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Li-Ion Twike Erfahrungen

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Geschrieben

Hallo liebe Leute,

 

vor der Neueröffnung des Twikeklub Forums hat unser Admin Stefan (TW 890) auch schon im ecocarforum.com zwei Twike Unterabteilungen gehabt.

 

Dort hat er Anfang des Jahres folgenden Artikel unter dem Titel "Ein Jahr Twike Forum" geschrieben:

http://www.ecocarforum.com/eco-car-forums.html?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=355

 

Daran möchte ich mit diesem Thread anknüpfen. Wie sind eure Erfahrungen mit Li-Ion Mangan bzw. LiFePO4 Akkus? Was ist gut? Was ist schlecht?

 

Ich schildere zunächst mal meine Erfahrungen:

 

  • Allgemeines

Ich besitze 2 Twikes, TW 808 und TW 891, Ausstattung siehe meine Signatur - es sind Li-Ion Mangan Akkus der Fine Mobile verbaut.

TW 808 bekam seine LiIon Akkus im März 2008 und ist nun 24000 km damit gefahren (ca. 10000 davon in den letzten 3 Monaten von meiner Lebensgefährtin - tägliches Pendeln zur Arbeit), TW 891 habe ich seit Februar 2009 und bin nun ca. 6500 km damit gefahren.

Ich fahre ausserorts immer ca. 70 km/h mit Tempomat, Beschleunigung 1 ist mit 12 A eingestellt, Beschleunigung 2 mit 23 A, der Tempomat läuft mit 17 A.

Ich erreiche mit den 20 Ah Akkus bei dieser Fahrweise ca. 115-120 km Reichweite - 130 im Hochsommer. Mit den 24 Ah Akkus erreiche ich im TW 891 Reichweiten von 130 bis 150 km, je nach (Aussen)Temperatur.

 

  • Gutes

* Geringerer Stromverbrauch: Statt 8 kWh ab Steckdose mit den 5.0er NiCd Akkus benötige ich nur noch 6 kWh ab Steckdose - bei gleicher Fahrweise und gleichem Messgerät. Die wegfallende Symmetrieladung (und somit das fehlende Umsetzen von Ladestrom in Temperaturerhöhung) macht sich also positiv bemerkbar.

* Hohe Spannungslage - Maximum 400 V, Minimum 300 V - also mehr Power!

* Immer laden wenn es gerade passt ohne Angst vor dem Memory Effekt.

* Keine extremen Temperaturerhöhungen beim Fahren (quasi 0, auch im Sommer) und beim Laden (bei über 30 Grad Aussentemperatur erhöht sich die Batterietemperatur um ca. 8 Grad bei einer 16 A Ladung).

 

  • Schlechtes

* LiIon Mangan Akkus sind sehr kälteempfindlich - im Winter ist die Reichweite ca. 15% geringer als im Sommer.

* Nach 24000 km haben wir beim TW 808 eine Differenzspannung von 0,8 bis 1,0 V für jeden (der beiden für den Bordcomputer "simulierten") Akkublock - auch ohne Belastung (also nach längerem Stand). Interessant ist, dass die Differenzspannung aber auch bei 10 A Fahrbelastung im selben Bereich bleibt. Ich hoffe, dies ist nicht schon ein Anzeichen für ein "Auseinanderlaufen" der Akkus...

* Durch die höhere Batteriekapazität wird die Reichweitenberechnung des Bordcomputers ziemlich ungenau - vor allem wenn man 2-3 mal nachgeladen hat ohne eine Schon- bzw. Volladung zu beenden. Eigentlich muss man nun die Reichweite unterhalb von 360 V immer im Kopf ausrechnen: Ich rechne mit Restreichweite = Spannung ohne die hunderter Ziffer minus 10. Also bei 350 V noch ca. 50 km. Funktioniert besser als die Anzeige des Bordcomputers.

* Eine sehr interessante Sache ist, dass man nun auch schnelelr und länger fahren kann - z.B. längere Autobahnfahrten mit konstant 90 km/h. Dies führt aber schnell zum Problem, dass der Motor so heiß werden kann, dass der Drehzahlgeber durchschmort (beim TW 808 nach insgesamt 43000 km Fahrleistung in 2 1/2 Jahren passiert). Der Motor ist auf 3 kW Dauerleistung ausgelegt (also ca. 8 A Fahrstrom) - bei der Autobahnfahrt braucht man aber immer mind. 15 A. Das Twike ist mit der Li-Ion-Technik also an seiner Leistungsgrenze angelangt. :cry:

 

Was fällt euch noch ein?

 

Grüße

 

Frank

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Geschrieben
* Nach 24000 km haben wir beim TW 808 eine Differenzspannung von 0' date='8 bis 1,0 V für jeden (der beiden für den Bordcomputer "simulierten") Akkublock - auch ohne Belastung (also nach längerem Stand). Interessant ist, dass die Differenzspannung aber auch bei 10 A Fahrbelastung im selben Bereich bleibt. Ich hoffe, dies ist nicht schon ein Anzeichen für ein "Auseinanderlaufen" der Akkus...[/quote']

 

Ich fürchte dies ist ein Missverständnis der neuen Lion-Technik bei den TWIKEs.

 

Die LION-TWIKEs haben zwei Akkuplatinen verbaut, wahrscheinlich weil eine Platine alleine nicht den Fahrstrom von 20-25A schafft.

 

Die Akku-Stränge sind alle parallel geschaltet und an einen gemeinsamen 0V bzw. 400V Anschlussblock geführt. Jedes Lion-TWIKE hate also nur EINE 400V-Spannung und nicht zwei oder drei wie die alten TWIKEs.

 

Die beiden Akkuplatinen sind parallel an die 400V-Spannung angeschlossen. Beide Platinen messen also die gleiche Spannung und sollten das gleiche anzeigen. Da bei dir etwa 0,8 bis 1,0V Differenz angezeigt werden ist dies ein Messfehler zwischen den beiden Akkuplatinen. Eine echte Aussage kannst du aus dieser Differenz nicht herauslesen.

 

RalfZ

TWIKE 845, 20 Ah Lion

 

Geschrieben

 

Hoppla...

Die gemessenen Differenzspannungen sind nicht die Differenzen zwischen den Batterien, sondern die Differenzen zwischen den Zellenblöcken!

 

Bi NiCd war das so:

immer 40 Zellen wurden in reihe geschaltet und die Spannung dieses Zellenpacks gemessen.

 

Der maximale Unterschied dieser 7 Teilspannungen wird angezeigt.

Die Differenzspannung müsste also bei beiden virtuellen Batterien gleich sein, aber nicht null.

 

Es sind übrigens 2 Batterieplatinen, weil der Wechselrichter mindestens 2 Batterien sehen will. Der Fahr- und Ladestrom geht zwar auch über die platine, aber den Teil hätte man relativ einfach "aufmotzen" können.

 

Gruß

 

Georg (noch etwa 8 AH NiCd )

Geschrieben

Hallo,

richtig was der Georg schreibt, die Differenzsspannungen sind batterieintern.

Zwischen den 2 oder 3 Akkuprints wird aber auch gemessen damit beim Laden oder Hochfahren zu hohe Spannungsunterschiede nicht die niedlichen Batt-Relais killen.

 

Die hätten man eben vergößern können um mit einer Platte auszukommen, aber die Software will ja mindestens 2 Batts sehen. (Der Hersteller sollte das aber eigentlich managen können.)

 

@ Georg, mit Deine 8Ah (entnehmbar?) und meinen 6 sollten wir doch ein Treffen zusammenbringen, oder?

 

Gruß Martin

 

Geschrieben
Die gemessenen Differenzspannungen sind nicht die Differenzen zwischen den Batterien, sondern die Differenzen zwischen den Zellenblöcken!

 

Bi NiCd war das so:

immer 40 Zellen wurden in reihe geschaltet und die Spannung dieses Zellenpacks gemessen.

 

Der maximale Unterschied dieser 7 Teilspannungen wird angezeigt.

Die Differenzspannung müsste also bei beiden virtuellen Batterien gleich sein, aber nicht null.

 

Streng genommen weiss ich nur wie der Lion-Akku in meinem TW845 verdrahtet ist. Aber ich denke man kann davon ausgehen dass alle Lion-TWIKEs die gleiche Verdrahtung zu den Akkuplatinen haben.

 

In meinem TW845 ist der komplette Akku mit 353V und 20AH (98S20P total) nur als ein gesamter Block verdrahtet. Es sind keine Teilspannung zugänglich oder verdrahtet.

 

Auf den Akkuplatinen wird der Akku nur über die Kontakte VB0 und VB7 angeschlossen. Die Anschlüsse VB1 bis VB6 sind innerhalb der Akkuplatine verdrahtet aber nicht an den Akku angeschlossen.

 

Von daher hat der Bordcomputer keine Möglichkeit irgendwelche reale Differenz- oder Teilspannungen anzuzeigen.

Sämtliche Differenzen auf der Anzeige müssen auf unterschiedlichen Spannungsabfall auf den Kabeln zum Akku bzw. Messfehler zurückzuführen sein.

 

Von daher denke ich dass bei den Lion-TWIKEs nur die Gesamtspannung auf der Bordcomputer-Anzeige von Wert ist.

 

Ralf

TW845, München

 

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

stimmt genau, man hat wohl der Einfachheit halber die Spannungseingänge der OP-Amps für die Teilspannungen mit Widerstandsteilern versorgt. Wenn man da was sieht dann nur den Drift der Rs oder ICs.

Also keine Gefahr bzw. man sieht halt nicht was los ist und Rosenthal schwört ja drauf dass mann bei den tollen Zellen kein BMS braucht!

Mir wär das etwas zu heikel bei den Investitionskosten, zumal im Ansatz ja eben eine Batterieüberwachung angelegt ist. Die sagt dem NC-Fahrer zwar auch nur Achtung! stimmt was nicht, aber da kann man ja reagieren, bzw. die Symmetrierladung biegts wieder hin falls die Zellen wieder hoch kommen.

 

Wie macht dreifels das nun, den alten Akkuprint gibts da glaube ich nicht mehr oder?

 

Gruß Martin

Geschrieben
  • Autor

Hallo,

 

Danke für eure Antworten und Klarstellungen.

 

Aber selbst wenn beide Werte das Gleiche anzeigen sollen, bleibt immer noch die Tatsache, dass der Wert am Anfang bei 0,3-0,4 V war und nun bei 0,8-1,0 V ist...

 

Cheers

 

Frank

Geschrieben

Hallo Frank,

 

also nochmal: ich würde sagen wenn sonst nichts ist freu Dich und fahre!

Beim Twike gibts genug Unwägbarkeiten und Überraschungen die ganz von alleine kommen, da braucht man nicht nach etwas suchen wo nichts ist.

 

Zur meiner Entlastung und Deiner Sicherheit:

frag doch mal in Rosenthal nach was da zu tun ist!

 

Gruß Martin

Geschrieben
  • Autor

also nochmal: ich würde sagen wenn sonst nichts ist freu Dich und fahre!

Beim Twike gibts genug Unwägbarkeiten und Überraschungen die ganz von alleine kommen, da braucht man nicht nach etwas suchen wo nichts ist.

Zur meiner Entlastung und Deiner Sicherheit:

frag doch mal in Rosenthal nach was da zu tun ist!

 

Danke für den gut gemeinten Hinweis - aber mit Rosenthal telefonierte ich (vielmehr mein Twike Händler) in den letzten drei Wochen beinahe täglich - allerdings nicht wegen TW 891, sondern wegen all der Sachen die grade bei TW 808 nach 43000 km kaputt gehen (z.B. verzogene Vorderradgabel die ausgetauscht werden musste, der dritte Satz Radlager, der (schonmal auf Kulanz getauschte) Motor macht nach nur 1 Jahr wieder Zicken, der durchgeschmorte Drehzahlgeber (weild er Motor zu heiß wird), ein undichter Bremszylinder, brummende Geräusche ähnlich wie kaputte Lager aus Motor oder Differential, knarzende Bremsen beim Anhalten, das ständige Quietschen der Scheibenbrese, Twike blieb auf offener Strecke stehen und ließ sich nicht mehr anschalten etc. pp.).

 

Aber wenn man in Rosenthal anfragt ist entweder der Händler unfähig, oder der Nutzer an allem schuld - auf jeden Fall gibt es meist keine Lösungshilfe, sondern quasi die Anweisung mit den Macken des Twike zu leben...

 

Da muss ich nicht auch noch für die Spannungsdifferenz eine abwiegelnde Antwort aus Rosenthal erhalten.

 

Dafür poste ich doch eigentlich hier, um ehrliche Nutzererfahrungen zu erhalten.

 

Grüße

 

Frank

 

Geschrieben
  • Autor

also nochmal: ich würde sagen wenn sonst nichts ist freu Dich und fahre!

Beim Twike gibts genug Unwägbarkeiten und Überraschungen die ganz von alleine kommen, da braucht man nicht nach etwas suchen wo nichts ist.

Zur meiner Entlastung und Deiner Sicherheit:

frag doch mal in Rosenthal nach was da zu tun ist!

 

Danke für den gut gemeinten Hinweis - aber mit Rosenthal telefonierte ich (vielmehr mein Twike Händler) in den letzten drei Wochen beinahe täglich - allerdings nicht wegen TW 891, sondern wegen all der Sachen die grade bei TW 808 nach 3 1/2 Jahren bzw. 43000 km kaputt gehen (z.B. verzogene Vorderradgabel die ausgetauscht werden musste, der dritte Satz Radlager, der (schonmal auf Kulanz getauschte) Motor macht nach nur 1 Jahr wieder Zicken, der durchgeschmorte Drehzahlgeber (weil der Motor zu heiß wird), ein undichter Bremszylinder, brummende Geräusche ähnlich wie kaputte Lager aus Motor oder Differential, knarzende Bremsen beim Anhalten, das ständige Quietschen der Scheibenbrese, Twike blieb auf offener Strecke stehen und ließ sich nicht mehr anschalten etc. pp.).

 

Aber wenn man in Rosenthal anfragt ist entweder der Händler unfähig, oder der Nutzer an allem schuld - auf jeden Fall gibt es meist keine Lösungshilfe, sondern quasi die Anweisung mit den Macken des Twike zu leben...

 

Da muss ich nicht auch noch für die Spannungsdifferenz eine abwiegelnde Antwort aus Rosenthal erhalten.

 

Dafür poste ich doch eigentlich hier, um ehrliche Nutzererfahrungen zu erhalten.

 

Grüße

 

Frank

 

Geschrieben

Hallo Leute

Irgendwie seid Ihr hier vom Thema abgekommen, weshalb ich hier darauf zurückkommen möchte.

 

Wie sind eure Erfahrungen mit Li-Ion Mangan bzw. LiFePO4 Akkus? Was ist gut? Was ist schlecht?

 

Ich habe die 10 Ah LiFePO4 Akkus in meinem Twike verbaut. Diese Akkus sind bei etwa gleicher Kapazität nicht mal 1/2 so schwer wie die 3 3,6 Ah NiCD Blöcke von früher. Da ausserdem die Spannung mit ca. 385 V viel höher ist geht mein Twike ab wie Schmidt's Katze, was ungeheuer Spass macht. Abgesehen vom finanziellen habe ich mich für dieses rel. günstige Paket entschieden, weil es für meine tägliche Arbeitsstrecke von 45km hin und Abends wieder 45km retour ausreichend dimensioniert ist. Es hat sich gezeigt das ich die Kapazität je nach Fahrweise zwischen 50-65% ausschöpfe. Geladen wird mit 5A sofort nach Ankunft am Zielort, und nach ca. 2 1/4h via Timer abgeschaltet (auch das Twike). Eine weitere Überlegung ist das durch das geringe Gewicht die Fahrwerkskomponenten wehniger belastet werden, und somit der Verschleiss reduziert wird. Das Maximum an Reichweite bei ca. 65 Km/h in der nicht wirklich flachen Schweiz habe ich mit bisher knapp 80 km Zürich(CH) nach Radolfzell(D) bequem erreicht. Absolut Top ist es keinen Gedanken an die Temperatur oder irgendwelche Memory Effekte verschwenden zu müssen. Wenn irgend möglich wird geladen, wenn es auch nur 10 Minuten sind. Kürzlich habe ich mit einem Bekannten eine Tour gemacht an der wir mehrere Geschäfte besucht haben und uns dort immer für ca.15-30 Min aufgehalten haben. bis auf 2 Ausnahmen konnte ich immer Strohm ziehen, je nach Steckdose habe ich dann auch mal auf 16 A geschaltet. Auf diese Weise sind wir mit schneller Fahrt an dem Tag zu Zweit fast 280km weit gefahren ohne auch nur einen wirklichen, Ladestopp einzulegen. Isgesammt ist das Handling für mich nun Altagstauglich geworden. Ich bin also mit den Akkus voll zufrieden. Die einzige Unsicherheit die mir bleibt ist die Langzeitstabilität. Die Prognosen sind zwar ausgezeichnet, aber das wird erst die Zukunft zeigen. Ich hoffe das uns ein Debakel wie bei den NiMH Zellen erspart bleibt. Ein Problem habe ich mit den Akkus aber doch. Durch das an sich vorteilhafte niedrige Gewicht, habe ich aber nun Probleme mit schnell gefahrenen Rechtskurven. Ich habe Schiss das Twike umzuschmeissen. Mit den alten fast 100 Kg schweren NiCd Zellen, mit dem 3. Akku hinter dem Beifahrersitz war das wehniger ein Problem.

Wie oben gesagt habe ich mich für die Dreifels Akkus entschieden. Ob die nun besser oder schlechter wie die Akkus von Fine sind kann ich nicht beurteilen. Ein wirklicher Nachteil ist aber das zu diesen Zellen keine neue Software wie bei Fine geliefert wird. Ab Version 5.25 funktioniert das zwar, es wird aber mit einigen Kompromissen behaftet sein. Abgesehen von einem wirklich optimal auf die neuen Zellen abgestimmten Ladeverfahren wünsche ich mir viel höher einzustellende Rekuperationsströhme evtl. bis 20-25A. Auch in der Beschleunigung wäre das schön, darauf könnte ich aber noch verzichten. Der angekündigte neue Controller bietet ja leider in der Fahrsteuerung keine Verbesserungen. Weiss jemand ob die Software von Fine auch für die LiFePO4 Zellen von Dreifels geeignet ist?

Schönen Gruss aus der Schweiz

 

Dirk + TW 423

Geschrieben

Hallo zuammen,

 

by the way- kann mann auch auf ein Posting direkt antworten oder immer nur unten drunter?

 

Also sorry Dirk wenn wir da so abgeschwenkt sind, bei Li kann ich auch eigentlich gar nicht mitreden, wohl aber bei Deinen Bedenken wg. umkippen in Rechtskurven. Bin schon mal bei einem Elchtest "durchgefallen", seitdem zwei durchgehende Sprünge in linker Scheibe banghead.gif

Darum beherzte Lenkmanöver nur mit Beifahrer, alternativ habe ich zum 3.NC-Akku auch noch einen 168 Zellen-Bleiklotz (70kg) als Rangeextender. Da ist dann Ruhe bzgl. Aufkippen.

 

@Frank, ja so wars ja auch gemeint dass Du Dich um die 0,...Volt nicht sorgen sollst da es genug andere Probleme gibt! Deine Liste kommt mir bis auf das mit dem Motor (fahre NC-Zellen mit 2,4Ah - die sind schneller leer als der Motor warm) sehr bekannt vor und lässt sich um noch so einiges ergänzen (Federbeine, Lenkkopflager, loses Getriebe, gerissene Bolzen für Sitzarretierung.....).

 

 

Gruß Martin

Geschrieben

Hallo Frank,

bei mir sind es nach 6500km bei einem Block zwischen 3,5 und 4 V Differenz. Der andere zeigt 0,1 bis 0,25 Differenz. Die Differenz war bei 2000km etwas niedriger (3 bis 3,5V); davor hab ich noch nicht darauf geachtet. Mein Händler (Dieter Volkert) und Bernd Werner von FINE sagen unabhängig, dass es nichts bedeutet und an der Kalibrierung liegt. Die lasse ich bei der 10.000 Inspektion dann mal machen. Das TW900 läuft aber wie am Schnürchen und ich hoffe, dass es so bleibt.

Viele Grüße

German

Geschrieben

 

 

Dafür poste ich doch eigentlich hier, um ehrliche Nutzererfahrungen zu erhalten.

 

Grüße

 

Frank

 

 

Hallo Frank,

Georg, Ralf und ich habens Dir doch geschrieben!

Aber eventuell beruhigt Dich die Herstellerauskunft doch mehr, danke German!

 

Gruß Martin

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Hallo Leute,

 

Gerne schreibe ich ebenfalls meine bisherigen Erfahrungen nieder...

 

Nach ca. 5 Monaten bin ich 6400km gefahren und hatte bis auf ein kurzes Aussetzen des Drehzahlgebers am Albula Pass keine nennenswerte Probleme.

 

In das TWIKE einzusteigen und loszufahren macht immer noch ungeheuer Spass. I'm loving it :)

 

Sicher sehr positiv ist die einfache Handhabung der neuen Li-Ion Technik.

Mit 20Ah ist auch die Reichweite-Diskussion für den Alltag endgültig vom Tisch. Nach 2 Stunden Fahrt ist es eh Zeit mal auszutreten und die Beine zu strecken. In der kleinen Schweiz fährt man mit 20Ah problemlos von Zürich nach Bern.

 

Wie schon öfters beschrieben steigt die Batterietemperatur nur sehr leicht an. Bei einer Schnelladung (10A) steigt die Temperatur ungefähr 5°C an. Fährt man grosse Strecken (>200km) mit Schnellladungen dazwischen, so steigt die Batterietemperatur an wärmeren Tagen schon mal auf ca. 35 Grad an.

 

Um die Batterietemperatur durch Vollladung nicht schon vor einer langen Fahrt stark zu erwärmen, bietet sich auch an die Schnellladung auf 400V mit z.B. nur 5A zu fahren. Wenn ich die Bedienungsanleitung richtig verstehe, vermindert eine tiefere Batterietemperatur zwar die Reichweite, schont aber auch gleichzeitig etwas die Batterie...

Längere Talfahrten (Rekuperieren) führt ebenso zu einer leichten Erwärmung der Batterien.

 

Ich denke auch dass mit den LION Twikes die Möglichkeiten des Fahrzeuges voll ausgereizt werden. Es sind höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten möglich und auch längere Strecken. Fährt man immer Vollgas stössen wohl einige Komponenten schon etwas frühzeitig an ihre Kapazitätsgrenze.

 

Fazit LION Twike:

Das TWIKE ist alltagstauglich, umweltfreundlich und macht Spass. :)

 

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  • 1 Monat später...
Geschrieben

Hallo zusammen

 

Noch etwas anderes zum Thema Erfahrungen:

 

Ich habe gehört, dass es bei Li-Ion anders als bei NiCd nicht so sehr ein Problem ist, wenn die Blöcke beim Einbau (Umrüstung von NiCd auf Li-Ion) nicht gleich alt sind. Sprich, man könnte sie zeitlich gestaffelt kaufen und einbauen, wovon man bei NiCd absehen sollte. Für mich würde sich diese Lösung anbieten um die Kosten zeitlich zu verteilen, auch wenn es im Endeffekt ein wenig mehr kosten wird.

 

Wie sieht es da mit dem Zeitfenster aus? Wurde dies schon öfters gemacht? Gibt es dazu irgendwelche Erfahrungen?

 

Gruß

Roger

 

  • 3 Wochen später...
Geschrieben
Ich habe gehört, dass es bei Li-Ion anders als bei NiCd nicht so sehr ein Problem ist, wenn die Blöcke beim Einbau (Umrüstung von NiCd auf Li-Ion) nicht gleich alt sind. Sprich, man könnte sie zeitlich gestaffelt kaufen und einbauen, wovon man bei NiCd absehen sollte. Für mich würde sich diese Lösung anbieten um die Kosten zeitlich zu verteilen, auch wenn es im Endeffekt ein wenig mehr kosten wird.

 

Wie sieht es da mit dem Zeitfenster aus? Wurde dies schon öfters gemacht? Gibt es dazu irgendwelche Erfahrungen?

 

Ich sehe kein grundlegendes Problem beim parallelen (!) Zusammenschalten von verschieden alten 353V-Blöcken im TWIKE. Ältere Blöcke haben einen erhöhten Innenwiderstand, wodurch die neueren Blöcke einen höheren Strom sehen werden. Die Spannung der parallel geschalteten Blöcke wird sich beim Fahren und beim Laden problemlos ausgleichen.

 

Ein Punkt den man allerdings bedenken sollte ist folgender. Je höher die typischen Ströme im Akku, desto schneller verliert die Batterie seine Kapazität. Von daher ist es im Sinne der Lebensdauer besser von Anfang an mit grosser Kapazität zu fahren - da wird die einzelne Zelle geringer belastet und wird folglich länger halten. Ein 20Ah-Block wird also länger leben als ein 12Ah-Block.

 

Auf der anderen Seite muss man natürlich den eigenen Geldbeutel sehen. Geld das man nicht hat sollte man nicht ausgeben. Und es ist auch zu erwarten dass die Akku-Preise in den nächsten Jahren sinken werden wodurch die Blöcke eventuell billiger werden. Wann diese Preissenkung allerdings bei den Blöcken von TWIKE zu sehen sein wird ist nicht abschätzbar.

 

Um die Akku-Garantie zu behalten muss die Nachrüstung von Blöcken wahrscheinlich ein TWIKE-Center machen. Dadurch entstehen natürlich nochmal zusätzliche Kosten.

 

Als kurze Antwort auf deine Frage würde ich also sagen: Deine Lösung ist nicht ideal aber ein gangbarer Kompromiss.

 

RalfZ

München, TW845, 20Ah Lion

Geschrieben
Um die Batterietemperatur durch Vollladung nicht schon vor einer langen Fahrt stark zu erwärmen' date=' bietet sich auch an die Schnellladung auf 400V mit z.B. nur 5A zu fahren. Wenn ich die Bedienungsanleitung richtig verstehe, vermindert eine tiefere Batterietemperatur zwar die Reichweite, schont aber auch gleichzeitig etwas die Batterie...[/quote']

 

"Tiefere Temperaturen" sind natürlich relativ.

 

Nach meiner Erfahrung mit den Lion-Akkus von TWIKE merkt man unterhalb von +10°C den leicht erhöhten Innenwiderstand. Bei noch niedrigeren Temperaturen reduziert sich die Reichweite deutlich. Bei höheren Temperaturen nimmt der Innenwiderstand leicht ab, aber die Veränderung ist nicht so dramatisch wie bei niedrigen Temperaturen.

 

Höhere Temperaturen beschleunigen die Alterung von Lithium-Ionen-Zellen. Wenn man allerdings nur wenige Tage im Jahr während langen Touren Temperaturen um +40°C hat, so wird diese erhöhte Alterung kaum nachweisbar sein.

 

Bei den jetzigen Aussentemperaturen und dem normalen TWIKE-Ladegerät sollte es ziemlich egal sein wie schnell man den Akku lädt. Bei meinen Touren im Hochsommer mache ich es für die erste Ladung einer Tour immer wie von TWIKEit beschrieben - langsame Ladung über Nacht mit niedrigem Strom bis auf 400V, so dass der Akku ein paar Stunden vor der Fahrt zu 100% voll ist.

 

Fazit: Für die paar Tage im Jahr wo man die TWIKE-Lion-Akkus ständig zyklisiert und damit auf höhere Temperaturen bringt sollte man sich nicht unnötig Sorgen machen. Im Zweifel würde ich allerdings schauen dass man die Temperaturen nicht unnötig hochtreibt (z.B. in der Sonne parken). Und bei Temperaturen oberhalb von +15°C sollte Reichweite kein Thema sein.

 

RalfZ

München, TW845, 20Ah Lion

  • 3 Monate später...
Geschrieben

Hallo zusammen

 

Zu Weihnachten hat TW058 drei Lion Batterien mit total 14.4Ah von Fine Mobile gekriegt. Nun würde mich natürlich interessieren, ob da noch ein paar andere Twikes mit dieser Konfiguration unterwegs sind und wie bei denen die Reichweiten-Erfahrungen aussehen.

 

Ich habe bei einer Ladung auf 390V um die 60Km und bei Vollladung auf 400V um die 90Km Reichweite. Allerdings habe ich die Batterien dabei nicht leergefahren, sondern nachgeladen, wenn die Spannung bei Beschleunigung gegen 320V oder leicht darunter gefallen ist. Ein paar Kilometer wären da also durchaus noch drin gewesen.

 

Für meine Zwecke ist das ausreichend, der Plan ist allerdings im Laufe dieses Jahres noch um einen oder im Optimalfall um zwei Blöcke aufzurüsten, falls dies die Finanzen zulassen.

 

Wenn also jemand auch mit 14.4 Ah unterwegs ist würde mich natürlich brennend interessieren, ob unsere Reichweiten vergleichbar sind.

 

Gruss

Roger

 

Geschrieben

Hallo Roger, Ich bin zwar mit 20Ah unterwegs, aber deine Reichweiten sind absolut ok. Mit einer Kapazität von ca. 14Ah komme ich ebenfalls in etwa auf die gleichen Reichweiten wie du. Im Sommer wird diese noch etwas weiter ansteigen.

Grüsse

Stefan

 

 

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