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e.GO Life - Reifenverschleiß

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Geschrieben

Hallo,

zu den diversen Problemen mit unserem e.GO Life kommt jetzt auch noch extemer Reifenverschleiß.

Nach 4800 km sind die Hinterreifen einseitig abgefahren. Das Fahrzeug wurde im Stadtrandgebiet ohne exteme belastung  bewegt.
Der e.GO Service sagt, dass das normaler Verschleiß sei. Der Auffassung ist weder ich noch mein Service Partner.

Kennt noch jemand das Problem?

Grüße,
Wilfried

Geschrieben

Hallo @wwd
ich bin meinem e.GO bereits ca. 6000 km gefahren. Ich kann bisher keinen erhöhten Reifenverschleiss, im Vergleich zu meinen anderen gefahrenen Autos (Verbrenner), feststellen. Einseitig abgefahrene Hinterreifen spricht in der Tat für ein Problem in der Fahrwerksgeometrie. Da bleibt nur eine Frage offen, wie es dazu gekommen ist. Existierte die Spurvestellung bereits ab Werk oder ist sie zum Beispiel durch unvorsichtiges Überfahren von zu hohen Bordsteinen mit einer unangemessenen Geschwindigkeit geschehen. Ich bin kein Produktionsfachmann, daher weiss ich nicht, ob es ab Werk überhaupt möglich ist, eine falsch eingestellte Fahrwerksgeometrie auszuliefern. Eine blöde Situation, einen Nachweis, dass dieses Problem bereits ab Werk bestand, kann man schlecht erbringen. Ich hoffe die e.GO Mobile AG zeigt sich in deinem Fall kulant.

Geschrieben

Hallo @wwd
ich habe mich erkundigt. Ja es ist möglich, dass die Fahrwerksgeometrie falsch ausgeliefert werden kann. Ein Tipp von diesem Fachmann. Die Spur sollte nachgemessen und eingestellt werden. Gleichzeiten sollten eventuelle Schäden an den Hinterreifen oder den Felgen dokumentiert werden. Sind am Reifen oder an den Felgen überhaupt keine Beschädigungen zu sehen, dann ist die Fahrwerksgeometrie höchstwahrscheinlich, nicht durch deine Fahrweise verstellt worden.
Dazu müsstest du bei der Spureinstellung in Vorleistung und ggf. den Klageweg gehen. Solch große Spurverstellungen, gehen fast immer einher mit Beschädigungen am Reifen oder Felge. Versuchten es aber erst einmal auf den Kulanzweg des Herstellers.

 

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Hallo @RealData,

danke für die Hinweise. Reifen und Felgen sind nicht beschädigt, auch ist keine extreme Belastung (Bordstein, etc.) passiert.

Ich habe jetzt einen Anwalt eingeschaltet.
Auch von einem Startup wie e.GO erwarte ich einen verantwortlichen und rechtschaffen Umgang mit seinen Kunden.
Das ist leider nicht der Fall.

  • 7 Monate später...
Geschrieben

Hallo e.Go-Freunde,

ich muss mich leider korrigieren bezüglich

  1. Reifenverschleiß
  2. Spur

Meine Reifen von der Hinterachse sind nach nur 10000 km an der Verschleißgrenze. Außerdem habe ich einen einseitig nach außen abgefahrenen Hinterreifen. Ich habe bei Next.e.GO Mobile SE angefragt, wie nach nur 10000 km die Reifen an der Antriebsachse bereits bis zur Verschleißgrenze runtergefahren sind. Ich persönlich halte mich für keinen Fahrer der schnell beschleunigt oder dauern stark bremst. Warum, weil bei meinen bisher gefahrenen Autos die Reifen immer wesentlich länger gehalten haben.

Die Antwort von e.GO war ernüchternd und beinhaltet aber auch eine Wahrheit. Bei einem E-Auto verschleißen die Reifen schneller, weil das Drehmoment von der ersten Sekunde am Reifen anliegt. Ein zweiter Verschleißfaktor ist die Rekuperation. Warum ist die Rekuperation schlechter als Bremsen, weil beim Bremsen die Bewegungsenergie über 4 Reifen abgebaut wird und bei der Rekuperation nur über die Antriebsräder. Alles in allem, ist es leider wahr. Eine Frage bleibt offen, ob die verbauten, für mich unbekannte Reifenmarke, hinsichtlich der Laufleistung zum hohen Verschleiß beigetragen haben. Ich werde es irgendwann berichten können, denn ich habe jetzt neue (Ganzjahresreifen) aufziehen lassen.

Was aber viel schlimmer ist als der hohe Reifenverschleiß, ist die Tatsache, dass meine hintere Spur außerhalb des vom Hersteller angegebenen Toleranzbereichs (gemessen) ist. Die Spur lässt sich an der Hinterachse des e.GOs nicht einstellen. An der Vorderachse ist dies möglich. Uiii… was für ein Faul! Eine Antwort von Next.e.GO Mobile, warum das so ist, steht noch aus.

Umso mehr solltet Ihr jetzt darauf achten, dass ihr durch unachtsames fahren nicht eure hintere Spur verstellt.

Geschrieben

Vielen Dank für diese Erklärungen und Beobachtungen. Ich kann leider nicht aus eigener e.GO-Erfahrung sprechen da ich momentan einen anderen Untersatz fahre. 

Ich habe mal das Internet gefragt, was denn eigentlich zu einer Spurverstellung führt. Habe folgendes gefunden:

  • Altersbedingte Verstellung
  • Fehler bei einer Reparatur
  • Schäden am Fahrwerk
  • Schäden an der Karosserie

Eine der häufigsten Gründe für eine Spurverstellung soll aber der "Bordsteinrempler" sein, so die Quelle. In der Regel kann man dies durch eine Neueinstellung beheben. Ist dies nicht möglich, so ist das natürlich nicht nicht ideal. Vielleicht ermöglicht eine technische Anpassung der Achse zukünftig die Einstellung trotzdem noch? Es wäre zu hoffen. 

Bei einem Fahrzeug wie dem Life ist ein Ganzjahresreifen meines Erachtens eine gute Sache. Es sei denn, bei hohen jährlichen Kilometerleistungen oder bei regelmäßig strengen winterlichen Bedingungen. 

Bei meiner ZOE die ich mal hatte erreichte ich mit 8-facher Bereifung insgesamt über 60'000km, resp. 30'000km pro Reifensatz. Gehöre allerdings auch zu den Fahrern die eher moderat bremsen/beschleunigen.

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  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Hallo e.Go-Freunde,

eine weiter Information zum Thema Spur einstellen beim e.GO Life First Edition. Der e.GO besitzt hinten eine De-Dion-Starrachse. Die meisten Kleinwagen besitzen aus Kostengründen hinten eine Starrachse, aber nicht als De-Dion-Achse; die bessere Variante. Bei einer De-Dion-Hinterachse ohne gelenkte Räder entfallen Sturz- und Spurprobleme. Sie sind immer gleich. Wären die Räder gelenkt, müsste man nur die Spur eingestellt werden, aber nicht den Sturz.

Ergo, hat Next.e.GO Mobile SE recht, eine Vorrichtung zur Spureinstellung, ist bei einer De-Dion-Hinterachse nicht notwendig.

 

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