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Hat die Wasserstoffmobilität eine Zukunft?

Featured Replies

Geschrieben

Entscheidungsträger und Exekutiven bereiten sich vielerorts auf die großflächige Einführung von Wasserstoff-Technologien vor. Entsprechend werden zum Teil sehr hohe Investitionen getätigt. Einige davon sprechen sogar von einer "Wasserstoffwirtschaft", d.h. einer Energiewirtschaft, die hauptsächlich oder ausschließlich Wasserstoff als Energieträger verwendet.

Ein Beispiel liefert z.B. Baden-Würtemberg:  
https://um.baden-wuerttemberg.de/de/wirtschaft/wasserstoffwirtschaft/

Zukunftsforscher Lars Thomsen sieht beim Wasserstoff ebenfalls interessante Anwendungsgebiete. Im LKW/PKW Sektor sieht er in den nächsten 10 Jahren allerdings praktisch null Chancen, dass sich Wasserstoff durchsetzen kann. Siehe auch Beitrag unten ab Minute 16:00.

Ob die grossen Investitionen die einige Akteure momentan tätigen, gut investiert sind?
Ich fürchte es wird ähnlich wie bei der E-Mobilität sein. Auf den richtigen Zeitpunkt resp. Anwendung kommt es an. Was meint ihr? Ist der Zeitpunkt dafür schon reif?

 

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Geschrieben

Wasserstoff ist von der Denklogik her in meinen Augen sehr nahe bei den heutigen Treibstoffen. Von daher kann ich nachvollziehen, dass es für die Player näherliegt als reine Elektromobilität.

Persönlich befürworte ich den direkten Umstieg auf E-Mobilität ohne teure Ladeinfrastruktur, ein neues Medium das man kaufen muss etc.

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  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Der massentaugliche Antrieb über den Umweg Wasserstoff hat eigentlich nur Nachteile gegenüber dem direkten Antrieb mit Strom aus Batterien.  Das heisst aber nicht, dass der Wasserstoffantrieb, am richtigen Ort eingesetzt, keine Berechtigung hat.

Problematik: Kosten, CO2-Fussabdruck, Tankherstellung, Transportlogistik, Wartung (Sauerstoff-Luftfilter), Wirkungsgrad, usw. usw.

Lesestoff  (natürlich verfassen die Treibstoffimporteure auch ihre Lobpreisungen für H2) https://h2mobilitaet.ch/

Link verwaist https://www.energie-experten.ch/fileadmin/_processed_/7/2/csm_Effizienzvergleich-Antriebe_15c8341fbf.jpg 

https://emobly.com/de/sonstiges/das-maerchen-vom-sauberen-wasserstoff-auto/

neuer Link, der sehr Ähnliches aussagt:

https://www.smaveo.de/wasserstoffauto-vs-elektroauto-welcher-antrieb-ist-besser/

und auch auf Twitter wird diskutiert

 

bearbeitet von Th!nker
Link richtigstellen, Schreibfehler, neuer Link

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Wasserstoff dürfte als Antriebstechnik in der Mobilität eher speziellen Anwendungen vorbehalten bleiben (Schwerlast-Ferntransporte, Schiffs- und Flugzeugantriebe), in der alltäglichen PKW- und nahen LKW-Mobilität sehe ich da den absoluten Vorteil bei der Akku-E-Mobilität; ausgehend davon, dass demnächst alle Energie erneuerbar erzeugt werden muss, verlangt die mehrfache Umwandlung von Strom in Wasserstoff per Elektrolyse und zurück in Strom per Brennstoffzelle einen gewaltigen Zusatzaufwand sowohl von der technischen Ausstattung als auch vom Energiebedarf, von der notwendigen Lagerung bei ultratiefen Temperaturen oder extremen Drücken ganz abgesehen. Das kann kaum mit der praktisch direkten Speicherung des per Wind oder solar erzeugten  Stroms in Akkus und dem damit nahezu verlustfreien Betrieb der Fahrzeuge konkurrieren - ganz abgesehen davon, dass der E-Antrieb eine erprobte, verschleiß- und wartungsarme Technik ist. Die Gasindustrie sieht da zwar ein großes Geschäftsfeld und  auch unsere (Noch-) Regierung jubelt das in den Himmel - Frau Prof. Dr. Kemfert vom Institut der Deutschen Wirtschaft, Energieexpertin, bezeichnet aber den Wasserstoff als den "Champagner der Energiewende", und dieser kostbare Stoff solle bewusst nur dort eingesetzt werden, wo nichts Anderes tauge !

Geschrieben

Mir hat ein Bild geholfen den Wasserstoff besser zu verstehen. Das Bild ist nicht von mir, sondern von einem Wissenschaftler, dessen Namen ich leider nicht kenne.

 

Wasserstoff ist keine Energie, sondern nur der Behälter für eine bestimmte Menge Energie.

Er ist also der Eimer in den man Wasser einfüllt.

Nun kann es Sinn machen Wasser (Energie) erst in einem Eimer zu geben, um das Wasser (die Energie) woanders zu nutzen. Also z.B. bei Schiffen die die Weltmeere befahren, denn speziell dort sind Ladesäulen echt selten.

Es kann auch Sinn machen überschüssiges Wasser (Energie) vorübergehend in einen Eimer zu geben um es später zu nutzen.

 

Vorrang müssen aber die Ideen haben, die das Wasser, um im Bild zu bleiben, sofort nutzen. Da sind die Möglichkeiten noch überhaupt nicht angegangen worden, außer in der Industrie, die schnell gelernt hat, wenn wir es schaffen Strom dann abzunehmen, wenn er in Massen da ist, dann ist das viel billiger.

  • 1 Monat später...
Geschrieben

https://www.energie-experten.ch/de/mobilitaet/detail/welche-rolle-spielt-wasserstoff-in-der-mobilitaet-der-zukunft.html

Die "Energie-Experten" geben ein vernichtendes Urteil ab:

 Wirkungsgrade_H2_vs_El.PNG.b942ae09e93205472707c607aa29fed9.PNG

Wirkungsgrade_H2.zu.El.PNG

Quelle: https://www.volkswagen-newsroom.com/de/storys/der-wirkungsgrad-bei-rein-batteriegetriebenen-autos-ist-wesentlich-groesser-frank-welsch-5545

Die Wirkungsgrad-Einbusse könnte eigentlich nur dann vernachlässigt werden, wenn regenerativ erzeugter Strom im Überfluss vorhanden wäre.
Solange aber Strom durch Ausstoss von CO2 erzeugt wird, sind wir meilenweit davon entfernt.
Dass die Batterie beim reinen BEV im Vergleich zur Batterie vom H2-Auto den wesentlich grösseren Fussabdruck hinterlässt, ist unbestritten. Aber trotzdem braucht es genau dieselbe Batterie, einfach eine Schuhnummer kleiner, die Problematiken sind aber genau dieselben.
Wie gross jedoch der Fussabdruck für Elektrolyse, Kompression, Transport und Rückverwandlung zu Strom im Vergleich zum Stromtransport auf Leitungen ist, ist zusätzlich eine vertiefte Betrachtung wert.

bearbeitet von Th!nker
Wirkungsgrad - Darstellung - Kommentar

  • 1 Jahr später...
Geschrieben

Wo batterieelektrische Antriebe nicht funktionieren mag das eine Option sein wenn es mal irgendwann auch wirklich grünen Wasserstoff gibt. Also da sehe ich die Luftfahrt und Schifffahrt.

Im Auto erscheint mir das eher nicht sinnvoll, zu komplex und teuer, zu ineffizient im Vergleich zum batterieelektrischen Antrieb.

  • 1 Jahr später...
Geschrieben

In den Videos von Björn Nyland sah man jetzt teilweise stillgelegte Wasserstofftankstellen mit eingeschneiten Fahrzeugen davor... aus eigener Kraft werden die da wohl nicht mehr wegkommen, tanken kann man ja nirgendwo mehr.

Denke Haken hinter, Satz mit X.... jetzt aus der Erfahrung lernen und dem schlechten Geld nicht noch gutes hinterher werfen.

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