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Zwei/Drei-Klassengesellschaft bei der Ladeinfrastruktur?

Featured Replies

Geschrieben

Die aktuelle Situation bezüglich Ladeinfrastruktur wird immer unübersichtlicher. Gab es früher fast nur private Steckdosen und P&C Ladesäulen die man über das lemnet bequem ansteuern konnte, kamen in jüngerer Vergangenheit bedingt durch die Lancierung von neuen Elektrofahrzeugen weitere Ladesysteme hinzu. Von einer Vereinheitlichung der Systeme ist die Industrie relativ weit entfernt, u.a. auch weil die Normierung der Fahrzeugherstellung hinterher läuft.

 

So gibt es aktuell verschiedene Klassen was die Ladeleistung betrifft:

 

Einphasiges Laden (viele P&C Säulen)

Dreiphasiges Laden / Laden mit Gleichstrom

Tesla Supercharger

 

Aktuell scheinen sich die drei Klassen eher als einzelne Netzwerke zu etablieren. Aber vielleicht ist es auch nicht nötig, dass an der ein- und derselben Steckdose ein mini-el und ein Tesla aufgeladen werden können?

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  • 1 Monat später...
Geschrieben

Zur Zeit lade ich nur zu Hause, werde mir das in Zukunft mal Ansehen ob das auch was für mich ist.

 

Dann aber sollten es Schnellladesysteme mit dem Euro2 Stecker sein, der Rest sollte das Auto selber machen, wie DC/AC und Leistung optimiert laden.

 

Spätestens mit der nächsten Generation von Fahrzeugen werden das alle können.

i3 Fahrer

Geschrieben

Im Gegensatz zu DaniPe lade ich mehrheitlich auswärts. Als Park&Charge Teilnehmer möchte man ja schliesslich auch was vom Vignettenpreis haben :-)

Hier im Ort gibt es zentral gelegen eine Gratisladestation der Werkbetriebe. Bei meiner kürzlichen Fahrt nach Frankfurt habe ich vorwiegend an Park&Charge geladen. Die Stationen sind zuverlässig und Tag und Nacht ohne Anmeldung und RFID-Karte erreichbar.

Seit kurzem habe ich aber auch ein Typ2 Kabel, denn es gibt immer häufiger Standorte, die nur noch eine Typ2-Dose haben. Und hin und wieder findet man im LEMnet tolle private Orte, wie den rustikalen Gasthof mitten im Schwarzwald, wo ich auf der Rückfahrt aus Frankfurt übernachtet und geladen habe.

 

Kurt

Geschrieben

Die aktuelle Situation bezüglich Ladeinfrastruktur wird immer unübersichtlicher. Gab es früher fast nur private Steckdosen und P&C Ladesäulen die man über das lemnet bequem ansteuern konnte, kamen in jüngerer Vergangenheit bedingt durch die Lancierung von neuen Elektrofahrzeugen weitere Ladesysteme hinzu. Von einer Vereinheitlichung der Systeme ist die Industrie relativ weit entfernt.

 

Zum Thema "unübersichtlich"...

In Mitteleuropa gibt es laut LEMnet 17 (!) verschiedene RFID-Karten regionaler Stomanbieter. Aber solange jeder für sich selber abrechnen will, wird sich daran so schnell nichts ändern.

 

Kurt

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Ich Frage mich wieso kann eine Ladestation nicht das zur Verfügung stellen was das E-Auto braucht? Immer und ohne zu überlegen? Die Kommunikation mit dem Auto ist ja gegeben, der Normstecker auch, also ist das nur eine Frage der Zeit oder übersehe ich da technische Hürden?

 

Übrigens wollte bei BMW Adliswil nachladen (keine Schnellladung), einfach während ich dort war. Kabel passt, leider kam nur eine Fehlermeldung und das Laden startet nicht. Nachträgliche Auskunft von BMW, der Anschluss ist noch nicht freigeschaltet für BMW i3 Fahrzeuge????? Lustig und eher überraschend.

i3 Fahrer

Geschrieben
  • Autor

Ich Frage mich wieso kann eine Ladestation nicht das zur Verfügung stellen was das E-Auto braucht? Immer und ohne zu überlegen? Die Kommunikation mit dem Auto ist ja gegeben, der Normstecker auch, also ist das nur eine Frage der Zeit oder übersehe ich da technische Hürden?

 

Technische Hürden gibt es keine. Nur politische. :(

In der Schweiz stehen wir noch recht gut da. Das Ziel der evite Ladestationen z.B. ist, alle aktuell verwendeten Standards anzubieten. In Deutschland z.B sieht es aktuell aber schon etwas schwieriger aus. Einige neu geplante Stationen entland der A9 sollen nur mit CCS und ohne AC43kW oder CHAdeMO ausgerüstet werden. Das hat sicher auch damit zu tun dass die deutschen Hersteller auf CCS setzen. Umgekehrt in Frankreich, da gibt es hauptsächlich Typ2 aber kaum CCS. Das ist natürlich Unsinn. Ein Anbieter aus den Niederlanden (Name ist mir entfallen) geht mit positivem Beispiel voran und bietet alle Standards an. Wie ich gehört habe möchte der auch nachh DE expandieren. Vielleicht richten es ja die Marktkräfte.

 

Es ist vor allem auch Unverständlich dass nicht alle 'Standards' angeboten werden, weil die Installtion einer weiteren Ladevariante nur wenige Prozente an Mehrkosten bei der Installation bedeutet.

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Geschrieben

[...] Ein Anbieter aus den Niederlanden (Name ist mir entfallen) geht mit positivem Beispiel voran und bietet alle Standards an. Wie ich gehört habe möchte der auch nachh DE expandieren. Vielleicht richten es ja die Marktkräfte.[...]

 

Dieser Anbieter ist Fastned: http://www.fastned.nl/

 

Gruss Thomas

CH Schnelllade-Infrastruktur-Blog: http://www.schnellladen.ch/blog

Geschrieben

Technische Hürden gibt es keine. Nur politische. :(

In der Schweiz stehen wir noch recht gut da.

 

Jain... Vielleicht ist mit EVite das Laden an Hauptverkehrsachsen in Planung, aber im "Kleinbereich" herrscht ähnliche Gebietsanarchie wie andernorten.

 

Als Beispiel: Kürzlich wurde in Murten die P&C-Station gegen eine Typ2 von MOVE ausgetauscht.

Prinzipiell nett, nur brauche ich nun zusätzlich zur P&C Etikette noch ein Typ2 Kabel und die MOVE Karte...

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  • 8 Jahre später...
Geschrieben

Habe gerade mal reingeschaut, in den letzten acht Jahren ist ja viel passiert🙂

Heute ist es klar, dass unterwegs CCS und am Ziel Typ 2 geladen wird. Letzteres meist mit 11 kW.

Ich glaube Chademo kennen viele gar nicht mehr 😁

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