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ZOE Batteriemiete und was dann?

Featured Replies

Geschrieben

Hallo Stromer,

ich stehe kurz davor mir eine ZOE zu kaufen, würde aber gern verstehen wie das mit der Mietbatterie läuft. 

Leider liegt mir der genaue Mietvertrag mit seinen Details nicht vor. Auch wenn die Webseite der Renault-Bank https://www.renault-bank.de/batteriemiete erste Anhaltspunkte liefert, wie läuft das genau?

a) Der Mietvertrag verlängert sich automatisch um x Jahre wenn er nicht fristgerecht gekündigt wird?

b) Der Mietvertrag läuft max. 84 Monate, also 7 Jahre. Was ist danach? Kann ich die Batterien zum Restwert kaufen? Bekomme ich neue Batterien? Kann Renault dann Mondpreise verlangen weil ich eh keine Alternativen habe?

c) Wenn die Kapazität unter 75% fällt bekomme ich einen neuen Satz Akkus? Auch nach 10 Jahren??

d) Falls ich das Auto später verkaufe muss der Käufer den Mietvertrag erstmal übernehmen? Dazu steht in den FAQ der Renault Bank: "Der aktuelle Batteriemieter kann erst dann aus dem Batteriemietvertrag entlassen werden, sofern die Renault Bank einen Batteriemietvertrag mit dem Käufer schließen konnte." Das heißt wenn der Käufer keinen Mietvertrag mit Renault abschließt zahle ich die Miete weiter, auch wenn ich den Wagen gar nicht mehr fahre?!?

e) So ein Auto hat eine realistische Lebenserwartung von 15-20 Jahren. Solange halten die Akkus eher nicht, bzw. ist die Kapazität so schlecht, dass man sie tauschen möchte. Muss ich in 15 Jahren das Auto wegschmeißen weil es keine passenden Ersatzbatterien gibt? Oder der Umbau mehr kostet als der Wagen dann noch wert ist?

f) In den FAQ ist jetzt plötzlich die Rede von LEASING, statt Miete. Das sind zwei Paar Schuhe. Bei einem Leasingvertrag gebe ich zum Vertragsende das Leasingobjekt zurück, oder kaufe es zum Restwert oder erhalte ein neues Leasingobjekt. Was stimmt denn nun??

Danke für Eure Meinung!

 

Grüße aus Niederbayern.

Markus

Geschrieben

Hallo Markus und willkommen in unserer EV Community! Bitte entschuldige die späte Antwort. Ich schaue täglich hier rein, die letzten zwei Tage ließen es die Umstände leider nicht zu. 
As aktueller ZOE Fahrer kann ich zu deinen Punkten wie folgt antworten. 

a) Ich habe meinen Vertrag über drei Jahre abgeschlossen. Evtl. gibt es auch kürzere oder längere Laufzeiten. Der Vertrag verlängert sich automatisch wenn der Wunsch nach einer Änderung nicht geäußert wird. Ich bekam ca. einen Monat vor Ablauf ein Schreiben. Darin bot mir Renault an, den Vertrag resp. die jährliche Kilometer-Leistung falls gewünscht zu ändern. 
Die Vertragslaufzeit hat auf einen allfälligen vorzeitigen Verkauf des Fahrzeuges keinen Einfluss. 

b) Ein Ankauf der Batterie ist meines Wissens möglich. Die Renault Bank oder der Händler sollte auf Anfrage ein entsprechendes Angebot machen können. Ich gehe davon aus, dass wenn der Vertrag nach sieben Jahren abläuft, dann wird Renault diesen auf Wunsch verlängern. Ein Batteriewechsel wird wohl erst durchgeführt, wenn die Kapazität unter das vertragliche Minimum fällt. 

c) Ja, das sollte so sein . Es muss aber nicht zwingend eine fabrikneue Batterie sein. Es wäre auch denkbar, dass du eine revidierte Batterie aus einer Rücknahme erhälst. Man darf aber annehmen, dass eine solche Ersatzbatterie eine relativen guten State of Health (SOH) aufweist (90% oder mehr Kapazität).

d) Ja, der Käufer übernimmt den Mietvertrag. Resp. ihm wird von der Renault Bank ein neuer ausgestellt. Schließt der Käufer keinen Batteriemietvertrag ab, dann wird Renault das Auto resp. die Batterie stilllegen. Wie dieser Fall in der Praxis aussehen würde, hmm...da bin ich mir nicht so sicher. Evtl. müsste der Verkauf rückgängig gemacht werden. Sicher sehr unschön. Vor allem viel Aufwand und Umtriebe.

e) Bei einer Mietbatterie bist du recht gut abgesichert. Ich denke Renault würde eine Lösung finden. Bei einer Kaufbatterie würde es evtl. etwas schwieriger werden an eine Ersatzbatterie zu kommen. Da aber sehr viele ZOEs im Umlauf sind, sollte dies schon machbar sein. Ein Batteriewechsel kostet ca. 3500 Euro und deckt den Zeitfauwand, Logistik etc. ab...

f) Da müsste ich meinen Vertrag mal genau studieren. Komme hoffentlich morgen mal dazu und melde mich. 

Ich hoffe die Angaben helfen dir ein wenig weiter. Viel Erfolg beim Autokauf. 

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  • 2 Jahre später...
Geschrieben

Der Vertrag ist darauf ausgelegt, dass man ein bis in alle Ewigkeit zahlt. Solange du zahlst hast du Recht auf einen Akku, der die Vertragsbedingungen erfüllt. Allerdings ist es nicht so richtig leicht, von Renault einen neuen Akku zu bekommen. Da muss dann auch das Fahrzeug richtig gewartet sein, das heißt auch die aktuelle Software auf dem Batteriemanagement haben. Für das Software Update habe ich 368 € bezahlt. Danach hatte der Akku wieder über 75%, nämlich 76. Ich habe also Geld bezahlt und dann gerade doch keinen neuen Akku bekommen.

Wobei man sowieso nicht unbedingt einen neuen Akku bekommt, sondern einen, der mindestens 75% hat. Und auch um den zu bekommen braucht man wahrscheinlich eine Rechtsschutzversicherung.

Für meinen früheren Zoe hat Renault über 9 Jahre Miete bekommen, der neue Besitzer hat dann den Akku für 1300 € gekauft. Durch gute Behandlung hat der SOH sich allerdings wieder auf über 80% hochgearbeitet. Der neue Besitzer wäre auch interessiert an einem Upgrade auf 41 Kilowattstunden und hat da auch durchaus gebrauchte Akkus auf dem Markt gefunden, aber der Renault Händler will den nicht einbauen, weil dann ja vielleicht irgendwas nicht geht und dann will er nicht die Schuld haben.

Ich denke diese Abläufe werden sich noch erst finden müssen, ich hatte nicht den Akku zu kaufen. Allerdings gehört mir der Akku unseres neuen Citroën ec4. Den will ich jetzt möglichst schon behandeln und hoffe, dass sich solche Fragen dann geklärt haben wenn die acht Jahre Garantie vorbei sind.

Und ich hoffe dass die Antwort auf die Frage nicht Ausschlachten wegen wirtschaftlichem Totalschaden bei Akkudefekt heißt. Wobei der Akku ja nicht unbedingt defekt sein muss, aber wenn irgendwann 50% fehlen ist das Fahrzeug halt nur noch begrenzt nutzbar.

Wobei... wenn dem e-C4 50% fehlen hat er noch immer so viel wie der Zoe damals neu. Würde für uns für die Anwendung als Zweitwagen im Alltag immer noch komplett reichen. Attraktiver fände ich es allerdings, dann für einen vertretbaren Preis, einen generalüberholten Akku mit mehr Kapazität als neu im Tausch gegen den alten zu kaufen.

 

bearbeitet von Karlsson

  • 1 Jahr später...
Geschrieben

Dem 10,5 jahre altem Akku geht es übrigens noch ganz gut. Mein Kumpel schrubbt mit dem alten Wagen weiterhin kräftig Kilometer, wesentlich mehr als ich in den letzten Jahren gefahren bin. Der müsste an die 50.000km in 20 Monaten gefahren sein. Ich war bei deutlich unter 10tkm/a angekommen.

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