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Renault ZOE Motorschaden beheben
Wenn ZOE-Motoren kaputt gehen, tauscht Renault nur den kompletten Motor aus, zu horrenden Kosten. Beim häufig auftretenden Lagerdefekt lohnt sich hingegen eine sehr viel preisgünstigere Reparatur in darauf spezialisierten freien Werkstätten. Typische Probleme mit ZOE-Motoren Ein häufig beschriebenes Problem bei ZOEs sind verschleißende Motorlager im E‑Motor (Drive Unit), die zu Brummen, Pfeifen und Vibrationen führen; oft treten zusätzlich Fehlermeldungen und Fehlercodes wie DF030 oder DTC0841F3 („Rotor Position Sensor Circuit“) auf. Der Lagerschaden kann so weit fortschreiten, dass der Rotor „eiert“, das Gehäuse anschleift und der Rotorlagensensor beschädigt wird; dann wird in Renault‑Vertragsbetrieben in der Regel die komplette Motoreinheit getauscht. Betroffene Motorvarianten / Baujahre Betroffen sind vor allem Motoren der Baureihe „5AQ“, die in verschiedenen Zoe‑Generationen als R240 (Z.E. 22), R90 und R110 (Z.E. 40/50) sowie teils R135 verbaut wurden; in Praxisberichten werden Lagerschäden bei R240, R90, R110 und auch neueren Z.E.50‑Modellen beschrieben. In Erfahrungsberichten werden Lagerdefekte oft deutlich jenseits der 100.000 km gemeldet, können aber auch früher auftreten; ein klarer „Rückruf‑Cutoff“ oder ein bestimmtes Baujahr mit exklusiver Häufung ist öffentlich nicht sauber dokumentiert. Meine erste ZOE Bj. 2013 hatte es 2016 schon bei rund 32.000km erwischt; damals wurde der Motor auf Garantie getauscht. Vorgehen bei Renault-Vertragswerkstätten Renault sieht für defekte Lager eines Zoe‑E‑Motors keine offizielle Instandsetzung vor; Vertragswerkstätten tauschen deshalb standardmäßig die komplette Motor-/Drive‑Unit, was Kosten im Bereich von grob 6.000–8.000 € verursachen kann. Hintergrund ist, dass der Motor als komplette Einheit geführt wird, Diagnose und Teileversorgung auf Tauschteile ausgerichtet sind und Renault den detaillierten Lagerwechsel nicht als regulierten Werkstattprozess anbietet. Alternative: Motorlager instandsetzen Nachrüstanbieter und freie Werkstätten setzen zunehmend auf Lagertausch statt Motortausch; verwendet werden z. B. speziell entwickelte Lager EVB355.00 und EVB355.01 von NTN, die auf E‑Motoren wie den Zoe‑Antrieb abgestimmt sind. Der Arbeitsumfang ist erheblich (Motor/Drive‑Unit ausbauen, trennen, Motor öffnen, Lager tauschen, ggf. Sensorbereich reinigen und wieder montieren), aber technisch gut beherrschbar; es fallen etwa 10–12 Stunden Arbeitszeit an. Werkstätten / Dienstleister Deutschland EV Clinic Berlin (Berlin) Bietet Reparatur defekter Renault‑Zoe‑Motorlager, Instandsetzung eingesendeter Motoren und generalüberholte Austauschmotoren; explizit für Zoe‑Motoren mit Lager- und Rotorlagensensor-Problemen, inklusive B2B‑Angebote für andere Werkstätten. Dittmar & Stachowiak GmbH (Bochum, NRW) In einem gemeinschaftlichen Tutorial mit NTN Europe wird der vollständige Lagertausch an einem Renault‑Zoe‑Motor demonstriert; die Werkstatt tritt dort als Praxispartner für diesen Reparaturweg auf. EV-Werkstatt Bauer (Deutschland, Bayern) Bewirbt explizit „Reparatur Lagerschaden Driveunit“ beim Renault Zoe, also eine Instandsetzung des Antriebs mit Lagerschaden statt Kompletttausch der Einheit. Österreich Für Österreich lassen sich aktuell keine konkrete Adressen benennen; es existieren zwar freie E‑Werkstätten und Fahrzeugspezialisten, doch explizite Werbung „Renault Zoe Motorlager Reparatur“ ist selten und wird in Foren eher nur intern oder per PN genannt. Häufig wird österreichischen Zoe‑Fahrern geraten, entweder den Motor an einen deutschen Spezialbetrieb zu senden (EV‑Dienstleister mit Versandservice) oder über lokale freie Werkstätten zu gehen, die den Aus-/Einbau übernehmen und mit einem deutschen Partner für die Motorüberholung kooperieren. Empfehlungen zur weiteren Recherche Für einen Lagerschaden / frühe Motorgeräusche lohnt sich die Suche nach Stichworten wie „Zoe Motorlager“, „Zoe bearing noise“ und „EVB355.00/EVB355.01“, um weitere Erfahrungsberichte zu finden. Viele Betroffene berichten, dass sich der Schaden akustisch lange vorher ankündigt. Reparaturkosten in freien Werkstätten Die Reparaturkosten für Zoe-Motorlagerschäden in freien Werkstätten variieren je nach Anbieter, Umfang (Motor aussenden vs. komplette Einheit vor Ort) und Region, liegen aber typischerweise deutlich unter den Renault-Standardpreisen von den oben schon genannten 6.000–8.000 € für einen Motortausch. Faktoren, die den Preis beeinflussen, sind z. B.: Motor ausbauen: Erfordert ca. 3–4 Tage (inkl. Probefahrt), ca. 1.000–2.000 € Arbeitszeit; viele Werkstätten bieten Ausbauanleitungen für lokale Partner. Lager + Zubehör: Speziallager (NTN EVB355.00/01) ca. 70–200 € pro Stück, plus ggf. Sensor Erfahrungsgemäß lagen die Reparaturkosten 2025 unter 2.500,- €. Hinzu kommen ggf. Transportkosten, um die ZOE oder ihren defekten Motor zur freien Werkstatt zu bringen. Genaue Preise erfährt man auf Anfrage. Empfehlung: Immer unverbindlich bei den o. g. Werkstätten anfragen, Symptome + ggf. Fehlercodes angeben. Bei frühem Verdacht (Brummen/Pfeifen) kostet eine Prüfung oft wenig. Bildquelle: SEG Automotive The post Renault ZOE Motorschaden beheben appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Bye Bye ZOE
Meine ZOE-Ära ist zu Ende. Am 22. März 2023 gebe ich die geleaste R110 Limited wieder ab. Die Rückgabe verläuft erfreulich unkompliziert. Timing Das Autohaus Schlesner in Nienburg war so freundlich und ermöglichte mir die Weiternutzung der ZOE auch nach offiziellem Leasingende (9.1.2023), zunächst bis Ende März 2023. Wie sich herausstellt, kommt mein im Oktober 2022 bestellter MG4 Electric Comfort gute 4 Monate vor dem avisierten Liefertermin (20.7.2023) und ich kann die ZOE daher mehr als pünktlich abgeben. Sauberes Timing. Der MG4 steht ein paar Tage einträchtig neben der ZOE vor unserem Haus, derweil ich letztere für die Abgabe herrichte. Ein Lackschaden an der Heckschürze ist auszubessern, die Naturstrom-Aufkleber müssen runter und außen und innen muss geputzt werden. Als alles fertig ist, rufe ich im Autohaus an und wir vereinbaren die Rückgabe für Mittwoch, den 22.03.2023. Reifen! Am Abend vorher fällt mir siedendheiß ein, dass die Reifen nach 4 Jahren ziemlich abgefahren sind und ich bei der Abgabe des Leasingfahrzeugs gewisse Mindestprofiltiefen einhalten muss (4mm für Ganzjahresreifen). Die Antriebsräder haben definitiv schon weniger. Ich überlege die halbe Nacht, was ich da am besten mache, um das Problem mit geringstmöglichen Kosten zu lösen. Am Morgen des 22. checke ich das Internet nach preiswerten Ganzjahresreifen der passenden Größe (195/55 R16 91Q) und gucke, ob es im Raum Hannover eine Möglichkeit gibt, diese noch am Vormittag montieren zu lassen. Ich telefoniere mit ungefähr 5 Reifenhändlern, aber die kostengünstigen Reifen sind natürlich alle nicht vorrätig. Mehr als max. 300€ inkl. Montage möchte ich nicht ausgeben. Hmmm. Vielleicht kann ich den Abgabetermin verschieben. Oder überhaupt erstmal im Autohaus anrufen und fragen, was wegen der abgefahrenen Reifen an Nachzahlung fällig würde. Es wird ein sehr nettes Gespräch mit der Info: Machen Sie sich keine Sorgen, kommen Sie erstmal her, wir gucken und dann finden wir eine günstige Lösung, vielleicht brauchen nur 2 Reifen ersetzt zu werden. Ich bin erleichtert, denn die Aussicht, den Vormittag mit Reifensuche und Montage zu verbringen oder den Abgabetermin nochmal zu verschieben würde meine Zeitplanung erheblich durcheinanderbringen. Wenn ich die ZOE mit abgefahrenen Reifen abgeben kann und dabei nicht teurer wegkomme, spare ich mir doch lieber den Driss. Die letzte Fahrt Zum Autohaus Schlesner in Nienburg sind es von mir zu Hause aus knapp 60km. Ein Freund ist so nett (und es ist ihm zeitlich auch möglich), mich am frühen Nachmittag des 22.03. dort hinzubringen bzw. den MG4 zu fahren, der uns dann beide zurückbringen wird. Er freut sich über die Gelegenheit, den nagelneuen MG4 auszuprobieren – und ich bin ihm sehr dankbar für seine Zeit und Begleitung. Auf der letzten Fahrt mit unserer treuen ZOE will ich lieber noch einmal höchstselbst an ihrem Steuer sitzen und mich angemessen von ihr verabschieden. Ja, so bin ich. Auch Maschinen gegenüber kann ich Dankbarkeit empfinden und ihnen meine Wertschätzung entgegenbringen. Ich spreche auch mit Dingen. Das hab ich schon als Kind mit meinem Fahrrad gemacht. Ich mache es auch mit dem ganzen technischen Equipment, das ich beruflich als Handwerkszeug nutze. Und mit den Musikinstrumenten, die ich spiele, mit denen lässt sich besonders gut kommunizieren. Haltet mich für verrückt, aber es macht einen Unterschied. Auch wenn wir mit Dingen umgehen, ist es nie nur Aktion, sondern immer Interaktion. Es kommt etwas zurück. Unsere Ratio mag darüber kichern und sagen: Ja nee, is klar. Wie soll das denn gehen. Da sag ich: keine Ahnung bzw. eine Menge Ahnungen, aber das ist meine Erfahrung im Umgang mit der Welt: Du bekommst zurück, was du hineingibst. Einfach mal drauf achten und dabei etwas Geduld aufbringen. Die Fahrt dauert eine Dreiviertelstunde und verläuft höchst unspektakulär. ZOE schnurrt wie immer. Ich biege bei Schlesner ein, stelle sie ab und checke ein letztes Mal ein paar Eckdaten: Durchschnittsverbrauch im letzten Winter: 16,6kWh/100km. Kilometerstand: 50.514. Kommt gut hin, 50.000km waren im Leasingvertrag vereinbart. Und ich bin ja schon fast 3 Monate drüber. CanZE ermittelt für den Akku einen SOH von 94%. Absolut akzeptabel nach 4 Jahren. Reichweiteneinbußen habe ich keine bemerkt. Das R-Link-System habe ich bereits am Vortag in den Werkszustand zurückversetzt, damit ich keine persönlichen Daten im Fahrzeug hinterlasse. Ebenfalls wichtig ist es, die ZOE auch aus der MyRenauit-App zu entfernen, sonst könnte es für die Nachbesitzer unmöglich sein, sie in ihrer eigenen App zu registrieren. OK. Ein letzter Rundblick im Innenraum, dann streichle ich sanft über’s Lenkrad, steige aus und gehe ins Autohaus. BipBip macht die ZOE und blinkt mir ein letztes Mal zu. Die Abnahme Der Mitarbeiter im Autohaus, der die Abnahme macht, ist super entspannt. Wir quatschen erst ein bisschen, dann geht er raus und checkt den Zustand der zurückgekommenen ZOE anhand einer Liste. Dabeihaben will er uns nicht. Sollten Fragen auftauchen, wird er uns rufen. Finde ich gut, ich würde es an seiner Stelle genauso machen. Eine Viertelstunde später ist er zurück. Erwartungsvoll frage ich: Na? Er winkt ab: Alles OK. Es folgen ein paar Anekdoten von Leasingrückgaben einiger Kunden, die offenbar andere Vorstellungen vom akzeptablen Zustand ihrer Fahrzeuge hegten. Bei meiner ZOE jedoch: Keine Beanstandungen, nur die Reifen halt. Ich nicke: klar. Er klickt ein wenig in seinem Computer herum und sagt: Also ich würde Ihnen zwei neue Reifen berechnen, macht inklusive Montage rund 250,- € brutto. Damit bin ich sofort einverstanden, das liegt ja deutlich unter dem von mir für neue Reifen eingeplanten Budget. Super. Es kommen noch 3 x 59€ „Leasing“rate für Januar bis März dazu. Insgesamt zahle ich 428,10€ brutto. Das war’s dann auch schon. Ich gebe beide Keycards und den Fahrzeugschein ab. Um die Abmeldung und die Kündigung der Batteriemiete kümmert sich das Autohaus. Perfekt, so ist guter Service. Da werde ich doch in 4 Jahren gern wieder hier vorbeischauen und gucken, was Renault dann so anbietet. Ich bedanke mich herzlich, wir verabschieden uns, ich gehe noch zur Kasse, die Rechnung bezahlen. ZOE ist nicht zu sehen, wahrscheinlich steht sie noch auf der Hebebühne oder ums Eck. Wir fahren im neuen MG4 Electric Comfort nach Hause. Fazit Die ZOE R110 war uns in den letzten 4 Jahren eine treue und extrem zuverlässige Begleiterin. Kein einziges Mal hat sie uns Probleme bereitet. Auf der Rückreise aus Dänemark im Mai 2022 warf sie mal kurz eine Fehlermeldung auf’s Display, die sofort wieder weg ging und danach auch nie wieder kam. Sie ist gebaut worden, kurz bevor die Baureihe eingestellt wurde und das Nachfolgemodell auf den Markt kam. Da zeigt sich wieder, dass Fahrzeuge in dieser Lebensphase eines Modells einfach ausgereift sind. Wenn ich da an unsere erste ZOE Q210 denke… Könnt ihr hier ja alles nachlesen. Mit der Abgabe der ZOE geht für uns tatsächlich eine Ära zu Ende. Obwohl wir, denke ich, hinlänglich demonstriert haben, dass man auch mit einer Ladeleistung von max. 22kW durchaus Fernreisen machen kann, ist das 2023 nicht mehr zeitgemäß. Bye bye ZOE, danke für alles! Bleib schön heil und mach den neuen Besitzern viel Freude beim elektrischen Fahren! Mögen auch sie dich immer gut behandeln. Wenn ihr wissen wollt, wie mein elektromobiles Leben weitergeht, kommt rüber in den MG4-Blog. Sunset image by Joe from Pixabay The post Bye Bye ZOE appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Folienentfernung 2023
Autoaufkleber und Folienbeschriftung können hartnäckige Endgegner kurz vor Rückgabe eines Leasingfahrzeuges sein. Ich zeige, wie sie ganz einfach zu entfernen gehen. Folienradierer statt Plastikschaber Als ich das letzte Mal (2016) von meiner damals ersten ZOE Folienschrift entfernen musste, hab ich das mühsam per Hand gemacht. Inzwischen gibt’s da eine wesentlich leichtere und schnellere Methode: Ein Folienradierer ist mein Freund. Folienradierer sind spezielle Gummischeiben, die man in einen Akkuschrauber/-bohrer oder eine Bohrmaschine einspannt und damit bei Drehzahlen zwischen 1.000 und 4.000 U/min die Folien und Kleberreste vom Autolack herunter„radiert“. Auf YouTube gibt es Videos, auf denen das super einfach aussieht und sehr schnell zu gehen scheint. Bevor ich mich wieder stundenlang hinsetze und mit Engelsgeduld Buchstabe für Buchstabe Millimeter für Millimeter abschabe, probiere ich es jetzt mal mit so einem Teil. Ich bestelle und verwende diesen Folienradierer von WerkAlpha*: Da ich nicht weiß, wie schnell sich diese Gummischeiben abnutzen, bestelle ich sicherheitshalber gleich zwei davon. Nicht, dass ich mit einem nur halb entfernten Aufkleber eine Zwangspause einlegen und nachbestellen muss. Die Entfernung Ich warte auf einen trockenen und nicht zu kalten Tag. ZOE kommt einmal durch die Waschanlage. Die zwei Akkus meines Akkuschraubers lade ich frisch auf. Dann ziehe ich eine alte Arbeitsjacke über, schnappe mir Schrauber, Folienradierer, Handschuhe und Maske und mache mich an die Arbeit. Was soll ich sagen: Es saut mächtig rum (viele kleine Gummi- und Folienpartikel entstehen), aber geht wirklich sehr einfach und auch relativ flott. Seht selbst: https://www.elektroauto-zoe.de/wp-content/uploads/Aufkleberentfernung.mp4 An diesem löchrigen Motiv wäre ich mit meiner früheren Schabemethode wohl verzweifelt… Es dauert eine Weile, bis ich meine Radiertechnik optimiert habe. Die richtige Kombination aus Drehzahl, Andruckkraft und Winkel ist entscheidend. Das muss man einfach ausprobieren und ein Gefühl dafür entwickeln. Hier ein Zwischenstand: Nach dem Radierereinsatz wische ich mit einem trockenen Tuch die noch anhaftenden Partikel ab. Danach gehe ich kurz mit einem Orangenreiniger* auf einem weichen Schwamm über die Fläche und spüle mit klarem Wasser nach. Und so sieht es aus, nachdem alles von dieser Tür runter ist: Perfekt. Der Akku meines Akkuschraubers hält bis zur Hälfte der zweiten ZOE-Tür auf der anderen Seite durch, dann muss ich wechseln. Als ich mit allem fertig bin, ist die Gummischeibe des Folienradierers erst zur Hälfte verbraucht. Insgesamt habe ich eine knappe Stunde gebraucht, aber nur, weil ich zwischendurch noch etliche nette Gespräche mit Nachbarn hatte, die meine Arbeit immer wieder angenehm unterbrochen haben. *) Dieser Link ist ein amazon-Werbelink The post Folienentfernung 2023 appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Beim Lackdoktor
Die Rückgabe meiner ZOE naht und ich muss noch einen Lackschaden an der Heckschürze ausbessern lassen. Wie der Lackschaden entstand Es ist August 2020. Wir sind wie immer im Urlaub im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol. Am Morgen nach einem anstrengenden Wandertag stehe ich noch sehr müde unter der Dusche, als es an der Tür unserer Ferienwohnung klingelt. Meine Liebste geht öffnen. Es ist ein LKW-Fahrer, der offenbar gerade unsere vor dem Haus stehende ZOE beim Rangieren touchiert hat. Ich trockne mich grob ab, werfe ein paar Klamotten über und gehe mir den Schaden anschauen. Der LKW ist mit einem Vorderrad rechts hinten an der Heckschürze der ZOE entlanggeschrammt. Für mich sieht es so aus, als ob da nur ein bisschen Reifenschmutz an der Schürze klebt, der sich schon irgendwie abwischen lassen wird. Ich bin noch nicht ganz wach und habe meine Brille nicht auf. In diesem Zustand übernimmt meine angeborene Gutmütigkeit das Kontrollzentrum, der LKW-Fahrer tut mir leid (ich bin selbst mal eine Zeit lang LKW gefahren in meiner Jugend und weiß, wie stressig das ist) und ich will auch erstmal in Ruhe frühstücken. Also klopfe ich ihm verbal auf die Schulter, murmele was von „passt scho“ und verzichte auf jegliche weitere Interaktion mit dem Verursacher dieses vermeintlichen Bagatellschadens. Auch das Nummernschild des LKW merke ich mir natürlich nicht. Leute, nicht nachmachen! Als ich später – der LKW-Fahrer ist längst sonstwo – wieder normal denken kann, fällt mir ein, dass die ZOE ja geleast ist und ich mir die Stelle besser nochmal genau ansehen sollte. Ich greife mir meine Brille und einen Schwamm und gehe gucken. Das meiste ist tatsächlich nur Schmutz, aber an zwei Stellen genau an der „Kante“ der Heckschürze hat der LKW-Reifen den Lack komplett abgetragen. Ihr seht es oben auf dem Bild. Oops. Versicherung? Wieder zu Hause, rufe ich meinen Versicherungsmenschen an. Ich habe eine Vollkasko mit 300,- € Selbstbeteiligung, aber er meint, ich solle den Schaden lieber auf eigene Kosten ausbessern lassen. Es wäre am Ende teurer für mich, wenn ich das als Versicherungsschaden geltend mache, weil die Versicherungsprämie steigen würde. Und 300,- € müsste ich sowieso berappen. Ich warte erstmal noch, es eilt ja nicht, und die Optik ist mir egal. Nachdem in den darauffolgenden zweieinhalb Jahren aber niemand so nett ist und die ZOE ein weiteres Mal am Heck beschädigt, muss ich nun wohl oder übel den Schaden auf eigene Kosten reparieren lassen. Lackdoktor I An einem Bahnübergang, an dem ich oft halten muss, ist an einem Zaun ein Werbeplakat für einen Lackierbetrieb in der Nähe aufgehängt, und weil die so einen lustigen Namen haben und mit „Smart repair“ werben, fahre ich da mal hin. Der Chef guckt sich alles an, runzelt schwer die Stirn, murmelt was von „muss ich ausbauen und komplett neu lackieren“ und stellt Kosten von 900€ in Aussicht. Hallo Meister, das ist hier kein Versicherungsschaden, ich muss das selbst bezahlen. Er schickt mir ein Angebot zu, in dem immer noch 900€ stehen. Wenn ich jetzt an dem Bahnübergang stehe, finde ich den Namen auf dem Werbeplakat nicht mehr ganz so lustig. Lackdoktor II Der nächste Lackierer ist sehr viel geschickter. Als ich das erste Mal im Dezember 2022 bei ihm vorstellig werde, drücke ich gleich mächtig auf die Tränendrüsen von wegen muss ich selbst bezahlen und was sollen meine Kinder bloß essen und so weiter. Er guckt sich den Schaden an und meint, er müsse die ganze rechte Seite der Heckschürze neu lackieren, für eine Spot-Reparatur sei der Schaden zu groß. Von Ausbau sagt er nichts und ruft 300€ auf. Netto. Das klingt doch sehr gut. Ich soll mich im neuen Jahr nochmal melden, um einen Termin auszumachen. Die Wochen gehen ins Land und ich habe die Hoffnung auf einen weiteren leichten, fremdverschuldeten Heckschaden immer noch nicht ganz aufgegeben. Anfang März 2023 bekomme ich aber überraschend doch schon meinen ursprünglich erst für den 20.7. avisierten MG4 Electric und kann nun die ZOE wieder abgeben. Jetzt sollte es zügig was werden mit der Lackreparatur. Ich fahre wieder zum Lackdoktor II. Er erinnert sich und sagt: „Die Heizkosten für die Lackierhalle sind gestiegen, ich muss jetzt 350€ nehmen.“ Ich sage: „OK“. Lackdoktor I hätte wahrscheinlich jetzt die Tausendermarke gerissen. Weil jemand einen geplanten Termin abgesagt hat, kann ich die ZOE bereits zwei Tage später hinbringen. Ich soll sie dann schon am darauffolgenden Tag wieder abholen können. Super. Am darauffolgenden Tag meldet sich erstmal niemand bei mir. Ich rufe am späten Nachmittag selbst an und erkundige mich. „Jaaa, also, wir mussten die Heckschürze doch ausbauen und ganz lackieren, aber keine Angst, es wird nicht viel teurer. Sie können ihr Auto morgen abholen.“ Beim Abrechnen sagt der Lackdoktor II: „Also es sind jetzt 400“, er blickt mich für den Bruchteil einer Sekunde an, „420 Euro, plus Steuer“. Macht brutto 499,80€. Aber sie haben wirklich gut gearbeitet, der Schaden ist nicht mehr zu sehen und die Farbe stimmt auch: Fazit Wieder was gelernt. Never ever irgendeinen fremdverschuldeten Schaden, und sei es nur Spucke auf der Windschutzscheibe, an einem Leasingfahrzeug einfach so abwinken. Niemals ohne Brille aus dem Haus gehen, auch nicht aus dem Ferienhaus. Nichts auf Werbeversprechen von Lackdoktoren mit lustigen Namen auf Werbeplakaten an Bahnübergängen geben. The post Beim Lackdoktor appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Verlängerung
Das offizielle Leasing meiner ZOE R110 endete nach 4 Jahren am 9.1.2023. Ich fahre sie trotzdem noch weiter, um Zeit bis zur Lieferung des bestellten MG4 Electric zu überbrücken. Wie geht das? Kundenservice Kaum zu glauben, aber es gibt auch heutzutage noch Autohäuser, die Kundenservice bieten, wie man ihn sich wünscht. Und die langfristig denken. Ein solches Autohaus ist meinen Erfahrungen nach das Autohaus Schlesner in Nienburg, das ich an dieser Stelle sehr gern erwähnen, verlinken und loben will. Sie haben über die Jahre nicht nur meine 2013 aus Frankreich importierte ZOE Q210 mit damals ungewöhnlicher Kompetenz gewartet und mir Ende 2018 den jetzt zu Ende gegangenen attraktiven Leasingvertrag für die R110 vermittelt. Welche übrigens in den 4 Jahren, in denen ich sie fahre, nicht ein einziges ernstes technisches Problem hatte. Als ich wegen eines ZOE-Nachfolgers Ende des vergangenen Sommers mal vorfühle, bieten sie mir gleich von sich aus an, dass ich die ZOE auch nach offiziellem Leasingende noch eine Zeit lang weiterfahren könne, weil ein elektrisches Renault-Modell nicht mehr rechtzeitig für einen nahtlosen Übergang im Januar 2023 zu beschaffen wäre. Das klingt schonmal gut. Es wird aber noch viel besser, als ich dann eine ZOE E-Tech zu teuer und technisch zu überholt und einen Megane E-Tech zu teuer und zu hässlich finde und mich letztlich für einen MG4 Electric entscheide. Das kommuniziere ich offen mit Schlesner – und sie halten ihr Angebot der vorläufigen Weiternutzung meiner ZOE R110 trotzdem aufrecht. Als ich da nochmal nachhake, weil ich ganz sichergehen will, dass das kein Missverständnis ist, meint meine Ansprechpartnerin: „Na vielleicht kommen Sie ja beim nächsten Mal wieder zu uns.“ Wer denkt heutzutage noch so weit voraus? Großartig. Wartung Am 9.1.2023 ist offizieller Leasing-Ende-Abgabetermin. Zur gleichen Zeit steht noch eine Wartung an, die so oder so noch gemacht werden muss. Bei dieser Gelegenheit erledigen wir dann auch den restlichen Papierkram. Es ist eine „ZE-Wartung B“, bei der im Rahmen der üblichen Wartungsdiagnose zahlreiche, teils triviale Checks durchgeführt werden. Darüber hinaus wird der Pollenfilter und nach 4 Jahren nun auch die Bremsflüssigkeit getauscht. Nach drei Jahren soll laut Plan eigentlich auch die 12V-Batterie getauscht werden. Auch hier zeigt sich der gute Schlesner-Service: Wie schon beim letzten Mal wird sie durchgemessen, für noch gut befunden und eben nicht getauscht. Sehr sinnvoll, ressourcen- und kostensparend. Insgesamt zahle ich für diese Wartung 300,25€ brutto, inklusive 10,-€ für die Ersatz-ZOE, die ich für diesen Tag bekomme. Das ist neu, früher gab’s die umsonst, aber 10,-€ sind absolut OK. Es ist eine ältere Intens mit 22kWh-Akku, und ich muss sie zu Hause nachladen, um sicher wieder zurück nach Nienburg zu kommen. Dafür hole ich meine gewartete R110 aber auch wieder voll aufgeladen ab, und da passte mehr rein als die 11kWh, die ich zu Hause in die Ersatz-ZOE habe fließen lassen. Vielen Dank! Garantieverlängerung Für die Leasingdauer hatte ich eine Garantieverlängerung abgeschlossen, die mit dem offiziellen Leasing endet. Obwohl ich die R110 jetzt erst einmal nur 3 weitere Monate fahre (bis Anfang April 2023), vereinbare ich eine weitere Verlängerung. Nach der schockierenden Erfahrung mit dem 10 Tage nach Garantieende ausgestiegenen Inverter meiner ersten ZOE Q110 gehe ich da kein Risiko mehr ein. Eine Renault-Anschlussgarantie läuft immer mindestens ein Jahr, aber das ist mir in diesem Fall egal. Sie kostet mich 190,80€ brutto, was ich absolut akzeptabel finde, vor allem im Verhältnis zu den möglichen Kosten eines defekten Inverters… Wie gesagt, und toi toi toi, bislang ist an der R110 kein einziges Problem aufgetreten, das einen außerplanmäßigen Werkstattbesuch erforderlich gemacht hätte. Möge es so bleiben. Mit der neuen Anschlussgarantie fühle ich mich auf jeden Fall sicher. Wie geht es weiter? Das war’s auch schon an Papierkram. Die Endabnahme machen wir dann Anfang April – oder möglicherweise noch später, wenn der MG4 auf sich warten lässt. Die Akkumiete läuft so lange ganz normal weiter. Leasingraten brauche ich keine mehr zu zahlen. Die jetzt gefahrenen Extra-Monate rechne ich dann bei Rückgabe der ZOE direkt mit dem Autohaus ab. Total entspannt. Ich bin sehr angetan von dieser unkomplizierten Abwicklung. Danke, Autohaus Schlesner in Nienburg! The post Verlängerung appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Elektromobilität Hardcore
Bei -10°C mit der ZOE von Hannover nach Görlitz. Nichts für Eilige, Feiglinge und Choleriker:innen. Am 18. Dezember 2022 fahren wir von unserem Dorf bei Hannover nach Görlitz. Das ist eine Strecke von 480km über die A2, A14 und A4. Im Sommer 2019 sind wir da mit unserer ZOE schonmal mit nur einem Ladehalt hingekommen. Aber nun ist es eisig. Wir starten kurz nach 8 Uhr bei -10°C. (Die ZOE ist natürlich vorgewärmt.) Es wird unterwegs nie wärmer als -6°C, und das auch nur kurz. Unsere ZOE ist jetzt 4 Jahre alt, hat knapp 48.000km auf dem Buckel und einen SOH von 94%. Einen ersten Ladehalt plane ich in Bernburg. Noch immer gibt es da ein paar Ladesäulen, die Gratisstrom abgeben. In diesen Zeiten ein wahrer Segen. Könnte natürlich sein, dass die total ausgelastet sind und die E-Autos Schlange stehen. Aber erstmal sagt die App: Ladeanschluss frei. Nach Bernburg sind es 197km. Eigentlich locker zu schaffen, auch im Winter, aber wie sich herausstellt, nicht bei -10°C. Unser Verbrauch ist konstant sehr hoch und auf der Hälfte der Strecke wird klar: Wir brauchen eine kurze Zwischenladung. Normalerweise kein Problem. Wir fahren auf die Autobahnraststätte Marienborn Süd. Da haben wir früher mit unserer ersten ZOE und ihrem 22kWh-Akku immer geladen, immerhin mit 43kW AC, wenn wir in den Osten fuhren. Der mittlerweile betagte Triple-Lader hält aber jetzt eine unliebsame Überraschung bereit: Freischaltung mittels RFID-Karten geht nicht. Gar nicht mehr, weil offenbar das entsprechende Modul stillgelegt wurde. Nach einigen Versuchen mit verschiedenen Karten fällt mir endlich der eher unscheinbare diesbezügliche Hinweistext an der Säule auf. Maingau vs. EnBW Na gut, dann eben per App. Ich nehme die Maingau-App, weil die gerade eine 10ct-Rabattaktion laufen haben. Mit kalten Fingern hantiere ich mit dem Handy, um den QR-Code am Ladepunkt einzuscannen. Das klappt, aber nachdem ich dann den Button „Ladung starten“ angetippt habe, tut sich nichts. Ey. Das geht ja wieder gut los hier. Ich wiederhole den ganzen Vorgang. Wieder tut sich nichts. Bis ich eine Eingebung habe und den Screen-Inhalt in der App etwas weiter herunterscrolle. Da taucht dann nämlich eine Fehlermeldung auf. Hallo Kollegen App-Entwickler: Wenn Fehlermeldungen ausgegeben werden, bitte automatisch dorthin scrollen, ist nicht kompliziert. Die Fehlermeldung sagt: Serverfehler. Ich wiederhole den ganzen Vorgang. Serverfehler. Und dieses Muster, liebe Freundinnen und Freunde der Elektromobilität im Jahre 2022, wird sich mit Maingau die ganze Fahrt über bei ausnahmslos allen Ladesäulen, die wir ansteuern, wiederholen. Ich wähle in der Maingau App eine passende Ladesäule aus, wir fahren hin und wo RFID-Karten möglich sind, wird die Maingau-Karte nicht ein einziges Mal akzeptiert und Startversuche per App werden jedesmal mit einem Serverfehler quittiert. So kann man Rabattaktionen auf Anbieterseite natürlich problemlos Monat für Monat verlängern. Danke für nix, Maingau. Ich nutze später meine EnBW-Karte und habe damit keinerlei Probleme. Hier an der Ladesäule Marienborn Süd unterliege ich aber dem möglichen Irrtum, dass „Serverfehler“ bedeutet, die Säule sei komplett offline und ließe sich daher auch nicht mit den Apps anderer Anbieter freischalten. Daher probiere ich es nicht weiter und suche direkt in der Maingau-App die nächste Maingau-kompatible Ladesäule. Diese befindet sich in Irxleben, Bördestr. 8: Screenshot aus der Maingau-App Wir kommen hin, Maingau-Karte: nope. Maingau-App: Serverfehler. Auch an dieser Säule lasse ich mich von dem scheinbar logischen Zusammenhang „Ladesäule mit Maingau-App gefunden, Maingau muss funktionieren“ zu der Schlussfolgerung verleiten, die Säule funktioniere generell nicht, und ich probiere keine anderen Ladekarten oder Apps. Nächste Ladesäule: Pflegeheim Rusches Hof, Sülzetal: Screenshot aus der Maingau App Die ist etwas schwierig zu finden, ziemlich versteckt auf dem Gelände des Pflegeheims, und wir kreisen ein paar Mal mit immer nervöser werdendem Blick auf unsere Restreichweite (bald wird sie einstellig) um den Pudding. Schließlich finden wir sie und sie ist frei. Die mit „Deutsches Rotes Elektroauto“ beschriftete Säule hat kein Display. Statusinformationen gibt es per farbiger LED und Blinkcodes. Ich halte die Maingau-Karte an die richtige Stelle, irgendwas piepst und blinkt. ZOE färbt ihr Display rot: Ladeanschluss prüfen. OK, Stecker aus allen Dosen raus, nochmal von vorn. Pieps, blink. Und nochmal, mit variierter Reihenfolge der Steckverbindungen. Pieps, blink. Jetzt beginnt sich meine 9jährige elektromobile Abgeklärtheit so langsam zu verflüchtigen. Rein aus Jux und Dollerei (oder ist es schon der Beginn irrationaler Panik, wo man anfängt, Sachen wild auszuprobieren) halte ich beim nächsten Versuch meine EnBW-Karte an den Leser – und es funktioniert. Puh. Wir laden so viel nach, dass wir es sicher bis nach Bernburg schaffen, denn dort wollen wir nicht nur kostenlos laden, sondern auch in Ruhe was essen. Geht ja schon fast auf Mittag. Die ungeplante Zwischenladung mit allen Fehlversuchen hat uns Zeit gekostet. Bernburg Eine der kostenlosen Ladesäulen in Bernburg steht am Parkplatz Rheineplatz. Es ist auch ein älterer Triple-Lader, mit AC-Ladebuchse. Am CCS-Anschluss lädt ein Tesla, AC ist überraschenderweise frei. Super, endlich mal ein Lichtblick heute. Wir stöpseln ohne irgendwelchen Freischalt-Schnickschnack an. Ladung startet, wunderbar. Dann gehen wir ums Eck und durch einen kleinen Park zum „Ganesha“, um indisch zu essen. Es ist echt arschkalt und ich habe die völlig falschen Schuhe an, glatt und dünn. Ich komme dennoch ohne hinzufallen an. Im „Ganesha“ haben wir auf einer früheren Görlitz-Reise schonmal gegessen, zu Corona-Zeiten im Sommer. Da saßen wir lauschig im Garten und das Essen war ganz OK, aber jetzt auch nicht unbedingt zum Niederknien. Heute sind wir die einzigen Gäste und entweder hat der Koch inzwischen gewechselt oder ist so erfreut über unser Dasein, dass er im Glückshormonrausch ein neues kulinarisches Level erreicht: Alles, was wir bestellen, ist super lecker, richtig gut und katapultiert das Ganesha für den Moment in unsere Top 5 Inder in Germany. Es beginnt mit dem besten Masala Chai, den wir je bei einem Inder hierzulande getrunken haben, setzt sich mit einer tollen sämig-sahnig-würzigen Dal-Suppe fort und auch unsere vegetarischen Hauptgerichte zaubern uns seliges Lächeln ins Gesicht. Das „Ganesha“ in Bernburg – sehr empfehlenswert! Wiederverbunden Wir lassen uns Zeit beim Essen. Die ZOE soll für die nächste Etappe möglichst ganz voll werden. Ab und zu checke ich in der MyRenault-App den Ladestand. Das geht übrigens wieder, seit ich kürzlich die beiden Verträge My Z.E. Interactive und My Z.E. Connect im R-Link-Store kostenlos für ein Jahr verlängern konnte. Gekauft hätte ich sie mir nicht, aber kostenlos nehme ich sie gern nochmal mit. Renault benötigte übrigens stolze 3 bzw. 5 Werktage, ehe die Verlängerungen freigeschaltet wurden. Im ZOE-R-Link erhielt ich dann die entsprechenden Meldungen. Nun verhält es sich mit den in der MyRenault-App angezeigten Ladestandsdaten so, dass diese nur dann halbwegs aktuell sind, wenn man zufällig zeitnah nach einem der erratischen und grob gerasterten Zeitpunkte checkt, an denen die ZOE diese Daten an die Renault-Server gesendet hat. Also halbstündlich, ungefähr. Wobei auch dort wahrscheinlich nochmal interne Wartemusik durchlaufen werden muss, ehe der Ladestand für die App zugänglich wird. Als sich unser eigener Akkustand im Ganesha langsam 100% nähert, zeigt MyRenault für unsere ZOE erst 66%, allerdings ist dieser Wert schon über eine halbe Stunde alt. Ich wähne daher alles im grünen Bereich. Parkdauer überschritten Als wir zur Ladesäule kommen, sehen wir jedoch, dass dieser Wert leider stimmt. Anders als bei unseren ersten Bernburg-Stops hat die Säule die Ladung nämlich abgebrochen und präsentiert uns den Hinweis, wir hätten die Parkdauer überschritten. WTF? Und ich weiß nicht, wie die Säule das macht, aber wir können die Ladung kein zweites Mal dort starten. Zum Glück steht direkt daneben noch eine 2 x 22kW AC Säule, zwar kostenpflichtig, aber pffft. Da starten wir die Ladung problemlos mit unserer EnBW-Karte, müssen jetzt aber zusätzlich (Lade-)Zeit verwarten, die wir eigentlich längst wieder auf der Autobahn sein wollten. Wir ahnen, heute wird es später. Wir ahnen noch nicht, wie spät. Nachdem wir auf diese Weise nochmal eine Dreiviertelstunde gedöst und gelesen und in unseren Handys getippt haben, fahren wir weiter. Weitere Zwischenstops Nach ca. 111km legen wir einen Zwischenstop an der Autobahnraststätte Muldental Süd ein, um nicht auch nur annähernd in Ladenot zu geraten. Auch hier steht ein alter Triple-Lader, wir schalten ihn mit der EnBW-Karte frei und gehen einen Kaffe bzw. schlechten Kakao trinken. Nächster und letzter Ladehalt auf unserem Weg nach Görlitz soll der Dresdner Elbepark sein, dort gibt es 3 x 22kW AC, und eine davon sollte doch frei sein und funktionieren. Entfernung: keine 80km. Aber wir waren in Muldental Süd ein paar Minuten zu ungeduldig, und ehe es wieder knapp zu werden droht mit der Reichweite, biegen wir nochmal kurzerhand auf die Raststätte Dresdner Tor Süd ab. Mittlerweile ist es bereits dunkel. Der Triple dort begrüßt uns mit einem roten und einem grünen Statusbalken, laut GE-Eintrag sind aber nur die DC-Anschlüsse gestört. AC Typ 2 sollte funktionieren. Jedoch gelingt es uns nicht, den grünen Balken zu einem blauen zu machen, weder mit einer meiner Karten noch mit Apps. Übrigens, Kollegen App-Entwickler, es wäre extrem hilfreich, wenn eure Lade-Apps direkt die Möglichkeit böten, zum Einscannen von QR-Codes die Handy-LED einzuschalten, damit das auch im Dunkeln klappt. Da sich aus unerfindlichem Grund meine Handy-LED nicht über das übliche Symbol aktivieren lässt, während der Lade-App-QR-Scanner aktiv ist, muss meine Liebste mit aussteigen und mit ihrem Handy den QR-Code für mein Handy beleuchten. Hoffentlich sieht uns niemand zu. Es nützt ohnehin nichts. Wir fahren unverrichteter Dinge weiter. Zwar stehen hier noch jede Menge CCS-Lader und Supercharger, aber kein einziger weiterer AC-Ladepunkt. AC wird wohl aussterben, zumindest auf Autobahnraststätten. Wir sind immerhin kurz vor Dresden. Google Maps, das wir wegen der Verkehrsdaten zur Navigation nutzen, zeigt leider keine Ladestationen entlang der Strecke an. Oder ich bin zu blöd, Google dazu zu bringen. Vielleicht gibt es einen Sprachbefehl. Aber mit Google rede ich nicht, die bekommen eh schon viel zu viele Daten von mir. Daher kopple ich Google Maps auf dieser Fahrt nicht via Android Auto mit dem R-Link-Display. Die GM-Routenplanung läuft auf dem Handy separat und auf dem freien R-Link-Navi sehe ich die von mir dort hinterlegten Ladestationen aus dem GE-Verzeichnis. Anhand dieser Ansicht orientieren wir uns zur nächstgünstig gelegenen Ladesäule in Dresden. Leider stellt sich heraus, dass diese nur für Carsharing-Fahrzeuge zu benutzen ist. Das ZOE-Navi leitet uns zur nächsten Ladesäule an der Klinikschule, keinen Kilometer entfernt. EnBW-Karte: funzt. Jetzt muss nur noch so viel Strom in den Akku, dass es sicher plus 20km bis Görlitz reicht. Während wir nochmal eine knappe Stunde laden, resümieren wir: Wir haben heute 9(!) Ladestationen angesteuert bzw. an ihnen zu laden versucht, und es hat 3 Mal gar nicht und ein Mal nur halb funktioniert. Ein weiteres Mal durften wir nicht wegen „geschlossene Gesellschaft“. Dann hören wir uns live das Elfmeterschießen im Radio an. Ankunft in Görlitz Bis Görlitz sind es noch gute 100 km. Als wir endlich ankommen, ist es kurz nach 20 Uhr. 12 Stunden Reisezeit. Ich fühle den Pioniergeist von 2013 – und wie er mich verlässt. Immerhin haben wir unterwegs gut gegessen. Ist aber auch schon wieder lange her. Rückfahrt Als wir am 22.12.2022 die Rückreise antreten, ist es fast zwanzig Grad wärmer geworden. Wir starten in Görlitz bei 9°C und Regen. Der Regen und die nasse Fahrbahn drücken natürlich die Reichweite, aber der Verlust ist bei weitem nicht so groß wie der durch die tiefen Temperaturen auf der Hinfahrt. Dadurch kommen wir wieder in gewohnte und normale Winterreichweiten-Bereiche. Wir wollen wieder im „Ganesha“ in Bernburg zu Mittag essen. Normalerweise würde für die rund 280km bis dorthin eine Zwischenladung ausreichen. Ich plane zwei, um auf der ganz sicheren Seite zu sein. Erster Ladehalt ist nach 112km die Autobahnraststätte Dresdner Tor Nord. Ich mache einen neugierigen Versuch mit meiner Maingau-Ladekarte: „Karte ist nicht autorisiert“: So einfach ist es mit dem StromLaden bei Maingau leider nicht. Mit EnBW klappt es problemlos und wir laden hier eine gute Stunde. Bis Bernburg sind es noch 172km. Nach 151km fahre ich für eine kurze 10-Min.-Ladung raus auf die Raststätte Plötzetal Ost. Wir hätten es auch ohne diese Mini-Zwischenladung geschafft, aber gehen heute wirklich kein Risiko mehr ein. Auch am Rheineplatz in Bernburg nicht: Hier widerstehe ich der Verlockung kostenlosen, aber zeitlich begrenzten Ladestroms und schließe die ZOE gleich an der kostenpflichtigen AC-Ladesäule an, die die Ladung (hoffentlich) nicht bei Ende irgendeiner nicht ersichtlichen Parkdauer abbrechen wird. Ich lese jedenfalls nirgends einen entsprechenden Hinweis. Ladekarte: EnBW. Im „Ganesha“ sind wir heute nicht die einzigen Gäste, was uns für den Betreiber freut. Der indische Tee scheint einer Tagesform zu unterliegen, die dieses Mal leider etwas schwächelt. Immer noch lecker, aber ohne WOW-Effekt wie vor ein paar Tagen. Mein Linsengericht ist gut, aber ebenfalls nicht ganz auf dem hohen Geschmacksniveau, das die Messlatte hier kürzlich so hoch gehängt hatte. Ich bleibe dennoch bei meiner Empfehlung. Die Ladesäule lädt unsere ZOE ohne Abbruch voll, nach dem Essen geht es direkt weiter. Für das letzte Wegstück nach Hause gibt es zwei mögliche Strecken: eine nördliche über die Autobahnen A14 und A2 und eine südliche über die Autobahnen A36, A39 und A7. Die südliche Route ist nicht nur 9km kürzer, sondern auch landschaftlich schöner und zudem noch weniger befahren. Sollte es mit den 196km knapp werden, würde ich auf dem Rasthof Hildesheimer Börde Ost kurz nachladen. Aber schaun wir erstmal. Getreu dem alten Elektromobilisten-Motto „Langsamer ist schneller“, fahre ich mit Tempomat auf gemütlichen 100km/h (das sind reale 96km/h). Wir kommen so ohne eine weitere Zwischenladung gegen 17 Uhr mit 22km Rest zu Hause an: Auf der Rückfahrt hat also alles geklappt. Der Mini-Zwischenladung in Plötzetal hätte es nicht bedurft, sie war aber beruhigend. Viel schneller geht es mit einer ZOE ohne CCS nicht. Fazit Das war die letzte Fernreise mit unserer treuen ZOE. Für die tiefen Temperaturen auf der Hinfahrt und die nicht funktionierende Ladeinfrastruktur kann sie nichts. Ohne CCS ist sie halt nicht wirklich langstreckentauglich. Im Winter noch weniger, und bei Frost praktisch gar nicht, q.e.d. Ich hätte bei Sixt einen MG5 mieten können, der hätte für 5 Tage ca. 350€ gekostet. Aber mit einem so neuen Auto, mit dessen Ladeverhalten ich zudem nicht vertraut bin, eine so lange Strecke zu fahren, war mir nicht geheuer. Las im GE-Forum auch von gelegentlichen Ladeproblemen an CCS. Und es war mir auch zu teuer, obwohl es sicher ein guter Preis ist. Im Nachhinein hätte ich das Geld dafür ausgegeben. Es hätte unsere Reisezeit deutlich verkürzen können. Können. Ich freue mich immer mehr auf meinen schon bestellten MG4. Image by STACKEDMarketing from Pixabay The post Elektromobilität Hardcore appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Nachfolge
Anfang Januar 2023 läuft das Leasing für unsere ZOE aus. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt. Wie geht es dann weiter? Die Situation Die Lieferzeiten aktueller Elektroautos nähern sich denen eines Trabbis in der DDR. (Für die Jüngeren und die im westlichen Teil Deutschlands Aufgewachsenen: Das konnten gut und gern auch mal 10-15 Jahre werden. 😉 ) Momentan sind 9 bis mehr als 12 Monate üblich. Die Preise für gebrauchte E-Autos sind gerade teilweise höher als ihre Neupreise, in jedem Fall aber jenseits von gut und böse. Ich habe es verpasst, mich rechtzeitig zu kümmern. Das hätte ich bereits Ende letzten Jahres tun sollen. Nun stehe ich vor der Situation, aus verschiedenen ungünstigen Optionen die für mich/uns optimale herauszufinden. Szenarien Im Wesentlichen gibt es für uns drei mögliche Szenarien: Künftig ganz ohne (eigenes) Auto leben. Gebrauchtwagen kaufen (Variante: die ZOE nach dem Leasing übernehmen). Neuwagen leasen, auf die Lieferung warten und die Zeit zwischen ZOE-Rückgabe und Lieferung irgendwie überbrücken. Ohne eigenes Auto leben? Wir wohnen in einem kleinen Dorf. Die nächste Einkaufsgelegenheit ist 4-5km entfernt. Öffies scheiden aus praktischen Gründen aus. Und die Vorstellung, im Winter mit einem Lastenrad einkaufen zu fahren, ist für mich Frostbeule echt nicht attraktiv. Wir könnten einmal die Woche mit einem Taxi einkaufen fahren. Sofern das ein E-Taxi wäre. Das käme sogar billiger als die Leasingrate für ein E-Auto. Aber für alles, was weiter weg ist als der Einkaufsradius, müsste dann ein Mietwagen oder Carsharing-Auto her. Da ist die nächste Station auch 5km entfernt. Und über’s Jahr wird das dann wieder teurer. Nicht, dass das alles gar nicht ginge. Ich lerne was bei diesen Überlegungen. Über mich selbst und mein Bedürfnis nach Komfort und Bequemlichkeit. Gebrauchtwagen kaufen? Kurz mal in die einschlägigen Portale geschaut: einfach nur irre. ZOE übernehmen? Ich frage mal nach und Renault bietet mir an, unsere ZOE nach dem Leasing für knapp 14.000 € zu übernehmen, zzgl. Akkumiete. Holt mich so gar nicht ab für eine 4 Jahre alte ZOE Bj. 2018 mit knapp 50.000 gefahrenen Kilometern, inzwischen veralteter Technologie und ohne CCS. Damit ich kalkulieren und vergleichen kann, frage ich dennoch bei der Renault-Bank an, was es denn kosten würde, den Akku aus der Miete herauszukaufen. Diese Möglichkeit besteht ja. Im Fall einer Übernahme der ZOE würde ich nicht weiter Akkumiete bezahlen wollen. Hier wird’s nun wieder lustig bzw. grotesk, denn die Renault-Bank sieht sich nicht in der Lage, mir vor Leasingende mitzuteilen, zu welchen Konditionen ich den Akku kaufen könnte: „Sehr geehrte Frau Hilchenbach, [sic!] dies können wir Ihnen erst mitteilen sobald Ihr Leasingvertrag beendet ist. Sehr gerne können Sie uns Anfang Januar erneut eine Anfrage zukommen lassen.“ Nachdem ich sowohl mein Gender geklärt als auch dargelegt habe, warum es wichtig für mich wäre, JETZT zu wissen, was es mich kosten würde, wird es zudem irgendwie wirr: „Sehr geehrter Herr Hilchenbach, [immerhin] das können wir nachvollziehen. Jedoch haben wir die Möglichkeit leider nicht Ihnen einen Preis zu nennen der uns noch nicht zur Verfügung steht.“ Dabei ich es dann belasse. Diese Variante somit ausscheidet. Neuwagen leasen und warten So bleibt das, was ich ohnehin vorhatte: Einen Nachfolger zu leasen. Was für ein Modell kommt in Frage? ZOE E-Tech? Ich checke erstmal das Nächstliegende: Das Nachfolgemodell unserer ZOE, die „ZOE E-Tech“. Anfang 2020, als sie noch „Z.E.50“ hieß, hatte ich Gelegenheit, eine voll ausgestattete R135 INTENS zu testen und habe sie damals als „ein feines, voll alltagstaugliches Elektroauto mit vielen gut umgesetzten neuen Ideen, einigen Altlasten und der einen oder anderen – nennen wir es mal Schrulligkeit“ wahrgenommen. Mittlerweile ist die ZOE E-Tech e-technisch schon wieder überholt, und eine CCS-Ladeleistung von durchschnittlich 35kW ist irgendwie süß, aber nicht mehr zeitgemäß. Für ein Gewerbeleasing mit 48 Monaten Laufzeit, 12.500km/Jahr und 4.500,- € Leasingsonderzahlung (das ist der BAfA-Förderbetrag 2023) inkl. Ganzjahresreifen und Garantieverlängerung für die gesamte Laufzeit ruft Renault monatlich 399,10 € brutto auf. Also dafür bekommt man heutzutage schon E-Autos ganz anderen Niveaus. Megane E-Tech? Technisch aktueller ist Renaults neuer „Megane E-Tech“. Aus meiner Sicht ist dieses Vehikel jedoch ein schlimmer Designunfall: grotesk riesige Räder in völligem Missverhältnis zu winzigen, schießschartenähnlichen Sehschlitzen. Was soll das sein, ein Panzerfahrzeug? Merci, non. Paix, mes amis. MG5 Electric? Dann taucht der relativ neue MG5 Electric vor meiner Sensorenphalanx auf. Ein Kombi! Nicht, dass wir unbedingt einen bräuchten. Bislang sind wir mit dem Ladevolumen unserer ZOE immer ausgekommen. Aber dieser Kombi ist preiswerter als viele kleinere Modelle. So why not? Mitte August 2022 fahre ich ihn Probe und bin so angetan vom Preis-Leistungsverhältnis, dass ich schonmal anfange, einen MG5-Blog zu schreiben. 🙂 Die Lieferzeit für diesen E-Kombi beträgt 9 Monate. Was mich davon abhält, gleich den Leasingvertrag abzuschließen, ist das Gerücht, es würde noch in diesem Jahr ein Modell „MG4 Electric“ auf den deutschen Markt kommen, produziert auf einer neuen Plattform speziell für Elektroautos. Der MG5 basiert ja noch auf einem Verbrennerdesign. MG4 Electric Im Oktober 2022 ist es dann soweit. Der MG4 Electric kommt nach Deutschland. Die technischen Daten sehen alle sehr gut aus. Die ersten MG4-Vorführwagen kommen Mitte Oktober zu den Händlern und ich kann einen Termin für eine Probefahrt vereinbaren. Die trete ich an mit einer inneren Haltung von „Eigentlich habe ich mich bereits für den MG5 entschieden, aber ich lasse mich vom MG4 mal überraschen.“ Diese Überraschung ist tatsächlich schon mit der Standard-Variante gelungen. Trotz einiger heftiger Software-Macken (Spurhalteassistent!) überzeugt mich das Gesamtkonzept dieses Elektroautos. Im Leasing ist die Comfort-Variante etwas teurer als der MG5, aber nicht viel. Ich zögere nicht mehr lange und bestelle. Auch für den MG4 beträgt die Lieferzeit 9 Monate. Ich bin sicher, bis zur Auslieferung werden da noch etliche Bugs gefixt. Diese Phase überlasse ich gern den Erstbestellern. Ich hab das alles mit meiner ersten (2013er) ZOE schon durch und muss es nicht unbedingt nochmal durchleiden. 😉 Neuer MG4-Blog Tja Leute, dann geht es also im kommenden Jahr, voraussichtlich ab Juli 2023, mit einem MG4 Electric weiter. Schreibe ich auch dazu wieder einen Blog? Ist Paris ’ne Stadt? Hier geht’s zum MG4 Electric Blog. Da könnt ihr schon meinen Bericht über die Probefahrt lesen. In diesem ZOE-Blog hier werde ich natürlich auch noch ein paar Artikel schreiben. Es ist ja noch nicht alles vorbei! Ich muss noch die Aufkleber entfernen, einen Parkrempler ausbessern lassen, die ZOE zurückgeben und irgendwie ein paar Monate überbrücken. Stay tuned! Titelbild von Luisella Planeta LOVE PEACE auf Pixabay The post Nachfolge appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Sommer 2022
Kleine Zusammenfassung des letzten Sommers mit unserer ZOE Z.E.40 Limited R110. Ende des Jahres läuft das Leasing aus. Und dann? Urlaub Einmal dürft ihr raten, wo wir dieses Jahr im Sommerurlaub sind. Richtig! In Matrei in Osttirol. Was ist diesmal anders? Ladeplanung ade Wir fahren ohne jede Ladeplanung einfach drauflos. Kostenlose Lademöglichkeiten sind so gut wie Geschichte und das Ladenetz ist dicht genug, um nirgends zu stranden. Laden kostet halt Geld. Die Segnungen für die Early Adopters sind in dieser Hinsicht vorbei. Hach, was war es früher doch schön… Irschenberg An der Raststätte Irschenberg gibt es praktisch keine funktionierende AC-Lademöglichkeit. Die Ladesäule oben am Motel lässt sich weder mit Karte noch per App freischalten. An der Ladesäule neben den Tesla-Superchargern (unten an der OMV-Tanke) ist das Typ2-Kabel abmontiert. (Inzwischen scheint diese Ladesäule ganz verschwunden zu sein.) Erfreulich immerhin, wenn auch nicht nutzbar für uns: Dinzler hat zwei 150kW-Ladesäulen aufgestellt, mit insgesamt 4 CCS-Anschlüssen, aber ohne AC. Wir müssen in Irschenberg nicht unbedingt laden, hätten die Frühstückszeit aber gern sinnvoll damit verbunden. Kitzbühel Von unserem Übernachtungsort Ingolstadt kommen wir locker ohne Zwischenladung bis Kitzbühel. Dort nutzen wir die neue Lademöglichkeit am MPREIS Jochberger Straße. Es ist Sonntag, die offene Tiefgarage ist leer, die Ladesäule funktioniert und der Strom kostet uns hier mit unserer TIWAG-Ladekarte nur 0,22€/kWh. Herrlich. Eine kurze Zwischenladung reicht, damit wir sicher bis Matrei kommen. Das werden wir nun immer so machen. Obwohl, Moment – wer weiß, was für ein Auto wir nächstes Jahr haben werden. Wenn eins, hat es auf jeden Fall CCS, und da werden dann AC-Ladesäulen für Zwischenladungen uninteressant sein. Zumal das neue sehr wahrscheinlich an AC nur noch max. 11kW ziehen kann. Matrei i.O. Unser geliebtes Matrei in Osttirol begrüßt uns auf fast 1.000m Höhe mit Temperaturen über 30°C, holla. Zwei Sachen fallen mir als erstes auf, als wir vom Balkon unserer Ferienwohnung aus über den Ort in den Talkessel blicken: Braune Nadelbäume nun auch hier, und sehr wenig Wasser im Tauernbach und in der Isel. Und was ist das da hinten, am Ortsausgang Richtung Lienz? Sieht fast aus wie ein Parkhaus. Später erfahren wir: Es ist ein Parkhaus, bzw. eine Hochgarage, mit 530 Parkplätzen, die der Wärmepumpen-Hersteller iDM dort für seine Mitarbeiter:innen baut. Das Geschäft mit Wärmepumpen boomt, erfreulich. Wir hören ferner, dass iDM in der Coronazeit praktisch sämtliche Arbeitskräfte der Region aufgesogen hat. Unter anderem auch alle, die die Gastronomie nicht mehr beschäftigen konnte. Was natürlich ein Segen war. Aber die fehlen jetzt dort, wie wir noch merken werden. Ruhetage, wo früher keine waren; Hütten geschlossen oder personell am Limit („Es tut uns leid, wir sind zu zweit und können gerade nur Kaltgetränke servieren.“). Das E-Auto-Laden in Matrei ist jetzt noch bequemer für uns: Es gibt eine neue Ladesäule direkt im Zentrum am Rauterplatz, 2 x 22kW AC. Die nutzen wir nun fast ausschließlich, und während unsere ZOE lädt, sitzen wir gemütlich im Talmarkt-Café oder schlendern im Ortszentrum herum. Dorfer See Es ist unser 17. oder 18. Urlaub in Matrei i.O., und man soll es nicht glauben, aber wir wandern erstmals zum Dorfer See (nachdem wir es letztes Jahr immerhin schon bis zum Kalser Tauernhaus geschafft hatten). Es ist eine zauberhafte Tour in einem wunderschönen Tal, und der See ist ein Traum. Hin und zurück mit insgesamt fast 18km doch eine respektable Strecke, von der sich aber jeder Meter lohnt, zumal nur wenige Höhenmeter zu bewältigen sind. Das wird eine neue Standardtour in unserem Repertoire. Wir sind uns einig, dass dieses Tal in die Top 2 unserer Lieblingstäler gehört, zusammen mit dem Innergschlöß. Äußere Steiner Alm Eigentlich wollen wir zur Äußeren Steiner Alm. Als ich auf dem kleinen und vollen Parkplatz oben in Glanz die ZOE mit dem Heck voran zwischen einem Wegweiser und einem anderen Auto mehr eingequetscht als eingeparkt habe, sehe ich beim Aussteigen aus dem Augenwinkel einen Zettel an einer Seite des Wegweisers angeheftet. Den hätten wir niemals bemerkt, wenn wir normal geparkt hätten. Da hätten wir aber lange Gesichter gemacht und ohne leckeres Essen wieder absteigen müssen. Wir wünschen in Gedanken allen Erkrankten gute Besserung und holen diese Wanderung einige Tage später nach. Erstmal müssen wir aber wieder runter ins Tal und überlegen derweil, was wir alternativ machen können. Das Navi meint, man dürfe hier 100 fahren. Mit eingeschaltetem Masse-Trägheits-Fliehkraft-Kompensator vielleicht. Beim Überholen von Traktoren wird es trotzdem schwierig. Lucknerhütte Wir fahren nach Kals und weiter bis zum Parkplatz Glocknerwinkel. Von dort laufen wir hoch zur Lucknerhütte. Das ist ein Spaziergang der offiziellen Kategorie „für Kinder und Senioren geeignet“, aber hat es durchaus in sich. Vor allem, wenn es nieselt. Auf dem Parkplatz gibt es zwei Ladesäulen und ich stöpsele die ZOE hier mal ein, so dass sie voll ist, als wir wieder herunterkommen. Vom Parkplatz Glocknerwinkel geht es auf dem Rückweg dann 20 Kilometer bis nach Huben nur bergab. Ich bin gespannt, wie sich ZOE bei 100% SOC in dieser Situation verhält. Viel Kapazität für Rekuperation sollte da nicht mehr zur Verfügung stehen. Und richtig: Auf den ersten ein, zwei Kilometern zeigt sie zwar noch Leistungswerte bei der Rückgewinnung an, aber nur einstellige, und die werden immer weniger, bis dann gar nicht mehr rekuperiert wird. Ich nutze die Gelegenheit, um in Stellung N die Bremsen zu putzen. Das sind die gar nicht gewohnt, halten aber tapfer durch. Unten angekommen protzt ZOE mit Phantasiewerten bei der Reichweitenanzeige. Sieht aber nett aus: So richtig sinnvoll scheinen mir Ladesäulen am höchsten Punkt einer Strecke nicht zu sein. Wenn man es berghoch bis zur Säule geschafft hat, kommt man auch ohne zu laden ganz sicher wieder runter und hat unten wieder fast so viel Energie im Akku wie vor der Bergauffahrt. Na ja, war ein Test. Jagdhausalm Nach der Wanderung zum Dorfer See machen wir in diesem Jahr eine weitere Tour erstmals: zur Jagdhausalm, auch „Klein Tibet“ genannt, gelegen am oberen Ende des Defereggentals. Auf dem Weg dahin verfahren wir uns zunächst (also ich mich) und kommen am Staller Sattel raus. Auch sehr schön hier, aber diesmal nicht unser Ziel. Wir drehen um und fahren ein Stück zurück. Als wir den richtigen Weg hinter einer Mautschranke gefunden und den richtigen Parkplatz erreicht haben, ist es schon später Vormittag und ziemlich heiß. Der Weg zieht sich ähnlich lang hin wie der zum Dorfer See, und etwa zwei Drittel verlaufen in praller Sonne. Huh. Immerhin weht in dieser Höhe ein kühlendes Lüftchen, so dass es aushaltbar ist. Die Landschaft ist toll. Auf dem sonnigen Abschnitt ist der Weg ein Fahrweg. Zwar fahren hier natürlich keine Autos, wohl aber scheint diese Strecke ein Eldorado für E-Biker:innen zu sein. Unser introvertiert-meditatives Gehen wird leider alle paar Augenblicke durch in beiden Richtungen vorbeirauschende Zweiräder unterbrochen. Oben an der Jagdhausalm stehen dann gefühlt hunderte E-Bikes herum und wir müssen eine ganze Weile warten, bis ein Platz zum Essen frei wird. Wir gönnen es allen E-Biker:innen, dass sie mit wenig Anstrengung solche Strecken bewältigen können. Aber wir finden es auch gut, dass die Nationalparkverwaltung beispielsweise das Innergschlöß für Fahrräder wieder gesperrt hat. Die Jagdhausalm-Tour gefällt uns trotzdem sehr und wir waren hier bestimmt auch nicht zum letzten Mal. Das war’s zu unserem Urlaub. Ich dampfe das hier mal ein, damit es nicht ausufert. Was gab’s diesen Sommer noch? Hochzeit auf’m Schloss Nicht unsere Hochzeit. Eine Verwandte heiratet, und zwar – tätäää, tätäää, tätääätäretäää – auf Schloss Ziethen im Havelland. Ich verlinke das hier nicht, aus Gründen, die gleich klar werden. Könnt ihr selber kugeln. Wir sehen die Zimmerpreise, schlucken kurz, denn das ist nicht mehr ganz unsere Liga, aber beschließen dennoch, zwei Nächte im Schloss zu verbringen. Statt nach unserer Ankunft Freitag Abend und nach der Feier am Samstag noch irgendeine Nachbardorfpension aufsuchen zu müssen, erscheint uns das schlicht bequemer. Lass uns mal feist im Schloss nächtigen, so richtig im Luxus schwelgen, oh yeah Baby! Bevor die Inflation alles weggeschluckt hat. Um die Spannung etwas rauszunehmen: Die Hochzeitsfeier ist sehr schön. Das Schloss möchte ich so beschreiben (Herr Rafael v. Thüngen-Reichenbach, Sie müssen jetzt tapfer sein): abgerockt mit Mondpreisen. Anreise Aber der Reihe nach. Unsere elektromobile Anreise ist unproblematisch, wir laden kurz am Eurorastpark Theeßen zwischen, keine halbe Stunde. Wäre noch kürzer gegangen, wenn diese komischen Bestelldisplays bei Ihrwisstschonwo funktionieren würden. Von vieren sind zwei in Betrieb, mit Warteschlangen; die anderen beiden haben sich aufgehängt. Alle sind genervt. Irgendwann werden die Dinger endlich mal resettet und wir gucken den Displays eine Weile beim Booten zu. Vermutlich bin ich IT-Mensch der Einzige, der das interessant findet. Was wir dann als vegetarisch bestellen und bekommen, schmeckt wie aus der Fabrik von Jacques Tricatel. Ich schwöre mir, das letzte Mal in so ein Etablissement gegangen zu sein und freue mich auf das Schloss. Meiner Liebsten fällt ein, dass in unserer Zimmerbestellbestätigung irgendwas von Anreise bis 19 Uhr stand. Da wir das auf keinen Fall schaffen, rufen wir im Schloss an. Eine Männerstimme sagt: „Schön, dann halten wir das Zimmer für Sie noch reserviert.“ Wir halten das für schrägen Humor, kichern und antworten distinguiert: „Ja bitte tun Sie das.“ Am Ende unseres Aufenthalts sind wir nicht mehr so sicher, dass das Humor war. Wir kommen spätabends an. Es ist bereits dunkel. Das Schloss liegt jwd, wie der Berliner sagt. Nach tagelanger Brüllhitze hat es endlich mal geregnet. Vor dem Haupteingang gibt es diese klassische runde Auffahrt. Mit Pfützen, die wir da weder erwarten noch im Halbdunkel sehen und die uns unverhofft beim Aussteigen eine Abkühlung im untersten Körperbereich verschaffen. Plitschplatsch. Oh. Zimmer Unser Zimmer befindet sich in der zweiten Etage. Auf dem Weg dahin sehen wir im Flur ein aufgebautes Bügelbrett mit Bügeleisen, destilliertem Wasser und Sprühflasche. OK, eigentlich hatten wir gedacht, wir hängen unsere Hochzeitssachen nachts vor die Tür und am nächsten Morgen finden wir sie gebügelt wieder vor. So Schloss-Hochzeits-Service halt. Aber das Bügelbrett im Flur ist auch OK. Wir haben zwar das preisgünstigste Zimmer gebucht, das verfügbar war, aber was uns dann erwartet, macht uns sprachlos. Für 136,- € die Nacht bekommen wir eine Art Dach-Eck-Zimmer, in dem es nicht nur eine Dachschräge gibt. Die Zimmerdecke besteht praktisch nur aus Schrägen, aus Um-die-Ecke-Schrägen. Sowas hab ich noch nie gesehen. Der einzige Platz im Zimmer, in dem wir aufrecht stehen können, ist ein schmaler Bereich hinter dem Bett. Kann man sowas ernsthaft vermieten? Sind wir aus Versehen in die Abstellkammer geraten? Der Pfeil zeigt auf unser Zimmer. Im Zimmer ist es noch sehr heiß. Als wir die Dachfenster aufkippen, reißt sie uns ein Federmechanismus förmlich aus der Hand, sie schwingen weit nach oben und wir fragen uns, wie wir da jemals herankommen sollen, um sie wieder zu schließen. Später finden wir in einer Zimmerecke eine Art Besenstiel mit Enterhaken dran, und wir kombinieren, dass dies das zum Fensterschließen vorgesehene Instrument ist. Sind wir Piraten? Das Bad riecht so muffig nach Abflussrohr, dass ich das Gefühl habe, durch ein großes Geschäft die Luftqualität eher zu verbessern. Wenn wir im Zimmer sind, halten wir die Badtür sorgfältig geschlossen. Wenn wir im Bad sind, verrichten wir die notwendigen Hygienemaßnahmen mit allergrößter Eile. Der Fernseher ist nur unwesentlich größer als ein Handy-Display. Nur der Vollständigkeit halber. Als ich mich auf’s Bett setze, gibt der Lattenrost nach. Zwei, drei Latten haben sich aus ihrer fipsigen Band-Fixierung gelöst, stehen schräg und rutschen einfach nach unten durch. Und ich bin ein sehr schmales Hemd. Wir kämpfen nachts um 11 mit Matratze, Latten und Rahmen, um das Ganze halbwegs zu stabilisieren. Ich stoße mir mehrmals den Kopf an der Dachschräge. Sind wir hier vielleicht bei Verstehen Sie Spaß? Frühstück Das Frühstücksbuffet ist an sich ganz OK, aber eher auf Pensionsniveau. Ein Warmhaltedingsbums mit so einer Klapphaube enthält auf der linken Seite Bacon und auf der rechten Seite Pancakes. Kann man machen, die Pancakes werden so allerdings ungenießbar, für uns zumindest. Allgemeineindruck Das Schloss wurde wohl in den frühen 1990er Jahren, kurz nach dem Mauerfall, mal renoviert und hergerichtet. Gefühlt ist das gerade erst gewesen, aber oops, das ist ja schon wieder 30 Jahre her! Und seither scheint auch nicht mehr viel passiert zu sein am und im Schloss. Hier ein Riss im Putz, da ein Wasserfleck, dort ein abgeranzter Teppichläufer… Eine ebenfalls zur Hochzeitsfeier geladene Frau erzählt uns, dass sie ihr Kleid in den Schrank gehängt hat, dieses etwas länger war als der Schrank vertikal Platz bot und es demzufolge unten auflag. Als sie es herausnahm, war der Rand des Kleides staubig. Kurz: abgerockt eben. Als wir am Sonntag auschecken, frage ich die Rezeptionistin, was genau eigentlich den Zimmerpreis rechtfertigt, und ich zähle alle oben genannten Punkte auf. Zur Antwort bekomme ich, dass wir ja schon eins der preiswertesten Zimmer gehabt hätten. Sie bietet uns an, beim nächsten Mal einen Rabatt zu bekommen. Es wird ziemlich sicher kein nächstes Mal geben. Laden mit Nazis Damit wir am Sonntag direkt mit vollem Akku nach Hause starten können, fahre ich Samstag Abend noch in den Nachbarort zur nächsten Ladesäule. Erwähnte ich schon, dass das Schloss Ziethen keine Wallbox für Gäste hat? Ich fahre ca. 6km durch die brandenburgische Nacht, finde die Säule, sie funktioniert, ZOE lädt und ich bleibe derweil drin sitzen und lese. In der Nähe scheint eine größere Party mit Live-Mucke stattzufinden. Ab und zu laufen bzw. wanken kleine Gruppen von Leuten auf der Straße vor mir an mir vorbei. Plötzlich höre ich sehr deutlich und sehr nah mehrere schon leicht verwaschene Männerstimmen mehrfach eine Nazi-Parole grölen, die ich hier nicht wiederholen will. Erstmals seit ich die ZOE fahre, betätige ich die Türverriegelung von innen. Wer weiß, vielleicht haben die einen Hass auf Elektroautos, weil die ihnen zu grünversifft sind. Ich erinnere mich da an gewisse Wahlplakate einer gewissen Partei. Dabei müssten Leute ihrer Gesinnung und Weltsicht E-Autos doch eigentlich gut finden. Die fahren ja schließlich mit deutschem Strom und nicht mit der Fossilbrühe irgendeines Auslandes. Aber lassen wir Logik. Ich checke blitzschnell meine Optionen. Viele sind es nicht. Während die ZOE lädt, kann ich nicht fahren. Um das Ladekabel auszustöpseln, müsste ich aussteigen. Memo an die Hersteller: Eine Notabwurftaste wäre in solchen Situationen praktisch. Alles geht gut, niemand behelligt mich. Trotzdem bleibt ein sehr seltsames Gefühl, und ich bleibe keine Minute länger als nötig. So, das war das Schloss Ziethen Wochenende. Später sehe ich auf diversen Bewertungsportalen, dass wir nicht die Einzigen sind, denen da ein gewisses Preis-Leistungs-Missverhältnis beim Schloss auffällt. Die Rückfahrt aus dem Havelland verläuft elektromobil unspektakulär. Ausblick Dass das unser letzter Sommer mit unserer aktuellen ZOE war, erwähnte ich oben schon. Wie wird es weitergehen? Es ist gerade eine ganz schlechte Zeit, um E-Autos zu kaufen bzw. zu leasen. Die Preise sind so hoch wie nie und die Lieferzeiten spotten jeder Beschreibung. Ich habe da ein, zwei Modelle im Visier, die in Frage kommen könnten. Davon, welche das sind und wie sich alles entwickelt, werde ich in einem späteren Artikel berichten. Spoiler: Eine ZOE wird es fast sicher nicht. The post Sommer 2022 appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Bremsbeläge
Bremsbeläge nutzen sich bei Elektroautos wegen der Rekuperation deutlich weniger bzw. langsamer ab als bei Verbrennern. Trotzdem kann es nicht schaden, sich mal mit dem Thema Bremsbelege zu befassen. Gastbeitrag Wann ist es an der Zeit die Beläge zu wechseln? Es gibt einige Teile an einem Kraftfahrzeug, die regelmäßig ersetzt werden müssen. Sie sind die sogenannten Verschleißteile. So müssen in regelmäßigen Abständen beispielsweise Filter, Reifen, aber auch Bremsscheiben und Bremsbeläge ausgetauscht werden. Mit letzteren befassen wir uns in diesem Text näher. Waren früher Trommelbremsen an Fahrzeugen verbaut worden, so besitzen moderne Fahrzeuge Scheibenbremsen an der Vorder- und Hinterachse. Diese bestehen aus drei Hauptteilen: Der Bremsscheibe, den Bremsbelägen und dem Bremssattel. Mit einem hydraulischen System werden die Bremssättel gegen die Scheibe gedrückt. Der zwischen beiden befindliche Bremsbelag sorgt mit seiner Reibung dafür, dass aus der Bewegungsenergie nun Wärmenergie entsteht. Hierbei nutzen sich die Bremsbeläge mit der Zeit ab, da diese weicher sind als die Bremsscheibe, aber auch diese verliert mit der Zeit an Materien und muss irgendwann getauscht werden. Wie schnell nutzen sich Bremsbeläge ab? Die Abnutzung der Bremsbeläge hängt von mehreren Faktoren ab. Einerseits vom Fahrzeug und dessen Beladung. Ein schweres Auto nutzt erwartungsgemäß die Bremsbeläge stärker ab als ein leichteres. Zum anderen vom Streckenprofil. So sind Fahrten im bergigen Gelände von mehr Bremsvorgängen begleitet als das Fahren in flacheren Gebieten. Zu guter Letzt hängt die Abnutzung von der Fahrweise ab. Fahren Sie vorausschauend, werden ihre Bremsen länger halten, als wenn Sie immer stark beschleunigen und erst spät und dafür kräftiger bremsen. Bei Elektroautos kommen die mechanischen Bremsen fast immer erst kurz vor dem Fahrzeugstillstand zum Einsatz, oder in Gefahrensituationen. Ansonsten wird die Geschwindigkeit des Fahrzeugs verringert, indem der Elektromotor in den Generatorbetrieb wechselt und mit der umgewandelten und damit zurückgewonnenen Bewegungsenergie den Akku wieder auflädt. Clever und effizient. Verbrenner können die Bewegungsenergie hingegen nur mechanisch in Wärme umwandeln, damit geht sie beim Bremsen ungenutzt verloren, und die Bremsbeläge verschleißen dabei viel schneller. Wie erkennt man abgenutzte Bremsbeläge? Am einfachsten ist es, die Bremsbeläge bei einem Reifenwechsel zu kontrollieren. Sie müssen mindestens noch eine Dicke von 2 mm ausweisen. Aber man kann auch durch die Felgen der Räder auf die Bremsbeläge schauen. Um besser sehen zu können, kann man mit dem Licht eines Smartphones zwischen die Speichen der Felge leuchten. Eine Markierung auf den Bremsbelägen zeigt an, wenn diese ersetzt werden müssen. Moderne Fahrzeuge besitzen zudem oft eine Anzeige im Cockpit, die aufleuchtet, wenn die Beläge verschlissen sind. Hierzu wurde in den Bremsbelägen ein Draht verbaut, der mit der Fahrzeugelektronik verbunden ist. Wird der Draht nun zerstört, weil der Bremsbelag zu gering geworden ist, erkennt dies der Bordcomputer und lässt die Warnleuchte für die Bremsbeläge aufleuchten. Zudem können die Bremsbeläge einen Metallstift besitzen, welcher bei zu geringem Bremsbelag anfängt auf der Bremsscheibe zu schleifen. Sie werden dann ein quietschendes Geräusch beim Bremsen wahrnehmen. Dann ist es definitiv Zeit, die Bremsbeläge zu wechseln. Beim Ersetzen von Bremsbelägen sollte man auf die passenden Bremsbeläge für sein Bremssystem achten. Es gibt verschiedene Hersteller von Bremssystemen, die die Autohersteller verbauen. Bremsbeläge A.B.S. 37760 nutzt man auch für Modelle von Dacia, Nissan und Renault. Die vier Bremsbeläge, die für eine Achse reichen, haben eine Stärke von 18mm und werden für Bremssättel der Marke ATE verwendet. Fazit Prüfen Sie regelmäßig Ihre Bremsbeläge. Hören Sie ungewöhnliche Geräusche beim Bremsen oder bemerken ein Vibrieren im Bremspedal, lassen Sie die Bremsanlage durch einen Fachmann kontrollieren. Denn Sie müssen sich jederzeit auf Ihre Bremsen verlassen können. Im Ernstfall müssen diese so zuverlässig sein, dass sie Ihr Fahrzeug jederzeit innerhalb kürzester Distanz zum Stehen bringen. Bild von Ralph auf Pixabay The post Bremsbeläge appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Überschussladen
Strom aus Photovoltaik vom eigenen Dach direkt ins E-Auto, besser und effizienter geht es eigentlich nicht. Einige Rentabilitätsüberlegungen zum Überschussladen von Elektroautos bei Strombezug von der eigenen PV-Anlage. Kurze Einführung Die PV ist auf dem Dach, alle Formalitäten sind erledigt, der richtige Zähler eingebaut, alles ist angeschlossen, angemeldet und abgenommen; die Wallbox ist montiert, nun kann selbstproduzierter Strom in den Akku fließen, yeah Baby! Jedoch: Aktuelle E-Autos saugen beim Laden an einer Wallbox meist 11kW, und die meisten Solaranlagen auf deutschen Einfamilienhäusern erbringen nur eine Leistung zwischen 4 und 10 kWp. (Man beachte das kleine „p“ hinter der letzten Einheit. Es bedeutet „Watt Peak“ und sagt praktisch nichts anderes aus, als dass der Zahlenwert davor aus dem Reich der Mythen und Märchen entnommen wurde. Die reale Leistung liegt deutlich darunter.) Ein Elektroauto an einer normalen 11kW-Wallbox zieht daher bei kleinen und mittleren PV-Anlagen nicht nur deren gesamte Leistung weg, sondern darüber hinaus auch noch einen mehr oder weniger großen Batzen Leistung aus dem Netz. Dieser Netzbezug vom Stromlieferanten muss dann mit dessen aktuellen Strompreisen bezahlt werden. Um das zu vermeiden, ist es daher besser, das Laden des E-Autos anders zu organisieren: Es soll nur mit so viel Ladeleistung versorgt werden, wie die PV-Anlage im Moment bereitstellt, abzüglich der sonstigen Verbraucher im Haus. Nur der aktuelle Überschuss der PV-Leistung, der ansonsten eingespeist würde, soll also zum Laden verwendet werden. Darüber hinaus soll möglichst kein Netzbezug stattfinden. Dies nennt man daher „Überschussladen“. Was man zum Überschussladen braucht Was wird benötigt, um Überschussladen zu realisieren? Zunächst mal eine Wallbox, die von extern angesteuert werden kann, um den von ihr maximal abgegebenen Ladestrom zu regulieren. Das können praktisch alle Wallboxen, die von der KfW gefördert wurden, denn es war eine der Fördervoraussetzungen, die erfüllt sein mussten. Weiterhin benötigt man ein Steuergerät, das mit dem Wechselrichter kommuniziert, um die aktuelle Überschussleistung der PV-Anlage zu ermitteln und dann die Ladeleistung der Wallbox entsprechend regelt. Das Thema ist technisch durchaus komplex. Ich verzichte hier auf Details, weil ich einen anderen Aspekt in den Vordergrund stellen möchte: die Rentabilität. Ist das rentabel? Kommt drauf an. Entweder man gibt relativ viel Geld aus, um eine fertige Steuereinheit zu kaufen und installieren zu lassen. Das kostet so um die 1.000,- €. Dafür kann man ziemlich viel Netzstrom laden, selbst bei den aktuellen Strompreisen. (Beispiel: Bei 0,35€/kWh sind das rund 2.857kWh, macht bei einem Verbrauch von 17kWh/100km rund 16.800km Fahrstrecke.) Oder man versucht sich selbst an einer preiswerteren Raspi-Lösung. Das erfordert Einarbeitung, Programmierung, Tests und verschlingt wahrscheinlich viel Zeit, ehe alles läuft. Einen Elektriker zum Anschließen braucht man auch hier. Wenn das kein Hobby-Projekt sein soll, das man macht, weil es technisch interessant und cool ist und für das die Kosten egal sind, dann lohnt sich eine Rentabilitätsbetrachtung. Hier mal ein paar Beispielfragen dazu, die man sich beantworten sollte: Wieviel Strom braucht das E-Auto im Jahr? (ZOE-Verbrauch ca. 17kWh/100km, macht bei 10.000km dann 1.700 kWh) Wieviel davon würde man aus dem Netz beziehen, wenn die Ladung ungeregelt (also immer mit fest eingestellter Ladeleistung, max. 11kW) erfolgt? Grober Überschlag: Ladeleistung minus Durchschnittsleistung der PV, die nicht anderweitig verbraucht und ansonsten eingespeist wird. Hängt entscheidend davon ab, wann das Fahrzeug geladen wird. Nachts = 100% Netzbezug, tags bei Sonne vielleicht nur 50%? Wieviel kW liefert die PV-Anlage in real? Dann auf’s Jahr hochrechnen. Wieviel kWh dieses Netzbezugs könnten durch ein intelligentes Überschussladen eingespart werden? (keine 100%, aber vielleicht so 50-70%, mal Erfahrungswerte googeln) Wann decken diese eingesparten Netzbezugskosten die Kosten für eine intelligente Ladesteuerung? (Prognose: das dauert Jahre) Best practice Es kann also gut sein, dass unter Kosten/Nutzen-Gesichtspunkten die beste Kompromiss-Ladestrategie ist: „E-Auto einfach anstecken, wenn Sonne scheint“. Dann braucht man auch keine zusätzliche potenziell fehleranfällige Technik. Ladestrom reduzieren Wenn Zeit keine Rolle spielt, kann man den Ladestrom der Wallbox auch reduzieren, so dass weniger Netzbezug erfolgt. Die meisten Wallboxen haben dafür einen internen Drehschalter, dessen Stellungen aus der jeweiligen Bedienungsanleitung ersichtlich sind. Hier ein Beispiel (Heidelberg Energy Control): Es gibt eine Untergrenze, unterhalb derer manche Elektroautos nicht mehr laden möchten. Müsst ihr mal gucken, wie das bei eurem ist. Für die Abbildung im Titel wurden folgende Motive verwendet: Asmir CEMAL, GPL, via Wikimedia Commons Makio Hasuike, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons The post Überschussladen appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Dänemark 2022
Wir machen eine Woche Urlaub in Dänemark, natürlich mit der ZOE. Aus elektromobiler Sicht überraschungsarm. Oder? Warum Dänemark? Anfang 2022 ist Dänemark eines der wenigen europäischen Länder mit hinsichtlich COVID wesentlich entspannteren Maßnahmen als Deutschland. Da wir da noch nicht wissen, ob wir im Mai überhaupt irgendwoanders hin dürfen werden, aber schon planen müssen, gucken wir mal in Dänemark nach Ferienhäusern. Wir waren noch nie im Urlaub in Dänemark, aber Freunde berichten mit Begeisterung. Außerdem ist es von Hannover aus auch mit unserer 2019er ZOE ohne CCS-Schnelllademöglichkeit an einem Reisetag gut erreichbar, wenn wir nicht zu weit in den Norden wollen. Wir haben im Mai nur eine Woche Zeit und wollen nicht die Hälfte davon mit An- und Abfahrt verplempern. Ich „kenne“ Dänemark praktisch nur aus den Olsenbande-Filmen meiner Kindheit. 😉 Bin gespannt. Wohin in Dänemark? Meine Liebste checkt ungefähr zwei Wochen lang Abend für Abend online Ferienhäuser ab, um die Quadratur des Kreises hinzubekommen: Das Ferienhaus muss in unserem Budget liegen. Nordsee oder Ostsee soll möglichst fußläufig erreichbar sein. Wir wollen höchstens 500km fahren müssen. Das Ferienhaus muss gewissen Vorstellungen entsprechen, die wir hinsichtlich der Umgebung, des Aussehens und der Einrichtung hegen. Das ist quasi eine eigene Unterliste und führt hier zu weit. 😉 Wir benötigen eine Lademöglichkeit in der Nähe, idealerweise am Haus selbst. Punkt 4 erweist sich in Kombination mit Punkt 1 als hartnäckige Hürde. Ich überlasse die Recherche meiner Liebsten und bin ihr dankbar, dass sie diese ermüdende Arbeit auf sich nimmt. Am Ende der zweiten Suchwoche wirkt sie jedoch mangels geeigneter Endkandidaten leicht nervös. Ich schnappe mir eines Abends mein Tablet und zäume das Pferd von hinten auf. Primäres Suchkriterium: Lademöglichkeit am Haus. Sofort schrumpft die Ergebnisliste auf ein überschaubares Maß. Und siehe, auch die anderen Punkte lassen sich bei drei Funden damit in Übereinstimmung bringen! Meine Liebste sieht mich mit einer Mischung aus Genervtsein und widerwilliger Bewunderung an. Ich lächle vor mich hin. Kann doch auch nix dafür, dass mein elektromobiler Ansatz sich hier als der kürzeste Weg zum erwünschten Ziel erweist. 🙂 Wir entscheiden uns für ein Ferienhaus auf Rømø. Das ist die Insel direkt nördlich von Sylt, dank Damm ohne Fähre mit dem Auto erreichbar. Anfahrt und Laden Von uns zu Hause bis zum Ferienhaus auf Rømø sind es gut 400km. Die auf der Buchungswebsite als „Ladegerät für Elektroauto“ ausgewiesene Lademöglichkeit am Haus ist mit „CEE-Stecker mit 16 Ampere vorhanden, Kabel mitbringen“ spezifiziert. Ich frage sicherheitshalber per E-Mail beim Anbieter nach, ob das eine blaue oder rote CEE-Dose(!) ist, denn auf den Fotos sieht man den Ladeanschluss nicht. Es ist eine rote CEE-16-Dose. Prima, dafür habe ich ein Adapterkabel für meine mobile Ladebox EVR3. Die fristet seit der Montage meiner go-eCharger-Wallbox ein Dasein im Keller und kommt so mal wieder zum Einsatz. Da die Aufladung am Zielort sicher scheint, können wir so planen, dass wir praktisch leer ankommen. Trotzdem brauchen wir eine Zwischenladung. Die machen wir ungefähr auf der Hälfte der Strecke kurz hinter Hamburg und kombinieren das mit einem sehr angenehmen Aufenthalt bei Freunden. Kleine Anekdote am Rande: Die nächstgelegene 22kW-Lademöglichkeit liegt ca. 3km vom Haus unserer Freunde entfernt. Ich werde mit ihrem Dieselauto von dort abgeholt und auch wieder hingebracht. Als ich in dieses Fahrzeug einsteige, fällt mir als erstes der penetrante Geruch nach Diesel und Motoröl auf. Echt krass. Ist das normal? Auf jeden Fall bin ich das so gar nicht mehr gewohnt. Meinen Freunden scheint es nicht aufzufallen. So ist das mit Gewohnheiten. Android Auto Das R-Link-Navi in unserer ZOE hat nur Kartendaten für die DACH-Länder. Es wäre jetzt finanzieller Unsinn, nur für eine Woche Dänemark das Kartenmaterial für ganz Europa zu kaufen. Außerdem ist mein Livedaten-Abo ausgelaufen, so dass ich keine aktuellen Verkehrsinformationen mehr bekomme. Daher kopple ich für diese Reise erstmals (und mit noch fester als sonst im Auto geschlossenen Datenschutzaugen) mein Handy via „Android Auto“ mit dem R-Link, so dass ich Google Maps zur Navigation nutzen kann. Dabei werden alle Infos auf dem Bildschirm des R-Link dargestellt. Und Shit, das klappt auf Anhieb und richtig gut, inklusive aktueller Verkehrsinfos. Diese Schweine, kriegen sie mich doch noch. 😉 Selbst mit ausgeschalteter Präzisionsoption am Handy ist die Navigation (nur mittels Satellitensignalen) auf ein paar Meter genau. Nie komme ich in die Verlegenheit, z. B. an einem Kreisverkehr die Ausfahrt zu verpassen, weil das zu spät angesagt wird. Und Kreisverkehre sind in DK praktisch Standard. Kurz hinter Flensburg verlassen wir die Autobahn und fahren den Rest der Strecke beinahe tiefenentspannt mit max. 80km/h durch dünn besiedelte Landschaft. Das geht wunderbar, auch wenn sich viele Deutsche das nicht vorstellen können. Dänemark, wir lieben dich schon jetzt. Rømø Den Schlüssel für unser Ferienhaus müssen wir vom Anbieter in Havneby abholen. Wir kommen gegen 16 Uhr mit 30km Restreichweite dort an und haben nochmal 11km bis zum Haus zurückzulegen. Kein Problem. Unser Häuschen liegt in einer idyllischen Ferienhaussiedlung inmitten von Kiefern, Heide und sanften Hügeln. Die Häuser sind alle mindestens 50-100m voneinander entfernt und so angelegt, dass immer Bäume und Hügel dazwischen liegen, so dass man allenfalls die moosgedeckten Dächer der Nachbarhäuschen hervorlugen sieht. Man hört nichts außer Wind und Vögelgezwitscher. Herrlich. Laden am Haus Als wir in das Grundstück einbiegen, erspäht meine Liebste sofort die rote CEE-Dose an der Hauswand. Ich bin sehr stolz auf sie. Da wir später vielleicht nochmal ein Stück fahren wollen, will ich die ZOE gleich ein bisschen aufladen. Ich schließe meine mobile Ladebox an und – nichts. Die Dose ist offenbar stromlos. OK, denke ich mir, wahrscheinlich muss man nur die entsprechende Sicherung einschalten. Die nächste Viertelstunde verbringe ich mit der Suche nach dem Sicherungskasten. Ich finde ihn nicht. In der Hausbeschreibung steht alles mögliche, aber keine Info zur Ladedose und wie man diese einschaltet. Das Büro des Anbieters ist telefonisch nicht mehr erreichbar. Auf meine Mailanfrage bekomme ich wohl frühestens am nächsten Morgen eine Antwort. Hm. Gibtsdochgarnicht. Es muss doch einen Sicherungskasten geben. Ich öffne alle Türen, gehe durch alle Räume, gehe ein Mal um das ganze Haus, nix. Na gut, denke ich, dann lade ich eben mit meinem „Not“-Ladeziegel an einer normalen Steckdose. Sehr viel langsamer, aber über Nacht geht das auch. Ich stecke den Stecker in die nächsterreichbare Steckdose, aber denkste. Dänische Haushaltssteckdosen führen den Schutzkontakt anders, mein Ladeziegel prüft den natürlich, findet keinen und leuchtet erbarmungslos rot. Diese Variante scheidet also aus. Es gibt laut GE-Verzeichnis eine einzige öffentliche Ladesäule auf Rømø, in Havneby, rund 11km entfernt. (Später sehen wir noch andere Ladesäulen auf der Insel, z. B. in Lakolk.) Allerdings hat der Eintrag eine Störungsmeldung, zwar schon etwas älter und ziemlich sicher ist die Störung bereits behoben, aber nun ja. Zoe zeigt gerade noch 17km Restreichweite an. Lasse ich es drauf ankommen, in Havneby zu stranden, falls die Säule nicht funktioniert? Nein. Elementar, Watson Ich schaue mir die CEE-Dose nochmal genauer an. Geht da übehaupt ein Kabel rein? Oben und unten jedenfalls nicht, und ob direkt von hinten aus der Wand kann ich nicht erkennen. Ich quetsche mein Handy in einen Spalt zwischen Dose und Holzfassade und versuche, mit der Kamera ein Bild von den Gegebenheiten dort zu machen. OK, da scheint es ein Kabel zu geben. Ich gehe in den Raum hinter dieser Wand und schaue mir die Stelle an, an der außen die Dose sitzt. Holzverkleidung. Kein Kabel zu sehen. Draußen neben der Eingangstür ist ein Kasten mit dem Stromzähler, den man bei Ankunft ablesen muss. Sicherungen sind da keine drin. Ich gehe nochmal in den Raum. Die Tür öffnet nach innen. An der Wand, die sie dann verdeckt, ist außen der Stromzählerkasten. Oh my! Ich schließe die Tür von innen, und an der bisher von ihr verdeckten Wand prangt ein riesiger Sicherungskasten! „Hab ihn!“ brülle ich und mache einen kleinen Luftsprung. Alles sauber beschriftet, auch die 3-Phasen-Sicherung für die CEE-Dose, sogar nochmal mit Hinweis auf max. 16A, die hier ziehbar sind. Klack, Sicherung ein, ich renne raus, Ladebox meldet Bereitschaft, ZOE lädt! Jetzt brauche ich aber Urlaub! Am Strand Von unserem Häuschen bis zum Strand sind es ca. 3km. Am ersten Tag laufen wir hin, ein wunderbarer Spaziergang, aber dann korrumpiert uns die krass ungewohnte Möglichkeit, mit dem Auto direkt auf den Strand zu fahren. Verrücktes Dänemark! Aber wer solches Backwerk macht fährt auch mit Autos auf den Strand. Strand heißt hier ca. 1km Sandebene zwischen Dünen und Waterkant. Wenn’s reicht. Links und rechts geht es sowieso in die Unendlichkeit. Schau auch nochmal auf’s Titelbild dieses Beitrags: Der kleine Punkt in der Mitte ist unsere ZOE, fotografiert auf halber Strecke zum Wasser. Im Sommer steppt hier offenbar der Bär; ich lese in einem Prospekt von 100.000 Besuchern pro Tag. (Die Insel hat 800 Einwohner.) Da möchten wir dann lieber nicht hier sein. Und könnten unser Ferienhäuschen auch nicht mehr bezahlen. Aber jetzt, Anfang Mai, sind unter der Woche nur eine Handvoll Leute am Strand und die Preise noch gerade so erschwinglich. Sehr angenehm. Mit dem Auto auf den Strand muss man allerdings nicht nur dürfen, sondern auch können. Da gibt es nämlich harten und weichen Sand… In unserer Gier nach Meer möchten wir ein Stück abkürzen und geraten in einen Streifen weichen. Schlagartig wird die Reise sehr zäh, wild blinkt im Display der ZOE das ASR-Symbol, dann bleibt sie einfach stecken. Ich versuche, durch Vor- und Zurückpendeln wieder loszukommen, aber das führt nur dazu, dass sich die Vorderreifen immer tiefer eingraben. Sand ist halt kein Schnee. Ohne Allrad sitzen wir fest, Elektroantrieb hin oder her. Meine Liebste versucht, die ZOE anzuschieben und bricht sich dabei einen Fingernagel ab. In Gang kommen wir trotzdem nicht. Schließlich helfen uns drei sehr nette Dänen. Mit vereinter Schubkraft kommt der Wagen rückwärts wieder in Bewegung und ich halte nicht eher an, bis ich dem Boden unter mir wieder traue. Wahrscheinlich müssen die Dänen hier jeden Tag irgendwelche unerfahrenen Deutschen aus dem weichen Sand ziehen bzw. schieben. Herzlichen Dank, ihr habt uns gerettet! So weit vor wagen wir uns in der restlichen Woche nie wieder und bleiben mit dem Auto immer schön hinten am Strand. Der Weg zum Wasser wird unser Abendspaziergang. Belohnt werden wir mit Sonnenuntergängen wie diesem: Im Wald Rømø hat nicht nur epischen Strand zu bieten, sondern im „Inland“ auch herrliche Kiefernwäldchen und Heidelandschaft. Wir genießen es, stundenlang da einfach nur zu gehen, zu schauen, zu atmen, fern jeder Zivilisation. Selten begegnen uns Radfahrer*innen. Sonst niemand. Einzigartig ist auch die Möglichkeit, mit einem Sand-U-Boot abzutauchen: Oder war das kurz nach der Landung auf diesem Planeten? Ich bin ein wenig durcheinander. Ribe Die alte dänische Stadt Ribe ist nur rund 30km von Rømø entfernt und lohnt auf jeden Fall einen Besuch. In der Apsis der Domkirche erstaunen uns Fresken, Glasfenster und Mosaiken von Carl-Henning Pedersen, die aussehen wie unter Drogeneinfluss entstanden: CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=610209 Wir schlendern ein wenig durch das schöne Städtchen und essen lecker im veganen und glutenfreien „Café Kærlig“ – empfehlenswert! Obacht: Essen gehen in Dänemark kann einen leicht ruinieren, wenn man nicht aufpasst. Motto: Ich zahle hier immer mit Karte und in Dänischen Kronen – aber was kostet das alles wohl? 😉 Spoiler: Im Café Kærlig zahlen wir für zwei Hauptgerichte, einen Kaffee und einen Kakao 420 DKK, umgerechnet rund 57,- €. Rückreise Dank der CEE-Dose am Haus treten wir die Rückreise mit voll geladenem Akku an. Ich habe für die Zwischenladung diesmal eine Lademöglichkeit in Quickborn herausgesucht, autobahnnah, mit 6 redundanten 22kW-AC-Ladesäulen zu je 2 Anschlüssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir da wegen defekter oder belegter Säule nicht laden können, ist somit extrem gering. Zunächst mal geht es wieder bis kurz vor Flensburg mit 80km/h gemütlich über Land. Wir haben Rückenwind und die Verbrauchsanzeige bleibt meist einstellig(!). Aber nach Meinung der Deutschen bringt ein Tempolimit ja nichts. Schade eigentlich. Neumünster Als wir auf der Autobahn an Neumünster vorbeifahren, entscheiden wir uns spontan, schon hier abzufahren, um am Designer Outlet Center zu laden und uns dabei die Ladeweile in ebendiesem zu vertreiben. Schwerer Fehler, wie sich herausstellt. Es ist Samstag am späten Vormittag. Nachdem wir eine wunderbar stille und relativ einsame Woche in Dänemark verbracht haben, landen wir hier direkt in der Einkaufshölle. Trauben von Menschen, die Parkplätze sind voll und die Ladesäulen natürlich belegt. Da wir nun schonmal von der Autobahn runter sind, gucke ich, wie es mit sonstigen Lademöglichkeiten in Neumünster aussieht. Es gibt welche in der Innenstadt. Gut, dann fahren wir da mal hin. Wir steuern das Parkdeck der Holsten-Galerie an und finden da tatsächlich zwei Ladesäulen vor. An einer lädt gerade eine andere ZOE. Ich fahre an die andere heran, um die Ladeleistung ggf. nicht teilen zu müssen. Weniger als 22kW machen ja als Zwischenladung unterwegs keinen Sinn, und ich weiß nicht, wie die Säulen hier angeschlossen und beschaltet sind. Diese Säulen sind anscheinend relativ neu und mir unbekannter Bauart. Sie haben ein Display, in dem Ladeleistung, Ladezeit und Verbrauch angezeigt werden. Ich schalte die Säule mit meiner EnBW-Karte frei. ZOE prüft… und zeigt dann stolze 5 Stunden Ladedauer an. Wie bitte?! Ich schaue auf das Display der Säule: aktuelle Ladeleistung 8,9kW. Ein Diagrammbalken dümpelt im unteren Drittel eines mit „max. 22kW“ beschrifteten Koordinatensystems herum. Also kann die Säule 22kW? Aber warum gibt sie gerade nur mickrige 9kW her? Ich breche die Ladung ab und probiere es am anderen Anschluss derselben Säule. Gleicher Effekt. Och nö. Ich gehe zur anderen Säule und schaue auf deren Display, was die dort angeschlossene ZOE gerade zieht. Da sind es gar nur 3kW. OK, kann am Ende ihrer Ladezeit ja sein. Aber nicht bei 20% warmgefahrenem Akku wie bei uns. Wo ist hier die nächstgelegene Lademöglichkeit? Nur ein paar Straßen entfernt. Wir fahren hin. Es ist eine Säule gleicher Bauart, immerhin frei. Ich schließe die ZOE an und starte den Ladevorgang. 8,9kW. Ey! Das ist uns genug Experiment. Schade um die verplemperte Zeit hier in Neumünster. Wir fahren weiter zu unserem ursprünglich geplantem Ladehalt in Quickborn. Quickborn Hier ist endlich alles, wie es sein soll, und noch besser. Der Ladepark ist kurz hinter der Autobahnabfahrt. Es gibt zwei Schnelllader und 6 AC-Ladesäulen mit je 2 Anschlüssen. Am Schnelllader steht eine dänische ZOE, die per CCS laden kann. Wir können das leider nicht, aber alle anderen Ladesäulen sind frei. Da nehmen wir gern den Schattenplatz. Ich schalte die Ladesäule wieder mit meiner EnBW-Karte frei, verbinde Säule und ZOE und gucke ein bisschen angespannt auf das Display im Fahrzeug. „Prüfung läuft…“ Restzeit: 2:20h. Na bitte. Das sind 22kW. Puh. Wir brauchen keine zweieinhalb Stunden zu warten, die Ladezeitberechnung ist zu pessimistisch. Nach gut anderthalb Stunden ist die ZOE wieder auf 90%. Mehr ist nicht erforderlich, um von hier aus sicher nach Hause zu kommen. Es gibt noch eine kleine Schrecksekunde, als wir wieder auf der Autobahn sind: Plötzlich wirft ZOE die Meldung „ELEC System prüfen!“ auf’s Display und der Vortrieb setzt aus. Oops! Das hat sie ja noch nie gemacht?! Ich schalte kurz auf N, dann wieder auf D. Die Meldung geht weg und alles ist wieder normal. Liebe ZOE, bis Jahresende musst du noch durchhalten bitte! Dann läuft mein Leasing aus und wir schauen mal, wie es weitergeht. Fazit Dänemark, wir kommen wieder! 🙂 The post Dänemark 2022 appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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THG-Quote
E-Auto-Fahrer*innen können ab 2022 ihre sog. THC THG-Quote an Mineralölkonzerne verkaufen. Sinnvolles Steuerinstrument zur Senkung der Treibhausgasemissionen oder Grünrechnerei durch erfolgreiche Lobbyarbeit? THG-Quote Was ist das denn nun schon wieder für ein Konstrukt? THG ist die Abkürzung von TreibHausGas(e), und „THG-Quote“ steht für „Treibhausgasminderungsquote“. Diese soll als „marktbasiertes Klimaschutzinstrument“ dazu dienen, klimaschädliche Treibhausgase im Verkehrssektor zu reduzieren. Wie? Indem die Mineralölwirtschaft dazu motiviert werden soll, mehr erneuerbare Energien bzw. Energieträger einzusetzen. Wie kann man einen Wirtschaftszweig, der davon lebt, klimaschädliche Produkte zu verkaufen, motivieren, das mal langsam bleiben zu lassen? Andere Frage: Wie soll die THG-Quote funktionieren? Die sog. „Quotenverpflichteten“ (das sind alle, die mindestens 5.000 Liter fossile Treibstoffe pro Jahr in Verkehr bringen) müssen eine Quote einhalten, die nach einem relativ komplexen Verfahren berechnet wird. Damit sie das schaffen können, stehen ihnen sog. „Erfüllungsoptionen“ zur Verfügung. Erfüllungsoption Ladestrom Eine dieser Erfüllungsoptionen besteht nun darin, Ladestrom für Elektrofahrzeuge in die Quotenberechnung einzubeziehen. Die Idee dahinter ist offenbar (und jetzt bilden sich schon wieder Knoten in meinem Kopf): Wer ein E-Auto fährt, emittiert keine THG und kann daher ihre oder seine nicht emittierten THG an Unternehmen verkaufen, die quotenverpflichtet sind, damit diese ihre eigenen Emissionen entsprechend runterrechnen können. Oder? Hab ich da was Grundsätzliches nicht verstanden? Nochmal mit anderen Worten: Ich verkaufe etwas nicht Existierendes an andere, die durch Kauf und Anrechnung dann weiter ihren Dreck verticken können. Der wird dadurch nur etwas teurer, aber kann man ja einfach auf die Kraftstoffpreise aufschlagen. Krass motivierend. Um es noch irrwitziger zu machen, werden die von E-Autos nicht emittierten THG dreifach(!) auf die THG-Quote angerechnet. Und wenn der Strom erneuerbar erzeugt und direkt von der Quelle geladen wird (z. B. vom der eigenen PV-Anlage), gibt’s nochmal Faktor 2,5 (andere Quellen sagen sogar 2,8). Das wäre dann insgesamt mehr als das Fünffache. Boah ey. Memories… Woran erinnert mich das? Ach ja, an die „Supercredits“ beim Flottengrenzwert für CO₂. Da wurden bis 2020 E-Autos auch doppelt gezählt. Inzwischen sinkt der Faktor, ist aber immer noch > 1. Wer sich belesen mag: Da gab/gibt es insgesamt die lobbymäßig megacool eingefädelten Schlupflöcher Gewichtsfaktor, Phase-in, Supercredits, „Öko-Innovationen“ und Pooling (nachzulesen z. B. in „Das Märchen vom Klimafortschritt – Wie Volkswagen, Daimler und BMW mit Rechentricks und Schlupflöchern ihre europäischen CO2-Bilanzen frisieren“). Zwickmühle Das Ganze riecht mir doch wieder schwerstens nach Grünrechnerei. Ich kann im Moment nicht erkennen, wie dadurch der Umwelt in irgendeiner Hinsicht gedient wäre. Es könnte nun sein, dass das etliche Leute ähnlich sehen bzw. nicht schnallen. So Leute würden daher vielleicht ihre nichtexistenten THG gar nicht verkaufen wollen. Sie könnten denken: Geld, was ist schon Geld? Wir fahren E-Autos! Geld spielt für uns doch keine Rolle! Oha! Mist, was nu? Na ganz einfach: Der Gesetzgeber sieht vor, dass jede Quote, die von privaten E-Auto-Halter*innen nicht angemeldet wird, von der Bundesregierung verkauft werden kann! Chapeau! Nix tun nützt also nichts, man muss aktiv werden, wenn man das Heft nicht aus der Hand geben will. Abwicklung Damit nun nicht jede/r E-Autofahrer/in einen Einzelvertrag mit einem Mineralölunternehmen abschließen muss, haben sich Dienstleister etabliert, die die nicht existierenden THG der einzelnen E-Autos von deren Besitzer*innen kaufen, bündeln und diese Bündel dann an die „Quotenverpflichteten“ weiterverkaufen. Hier kann man sich nun entscheiden, ob man das Geld ausgezahlt haben möchte oder es direkt als Spende in diverse Umweltprojekte weiterfließen lassen will. Wieviel? Was kann man konkret erwarten? Da die Quoten frei gehandelt werden, ist die Spannweite groß und die Preisfindung noch nicht abgeschlossen. Die aktuell für Privatpersonen in Aussicht gestellten jährlichen Prämien variieren zwischen 75 € (Maingau) und 162 € (Fairnergy). Meine Entscheidung Ich habe mich für Fairnergy entschieden. Die bieten aktuell nicht nur die höchste Vergütung, sondern finanzieren damit weltweit grüne Energieprojekte. Natürlich kannst Du Dir das Geld auch auszahlen lassen. Mit meiner Prämie unterstütze ich über Fairnergy den Bau von Solaranlagen in Bangladesch. Wenn Fairnergy für Dich auch eine Option ist, nutze diesen Referral-Link, um Dich bei Fairnergy anzumelden. Dann fließen weitere 25,- € in das Projekt. Vielen Dank! Innovation! Das Grundmodell der THG-Quote inspiriert mich zu weiteren Ideen, wo man nicht (mehr) emittierte THG noch vergüten könnte, ja eigentlich müsste: Ich fahre gar kein Auto, sondern Fahrrad oder Öffies. Dadurch spare ich definitiv noch mehr THG als durch das Fahren eines E-Autos. Ich esse kein Fleisch. Dadurch spare ich seeehr viel THG (Futtermittelanbau, Rinder-Methanrülpser, Transport…) Ich fliege nicht. Dadurch spare ich extrem viel THG. Meinen individuellen Anteil an allen Flughäfen dieser Welt nicht vergessen miteinzuberechnen. oder sogar (empfindliche Gemüter bitte kurz wegschauen) Ich lasse mich sterilisieren. Dadurch spare ich wahrscheinlich am meisten THG, vor allem, wenn man alle nachfolgenden nicht existierenden, nicht existentes THG emittierenden Generationen in die Rechnung einbezieht. Alles kombiniert müsste man davon doch leben können… The post THG-Quote appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Urlaub 2021
Auch in Coronazeiten können wir 2021 Urlaub machen und fahren natürlich mit unserer ZOE: im Juni eine Woche nach Görlitz und Ende August für knapp drei Wochen nach Matrei in Osttirol. Wir unternehmen damit nichts Neues. Görlitz und Matrei i.O. sind Favoriten unter unseren Standardzielen und ich habe in der Vergangenheit schon mehrfach über entsprechende Reisen berichtet. Aber da sich die Rahmenbedingungen der Ladeinfrastruktur immer weiter und manchmal auch zurückentwickeln und keine Reise der anderen gleicht, schreibe ich mal wieder was. ? Gleich vorweg: Es gab weder auf diesen Touren noch überhaupt seit wir sie fahren irgendwelche Probleme mit unserer ZOE R110 Bj. 2018, die mittlerweile 32.000km auf der Uhr hat. Möge es so bleiben. Görlitz-Reise Als wir 2019 das letzte Mal in Görlitz waren, konnten wir von Hannover kommend unterwegs am Flughafen Leipzig/Halle kostenlos laden und kamen mit dieser einen Zwischenladung aus. Inzwischen ist das Laden dort kostenpflichtig. Der günstigste Preis für mich wären 0,48€/kWh (mit Plugsurfing) und das ist mir für 22kW AC zu teuer. Ich suche bei GoingElectric nach kostenlosen Lademöglichkeiten entlang der Strecke und finde tatsächlich noch welche, aber es werden dann zwei Zwischenstops: in Bernburg und in Döbeln. Bernburg Bernburg ist cool: Praktisch alle dort existierenden Ladestationen sind Mitte 2021 (noch) kostenlos nutzbar, sehr nett. Es gibt nur eine kleine Irritation: Da es ein heißer sonniger Tag ist, wollen wir die Lademöglichkeit in der Tiefgarage Karlsplatz nutzen. Wir ziehen ein Parkticket und fahren rein, um dann festzustellen, dass an der Ladesäule beide Anschlüsse belegt sind. OK, passiert. Wir wollen ohne anzuhalten direkt wieder raus, aber denkste. Ich kenne es so, dass in Parkhäusern, Tiefgaragen usw. die ersten 15 Minuten nichts kosten, damit man eben direkt wieder rausfahren kann, falls einer der tausend Gründe, die einen davon abhalten, tatsächlich zu parken, zutreffen. Nicht so in Bernburg. Wir müssen tatsächlich für die 2 Minuten Durchfahrt zahlen, sonst geht die Schranke nicht auf. Es ist nun nicht der (geringe) Betrag, der nervt. Aber ZOE abstellen und diverse Treppen hoch zum Ticketautomaten und wieder zurück latschen müssen, das nervt. Da ist noch Optimierungsbedarf. Endlich wieder draußen ist die nächste Lademöglichkeit am Rheineplatz gleich in der Nähe und zum Glück die 22kW-Säule auch frei. Unweit davon gibt es einen Inder, bei dem wir essen gehen. Fast perfekt. Döbeln Döbeln passt ebenfalls wunderbar: Die kostenlose Ladesäule der „WG Fortschritt“ befindet sich direkt neben einer Bäckerei mit Café, wo wir entspannt die Ladepause verbringen. Für alle, die sich glutenfrei ernähren wollen oder müssen: In dieser Bäckerei gibt es total leckeres 100%iges Buchweizenbrot, von dem wir uns gleich das letzte verfügbare Exemplar sichern, auf der Rückreise dann noch einmal. Dieses Brot schmeckt uns so gut, dass wir überlegen, ob wir es uns nicht regelmäßig schicken lassen wollen, aber das kommt uns dann doch etwas zu verrückt vor. Görlitz In Görlitz sind seit unserem letzten Besuch erfreulicherweise einige neue Ladesäulen hinzugekommen. Die unserer Unterkunft in der Altstadt nächstgelegene befindet sich am Nikolaiturm und lässt sich mit meiner EnBW mobility+ Karte freischalten. Über Görlitz will ich ansonsten jetzt nichts weiter schreiben. Tolle Stadt, einfach hinfahren und selbst gucken. Und wem der Harz inzwischen zu kahl geworden ist, kann etwas südlich von Görlitz im Zittauer Gebirge noch ziemlich intakten Wald erleben und dort wunderbar wandern. Rothenburg Wir machen auch noch einen Abstecher nach Rothenburg und laden dort an der wahrscheinlich östlichsten Ladesäule Deutschlands. Die Neiße ist nur wenige hundert Meter entfernt und auf der anderen Seite ist dann schon Polen. An dieser Säule passiert übrigens, was in letzter Zeit leider häufig der Fall ist: In diversen Verzeichnissen ist der AC-Anschluss mit 22kW angegeben, aber die Ladesäule gibt nur 11kW ab. Blöd, wenn man knapp ankommt und nicht ewig warten kann oder will. Ich setze eine Korrekturmeldung für das GoingElectric-Verzeichnis ab. Matrei i.O.-Reise Was soll ich groß sagen, es zieht uns einfach immer wieder hierhin, in diesen wunderschönen Ort im Nationalpark Hohe Tauern. Ab und zu fragen wir uns mal, ob wir im jeweiligen Jahr nicht woanders Urlaub machen wollen, und die Antwort ist jedesmal nein. ? Traditionell nehmen wir uns wieder zwei Tage Zeit für die Reise, anders ist die 850km-Strecke mit unserer ZOE ohne Schnelllademöglichkeit ja auch nicht sinnvoll zu bewältigen. Kostenlos, aber Ich versuche wieder, die letzten verbliebenen kostenlosen Lademöglichkeiten entlang der Strecke zu finden. Unterwegs geben wir dieses Konzept dann allerdings auf, hauptsächlich aus zwei Gründen: zu wenig Ladeleistung und/oder zu umständliche Freischaltprozedur. Die erste kostenlose Ladesäule, die wir ansteuern (in Homberg (Efze)), bietet real vor Ort wieder nur die halbe Ladeleistung statt der im Verzeichnis angegebenen 22kW. Mir scheint, als hätten bundesweit viele Aufsteller die Leistung inzwischen reduziert. Wieso? Wir fahren zur nächstgelegenen kostenpflichtigen 22kW-Lademöglichkeit im Ort und pfeifen auf die Kosten (0,44€/kWh mit EinfachStromLaden) zugunsten deutlich schnelleren Ladens. Bei unserem zweiten Ladestop in Oberhaid (da waren wir schonmal) hat sich die Prozedur für kostenloses Laden inzwischen verkompliziert, man muss einen QR-Code einscannen und sich via Internet anmelden oder irgendsowas. Wieso diese Umstände, wenn es doch kostenlos ist? Das ist mir zu blöd, ich kann trotz Brille das Kleingedruckte in der Anleitung nicht richtig erkennen und glaubt’s mir oder nicht: Ich habe auch keine App zum Lesen von QR-Codes auf dem Handy. Also zücke ich meine EinfachStromLaden-Karte und lade auch hier wieder für 0,44€/kWh. Laden am Hotel In den vergangenen Jahren haben wir auf der Hinfahrt immer in Greding übernachtet, aber das war uns das letzte Mal zu piefig dort und das Frühstücksbuffet mehr als dürftig für den aufgerufenen Preis. Für die diesjährige Übernachtung suche ich ein Hotel mit Lademöglichkeit direkt am Haus und finde das witzig benannte und angenehm moderne Hotel Roomreich in Ingolstadt. Das Roomreich betreibt die Wallbox nicht selbst, sondern überlässt das samt Abrechnung den Stadtwerken – ein Konzept, das aus Hotelsicht sicher seinen Charme hat, für Gäste allerdings eher nachteilig ist. Denn: Die Ladebox lässt sich nicht vorab reservieren, obwohl sie an einem hoteleigenen Stellplatz angebracht ist. Verstehe ich nicht ganz, man könnte ja einfach so ein rot-weißes Verkehrshütchen da hinstellen. Aber geht nicht, wahrscheinlich sagen die Stadtwerke: Muss öffentlich sein. Oder so. Hm. Wir haben immerhin Glück: Als wir ankommen, ist der Stellplatz an der Wallbox frei. Als ich nach etlichen Fehlversuchen endlich verstanden habe, dass ich die RFID-Karte einfach länger an den Leser halten muss, damit die Ladung startet: Ernüchterung in Form von wieder nur 11 statt der avisierten 22kW. Jetzt ist das für Destination-Charging an sich kein Problem, schließlich stehe ich da ja die ganze Nacht und habe also mehr als genug Zeit. Jedoch: Die für mich an dieser Wallbox verfügbaren Ladetarife (EinfachStromLaden und EnBW mobility+) schlagen nach 4 Stunden mit einer Blockiergebühr zu. Wenn ich die vermeiden will, muss ich nach Ladeende also nochmal raus und zumindest das Kabel abstecken. Über die Sinnhaftigkeit von Blockiergebühren an Hotel-Wallboxen kann man jetzt diskutieren. Ich persönlich bevorzuge dann allerdings 22kW statt 11kW, damit ich nach Ankunft nur max. 2 Stunden auf das Ladeende warten muss. Bei nur 11kW sind es im ungünstigen Fast-leer-angekommen-Fall nämlich 4 Stunden. Das kann dann mitten in der Nacht sein, und dann will ich schlafen und mich ausruhen und nicht nochmal zum Stellplatz müssen. Da wir nicht ganz leer und relativ früh ankommen, ist der ZOE-Akku schon kurz nach 22 Uhr auch an dieser 11kW-Wallbox wieder voll, gerade noch tolerabel für mich, um mich nochmal aufzuraffen zur Blockiergebührvermeidung. Kufstein Der ursprüngliche Plan sieht am zweiten Reisetag einen Ladehalt an einer kostenlosen Ladestation in Söchtenau vor, aber nach den Erfahrungen des ersten Reisetages pfeifen wir auf den Umweg und wollen lieber in Kufstein etwas nachladen, bevor es dann richtig bergauf geht. Bevor wir in Kufstein ankommen, gönnen wir uns noch ein opulentes, kulinarisch erstklassiges Frühstück bei Dinzler an der Raststätte Irschenberg. Mein Favorit: Shakshuka mit Onsen-Ei. Wir könnten an der Raststätte oder an der OMV-Tankstelle etwas weiter unten auch laden, aber die für die Ladestationen dort für meine diversen Karten/Apps aufgerufenen AC-Preise beginnen bei 0,55€/kWh. Könnt ihr behalten. In Österreich kann ich an vielen Ladesäulen meine TIWAG-Karte einsetzen, da kostet die kWh nur 0,22€. Aber schon der erste Ladeversuch in Kufstein gerät wieder zum 11kW-Desaster. Die Ladestation, die wir anfahren, kann zwar laut Verzeichnis 22kW, aber als wir ankommen, hängt schon ein E-Auto dran und die Box teilt dann offenbar die Ladeleistung auf. Wir stöpseln direkt wieder ab und fahren weiter. Langsam nervt das mit den 11kW. Söll Den nächsten Ladeversuch machen wir in Söll am Parkplatz der Hochsöllbahn, und hier klappt es endlich mal wieder mit 22kW, die sogar dann noch abgegeben werden, als sich später am anderen Anschluss noch ein Tesla dazugesellt. Na bitte, geht doch. Wir gehen einen Kaffee/Kakao trinken und fahren dann durch bis Matrei i.O. Wieder ist es herrlich, nach Pass Thurn und dem Felbertauerntunnel bergab zu rekuperieren und der Reichweitenanzeige dabei zuzusehen, wie sie Kilometer um Kilometer zulegt. ? Matrei i.O. In Matrei muss die kostenlose 11kW-Ladesäule am Nationalparkhaus neuerdings per Schlüssel freigeschaltet werden. Ich muss ins Nationalparkhaus gehen und danach fragen. Eine Mitarbeiterin kommt mit heraus und schaltet frei. Das ist dann auch hier das Quentchen Umstand, das mich künftig davon abhält, an dieser Ladestation zu laden. Bei 11kW kommt eh nicht viel zusammen in der Zeit, in der ich einkaufen gehe oder einen Spaziergang mache, kostenlos hin oder her. Nach nunmehr 8 Jahren Elektromobilität hat mich meine Liebste mit ihren gletscherblauen Adleraugen darin überflügelt, neue Ladesäulen oder auch nur Ladeboxen zu erspähen. So sieht sie, als wir Freunde vom Appartmenthaus Ganzer abholen, dort eine neue, sogar öffentliche Ladebox, die noch gar nicht im Verzeichnis steht. Ich mache gleich Fotos und stelle sie bei GoingElectric ein. Mein Versuch, an dieser Ladebox zu laden, scheitert jedoch aus technischen Gründen. Die Box will nicht. Die Störung wird an sich durch rotes Blinken des RFID-Symbols wohl auch angezeigt, allerdings scheint die Sonne so ungünstig auf die Box, dass das nicht zu erkennen ist. Am nächsten Tag sehe ich in der TIWAG-App, dass offenbar gerade jemand dort lädt, der Anschluss ist als belegt ausgewiesen. Wer weiß, woran es gelegen hat. Die wenigen Male, die ich in Matrei i.O. laden muss (immer nur kurze Nachladungen, wenn es gerade passt), fahre ich zu der zuverlässigen Ladesäule am M-Preis. Virgen Auch in Virgen macht mich meine Liebste auf eine neue Ladestation aufmerksam, anscheinend baugleich mit der am M-Preis in Matrei. Testweise schließe ich unsere ZOE mal kurz an. An der anderen Seite lädt gerade ein i3. Zwei E-Autos gleichzeitig zu laden packt diese Säule allerdings offenbar nicht: Der Ladeanschluss, den wir nutzen wollen, geht nach dem Freischalten direkt auf Störung. Auch nach dem Abstöpseln blinken die entsprechenden Lichtcodes weiterhin. Hm. Dann halt nicht. Kals am Großglockner Nun fahren wir schon seit 2004 in jedem Jahr nach Matrei in Osttirol und waren noch nie im Nachbartal in Kals am Großglockner. Dieses Jahr holen wir das nach und werden mit wunderbaren Wandertouren zur Lucknerhütte und durch die Dabaklamm und das Dorfer Tal zum Kalser Tauernhaus belohnt. Wenn man zur Lucknerhütte will, kann man am Parkplatz Glocknerwinkel laden; hier stehen sogar zwei Ladesäulen mit insgesamt vier Typ-2-Anschlüssen zu je 22kW. Als wir durch die Dabaklamm gehen, erwarte ich jeden Moment, Gandalf, Bilbo und den 13 Zwergen zu begegnen. Phantastische Landschaft. Die Dabaklamm und das Dorfer Tal gefallen uns so gut, dass wir da im Abstand weniger Tage zwei Mal hinfahren und wandern. Das erste Mal nur bis zur Jausenstation Bergeralm (eigentlich eher ein Spaziergang), das zweite Mal dann noch weiter bis zum Kalser Tauernhaus. Auf dem Rückweg von der Bergeralm sehe zur Abwechslung mal ich aus dem Augenwinkel eine Ladestation auf dem Parkplatz des Vital- und Wanderhotels Taurerwirt. Preisverleihung Als wir das zweite Mal dort sind, würde es eigentlich gerade gut passen, unsere ZOE zu laden, während wir die Wandertour machen. Die Stellplätze sind allerdings nur für Hotelgäste ausgewiesen. Ich gehe zur Rezeption, um mich zu erkundigen, ob ich – obwohl kein Hotelgast – trotzdem dort laden darf. Anmerkung: Ich kann diese Ladestation mit einer meiner Ladekarten freischalten und zahle den Ladestrom dadurch selbst. …und der erste Preis für die kreativste Ausrede 2021 in der Kategorie „Warum du hier hier nicht laden darfst“ geht aaaannn: das Vital- und Wanderhotel Taurerwirt! Ich: „Entschuldigung, ich bin kein Hotelgast, aber Ihre Ladestation auf dem Parkplatz ist gerade frei – dürfte ich dort vielleicht ausnahmsweise laden?“ Rezeptionistin: „Oh. Äh – das geht leider nit, weil… äh… unsere Küche macht jetzt grad den Abwasch, und da reicht der Strom dann nit.“ Also ich hätte kein Problem damit, wenn sie sagen würde: Sorry, ist halt nur für Hotelgäste. Werden Sie unser Gast, dann können Sie gern laden. Aber offenbar ist ihr das doch irgendwie peinlich und sie sieht sich genötigt, ad hoc eine Antwort zu improvisieren, die ein eher objektives Hindernis postuliert. Nice. Ich könnte sie nun anlächeln und sagen: OK, dann warte ich, bis Ihr Küchenteam mit dem Abwasch fertig ist. Aber ich will sie nicht noch mehr in Verlegenheit bringen. Kurz durchzuckt mich der hippiemäßig-rebellische Gedanke, ob ich die ZOE nicht klammheimlich anschließe. Von der Rezeption aus ist der Ladeplatz nicht einzusehen. Höchstwahrscheinlich fällt es niemandem auf. Steht ja kein „Ich bin kein Gast“-Schild an der ZOE dran. Und ob der Hausmeister hier mit Nummernschildlisten patrouilliert, bezweifle ich. Aber was, wenn dann doch der Strom im Hotel, ja vielleicht im ganzen Tal ausfällt?! Abwasch nur mit kaltem Wasser bei Kerzenschein, es bleiben Fettreste am Geschirr haften, die Gäste empören sich und schreiben schlechte Bewertungen ins Internet, der Tourismus bricht ein, das Hotel muss schließen, die Gegend verarmt, alle müssen wegziehen und der Staudamm in der Dabaklamm wird doch noch gebaut… Wer will das? Ich nicht. Loacker Genusswelt Ungefähr 30km westlich von Lienz, in Heinfels, hat Loacker – kennste, kennste: sehr leckere teure Waffeln – nicht nur eine Produktionsstätte, sondern auch ein „Genusswelt“ benanntes Konglomerat aus Café, Outlet-Shop und einer Art Ausstellung errichtet. Auf Bildern im Netz sieht das relativ beschaulich aus und auf dem Parkplatz gibt es sogar zwei Ladesäulen. Also fahren wir da mal hin, um uns vielleicht einen Jahresvorrat zuzulegen. ? Kurze Kontext-Erinnerung für die Nachgeborenen: Es ist Coronazeit. In Österreich muss man heuer in jeder Art Gaststätte, Café, Almhütte etc. mindestens ein gültiges Negativ-Testergebnis vorlegen können oder halt nachweislich geimpft oder genesen sein. Es wird tatsächlich kontrolliert, wenn ich auch glaube, dass die jeweilige Servicekraft bei dem flüchtigen Blick auf’s Handy-Display unmöglich das Datum des Testergebnisses erkennen kann. Als wir an der Genusswelt ankommen, sind wir zunächst nur irritiert, weil wir nicht erwartet haben, was uns dort erwartet: ein riesiger Parkplatz und unglaubliche Menschenmassen, die in langer Schlange ohne irgendwie erkennbare Abstände am Eingang anstehen. Da wir nun mal hier und relativ weit gefahren sind, stellen wir uns auch an. Immerhin, die meisten tragen eine FFP2-Maske. Fast alle sprechen italienisch und sind in Familie da. Es ist heiß. Eingelassen wird immer pulkweise zu jeweils geschätzt 50 Leuten, und als wir eine halbe Stunde später mit dem dritten Pulk in das Gebäude kommen, steigert sich unsere Irritation sehr schnell in einen Zustand schockierten Unglaubens. Niemand will irgendwelche Nachweise oder Testergebnisse sehen. Aus unerfindlichen Gründen werden alle Leute durch den Museumsbereich, die „Ausstellung“, geschleust; der direkte Weg in den Shop ist durch ein Absperrband verwehrt und als ich dennoch abbiegen will, hält mich ein Angestellter zurück und bedauert, dass der Shop im Moment zu voll sei und wir bitte alle erst durch die Ausstellung müssten. Diese entpuppt sich als ein dunkles Labyrinth aus engen Gängen mit schwarzen Wänden, Fußboden und Decke, etlichen Treppen auf- und abwärts und in größeren Abständen in die Wände eingelassenen beleuchteten Nischen mit einzelnen Ausstellungsstücken der Art „unser erstes Waffeleisen“. Der Menschenpulk schiebt sich eng an eng da durch. Die Ausstellung interessiert niemanden, alle wollen nur möglichst schnell in den Shop. Selbst wenn man wollte, es ist unmöglich, stehenzubleiben und sich so ein Waffeleisen mal genauer anzuschauen. Es ist nicht nur eine Farce, sondern vor allem eine unheimliche Corona-Hotspot-Geisterbahn, und wir sind die Geister. Ich presse unwillkürlich meine Maske enger an mein Gesicht und versuche, möglichst wenig zu atmen. Als die „Ausstellung“ uns endlich in den Shop ausspuckt, geht die Dystopie noch weiter: Dicht an dicht stehen die Menschen vor den Regalen, raffen Süßzeug zusammen und drängen sich an der Kasse. Meine Liebste und ich sind kurz vor der Schockstarre, schauen uns an und verlassen fluchtartig das Gebäude. Ohne Loacker-Jahresvorrat, aber hoffentlich nicht kontaminiert. WTF?! Draußen im Café ist die Lage wesentlich entspannter. Wir finden einen freien Zweiertisch und versuchen bei zugegeben extrem leckerem Cappuccino, heißer Schokolade und Eis mit Caramel-Topping wieder zu uns zu kommen und das gerade Erlebte zu verarbeiten. Bevor sie unsere Bestellung aufnimmt, kontrolliert die Bedienung übrigens unsere Testergebnisse. Aaaaaaah! Rückreise Auf der Rückreise übernachten wir wie letztes Jahr wieder in Gerolzhofen, bequem mit Ladesäule direkt schräg gegenüber am Geomaris-Bad. Auf dem Weg dorthin legen wir eine Zwischenladung in Ingolstadt ein. Geplant ist die Ladesäule am Ingolstadt Village, einer bizarren Marken-Einkaufsmeile, die an eine Filmkulisse erinnert. Aber im Gegensatz zur Loacker-Genusswelt ist die Situation hier durch relativ wenig Leute wesentlich entspannter. Da die Ladesäule belegt ist, weichen wir auf die unweit gelegene Firma Bauer Energietechnik aus, die ihre 22kW-Wallbox öffentlich zur Verfügung stellt, diverse E-Autos im eigenen Fuhrpark hat und deren Mitarbeiterinnen extrem nett sind: Als wir ankommen, wird sofort die Wallbox, an der ein Firmenwagen lädt, für uns freigemacht. Dankeschön! ? Am zweiten Tag haben wir wenig Lust auf Autobahn, insbesondere auf die Kasseler Berge. So steuern wir als Zwischenladehalt das Schlosshotel Friedewald an. Letztes Jahr hatten wir festgestellt, dass auch diese Ladesäule von ursprünglich 22kW auf 11kW gedrosselt wurde, aber wir wagen einen neuen Versuch, vielleicht war es ja nur auf der einen Anschlussseite oder der falsche Wochentag. Tja, leider erweist sich auch der andere Anschluss als 11kW-Schnarchladeanschluss. Damit ist diese schöne Location für uns als Zwischenhalt raus. Wir fahren weiter zur auf unserer Strecke nächstgelegenen 22kW-Ladesäule in Ronshausen. Von dort reicht es dann via Bundesstraßen bis Göttingen bzw. Northeim und weiter auf der A7 nach Hause. Fazit Ich gebe es zu: Schnelleres Laden als mit max. 22kW auf Langstrecke unterwegs wäre schon nicht verkehrt. Wir reisen so zwar sehr entspannt, aber ein Reisetag wird doch recht lang. In den letzten Jahren war das kein Problem, aber so ist das mit den Wünschen und Ansprüchen. Ein Mal noch nächstes Jahr, dann läuft das Leasing für die ZOE aus und unser nächstes E-Auto (falls wir dann noch ein eigenes Auto brauchen) wird ganz bestimmt DC laden – und zwar schnell – können. Es wird dann natürlich unterwegs noch teurer, aber so oft machen wir das nun auch wieder nicht. Auf der Matrei-Reise haben wir in diesem Jahr insgesamt ca. 110,- € für Ladestrom berappen müssen. Für 1.800 gefahrene km immer noch OK. Das sind rund 6,11€ / 100km. Ein Diesel käme mit 5 Litern Verbrauch auf 100km bei aktuellen Preisen (1,40€/l) auf 7,-€ / 100km. Aber die Kosten sind ja nicht alles, gelle. Bei uns kommt nix Giftiges vorne rein und nix Giftiges hinten raus und wir unterstützen keine ölexportierenden Länder mit fragwürdigen Menschenrechtsauffassungen: Die Wertschöpfung für unsere Antriebsenergie bleibt lokal. Gern geschehen. The post Urlaub 2021 appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Dilemma
Das Wirtschaftlichkeits-Dilemma öffentlicher Stromtankstellen – und meine unausgegorenen Gedanken dazu. An einem Beispiel aus Gehrden. Sponsoren gesucht Am 07.05.2021 publiziert die HAZ einen Artikel „Stromtankstellen: Zahl der Nutzer steigt Ende 2020 sprunghaft an“ (Paywall). Inhalt: Die ENER:GO Energiegenossenschaft Calenberger Land sucht zweieinhalb Jahre nach Inbetriebnahme zweier Elektrotankstellen in meinem Nachbarort Gehrden neue Sponsoren, weil die alten Verträge mit dem Vertragspartner und Betreiber der Ladesäulen (Eon Charge-on) im August 2021 auslaufen. Stilllegung droht Trotz steigender Nutzungszahlen sei der Betrieb der Ladesäulen nämlich „angesichts der jährlichen Kosten für Versicherungen, Wartung und Abrechnungen“ noch immer nicht wirtschaftlich. Um die Stromtankstellen nicht schließen zu müssen, sei die Energiegenossenschaft auf neue Sponsorengelder angewiesen, sonst würden die 2018 mithilfe von Fördermitteln erworbenen Ladesäulen stillgelegt und verkauft, befürchtet ENER:GO Geschäftsführer Edmund Jansen. Er beklagt, dass die insgesamt vier Ladeparkplätze (die beiden Säulen mit je zwei Ladeanschlüssen befinden sich jeweils auf einem Supermarktparkplatz) immer noch häufig leer stünden. Gerade mal geguckt: Stimmt.Um wirtschaftlich zu sein, „müsste […] regelmäßig mindestens ein E-Auto pro Stunde tanken“ [sic!]. Ist das irgendwie realistisch? Wat kost dat denn da? Schauen wir mal kurz auf die Strompreise: An diesen Säulen kann mit Ladekarten diverser Anbieter geladen werden, zu aktuellen Preisen zwischen laut HAZ-Artikel 35 und 49ct/kWh und laut Chargeprice zwischen 31 und 159ct/kWh. (Bei 1,59€/kWh fallen einem die Augen aus dem Kopf, oder? Move – ein schweizer Anbieter…) Plus ggf. monatliche Grundgebühr und zeitabhängige Antiblockiergebühr. Jau. Wer ist die Zielgruppe? Bei diesen Strompreisen ist Jansen schon bewusst, dass ortsansässige E-Autofahrer*innen natürlich lieber zu Hause laden wenn irgend möglich. Die fallen also als Kund*innen schonmal weg. Wer könnte dann eine potenziell kostendeckende Zielgruppe sein? Angeblich – so Jansen – „nutzen viele Autofahrer auf der Durchreise“ die Ladesäulen. Nun, so viele sind es dann offenbar nicht, dass sie für nennenswerten Stromumsatz sorgen. Ich bin mir auch gar nicht sicher, wer da eigentlich durch Gehrden durchreist und dabei so in Ladenot gerät, dass sie oder er diese Säulen ansteuert. Die nächste Autobahn ist relativ weit entfernt und, sorry Gehrden, aber als Ausflugsziel bist jetzt auch nicht so der Brüller. Bleiben noch die sog. „Laternenlader“, also E-Fahrer*innen, die keine Lademöglichkeit zu Hause oder auf der Arbeit haben und auf öffentliche Lademöglichkeiten angewiesen sind. Wie viele von ihnen mag es geben in Gehrden? Ich tippe auf eine einstellige Zahl nahe Null, denn wer sich in einer solchen Situation befindet und mit dem Gedanken spielt, sich ein Elektroauto zuzulegen, schaut sich natürlich vorher um, wo und zu welchen Kosten sie oder er das E-Auto laden kann. Und bei den Preisen an diesen Ladesäulen wird der Gedanke dann wahrscheinlich ganz schnell wieder fallen gelassen. So drehen wir uns hier also irgendwie im Kreis. Erstaunlich eigentlich, dass da überhaupt jemand lädt. Ich selbst habe damit aufgehört, als meine Lieblingsladekarten von diesen Säulen nach ungefähr einem Jahr nicht mehr akzeptiert wurden und ich plötzlich deutlich mehr für den Ladestrom zahlen sollte als zu Hause. Ich gehöre also zur privilegierten Gruppe I. Wirtschaftlichkeit Die Frage, wie man überhaupt Ladesäulen wirtschaftlich betreiben kann, bewegt die elektromobilen Gemüter schon so lange es Stromtankstellen gibt. Das Dilemma ist: Um die Investitionskosten und die laufenden Kosten für Abrechnungsgedöns und Wartung zu decken, müssen die kWh-Preise so hoch sein, dass sie eher abschrecken. Was wiederum zu nur geringer Auslastung führt. Was wiederum die Preise nach oben treibt etc. pp. Und wenn die elektrischen Verbrauchskosten pro 100km die Tankkosten eines Verbrenners übersteigen, wird den meisten die Umwelt wieder scheißegal und weiter gedieselt. (Das GE-Forum ist voll von solchen Diskussionen, gähn.) Die laufenden Kosten einer Ladestation rein über den Stromverkauf decken und dann vielleicht sogar noch einen schmalen Gewinn realisieren zu wollen scheint also nicht unbedingt zielführend zu sein. Deshalb ist die Gehrdener Grundidee, Sponsoren zu finden, die einen Teil der Betriebskosten finanzieren, bis die erhoffte Mindestauslastung genügend Einnahmen für die Deckung derselben generiert, gar nicht so verkehrt. Aber ist es denn realistisch, dass die zur Deckung aller Betriebskosten notwendige Mindestauslastung mit den o. g. Preisen jemals erreicht wird („regelmäßig mindestens ein E-Auto pro Stunde“)? In Gehrden ist zumindest eine zweite Zuschussrunde erforderlich. Geld, kWh und Mathe Die Ladesäulen kosteten 2018 zusammen 18.000,- €. Dafür hat ENER:GO Fördermittel der Region Hannover erhalten. Die Parkplätze wurden von den beiden Supermarktbetreibern zur Verfügung gestellt. Und der Netzbetreiber stellte die Ladesäulen auf. Im Artikel werden weiterhin sechs Sponsoren erwähnt, die jeweils für insgesamt 3 Jahre 1.500,- € zur Verfügung stellten, in Summe also überschaubare 9.000,- €. Laut Jansen werde nun diese Summe noch einmal benötigt, um mit Eon Charge-on einen Anschlussvertrag abzuschließen. Das Sponsorengeld fließt also nicht zu lokalen Nutznießern, sondern zu Eon Charge-on, und wofür jetzt genau? Ah ja, für alles, was man braucht, um den Ladestrom abrechnen zu können. Und wahrscheinlich für die technische Wartung, Hotline, den ganzen Kram, den man braucht, wenn eine Säule zickt, weil das Abrechnungssystem spinnt. Jetzt rechne ich mal was… 9.000,- € für 3 Jahre sind 3.000,- € im Jahr. Nehmen wir mal einen sehr teuren kWh-Einkaufspreis von 30ct an. Für 3.000,- € kann man dann 10.000 kWh finanzieren, jährlich 3 Jahre lang. Wenn jetzt 8 Stunden täglich ein E-Auto pro Stunde lädt und dabei durchschnittlich 11 kW Leistung zieht (nur wenige E-Autos können mehr an AC, und die, die mehr können, können im Winter deutlich weniger als sie im Sommer können), ist das ein Jahresverbrauch von, Moment… 32.120 kWh. Dann doch. Dreimal so viel wie mit dem o. g. Sponsorenbudget abdeckbar. Um das aber mal etwas realistischer zu machen: An den beiden Ladestationen, um die es hier geht, haben seit Inbetriebnahme insgesamt 900 Ladevorgänge stattgefunden, davon rund 250 im letzten Quartal 2020. Interessant wäre es nun, auch die Menge des abgegebenen Stroms zu erfahren, das gibt der HAZ-Artikel jedoch leider nicht her. Ich schätze dann mal. Ausgehend von den letzten bekannten Quartalszahlen setze ich 1.000 Ladevorgänge im Jahr an. Bei einer durchschnittlichen Ladezeit von einer Stunde bei 11 kW wären das 11.000 kWh Jahresverbrauch. Almost there. Ihr ahnt natürlich spätestens jetzt, worauf ich hinaus will: Wäre es nicht sinnvoller, statt teure Abrechnungstechnik und -bürokratie lieber den Ladestrom an sich zu sponsorn? Ladestrom-Sponsoring: eine Alternative? Wenn ein Ladesäulen-Projekt wie dieses ohnehin ohne Sponsoring nicht finanzierbar ist, könnte man dann nicht besser einfache Ladetechnik ohne Abrechnungsgedöns, Mobilfunkanbindung, Kartenlesern und sonstigem Schnickedöns installieren? Statt teure Ladesäulen mit teurer, fehleranfälliger Abrechnungstechnik und teuren Wartungsverträgen aufzustellen? Basis-Ladetechnik und gut is. Im Extremfall dübelt man da ’ne schlichte Wallbox für unter 1.000,- € an die Wand. Braucht viel weniger Investitionsvolumen und die Wartungskosten dürften sich auch in einer ganz anderen Größenordnung bewegen, denn wo kaum Technik verbaut ist, kann auch kaum was kaputt gehen. Und jaaa, das bedeutet: Der Ladestrom wird dann logischerweise umsonst abgegeben. Denn man kann ja dann nix abrechnen. Ich weiß, das ist ein ganz krasser und abwegiger Gedanke in Deutschland. Wenn wir in die obigen Rechnungen die Ersparnis bei der Investition in die Hardware einbeziehen, sieht das Ergebnis noch viel besser aus. Nehmen wir mal an, die Ladesäulen hätten statt 18.000,- € nur 8.000 ,- € gekostet, dann stünden weitere 10.000,- € zur Verfügung, genug für über 33.000 kWh. Ein ganzes Jahr lang 8 Stunden täglich ein E-Auto pro Stunde. Oder vielleicht doch nicht, dann wären wahrscheinlich weniger Fördergelder geflossen. Was wiederum die Belastung der Gesellschaft – also von uns allen – reduziert hätte. Auch gut. Wer gewinnt? Also rechnet sich das nun oder nicht oder was? Kommt drauf an, wie weit man gucken will. Am Ende gewinnen wir alle, denn je weniger fossile Treibstoffe verbrannt werden, um so besser. Folgende Gruppen würden aus meiner Sicht von einem solchen Sponsoring-Szenario besonders direkt profitieren: Die Laternenlader Sie hätten eine verlässliche Möglichkeit, ihre E-Fahrzeuge im Ort aufzuladen, praktischerweise während des Einkaufs, ohne finanzielle Belastung. Was E-Mobilität nochmal für eine ganz andere Zielgruppe attraktiv und leistbar macht. Und da wollen wir doch als Gesellschaft hin, oder? Die Sponsoren Hier ist das Stichwort Kundenbindung. Wenn da eine kostenlose Ladesäule am Supermarkt steht, fahre ich da gern extra hin, und dann geh ich da natürlich auch einkaufen. Machen nicht alle, ich weiß. Aber doch die mit einem Grundverständnis von Fairness. Der Supermarkt nebenan, der keine Ladestation hat, sieht mich nicht mehr. Zumindest so lange nicht, bis ich da ebenfalls während des Einkaufs laden kann. Ab dann entscheidet wieder das Sortiment. Die Region Die Sponsorengelder bleiben in der Region, fließen zumindest zum Energieversorger statt in eine Zahlungsabwicklungsbürokratie. Kostenloser Ladestrom könnte sogar Durchreisende dazu verleiten, eine Pause einzulegen und im Supermarkt und/oder der Gastronomie vor Ort etwas Geld zu lassen. Etwas mehr Geld als der Strom im Einkauf kostet. Schnäppchenjagd Aber. Wir wissen: Wo es was für lau gibt, kommen sie alle. Wer kennt sie nicht, die vollelektrischen oder alibi-elektrischen Oberklassefahrzeuge an den wenigen verbliebenen kostenlosen Ladesäulen dieser Republik. Es ist also zu erwarten, dass eben nicht nur Laternenlader solche Ladestationen frequentieren werden – und dass die Auslastung dramatisch ansteigt. Was in diesem Szenario nicht unbedingt zu Wirtschaftlichkeit, sondern zu mehr Sponsoring-Bedarf führt. Mitbewerber Das alles gibt es schon längst, sogar in Gehrden: Keine 500m von der teuren und defizitären Ladesäule am REWE entfernt kann man bei Lidl gratis laden. Lidl löst das Wirtschaftlichkeits-Dilemma mit einer Beschränkung der Ladeleistung auf max. 11kW, Begrenzung der Ladezeit auf eine Stunde und neuerdings oder demnächst noch mit Freischaltung der Ladesäule mittels Lidl-E-Charge-App für registrierte Kund*innen. Kann man so machen. Ich für mich und meine 22kW-fähige ZOE kann sagen, dass ich dafür zu faul bin, mein Ladekabel rauszukramen. Also fahre ich da gar nicht erst hin. Kundenbindung verfehlt. Diverse EDEKAs in Hannover und Umgebung sind für mich deutlich attraktiver: 22kW AC ohne Schnickschnack; einfach einstecken und laden. Aber auch das mache ich inzwischen nur noch, wenn ich ohnehin gerade in der Nähe bin. Zweifellos würde es sich für mich „rechnen“, extra 10 oder sogar noch mehr km zu einem solchen Supermarkt zum Einkaufen zu fahren, aber es kommt mir zunehmend idiotisch vor, wenn es doch Einkaufsmöglichkeiten gibt, die deutlich näher liegen. Übrigens gibt es bei uns im Dorf seit neuestem die Möglichkeit, kostenfrei ein E-Lastenrad zu leihen. Nur mal so nebenbei erwähnt. Vielleicht brauche ich ja irgendwann in naher Zukunft gar kein eigenes Auto mehr… Deckel drauf Tja, Leute, ich weiß letztlich auch nicht, was die beste Lösung ist. Je länger ich darüber nachdenke, desto vertrackter werden die Knoten in meinem Kopf. Plausibel erscheinen mir ein paar Rahmenbedingungen, damit Elektromobilität in der Breite der Gesellschaft funktioniert. Dazu gehört, dass die reinen Verbrauchskosten eines E-Autos nicht über denen von Verbrennerfahrzeugen liegen sollten. An öffentlichen Ladesäulen (die übrigens fast immer mit öffentlichen Mitteln gefördert worden sind) sollte der Preis (für AC zumindest) entsprechend gedeckelt werden. Das darf einfach nicht teurer sein als Sprit, sonst kommen wir von dem Giftzeug nie weg, weil es für alle, die so in ihr unmittelbares Tagesgeschäft verstrickt sind, dass sie praktisch nie über ihren Tellerrand gucken können, unattraktiv erscheint. Idealerweise läge der öffentliche AC-Autostrompreis nur wenig über dem, was Strom zu Hause kostet. Laternenlader brauchen allerdings auch keine Wallbox zu kaufen und installieren zu lassen, das kann man gern bei der Strompreisgestaltung berücksichtigen. Oh, da höre ich eine Frage… ja bitte? Wer das deckeln und etwaige Differenzen bezahlen soll? Also deckeln müsste es wohl der Gesetzgeber. Kann ja dynamisch an irgendwas gekoppelt sein, muss nur fair bleiben. Und zahlen… Och, da fallen mir einige solvente Gruppierungen ein, die bislang eher als Verursacher denn als Löser gesamtgesellschaftlicher und globaler Probleme negativ auffallen: Rüstungskonzerne, Betreiber fossiler und atomarer Kraftwerke, Hersteller problematischer Pestizide, massentierhaltende Unternehmen und Schlachtbetriebe… Hab ich Rüstungskonzerne schon erwähnt, den großen blinden Fleck im deutschen Auge? Da fällt uns schon was ein, wenn wir nur wollen. Ja ja ja… Over and Out. The post Dilemma appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
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Wallbox von der KfW
900,- € Zuschuss für Kauf und Anschluss einer Wallbox? Da bin ich doch dabei! Wer’s vielleicht noch nicht mitbekommen hat: Die KfW bezuschusst den Kauf und die Installation von Ladestationen an privat genutzten Stellplätzen von Wohngebäuden mit 900,- € pro Ladepunkt, „solange diese Mittel zur Verfügung stehen“. CEE vs. Wallbox Ich lade ja seit Ende des Demand-Response-Projektes (für das mir damals (2014-2015) eine spezielle Spezialwallbox zur Verfügung gestellt, dann aber wieder abgebaut wurde) an einer schlichten CEE32-Dose, mit meiner mobilen Ladebox, versteht sich. Nun ist es mir aber nach über 5 Jahren doch ziemlich lästig geworden, jedesmal, wenn ich laden will, in den Keller zu gehen, die mobile Ladebox zu holen, den Zählerstand im Hausanschlusskasten zu notieren (zwecks Verbrauchsdokumentation für’s Finanzamt), dann draußen den doch ziemlich unhandlichen CEE-Stecker in die Dose zu wuchten und das Ganze nach dem Laden dann in umgekehrter Reihenfolge nochmal zu absolvieren. Der CEE-Stecker geht raus nicht viel leichter als rein. Man muss mit Schmackes dran ziehen und dann aufpassen, dass man nicht auf dem Hintern landet, wenn er sich löst. Und kennt ihr das vielleicht auch: Ich merke mir den Zählerstand, den ich im Keller ablese, bis ich wieder oben bin und ihn dort auf einen Zettel schreibe (den ich später in eine Tabellenkalkulation übertrage), indem ich ihn ziffernweise halblaut repetiere und dabei versuche, meinen Sprechrhythmus mit dem Rhythmus des Treppensteigens zu kombinieren. Das ergibt oft coole Beats, aber die Sache ist die: Manchmal komme ich oben an, hab den Beat, aber die Ziffern sind weg… Dann hilft nix, ich muss nochmal runter, menno! Wenn ich nun aber statt der CEE-Dose eine Wallbox hätte (was ich mir bisher aus Kostengründen verkniffen habe), wäre das Laden zu Hause viel komfortabler: Ich könnte mein normales Ladekabel verwenden, das viel leichter zu handhaben ist, und wenn die Wallbox einen eigenen internen Zähler und WLAN oder Bluetooth hat, den Verbrauch per Handy auslesen. Keller adé, Beats hin oder her. KfW-Förderung In dieser Situation erreicht mich im November 2020 die Info über die KfW-Förderung für Ladestationen, und bei 900,- € Zuschuss überlege ich nicht lange, sondern stelle direkt einen Antrag. Die Antragsbestätigung erhalte ich sofort. Danach habe ich 9 Monate Zeit, eine Wallbox installieren zu lassen und die entsprechenden Nachweise und Unterlagen einzureichen. KfW-Bedingungen Die Förderung ist an einige Bedingungen geknüpft. Eine davon ist, dass die geförderten Wallboxen mit Ökostrom betrieben werden müssen. Find ich gut. Hab ich natürlich längst, echten und zu attraktiven Konditonen übrigens (Naturstrom*). Es werden nur Wallboxen mit einer Ladeleistung von max. 11kW pro Ladepunkt gefördert. Damit kann ich leben. Meine mobile Ladebox kann zwar bis zu 22kW, aber das habe ich in den letzten paar Jahren praktisch nie genutzt. Ich lade ohnehin nur mit 11kW, also ist das keine Verschlechterung für mich. Eine weitere Bedingung ist, dass sich die Wallbox vom Netzbetreiber fernsteuern lässt. Wie?! Was?! Ruuuhig, Brauner. Was heißt das? Die Wallbox muss technisch so vorbereitet sein (eine Schnittstelle haben), dass sie theoretisch vom Netzbetreiber ferngeregelt werden und ggf. bei sehr hoher Netzlast auch abgeschaltet werden kann. Die KfW nennt das „intelligente Steuerung“ und erläutert diese so: Eine intelligent gesteuerte Ladestation kann mit anderen Komponenten des Stromnetzes kommunizieren – zum Beispiel, um die Ladeleistung zu begrenzen oder zeitlich zu verschieben. […] Ladestationen gelten als intelligent gesteuert, wenn sie sich vernetzen lassen und in das Energieversorgungssystem eingebunden sind. Die intelligente Steuerung kann entweder in der Ladestation selbst eingebettet sein oder durch eine separate Komponente umgesetzt werden, wie etwa mit einem Energiemanagementsystem. Die intelligente Steuerung muss nicht direkt angewendet werden. Die Ladestation muss lediglich die Fähigkeit haben, mittels einer Schnittstelle intelligent gesteuert werden zu können. Ziel ist es, möglichst „intelligente“ Ladeinfrastruktur zu fördern, die auch zukünftig die Möglichkeit bietet, eine Steuerung zuzulassen. Dies geschieht natürlich nur, wenn Sie dies mit Ihrem Stromnetzbetreiber auch vereinbart haben. (Quelle) Besser? Mein Netzbetreiber (Avacon) legt zur Zeit gar keinen Wert auf die Fernsteuerung irgendwelcher Wallboxen mit Ladeleistungen ≤ 11kW, daher ist das für mich gar kein Problem. Auch generell nicht. Wir sind ja in Deutschland immer noch in den Anfangstagen der Elektromobilität. Ob da nun ein paar hunderttausend Wallboxen 11kW ziehen oder Peng. Das macht die Netzbetreiber noch nicht nervös. Spannend wird es erst, wenn in einigen Jahren dann doch mal die 2010 für 2020 avisierte„eine Million Elektroautos aus deutscher Produktion“ überschritten wird. Und sollte die Netzertüchtigung bis dahin mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten haben (Huch, so viele Elektroautos!), ist es ja doch irgendwie sinnvoll, die Netzauslastung steuern zu können. Die wenigsten werden davon überhaupt etwas bemerken. E-Auto abends eingesteckt, morgens voll. Ob das Laden nun zwischen 22 und 4 Uhr oder zwischen 0 und 6 Uhr erfolgt, ist doch egal – sofern ich mein Auto, wenn ich es brauche, geladen vorfinde. Ich denke, das kann funktionieren. Meiner bescheidenen Auffassung nach ist die KfW mit dieser Vorgabe einfach weitsichtig und vernünftig. Förderfähige Ladestationen So eine „intelligente Steuerung“ haben nicht alle Wallboxen, daher hat die KfW eine Liste förderfähiger Ladestationen veröffentlicht (etwas versteckt: Punkt „Was fördern wir?“ aufklappen, dort den Link „Zur Liste der geförderten Ladestationen“ anklicken; die Liste öffnet sich dann als Popup). Es ist sehr ratsam, sich peinlich an diese Liste zu halten, denn die installierte Wallbox muss mit ihrer exakten Bezeichnung darin enthalten sein, sonst gibt’s kein Geld. Meine Wahl: go-eCharger HOMEfix 11kW* Bei der Auswahl meiner Wallbox sind folgende Kriterien für mich ausschlaggebend: Ich brauche keinen technischen Schnickschnack. Ein interner Verbrauchszähler wäre gut. Die Wallbox muss so preiswert sein, dass ich mit den Kosten für den Anschluss möglichst gerade so über die 900,- € Förderung komme. Verrückterweise sind ja 900,- € der Mindestbetrag, den man insgesamt ausgeben muss, um überhaupt in den Genuss der Förderung zu kommen. Im Normalfall wird man mit den erforderlichen Elektrikerdienstleistungen (inkl. Leitung legen, Hausanschluss erweitern, Fi-Schutzschalter etc.) auch problemlos darüber liegen. Bei mir allerdings liegt die Leitung schon und abgesichert ist sie auch, von daher bewegen sich die Kosten für den Elektriker in einem eher niedrigen Bereich. Ich recherchiere ein wenig und entscheide mich am Ende für den go-eCharger HOMEfix 11kW*: go-eCharger HOMEfix 11kW*Die Nachfrage ist verständlicherweise hoch, die Lieferzeit beträgt knapp 6 Wochen. Aber es drängt ja nichts. Ich sitze im Homeoffice und bewege die ZOE einmal die Woche zum Einkaufen, hin und zurück 6km. Eine Akkuladung reicht gefühlt ewig, laden muss ich daher zur Zeit eher selten. Wetterschutz, Sichtschutz Die go-e ist zwar für den Außeneinsatz geeignet, ich mag sie aber ungern einfach so an Stelle der CEE-Dose frei unter unseren Briefkasten montieren. Erstens kann etwas Wetterschutz nicht schaden und zweitens wurden hier schon Fahrräder direkt vor der Haustür entwendet, da könnte dieses kleine schmucke Teil schnell Begehrlichkeiten wecken, wenn es da einfach so sichtbar hängt. Schnippschnapp, weg ist die Wallbox, wäre doch schade drum. Also besorge ich mir einen Schaltschrank*, in die die go-e nebst Klemmkasten gut hineinpasst: Schaltschrank*Ich wähle die Größe so, dass die CEE-Dose da auch noch Platz hat – so könnte ich mir die Option auf eine 22kW-Ladung bei Bedarf (mit meiner mobilen Ladebox) offenhalten. Aber als der Schaltschrank dann kommt und ich probeweise den Klemmkasten, den go-eCharger und die CEE-Dose hineinlege, stelle ich fest, dass dann kein Platz mehr ist, um den relativ langen CEE-Stecker in die Dose zu bekommen. Daran hatte ich nicht gedacht. Sei’s drum. Ein noch großerer Kasten wäre zu klobig. Also bleibt es bei der go-e mit ihren max. 11kW. vor der EndmontageUnd so sieht es aus, als alles fertig montiert und angeschlossen ist: Die Zuleitung zur go-e haben wir so lang gelassen, damit wir sie ggf. nochmal woanders installieren können. Stört ja im Schaltschrank niemanden. Update, fertig, los! Vor der ersten Ladung bringe ich den go-eCharger noch kurz per WLAN ins Internet und aktualisiere die Firmware. Danach kappe ich diese Verbindung wieder, sicher ist sicher. Ich habe auch gar keinen Anwendungsfall, um aus der Ferne per App nachzuschauen, was die Wallbox gerade macht. Denn wenn sie gerade was macht, bin ich ja vor Ort und kann ggf. ihren lokalen Hotspot nutzen, um z. B. die Verbrauchsdaten auszulesen oder die LED-Farben zu variieren, wenn mir danach ist. Wenn ich nicht lade, schalte ich sowieso die Leitung zur Wallbox ab, Standby-Verbrauch, kennste kennste. Ja, ich weiß: Im Vergleich zum Verbrauch eines E-Autos sind das Nanopeanuts, aber ich kann nicht anders, es geht mir einfach gegen den Strich, Energie sinnlos zu verbraten, wie wenig auch immer. Eine erste Ladung (siehe Titelbild oben) verläuft ebenso unspektakulär wie erwartbar erfolgreich. Das war übrigens vor 3 Wochen, und seither habe ich noch nicht wieder laden müssen. Dieses Jahr werde ich die erlaubten Kilometer erheblich unterschreiten… (Das wirft die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Privatverkehrsmittels auf, das praktisch nur herumsteht, während ich monatlich Akkumiete und Leasingrate zahle. Mal sehen, wie sich das weiter in mir entwickelt.) Amtliches Bei der KfW reiche ich online alle Rechnungen ein (Wallbox, Schaltschrank, Montagematerial, Elektriker) und harre nun der endgültigen Bestätigung und Auszahlung. Das kann noch ein paar Wochen dauern, ich werde dann hier einen Nachtrag posten. Die Wallbox muss außerdem beim Netzbetreiber angemeldet werden. Das kann hier bei Avacon nur der Elektriker über ein entsprechendes Formular, das in einem speziellen Serviceportal hochgeladen werden muss. Es reicht eine einfache Anmeldung. (Eine Genehmigung ist nicht erforderlich, diese braucht man erst bei Wallboxen mit Ladeleistungen von mehr als 11kW.) Avacon will noch eine CE-Konformitätserklärung sehen, kann man sich beim Hersteller als PDF herunterladen. Und Zack! Fertig! Wallbox! *) Dieser Link ist ein Werbelink. Ich erhalte eine Provision für alle über diesen Link abgeschlossenen Käufe und Verträge. The post Wallbox von der KfW appeared first on Elektroauto Renault ZOE - Elektromobilität im Alltag. Originalartikel anzeigen
Stephan
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