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Was sind die wichtigsten Aspekte, die man bei der Auswahl und Installation einer Heimladeeinrichtung für ein Elektroauto beachten sollte?

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Geschrieben

Als erstes wäre mal interessant, was für AC Lademöglichkeiten das Auto denn hat. Manchmal ist das nur 1 Phase, die zuhause reell gesehen mit nur 3,7kW geht.

Als zweites ob man PV Anlage und/oder Akkuspeicher hat. Dann wöre es natürlich cool wenn das zusammen geregelt laden könnte.

Und noch wie flexibel man denn sein will. Mancher hat ja nen 22kW Lader und wenn er die 22kW auch zuhause nutzen kann ermöglicht das schon wesentlich leichter spontane längere Strecken, also da könnte man ja mit 2h Vorlauf nochmal nen 40kWh in den Akku füllen.

Und natürlich das Budget. Für manchen reicht der mitgelieferte Ladeziegel aus.

Ich hab bislang zb nur den 3,6kW Ziegel, den es bei Citroën für 90€  Aufpreis gab. Da ich die letzen Jahre eh zu 95% bei der Arbeit geladen habe, reichte das voll aus. 11kW folgt noch, aber hatte noch nicht Zeit, mich drum zu kümmern. Wir wohnen da jetzt 5,5 Jahre und seit 4 Jahren steht die Garage. Hab die ersten 2,5 Jahre mit dem 50m Kabel vom Rasenmäher an der Terrassensteckdose geladen.

Geschrieben
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vor 12 Stunden schrieb Karlsson:

Als erstes wäre mal interessant, was für AC Lademöglichkeiten das Auto denn hat. Manchmal ist das nur 1 Phase, die zuhause reell gesehen mit nur 3,7kW geht.

Als zweites ob man PV Anlage und/oder Akkuspeicher hat. Dann wöre es natürlich cool wenn das zusammen geregelt laden könnte.

Und noch wie flexibel man denn sein will. Mancher hat ja nen 22kW Lader und wenn er die 22kW auch zuhause nutzen kann ermöglicht das schon wesentlich leichter spontane längere Strecken, also da könnte man ja mit 2h Vorlauf nochmal nen 40kWh in den Akku füllen.

Und natürlich das Budget. Für manchen reicht der mitgelieferte Ladeziegel aus.

Ich hab bislang zb nur den 3,6kW Ziegel, den es bei Citroën für 90€  Aufpreis gab. Da ich die letzen Jahre eh zu 95% bei der Arbeit geladen habe, reichte das voll aus. 11kW folgt noch, aber hatte noch nicht Zeit, mich drum zu kümmern. Wir wohnen da jetzt 5,5 Jahre und seit 4 Jahren steht die Garage. Hab die ersten 2,5 Jahre mit dem 50m Kabel vom Rasenmäher an der Terrassensteckdose geladen.

Das sind echt gute Punkte, die du ansprichst. Es klingt, als ob Flexibilität und die individuelle Situation wirklich entscheidend sind. Hast du vielleicht Tipps, wie man die passende Heimladeeinrichtung findet? Gibt es bestimmte Marken oder Modelle, die du empfehlen würdest?

Ich frage mich auch, wie das mit der Installation abläuft. Muss man einen speziellen Elektriker beauftragen, oder kann man das selbst machen, wenn man technisch ein bisschen versiert ist? Und wie war das für dich, als du den 3,6kW Ziegel installiert hast?

 

Geschrieben

Das wird im Einzelfall sehr unterschiedlich sein, je nachdem was am gewünschten Ort schon vorhanden ist

Also grundsätzlich kommen ja 3 verschiedene Versorgungen vor Ort in Betracht.

=> 1 Phase mit 16 A abgesichert = 3,7kW, Kabel 3 Adern, mindestens 2,5mm². Mögliche Anschlüsse sind Schuko, verstärkte Schuko (zB von Legrand), CEE 16 blau (nennt man auch Campingstecker) oder fest angeschlossen.

=> 3 Phasen mit 16 A abgesichert = 11kW. Kabel mit 5 Adern, mindestens 2,5mm². Anschluss CEE16 rot oder fest angeschlossen.

=> 3 Phasen mit 32 A abgesichert = 22kW. Kabel mit 5 Adern, mindestens 4mm². Anschluss CEE32 rot oder fest angeschlossen.

Oft ist am Auto ja schon eine Schukodose, CEE16 blau oder CEE16 rot vorhanden, da würde ich mir erstmal die Installation ansehen. Wie ist die Dose abgesichert, wie sehen die Verkabelung (Alter, Zustand, Querschnitt) und Dose (Alter, Zustand) aus?

Vielleicht reicht das sogar schon aus und einfach Ziegel oder mobile Box dran und gut.

Bei meinem ersten Elektroauto war ich Mieter in der Großstadt, hatte aber einen eigenen Parkplatz vor meinem Keller und da hatte ich Strom, der über meinen Zähler lief. Durch das Kellerfenster laden hat der Vermieter nicht gestattet, aber ich durfte die Wand durchbohren und eine Lademöglichkeit direkt am Parkplatz montieren.

Da der Keller mit einer 1,5mm² Leitung versorgt war und ich an der Leitung nichts ändern wollte, schienen mir 16A hier etwas viel, ich habe damals das Renault Notladekabel genommen. Das hat einen Schuko Stecker und das Kabel zieht an einer normalen Schuko Dose 10A und an der speziellen verstärkten von Legrand 14A (in der Steckdose ist ein Magnet, das Kabel erkennt den und schaltet dann auf die höhere Leistung).

Die Verkabelung habe ich selbst gemacht und der Elektriker vom Vermieter hat das geprüft. War einfach erledigt und günstig.

Beim Citroën habe ich jetzt die gleiche Technik, nur sind es da 8A und 16A. Da habe ich die komplette Elektrik der Garage selbst gemacht, habe hier 3 Kabel vorgesehen:

Auto laden bis 22kW, 5x6mm²

Auto laden bis 3,7kW, 3x6mm²

Restliche Versorgung Garage/Garten 3x2,5mm²

Also ist schon für die Zukunft mit 2 Elektroautos gemacht. Ich habe so dicke Kabel genommen wegen 40m Erdkabel, da wollte ich die Verluste reduzieren und 6mm² erschienen mir ein guter Kompromiss aus Kosten und Effizienz.

Wer ein gewisses technisches Verständnis hat kann auch eine Steckdose anschließen und da spricht fachlich auch nichts gegen wenn das vor Inbetriebnahme ein Elektriker prüft. Man muss natürlich einen finden, der sich darauf einlässt. Wobei der im Falle von Erdarbeiten ja sowieso nicht alles machen wird.

Das sollte man mit seinem Elektriker am besten vorher durchsprechen.

Tipps von mir wären noch:

Wenn man schon ein neues Kabel legt dann auf jeden Fall 3 Phasen, selbst wenn das Auto nur eine Phase kann. Aber damit ist man zukunftssicher und der Mehrpreis in Relation zum gesamten Aufwand egal.

Wallbox nicht fest verdrahten sondern eine CEE16 rot (meldepflichtig) oder CEE32 rot (genehmigungspflichtig) installieren (/lassen) und dann eine Box mit Stecker nehmen. Damit ist man einfach flexibler wenn man später was anderes will, umzieht oder die Box auf Reise mitnimmt, um am Ziel zu laden.

Bestimmte Marken wüsste ich jetzt keine. Die Teile sind schon recht geworden. Aber achtet aufs CE Zeichen und fieser Trick - das Zeichen für China Export sieht sehr ähnlich aus:

 

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Geschrieben

So sieht meine Legrand Green Up  Schuko aus, ca 75€:

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Und so sieht zb ein "Ziegel" für Schuko aus, das Teil hier gibt's für ca 150€, geht bis 16A/3,7kW

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Oder was für 11kW mit CEE16 rot Stecker, für 250€ gibt's da einige Auswahl:

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Geschrieben
  • Autor

Danke für die detaillierte Antwort! Das gibt mir schon mal einen guten Überblick. Was mich noch interessiert: Was sind die konkreten Vorteile einer Wallbox gegenüber einer einfachen Steckdose, und welche Kosten kann ich für die Installation erwarten?

Geschrieben

Das ist ja technisch dasselbe bis auf den Umstand, dass der Anschluss über einen Stecker geht statt über eine Klemme. Nun könnte man sagen der Stecker ist ein zusätzlicher Kontakt, der schlecht sein könnte. Das wöre beim Anschluss eines Kabels einer Wallbox im einem Klemmenkasten aber auch so.

Es sei denn die Wallbox ist so ausgeführt, dass Kabel vom Gebäude in die Box hinein läuft und dort angeklemmt wird. In dem Fall könnte man das vielleicht auch so machen, dass das die Box direkt dort sitzt wo das Kabel aus der Wand kommt und das Kabel ist gar nicht sichtbar, das sieht natürlich hübscher aus.

Wenn die Box aber ein herausgehendes Kabel hat kann ich da auch einfach einen Stecker dran machen.

Die nicht mobilen Boxen sind halt immer für eine Wandmontage vorgesehen, aber auch die mobilen kann man ja an der Wand montieren. Sieht aufgeräumter aus und man stolpert nicht darüber.

Vorteil des Steckers ist halt, dass man die Box einfach woanders hinnehmen kann. Sei es weil sich die Parksituation geändert hat oder weil man sie im Urlaub verwenden möchte.

Nachteil eines Schuko Steckers - die sind nicht für hohe Dauerlasten gemacht und es gibt Ziegel mit Schuko Stecker, die man auf 16A stellen kann und eine alte Schuko in schlechtem Zustand kann dann heißt werden und im schlimmsten Fall brennen. Die besseren Ziegel haben dafür noch einen Temperatursensor im Stecker und schalten dann an, aber Schuko ist schon eher nichts wozu ich neu raten würde. Wenn die aber schon vorhanden ist kann man es ja probieren.

Beu den CEE Steckdosen ist sowas nicht zu befürchten. Oder auch der Legrand Schuko, die ja speziell zum Laden gemacht ist.

Kosten... ja, wenn eine Steckdose vorhanden ist uns nur eine mobile Box gebraucht wird biste ab ca 150€ für Schuko dabei und auch für 11 oder 22kW kriegt man was deutlich unter 500€. Elektriker braucht man auch keinen, einfach Plug & Play.

Wenn die Steckdose nicht vorhanden ist, kämen die Kosten zur Errichtung der Dose drauf. Da ist es halt die Frage, ob man selber macht oder machen lässt und was gemacht werden muss.

Diese CEE16 rot  11kW kostet zb 7,49€ bei Obi. 4007875405233_s02_24_10_17.jpg.af9f4ad0f4b944f452d62ac13c8a071b.jpg

Feuchtraumkabel 5x4mm² finde ich gerade so bei 5-6€/m.

Ist dann die Frage - installiert man selbst? Wie viel Kabel braucht man? Braucht man noch Erdkabel?

Wenn man 50m zum Nebengebäude ein Erdkabel frostfrei legen lässt und dann kommt erstmal der Galabauer mit dem Minibagger und am Ende kreuzt das noch einem Weg, wo das Pflaster hoch muss... das wird ganz schnell vierstellig.

Muss man nur 5m Kabel legen und durchbohrt dafür nur eine Wand und macht das selbst, dann sinds vielleicht nur 50€. Findet man einen Elektriker, der das noch abnimmt, nimmt der mit Anfahrt und net Stunde gucken sicher noch >100€.

Also ich sag mal die eigene Lademöglichkeit kostet zwischen 150 (billiger Ziegel an vorhandene Steckdose) und 5000€ (langes Kabel,  nichts selber machen, Design Wallbox, extra Funktionen wie Anbindung ans Smart Home).

 

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