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microlino-Erfahrungen nach 1500km

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Geschrieben
Am 25.1.2024 um 09:55 schrieb DieRakete:

Die Vielzahl an Einträgen und Nachrichten zu diesem Thema habe ich mir gerade durchgelesen. Ich ziehe den Hut bspw für das Durchhaltevermögen von Franz oder das intensive Nacharbeiten bei anderen Problemen weiterer microlino Inhaber. Daher hier dann ein paar Infos zu meinem microlino und dem Werdegang:

Dolce in paris mint

Abgeholt am 30. Aug 23

Liegen geblieben am 26. Sep 23 nach 542 km

Nach dem Hinweis im Display: Störung der Antriebsbatterie mehrmals durch den Hauptschalter bedient, aber ohne Erfolg. Nach zwei Telefonaten mit der Hotline  - Frau Ortlieb - ist immer sehr nett - konnte aber auch nicht weiterhelfen. In einem weiteren Telefonat mit der Servicehotline habe ich durch einen weiteren Mitarbeiter erfahren, dass zwischenzeitlich in Dortmund ein Autohaus den Service für microlino übernommen habe. 

Dies stellte sich im Nachhinein als Glücksfall heraus. 

Zunächst verkürzte sich der  Anfahrtsweg um 60 km auf 15 km.

Den microlino habe ich seinerzeit in Essen abholen müssen - da dies der einzige Standort im Ruhrgebiet war.

Und das Autohaus in Dortmund hat sehr kompetente und freundliche Mitarbeiter_innen. Die haben mir sehr geholfen und auch in der Kommunikation mit microlino wertvolle Tipps gegeben. Bspw ist es sinnvoll,  microlino unter Fristsetzung mit dem Garantiefall zu konfrontieren. 

Es hat 4 Wochen gedauert,  bis die Antriebsbatterie getauscht war und ich den microlino abholen konnte - aus meiner Sicht könnte dies auch schneller gehen - aber der aftersales Bereich und der Service Bereich bei microlino liegt brach. Leider wollen die nur verkaufen. Ich hoffe, dass es in Zukunft deutlich besser wird. 

Wenn jemand die Kontaktdaten von dem Autohaus in Dortmund haben möchte,  bitte einfach melden. Ich weiß nicht, wie kritisch hier die Datenbeisteuerung gesehen wird. 

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Liebe interessierte micro Fahrer_innen.

Hier ein paar Infos nach 13 Monaten Fahrt mit knapp an die 6.000 Kilometer:

Im Frühjahr diesen Jahres war meine Rakete außerplanmäßig nach ca 2.500 Kilometer in der Werkstatt. Wie die Werkstatt ermittelten konnte, war die Kabelanschlussbuchse in der Karosserie defekt,  sodass der Akku nicht mehr geladen werden konnte. Standzeit in der Werkstatt eine Woche. 

Zwischzeitlich die Jahresinspektion durchgeführt -  ohne Auffälligkeiten. 

Seit dem 23. Oktober 24 steht der Micro wieder - nach insgesamt knapp 6.000 km.

Leider tut sich gar nichts mehr. Über die Funkfernbedienung kann der microlino nicht mehr aktiviert werden. Die Warnblinkanlage funktioniert nicht mehr. Er kann nicht gestartet werden. Er lässt sich nur noch mechnisch, also manuell öffnen. 

Die Werkstatt war nicht aktiv, da der geschulte Hochvolttechniker im Urlaub war. Der soll nun zurück sein. Infos von der Werkstatt habe ich bisher nicht erhalten. Die microlino Hotline hat mich mit einer Email an die Werkstatt verwiesen. 

Es handelt sich um den dritten außerplanmäßigen Aufenthalt in der Werkstatt. 

Meine Begeisterung für das Fahrzeug ist erloschen. 

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  • Zwischenstand hier: Keine größeren Ausfälle. Winterreifen sind drauf. Erstmal technisches: Kleine Mängel, die fast von Anfang an bestanden: Spaltmaße der Schiebefenster sind etwas großzüg

  • Hallo Franz Ich habe soeben 1600km auf meinem Pioneer 989/999 und lebe in der Schweiz. Genau dein Bericht ist auch meine Aussage, ich habe mir eine schöne Displayabdeckung aus Korton und Alcantar

  • Mit ein paar Kinderkrankheiten komme ich zurecht, solange Microlino Hilfestellung leistet. Ich denke auch, dass das Fahrzeug kein Top Seller wird, aber er wird sich wohl eine solide Fan Gemeinde siche

Bilder in diesem Beitrag

Geschrieben

Rakete, Ihren letzten Satz kann ich sehr gut verstehen. Das Service Chaos - oder besser die Service Verweigerung - hat dazu geführt, dass ich meinen Pioneer nach knapp 2 Jahren verkauft habe. Mit deutlichem Verlust natürlich.

Geschrieben

Das Thema Heizung taucht in diesem Forum fast nur in dieser Rubrik auf. Deshalb möchte ich hier beitragen, dass mein Microlino jetzt im Winter nicht oder nach einiger Zeit nur wenig rekuperiert, wenn ich die Heizung eingeschaltet habe. Das verwundert mich, weil gerade bei erhöhtem Energiebedarf die Rekuperation ja sehr hilfreich sein kann. Mit steigender Fahrtdauer nimmt dann auch die Rekuperation wieder zu. Aber wenn man im Stand die Heizung anschaltet werden auf dem "Energieverbrauchsbalken etwa 0,8 mm Energieverbrauch abgebildet, also schon eine ernstzunehmende Verbrauchsgröße.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Lino:

Das Thema Heizung taucht in diesem Forum fast nur in dieser Rubrik auf. Deshalb möchte ich hier beitragen, dass mein Microlino jetzt im Winter nicht oder nach einiger Zeit nur wenig rekuperiert, wenn ich die Heizung eingeschaltet habe. Das verwundert mich, weil gerade bei erhöhtem Energiebedarf die Rekuperation ja sehr hilfreich sein kann. Mit steigender Fahrtdauer nimmt dann auch die Rekuperation wieder zu. Aber wenn man im Stand die Heizung anschaltet werden auf dem "Energieverbrauchsbalken etwa 0,8 mm Energieverbrauch abgebildet, also schon eine ernstzunehmende Verbrauchsgröße.

Das ist normal, weil die Rekuperationsleistung begrenzt ist. Dann ist bei dem erhöhten Stromverbraucht durch die Heizung eben nicht mehr die Volle Rekuperation, dir direkt in den Akku geht möglich... weil die Heizung, im Gegensatz zum Motor, ja auch im Leerlauf viel Strom verbraucht. Daher ist die Reku-Anzeige bei laufender Heizung nicht mehr zu 100% möglich. Korrekt, die Heizung verbraucht sehr viel Energie, bei mir auf 17km immer ca. 5kW/h. (Arbeitsweg). Da brauche ich ohne Heizung im Sommer 15kW/h und im Winter mit Heizung gut 20kW/h.

bearbeitet von K.I.T.T.

Geschrieben
Am 6.11.2024 um 20:28 schrieb SuperMario:

Rakete, Ihren letzten Satz kann ich sehr gut verstehen. Das Service Chaos - oder besser die Service Verweigerung - hat dazu geführt, dass ich meinen Pioneer nach knapp 2 Jahren verkauft habe. Mit deutlichem Verlust natürlich.

In der Schweiz ist der Service zum Glück sehr gut und wird durch die AMAG erledigt.

Geschrieben
Am 6.11.2024 um 16:20 schrieb DieRakete:

Liebe interessierte micro Fahrer_innen.

Hier ein paar Infos nach 13 Monaten Fahrt mit knapp an die 6.000 Kilometer:

Im Frühjahr diesen Jahres war meine Rakete außerplanmäßig nach ca 2.500 Kilometer in der Werkstatt. Wie die Werkstatt ermittelten konnte, war die Kabelanschlussbuchse in der Karosserie defekt,  sodass der Akku nicht mehr geladen werden konnte. Standzeit in der Werkstatt eine Woche. 

Zwischzeitlich die Jahresinspektion durchgeführt -  ohne Auffälligkeiten. 

Seit dem 23. Oktober 24 steht der Micro wieder - nach insgesamt knapp 6.000 km.

Leider tut sich gar nichts mehr. Über die Funkfernbedienung kann der microlino nicht mehr aktiviert werden. Die Warnblinkanlage funktioniert nicht mehr. Er kann nicht gestartet werden. Er lässt sich nur noch mechnisch, also manuell öffnen. 

Die Werkstatt war nicht aktiv, da der geschulte Hochvolttechniker im Urlaub war. Der soll nun zurück sein. Infos von der Werkstatt habe ich bisher nicht erhalten. Die microlino Hotline hat mich mit einer Email an die Werkstatt verwiesen. 

Es handelt sich um den dritten außerplanmäßigen Aufenthalt in der Werkstatt. 

Meine Begeisterung für das Fahrzeug ist erloschen. 

Mein Beileid zu so viel Pech. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb F_B_G:

Mein Beileid zu so viel Pech. 

Danke schön. 

So gerne ich einen Start Up unterstützen möchte bin ich nun nicht mehr motiviert meine Begeisterung aufrecht zu halten und unter diplomatischen Umständen weiter diese Unzulänglichkeiten zu ertragen.

Mal abgesehen davon, dass ich keine Diplomatie beim Konzern ASTARA erkennen kann. Die melden sich gar nicht erst bei mir. 

Geschrieben
vor 33 Minuten schrieb DieRakete:

Danke schön. 

So gerne ich einen Start Up unterstützen möchte bin ich nun nicht mehr motiviert meine Begeisterung aufrecht zu halten und unter diplomatischen Umständen weiter diese Unzulänglichkeiten zu ertragen.

Mal abgesehen davon, dass ich keine Diplomatie beim Konzern ASTARA erkennen kann. Die melden sich gar nicht erst bei mir. 

Deine Ansicht ist völlig verständlich! Dass sich Astara nicht meldet, und dass überhaupt einzelne Microlinos Monate in Werkstätten stehen, weshalb auch immer,  ist mE unerträglich und unprofessionell. Wenn MICRO so einen hohen "Schweizer" Preis für so wenig Auto abruft, dann muss auch der  Service wie ein Schweizer Uhrwerk  performen.  

Geschrieben

Zwischenstand hier: Keine größeren Ausfälle. Winterreifen sind drauf. Erstmal technisches:

Kleine Mängel, die fast von Anfang an bestanden:

  • Spaltmaße der Schiebefenster sind etwas großzügig. Der Dichtfilz hat sich dabei auf der Fahrerseite umgeknickt und die Verriegelung wollte nicht mehr in ihr Gegenstück greifen.
  • Die Außenspiegelverstellung hat eine recht geringe Rückhaltekraft. Verstellen sich sehr leicht selbst, wenn es kälter wird, wird es besser. :) Bis zur offiziellen Lösung wird ein Stück Pappe oder Gummi reingeklemmt.
  • Die Heckklappe muss entweder recht fest zugedrückt oder zugehauen werden zum Einrasten. Vielleicht spiele ich mit den Abstandsbolzen noch etwas herum.
  • Der Blinker springt nach dem Linksabbiegen nur höchst unwillig wieder auf neutral, man muss nachhelfen. Lustigerweise ließ sich das im Stand beim letzten Werkstattbesuch nicht reproduzieren. Nächstes Mal muss der Monteur mal eine Runde drehen.
  • Das kleine Display ist durch „unsachgemäßen Druck“ in der Griffstange ist aus seiner Haltung gesprungen/gebrochen und wackelt jetzt hin und her (verbreitetes Problem). Laut Hersteller muss der Rahmen dafür getauscht werden. Der Werkstattmonteur meinte: „Einfach bissi Kleber rein“.
  • Die Bluetoothbox funktioniert nur halb. Beim Freisprechen gibt sie die Steuerung sofort nach Gesprächsbeginn wieder ans Telefon zurück, so dass Freisprechen nicht funkitioniert. Ist reklamiert.
  • Die Reifen ziehen ordentlich Dreck an die Türschweller und den Popo des Gefährts. Vielleicht doch ein paar Schmutzabweiser anschaffen?
  • Auf den letzten Fahrten schien es mir so, als wäre der Turbo immer an, an der Ampel ging es ungewohnt schnell aus den Startlöchern. Muss das noch mal genauer untersuchen.
  • Erst einmal fast leergefahren bis in den reduzierten Leistungsbereich. Da war auch zu beobachten, dass die Batteriestandsanzeige anfängt, Sprünge zu machen.

 

Entdeckungen:

  • Zum Unterbrechen des Ladens scheint es auszureichen, einmal „Öffnen“ am Schlüssel zu drücken. Der Ladevorgang scheint sich dann auch nicht wieder zu starten, wenn man das Kabel dranlässt. Ein längerer Test steht noch aus. Für uns wäre das sehr praktisch, denn wir müssten zum Abbrechen bei 80% nicht jedesmal das Garagentor öffnen.
  • Man kann oft auch schon losbrausen, wenn das Display noch nicht mal im Ansatz gebootet hat. Hauptsache man hält halbwegs die Reihenfolge mit Zündschlüssel, Bremse und Fahrtrichtungswahlschalter ein.
  • Dafür braucht der Wechsel von Vorwärts- in Rückwärtsgang und umgekehrt etwas mehr Feingefühl. Ungeduld führt da nur zu mehr Verdruss, wenn die Steuerung es mal wieder genau wissen und noch mal die Bremse sehen will.

 

Nun zu den wirklichen Erlebnissen:

Die Reaktionen der Leute sind unbezahlbar. Man muss hier eigentlich für jede Fahrt 10 Minuten extra einplanen, sowohl für die Ankunft als auch für den Zeitpunkt, an dem man wieder heim will. Am meisten Spaß macht die Begegnung mit kleinen Kindern und alten Damen. Erstere scheinen eine natürliche Begeisterung für das Gefährt zu haben, und die alten Damen wollen meist unbedingt wissen, was denn das sei, das so aussehe, wie eine Isetta. Umso begeisterter sind sie, wenn die Türe wirklich nach vorne aufgeht oder sie das „Made in Italy“ lesen, wenn man am Supermarkt einlädt. Heute erst wieder wurde ich von einer Dame mit Rollator abgepasst, um ein Gespräch über das Gefährt anzufangen.

Von Mopedfahrern und manchen Porschefahrern bekommt man ihn und wieder sogar einen Daumen hoch. Nicht so begeistert schauen manche Fahrer großer SUVs, die fühlen sich vielleicht ein wenig in ihrem Weltbild gestört. ;)

Geschrieben

Hallo Ariser! Ein schöner Bericht, mit vielem, dass wir auch erlebt haben und erleben :)

Tatsächlich sind die vielen freundlichen und teils auch begeisterten Reaktionen auf den kleinen Kerl ein beglückender Nebeneffekt des Fahrens mit dem Microlino und einfach git für die Psyche. Und: Man wird dabei quasi automatisch zum Verkaufsberater für den Microlino entwickelt :)

Mit den kleinen Mängeln bin ich inzwischen versöhnt.

Was für uns zählt, ist das wendige und flinke Fahrverhalten im Stadtverkehr, mit dem guten Wendekreis und der guten Chance auf einen Parkplatz, gepaart mit dem einfachen Aufladen an der Steckdose zuhause. Auch das Faltdach ist bei leidlich gutem Wetter ein echter Gewinn an Fahrerglück :)

(Apropos kleine Mängel: Tatsächlich hat bei mir die Bluetooth-Box auch nicht funktioniert, aber telefonieren ist wegen des hohen Innenraumlärmpegels ja sowieso nur im Stand möglich, finde ich. Die Schmutzabweiser an den Radkästen wären wirklich eine gute Idee.) 

Liebe Grüße! Frank

Geschrieben

Ich hab den Microlino jetzt 1 Jahr und hab auch 6.000 km damit gefahren. Ich habe auch das ganze Programm an Mängeln und Service Desastern hinter mir. Soweit ist er jetzt aber stabil. Ich hab ihn für den Winter erstmal weg gestellt. Ja, es macht Spaß damit zu fahren im Sommer und in der Stadt. Was das Thema "freudige Reaktionen" angeht bin ich allederdings eher genervt. Man wird ständig angegafft und wenn man aus dem Supermarkt oder Baumarkt rauskommt lungern bereits 2-4 Rentner um das Auto rum, die immer die gleichen Fragen stellen. Mag sein, dass ich nicht der kommunikativste Typ bin, aber auf Dauer nervt das irgendwie, vor allem wenn man es eilig hat aber auch nicht unhöflich sein will.

Lange Rede kurzer Sinn: Falls jemand Interesse hat an einem blauen Pioneer mit Heckträger in gut gewartetem Zustand und beseitigten Kinder Krankheiten- ich würde meinen zum Attraktiven Preis abgeben. Wohne am Niederrhein. Bei Interesse bitte Privatnachricht.

  • 4 Monate später...
Geschrieben

Erfahrungen nach 1.500 Km

Zunächst möchte ich kurz von meinen Erfahrungen im Rahmen von Gesprächen auf Parkplätzen berichten. Viele Personen erwarten einen gewissen Auto-Standard. Wie alle Microlinofahrer wissen, kann man diesen aber trotz des exorbitant hohen Preises nicht erwarten: Es gibt keinen Airbag, kein elektronisches Stabilitätsprogramm wie ESP, kein ABS, keine Klimaanlage, Heizung geht nur an und aus (drei Ventilatorstufen) und wärmt nicht die Füße, keinen Rückfahrscheinwerfer, keinen Bremskraftverstärker, keine Servolenkung, keinen Innenrückspiegel, keine Sitzheizung, keine Sonnenblende, keine verbauten Lautsprecherboxen, geschweige denn ein Radio, Navi, CD-Player o.ä., nur eine Bluetooth-Box, kein Parktronic, keine Knautschzone, keine 12 Volt – Steckdose, keine beheizten Außenspiegel, keine Neigungsverstellmöglichkeit der Rückenlehne, usw.

Das heißt Konsumverzicht ist von vornherein die Basis der Anschaffung, ein Fahrzeug für Oldtimerfreunde. Man verzichtet hier definitiv nicht auf Ausstattungsmerkmale um Kosten zu sparen, sondern weil man Microlino fahren möchte. Dann tritt man eben stärker in die Bremse, achtet darauf dass man nicht umkippt und schaltet alle fünf Minuten die Heizung an und aus. This is not a car.

Insofern bewerte ich die mangelnde staatliche Förderung auch nicht so stark als Gegenargument. Wer Kosten kalkuliert und später mit dem Angebot von Fahrzeugen vergleicht, kauft sich für das gleiche Geld dann besser ein richtiges Elektroauto.

Dennoch ist der Microlino in Deutschland steuerbefreit bis 2030 (ab dann 22 Euro jährlich J) und wenn man nicht so sehr auf die Umwelt achten möchte, kann man seine CO2-Zertifikate über bestimmte Vertragspartner z.B. an die Mineralölindustrie verkaufen und erhält letztlich über diesen Weg auch einen finanziellen Zustrom. Letzterer konterkariert aber positive Umwelteffekte durch die wegfallenden CO2 – Emissionen des Elektroantriebs.

Aus der Fahrpraxis:

-        Die Heizleistung schwankt bei identischen Außentemperaturen. Manchmal wird es richtig warm und manchmal bei den selben Einstellungen nicht. Evtl. sinkt die Heizleistung parallel zur höheren Geschwindigkeit, aber das war bisher nicht eindeutig.

-        Die Ladeleistung ist für mich überraschend unabhängig von den Außentemperaturen. Bei 20 gemessenen Ladevorgängen zwischen -5 und +17 Grad Celsius an der hauseigenen Schuko-Steckdose draußen lädt er im Mittel 17% in der Stunde bei 8 Ampere. Geringster Wert 16%, höchster Wert 19%. Allerdings lädt er in den unteren Ladezuständen schneller als in den oberen: Von 87 bis 97% 5,4 Minuten pro % und von 25 bis 67% 3,26 Minuten pro %. Dennoch: Je länger die Ladephase, um so höher die % pro Stunde. Was ein wenig im Widerspruch zu dem gerade geschriebenen steht. Es lassen sich schwer allgemeingültige Werte bestimmen, aber mit einer angenommenen Ladeleistung von 17% pro Stunde fährt man schon sehr gut.

-        Bei Außentemperaturen von Null Grad abwärts benötigt der Microlino bei mir maximal 2% Ladung pro Kilometer. Natürlich mit sporadischer Heizung, Scheibenwischer, Licht, manchmal zu zweit, aber wenn man sich zur Schonung der Batterie zwischen 30% und 70% Ladestand bewegen möchte, heißt das im Winter prinzipiell alle 20 Km aufladen. Nachvollziehbar, OK und man kann sich ja auch außerhalb der Werte bewegen, aber es nervt schon ein wenig.

-        Grundsätzlich muss man sich darauf einstellen, dass plötzlich bis zu 7% Ladung weg sind oder auch über Nacht hinzukommen. Allerdings entwickelt man mit der Zeit ein Gefühl dafür, ob der Ladestand zu hoch angezeigt wird und man mit einem plötzlichen Abfall des Ladestandes rechnen muss. Man stellt das Fahrzeug mit 31% ab und hat nach dem erneuten Anschalten plötzlich nur noch 26% Restladung. Aber auch umgekehrt: Mit 76% abgestellt und am kommenden Morgen mit 83% gestartet. Manchmal korrigiert sich die Anzeige innerhalb von Minuten um einige Prozent, aber nicht immer. Dann kann man damit rechnen, dass das irgendwann später passiert. Vielleicht auch erst drei Fahrten später, wenn man zwischendurch nicht lädt.

-        Der Blinker links geht nach abgeschlossenen Abbiegevorgang meistens nicht automatisch wieder in die Nullstellung zurück. Laut Werkstatt gibt es für dieses Problem noch keine Lösung. Bei nahezu allen Microlinos sei dies so.

-        Beide Außenspiegel waren nach 1.000 Kilometern schon so locker, dass sie sich bei jeder Fahrt verstellen. Ich habe sie mit Teilen von aufgerollten Papiertaschentüchern fixiert.

-        In der für meine Körpergröße besten Sitzposition liegt mein Knie genau auf der erhabenen Beschriftung des Scheibenwischerwassertanks. Das wurde mit der Zeit ziemlich schmerzhaft. Ich musste mir dort ein kleines Polster ankleben. Ist aber sicherlich exklusiv mein Problem.

-        Ich nehme an, dass es mit der Außentemperatur zusammenhängt: Ab ungefähr Minus 2 Grad rekuperiert er nicht mehr. Dies wird mit einer Meldung: „Keine Rekuperation“ auf dem Display angezeigt. Mutmaßlich aus Sicherheitsgründen oder weil die Batterie zu kalt ist und das Batteriemanagementsystem keinen Ladevorgang zulässt. Sollte nach meiner Erinnerung laut Bedienungsanleitung aber erst ab -5 Grad Celsius passieren.

-        Im Winter ist ein Vorheizen des Microlino möglich. Zündung an, Heizung an, Tür zu und sich anderen Dingen widmen bis das Eis auf der Frontscheibe geschmolzen ist. Dauert nicht lange. In der Zeit können natürlich Dritte einfach einsteigen und losfahren. Deshalb nur auf dem eigenen Grundstück zu empfehlen.

-        Wenn der Kofferraum mit dem Funkschlüssel geöffnet wird schalten sich leider auch gleich die USB-Steckdosen im Microlino an und damit auch der USB-Lautsprecher wenn man ihn angeschlossen hat. Es ist zwar schön wenn das Abstellen von Einkaufstaschen bereits mit musikalischer Begleitung erfolgt, aber wenn man noch weitere Besorgungen zu erledigen hat ist das unpraktisch. Also trennt man die Verbindung doch lieber und schaltet auf Handbedienung um.

-        Das Innenlicht blendet eigentlich immer.

-        Die Windschutzscheibe verzerrt das Bild in den unteren Bereichen.

-        Schon bei relativ geringer Neigung (geschätzt 10%) rollt das Fahrzeug trotz angezogener Handbremse. Auch wenn das vor 1.500 Kilometern möglicherweise noch nicht so war, bietet es sich an Unterlegkeile anzuschaffen und mitzuführen.

-        Stromzufluß und Rekuperation begannen etwa bei Kilometerstand 1.400 in Wellenbewegungen zu schwanken. Parallel lässt die Bremsleistung der Rekuperation nach, allerdings sind hier keine Wellen zu spüren. Mal sehen wie sich das entwickelt. Die erste Inspektion ist in einem halben Jahr.

-        Die Gosse vor unserer Grundstücksauffahrt ist ziemlich tief, die Einfahrt ziemlich schmal und auf der anderen Straßenseite Parken oft Fahrzeuge. Es gibt also wenig Platz und der Microlino landet beim Rangieren immer wieder mit den Vorder- oder Hinterrädern in dieser Mulde. Um dort heraus zu kommen muss ich zentimeterweise durch hin und her fahren (Schaukeln) einen Schwung aufbauen, der mich dann final bei durchgetretenem Gaspedal aus der Mulde katapultiert. Anders komme ich nicht heraus. Obwohl der Motor locker über die Stärke verfügt und mich herausfahren könnte (Steigung in der Gosse unterhalb 18%), wird dies offenbar durch eine Rutschkupplung verhindert. Es ruckelt und der Motor greift nicht, sondern „dreht durch“. Sehr unangenehmes Gefühl und sehr unangenehme Geräusche. Es entstehen auch Geräusche, wenn man auf abschüssiger Strecke bei geringen Geschwindigkeiten genauso schnell rollt wie man Gas gibt. Manchmal ruckelt er auch beim Anfahren.

Aber hey, eigentlich ist das alles nicht so wichtig, der Fahrspaß überwiegt deutlich. Vorstehendes sind vielmehr Berichts- als Kritikpunkte für den Austausch unter Microlinofahrern und um interessierten Personen einen Einblick zu gewähren. Manches lässt sich sicher auch noch bei der ersten Instektion besser einstellen oder justieren.

Wünsche:

-        Rückfahrscheinwerfer

-        Obwohl die Außenspiegel aufgrund der nach hinten sich verjüngenden Fahrzeugform schon sehr gut zeigen was sich hinter einem befindet, fände ich einen Innenrückspiegel wünschenswert. Gerade beim rückwärts einparken möchte man sich nach dem Schulterblick doch durch einen kurzen erneuten Blick in den Innenrückspiegel versichern, dass nicht doch plötzlich jemand hinter dem Fahrzeug steht.

-        Wünschenswert wären fester einstellbare Außenspiegel, so dass man Eis kratzen kann ohne sie zu verstellen. Die Fenster sind im Winter oft zugefroren und lassen sich nicht öffnen, so dass man die Spiegel nach dem befreien von Eis vor Fahrtantritt nicht wieder richtig einstellen kann.

-        Haltegriff auf der Fahrerseite

-        Nach vorne klappbare Rückenlehne der Fahrersitzbank auf der Beifahrerseite. Würde im Falle eines Unfalles auch die Kofferraumluke als weiteren Notausgang qualifizieren.

-        Aussparungen in der Kofferraumbodenabdeckung, die wirklich ein, am besten zwei Ladekabel schlucken (Säule + Schuko).

-        Die Möglichkeit beim verriegelten Microlino im Winter über eine App die Heizung zum Vorheizen anschalten zu können.

-        Eine kleine brennende Rückleuchte im Tagfahrlichtmodus

-        Im Kofferraum vielleicht eine 12 Volt-Auto-Steckdose für Kühltaschen oder für den Anschluss von Navigationssystemen, o.ä.

-        Einen mechanischen An- und Ausschalter am Innenlicht wäre wirklich gut. Die Steuerung über das Menü ist lästig.

-        Kleine Heizungsdüsen in Fussnähe.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Lino:

Erfahrungen nach 1.500 Km

 

Zunächst möchte ich kurz von meinen Erfahrungen im Rahmen von Gesprächen auf Parkplätzen berichten. Viele Personen erwarten einen gewissen Auto-Standard. Wie alle Microlinofahrer wissen, kann man diesen aber trotz des exorbitant hohen Preises nicht erwarten: Es gibt keinen Airbag, kein elektronisches Stabilitätsprogramm wie ESP, kein ABS, keine Klimaanlage, Heizung geht nur an und aus (drei Ventilatorstufen) und wärmt nicht die Füße, keinen Rückfahrscheinwerfer, keinen Bremskraftverstärker, keine Servolenkung, keinen Innenrückspiegel, keine Sitzheizung, keine Sonnenblende, keine verbauten Lautsprecherboxen, geschweige denn ein Radio, Navi, CD-Player o.ä., nur eine Bluetooth-Box, kein Parktronic, keine Knautschzone, keine 12 Volt – Steckdose, keine beheizten Außenspiegel, keine Neigungsverstellmöglichkeit der Rückenlehne, usw.

 

Das heißt Konsumverzicht ist von vornherein die Basis der Anschaffung, ein Fahrzeug für Oldtimerfreunde. Man verzichtet hier definitiv nicht auf Ausstattungsmerkmale um Kosten zu sparen, sondern weil man Microlino fahren möchte. Dann tritt man eben stärker in die Bremse, achtet darauf dass man nicht umkippt und schaltet alle fünf Minuten die Heizung an und aus. This is not a car.

 

Insofern bewerte ich die mangelnde staatliche Förderung auch nicht so stark als Gegenargument. Wer Kosten kalkuliert und später mit dem Angebot von Fahrzeugen vergleicht, kauft sich für das gleiche Geld dann besser ein richtiges Elektroauto.

 

Dennoch ist der Microlino in Deutschland steuerbefreit bis 2030 (ab dann 22 Euro jährlich J) und wenn man nicht so sehr auf die Umwelt achten möchte, kann man seine CO2-Zertifikate über bestimmte Vertragspartner z.B. an die Mineralölindustrie verkaufen und erhält letztlich über diesen Weg auch einen finanziellen Zustrom. Letzterer konterkariert aber positive Umwelteffekte durch die wegfallenden CO2 – Emissionen des Elektroantriebs.

 

Aus der Fahrpraxis:

 

-        Die Heizleistung schwankt bei identischen Außentemperaturen. Manchmal wird es richtig warm und manchmal bei den selben Einstellungen nicht. Evtl. sinkt die Heizleistung parallel zur höheren Geschwindigkeit, aber das war bisher nicht eindeutig.

 

-        Die Ladeleistung ist für mich überraschend unabhängig von den Außentemperaturen. Bei 20 gemessenen Ladevorgängen zwischen -5 und +17 Grad Celsius an der hauseigenen Schuko-Steckdose draußen lädt er im Mittel 17% in der Stunde bei 8 Ampere. Geringster Wert 16%, höchster Wert 19%. Allerdings lädt er in den unteren Ladezuständen schneller als in den oberen: Von 87 bis 97% 5,4 Minuten pro % und von 25 bis 67% 3,26 Minuten pro %. Dennoch: Je länger die Ladephase, um so höher die % pro Stunde. Was ein wenig im Widerspruch zu dem gerade geschriebenen steht. Es lassen sich schwer allgemeingültige Werte bestimmen, aber mit einer angenommenen Ladeleistung von 17% pro Stunde fährt man schon sehr gut.

 

-        Bei Außentemperaturen von Null Grad abwärts benötigt der Microlino bei mir maximal 2% Ladung pro Kilometer. Natürlich mit sporadischer Heizung, Scheibenwischer, Licht, manchmal zu zweit, aber wenn man sich zur Schonung der Batterie zwischen 30% und 70% Ladestand bewegen möchte, heißt das im Winter prinzipiell alle 20 Km aufladen. Nachvollziehbar, OK und man kann sich ja auch außerhalb der Werte bewegen, aber es nervt schon ein wenig.

 

-        Grundsätzlich muss man sich darauf einstellen, dass plötzlich bis zu 7% Ladung weg sind oder auch über Nacht hinzukommen. Allerdings entwickelt man mit der Zeit ein Gefühl dafür, ob der Ladestand zu hoch angezeigt wird und man mit einem plötzlichen Abfall des Ladestandes rechnen muss. Man stellt das Fahrzeug mit 31% ab und hat nach dem erneuten Anschalten plötzlich nur noch 26% Restladung. Aber auch umgekehrt: Mit 76% abgestellt und am kommenden Morgen mit 83% gestartet. Manchmal korrigiert sich die Anzeige innerhalb von Minuten um einige Prozent, aber nicht immer. Dann kann man damit rechnen, dass das irgendwann später passiert. Vielleicht auch erst drei Fahrten später, wenn man zwischendurch nicht lädt.

 

-        Der Blinker links geht nach abgeschlossenen Abbiegevorgang meistens nicht automatisch wieder in die Nullstellung zurück. Laut Werkstatt gibt es für dieses Problem noch keine Lösung. Bei nahezu allen Microlinos sei dies so.

 

-        Beide Außenspiegel waren nach 1.000 Kilometern schon so locker, dass sie sich bei jeder Fahrt verstellen. Ich habe sie mit Teilen von aufgerollten Papiertaschentüchern fixiert.

 

-        In der für meine Körpergröße besten Sitzposition liegt mein Knie genau auf der erhabenen Beschriftung des Scheibenwischerwassertanks. Das wurde mit der Zeit ziemlich schmerzhaft. Ich musste mir dort ein kleines Polster ankleben. Ist aber sicherlich exklusiv mein Problem.

 

-        Ich nehme an, dass es mit der Außentemperatur zusammenhängt: Ab ungefähr Minus 2 Grad rekuperiert er nicht mehr. Dies wird mit einer Meldung: „Keine Rekuperation“ auf dem Display angezeigt. Mutmaßlich aus Sicherheitsgründen oder weil die Batterie zu kalt ist und das Batteriemanagementsystem keinen Ladevorgang zulässt. Sollte nach meiner Erinnerung laut Bedienungsanleitung aber erst ab -5 Grad Celsius passieren.

 

-        Im Winter ist ein Vorheizen des Microlino möglich. Zündung an, Heizung an, Tür zu und sich anderen Dingen widmen bis das Eis auf der Frontscheibe geschmolzen ist. Dauert nicht lange. In der Zeit können natürlich Dritte einfach einsteigen und losfahren. Deshalb nur auf dem eigenen Grundstück zu empfehlen.

 

-        Wenn der Kofferraum mit dem Funkschlüssel geöffnet wird schalten sich leider auch gleich die USB-Steckdosen im Microlino an und damit auch der USB-Lautsprecher wenn man ihn angeschlossen hat. Es ist zwar schön wenn das Abstellen von Einkaufstaschen bereits mit musikalischer Begleitung erfolgt, aber wenn man noch weitere Besorgungen zu erledigen hat ist das unpraktisch. Also trennt man die Verbindung doch lieber und schaltet auf Handbedienung um.

 

-        Das Innenlicht blendet eigentlich immer.

 

-        Die Windschutzscheibe verzerrt das Bild in den unteren Bereichen.

 

-        Schon bei relativ geringer Neigung (geschätzt 10%) rollt das Fahrzeug trotz angezogener Handbremse. Auch wenn das vor 1.500 Kilometern möglicherweise noch nicht so war, bietet es sich an Unterlegkeile anzuschaffen und mitzuführen.

 

-        Stromzufluß und Rekuperation begannen etwa bei Kilometerstand 1.400 in Wellenbewegungen zu schwanken. Parallel lässt die Bremsleistung der Rekuperation nach, allerdings sind hier keine Wellen zu spüren. Mal sehen wie sich das entwickelt. Die erste Inspektion ist in einem halben Jahr.

 

-        Die Gosse vor unserer Grundstücksauffahrt ist ziemlich tief, die Einfahrt ziemlich schmal und auf der anderen Straßenseite Parken oft Fahrzeuge. Es gibt also wenig Platz und der Microlino landet beim Rangieren immer wieder mit den Vorder- oder Hinterrädern in dieser Mulde. Um dort heraus zu kommen muss ich zentimeterweise durch hin und her fahren (Schaukeln) einen Schwung aufbauen, der mich dann final bei durchgetretenem Gaspedal aus der Mulde katapultiert. Anders komme ich nicht heraus. Obwohl der Motor locker über die Stärke verfügt und mich herausfahren könnte (Steigung in der Gosse unterhalb 18%), wird dies offenbar durch eine Rutschkupplung verhindert. Es ruckelt und der Motor greift nicht, sondern „dreht durch“. Sehr unangenehmes Gefühl und sehr unangenehme Geräusche. Es entstehen auch Geräusche, wenn man auf abschüssiger Strecke bei geringen Geschwindigkeiten genauso schnell rollt wie man Gas gibt. Manchmal ruckelt er auch beim Anfahren.

 

Aber hey, eigentlich ist das alles nicht so wichtig, der Fahrspaß überwiegt deutlich. Vorstehendes sind vielmehr Berichts- als Kritikpunkte für den Austausch unter Microlinofahrern und um interessierten Personen einen Einblick zu gewähren. Manches lässt sich sicher auch noch bei der ersten Instektion besser einstellen oder justieren.

 

Wünsche:

 

-        Rückfahrscheinwerfer

 

-        Obwohl die Außenspiegel aufgrund der nach hinten sich verjüngenden Fahrzeugform schon sehr gut zeigen was sich hinter einem befindet, fände ich einen Innenrückspiegel wünschenswert. Gerade beim rückwärts einparken möchte man sich nach dem Schulterblick doch durch einen kurzen erneuten Blick in den Innenrückspiegel versichern, dass nicht doch plötzlich jemand hinter dem Fahrzeug steht.

 

-        Wünschenswert wären fester einstellbare Außenspiegel, so dass man Eis kratzen kann ohne sie zu verstellen. Die Fenster sind im Winter oft zugefroren und lassen sich nicht öffnen, so dass man die Spiegel nach dem befreien von Eis vor Fahrtantritt nicht wieder richtig einstellen kann.

 

-        Haltegriff auf der Fahrerseite

 

-        Nach vorne klappbare Rückenlehne der Fahrersitzbank auf der Beifahrerseite. Würde im Falle eines Unfalles auch die Kofferraumluke als weiteren Notausgang qualifizieren.

 

-        Aussparungen in der Kofferraumbodenabdeckung, die wirklich ein, am besten zwei Ladekabel schlucken (Säule + Schuko).

 

-        Die Möglichkeit beim verriegelten Microlino im Winter über eine App die Heizung zum Vorheizen anschalten zu können.

 

-        Eine kleine brennende Rückleuchte im Tagfahrlichtmodus

 

-        Im Kofferraum vielleicht eine 12 Volt-Auto-Steckdose für Kühltaschen oder für den Anschluss von Navigationssystemen, o.ä.

 

-        Einen mechanischen An- und Ausschalter am Innenlicht wäre wirklich gut. Die Steuerung über das Menü ist lästig.

 

-        Kleine Heizungsdüsen in Fussnähe.

 

Das sind sehr zutreffende Analysen, Respekt für die Arbeit, die Du Dir gemacht hast. 

Geschrieben

Einige Sachen sehe ich genauso, bei anderen habe ich einen andere Meinung. Bei den ganzen Erweiterungen, die dem Microlino fehlen sollen, müsste das Auto 30-40.000 € kosten. Da ich früher einen Twizy gefahren habe, ist der Microlino ein großer Schritt nach vorne. Ich bin auch nach anderthalb Jahren und über 7000 km noch voll überzeugt.

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb Karsten Viereck:

Einige Sachen sehe ich genauso, bei anderen habe ich einen andere Meinung. Bei den ganzen Erweiterungen, die dem Microlino fehlen sollen, müsste das Auto 30-40.000 € kosten. Da ich früher einen Twizy gefahren habe, ist der Microlino ein großer Schritt nach vorne. Ich bin auch nach anderthalb Jahren und über 7000 km noch voll überzeugt.

Es muss ja nicht gleich alles sein.  @Lino hat auch  einfach zu realisierende und sehr gute Vorschläge gemacht,  zB das Nutzen der Heizung bei *verriegelten* Fahrzeug sollte gehen. Damit man ihn bei Frost, wenn die Scheiben von innen und außen vereist sind, nicht mit Schlüssel stehen lassen muss. Oder die Heizung, welche zwei Stufen haben könnte. Das kostet doch in der Herstellung nicht viel. 

bearbeitet von F_B_G

Geschrieben

Das ist soweit auch ok. Wobei, die Scheibe enteist eigentlich recht schnell, eigentlich alles eine Frage der Timings/Planung. Wenn ich zb zur Arbeit muss, kann die Zeit fürs enteisen, die Zeit sein, die man zu spät kommt. Klar. Einige Minuten früher dran denken, geht aber auch😉

ich hatte früher einen R4, da war die Heizung längst nicht so gut, wie im Microlino, obwohl sie Stufen hatte….

Ich glaube, die schwankende Heizleistung hängt von der „Luftmenge“ im Innenraum ab. Wenn der Kofferraum beladen ist, wird’s schneller warm, da weniger Luft zum umwälzen da ist. Ist aber auch nur ne Vermutung.

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb Karsten Viereck:

Einige Sachen sehe ich genauso, bei anderen habe ich einen andere Meinung. Bei den ganzen Erweiterungen, die dem Microlino fehlen sollen, müsste das Auto 30-40.000 € kosten. Da ich früher einen Twizy gefahren habe, ist der Microlino ein großer Schritt nach vorne. Ich bin auch nach anderthalb Jahren und über 7000 km noch voll überzeugt.

Vielen Dank fürs Durchlesen. Klar müssen wir nicht alle einer Meinung sein und sicher sind Ansprüche und Bedürfnisse unterschiedlich. Ich schrieb ja auch: "Aber hey, eigentlich ist das alles nicht so wichtig, der Fahrspaß überwiegt deutlich. Vorstehendes sind vielmehr Berichts- als Kritikpunkte für den Austausch unter Microlinofahrern und um interessierten Personen einen Einblick zu gewähren. Manches lässt sich sicher auch noch bei der ersten Instektion besser einstellen oder justieren."

Um Mißverständnissen vorzubeugen möchte ich einfach darauf hinweisen, dass die Liste am Anfang sich auf die Nachfragen der Personen auf Parkplätzen bezieht. Dann folgen meine Beobachtungen aus der Fahrpraxis und am Ende erst meine Wünsche. Und die sind nicht so finanzintensiv und bringen auch nicht viel Gewicht mit sich, wie z.B. ein mechanischer Schalter an der Innenbeleuchtung o.ä.

Viele Grüße

Lino

 

Geschrieben
Am 29.3.2025 um 14:16 schrieb Karsten Viereck:

Das ist soweit auch ok. Wobei, die Scheibe enteist eigentlich recht schnell, eigentlich alles eine Frage der Timings/Planung. Wenn ich zb zur Arbeit muss, kann die Zeit fürs enteisen, die Zeit sein, die man zu spät kommt. Klar. Einige Minuten früher dran denken, geht aber auch😉

ich hatte früher einen R4, da war die Heizung längst nicht so gut, wie im Microlino, obwohl sie Stufen hatte….

Ich glaube, die schwankende Heizleistung hängt von der „Luftmenge“ im Innenraum ab. Wenn der Kofferraum beladen ist, wird’s schneller warm, da weniger Luft zum umwälzen da ist. Ist aber auch nur ne Vermutung.

Hallo Karsten,

also ich sehe das Vorheizen des Microlinos auch als absoluten Luxus an, man kann natürlich die Scheiben auch einfach mit einem Eiskratzer vom Eis befreien. Das ist für mich auch die übliche Vorgehensweise. Aber es ist natürlich auch schön sich bei Minusgraden in einen vorgewärmten Microlino zu setzen.

Meine Thesen zu den schwankenden Heizleistungen wären, dass es einerseits von der Geschwindigkeit abhängt, vielleicht drückt bei höheren Geschwindigkeiten mehr Luft ins System, die dann wegen des höheren Durchflusses weniger erwärmt wird, oder andererseits, dass das Batteriemanagementsystem aufgrund von irgendwelchen Faktoren zeitweise die Energiezufuhr in die Heizung drosselt. Für letzteres spricht, dass ich irgendwann die Heizung durch Umstellen auf „Windschutzscheibe“ während der Fahrt reanimieren konnte. Freie Sicht ist ja sicherheitsrelevant.

Aber vielleicht ist sie bei mir ja auch nur defekt. Oder hast du ähnliche Erfahrungen gemacht, als es noch so richtig kalt war? Jedenfalls war mein Kofferraum immer leer.

Viele Grüße

Lino

Geschrieben

Hallo Lino,

ich habe da noch nicht intensiv drauf geachtet. sondern nur das so wahrgenommen, was ich geschrieben hatte. Ich mache die Heizung auch immer nur sporadisch an, nicht durchgehend. Wahrscheinlich hängt das damit zuammen, dass ich Schwankungen (noch) nicht bemerkt habe.

Gruß

Karsten

Geschrieben
  • Autor

Die - gefühlten - Temperaturschwankungen könnten evtl. durch die unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalte der zu erwärmenden Außenluft entstehen. 
VG Franz

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