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Elektroauto ZOE

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Stephan

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ZOE Lackschaden

Die Rückgabe meiner ZOE naht und ich muss noch einen Lackschaden an der Heckschürze ausbessern lassen.

Wie der Lackschaden entstand

Es ist August 2020. Wir sind wie immer im Urlaub im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol. Am Morgen nach einem anstrengenden Wandertag stehe ich noch sehr müde unter der Dusche, als es an der Tür unserer Ferienwohnung klingelt.

Meine Liebste geht öffnen. Es ist ein LKW-Fahrer, der offenbar gerade unsere vor dem Haus stehende ZOE beim Rangieren touchiert hat.

Ich trockne mich grob ab, werfe ein paar Klamotten über und gehe mir den Schaden anschauen. Der LKW ist mit einem Vorderrad rechts hinten an der Heckschürze der ZOE entlanggeschrammt.

Für mich sieht es so aus, als ob da nur ein bisschen Reifenschmutz an der Schürze klebt, der sich schon irgendwie abwischen lassen wird. Ich bin noch nicht ganz wach und habe meine Brille nicht auf. In diesem Zustand übernimmt meine angeborene Gutmütigkeit das Kontrollzentrum, der LKW-Fahrer tut mir leid (ich bin selbst mal eine Zeit lang LKW gefahren in meiner Jugend und weiß, wie stressig das ist) und ich will auch erstmal in Ruhe frühstücken.

Also klopfe ich ihm verbal auf die Schulter, murmele was von „passt scho“ und verzichte auf jegliche weitere Interaktion mit dem Verursacher dieses vermeintlichen Bagatellschadens. Auch das Nummernschild des LKW merke ich mir natürlich nicht.

Leute, nicht nachmachen!

Als ich später – der LKW-Fahrer ist längst sonstwo – wieder normal denken kann, fällt mir ein, dass die ZOE ja geleast ist und ich mir die Stelle besser nochmal genau ansehen sollte. Ich greife mir meine Brille und einen Schwamm und gehe gucken.

Das meiste ist tatsächlich nur Schmutz, aber an zwei Stellen genau an der „Kante“ der Heckschürze hat der LKW-Reifen den Lack komplett abgetragen. Ihr seht es oben auf dem Bild.

Oops.

Versicherung?

Wieder zu Hause, rufe ich meinen Versicherungsmenschen an. Ich habe eine Vollkasko mit 300,- € Selbstbeteiligung, aber er meint, ich solle den Schaden lieber auf eigene Kosten ausbessern lassen. Es wäre am Ende teurer für mich, wenn ich das als Versicherungsschaden geltend mache, weil die Versicherungsprämie steigen würde. Und 300,- € müsste ich sowieso berappen.

Ich warte erstmal noch, es eilt ja nicht, und die Optik ist mir egal.

Nachdem in den darauffolgenden zweieinhalb Jahren aber niemand so nett ist und die ZOE ein weiteres Mal am Heck beschädigt, muss ich nun wohl oder übel den Schaden auf eigene Kosten reparieren lassen.

Lackdoktor I

An einem Bahnübergang, an dem ich oft halten muss, ist an einem Zaun ein Werbeplakat für einen Lackierbetrieb in der Nähe aufgehängt, und weil die so einen lustigen Namen haben und mit „Smart repair“ werben, fahre ich da mal hin.

Der Chef guckt sich alles an, runzelt schwer die Stirn, murmelt was von „muss ich ausbauen und komplett neu lackieren“ und stellt Kosten von 900€ in Aussicht. Hallo Meister, das ist hier kein Versicherungsschaden, ich muss das selbst bezahlen. Er schickt mir ein Angebot zu, in dem immer noch 900€ stehen.

Wenn ich jetzt an dem Bahnübergang stehe, finde ich den Namen auf dem Werbeplakat nicht mehr ganz so lustig.

Lackdoktor II

Der nächste Lackierer ist sehr viel geschickter.

Als ich das erste Mal im Dezember 2022 bei ihm vorstellig werde, drücke ich gleich mächtig auf die Tränendrüsen von wegen muss ich selbst bezahlen und was sollen meine Kinder bloß essen und so weiter. Er guckt sich den Schaden an und meint, er müsse die ganze rechte Seite der Heckschürze neu lackieren, für eine Spot-Reparatur sei der Schaden zu groß. Von Ausbau sagt er nichts und ruft 300€ auf. Netto.

Das klingt doch sehr gut. Ich soll mich im neuen Jahr nochmal melden, um einen Termin auszumachen.

Die Wochen gehen ins Land und ich habe die Hoffnung auf einen weiteren leichten, fremdverschuldeten Heckschaden immer noch nicht ganz aufgegeben. Anfang März 2023 bekomme ich aber überraschend doch schon meinen ursprünglich erst für den 20.7. avisierten MG4 Electric und kann nun die ZOE wieder abgeben. Jetzt sollte es zügig was werden mit der Lackreparatur.

Ich fahre wieder zum Lackdoktor II. Er erinnert sich und sagt: „Die Heizkosten für die Lackierhalle sind gestiegen, ich muss jetzt 350€ nehmen.“ Ich sage: „OK“. Lackdoktor I hätte wahrscheinlich jetzt die Tausendermarke gerissen.

Weil jemand einen geplanten Termin abgesagt hat, kann ich die ZOE bereits zwei Tage später hinbringen. Ich soll sie dann schon am darauffolgenden Tag wieder abholen können. Super.

Am darauffolgenden Tag meldet sich erstmal niemand bei mir. Ich rufe am späten Nachmittag selbst an und erkundige mich. „Jaaa, also, wir mussten die Heckschürze doch ausbauen und ganz lackieren, aber keine Angst, es wird nicht viel teurer. Sie können ihr Auto morgen abholen.“

Beim Abrechnen sagt der Lackdoktor II: „Also es sind jetzt 400“, er blickt mich für den Bruchteil einer Sekunde an, „420 Euro, plus Steuer“.

Macht brutto 499,80€.

Aber sie haben wirklich gut gearbeitet, der Schaden ist nicht mehr zu sehen und die Farbe stimmt auch:

ZOE nach Lackreparatur

Fazit

Wieder was gelernt. Never ever irgendeinen fremdverschuldeten Schaden, und sei es nur Spucke auf der Windschutzscheibe, an einem Leasingfahrzeug einfach so abwinken. Niemals ohne Brille aus dem Haus gehen, auch nicht aus dem Ferienhaus. Nichts auf Werbeversprechen von Lackdoktoren mit lustigen Namen auf Werbeplakaten an Bahnübergängen geben.

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