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Einheitliches Zahlungssystem für Ladesäulen in der Schweiz

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Geschrieben

Alpiq, Siemens, Swisscom und die Zurich-Versicherung versprechen Nutzern von Elektrofahrzeugen ein einheitliche Zugangs- und Abrechnungssystem für Ladestationen. Dieses soll ab Mitte des Jahres auf dem Markt erhältlich sein. Gemäss den Anbietern soll das System an bestehenden Säulen nachrüstbar sein. Die vier Unternehmen rechnen sich gute Chancen für Ihr System aus und erwarten daurch einen beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Schweiz. Alpiq ist der Hardware-Lieferant und installiert die Ladesäulen. Siemens liefert die Technologie und das Know-how für den Aufbau der Schweizer Softwarelösung welche für Abrechnung und Zugang benötigt wird. Swisscom möchte sicherstellen, dass die Kommunikation zu dem Säulen funktioniert. Sollte dann doch mal eine Säule nicht funktionieren wie vorgesehen, so würde die Zurich-Versicherung einspringen und Pannen- und Abschleppdienst sicherstellen. Dieses 'Komfort-Paket' wird natürlich auch einen Preis haben, man darf gespannt sein.

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Geschrieben

Ja schon schön, aber was jetzt?

Das muss dann auch noch nachgerüstet werden. Systeme gibts so manche auf dem Markt...

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Geschrieben

Meine Gedanken gingen in die ähnliche Richtung.

Soweit ich das aus der Berner Warte beurteilen kann gibt es vier einigermassen interessante Netze:

- MOVE - hat bereits ein eigenes Abrechnungssystem. Wollen/ sollen die umsteigen?

 

- EVite - bislang keine Kosten. Technisch auf der Höhe. Wären also No1 Kandidat für das Neue System - warum werden sie dann aber nicht erwähnt? Was sagt MOVE als teilweiser Partner dazu?

 

- Park&Charge - alteingesessenes Abo-System mit Vignette. Hintergrund Vereinsstruktur und ursprünglich auf Leichtfahrzeuge ausgelegt. Private Basis. Von der für neue EV uninteressanten Technologie (meist max. 16A) reden wir erstmal nicht. Drei Punkte die gegen ein Umsteigen sprechen:

1.) Organisationsstruktur - ist sie flexibel genug auf neue Ideen anzusprechen? Der Philosophiekampf zwischen Ursprungsidee (nur Leichtfahrzeuge) und Akzeptanz von EV allgemein schwelt schon eine Weile.

2.) Kosten/ Technik - jede Station müsste von privat umgerüstet werden.

3.) Der "Park"-Anteil. Wie soll damit umgegangen werden? Bislang ja einer der besten Gründe für P&C

 

- RiParTi - siehe P&C, minus Punkt 2 der vom Kanton getragen wird.

 

Man darf gespannt sein?

Persönlich tippe ich immer noch auf Sturm im Wasserglas wegen guten PR-Verbindungen. Distrelect hat ja auch ein prima Abrechnungssystem, das kennt nur keiner weils nicht so eine prominente Firma ist...

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Geschrieben

Das sehe ich ähnlich. Ausser, dass je nach Ausgestaltung des Systems MOVE vielleicht gar nicht physisch umsteigen müsste, sondern sich einfach integrieren könnte.

Bzw. es würden dann nur die neuen Gleichstromlader wie Bursins und Grauholz die neue Abrechnungshardware erhalten. MOVE wird ohnehin in diese Richtung gehen müssen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die zahlungpflichtigen Typ2 Stationen in den Innenstädten und Renault Garagen massiv an Attraktivität verlieren werden, wenn die Schnelllader an den Verkehrsknotenpunkten erst etwas dichter stehen (so wie aktuell um Oftringen herum). Ausser dem ZOE und teilweise dem SMART kann diese ohnehin niemand wirklich brauchen bzw. ist darauf angewiesen.

Aber schlussendlich ist das noch alles Spekulation und bevor EVite nicht kommuniziert hat etwas müssig.

 

Gruss Thomas

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Geschrieben

Ich frage mich einfach, ob man denn in der Tat das Rad neu erfinden muss? An jeder herkömmlichen Tankstelle kann man entweder in bar oder mit Karte (ec, Kredit) bezahlen. Warum soll es bei unseren Autos plötzlich anders sein?

Geschrieben

Ich war auch lange dieser Meinung. Schlussendlich habe ich mich überzeugen lassen, dass die Beträge einfach viel zu klein und zu selten sind, um ein teures EC-Terminal zu betreiben und zu warten. An einer Tankstelle hast alle paar Minuten einen Umsatz von 50 bis 100 Franken. Ein einer Supermarktkasse auch. Das lohnt sich das. Aber an einer Typ 2 Säule im irgendwo. Die wird schon selten benutzt wenn sie kostenlos ist. Wenn sie dann etwas kostet lädt niemand mehr. Das kann sich einfach nicht lohnen.

Etwas anders würde es aussehen, wenn an der Autobahn mehrere potente Schnelllader nebeneinander stehen, und diese auch gut frequentiert sind. FastNed in Holland (und bald auch in Deutschland) macht das ja bereits so.

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Geschrieben

Ich frage mich einfach, ob man denn in der Tat das Rad neu erfinden muss? An jeder herkömmlichen Tankstelle kann man entweder in bar oder mit Karte (ec, Kredit) bezahlen. Warum soll es bei unseren Autos plötzlich anders sein?

 

Habe ich mich auch schon gefragt. Ich Denke das liegt an den kleinen Beträgen.

Da lohnt es sich vermutlich nicht ein konventionelles Zahl System einzuführen?

 

Oder es liegt daran dass die Betreiber als "Rückzahlung" der hohen Investitionen wissen will, wer, wann, wo, wie viel laden tut. Also persönliche Verbraucherdaten für gratis Infrastruktur Benutzung.

i3 Fahrer

Geschrieben

Das geht oft vergessen: Ein EC-Terminal in einem Laden kostet monatlich Miete, dazu kommen noch Transaktionsgebühren. Ich denke auch dass sich das bei Kleinbeträgen die im besten Fall ein paarmal pro Woche abgerufen werden lohnt.

Zumindest noch nicht.

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