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Reichweiten Tricks

Featured Replies

Geschrieben

Hallo Twik´ies,

 

im alten Forum gab es oft Ratschläge für bessere Reichweite. Besonders wichtig für NI-CD-Sparfüchse. Ich erinnere mich besonders an:

 

Hoher Reifendruck

Laden und gleich fahren

Im Winter doppelt laden

Wenig Gewicht rumschleppen

Kein Tempomat sondern Tippen

Lieber Ausrollen als Rekupieren

Abends die Restladung für etwas anderes nutzen

Kleinere Rückspiegel

Scheibenwischer immer mittig.....

 

Wer hat noch mehr Tricks auf Lager?

Wie finde ich meine maximale Reichweite?

Wie komme ich dann zur nächsten Steckdose?

Wie vergleiche ich meinen Wirkungsgrad? (Stromzähler zu km)

 

Bitte tragt etwas zusammen

 

Gruß

Nowar

 

Geschrieben

Hallo,

 

fahren alle schon LiMg?

 

Zu Deinen Tipps:

Doppelt Laden führt zu nochmaliger Temp Erhöhung um 7 GradC, nicht so gut für die Batts.

Scheibenwischer mittig ist in D sogar vorgeschrieben (außer es regnet :roll: )

 

Zum Punkt Restladung verwenden ein RE-Tipp von mir:

Da ich im Winter den Weg zur Arbeit jedesmal nicht mehr schaffte als ich mit Licht fahren musste bekamen die 12 Volt Unterstützung von einem Blei-Gel-Akku (17 Ah). Das waren im Vergleich zu den FahrBatts ca 10 Prozent Kapazität und eben die letzten 4-5km die fehlten. Während der Fahrt ist der DC-DC dann abgeschaltet.

Hat bei neuem Akku für die knappe Stunde Fahrt gereicht, danach den DCDC wieder aufgeschaltet und die Restenergie der Batts gemütlich in den 12 Volt-Akku geschoben. Um ihn auf Ladeschlußspannung zu bringen ist ein kleiner IVT-Steckerlader parallel dabei.

Unterdessen "parken" noch zwei 12Ah- Blocks jeweils hinter den Scheinwerfern damit es bei längeren Touren nicht zum Blackout kommt. (Die NiCds sind halt schneller wieder voll zu bekommen als die Bleidinger)

 

Gruß Martin

 

 

Geschrieben

Die 12V-Batterie-Unterstützung habe ich auch. Zum Laden dieser Bleigel-Batterie verwende ich ein biegsames polykristallines Solarpanel, welches ich mir aufs Dach gespannt habe. Funktioniert ganz gut, solange die Sonne scheint!

8)

Geschrieben

Hallo Eugen,

 

wollte ich auch schon machen, aber die Dinger sind ja echt teuer, außerdem steht mein TWIKE sowohl daheim als auch bei meinen Arbeitgebern jeweils in der (Tief-) Garage. Die paar Stunden die es mal in der Sonne in der Stadt steht sind das Riskio nicht wert dass es noch jemand durch Sabotage beschädigt.

 

Meine PV-Anlagen sind "sicher" immobil auf den Dächern Zu Hause installiert.

Gruß Martin

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Hallo, das ist ja interessant!

 

Wie wird die 12V - Unterstützung denn geschaltet?

An die Sicherungen mit 2-poligem Umschalter ran?

Zum Laden der Bleiakkus das Twike im Stand laufen lassen während das 12V - Bordnetz mit dem Bleiakku verbunden ist?

 

Vielen Dank für die Aufklärung, Hendrik

 

Geschrieben

Hallo Hendrik,

 

kommt auf die Anwendung oder Bedürfnisse an.

Li-Fahrer werdens nicht brauchen (der Reichweite wegen) eher schon wegen Ausfall DCDC. Da langt dan ein kleiner Akku parallel für den Notfall.

 

NiCd-Fahrer mit Reichweiten Problem nehmen etwas mehr Ahs, so daß die max. Fahrtzeit mit Licht abgedeckt ist.

Für mich und meine 45 km = ca. eine Stunde sollten das ungefähr 20 Ah sein. Mehr kann nicht schaden, bringt halt auch mehr Gewicht. Baut man zwei 15 Ah-Blocks hinter die Scheinwerfer/Verkleidungen hat man auch etwas mehr Traktion auf dem Vorderrad. (Braucht aber etwas dickere Leitung nach hinten, eine Sicherung direkt an den Batterien ist zu empfehlen)

 

Anschluß direkt auf der Verbraucherseite am Sicherungs"Kasten".

Wenn nun die Sicherung vom DCDC gezogen wird hat er Pause, der volle 12V Strom kommt aus den Zusatzakkus.

Bleibt die Si drinn ergibt sich nur eine kleine Unterstützung da die Akkus recht schnell unter 13 Volt fallen und so der meiste Strom wieder vom DCDC kommt.

Komfortabler ist es den Strom vom DCDC über einen Schalter zu trennen (vor der Fahrt) und beim Laden oder zum Restentladen der Fahrbatterie wieder einzuschalten. (Sehr gut gegen Memory-Efekt, absolut batterieschonend und gleichzeitig Energie einsparend da diese nicht sinnlos in den Lampen verheizt werden muss)

Direkt am Si-Verteiler angebracht, kann auch während der Fahrt der DCDC wieder aufgeschaltet werden. Ist dann wichtig wenn die 12 Volt "weich" werden, Licht zu schwach, Wischer hängt oder die Steuerung muß neu auftstarten, nach Blinken oder Bremsen (sehr blöd wenn beim Rekuperieren plötzlich die Bremswirkung ausfällt da sich der Computer dank Unterspannung verabschiedet).

Fürs richtig Volladen langt, wenns nicht so hurtig gehen muß, ein kleines Steckerladegerät (ca. 2A) dass die Batterien von 13,XX vom DCDC auf 14,4 Volt Ladeschlußspannung hebt.

Für das "Ziehen" der Restenergie aus den Fahrbatts muß das TWIKE nicht an sein.

Der DCDC läuft ja immer, auch bei NOT-Aus durch die Dioden parallel zu den Batt-Relais.

 

Gruß Martin

 

Geschrieben

Aha, es reicht also ein einfacher einpoliger Umschalter (Gleichstromgeeignet).

Batterieminus wird dauerhaft mit DCDC-minus verbunden. Batterieplus geht entweder an die Beleuchtung oder an den DCDC-plus. Die Verbindung zwischen DCDC und Beleuchtung wird dauerhaft unterbrochen.

Besser wäre wohl noch eine Variante bei der eine Art Drehschalter alle drei Kombinationen (DCDC-Licht, DCDC-Batterie und Batterie-Licht) im Wechsel schalten kann.

 

Danke, Hendrik

Geschrieben

Hallo Hendrik,

 

im einfachsten Fall ein ganz primitiver Kippschalter aus dem KFZ Bereich,

braucht nicht mal ein UM zu sein, ein EIN reicht um zu den DCDC abzutrennen.

 

Dreh/Umschalter für so 20A sind da schon seltener/teurer, ganz von der Verkabelung abgesehen auch nicht zwingend nötig.

 

Für den (seltenen) Fall die 12V-Batt abschalten zu müssen, eventuell wenn ganz leer, um den Ladestrom bei Fahrt zu vermeiden kann auch die Batt-Sicherung entfernt werden.

Ist aber echt marginal da der Ladestrom vom DCDC in die Batt schnell gegen kleine Werte geht da eben die Speisespannung deutlich unter Ladeschlußspannung liegt.

 

Gruß Martin

 

Geschrieben

Na ja, dannn will ich nach dem langen Exkurs zu den Zusatzgeräten doch noch mal zum eigentlichen Thema - Reichweiten-Tricks - zurückkommen:

 

Was ich bisher bei den Tipps ein bisschen vermisse, ist das eigene Fahrverhalten im Verkehr, insbesondere der Verzicht auf Geschwindigkeit: Im Unterschied zu Verbrennern, die ja ihr Optimum an Verbrauch bei gleichbleibenden ca. 60 - 90 km/h im höchsten Gang haben, wirkt sich beim E-Antrieb die gefahrene Geschwindigkeit direkt auf den Stromverbrauch und damit die Reichweite aus. Je gemächlicher man fährt, desto weiter kommt man. Ich habe da beim Umstieg aufs TWIKE auch erst mal eine Weile gebraucht, bis ich mich darauf eingestellt hatte, dass 100 km/h eben nicht das Maß aller Dinge sind, sondern man mit 60 Sachen sein Ziel fast genauso schnell, dafür aber stressfreier und sicherer erreicht.

 

Ziemlich wichtig ist es wohl auch, das Gelände auszunutzen: Wenn's bergauf geht, kostet Beschleunigen unnötig viel Energie, also besser (auch minimale) Steigungen mit gleichbleibender Geschwindigkeit nehmen und Gefällestrecken zum Beschleunigen nutzen. Ich weiß nicht, ob man sich da im Gebirge so sehr danach richten kann, aber selbst hier im ziemlich platten Rheingraben hat's da immer Niveauunterschiede, die man im "Normal-PKW" kaum wahrnimmt und erst im TWIKE am Ende der Reichweite bemerkt und auszunutzen beginnt.

 

Das fällt dann eigentlich auch schon in die Hauptkategorie vorausschauende Fahrweise; auf möglichst gleichmäßige Geschwindigkeit zu achten bringt ziemlich viel, wer weit vorausblickt, kann sich zB schon bei der Annäherung an eine rote Ampel ausrollen lassen, so dass er sie erst erreicht, wenn sie wieder auf Grün geschaltet hat und dann nicht anzuhalten braucht, sondern durchfahren kann. Jeder vermiedene Halt erspart das erneute Beschleunigen und damit einen Haufen Energie. Auch wer die Ampelschaltungen kennt, kann sich darauf einstellen; so kenne ich einige Abzweige, wo ich bei "Grün" drüberfahre und dann bei "normalem" Tempo mit tödlicher Sicherheit an der nächsten Ampel stehen muss; fahre ich dagegen nur mit 20-30 km/h weiter, erwische ich die Grünphase der nächsten Ampel ohne Halt und habe nicht nur die Energie für die Beschleunigung auf und das Fahren mit den "normalen" 50 km/h gespart, sondern auch für das erneute Anfahren an der nächsten Ampel. Da lasse ich die anderen, "zügigen" Autos doch gerne vorbei, die stehen dann bei Rot und kommen auch nicht schneller weiter als ich.

 

Schließlich: Im TWIKE Active kräftig mitstrampeln - bringt wohl nicht fürchterlich viel, aber wenn's drum geht, noch eine Steckdose zu erreichen, könnten das die entscheidenden Meter sein. Dabei gehe ich davon aus, dass der Effekt wiederum umso größer ist, je geringer die gefahrene Geschwindigkeit ist, denn umso größer ist der Anteil der doch sehr beschränkten Muskelkraft am Gesamt-Energieaufwand. Im heraufziehenden Winter allerdings tendenziell mit stark beschlagenen Scheiben verbunden...

 

Tja, und der letzte große Vorteil des Leicht-Elektromobils gegenüber normalen PKW: Wenn die Reichweite dann tatsächlich einmal unwiederbringlich erreicht ist, die Akkus fast gar nix mehr hergeben, kann man erst mal in Stufe I aussteigen, den Tempomat auf Schrittgeschwindigkeit stellen und nebenher laufen - ohne Beladung schnurrt das TWIKE durchaus auch noch weiter, wo es mit Fahrer nicht mehr wollte, ist halt nicht so ganz einfach mit dem Lenken (und ziemlich verboten sicher auch). Und zum Schluss geht auch noch ganz locker Stufe II: Was man bei keinem anderen PKW schafft, ist beim TWIKE ein Kinderspiel, nämlich Schieben - geht nicht schwerer als einen voll beladenen Einkaufswagen voranzubringen, nur ist halt wieder die Steuerung etwas schwierig (ich hatte schon mal bei so einer unfreiwilligen Schiebung überlegt, ob ich mir nicht eine Schnur reinlege, die ich an den Joystick binden und dann links und rechts herausführen kann, so dass ich beim Schieben von hinten per Zug links oder rechts steuern kann, aber das sind dann wohl so verzweifelte Gedanken in extrem nervigen Situationen, gemacht hab' ich's dann doch nicht...) :roll:

 

Gruß Bodo

Geschrieben

Hallo Bodo,

 

ja hast Recht, hätte man einen neuen Thread anfangen können.

Ist aber definitiv meine "Reichweitenrettung" mit dem Lichtakku.

 

Danke für Deine Tipps, gelten hoffentlich größtenteils auch für (Stinker) Fahrer und sollten einem heutzutage in der Fahrschule beigebracht werden.

60 kmh ist ok und Pedalieren umso besser je langsamer man fährt da man ja länger Energie einbringen kann (wenn man noch kann)

 

Gruß Martin

PS Schieben von hinten ist auch deswegen nicht gut weil man nirgends vernünftig Druck machen kann da oben kein Rahmen ist.

Seitlich kann man zur Not auch schnell wieder Bremsen!

Hinten dann mit "Zügel" anziehen und Ho rufen? :roll:

Geschrieben

Na ja, man könnte ja eine zweite Schnur am Handbremshebel befestigen, dann unter unter dem Einsteig-/Pedalübertragungsrohr durch und oben rausführen, wenn man daran zieht, geht die Handbremse zu ? "Reißleine" sozusagen !

 

Oder wie wär's damit, schon mal vorsorglich immer ein "halbiertes" Klapprad (ohne Vorderteil) mitzuführen, das man im Falle eines Falles hinten anschnallen und mit dem man das TWIKE dann schieben könnte ?

 

...und nun kehren wir von unserem kleinen Exkurs zu aberwitzigen Irrsinnsideen zurück zur vernünftigen Diskussion...

 

Also eine extra Untersetzung für die Pedal-Schaltung, damit man das TWIKE auch mal per Pedale ohne Strom fortbewegen könnte und nicht bei der geringsten Steigung sofort scheitert, das wäre in solchen Situationen schon mal sehr hilfreich !

Geschrieben
  • Autor

Hallo,

jetzt bitte ich euch auch mal um eure Einschätzungen.

 

1. Die Beifahrerpedale festlegen. Erhöht das die Reibung in der Kupplung oder verringert das die Reibung weil nichts bewegt werden muß. Mit wiefiel "Gramm" drücken eure Pedale auf z.B. eine Küchenwage?

 

2. Bei "Schleichfahrt" unter 270V mit NICD, schien mir die Pedalwirkung besser wenn ich kein Strom gebe. Gilt das auch bei Normalfahrt? Also "Treten und Strom" oder "Treten dann Strom"? Ist da ein Unterschied?

 

3. Wenn ich einen warmen Akku lade sind die Lüfter gleich an. Wenn die Lüfter auch im Normalfall(20°)an wären, würde der Akku am Ende nicht ganz so warm sein, also geringerer Innenwiederstand, mehr Strom am Motor.

 

Ich hasse es wenn Pioniere ordentlich blechen müssen um Lithium vorannzubringen. Deshalb renne ich noch ein Weilchen gegen die Reichweitenmauer ':bang:'

Gruß

Nowar

Geschrieben

Hallo Nowar,

 

zu 1. Ich denke dass es da beste ist die Pedale laufen zu lassen,

Experiment mit Federwaage will ich mal für Dich probieren.

 

zu 2. Den Effekt kann ich so bestätigen, die Regelung ist da sehr starr und man kann keine Geschwindigkeit gut machen.

Ist so ähnlich wie unter 3km/h Bremsen, das braucht Strom anstelle zurückzuspeisen!

 

zu 3. Das Abschaltkriterium für einen vollen Akku sind 7 GradC Temperaturerhöhung. Wo es los geht ist da erstmal egal.

Beim Laden kühlen die Batts auch erst mal ab, gegen Ende wenn voll wird die Ladeenergie in Wärme umgesetzt und der Akku als voll erkannt.

 

Ich habe bei mir Zusatzlüfter drinn die ich seperat schalten kann.

In der Abdeckung 8 CPU-Lüfter, im 3. Block den zusätzlichen Mittleren.

Die können während dem Parken die Temp runterfahren ohne dass das TWIKE an ist (und dafür Strom zieht).

Die teilweise extreme Erwärmung können sie aber nicht verhindern.

Ich lade zb. von gut 20 Grad an bis Abfahrt-Temp ca. 30 GradC alle Lüfter laufen dann und nach knapp 50 km habe ich dann 45 GradC!

Überschlagen ist das mehr als eine halbe kWh Wärmeverluste!

Was will man machen, nur mit 9 A fahren, strampeln und dopen ala Jan Ullrich oder schieben?

 

Ich nehms so hin, auf LiMg hätte ich zwar Lust aber kein Budget.

Habe Anfang des Jahres nochmal in NC investiert (700 Stück Sanyo 2,4 Ah und eine Rolle Lötzinn) Hier sollte jetzt ein Smilie hin geht aber nicht!!!

 

Das Verkaufsargument von Fine-Mobile dass die Ah in Li nicht teuer ist wie die NCs zieht nicht so richtig, Ist halt alles zu teuer im Vergleich was extern angeboten wird (Ah für guten €). Außerdem sollte man Li ja nicht ganz runterfahren!

 

 

Gruß Martin

 

Gruß Martin

Geschrieben

Hallo Nowar

Dieses Thema beschäftigt mich auch immer. Bis jetzt habe ich es immer geschafft zweimal zur Arbeit zu kommen und wieder zurück. Im Winter wird’s manchmal knapp. Darum bin ich auch dankbar für Tipps die etwas bringen. Bei Deiner Aufzählung der Tipps habe ich noch einige Fragen. Ich war so frei und habe meine Kommentare angefügt.

 

Hoher Reifendruck. OK

Laden und gleich fahren. Hat sich bewährt

Im Winter doppelt laden. Sicher schlecht

Wenig Gewicht rumschleppen. OK

Kein Tempomat sondern Tippen. ???

Lieber Ausrollen als Rekupieren. ???

Abends die Restladung für etwas anderes nutzen

Kleinere Rückspiegel. Dadurch schlechte Sicht. Habe bei mir sogar grössere montiert

Scheibenwischer immer mittig..... OK

 

Der Twikehändler hat mir empfohlen immer mit Tempomat zu Fahren, das wäre das Sparsamste. Ist diese Aussage falsch? Ich bin auch schon mit Antippen gefahren war mir aber nicht sicher ob dies der Elektronik schadet. Dauerndes Ein-Aus.

 

Ich Rekuperiere regelmassig und habe da gute Erfahrungen gemacht. Mehr Reichweite.

Was sollte da schlecht sein?

Bei auf die Kreuzung zufahren habe ich eine spezielle Taktik entwickelt da ich auf meinem Arbeitsweg alle paar Meter eine Ampel habe. Wenn es rot wird bremse ich fest ab mit Reku, um wenn es grün wird, noch eine möglichst hohe Restgeschwindigkeit zu haben.

Da haben nicht alle Autofahrer Verständnis aber schliesslich sparen die dann auch Energie.

 

Beim Fahren habe ich festgestellt, dass wenn ich immer wieder in der zweiten Stufe einige kmh beschleunige, dass die höhere Geschwindigkeit lange gehalten wird und ich mit der ersten Stufe schneller fahren kann.

 

Mittreten und langsam Fahren ist die effizienteste Art um möglichst weit zu kommen.

 

Mit sportlichen Grüssen

René TW 609

 

 

Geschrieben
  • Autor

Hallo Rene´ und die anderen Sparfüchse,

 

 

Im Winter lade ich einmal um die Betriebstemperatur der Akkus zu erreichen. Sie "denken" ja dass sie mit 7 Grad Anstieg schon voll seien, aber bei den tiefen Temperaturen macht die Chemie nicht mit. So schalt ich ab und stöpsel aus, als Resett, und lade dann das Zweitemal mit der richtigen Temperatur, so dass meine Reichweite sich nicht zum Sommer unterscheidet.

 

Kein Tempomat sondern Tippen, hat jemand im alten Forum geschrieben. Bei den SHELL Spar-Rennen machen es die Sieger auch so. Warscheinlich hat Vollstrom einen besseren Wirkungsgrad als gebremster Strom. Aber das mit dem Tippen schadet, glaub ich, nur dem Schalter und dem Finger. Oder wisst ihr mehr?

 

Lieber Ausrollen als Rekupieren. Die augenblickliche Kinetische Energie ist wertvoller als die mit schlechtem Wirkungsgrad umgewandelte. Aber Deine spezielle Taktik ist natürlich besonders vorausschauend, wenn man die Ampelphasen gut kennt.

 

Kleinere Rückspiegel hab ich jetzt innen angebracht (meine Augen sind weitsichtig und die Fensterfolie sowiso verkratzt) Wenn die Beamten mal drauf bestehen, baue ich mir stromlinienförmige ABARTH-Rückspiegel mit Tagfahrlicht, direkt an die Glasscheibe.

 

So jetzt muß ich wieder den Lötkolben schwingen und Zellen wechseln.

 

Gruß

Nowar

 

 

 

 

 

 

Geschrieben

Hallo Nowar,

 

so schnell noch nachgereicht:

bei ca. 60er Trittfrequenz (auf dem Fahrerplatz) am rechten Beifahrerpedal (senkrecht stehend)ca. 250 Gramm Zugkraft.

Um Deine Frage nach "feststellen" oder "laufen lassen" zu beantworten müsste man links mit E-Motor die Pedale antreiben und dann die Stromaufnahme für beide Zustände ermitteln.

Vom Gefühl her würde ich nach wie vor sagen, laufen lassen - macht auch am wenigsten Arbeit und fordert bei Mitnahme von (hoffentlich tretendem) Passagier keine Änderungen.

 

Bremsen, klar wenn man anhalten muß dann ist ausrollen ja nicht möglich wenn der Weg zu kurz ist. René hat das schön beschrieben wie manns richtig macht (wenn man gelassen wird)!

Ansonsten bergab lieber Geschwindigkeit machen, das Rekuperieren und Laden hat ja Wirkungsgradverluste - aber Höchstgeschwindigkeit beachten!

 

Tempomat fahren ist schon ok, am Berg ist auch nichts mit "tippen" man will ja hoch und wenn ich schneller oben bin ist auch die 2. Stufe gerechtfertigt, schließlich ziehe ich den Strom dann ja nicht solange als wenn ich hochkrieche. Abgesehen davon daß ich dann als "Schnecke" eine "Schlange" hinter mir habe (die mich am liebsten schieben will)!

 

Wenn das Tippen schaden sollte dann eher dem Antriebsstrang als der Elektronik, den Effekt habe ich beim Windschatten fahren hinter den LKWs.

Den Abstand kann man hier nicht gut mit dem Tempomat halten, kleinste Geschwindigkeitsänderungen des LKWs wirken sich bei einem knappem Meter Abstand zu groß aus. Hier geht nur Tippen und die Lastwechsel lassen sich schön im Getriebe spüren.

Achtung: im Windschatten fahren ist verboten!

Kommt bei mir also nicht als Reichweitentipp, (obwohls am meisten bringt)

 

So, kleinerer Innenspiegel macht cw-Wert mäßig wohl nicht sooo viel oder?

Und nochmal: das mit dem zweimal Laden halt ich nicht für so gut, wenn Du dabei dann die gleiche Reichweite erzielst wie im Sommer, obwohl bei Kälte eben alles auch etwas schwerer geht, dann plagst Du die Batts auf Dauer.

Es wird schon noch was reingehen in manche Zellen, alle anderen machen eben Wärme drauß und das geht auf die Zyklenzahl!

 

Ja dann mal frohes Löten, die nächste Revision mache ich nicht vor Weihnachten (im Urlaub - bis dahin soll das Twike rollen)..

 

 

Gruß Martin

 

Geschrieben

Für eine möglichst gute Reichweite sollte man das Höhenprofil der Strecke einplanen: Fahre ich auf kürzestem Weg in ein Tal hinab und drüben wieder hinauf (alternativ: über einen Berg) oder schlage ich einen Umweg auf gleichbleibender Höhe ein? Leicht ist man geneigt zu denken, dass die Rekuperation Abstieg und Anstieg ausgleicht. Dies ist aber wegen der Verluste bei der mehrmaligen Umwandlung (Bewegungsenergie -> Strom -> chemische Energie der Batterie -> Strom -> Bewegungsenergie) nur zum Teil der Fall. Das TWIKE-Handbuch nennt für eine Gefällstrecke mit 100 Höhenmeter einen Reichweitengewinn von 1 - 2 km. Ein Anstieg um 100 Höhenmeter kostet jedoch 4 km Reichweite.

Fazit: ein Umweg von 2 - 3 km auf gleichbleibender Höhe führt zu gleicher oder größerer Gesamtreichweite als die kürzeste Strecke mit 100 m Höhendifferenz bei Tal- und Bergfahrt.

Gruß, Roland

 

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