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Auto-Nom - total überschätzt !

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Geschrieben

vor 16 Stunden schrieb Stefan:

... Würde man Fahrzeuge, die noch vom Mensch gesteuert werden können, in gewissen Situationen (z.B. innerorts) z.B. per GPS drosseln, würden dann die Autofahrer noch Freude am Fahren haben? Wie viele würden dann in das Lager der voll-autonom fahrenden Fahrzeuge wechseln, sofern es die gäbe?

Obwohl mir die Freude am schnellen Autofahren nicht fremd ist, besteht sie für mich nicht darin, in der Innenstadt schnell zu fahren. Ich kann mich hier nur leider wiederholen:

Am 28.6.2026 um 22:43 schrieb Laura T.:

... Wenn es einen so präzisen automatischen Geschwindigkeitsbegrenzer wie mein Zusatz-Navi gäbe, fände ich das praktisch und hilfreich und würde das sehr begrüßen, um nicht ständig auf häufig wechselnde Geschwindigkeitsbegrenzungen achten zu müssten: 30 Schule, 50 keine Schule, 30 Altenheim, 70 bis zum nächsten Ort ... ich möchte doch lieber auf die Verkerkehrssituation und andere Verkehrsteilnehmer achten.

Und aus meiner Sicht wäre es einfacher, Amokfahrten durch Tempodrosseln zu verhindern, anstatt sensible Orte wie Märkte und Fußgängerzonen durch Beton und Polizeipräsenz schützen zu müssen.

Autonomes Fahren dagegen stelle ich mir so ähnlich wie Bus- oder Taxifahren vor. Jemand anderes fährt und ist verantwortlich. Assistenzsysteme fände ich dagegen hilfreich, fast wie eine Fahrlehrerin, die notfalls bremst. Beim autonomen Fahren wäre mir nicht nur die Verantwortung sondern auch die Freude am Steuern eines Fahrzeugs genommen.

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  • StromerBodo
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    Fünf Jahre sind's jetzt her, dass ich diesen Text geschrieben habe und noch immer stehe ich voll dahinter. Eine Überlegung würde ich jetzt aber noch hinzufügen: Dieses autonome Fahren sollte

  • Ah, automatisches Fahren ist noch nicht so doll, aber automatisches Schreiben auch nicht 😁

Geschrieben
Am 10.7.2026 um 23:09 schrieb Stefan:

Eine interessante Diskussion! Aber entscheidet am Ende nicht einfach das Geld? So wie eigentlich immer?
Oder anders ausgedrückt: Würde man Fahrzeuge, die noch vom Mensch gesteuert werden können, in gewissen Situationen (z.B. innerorts) z.B. per GPS drosseln, würden dann die Autofahrer noch Freude am Fahren haben? Wie viele würden dann in das Lager der voll-autonom fahrenden Fahrzeuge wechseln, sofern es die gäbe?
Ich denke der Split zwischen Fahrzeugen die noch vom Mensch gesteuert werden können und solchen, die auch ohne Fahrer auskommen wird tendenziell stärker. Eben auch um diese Geschäftsfelder separat bedienen zu können. An einer Verschmelzung hat kaum jemand Interesse da sonst ein Geschäftsfeld wegbrechen würde. Was meint ihr?

Darf ich das so interpretieren? Der Gewinn der Autoindustrie steht und fällt mit dem Vermögen ihrer Kund:innen, mit Hilfe der Auto-Ware Regeln und Vernunft zu brechen?

Wo steht dann die Auto-Ware ökonomisch im Vergleich mit anderen Waren?  

Anders als beispielsweise der Konsum eines Wingsuits durch einen waghalsigen Basejumper erhöht der Auto-Konsum vornehmlich die Risiken der Verbraucher:innen, die im öffentlichen Raum das Autofahren meiden.

Da würde ich spontan trotzdem vermuten, dass die Freude am Rasen für die Mehrheit der Autofahrenden nicht am Leid der Aussassen hängt und dass diese Freude außerdem nicht bedeutender ist als die Freude an einem Fahrgeschäft auf einer Kirmes, auf das man auch gerne verzichten könnte, wenn es zu teuer kommt oder man danach kotzen müsste. Dass diese Freude überhaupt ein diskussionswürdiges industriepolitisches Argument darstellt und auch von allen relevanten Parteien populistisch missbraucht wird, ist also eine besondere und bemerkenswerte Eigenschaft der sehr speziellen Ökonomie, von der die Menschheit heutzutage hypnotisiert wird.

Andererseits denke ich, dass die Menschen mehr Freude am Autofahren hätten, wenn sie die Umwelt noch spüren würden. Luxus, Masse und passive Sicherheit trennt sie von der Wahrnehmung der physischen und sozialen Realität, macht also das Gegenteil von dem, was ein Fahrgeschäft auf der Kirmes macht. In einem Leichtfahrzeug dagegen fühlt es sich bei Tempo 40 wie Tempo 50 an. Trotzdem oder gerade deshalb macht es mir damit viel mehr Spaß zu fahren als mit einem typischen SUV.  

Autos haben sogar Scheuklappen (A-Säulen), die eine Wahrnehmung der Geschwindigkeit erschweren (leider auch mein Lfz). Je dicker die sind, desto wirksamer. Wie bei einem Pferd, das sonst ständig scheuen würde. Mit Rücksicht auf die SAE-Level haben beim Automobil also sowohl das Pferd als auch der Reiter Scheuklappen. Das wird dann Aussassen beim Abbiegen häufig zum tödlichen Verhängnis. Aktive Sicherheit wird passiver Sicherheit geopfert. Die Autofahrer:innen passen sich dem natürlich an und - zur Vermeidung des unangenehmen Gefühls zu kriechen - fahren sie schneller als erlaubt, selbst wenn sie das nicht gut finden und sie dadurch auch ihr Ziel nicht schneller erreichen.

Dadurch wird der nicht gepanzerte Aufenthalt im öffentlichen Raum zunehmend unangenehm und gefährlich. Die Lösung ist der Konsum von noch mehr, noch größeren, noch schwereren und noch leistungsstärkeren Autos.

Die Digitalisierung böte hier m.E. elegante Lösungen, die zu Abrüstung, weniger Flächenverbrauch, weniger Stress, weniger Verkehrstoten, mehr shared Space führen würde. Anstatt die Autofahrer:innen - wie bei den SAE-Leveln vorgesehen - schrittweise aus der Verantwortung zu nehmen, könnten die Autofahrer:innen mit Assistenzsystemen und geeignetem Fahrzeugdesign zur Abwechslung einmal dabei unterstützt werden, die Umwelt wahrzunehmen und aufmerksam zu fahren.

Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb Laura T.:

Assistenzsysteme fände ich dagegen hilfreich, fast wie eine Fahrlehrerin, die notfalls bremst.

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