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Erfahrungen mit Toyota Mirai

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Geschrieben

Ich habe mir im Frühjahr einen Toyota Mirai gekauft und habe mit dem Fahrzeug gerade eine Rundreise durch Süd- und Mitteldeutschland. Ich bin 2500 km gefahren und nn sehr zufrieden. Auch die Tankstellen waren gut erreichbar. Hat jemand ebenfalls Erfahrungen mit Wasserstoff Mobilität, vielleicht auch im europäischen Raum?

Geschrieben

Hallo Baka und willkommen in der Community!

Es freut mich, dass du den Weg zu uns gefunden hast. Wasserstoff-Autos gibt es ja nun wirklich noch nicht sehr viele und entsprechende Foren noch weniger. Evtl. stossen hier aber noch weitere Mitglieder mit Praxiserfahrungen hinzu. Wäre schön! 

Was mich interessieren würde: Was kostet eine Betankung mit Wasserstoff aktuell (Preis/100km)?

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Geschrieben
  • Autor

Hallo Stefan, das kg H2 kostet derzeit 12,85 Euro. Es passen ca. 6 kg in den Tank. Damit kommt man theoretisch 600 km. Aufgrund meiner ökonomischen Fahrweise verbraucht mein Mirai 0,6 Kg/ 100 km. Also 7,71 Euro/100 km! Das Wesentliche ist, das ich damit nur saubere Luft und Wasser produziere!

Geschrieben

Danke Baka für die Preisangabe. Das geht eigentlich noch und liegt sicher schon mal unter den Diesel/Benzinpreisen. Sind diese Preise an den verschiedenen Tanksäulen sehr ähnlich oder gibt es da grosse Unterschiede wie bei den Stromanbietern?

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Geschrieben
  • Autor

Hallo, der Preis in Deutschland ist an allen Wasserstofftankstellen gleich 12,85 Euro/Kg. Abgerechnet wird über H2-Mobility, die diese Tankstellen betreibt. Die Tankstellen findet man über eine App, in der man seine Wegstrecke eingibt und dann werden die passenden Tankstellen angezeigt. Man tankt 700bar.

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Hm  von mir aus ist die nächste Tankstelle 40km weg. In meinem Alltag könnte ich auf dem Weg zur Arbeit mit 20km Umweg für jedes Mal Tanken da hin. Das wäre aber auch sehr unpraktisch wenn ich wieder einige Tage gar nicht in der Firma bin und dann in eine andere Richtung fahre.

Momentan lade ich halt bei der Firma oder Zuhause. Oder tanke in den Kombi Benzin, da braucht man zur Infrastruktur ja nichts sagen, es funktioniert einfach.

Zu allem Überfluss wird H2 doch derzeit auch noch aus Erdgas erzeugt. Also weder aus Umweltsicht attraktiv und schon gar nicht hinsichtlich der Abhängigkeit von Putin.

Also das macht es für mich einfach grundsätzlich unattraktiv, selbst wenn das Fahrzeug gut funktionieren mag und wir den Preis mal außer Acht lassen.

  • 5 Wochen später...
Geschrieben

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Vision Mobility gibt es einen aktuellen Bericht zum Toyota Mirai. 

Er wird im Bericht als "Toyotas Tech-Torte" betitelt, sprich, er ist im Vergleich mit normalem Kuchen (Verbrenner oder BEV) technisch aufwendiger zu produzieren und zu betanken. Vor allem das dürftige Tankstellennetz wird bemängelt. Es sollen auch schon diverse Anbieter ihre H2-Stationen wieder geschlossen haben. Zu aufwendig und schwierig ist das Management von Drücken/Dichtungen (bis zu 700 bar) bei sommerlich hohen und niedrigen Temperaturen. 

Das Fahrzeug selbst sei jedoch sehr angenehm und leise zu fahren. Auch die Fahrleistungen beeindrucken. Nur das Platzangebot ist etwas limitiert. Trotzdem weitet nun auch Toyota sein BEV Angebot kontinuierlich aus und bringt neben dem bZ4X bald auch den bZ3X. 

toyota-mirai-vision-mobility-Nov-2022.jpg

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Geschrieben
  • Autor

Danke für den Hinweis. Wir sind bisher ca. 7000 km durch Deutschland gefahren und konnten auf unseren Strecken stets unkompliziert tanken. Als Hilfestellung dafür dienet auch die H2 Mobility Karte auf der man seinen Wegstrecke von A nach B eintragen kann und die dann die entsprechenden Tankstellen anzeigt. DasBetanken ist für den Verbraucher sehr einfach und schnell. Leider gab es auch hier eine Preiserhöhung auf 13,85 Euro pro Liter. Da mein Fahrzeug bei moderater Fahrweise nur 0,6 l/100km benötigt, ist es noch erschwinglich.

 

Grüße

  • 1 Jahr später...
Geschrieben

H2 als PKW-Antrieb hat offenbar keine Zukunft, der Stoff ist in viel zu geringer Menge verfügbar und wird, sobald er in größerer Menge aus erneuerbar betriebenen Elektrolyseuren kommt, in erster Linie für die Industrie benötigt.  Für den PKW-Antrieb ist auf absehbare Zeit der batterieelektrische Antrieb erste Wahl, zumal wenn man die in Aussicht stehenden Akkuentwicklungen (Natrium pp.) berücksichtigt. Nicht ohne Grund gibt es Hunderte solcher Fahrzeugmodelle, aber fast keine wasserstoffangetriebenen PKW.

Geschrieben

Ich kann mir gerade nicht vorstellen, aus welchem Grund wasserstofffahrzeuge jetzt einen großen Fortschritt machen sollten. Sie sind teurer, ineffizienter, das Tankstellen Netz ist Mist, die Auswahl der Fahrzeuge extrem gering.

Günstiger durch Massenproduktion werden sie nicht, weil es ja keine Nachfrage gibt. Das Tankstellen Netz wächst nicht, weil es keinen Bedarf gibt, weil ja keine Fahrzeuge. Die Effizienz kann man vielleicht noch etwas verbessern, sie wird aber Prinzip bedingt immer schlechter bleiben und somit die Betriebskosten höher.

Ein Grund hätte es sein können, wenn man mit Elektroautos einfach nicht vernünftig Langstrecken bewältigen kann, aber das geht ja inzwischen schon. Auch wenn man da ehrlicherweise zugeben muss, dass man schon dafür die Fahrzeuge mit größerem Akku und mehr Ladeleistung braucht und das sind nicht die günstigen.

Oder man braucht halt etwas mehr Zeit. Mit dem ec4, den ich auch habe, ist Björn Nyland in 11 Stunden 15 Minuten 1000 km gefahren. Mit der etwas neueren Version dauerte es nur noch 10 Stunden und 40 Minuten, da der ein bisschen effizienter geworden ist und eine flachere Ladekurve hat und auch etwas mehr Akku.

Mit einem Verbrenner geht das auch noch in einer Stunde weniger, aber so oft wie ich mal 1000 km am Stück fahre, ist das schon okay, wenn es dann mal eine Stunde länger dauert, zumal die Zeit auch eh nur mit sehr kurzen Pausen zu halten ist.

Ich musste am Wochenende mal zwischendurch DC laden, 23 bis 65% in 19 Minuten, mittlere Leistung war 62 kW... naja, das hätte gerne etwas schneller sein können, aber war ok. Bei 5 Grad und Regen und sehr ökonomischer Fahrweise war der Akku halt noch kalt.

Ich fand den ladetest vom Model y mit der BYD Blade battery sehr interessant, der kam auf 175 kW und hatte eine sehr flache Ladekurve, bei 65% noch 100 kW und bei 80% immer noch 75kW.

Und das beim kleinsten LFP Akku im Winter.

Also das Model y interessiert mich zwar nicht, aber diesen Akku wird man sicherlich in den nächsten Jahren noch in diversen Fahrzeugen finden und ich denke das macht Hoffnung auf  gute Langstreckentauglichkeit auch bei nicht ganz so teuren Fahrzeugen.

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