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Emissionshandel mit meinem e.GO ? Also echt, neee .....

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Geschrieben

Hallo beisammen,

da hat mir die next e.GO AG doch tatsächlich per Rundmail angeboten, dass eine  Drittfirma Emissionszertifikate für das E-Auto beschafft und man die dann verticken kann - natürlich, um das Geld dann einem umweltnützlichen Zweck zukommen zu lassen ...

Na sowas, könnte man da denken, wie schön, ich fahr' umweltfreundlich und jetzt krieg' ich dafür auch noch Geld - toll !

Aber wow - was für ein gigantischer Unsinn ! Das Fahren eines Elektroautos ist doch eine umwelt- und klimafreundliche Sache und das ist doch einer der Haupt-Gründe, warum ich seit 16 Jahren elektrisch unterwegs bin - da werde ich doch den Teufel tun, mir den Klimavorteil abkaufen zu lassen, damit der an irgendwelche Umweltschweine weiterverkauft wird und die ihren miesen Geschäften weiter nachgehen und ihren Dreck rausblasen können !  

Und es ist ja geradezu infam, mir das auch noch als eine irgendwie ökologische Großtat verkaufen zu wollen, obwohl mit dem zusätzlichen Angebot an Emissionszertifikaten deren Preis gedrückt wird und Umweltverschmutzung so nur billiger werden kann und so sogar gefördert wird - und ein weiterer Player, diese seltsame Firma "fairnergy" damit Geld verdient ... 

So geht das, wenn man den Klimaschutz mittels Marktmechanismen erreichen will - seit über 15 Jahren wird in der EU das System des Verschmutzungsrechtehandels praktiziert, über 10 Jahre erstmal ohne realen Effekt, erstmals vor 2 Jahren kam da etwas in Bewegung, insbesondere eben weil man die Zahl der Emissionsrechte nicht angemessen eingrenzte und die dadurch so billig waren und blieben (ganz viele Rechte werden nach wie vor kostenlos zugeteilt), dass davon gar kein Anreiz ausgehen konnte, weniger schädliche Stoffe zu emittieren - und daran sollen wir jetzt auch noch mitmachen ?!

Einfach nur abartig .... 

gelöst von StromerBodo

Geschrieben

Danke für deine Zeilen, StromerBodo - ich habe den THG-Quotenhandel zu Beginn auch sehr kritisch beäugt. Kann sowas funktionieren? Wie gross ist der Anreiz für Unternehmen ihre Emissionen tatsächlich zu reduzieren? Nach etwas Recherche kam ich für mich zum Schluss: Ja, das könnte schon funktionieren sofern der Preis für die Zertifikate bei den Abnehmern steigt (und das sollen sie bis 2030) - aber muss es unbedingt so bürokratisch und kompliziert über einen Zertifikat-Handel ablaufen?

Die Umstände generierten zwischenzeitlich die Gründung zahlreicher Firmen, welche sich dem Handel annehmen. Das alleine scheint mir ein sehr ineffizienter Weg zu sein. Kommt hinzu, dass diese Unternehmen den Handel natürlich auch ins beste Licht rücken wollen um so mehr Einkünfte zu erzielen. Und so die Sache wohl auch schöner darstellen, als sie in Wirklichkeit ist. 

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  • 4 Monate später...
Geschrieben
  • Autor

Nun, so kritisch ich dem Ganzen auch anfänglich gegenüberstand, so habe ich inzwischen doch eine solche Vereinbarung mit einem THG-Zertifikatsdealer abgeschlossen - aber nicht, weil ich das inzwischen für eine gute Sache halten würde, sondern weil ich erfahren musste, dass es gar nichts hilft, sich dem zu verweigern: Selbst wenn ich die THG-Rechte nicht "verkaufe", können diese an Interessenten zur anderweitigen Erzeugung von CO2 o.ä. abgegeben werden; alle THG-Rechte, über die die Eigner von E-Fahrzeugen nicht selbst verfügen, werden vom Staat direkt vermarktet, d.h. nehme ich nicht das Geld, dann holt es sich die Bundesrepublik Deutschland. 

Und da finde ich es schon das kleinere Übel, wenn ich entscheide, wie ich die paar Euro anlege als wenn das ein Ministeríalbeamter macht - ich kann's dann ja Xtinction Rebellion oder Scientists for Future spenden oder in den Aufbau erneuerbarer Energieanlagen stecken, das klitzekleine Stückchen autonomer Entscheidung nehme ich dann schon wahr, wenn ich schon nicht sagen darf: THG-Rechte meines Autos werden nicht weitergegeben.

  • 2 Monate später...
Geschrieben
Am 16.5.2022 um 17:26 schrieb StromerBodo:

aber nicht, weil ich das inzwischen für eine gute Sache halten würde, sondern weil ich erfahren musste, dass es gar nichts hilft, sich dem zu verweigern: Selbst wenn ich die THG-Rechte nicht "verkaufe", können diese an Interessenten zur anderweitigen Erzeugung von CO2 o.ä. abgegeben werden; alle THG-Rechte, über die die Eigner von E-Fahrzeugen nicht selbst verfügen, werden vom Staat direkt vermarktet, d.h. nehme ich nicht das Geld, dann holt es sich die Bundesrepublik Deutschland. 

Genau, daher hab ich die auch beantragt.

Positiv ist halt, dass BEV dadurch nochmal attraktiver werden. Die Anschaffungskosten sind ja doch noch  höher.

  • 5 Monate später...
Geschrieben

Moin!

Ich habe auch relativ schnell nach Kauf des Autos das Formular ausgefüllt. Nachdem ich mir etliche Anbieter online angesehen hatte. Bin gespannt, was zum guten Schluß bei mir an kommt.

Wenn wir es nicht machen bekommt es "Christian".

Gruß Ff

  • 3 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor
  • Lösung
Am 31.1.2023 um 12:18 schrieb Fiftyfifty:

Wenn wir es nicht machen bekommt es "Christian".

 

Wenn man ja wenigstens bestimmen könnte, dass "Robert" es bekommt - aber so - das geht ja mal gar nicht ! 

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