ein Elektroauto Forum mit toller Ausstattung und vielen praktischen Funktionen. Die Mitgliederanzahl ist noch etwas bescheiden, aber die 1000er Marke wird demnächst geknackt! Auch mit steigenden Besucherzahlen, möchten wir weiterhin einen freundlichen und angenehmen Umgangston pflegen. 
    Benutzerfreundlichkeit: ⭐⭐⭐⭐
    User-Aktivität:                 ⭐⭐ - steigend!
    Design:                             ⭐⭐⭐
    Funktionalität:                 ⭐⭐⭐⭐⭐
    Umgangston:                   ⭐⭐⭐⭐ - freundlich, hilfsbereit
    Anzahl Mitglieder:           knapp 1000
    3. goingelectric.de
    Es ist die momentan wohl aktivste Forum-Plattform seit es neuere Elektroautos gibt. Gegründet im Jahre 2012, ist sie mit der Einführung der ersten Serienmodelle namhafter Hersteller stetig gewachsen. Neben dem Forum ist vor allem das integrierte Stromtankstellenverzeichnis eine treibende Kraft. Es ist momentan das wohl umfangreichste Verzeichnis welches von der Community auch weiterhin gepflegt wird. Es entstand in einer Zeit, als Ladesäulen je nach Gebiet noch rar waren und die Reichweiten der meisten Elektroautos ohne Nachladen kaum über 200km kamen. Dazu bietet "GE" auch eine Liste mit verfügbaren Elektroautos an, inkl. Angabe der technischen Daten.  In der "Garage" können Mitglieder zudem ihre Fahrzeuge vorstellen. Das Wissen zum Thema ist von der Community auf verschiedenen Seiten in einem Wiki zusammengefasst. Aber auch goingelectric.de  hat so seine Problemzonen. So ist der Umgangston selbst unter EV-Enthusiasten doch eher rauh. Seit der Überarbeitung des Designs erscheinen die Inhalte mehrheitlich in einer weiss-blauen Optik. Das macht die Benutzung zeitweise etwas unübersichtlich resp. sie ist gewöhnungsbedürftig. Die wichtigsten Forum-Funktionalitäten sind vorhanden. Dazu gehört auch ein Texteditor. Leider ist dieser wenig modern und für Formatierungen muss BBCode bemüht werden. Wie viele andere Webseiten auch, wird GE vor allem durch Werbung finanziert. Ohne Werbeblocker kann diese jedoch ganz schön nervig werden! Auch wenn die Plattform viele Mitglieder zählt, so wirkt GE etwas in die Jahre gekommen. Weiterentwicklungen sind seit dem Re-Design kaum mehr dazugekommen. 
    Benutzerfreundlichkeit: ⭐⭐
    User-Aktivität:                 ⭐⭐⭐⭐
    Design:                             ⭐⭐
    Funktionalität:                 ⭐⭐⭐⭐- dank Stromtankstellenverzeichnis!
    Umgangston:                   ⭐⭐ - zeitweise unfreundlich, ruppig
    Anzahl Mitglieder:           ca. 32'000
     
    4. tff-forum.de
    Anders als die obigen Foren ist das Tesla Fahrer & Freunde Forum, kurz "TFF-Forum" wie der Name schon sagt, ein vor allem auf Tesla Fahrzeuge fokussiertes Forum. Es gibt jedoch auch Rubriken in der allgemeine Themen oder über andere Fahrzeuge diskutiert werden können. Das TFF-Forum wiederspiegelt die Fahrzeuge um die es geht. Zeitloses Design, funktional und beschränkt auf das Wesentliche. Auch der Umgangston ist meistens angenehm. Neben dem Forum gibt es ausser einem einfachen Kalender mit wenigen Einträgen noch eine einfache Fahrzeuggalerie. Werbeaktivitäten welche dieses Forum finanzieren sind dezent platziert und stören den Forumsbetrieb kaum. 
    Benutzerfreundlichkeit: ⭐⭐⭐⭐
    User-Aktivität:                 ⭐⭐⭐⭐
    Design:                             ⭐⭐⭐
    Funktionalität:                 ⭐⭐
    Umgangston:                   ⭐⭐⭐⭐ - freundlich, angenehm
    Anzahl Mitglieder:           ca. 14'000
     
    5. Facebook Gruppen
    Facebook Gruppen sind zwar keine klassischen Foren, aber da einiges an Kommunikation und Austausch zum Thema Elektroauto auch über die allmächtige FB-Plattform läuft, so soll sie hier nicht unerwähnt bleiben. Facebook Gruppen sind über die Jahre zu einer starken Konkurrenz für herkömmliche Foren geworden. Das ist insofern interessant, als dass sich die Art des Austausches in einigen Punkten unterscheidet. FB wie auch andere sozialen Medien sind vor allem auch für die Nutzung auf Smartphones optimiert. Damit ist nicht nur die Darstellung des Inhaltes gemeint (auch obige Foren funktionieren einwandfrei auf Mobilgeräten) sondern auch, wie Inhalte auf Mobilgeräten genutzt werden. Und damit ist vor allem die Nachrichtenlänge gemeint. Twitter macht es exemplarisch vor und beschränkt sogar die Textlänge. Der typische Smartphone-Nutzer liest in der Regel nicht gerne lange Texte und begnügt (vergnügt) sich mit vergleichweise wenig Inhalt. Dem entsprechend ist i.d.R. auch die Kommunikation in Facebook Gruppen, nämlich meistens recht oberflächlich. Eine tiefergehende Diskussion ist in solchen Gruppen eher schwierig zu führen. Der grosse Vorteil von FB Gruppen ist die Einbettung in die restliche Facebook Welt. D.h. die Nutzer sind sich an den Umgang mit FB bereits gewöhnt und können sich mit wenigen Klicks in verschiedenen Gruppen anmelden und diese auch wieder verlassen. Die meisten Gruppen werden jedoch von einzelnen Admins betreut und so können je nach Gruppe auch die Do's and Don'ts und damit der Umgangston abweichen. Eines der grössten Mankos von FB-Gruppen ist jedoch die kaum vorhandene Struktur und die dürftige Suchfunktion. Dies führt dazu, dass immer wieder die gleichen Themen und Fragen diskutiert werden. Das kann manchmal schon etwas nervend und zeitraubend sein. Immerhin gibt auf fast jeden geschriebenen Beitrag eine Antwort, wenn auch nicht immer gehaltvolle. 
    Benutzerfreundlichkeit: ⭐⭐⭐⭐
    User-Aktivität:                 ⭐⭐⭐⭐⭐
    Design:                             ⭐⭐
    Funktionalität:                 ⭐⭐⭐
    Umgangston:                   ⭐ - zeitweise problematisch
    Anzahl Mitglieder:           je nach Gruppe von 0 bis ca. 10'000
     
    6. Andere
    An dieser Stelle möchte ich noch auf weitere Elektroauto-Foren hinweisen, die mir ebenfalls bekannt sind und die ich sporadisch besuche. 
    eVW-Forum
    Hier wird über Elektrofahrzeuge aus dem Hause VW diskutiert. Neueres Forum aus dem Jahre 2017. Klassische, einfach  Forums-Umgebung mit Galerie. ca. 1000 Mitglieder. 

    Opel Ampera & Chevrolet Volt Forum
    Das Forum für die Teilzeit-Stromer Opel Ampera und Chevrolet Volt 
     
    Feedback
    Wer kennt noch weitere nennenswerte Foren oder Gruppen für den Austausch? Wo tauschst du dich aus und welche Erfahrungen hast du mit Foren und anderen sozialen Medien gemacht?
    Nutzt du die Plattformen eher zur Unterhaltung oder möchtest du daraus einen Nutzen ziehen? 

    Zum Autor: Stefan Kaufmann ist ambitionierter Web-Entwickler und Community Manager. Neben der Weiterentwicklung der eigenen EV-Community, besucht und schreibt er auch regelmässig in obigen EV-Foren. Er betreut zudem verschiedene Facebook Gruppen mit dem Themenschwerunkt Elektroauto/Elektromobilität.   
     
  11. Mit zunehmender Anzahl Elektroautos auf der Straße steigt auch der Handel von gebrauchten E-Autos an. Da drängt sich meist auch die Frage nach dem Gesundheitszustand (SoH-Wert) der Antriebsbatterie auf. Der State-of-Health (SoH) Wert wird in Prozent ausgedrückt und beinhaltet die noch verfügbare Restkapazität. Die meisten Hersteller garantieren eine Restkapazität resp. einen SoH-Wert von 70% nach 8 Jahren.
    Fahrprofil und Nutzung hat einen maßgeblichen Anteil daran wie sich der Alterungsprozess bei einer E-Auto Batterie entwickelt. Entsprechend interessant ist es, bei einem Kauf/Verkauf zu wissen, wie es um die Batterie steht. Als ich meinen zwei-jährigen Citröen e-C4 verkaufen wollte, habe deshalb einen Batterietest gemacht. Mir war wichtig, dass der zukünftige Eigentümer des Wagens transparent einsehen konnte, wie es um die Batteriekapazität steht. Zur Anwendung kam der Test vom Anbieter AVILOO. Wie der Test funktioniert und was du dazu wissen solltest, habe ich nachfolgend festgehalten. Zuerst aber meine Einschätzung auf die beiden brennendsten Fragen:
     
    1. Verkauft sich ein Elektroauto besser mit einem Batteriezertifikat?
    Nachweisen lässt sich das in den seltensten Fällen. Tatsache ist aber, dass es die Transparenz und meist auch das Vertrauen bei der Kaufabwicklung erhöht. Das ist nach meiner Erfahrung insbesondere bei Privatverkäufen von Wichtigkeit, da der Privatverkäufer meist keine zusätzliche Garantie oder Rückgabemöglichkeit bieten kann.
    Im Weiteren herrscht oftmals noch eine Verunsicherung bei vielen Käufern was die Langlebigkeit der Antriebsbatterie betrifft. D.h. meist wird bei einem Gebrauchtfahrzeug eine gewisse Degradation des Akkus erwartet. In der Realität sind die Werte aber oftmals besser. Mit einem Batterietest kannst du dies transparent nachweisen.
    2. Soll ich ein Elektroauto nur mit Batteriezertifikat kaufen?
    Das kommt meines Erachtens stark auf das angebotene Auto an. Bei Neuwagen die nur wenige Monate beim Händler standen, ist ein solcher Test kaum nötig. Falls es Defekte an der Batterie gibt, greift die Garantie. Bei einem 7 jährigen Elektroauto bei dem die Garantie der Batterie bald abläuft oder bei einem Wagen mit hoher Laufleistung (meist gilt die Garantie für 160‘000km oder 8 Jahre – je nachdem was zuerst eintritt), gibt ein Batterietest Auskunft. Ist die verbleibende Kapazität noch hoch genug für meine Bedürfnisse? Oder besteht allenfalls sogar ein Anspruch auf einen Batterietausch? Wie würdest du entscheiden? Ich meine die meisten Käufer wünschen sich möglichst klare Angaben über den Batteriezustand. Leider sind Angaben zum Batteriezustand bei gebrauchten E-Autos noch nicht weit verbreitet. Wer diese Angaben macht, hat damit der Konkurrenz etwas voraus.
    So funktioniert der Test
    Der Test ist mit minimalem Aufwand verbunden. Alles was du dazu brauchst ist das AVILOO-Testgerät welches du an dein Auto anschließt. Starten kannst du den Test per Web App, indem du auf den Einladungslink der dir per SMS zugesendet wird, klickst. Das Gerät zeichnet dann im Fahrbetrieb alle Parameter auf um die Batteriekapazität deines Elektroautos zu ermitteln. Vor Beginn des Tests sollte die Batterie vollgeladen werden. Sobald der Ladezustand unter 10% sinkt, wird der Test automatisch beendet und du bekommst das Testresultat inner 48h per E-Mail. Du musst die Batterie nicht an einem Stück leer-fahren. Der Test kann somit problemlos in den Alltag integriert werden und bis zu 7 Tage dauern. Das hat bei mir wunderbar funktioniert, inkl. Statusmeldungen per SMS.
    Das Testgerät
    ...ist eine kleine Box die du direkt von AVILOO in ihrem Online Shop beziehen kannst. Diese verbindest du über ein mitgeliefertes Kabel mit dem OBD-Anschluss an deinem Auto. Wo sich diese bei dir befindet, findest du z.B. über eine Suchanfrage bei Google oder...(Anleitung AVILOO?). Während des Tests lässt du die Box angeschlossen. Die gesammelten Batteriedaten werden dann per Mobilfunk an AVILOO übermittelt. Das Testgerät hat ungefähr die Größe einer Aufbewahrungsbox für eine Brille und passt meist problemlos irgendwo in die Mittelkonsole.
    Photo: Die gelieferte Test-Box enthält Anschlusskabel für alle gängigen Fahrzeugtypen
    Die Kosten
    Der Test ist in Deutschland und Österreich für je 99 Euro inkl. MwSt. erhältlich. In der der Schweiz kostet der Test 119 Franken.

    Wie zuverlässig ist der Test?
    AVILOO gibt eine Genauigkeit der verbleibenden Batteriekapazität von +/-3% an.
    Gibt es Test-Alternativen?
    Die Wartungsbetriebe und Vetriebspartner sollten ebenfalls in der Lage sein, den SOh-Wert auszulesen. Meine bisherigen Erfahrungen dazu waren jedoch eher durchwachsen. Einmal ear bei einem SKODA Partner die Software gerade nicht auf dem neusten Stand, was ein Auslesen verhinderte. In einem anderen Fall, teilte mir der Citröen-Händler den Wert zwar mündlich mit, aber er wurde nicht wie gewünscht auf der Rechnung aufgeführt. 
    Einfachere, kostengünstigere "Do-It-Yourself" Methoden habe ich in diesem Foren-Beitrag (Optionen 1-3) zusammengefasst. Sie haben aber gemeinsam, dass sie mit Ungenauigkeiten behaftet sind. Sie eignen sich daher nur für eine grobe Analyse. Falls jemand noch weitere Testanbieter kennt, bitte einfach einen Kommentar hinterlassen.
    Fazit
    Ein Autokauf ist Vertrauenssache. Ein Test gibt beiden Parteien Auskunft über den tatsächlichen Zustand der Antriebsbatterie. Ein ausgestelltes Batteriezertifikat steigert die Transparenz und, sofern auch der Preis stimmt, die Attraktivität des Angebots. Davon profitieren Käufer wie auch Verkäufer. Der Test ist unkompliziert durchzuführen und aussagekräftig. Wer sein Verkaufsangebot möglichst transparnet darstellen möchte oder einfach wissen möchte wie es um seine E-Auto Antriebsbatterie steht, dem kann ich den Test von AVILOO weiterempfehlen. 
    Anbieter:

    AVILOO GmbH
    Brown-Boveri-Straße 16
    2351 Wiener Neudorf
    Österreich
    Photo: Box mit verschiedenen Anschlusskabeln für gängige Marken


     

  12. Unkompliziert Laden: Fastned Autocharge

    Wer kennt es nicht: Du kommst an einer Ladesäule fern der Heimat an. Mit etwas Glück kennst du das Säulendesign und den Anbieter bereits. Mit App oder RFID Karte des Anbieters schaltest du die Säule frei. Das funktioniert soweit ganz ordentlich sofern man die benötigte App bereits eingerichtet hat oder die RFID Karte des Anbieters mit sich führt. Da die verschiedenen Apps der Anbieter sowie deren on-boarding und Abrechnung sich gewöhnlich etwas unterscheiden, gestaltet sich das Ganze meist nicht sehr kundenfreundlich. Und nur immer mit dem gleichen Anbieter laden ist meist auch keine passende Lösung. 
    Tesla macht es EV Fahrern deutlich einfacher. Auto anstecken und laden. Die Supercharger erkennen die Tesla-Fahrzeuge. Abgerechnet wird über den Tesla Account. Es braucht weder eine App noch eine RFID Karte. Einziger Nachteil: Das System ist Fahrzeugen von Tesla vorbehalten. 
    Mit "Autocharge" bietet der niederländische Ladeanbieter Fastned eine elegante Lösung um das Laden zu vereinfachen. Wird das Fahrzeug einmal per App mit der Ladesäule verbunden, erkennt Autocharge bei den nachfolgenden Ladevorgängen das Fahrzeug automatisch und das Laden muss weder durch die App noch mit einer Ladekarte gestartet werden. 
    Nur für Fahrzeuge mit CCS 
    Autocharge funktioniert nur bei Fahrzeugen mit CCS Ladesystem, denn ein dem Fahrzeug eindeutig zugeordneter Code kann nur über das CCS-Protokoll gesendet werden. AC- oder CHAdeMO Stecker bieten diese Funktionalität nicht an. Wobei angefügt werden muss, dass Besitzer eines Audi e-tron, DS 3 Crossback E-Tense oder Mazda MX-30 trotz CCS-Stecker Autocharge nicht nutzen können. Die Vermutung liegt nahe, dass die Identifizierung des Fahrzeuges (momentan noch) unterbunden ist. 
    Der Ladevorgang kann auch mit Drittanbieter-Ladekarten gestartet werden. Details kannst du der Liste der Fastned Ladepartner entnehmen. Ladevorgänge können jedoch nur per RFID-Karte eines Anbieters gestartet werden, App's der Drittanbieter funktionieren nicht. 
    Wie gefällt die das Laden mit Fastned? Hast du schon eigene Erfahrungen damit?
    Bei weiteren Fragen und Problemstellungen hilft dir auch unser Fastned Support Forum weiter.
    Photo: 300kW Ladesäule von Fastned

  13. Im Vergleich zu alteingesessenen Fahrzeugherstellern unterhält Tesla bei Neu- und Gebrauchtwagen ein etwas anderes Vertriebskonzept. Die dabei engere Bindung an die Marke resp. Tesla Stores hat ihre Vor- und Nachteile. Dieser Beitrag soll die verschiedenen Optionen beim Kauf und Verkauf von Tesla Gebrauchtwagen aufzeigen.
    Der Kauf
    Tesla Gebrauchtfahrzeuge sind aktuell sehr gefragt. Vor allem das Model 3 ist je nach Konfiguration (SR+) eher schwierig zu bekommen. Nicht selten werden gebrauchte M3 fast zum Neupreis weiterverkauft. Mit steigendem Fahrzeugangebot anderer Hersteller sowie der Ankunft neuer Tesla Model Y dürften sich dann auch die Preise für gebrauchte Model 3 normalisieren.
    Bei herkömmlichen Herstellern wird ein Großteil der gebrauchten Fahrzeuge wieder über einen Händler in den Verkehr gebracht. Wer einen gebrauchten Tesla sucht, wird jedoch auch recht häufig bei privaten Verkäufern fündig. Gründe dafür könnten die Umstände beim Kauf von Tesla Gebrauchtwagen sein. Denn obwohl es Tesla Stores in den meisten grösseren Städten gibt, so ist die Dichte nicht ganz so hoch wie bei anderen Marken. Dazu kommt, mit einem Privatverkauf lässt sich meist einen höheren Erlös erzielen. Zudem werden aktivierte Services dem neuen Eigentümer gleich mit vererbt.
    Hier einige Quellen wie du zu einem Tesla Gebrauchtfahrzeug kommst:
    Direkt bei Tesla Gebrauchtwagen Bei einem Marken- oder Gebrauchtwagenhändler Bei einem Privatverkäufer (Suche über Autobörsen) Leasing eines Tesla Gebrauchtwagens, z.B. bei https://www.x-leasing.de/ Durch Direktimport eines CPO Tesla (CPO=Certified Pre-Owned) weitere Details dazu bei https://teslawissen.ch/tesla-cpo-gebrauchtwagen-inventar-fahrzeuge/
    Photo: Model X an SuperCharger

     
    Probefahrten möglich? Ja oder Nein?
    Wie bei anderen Fahrzeugmarken auch, empfiehlt es sich auch bei einem Tesla eine Probefahrt zu machen. Wer sich für ein Tesla-Fahrzeug auf tesla.com interessiert, der stößt oftmals auf einen Hinweis, dass Besichtigungen/Probefahrten nicht möglich seien. Anstelle davon erhält der potentielle Käufer eine detaillierten Zustandsbericht über das Fahrzeug.
    Photo: Ausschnitt einer Bildschirmdarstellung auf autoscout24:

    Und was wenn einem das Auto nach der Übergabe trotzdem nicht passt? Wurde keine Probefahrt gemacht, nimmt Tesla das Fahrzeug bei voller Rückerstattung des Kaufpreises zurück, sofern die Rückgabe innerhalb von 7 Tagen oder 1.600 km erfolgt (je nachdem, was zuerst eintritt). Insofern also ein faires Angebot, denn wo sonst ist eine derart lange Probefahrt möglich? Eine Rückgabe dürfte allerdings auch mit etwas Aufwand verbunden sein (Versicherung, Auslösen des Fahrzeuges, usw.).
    Wer vor der Fahrzeugübernahme dennoch auf eine Probefahrt besteht, dem empfehlen wir, den entsprechenden Standort anzurufen. Es soll ja auch Ausnahmen geben...Allerdings könnte damit das oben beschriebene Rückgaberecht entfallen. Weitere nützliche Infos zur Kaufabwicklung findest du auch auf teslawissen.ch.
     
    Der Verkauf
    Teslianer die ihren Wagen eintauschen oder verkaufen möchten, haben folgende Optionen:
    Verkauf und Rückgabe an Tesla Privatverkauf über Autobörsen Verkauf an einen Händler deiner Wahl Verkäufern wird empfohlen, ihre persönlichen Daten vor dem Verkauf durch das Zurückstellen auf Werkseinstellungen im Fahrzeug zu löschen. Ebenso sollte der Verkäufer nach der Fahrzeugübergabe das Fahrzeug aus seinem Tesla Account entfernen (Menupunkt „Verwalten“ -> „Entfernen Sie dieses Fahrzeug von Ihrem Konto.“).
    Darüber, welche Option die bessere ist, haben wir einen Diskussionsbeitrag im Tesla Community Forum eröffnet.
    Der private Verkauf ist meistens mit höheren Erlösen verbunden. Nicht zu unterschätzen ist allerdings auch der zusätzliche Aufwand.
    Wie sind deine Erfahrungen bezüglich Verkauf deines Teslas? Welche Option würdest du bevorzugen? Tesla, Privatverkauf oder Händler?
    Hinterlasse einen Kommentar hier auf dem Blog oder im entsprechenden Diskussionsbeitrag im Tesla Forum:
     
  14. Heute wird viel über Elektroautos geschrieben und berichtet. Weitere Testberichte meinerseits sind also kaum nötig. Trotzdem schreibe ich hier ein paar Zeilen zum neuen Kia e-Soul. Wieso? Weil es Spaß macht und ich so ein paar Erfahrungen mit der EV Community teilen kann. Unverfälscht und authentisch.
     
    Kia e-Soul?
    Tja, manche mögen sich fragen, wieso denn gerade den e-Soul? Wäre ein e-Niro, Honda e oder ID.3 nicht interessanter gewesen? Antwort: Ja, mag sein – bei Gelegenheit hole ich dies gerne nach. Da ich jedoch nicht von Testberichten lebe, bin ich in der Auswahl etwas freier. In der Regel nutze ich einfach interessante Test-Möglichkeiten die sich in meiner Umgebung ergeben. Und so war diesmal der Kia e-Soul der sich anbot. Technisch hat er viele Ähnlichkeiten mit dem Kia e-Niro. Auch der Hyundai Kona ist dem e-Soul technisch ähnlich.
    Das Wichtigste in Kürze:
    Relativ kompakter Elektro SUV und für seine Bauform erstaunlich effizientes EV! Geeignet für alle, die einen praktischen Allrounder brauchen und regelmässig auch längere Strecken ohne Nachladen bewältigen möchten. Gute EV spezifische Ausstattung, 11kW on-board Lader erhältlich. Im Sommer sind 400km Reichweite (kombiniert) gut möglich.
    E-Cargovia Car-Sharing
    Der von mir gefahrene e-Soul ist Teil der e-Cargovia Flotte und hat seinen Stammplatz in der Gemeinde Berikon (Aargau, Schweiz). Er wurde im März 2020 eingelöst und hat mittlerweile bereits über 11‘000km absolviert. Die Fahrzeuge der e-Cargovia Flotte können für einen Stundenansatz von 8 CHF resp. einen Tagessatz von 65 CHF (ohne Kilometerbegrenzung) angemietet werden. Für ein Fahrzeug dieser Klasse ein Top-Preis. Gebucht wird über die App, auch Abholung und Rückgabe erfolgt kontaktlos über die App. Was es dazu braucht, ist lediglich ein Kundenkonto bei dessen Erstellung man die eine Kopie seines Fahrausweises hochlädt.
    Das Auto - die Strecke 
    Mein Fahrzeug war die voll ausgestattete Version „Style“ mit dem großen 64 kWh Akku. In Deutschland entspricht dies der Top-Variante „Spirit“. Gefahren bin ca. 30% Stadt/Agglo und Überland. Der Rest war Schweizer Autobahn, d.h. Geschwindigkeiten zwischen 80 und 120 km/h.
    Gute EV-spezifische Ausstattung
    Die Koreaner machen in diesem Bereich vieles richtig. Seit Frühling 2020 gibt es den e-Soul optional auch mit 11kW onboard-Lader. Bei DC-Ladung sind maximal 77kW möglich was ein guter Wert darstellt. Ebenfalls gut, der Bord-Computer lässt die Einstellung eines Ladelimits zu. Limits können für AC- und DC-Ladungen sogar getrennt eingestellt werden. Der Ladeanschluß befindet sich auf der linken Vorderseite. Auch wenn es Gründe für eine andere Position des Ladeanschlusses gibt, so dürfte mit dieser Positionen das Laden an öffentlichen Ladestationen kaum ein Problem darstellen. Mögliche Ladestationen werden entlang der Route jeweils im Navi eingeblendet. Angewiesen ist man darauf jedoch eher selten. Denn die Batterie mit nutzbaren 64kWh Kapazität erlaubt auch längere Touren ohne Aufladung. 
    Die Batterie ist flüßigkeitsgekühlt. Eine Batterie-Vorheizsystem ist optional erhältlich.

    Fahrleistungen und Stufen / Rekuperation
    Aus diesem Bereich gibt es ausschließlich positives zu berichten. Die vier verschiedenen Fahrmodi ermöglichen eine feine Abstimmung der Leistungsbedürfnisse. Im Modus Sport kommt sogar etwas Tesla-Feeling auf. Die 150kW machen aus dem knapp 1.8 Tonnen schweren Fahrzeug einen äußert flinken Wiesel. Für die Rekuperation gibt es ebenfalls vier Stufen. Bei der stärksten Reku-Stufe sind die Bremsen meist arbeitslos.

    Bedienung
    Im e-Soul findet man sich schnell zurecht. Die allermeisten Funktionen sind über Knöpfe im Cockpit erreichbar, d.h. die Bedienung und das Cockpit-Layout ist eher klassisch. Bedingt durch dieses Konzept und die Vielzahl an Einstellmöglichkeiten und Ausstattungen, gibt es eine eine beträchtliche Anzahl an Tastern, Knöpfen und Drehreglern. Besonders nachts leuchtet einem da so einiges permanent entgegen. Im Top-Modell kommt noch eine impulsgesteuerte Ambientebeleuchtung hinzu. Insgesamt wirkte das Konzept auf mich als zu überladen.

    Ausstattung
    Sehr positiv aufgefallen sind uns die Sitze. Darin lässt sich sehr komfortabel reisen. Die Sitzposition lässt sich (elektrisch) gut einstellen. Auch auf der zweiten Sitzreihe bietet der Wagen gut Platz und die Sitze sind getrennt abklappbar. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut. Einige Kunststoffteile im Innern sind glänzend, was neben den guten Ledersitzen etwas billig wirkt.
    Ab Modell 2021 kommt der e-Soul eine Stützlast Freigabe von 100 kg. Damit sind ist das Anbringen eines z.B. Fahrradträgers möglich. Echte Anhänger darf der Soul aber auch weiterhin nicht ziehen.
    Die Ausstattungsliste ist lang und in der Top-Version werden wohl die meisten Ansprüche erfüllt. Auf der Testfahrt hat sich z.B. die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage inkl. Stopp & Go-Funktion gut bewährt. Auch vom Lane Assist habe ich viel Gebraucht gemacht. Dieser erschien mir jedoch zeitweise etwas „linkslastig“.
    Fazit
    Gut ausgestattetes EV mit dem man wohl problemlos im Alltag und auf Reisen klar kommt. Wer mit dem Design Mühe hat, der wird vielleicht mit den e-Niro aus gleichem Hause glücklich. Evtl. wäre auch der Hyundai Kona eine Alternative. Beide Modelle gibt es ebenfalls mit einer großen 64kWh Batterie.
    Das Verhältnis von Preis-Leistung ist gut. Könnte das eher außergewöhnliche Design einen Wiederverkauf allenfalls etwas erschweren? Möglich. Allerdings wird auch der e-Soul seine Liebhaber finden. Und mit seinen technischen/EV-spezifischen Ausstattung wird er auch in einigen Jahren noch gut mithalten können.
    Der e-Soul ist ab Preisen von Euro 33‘133 (Edition 7) erhältlich. Die Ausstattungslinie „Vision“ schlägt mit Euro 36‘642 zu Buche, die Top-Version „Spirit“ gibt es ab Euro 38‘396.
    Was meinst du zum e-Soul? Kommentiere hier im Elektroauto News Blog. Wir freuen uns auf deinen Kommentar!
    Für Diskussionen zum e-Soul EV, besuche unser Kia e-Soul Forum. 
     

    Mehr Informationen: https://www.kia.com/de/modelle/e-soul/entdecken/
  15. Community Intro auf YouTube

    Nach einigen weiteren Entwicklungsarbeiten kann ich euch den ersten Beitrag für unseren Community Blog vorstellen. Da wir unsere EV Community noch etwas bekannter machen möchten, habe ich dazu ein YouTube Screencast Video erstellt. In kurzen 5 Minuten wird darin die elektroauto.community mit seine  wichtigsten Funktionen kurz vorgestellt. Es war nicht mein erster produzierter Screencast, aber der erste den ich auf YouTube veröffentliche. Ich hoffe ihr verzeiht mir, wenn noch nicht alles perfekt ist. 
    Auch wenn ihr mit der elektroauto.community schon vetraut seid, ich würde mich freuen wenn ihr das Video anschaut und kommentiert. Evtl. ist geplant zu einzelnen Funktionen noch weitere Video-Anleitungen zu erstellen. Ich freue mich auf eure Feedbacks! Und nun...Film ab!
     

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