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Optimal Laden - aber wie ?!

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Geschrieben

Hallo zusammen,

 

ich mache mir z.Zt. etwas Gedanken um die optimale Ladetechnik für meine LION-Akkus; diese haben inzwischen 5 Jahre und gut 50tkm runter und man merkt so langsam eine Alterung (verstärkte Selbstentladung, mäßiges Nachlassen der Kapazität). Ich möchte natürlich die guten Stücke, die mir schon so viel Freude bereitet (und so viele Euros gekostet) haben, doch auch noch möglichst lange genießen:

 

Bisher ist meine Devise, wenn ich abends mit ziemlich leeren Akus (330-340V) heimkomme: Stehen lassen und am nächsten Morgen vollladen, die größte Kapazität scheinen mir die Akkus zu haben, wenn man möglichst kurz nach dem signalisierten "Ladeende" losfährt. Dagegen meine ich, dass es weniger effektiv ist, das TWIKE gleich abends beim Heimkommen anzuklemmen und dann über die ganze Nacht laden zu lassen - dann hat es morgens nach dem x-Stunden langen Laden meist nicht mehr die 390V, sondern ist schon wieder abgesackt, das scheint mir die Batterien auch so etwas zu quälen.

 

Ich frage mich jetzt , ob es nicht besser wäre, abends erst mal wenigstens eine Teilladung vorzunehmen, vielleicht auf 360V, die Ladung dann zu unterbrechen und am Morgen dann nur noch den Rest bis zum Ladeende aufzuladen; das, um zu vermeiden, dass die Akkus längere Zeit mit niedrigem Ladezustand herumstehen.

 

Was meint ihr dazu, wie haltet ihr das, was habt ihr da für Erkenntnisse und Erfahrungen ?

 

Sonnige Grüße von Bodo TW783

Geschrieben

Hallo Stromer Bodo,

 

in der Tat mag das TWIKE eine Spannung um die 360V.

In der Ergänzung zum TWIKE Handbuch ist das Thema Laden sehr gut beschrieben. Diese Ergänzung wird eigentlich bei TWIKE Kauf mit ausgegeben.

Sollte diese nicht vorlieben, einfach eine kurze Mail an [email protected] schreiben.

 

Grüße

Silvia

  • 1 Monat später...
Geschrieben
  • Autor

Wow, wie die Foristen sich hier ihre Erfahrungen um die Ohren hauen, beeindruckend !

 

Der Tipp von Salledu war ja schon mal gut und die daraufhin bei FINE geholte Datei auch durchaus lehrreich - aber unter TWIKErn mag man  das nicht so, sich über die Akkus zu unterhalten ? 

Tabuthema oder was ? 

Seltsam.... 

 

... wundert sich BodoTW783

Geschrieben

Hallo Bodo,

 

Ich fahre zwar kein Twike mehr, aber kann trotzdem noch aus dieser Erfahrungszeit etwas dazu sagen. Diese Handhabung ist wohl auch passend für die meisten anderen E-Fahrzeuge mit Li-Ion Technik.

 

Ich denke wichtig ist u.a auch der Zeitfaktor, d.h. wie lange ein Fahrzeug vollgeladen oder leer umhersteht. Ich habe jeweils als optimalen Mittelwert bei längeren Standzeiten 350V angestrebt. 1-2 Tage ist wohl auch eine Spannung von z.B. 335V oder 380V kein Problem. Und kurzzeitig (ca. ein paar Stunden) sind wohl auch 320 oder 400V kein Problem.

 

Lange Standzeiten vollgeladen oder fast leer dürften sich auf die Dauer jedoch schon etwas auf die Alterung auswirken.

 

Deine Idee zuerst mal auf 360V zu laden und erst zum Schluss auf 390V ist sicher sehr schonend. Mit einer Zeitschaltuhr auch kein Problem. Ich habe jeweils mit Zeitschaltuhr vor der Abfahrt am Morgen auf 385V geladen. Zuhause am Abend angekommen waren es dann in der Regel ca. 340-350V.

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  • 2 Monate später...
Geschrieben

Hallo Bodo,

 

mein TW900 und die 5x4,8 LiON-Akkus werden demnächst 9 Jahre alt und sind dabei deutlich im 6-stelligen-km-Bereich. Unter 340V habe ich das TWIKE nur ausnahmsweise mal stehen lassen. Stattdessen entweder dann kurz nachgeladen oder vor der Abfahrt schon höher als 390V aufgeladen, damit der Endstand möglichst über 340V bleibt. Statt einem notwendigen Hub von 330V auf 390V also lieber von 340V auf 395V. 5V morgens mehr ergeben abends dann durchaus 10V mehr Restspannung. Mehr als 395V vermeide ich, auch weil mir die dann anfangs reduzierte Reku nicht  gefällt. Das Laden per Zeitschaltuhr über 390V erfordert leider das manuelle Drücken des Jogs irgendwann während des Ladevorgangs. Ist zu dem Zeitpunkt die Normalladung schon abgeschlossen, dann muss man eben doch mit 390V losfahren (und mit geringerer Spannung ankommen) oder bei Reichweitenangst einmal aus- und einstecken um doch noch mit Jog höher zu laden. Hier ist meine Erfahrung / mein Tipp: Langsames Laden ist zwar hinsichtlich des Energieverbrauchs ineffizienter, erhöht aber spürbar die Reichweite. Insbesondere im Winter lade ich daher nicht mit Zeitschaltuhr sondern manuell eher erst spät am Abend nur mit 4A die ganze Nacht durch auf 395V auf. Dadurch spare ich mir den morgendlichen Gang zum Twike für die Jog-Taste und die Reichweite ist besser. Im Winter also erwünscht für höhere Motor-/Akku-Temperaturen ist im Sommer bei hohen Temperaturen umgekehrt das langsame Laden eher schlecht für die Motor- und Akku-Temperatur. Bei großen Tagestouren im Sommer schließe ich das Laden also lieber deutlich vor der Abfahrtszeit ab, damit sich Akku und Motor wieder abkühlen können.

 

Generell spüre ich das Nachlassen des Akkus im Sommer bisher kaum, je kälter es ist, desto spürbarer wird es. Der doppelt so große Smart-Akku meiner Frau ist nun 5 Jahre bei rund 50.000 km. Auch da ist noch überhaupt keine Einbuße zu spüren, obwohl der Smart regelmäßig immer ganz voll geladen, aber umgekehrt ganz selten mal unter 20% entladen wird.

 

Gruß

German

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