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Die besten Ausreden kein Elektroauto zu kaufen

Featured Replies

Geschrieben

Wer kennt sie nicht, die Ausreden eben doch kein Elektroauto zu kaufen. Als Elektro-Fahrer:in bekommt man ja so einiges zu diesem Thema mit.

Nicht immer sind es jedoch Ausreden, sondern die Gründe haben auch eine Berechtigung. Die billigen Ausreden von berechtigen Gründen zu trennen ist manchmal gar nicht so einfach. Trotzdem, hier mal ein Versuch "die besten Ausreden doch kein EV zu kaufen.

Bitte steuert eure "Ausreden" ebenfalls bei. Wir machen dann eine "Best-of" Liste. 

- Elektroautos sind in der Ökobilanz schlechter als ein Verbrenner. Ich bleibe beim Diesel.
- Batterien von EVs sind nach 4 Jahren Schrott und müssen für teures Geld ersetzt werden.
- Die Reichweite eines Elektroautos ist zu gering!
- Elektroautos ist etwas für Sandalen-Träger und Öko-Fundis. Nein danke!
- Elektroautos sehen irgenwie immer schlecht aus. Das wird so nix.
- Das ist doch alles nur Greenwashing!
- Ich steige erst um wenn das Ladekarten-Chaos nicht mehr existiert! Tanken muss so einfach wie beim Verbrenner sein.
- Ohne richtigen Motorensound ist das leider nichts für mich.
- Elektroautos sind zu teuer!
- Ich würde ja gerne etwas für die Umwelt tun, aber dann fahreic doch kein Elektroauto!
- Elektroautos sind zuwenig sicher (Brandgefahr!)
- Im Winter muss ich Angst um meine Reichweite haben. Das ist mir noch zuwenig ausgereift. 
- Die Entwicklung ist im Moment sehr rasant. Ich warte noch zu.
 

Und jetzt seid ihr dran :)

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Geschrieben
  • Autor

Heute gerade zwei neue “Ausreden” gehört. Oft sind solche Meinungen auch basierend auf Fehlinformationen, Unwissenheit oder mangelnder Erfahrung.

- E-Autos sind keine gute Sache im Winter. Die Reichweite sinkt sehr stark und bei vielen Staus muss man Angst haben noch ans Ziel zu kommen! 

- Es gibt am Tankstellen noch keine Ladesäulen…

 

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Geschrieben

Ich bin da etwas vorsichtig mit dem Begriff Ausrede.

Eine Ausrede ist ja ein Vorwand, um etwas, dass man aus anderen Gründen nicht möchte, nicht tun zu müssen. Wenn diese Einschätzung auf einem Irrtum beruht ist es schon keine Ausrede mehr.

Ich glaube schon, dass viele Menschen sich die Elektromobilität noch sehr kompliziert und teuer vorstellen und da haben sie keine Lust drauf. Dabei frage ich, wie sich das Bild ändern würde wenn diese Menschen in der Breite gut informiert über die aktuellen Möglichkeiten wären. Die Masse der Bevölkerung bekommt den aktuellen Stand ja erst Jahre später mit. Und es beschäftigen sich auch nicht ständig alle mit Autos, viele tun das allerhöchstens wenn mal ein Wechsel des alten Fahrzeuges ansteht.

Wo Ausrede vielleicht passt ist wenn Leute einfach zu träge sind, sich mit etwas Neuem zu beschäftigen, obwohl sie eigentlich wissen dass das für sie auch ganz gut passen würde.

Da habe ich das Gefühl, dass die schlechte Ladeinfrastruktur oft vorgeschoben wird als Grund. Oder sagen wir so, ich fahre seit 2015 Elektroauto und sehe, wie viel da in den letzten Jahren bei der Infrastruktur passiert ist und wie viel mittlerweile geht. Trotzdem muss man natürlich sagen, dass es oft noch regional deutliche Lücken gibt und eins zu eins Ersatz des Verbrenners gerade bei langen Strecken noch nicht reell ist. Aber wenn man etwas Geld in die Hand nimmt funktioniert selbst das inzwischen vertretbar.

An diesem wenn hängt eben noch viel, wenn man sich z.B die 1000 km Tests von Björn Nyland anschaut, sieht man dass ein Model 3 für 1000km nicht viel länger als ein x-beliebiger Verbrenner braucht. Und es gibt auch nicht so teure Elektroautos. Nur sind das eben nicht dieselben. Das ist beim Verbrenner echt anders, da waren Langstrecken auch mit meinem 3.000 DM Fiat Uno überhaupt kein Problem, 1.300km Marseille - Bremen bin ich so durchgerutscht.

Da wird denke ich auch längerfristig ein Unterschied bleiben zwischen Elektroautos und Verbrennern. Wobei unser e-C4 1000 km Test 11 Stunden 15 gebraucht hat, also zwei Stunden und 15 Minuten länger als der Referenzverbrenner und da würde meinen, dass das okay ist, wenn man alle zwei Jahre mal so eine Strecke fährt. So lange Strecken versuche ich auch mit dem Verbrenner auf zwei Tage zu verteilen und rechne damit 100 km/h Durchschnitt inklusive Pausen und dann ist das vom Elektroauto nicht mehr so weit weg.

Der e-C4 hat die Technik vom Opel Corsa, also das ist dann ja schon eher Einstieg, auch wenn man fairerweise sagen muss, dass es einen Dacia Sandero Verbrenner mit ohne alles natürlich viel günstiger gibt.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Unser Autohändler in Wil hat bei meiner Nachfrage auch einige dieser typischen Floskeln aufgezählt. Er sagte aber auch, dass die Ladeinfrastruktur zwar stetig wachse, aber eben noch lange nicht so flächendeckend ist, wie normale Tankstellen.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Jeepman:

Er sagte aber auch, dass die Ladeinfrastruktur zwar stetig wachse, aber eben noch lange nicht so flächendeckend ist, wie normale Tankstellen.

Da muss man halt auch zugestehen, dass das ja stimmt.

Auf der anderen Seite kann man aber auch erwähnen, dass damit ja schon viel geht. Das muss man dann aber auch wissen und da scheitert es denke ich auch noch an vielen Stellen.

Geschrieben
  • Autor
Am 13.9.2022 um 13:48 schrieb Karlsson:

Eine Ausrede ist ja ein Vorwand, um etwas, dass man aus anderen Gründen nicht möchte, nicht tun zu müssen. Wenn diese Einschätzung auf einem Irrtum beruht ist es schon keine Ausrede mehr.

Ich glaube schon, dass viele Menschen sich die Elektromobilität noch sehr kompliziert und teuer vorstellen und da haben sie keine Lust drauf. Dabei frage ich, wie sich das Bild ändern würde wenn diese Menschen in der Breite gut informiert über die aktuellen Möglichkeiten wären. Die Masse der Bevölkerung bekommt den aktuellen Stand ja erst Jahre später mit. Und es beschäftigen sich auch nicht ständig alle mit Autos, viele tun das allerhöchstens wenn mal ein Wechsel des alten Fahrzeuges ansteht.

Vielen Dank für die Präzisierung betreffend "Ausrede". Das ist auch meine Erfahrung, oftmals sind die Ausagen auch basierend auf Unwissenheit oder einem Irrtum.

Der zweite Punkt deckt sich ebenfalls mit meinen Erfahrungen. Nicht alle interessieren sich für Fahrzeugtechnik, oder zumindest nicht regelmässig. 
Ich denke die gross angelegeten Werbekampagnen der Hersteller sind gut um das Thema regelmässig unter die Leute zu bringen. Allerdings fehlt es dabei aber oft an der nötigen Tiefe. Und wenn der Kunde dann beim Händler steht, wird da je nach Händler erzählt was der Kunde eben hören möchte...

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  • 1 Monat später...
Geschrieben
Am 24.9.2022 um 22:00 schrieb Karsten Viereck:

Außerdem vergisst er, dass man zu Hause laden kann. Zuhause Super tanken geht halt nicht😉

Nee, zu Hause laden wird nix, mein Vermieter z.B gibt keine Einwilligung zur Errichtung einer Wallbox, auch nicht wenn er nix daran zahlen müsste. Schon klar, dass diese 'Ausrede' in der Aufstellung fehlt. E-Mobilität ist nur was für Privilegierte Grundbesitzer, Mieter müssen Verbrenner fahren, oder zu Fuss gehen, wenn Sie dann verboten sind.

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb schaererdan:

E-Mobilität ist nur was für Privilegierte Grundbesitzer, Mieter müssen Verbrenner fahren,

Mein damaliger Vermieter hatte zugestimmt, dass ich aus meinem Keller eine Leitung zum Parkplatz legen darf, um da mein Auto zu laden.

Du hast insofern recht, dass es oft nicht geht, aber manchmal eben doch. Und die bestehenden Verbrenner werden auch nicht verboten und es werden in den nächsten Jahren noch etliche verkauft werden, die auch noch lange auf den Straßen unterwegs sein werden.

Allerdings glaube ich nicht, dass das im Jahr 2035, wenn der Verkauf der Verbrenner dann ausläuft, echt noch ein Problem sein wird. Bis dahin ist die Infrastruktur soweit und die Reichweiten der Autos so hoch, dass das auch für Mieter ohne eigene Lademöglichkeit kein Problem mehr darstellt.

Geschrieben
  • Autor

Aktuell gibt es noch Hürden für einige EV Fahrer in Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen mit Gemeinschaftsgaragen. Oftmals ist eine Installation von Wallboxen aber auch heute schon möglich. Klar, es braucht je nach Fall etwas Ausdauer...

Das wird sich aber die kommenden Jahre stetig zum Besseren wenden. Ich denke auch, dass es in 10 Jahren kaum mehr ein Thema sein wird. Der Boom für Wallbox-Installateure kommt also erst noch. Ich stelle auch eine stetige Abnahme der Hürden fest und damit auch von "Ausreden", wenn man sie denn überhaupt so nennen möchte. 

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Geschrieben

Leere Worte, seit 2017, also seit mehr als fünf Jahren, versuche ich erfolglos von meinem Vermieter die Zustimmung zur Installation einer Wallbox zu erhalten. Es bleibt nur der Umzug und  nur um auf  E-Mobilität umzustellen ist mir der Aufwand zu gross. Es bleibt dabei, E-Autos sind etwas für Privilegierte, die wohnen können wo sie wollen.

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb schaererdan:

Es bleibt dabei, E-Autos sind etwas für Privilegierte, die wohnen können wo sie wollen.

Auch wenn das in deinem Fall sehr ärgerlich ist solltest du nicht so pauschalisieren. So verkürzt ist die Aussage nun einfach einmal Unsinn.

Ich war ganz normaler Mieter und es ging. Das war auch kein Premiumobjekt sondern eine 64 Quadratmeter drei Zimmer Wohnung in Hannover von 1962. Vermieter war eine Genossenschaft, die auch selber Elektroautos fährt.

Von wohnen können wo man will kann da überhaupt gar keine Rede gewesen sein. Das klingt jetzt mehr nach eigener Yacht mit Helikopter.

Es reicht ein williger Vermieter in Verbindung mit einem Stellplatz zu dem sich ohne zu hohen Aufwand Strom legen lässt. Hat ja keiner behauptet, dass das immer der Fall ist, aber dass man grundsätzlich reicher Eigenheimbesitzer sein muss, ist einfach falsch. Zumal ich ein Eigenheim auch nicht mit reich gleichsetzen würde. Nicht jede Immobilie ist ein Schloss am Starnberger See und oft gehört das Objekte auch mehr oder weniger der Bank.

Wenn man zuverlässig beim Arbeitgeber laden kann und keinen zu weiten Weg hat, passt es ebenso.

Selbst wenn beides nicht der Fall ist, könnte man sich immer noch mit öffentlichen Lademöglichkeiten durchschlagen. Das hängt dann allerdings sehr davon ab, was man für ein Auto hat und wie viel man fährt. Mit dem Tesla brauchte ich auch mit 50km am Arbeitstag in der Firma nicht allzu oft laden.

Wobei ich zugeben muss, dass mich das auch massiv bremsen würde, aber völlig ausschließen würde ich es auch nicht.

2015 hatte ich schon mal Monate nur öffentlich geladen, ging auch. Jetzt mit Kleinkind hätte ich zugegeben dazu nicht allzu große Lust.

Ich denke aber, dass in einigen Jahren Lademöglichkeiten beim Supermarkt Standard sein werden und man das dann auch als Laternenparker nebenbei erledigen kann während man die alltäglichen Besorgungen macht. Ginge bei mir im Ort inzwischen sogar, ich meine da wurden im Innenstadbereich DC Lader aufgestellt. Wären dann eben 200m zum Supermarkt.

An der bisherigen 50m weiten Säule wöre es mit AC 11kW zu langsam, so lange kaufe ich nicht ein. 50kW würden reichen.

bearbeitet von Karlsson

Geschrieben
  • Autor

@schaererdan Warum ist dein Vermieter mit der Installation nicht einverstanden? Sind es technische Hürden, Sicherheitsbedenken, persönliche Meinungen, Bedenken wegen andern Mietern? Oder eben einfach nur eine Ausrede? 😉

Wenn die Ursache bekannt ist, können wir dich vielleicht mit guten Argumenten weiterhelfen. 

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Geschrieben

Es handelt sich um eine Finanzgesellschaft. Sie ist grundsätzlich gegen Installationen von Mietern in Ihren Liegenschaften. Selber will Sie keine Auslagen für Elektromobilität tätigen, da vor kurzem die Heizung (Gas!!!) saniert wurde. So ist das.

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