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Fragen zum Kauf eines neuen Twike Active

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Geschrieben

Hallo zusammen

 

Mein Vater hat vor etwa 18 Jahren ein Twike gekauft (eines der ersten). Leider ist es in der Garage abgebrannt :(.

Trotzdem finde ich das Twike etwas geniales und habe mich nun dazu entschlossen eins zu kaufen (Mir und der Umwelt zuliebe). Wir haben uns für ein brandneues Modell entschieden.

Nun habe ich aber einige Fragen und hoffe, dass ihr mir hier ein wenig aushelfen könnt.

Ich habe zwar die FaQ`s etc gelesen, aber das dauert vielleicht noch einige Zeit, bis das bei mir eingesickert ist...

 

Zuerst vermisse ich den Konfigurator. Ich kann mich erinnern, dass es so etwas gegeben hat. Da konnte man sich sein Twike individuell zusammenstellen und bestellen.

 

Dann eine weitere Frage. Ich habe gerade den Thread gelesen, indem über den effektiven Strombedarf diskutiert wurde.

Mein Arbeitsweg beträgt 80-90km (ein Weg 40-45km). Meistens muss ich von Zürich (Uni Irchel) nach Pfäffikon (SZ) reisen (Durch die Ganze Stadt und über eine gute Strecke Autobahn). Das ist ja eigentlich eine gute Strecke.

Dann geh ich aber einmal pro Woche auch auf 900 m.Ü.m (45km) z.T auch noch weiter (Wandern etc).

Jetzt stellt sich mir die Batterie-Frage.

LiFePO4 vs. LION. Ich tendiere zum LION, weil der leichter und leistungsfähiger ist. Allerdings kostet er auch einige Riesen mehr. Sind diese 19`000.- Fr. gerechtfertigt? Lohnt es sich das Geld da zu investieren? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? (Gerade im Hinblick auf Lebensdauer, Wintertemperaturen (bis -25°C) auf 900müm usw). Oder meint ihr, dass der LiFePO4 vorteilhafter ist (Ich habe es jetzt nicht nachgerechnet... aber mit 40Ah bin ich auf der sicheren Seite, wenn ich 1h Autobahn am Tag vor mir habe...?!)

 

http://www.dreifels.ch/images/1_Preise_TWIKE_Batterien_130402.pdf

 

Dazumals hatten wir das Problem, dass das Salz im Winter den Unterbau zerstört hat (Korosion). Im Winter wird auch im Unterland extrem mit Salz herumgeworfen. Stellt ihr da euer Twike in die Garage? Ist das heute nicht mehr so ein Problem? (Ich freu mich schon die Rämistrasse hinunter im Winter... Jiiichaaa 8))

 

Ich gehe also etwa von 19`000.- Fr für den LION aus und addiere das mit dem Katalogpreis von 29`000.- Fr.für den Rest. (http://www.dreifels.ch/images/1_Produkteblatt_TWIKE_Swiss_Edition_V05.pdf)

 

Dann bin ich bei 48`000.- Franken. Weiss jemand, ob man hier Skonto bekommt? :D

Ist dieser Preis etwa ok oder bin ich falsch informiert?

Ich weiss, dass man von diesem Betrag noch einiges an Benzinkosten, kfz Steuern usw.abziehen kann (um ruhiger zu schlafen). Nun habe ich leider keinen deutschen Referenzpreise um zu sehen, ob in diesem Preis auch der "Hochpreisland-Rabatt" hinzugezählt wurde. Sprich, spare ich einige tausend Franken, wenn ich das Twike in Deutschland bestelle/abhole?

 

Da es so oder so 4 Monate dauert, bis ich mein Twike bekomme, sollt ich noch mit der Bestellung warten? Hat jemand in seiner Kristallkugel bereits neue Technologie gesehen?

 

 

Ich bedanke mich schon mal für Tipps beim Kauf und Antworten auf meine Fragen

 

Beste Grüsse

 

T.

 

PS: Macht ihr Massenbestellungen (wenn z.B 10 Leute neue Batterien benötigen...)

PPS: Weiss jemand, wie es mit Anhängervorrichtungen (z.B leichte Veloanhänger) für Twike aussieht? Ist das machbar/erlaubt? (Ich habe auf einem Foto eine Aufhängevorrichtung für Velos gesehen... Entstehen da nicht Probleme mit dem Schwerpunkt/Strassenverkehrsgesetz?

Soweit ich mich erinnere gilt eine 20er bez. 30er Beschränkung für Anhänger in der Landwirtschaft)

Geschrieben

Hallo T

Ich gratuliere zu Deinem Entschluss und würde mich freuen Dich unter den aktiven Twikern zu begrüssen.

Wegen des Konfigurators weis ich nicht bescheid, Evtl. macht es Sinn wenn Du dich direkt mit Fine Mobile in

Verbindung setzt. Die stellen Dir Dein Fahrzeug wunschgemäss zusammen und machen eine Offerte.

 

Ich fahre täglich praktisch die gleiche Strecke wie Du. Früher bin ich von Fällanden kommend über Zürich nach Wollerau gefahren.

Allerdings fand ich es auf der Autobahn nicht so prickelnd und 1/2h Vollgasfahrt heizt dem Motor ganz schön ein. Seit ein paar Jahren fahre ich aber vorzugsweise statt über Zürichs via Rapperswil und über den Seedam. Streckenmässig ist mehr oder weniger die gleiche Distanz. Überwiegend Landstrasse, Autobahn von Pfäffikon nach Wollerau täglich, ab und an auch von Rapperswil Iona - Hinwil- Forchstrasse usw. Manchmal doch wieder über Zürich je nach Laune und Tagesform.

 

Ich fahre das Twike bei jedem Wetter und das ganze Jahr hindurch. Bei meinem 1. Twike gab es ebenfalls Korrosion am Fahrwerk weil z.B. der Spaceframe nicht lackiert gewesen ist. Bei meinem jetzigen Twike sind alle Teile lackiert. Zusätzlich behandle ich alle relevanten Komponenten mit Wachsspray um Sie zusätzlich zu schützen.

Seit 5 Jahren bin ich nun so unterwegs und sehr zufrieden mit meinem doch auch schon 15 Jahre alten Renner.

Die aktuellen Fahrzeuge von Fine habe ich mir auf der E-Mobility in Friedrichshafen angeschaut und bin auch mit gefahren. Sie sind jetzt richtig gut verarbeitet und dicht.

 

4 1/2 Jahre habe ich die Strecke mit 10AH DREIFELS Akkus gemacht. Seit kurzem fahre ich mit 15 Ah ebenfalls LiFePo4 Akkus und bin begeistert. Ich kann in der Firma wieder Laden. Wenn Du diese Möglichkeit nicht hast, müssen Deine Akkus 16-20 Ah oder mehr haben damit es Spass macht.

Wenn Du auch im Winter fährst ist eine vernünftige Heizung im Twike wichtig. Auch für den Komfort, aber hauptsächlich für die Sicherheit.

Nichts ist lästiger als ein völlig beschlagenes Twike. Ohne anständige Heizung ist das im Winter nicht in den Griff zu bekommen. Ich habe z.B. eine Truma Luft Gasheizung installiert und bin sehr zufrieden damit. Ein Kraftstoffheizung von Webasto/Eberspächer ist natürlich auch i.O. Je nach Vorlieben.

 

Wenn Du magst kannst Du mal vorbei kommen und am Objekt das eine oder andere Anschauen/Besprechen.

 

Schöne Grüsse vom Greifensee

 

Dirk + TW 423

 

 

Geschrieben
  • Autor

Hallo Dirk

 

Danke für Deine Antwort und Dein nettes Angebot.

Theoretisch wohne ich einen Steinwurf vom Twikecenter entfernt. Vermutlich macht es Sinn dort die Bestellung aufzugeben und dann auch wegen Service etc. gewappnet sein.

 

Ich vermute, dass ich die Strecke tatsächlich mit einem 15Ah LiFePO4 machbar ist. Und ich hätte auch genug Zeit um das Twike wieder zu laden.

Nur spielen bei mir zwei Dinge noch eine wichtige Rolle. Ich brauche das Twike dann auch für Distanzen um die 50 Km und 500 Höhenmeter. Ich denke dann wird’s kritisch oder?

Eine weitere Überlegung ist, dass ich möglichst eine fette Batterie (40ah) nehme, denn ich habe nun ein paar Dinge gelesen (korrigiert mich, wenn ich falsch liege):

Grössere Battrien werden weniger stark belastet (Spannungsschwankungen etc.), deshalb sollen sie auch länger halten. Zudem sollte man ja nie zu einer allzu geringen Spannung kommen. D.h ich würde den Akku bei seiner Power auch nie ganz leersaugen, was ja scheinbar positiv sein soll. Gerade im Winter hat man bei einer stärkeren Batterie eventuell noch mehr Reserven.

Ausserdem habe ich auch gelesen, dass die LION Akkus besser sind. Nicht nur wegen dem Gewicht und der Leistung, sondern auch wegen Kälteresistenz, geringere Temperaturschwankungen und Memory Effekt. (Ja, scheinbar gibt es den auch hier und in einem Fachartikel steht, dass die Rekuperation beim Bremsen viele kleine Teilladungen sind, die der Batterie auf Dauer schaden…).

Wenn erwünscht, werde ich den Artikel nochmals heraussuchen.

Wie seht ihr die Sache mit den Batterien? (für mich….)

 

Wenn ich mit dem Twike untwerges bin, gehe ich gerne ein paar gemütliche Umwege, dadurch steigt aber auch wieder der Bedarf an Energie. (Unter Umständen).

 

An der Heizung bin ich sehr interessiert, allerdings muss ich vorher noch eine Reihe von anderen Überlegungen anstellen.

Ich muss das mit der Gewichtsklassifizierung im KFZ-Ausweis, der Versicherung, Zulassung usw. regeln.

 

Dann muss ich mir doch noch Gedanken über die Finanzierung machen. Zwar hätte ich das Geld beiseite, aber als Studierender in einem unwirtschaftlichen Fach ist man nicht so Flüssig, wie man es gerne hätte (was ja auch meine Entscheidung ist… und ich will mich nicht beklagen…).

Im Moment fahre ich einen Diesel, der 7l auf 100km sauft. Auf 15`000 Km im Jahr zahle ich aufgrund einer Abmachung (Geschäfts-karre) Netto (inkl. Benzinpreis) etwa 2`500.- Das ist verdammt wenig. Natürlich ist es so oder so unökologisch und Grund für ein Schlechtes Gewissen.

 

Neben dem Anschaffungspreis (kein Leasing!) käme ich also doch auch auf einen mittleren, dreistelligen Unterhaltsbetrag/Jahr (Versicherung etc. eingerechnet). Das macht mir noch keine Sorgen, aber was, wenn der 15`000- 18`000 Franken teure Akku nach drei Jahren schlapp macht? Vor dem habe ich wirklich Angst, denn das sind richtig fette Kosten. Zwar gibt es laut Hersteller bei LION Akkus bekanntlich keine Unterspannungs- und Memoryeffekt- Probleme *hust*. Also so gesehen keine wirkliche Möglichkeit die Garantie zu gefährden. Aber wenn jetzt die Garantie nach drei Jahren ausläuft und der Akku nicht mehr für die Distanz reicht/kapputt ist…

Kann mir jemand etwas dazu sagen?

 

Ich habe mir gedacht, dass ich einige Kosten mit Werbeeinnahmen amortisieren kann. Zwar gilt das Gesetz, dass nur Firmenwagen Werbung tragen dürfen, aber scheinbar gibt es da Grauzohnen. Weis jemand etwas darüber? Bzw. hat das jemand schon gemacht? (Ich weiss.. . sein wunderhübsches Twike mit irgendwelchen Dingen zu verkleben… pfui… Es sei denn, man wirbt für eine „gute“ Sache und kriegt dazu noch einen kleinen Zustupf…).

 

Ich weiss, vermutlich werden einige wegen meinen Rechnungen/Bedenken den Kopf schütteln. Das Twike sollte man nicht nur aus finanzieller Sicht betrachten (und das tu ich in meinen Träumen auch nicht :D )

Die meisten werden mir aber zustimmen, dass es schon wünschenswert wäre, wenn Elektrofahrzeuge besser subventioniert würden…

 

Besten Dank für allfällige Infos und Kommentare

 

Grüess

 

T.

 

Geschrieben

Hallo T und willkommen im Forum!

 

Es wäre schön einen weiteren Twiker willkommen heissen zu dürfen! Zu deinen Fragen kann ich folgendes sagen:

 

Twike Center: Bei deinen geplanten Kilometerleistungen sicher gut wenn du professionellen Service erhälst. Dank regelmässiger Wartung bin ich so auf 50'000km noch nie stehen geblieben :)

 

Batterie: Ich würde dir vorschlagen den Akku grosszügig auszulegen. Wenn du aber eine Lademöglichkeit an deinem Zielort hast, dann wäre es jedoch eine interessante Alternative den Akku nur für die Einweg-Strecke auszulegen. Damit sparst du einige Tausendender. Bei 50km plus 500 Höhenmeter wäre z.B. ein 20AH Akku völlig ausreichend. Damit erreichst du auch jederzeit Basel, Luzern, Bern (Zürich). Auch im Winter hast du bei 50km immer jederzeit noch Reserve. Im Sommer könntest du so vermutlich Hin- und Rückfahrt bewältigen wenns mal sein muss.

 

Ich fahre seit gut 4 Jahren einen 20Ah LION Akku. Ich bin sehr zufrieden damit. Bis anhin hatte ich noch nie Probleme und eine Alterung der Zellen ist noch nicht feststellbar. Wirklich bemerkenswert! Muss allerdings dazu sagen adss ichauch immer darauf geachtet habe die Zellen gut zu behandeln. Also kein Fahren unter 300V, Kein Stehenlassen über mehrere Tage bei Volladung (nur bei LION empfohlen) etc...Memory Effekt gibt es keinen. Viele Lade/Entladezyklen resp. Fahrbetrieb scheint keinen negativen Einfluss zu haben. Teilzyklen sind generell wünschenswert. D.h. wenn du nicht Volladen musst um dein Ziel zu erreichen, dann kannst du z.B. nur auf 380V laden und dann bis z.B. 350V Spannung runterfahren, so kannst du den Akku ganz gut schonen. Spannungen unter 300V würde ich vermeiden, denn meines Wissens erlischt dann die 3-jährige Garantie.

 

Betreffend Heizung schliesse ich mich ebenfalls Dirk's Meinung an. Evtl. lohnt es sich wenn diese direkt von Fine eingebaut wird, es sei denn du hast viel Zeit zum Basteln. Gas Heizungen sind beliebt, Fine verbaut eine Webasto. Ich selber habe eine Wallas Petroleum Heizung.

 

Werbung: Ich habe noch nie von Problemen gehört wenn du Werbung auf einem Twike anbringst.

 

Hoffe ich konnte etwas beitragen. Viel Spass beim Konfigurieren :)

Stefan

 

 

 

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Geschrieben

Hallo T

 

Zu Deiner Frage nach der Batteriegröße und dessen Vor und Nachteile

LiFePo4 und LiMn Zellen überstehen mehr Zyklen, wenn man sie nicht so stark belastet. Die Belastung kann man in "C" angeben (Wenn du einen vollen Akku mit 1C belastest ist er nach 1h leer), bei einer 15Ah Batterie, wäre unter Vollast (20A) die Belastung etwas größer als 1C, in Mittel aber eher kleiner. Bei 40Ah wäre es <0,5C beides ist schon relativ gering und belastet die Akkus nicht so stark. Spannungsschwankungen spielen hier keine Rolle (P.S. die Dreifels LiMn Batterie hat 45Ah)

Neben der zyklischen Alterung spielt auch die Kalendarischen Alterung eine Rolle. Diese ist unabhängig von der Belastung, allerdings vom Ladezustand der Batterie (am Besten kurz vor dem Fahren laden - da der Twike Motor allerdings beim Laden heiß wird, empfiehlt es sich schon ca. 1/2 - 1h vor dem Fahren die Ladung zu beenden).

Ich habe Dir ein pdf aus einem Twike News Artikel angehängt, in dem sowohl Kurven für die Zyklenfestigkeit wie auch für die Kalendarische Alterung enthalten sind.

Hier kannst Du Dir dann auch in etwa ausrechnen, wie lange Dein Akku halten wird. (Nur in etwa, da dass vermutlich andere LiMn Zellen beschreibt als bei Dreifels eingesetzt)

Das Problem an der Kalendarischen Alterung im Zusammenhang mit einem großen Akku (dessen Kapazität nie Ausgenutzt wird) ist, dass er Dir schneller durch die Alterung kaputt geht als durch wirklich gefahrene Zyklen. Allerdings werden das auch grob 10 Jahre sein.

Es ist aber wiederum von Vorteil den Akku weder ganz leer zu fahren, noch ganz voll zu Laden, dadurch erreicht man eine höhere Zyklus Zahl.

D.h. man sollte bei Lithium Zellen nicht ganz knapp planen (im Gegensatz zu NiCd Zellen, wo es optimal ist, wenn sie jedes Mal leer werden).

15Ah werden ausreichen um Deine Strecke einfach zu fahren, allerdings wirst Du auch nicht viel weiter kommen. Wenn Du also noch Reisen planst, würde ich einen größeren Akku nehmen.

Den 40Ah Akku von Dreifels finde ich übrigens Preis Leistungs technisch gesehen echt super, allerdings insgesamt halt schon teuer.

 

Ich habe weder persönliche Erfahrungen mit dem LiFePo noch dem Liion Akku von Dreifels, deshalb kann ich Dir zum Temperaturverhalten nicht sagen; generell ist es egal welche Zellchemie genommen wird, aber es kommt auf die individuelle Auslegung der Elektrolyte in den verwendeten Zellen an. Hier ggf. einfach mal bei Dreifels nachfragen, ob sie sich unterscheiden.

Fakt ist allerdings, dass die Zellen einen Arbeitspunkt haben in dem sie am effizientesten sind. Dieser liegt irgendwo zwischen 20-35°. Darüber und da drunter wird die Effizienz geringer; d.h. es wird neben der Wirkleistung auch mehr Wärme produziert. Hier hilft es, den Akku gut einzupacken und ggf. mit einer Batterieheizung zu versehen.

 

Ich persönlich würde die LiMn Zellen den LiFePo vorziehen, allerdings wäre es super, wenn es neben der 45Ah auch eine halb so große Variante geben würde. Die Kosten für 45Ah sind halt schon sehr hoch.

Ob Du finanziell mit dem Twike gegen einen guten Diesel ankommst bleibt dahin gestellt. Der Hohe Anschaffungspreis vom Twike und die Kosten für den Akku (der wie erwähnt altert und dadurch nicht ewig hält) tun sich da schon schwer. Wenn man das Geld allerdings erstmal ausgegeben hat, fährt man sehr günstig und hat kein schlechtes Gewissen, wenn man mal ein paar KM mehr fährt :-)

Für mich war der Faktor, Sport zu machen während der Fahrt zur Arbeit das Argument, was dann ausschlaggebend war.

 

Geschrieben

Ich möchte nochmal darauf hinweisen das man bei Lithium-Akkus ältere und neuere Zellen parallel schalten kann ohne das dabei wie bei bisherigen Akkutechniken (Blei, Nickel, Natrium...) die älteren Zellen die neuen kontinuierlich entladen. Man kann also mit einer Minimalausstattung anfangen und später, wenn die Reichweite aufgrund der Alterung der Zellen nicht mehr genügt, neue Zellensätze hinzuschalten. Deshalb ärgert es mich ein wenig, das FineMobile jeweils 4x98 Zellen zu einem Block zusammengeschaltet hat. Optimal wäre es, jeweils 98 in Serie geschaltete Zellen (derzeit je 1,4Ah) wären ein Block und man müsste mindestens 8 Blöcke haben um fahren zu können. Dann kann man nach und nach auf bis zu 20 Blöcke aufrüsten und hätte am Ende Kapazitäten wie "Orgelpfeifen". Jedesmal wenn ein Block am Ende ist fliegt er raus und wird durch einen neuen ersetzt. So kann man jeden Block fast zu 100% nutzen anstatt sich bereits bei <50% Kapazität Gedanken um Ersatz zu machen und die Reichweite schwankt auch nur noch in einer geringen Bandbreite (10-15km würde ich schätzen). Allerdings wären wohl am Ende doch um 15 Blöcke nötig damit die neueren nicht zu stark belastet werden. Derzeit fahre ich mit 2x4,8Ah, also eigentlich mit 8x1,2Ah und der Fahrstrom ist auf 16A eingestellt. Jede Zelle wird also maximal mit etwas über 2A belastet. Hätten die Blöcke alle unterschiedliche Kapazitäten von 100, 87.5, 75, 62.5 usw. % so würde schlimmstenfalls der 100%-Block mit bis zu 4A belastet...

 

Ich hätte am liebsten mit einem gebrauchten 4Ah-Block und einem neuen 4,8Ah angefangen (erstmal nur mit 13-14A Fahrstrom) und würde mir in Kürze einen 5,6Ah-Block dazu holen. Leider gab und gibt es wohl noch keinen wahrnehmbaren Handel mit gebrauchten Akkublöcken. Wäre schön wenn FineMobile und auch Dreifels Anfragen von Gebrauchtakku-Interessenten annehmen und beim Verkauf neuer Akkus ggf. vermitteln würden.

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Hallo Andragon,

 

super, dass dich das TWIKE geprägt hat.

 

Kurze Zwischenfrage, da es äußerst selten vorkommt, warum ist euer TWIKE denn damals abgebrannt? (autsch).

 

Bezüglich des Konfigurators, ja, der war allgemein sehr begehrt, ich hab mir aber sagen lassen, dass gerade die Webseite bearbeitet wird und dieser in Bälde wieder zur Verfügung steht:-).

 

Zur Lieferzeit eines neuen TWIKE: Einfach mal bei der FINE nachfragen wie es aktuell mit der Lieferzeit aussieht. Für meines musste ich auch fast 6 Monate warten, ich habe aber schon gehört, dass es ausserhalb von Stoßzeiten auch innerhalb eines Monates möglich ist. Garantieren kann die FINE wohl mittlerweile eine Lieferzeit zwischen 10 und 12 Wochen.

 

LiFePO4 vs. LION: Mmh, einfach mal wie du bisher schon getan hast unter den heutigen Anwendern nachfragen. Viele Antworten hast du ja schon erhalten. Ich habe ebenfalls die LION und ich glaube auch, dass die FINE Neufahrzeuge nur mit eigenen Batterien ausliefert.

 

Zur Reichweite der LION Akkus: Diese sind jetzt mit 7x7,6AH erhältlich, macht also 53,2Ah.

 

Salz und Korrosion: Salz ist seit der Verwendung von Wax als Korrosionsschutz kein Problem mehr. Der Schutz lässt sich auch nachträglich bei gebrauchten Fahrzeugen aufbringen, kann also z.B im Service angesprochen werden.

 

Ich selber habe nur 24Ah in meinem TWIKE, was ich als das Minimum ansehen würde um mit dem TWIKE angenehm zu verreisen. Erst letztens habe ich eine weiteres TWIKE mit 22Ah nach Marokko überführt. Allein die Batterietemperatur stieg beachtlich schneller als im 24Ah TWIKE. In Marokko sind nun 3 TWIKEs mit folgenden Batteriegrößen: 22Ah, 24Ah, 28Ah. Aus eigener Erfahrung würde ich keine Akkus mehr unter 24Ah für das Reisen empfehlen.

 

 

 

 

 

 

Geschrieben

Hallo SternFuchs 42,

 

"Deshalb ärgert es mich ein wenig, das FineMobile jeweils 4x98 Zellen zu einem Block zusammengeschaltet hat. Optimal wäre es, jeweils 98 in Serie geschaltete Zellen (derzeit je 1,4Ah) wären ein Block und man müsste mindestens 8 Blöcke haben um fahren zu können."

 

Nicht ärgern:-) hat wahrscheinlich alles einen Grund, wie z.B., dass die Verschaltungsart aus Gründen der Lebensdauer (Strombelastung pro Zelle) und Sicherheit (Kurzschlussstrom) bewusst so gewählt wurde.

 

Anscheinend kann man es unter den gegebenen Raumverhältnissen, Gewichtsbedingungen und Anforderung zu Sicherheit und Lebensdauer kaum besser machen.

 

Grüße

 

TWIKE ZORA

[url=]www.twikemaroc.com

Geschrieben
  • Autor

Hallo Salledu

 

Wieso das Twike die ganze Hütte abgefackelt hat? Keine Ahnung. Ich vermute, dass es gerade am laden war und es einen Kurzschluss gegeben hat oder die Batterie zu schmelzen begann und ein Schwellbrand ausgelöst wurde.

 

Joa, 53,2Ah sind schon fast Overkill für meine täglichen ~ 80 Km. Gut, ich berechne natürlich noch ein wehnig "spatzig" ein, damit im Winter keine Probleme auftreten... bzw. ich die Batterie schonen kann (-sie ergo länger lebt).

Weil rein schon aus Kostengründen sollte die Baterie 10+ Jahre halten.

 

Wie gesagt hätte ich das Geld beisammen. Da das Twike mein "Firmenauto" ersetzt stellt sich mir trotzdem die finanzielle Frage (die ich im Hinterkopf wiederum mit der Ökologie abgleiche).

Für sparsame Leute mit wenig Einkommen (Studenten usw.) lohnt sich die Anschaffung nicht, wenn man selbst beim Firmenauto nur die Benzinkosten decken muss. (aus ökonomischer Sicht).

Erst, wenn die Karre den Geist aufgibt bzw. man kein Firmenauto mehr hat, dann überlegt man sich auf ein TWike umzusteigen. (zumindest in meinem Fall).

 

Natürlich würde ich aus persönlicher Sicht sofort ein Twike kaufen. Mein nächstes Gefährt wird ein Twike (oder ein Pferd im Stall... auch ne gute Methode um zu reisen :D)

 

Bis dahin werde ich aber wohl oder übel ausharren müssen, bis die Produktionskosten heruntergehen, bzw. die Entwicklungskosten getilgt sind oder ich genug Rentengeld auf der Seite habe, dass mir diese 40+ Riesen nichts ausmachen.

Es ist zwar nicht meine Art zu warten, aber ein interessanter Gedanke ist noch das neue Twike4, von dem man in den letzten Tagen so viel hört. Allerdings habe ich keinen Schimmer, wann das in die Produktion geht und ob es erschwinglich ist.

 

Ich habe den Fine- Leuten eine Mail geschrieben und bis heute keine Antwort bekommen. Ich will ja niemandem auf den SChlips treten, aber scheinbar haben die es nicht nötig mit der grossen Kelle anzurühren.

Klar finde ich es gut, dass sie auf Qualität anstatt Quantität setzen. Das bedeutet aber, dass die Preise immer recht hoch bleiben und man dazu noch unendlich lange warten muss... (Das Argument der Förderung von Elektromobilität ist also nur eingeschränkt gültig... finde ich)

Ich verstehe schon... das liegt an der Marke. Das Twike ist ein Luxusobjekt, etwas, das sich nur jene Leisten, die diesen Lifestyle mögen.

Trotzdem... Mir wäre lieber, wenn mehr Leute mit einem Twike und weniger mit einem SUV herumdümpeln würden. (Gerade im Stadtverkehr)

 

Ich bedanke mich auf jeden Fall für die Antworten. Jetzt bin ich ein wenig mit der Theorie vertraut und warte nun auf DIE Gelegenheit :D

 

Viele Grüsse

 

T

 

 

 

Geschrieben

...Nicht ärgern:-) hat wahrscheinlich alles einen Grund, wie z.B., dass die Verschaltungsart aus Gründen der Lebensdauer (Strombelastung pro Zelle) und Sicherheit (Kurzschlussstrom) bewusst so gewählt wurde...

 

Hauptgrund war wohl eher die "Tradition". Ursprünglich hätte man beim Twike II 280 Monozellen in Serie nehmen können (ca. 50kg, 336V). Die hätten aber nur 15A gebracht und so hat man stattdessen 2x280 Babyzellen (2x25kg) genommen und so 20A Fahrstrom ermöglicht. Vom Gewicht her passte auch ein dritter Block, bei einem vierten wäre genau wie bei zwei Mono-Blöcken das Twike zum Sike, also Einsitzer geworden. Die komplette Elektronik war darauf ausgelegt, das man mit 2 oder 3 Blöcken fahren konnte wobei jeder Block einzeln durch einen Akkuprint überwacht wurde. Ausserdem gibt es sieben Teilspannungsabgriffe so das die Zellenzahl durch sieben teilbar sein muss. Ansonsten hätte man wohl eher 96 Zellen in Serie gewählt da diese flexibler verschaltet werden und so für fast jedes Elektrofahrzeug genutzt werden könnte. FineMobile lötet die Akkusätze übrigens nicht selbst zusammen sondern bekommt sie so geliefert. Für die ist es halt einfacher, 7 Kisten a 56 Zellen als 28 Kisten a 14 Zellen zu verkabeln. Bei 4 Kisten a 98 Zellen müssten wieder die Teilspannungs- und Thermometeranschlüsse reingefriemelt werden...

 

Anscheinend kann man es unter den gegebenen Raumverhältnissen, Gewichtsbedingungen und Anforderung zu Sicherheit und Lebensdauer kaum besser machen.

 

Hm, ich habe jetzt für 3,5kWh Kapazität knapp 6000 Euronen zahlen dürfen. Normale Emobilisten zahlen etwa 500 Euro pro Kilowattstunde bei entsprechend großen Einzelzellen. Allerdings muss dann jede Zelle einzeln überwacht werden (knapp 20 Euro pro Schaltung/Zelle plus Kabelsalat) was es bei der großen Systemspannung und der damit verbundenen Zellenzahl beim Twike schwierig macht. Ein einfacher, robuster 48-Volt-Antrieb wäre zwar etwas weniger effizient, würde aber wohl nur einen Bruchteil der Kosten verursachen...

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