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Spannung Batterie gegen Karosserie

Featured Replies

Geschrieben

Tag zusammen,

 

ich habe mal die Spannung beim Laden zwischen Batterie und Überrollbügel (Karosserie) gemessen. Gegen Minus hatte ich 100V und gegen Plus hatte ich 270V.

Leider kann ich mir keinen Reim darauf machen. Ich hätte erwartet ein Pol der Batterie ist "geerdet", also mit dem Rahmen elektrisch verbunden oder ich messe keine Spannung weil isoliert.

Wäre super, wenn das zu klären ist. (Vielleicht auch mit einem Schaltplan?)

 

1000dank, Hendrik

  • 4 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Hi,

 

Das mit der messbaren Spannung von den Batteriepolen zum Fahrzeug soll normal sein. Gibt es eine Schaltskizze / plan dafür?

 

LG Hendrik

Geschrieben

Hallo Hendrik,

 

also die Traktionsbatterie sollte keine Verbindung zum Chassis haben.

Ebenso der AC- Eingang da man ja nicht weiß wie rum der Schuko in der Dose steckt.

(ein Pol ist ja der Null, aber nur bei CEE würde ich da hinlangen wollen und nur wenn er in der Dose auch richtig geklemmt ist:-)

 

Einzig die 12 Volt Bordspannung ist PKW üblich Minus auf Masse gelegt.

 

 

Wer misst misst Mist haben wir in der Schule gelernt, mit hochohmigem Multimeter wirst Du immer irgendwas messen.

Schalte mal eine Lampe dazu, dann wird es schnell einbrechen.

 

Bei neueren EVs, (aber auch an meinem Citroen AX electrique, Bj 1996) wird permanent der Isolationswiderstand per Messung überprüft damit da nichts "anbrennt".

Bei den momentan gesalzenen Bahnen hab ich öfters die Warnlampe an...

 

Bei der Gelegenheit allen Frohes Fest und wie immer gute Fahrt!

 

Gruß

Martin

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Hallo Hendrik,

 

keiner der Pole der TWIKE-Batterie ist mit dem Chassis verbunden. Wenn Du eine Spannung misst, dann kann das verschiedene Ursachen haben, die nicht unbedingt einen Fehler bedeuten. Insbesondere wenn Du mit einem Digital-Multimeter misst, dann misst Du oft Mist, besonders bei Wechselspannungen. Schuld daran ist der sehr hochohmige Eingang des DMM. Je nachdem reicht es schon, wenn Du die Messleitungen parallel zu den dicken Umrichter-Kabeln rumliegen lässt - Streufelder hat es im TWIKE bekanntlich jede Menge (das wurde in einem anderen Zusammenhang auch schon hier im Forum diskutiert). Und dann gibt es noch eine Unzahl Kondensatoren, welche zu solchen Messergebnisssen führen können. Entweder sind dies Funkentstör-Kondensatoren in der Schaltung, welche mit einem Pol an Masse/Chassis/Erde hängen, oder konstruktiv bedingte parasitäre Kapazitäten. Letztere wären zum Beispiel hier zu finden:

 

- Batteriezellen gegen das Akku-Gehäuse

- Motorenwicklung gegen das Statorgehäuse

 

Der TWIKE-Umrichter detektiert gröbere Fehlströme zwischen Motorenwicklung und Masse und wirft dann einen Fehler (F11); für Fehlströme zwischen dem TWIKE-Netzkabel und Chassis ist der FI in Deinem Sicherungskasten zuständig. Hierzu muss noch angemerkt werden, dass der Fehlerstrom gegen das Chassis beim Laden wegen den oben erwähnten Kapazitäten in der Regel nicht Null ist. Das kann soweit gehen, dass es nicht möglich ist, zwei oder drei TWIKEs gleichzeitig am gleichen FI-Stromkreis zu laden, ohne dass der gelegentlich rausfliegt.

 

Ein vereinfachtes Schaltschema hab ich Dir angehängt - wenn Du mehr Details brauchst, schick mir eine PM.

 

 

Gruss aus dem Schnee,

Florian + TW415 + TW713

 

 

  • 2 Monate später...
Geschrieben
  • Autor

Ihr Lieben,

 

vielen Dank für Eure Ausführungen vom letzten Jahr.

Heute habe ich mich mal kurz getraut und eine Glühbirne parallel zum Multimeter (Bereich DC 1000V eingestellt) zwischen Chassis (Überrollbügel) und Plus sowie Minus des Batteriecomputers angeschlossen.

Die Glühbirne leuchtet fleißig mit gewissem Flackern ohne dass ein Fehler F11 aufgetreten ist. Gegen Minus hatte ich wieder ca. 100VDC und gegen Plus 270VDC angezeigt bekommen.

Wohlgemerkt nur wenn ein Ladestrom fließt. Wenn der Netzstecker raus ist und "Ladebereit" angezeigt wird habe ich keine verdächtigen Spannungen.

Aus dem Schaltschema kann ich leider nicht ersehen wie das zusammenhängen könnte.

Ich vermute einen Fehler, aber wie kann man diesen eingrenzen?

Die Batterien sind in einem Isoliergehäuse verbaut. Da gibt es keine Verbindungen außer +/- zum Batteriecomputer.

 

LG Hendrik

Geschrieben

Hallo Hendik,

also so Spontan würde ich mal auf den Netzeingangsfilter Tippen, der ist in der älteren Ausführung in einem Metallgehäuse und dies ist wiederum mit dem Chasis verbunden.

 

Gruß

Christian

  • 1 Monat später...
Geschrieben
  • Autor

Moin,

 

ich habe inzwischen folgendes gemacht:

- Netzeingangsfilter von Erdung und Halter getrennt --> keine Änderung

- Kondensator vom Halter getrennt --> keine Änderung

- Ladegerät geöffnet, Batterie (Klemmen 4+5) abgeschraubt, Ladestecker rein und an den Batterieanschlüssen des Umrichters gegen d. Cassis gemessen

--> das Ladegerät fährt wiederholt die Spannung hoch, jeweils bis Abbruch. Dabei messe ich wieder meinen Fehler (gegen Minus bis zu 100V und gegen Plus bis zu 270V)

Da scheint wohl der Umrichter defekt zu sein?

Ich habe die Steuerplatine sowie die Pappzwischenlage abgenommen. Hinten links wo die roten Kabel auf den Leistungsprint rauf gehen kann man eine Reparaturstelle sehen und die Pappzwischenlage hat zugehörige schwarze Verfärbung.

Das stammt wohl noch von meinem Vorbesitzer.

Wie mache ich jetzt am Besten weiter?

 

LG Hendrik

Geschrieben
  • Autor

Hallo,

 

Es wurde gesagt diese Spannung sei normal. Das will ich jetzt gerne glauben. Wäre schön, wenn das von einem anderen Twike bestätigt werden könnte.

(Nur für Elektrofachkräfte !! - ich will keinen gefährden)

Bitte einmal den Wechselrichterdeckel aufschrauben und beim Laden mit einem Multimeter (Gleichspannungsbereich) an den Klemmen B+ und B- gegen den Überrollbügel messen.

 

1000dank, Hendrik

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