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Überhitzungsgefahr beim 3x3 Motor

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Hallo Leute

Die Twike Motoren, egal ob 3x3 oder Landert sterben über kurz oder lang.

Möglicherweise kann man das herauszögern indem man schonend fährt und schonend lädt, aber verhindern wird man es auf Dauer nicht können. Mit zunehmender Laufleistung wird das Risiko das die Wicklungen kurzschliessen grösser.

Ich habe mich damit Abgefunden und fordere die Technik. Mit meinem 3x3 habe ich innerhalb von 3 Jahren knapp 65.000 km zurückgelegt.

Da der Motor gebraucht war hatte er da schon einige Kilometer drauf.

Der Ursprüngliche Landert Motor hatte nach 25.000 Km aufgegeben, 10.000 davon hatte ich Ihn gequält.

Bei Montage des 3x3 habe ich den Motor mit einem Temperaturfühler ausgestattet der die Temperatur intern in der Nähe der Wicklungen abnimmt. Einen Temperaturschalter am Gehäuse hat er ebenfalls bekommen der über 80°, 2 St. PC Lüfter am Hauptträger einschaltet welche den Motor anblasen. Beide Lüfter laufen ebenfalls solange das Twike lädt, bzw. Netzstrom am Umrichter anliegt.

An der Bodenwanne habe ich vorne einen Schlitz gefräst, mit dem Heissluftföhn erwärmt und so eine Lufthutze geformt die reichlich Fahrtwind aufnimmt. Dies kühlt den Motor bei schneller Fahrt. Leider fliegt dadurch bei Sauwetter auch jede Menge Dreck in den Motorenraum.

Ausserdem ist die Kühlung natürlich nicht so effektiv wenn ein steiler Berg mit höchster Leistung und trotzdem relativ langsamer Fahrt erklommen wird. Die PC Lüfter bringen da aber Abhilfe.

Als radikalste Massnahme hat mein Motor zusätzlich eine Innenbelüftung bekommen. Dabei wird auf der Lagerseite aussen über 2 Schläuche die in das Motorengehäuse führen Kühlluft von Aussen eingeblasen. Ebenfalls Fahrtwind aus dem vorderen Radhaus, welches wie ein Trichter wirkt. Die Luft wird durch den Spalt zwischen Rotor und Stator geblasen und kann durch Gehäusebohrungen auf der Seite beim Kettenkasten wieder entweichen.

Auf einem Anzeigeinstrument kann die aktuell im Motor herrschende Betriebstemperatur während der Fahrt abgelesen werden.

Die Anzeige funktioniert bis 110°. Den Anzeigebereich habe ich aber schon häufig überschritten. Die Temperatur geht aber schnell wieder unter 110° sobald Gas weggenommen und mit reduzierter Leistung weitergefahren wird.

Wie gesagt hat der Motor so mindestens 65.000 Km mitgemacht, Täglich Morgens 42 Km zur Arbeit und Abends 42 Km oder mehr (ca. 40% Autobahn) wieder heim. Täglich so schnell als möglich (mit Racing Software) je nach Verkehr und Geschwindigkeitsbegrenzung. Laden tut das Twike Timer gesteuert Werktags zwischen 11.00 uns 13.00 Uhr sowie 23.00 und 1.00 Uhr mit 5 A. Am Wochenende und in den Ferien wird manuell nach Bedarf geladen.

Wie bereits erwähnt hat der Motor vor ein paar Wochen aufgegeben. Inzwischen habe ich den Stator frisch gewickelt wieder auf dem Tisch liegen. Die Woche werde ich das Ding unter Verwendung neuer Getriebelager und Dichtungen wieder zusammensetzen und hoffe das er wieder so lange mitmacht. Erfahrungsgemäss ist das Getriebe nach 50.000-60.000 Km wieder revisionsbedürftig (lauter und incontinent)

Bisher war die Innere Belüftung nur durch den Fahrtwind möglich. evtl. werde ich aber nun noch einen Lüfter einbauen der parallel zur äusseren Belüftung läuft.

 

Gruss vom Greifensee

 

Dirk und TW 423

 

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Geschrieben

@Christian: Wo misst du denn die Gehäuseaussentemperatur, die nicht über 80° liegen soll?

An der Unterseite des Motors, zwischen den Kühlripchen :roll:

Geschrieben

@Christian: Wo misst du denn die Gehäuseaussentemperatur, die nicht über 80° liegen soll?

An der Unterseite des Motors, zwischen den Kühlripchen :roll:

Danke für die Antwort, das beruhigt mich ein wenig...:D

LG, Sigi:)

  • 2 Jahre später...
Geschrieben

Ich hole den Thread mal wieder hoch, da meine Pläne, nun endlich ein Twike zu kaufen, konkreter werden und ich mich einlesen wollte, was wohl an Wartungs- und Reparaturkosten auf mich zukommen kann.

 

Neben der Literatur anderer Threads und dem Befragen erfahrener Twike-Fahrer bin ich ehrlich gesagt ziemlich erschreckt, welche Teile am Twike kaputt gehen und welche Kosten dabei entstehen.

 

Ich kenne das Twike seit fast 30 Jahren und finde es die gelungendste Umsetzung eines neuen Auto-Konzeptes: leicht, schnittig im Design, mit Pedalantrieb und für die meisten Transportbedürnisse vollkommen ausreichend. Da haben die Entwickler vieles konsequent zu Ende gedacht. Chapeau!

 

Was ich allerdings nicht erkennen kann, ist eine konsequente Weiterentwicklung von Technik und Qualität und Preis - mein ganz persönlicher Eindruck! Für das neue Twike kann man darauf hoffen, wann auch immer die Produktion startet.

 

Meine Ansprüche an das Twike sind, neben umweltfreundlicher Mobilität, auch halbwegs "passende" Betriebskosten. Konkret soll es deutlich billiger als herkömmliche Autos ein. Wenn ich überschlägig rechne, liege ich mit Akkuabschreibung, Revisionen von Motor, Getriebe, Verschleißteile Fahrwerk, Lenkung, elektronischer Steuerung, etc. wahrscheinlich fast auf selber Höhe wie meine bisherigen Autos. Den Kaufpreis mal aussen vor gelassen. Die geringeren Versicherungskosten und Steuern stehen auf der Haben-Seite.

 

Ich weiß, daß in so eine Kalkulation sehr viele änderbare Variablen einfließen (z.B. schraube ich an meinen Autos alles selbst). Daher lassen Kostendiskussionen immer breiten Platz für ausufernde Szenarien.

 

Mein Szenario ist nicht nur durch diesen Thread klarer geworden. Ich werde leider kein Twike kaufen.

 

In diesem Sinne wünsche ich weiterhin pannenfreie Fahrt mit dem Twike.

  • 3 Monate später...
Geschrieben

@Christian: Wo misst du denn die Gehäuseaussentemperatur, die nicht über 80° liegen soll?

An der Unterseite des Motors, zwischen den Kühlripchen :roll:

Danke für die Antwort, das beruhigt mich ein wenig...:D

LG, Sigi:)

 

Hallo,

 

zum Temp-Management kann ich nun auch noch was schreiben.

Bei meinem TWIKE sind letztes Jahr die Motorzuleitungen zusammen geschmort, die Wicklungen sahen noch gut aus.

Habe bei der Revision gleich einen Temp-Sensor direkt in den Motor platziert und nun noch einen am Gehäuse außen/unten (da ist ein Loch im Landert) da der Interne nur bis 110 Grad anzeigt.

Außentemp. hinkt logischerweise nach, bei normaler nicht zu schneller Fahrt ca. 10-20 Grad gegenüber Wicklungstemperatur.

Bei vollem Strom oder Bergfahrt kann man das noch weiter treiben und über intern 110 Grad steigt es dann außen (ca. 90 Grad) nicht mehr viel weiter.

Einerseits weil ich dann höchstens noch mit 15 Ampere fahre und weil das Temp-Gefälle zur Umgebungsluft größer wird und es so mehr "Kühleffekt" hat.

Hat mir aber nicht gereicht und deswegen Radiallüfter an den Motor gebastelt der nun die warme Luft um den Motor herum absaugt und Richtung rechtes Rad wegbläst.

Geht per Thermostat ab 47 Grad los, wahlweise auch beim Laden. Das wird sich aber auf Strecke nun erledigt haben da ich mir einen Zusatzlader konfiguriert habe um bei Touren den Motor nicht ständig auf Betriebstemperatur zu halten:-)

 

Gruß

Martin

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