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Versicherung

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Geschrieben

Ich bin am überlegen mir ein Twike der 33iger Sonderserie zuzulegen. Da ich jedoch noch Studentin bin....bin ich am hadern....Auto würde auf Raten abgezahlt werden, welche Kosten kommen noch hinzu???

 

Versicherung? mit Vollkasko? Auslandsversicherung???

 

Mit welchen Beträgen hätte ich bei anfallenden Reparaturen zu rechnen???

 

Danke

 

Geschrieben

Hallo Silvia

 

Zugegeben ist das Twike in der Anschaffung nicht gerade ein Schnäppchen. Der Unterhalt des Fahrzeugs ist dafür eher günstig. Was Steuern und Versicherung in Deutschland kosten kann ich nicht sagen. IIch kann Dir aber meine Kosten in der Schweiz als Beispiel angeben. Im Kanton Zürich sind elektro Fahrzeuge aller Art von der Verkehrssteuer befreit. Das Twike läuft als 3 rädriges Fahrzeug versicherungstechnisch gleichgesetzt mit einem 125 ccm Motorroller und kostet CHF 98.- im Jahr. Dazu eine relativ teure Teilkasko mit CHF 240.-. Vollkasko würde ich aber bei einem neuen Fahrzeug empfehlen. Wenn Du dir ein neues 33 Twike anschaffst wirst Du in den nächsten Jahren nicht viel zum reparieren haben. Ich fahre im Jahr ca. 20.000 Km und zu jeder Jahreszeit. Ich benötige einen Satz Reifen im Sommer und einen Satz im Winter, wobei der Winter Reifensatz meist für 2 Winter reicht. Bei einem Kostenpunkt von CHF 100.- bis CHF 150.- pro Satz (= 3 Reifen) Je nach Reifenfabrikat kann man das fast vernachlässigen. Der Vorderreifen hält sowieso meist viel länger und kann z.T. 1 1/2 Jahre gefahren werden. Diese Moped Reifen lassen sich auch gut selber montieren. Wenn Du das machen lassen möchtest, kann jeder Motorradmechaniker und z.T auch Fahrradgeschäfte die Reifen montieren (sofern kein Twike Service in der Nähe ist). Abgesehen von den Reifen müssen die Radlager ab und an (alle 2-3 Jahre) ersetzt werden. Dies sind aber ganz gewöhnliche Rillen Kugellager die einfach zu besorgen und zu montieren sind. Die Bremsen sind Hinten sehr langlebig, und Vorne je nach Fahrweise alle 1 1/2 Jahre fällig. Die sind aber auch ganz einfach auszutauschen. Die restliche Technik des Fahrzeuges ist bei etwas Pfleglicher Behandlung eigentlich nicht anfällig. Im Grossen und ganzen ist das Twike recht robust, wenn Du vernünftig mit Ihm umgehst. Wenn Du eines kaufst musst Du unbedingt Lithium Zellen nehmen. Die sind sehr robust und im Handling total einfach. Grosse Akkus sind natürlich sehr reizvoll, aber auch sehr teuer. Ich habe z.B. die Akkus ausreichend gross für meine täglichen Fahrten gewählt, ohne übermässig Reserve zu haben. Ich habe seit 2 1/2 Jahren die 10 Ah LiFePo4 Akkus von Dreifels drin. Bis jetzt habe ich keinen nennenswerten Alterserscheinungen bemerkt und ich fahre 90-100 Km am Tag mit 2 Teilladungen. Ich fahre am Morgen ca. 45 km in die Firma was ca. 60% der geladenen Kapazität braucht. In der Firma wird sofort eingesteckt und aufgeladen. Am Abend die selbe Strecke wieder retour, manchmal noch hier und dort hin. Zuhause wieder eingesteckt und aufgeladen. Das kostet mich insgesamt ca. CHF 80.- im Jahr an Energie. Wie gesagt habe ich die kleinen 10 Ah Akkus gewählt weil: 1. die Reichweite (max 70-90 km je nach Fahrweise) für meine Bedürfnisse absolut ausreicht, 2. das Fahrzeug mit den kleinen leichten Akkus sehr agil ist und mehr Spass macht , 3. Die leichten Akkus das Fahrzeug weniger belasten, 4. Ich eh nicht mehr Kohle für grössere hatte, und 5. werden die ständig günstiger und leistungsfähiger (was man vom Benzin nicht sagen kann). Mein Twike ist jetzt 13 Jahre alt, wenn es geputzt ist sieht es aus (fast) wie neu. Da rostet und gammelt nichts. Wie schon erwähnt mit etwas Pflege ist das Ding nahezu unverwüstlich und recht Wertstabil.

 

Ich hoffe Dir etwas geholfen zu haben.

 

Viele Grüsse aus der Schweiz

 

Dirk und TW 423

Geschrieben
  • Autor

Hallo, ja danke, du hast mir auf jeden Fall geholfen!!

 

Bei mir ist unter anderem die Finanzierung so teuer, da ich 5 Blöcke an Batterien/Akkus brauche.

 

Mein Ziel ist eine Fahrt nach Marokko und anschließend zum Master über die Türkei und den Irak nach Jordanien....

 

Hab ich mir da zuviel vorgenommen?:-)Ich dachte, ich mach das Twike parallel zum Eigenspaß mal noch in den arabischen Ländern bekannt....wobei da eher Marokko auf Grund des dortigen hohen Benzinpreises, da kein eigenes Erdöl vorhanden, interessant ist.

 

Grüße

 

Silvia

Geschrieben

Hallo Silvia

 

Das Twike ist eigentlich als Kurzstrecken Fahrzeug konzipiert. Das Es aber auch für lange Strecken taugt hat Marc Muller mit seiner Welt Umrundung im Projekt ICARE jetzt erst wieder bewiesen.

(http://www.twikeklub.ch/index.asp?PA=page.asp?DH=21). Wenn Du ähnliches vor hast ist es von Vorteil wenn Du von der Technik etwas Ahnung hast und Reparaturen oder Reifenwechsel selber ausführen kannst. Bei solchen Strecken durch die Pampa teils auf unbefestigten Wegen können schon mal Defekte auftreten. Für das Projekt das Dir vorschwebt würde ich ebenfalls die grösst möglichen Akkus wählen. Soweit ich weiss sind das momentan die 28 Ah von Fine. René hat zusätzlich einen Range Extender in Form eines kleinen Notstrom Aggregates, das er bei Bedarf auf einem Tragegestell hinten anhängt. Solange er Sprit hat ist dieses Gerät in der Lage eine Reisegeschwindigkeit von ca. 60 Km/h aufrecht zu erhalten und die Reichweite des Twike so beträchtlich zu erhöhen. Für ein sicheres Weiterkommen, auch wenn mal keine Steckdose verfügbar ist wäre das für Dich sicher eine Gute Idee. Allerdings würde ich empfehlen bei einem mit den grössten Akkus ausgestatteten Twike den Generator, Gepäck und Ersatzteile in einem Anhänger mitzunehmen. Das Twike würde zusammen mit dem Gepäck für diese Reise sonst überladen werden und das Risiko das Fahrzeug damit zu Beschädigen wäre dann zu gross. Auch der vorzeitige Verschleiss der Fahrwerks Bauteile wäre so vorprogrammiert. Mit einem Anhänger lässt sich das Gewicht so verteilen und man ist auf der sicheren Seite. Natürlich kostet das zusätzliche Gewicht des Hängers und der Rollwiederstand wieder etwas an Reichweite, aber ich denke da muss man zugunsten der Sicherheit Kompromisse eingehen. Dir als Twike Neuling würde ich ausserdem raten eine solche Tour erst nach einiger Praxis mit dem Fahrzeug in Angriff zu nehmen. Erst mal ein Jahr lang während dem Studium viel Twike fahren und Erfahrungen sammeln. Nur so kannst Du dir ein Bild davon machen was Du dem Fahrzeug und Dir selber zumuten kannst, und bekommst eine Ahnung worauf Du dich mit der geplanten Tour einlässt. Sicher werden Dir auch die anderen Twiker gerne mit Ihren Erfahrungen zu Rate stehen soweit Sie das können. Ralph Schnyder, einer der Twike Väter hat selber schon viele Touren dieser Art mit dem Twike unternommen, und auch an der Rally durch Australien mit seinem Twike teilgenommen. Er kann dir sicher kompetent Auskunft geben. Eine gute Idee wäre es auch wenn Du zu den diversen Treffen gehst und Dich vor Ort informierst.

 

Viel Erfolg und noch einen schönen Sonntag

 

Dirk + TW 423

 

Geschrieben
  • Autor

Hallo Dirk,

 

danke fürs antworten. also nein, ein ANhänger kommt nicht in Frage. Ich reise auch alleine und habe nicht viel Gepäck. Mit den Akkus kommen für mich nur die 24 in Frage, finanzielle Gründe....

Losgehen solls bereits gegen November. Aber erst auf Deutschlandtour um Sponsoring zu betreiben und Freunde zu besuchen.

Mit den 200km würde ich schon an Reichweite zurecht kommen....da ich viele viele LEute besuchen will und parallel noch eine online Fortbilung mache, da lassen sich stopps gut einfügen.

 

Die Tour nach Marokko soll die Vortour für die eigentliche große Tour nach Jordanien werden. Marokko kenne ich durchs Fahrrad wie meine eigene Westentasche, da mache ich mir keine Sorgen hinsichtliche WEge und Auftanken, aber den WEg überItalien und Türkei , das wäre unbekanntes Neuland.

 

Hinsichtlich anfälligen Reparaturen habe ich Hoffnung, da ein Neuwagen, das erstmals nichts anfällt.

 

Gerne komme ich zu einem Twike treffen. Wann und wo? Wenn ich dann mal ein Twike habe gehts auch leichter mit hinkommen. Bin in Freiburg ansässig, also gleich bei der Schweiz. Twikebestellung dauert 6 bis 8 Wochen.

 

Grüße

 

Silvia

Geschrieben

Bzgl. Versicherung:

Ich habe ein gutes Angebot (mit Teilkasko) von der RuV bekommen.

Und nebenbei nur von denen eines mit Vollkasko.

 

Gruß

Thomas

 

Geschrieben

Hallo Silvia,

 

Da hast du ja Grosses vor. So eine Reise schwebte mir auch schon mal vor.

Inzwischen brauche ich das Twike aber für meine täglichen Arbeiten und Wege. Ab und zu gehe ich auch mal gerne auf Tour. Da ist DE und die CH wohl das einfachste Pflaster da es überall gelistete Ladetationen gibt http://lemnet.org was das Reisen sehr vereinfacht.

 

Auch wenn du ein Neufahrzeug hast und dies vermutlich recht zuverlässig läuft, wäre es gut wenn du während deiner Zeit im Ausland einen erfahrenen Twiker oder Servicestelle jederzeit kontaktieren kannst. Natürlich würdest du auch in diesem Forum jederzeit Hilfe finden.

 

Die Treffen mit Twiker sind tatsächlich immer toll, das kann ich nur empfehlen. Da triffst du sehr nette Leute.Auch gibt dir dies eine sehr guten Ueberblick an verschiedenen technischen Lösungen, da viele Twikes vom Besitzer/in z.T. individuell angepasst wurden.

 

Wo die nächsten Treffen in DE und CH stattfinden findest du jeweils auf der Twikeklub Website:

http://www.twikeklub.ch/index.asp?PA=page.asp?DH=21

 

Weiterhin viel Spass und Erfolg bei der Planung deiner Ziele.

Wäre super wenn wir eine weitere Twikerin bei uns begrüssen könnten.

 

Stefan

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Geschrieben
  • Autor

So, mein Auto geht hoffentlich morgen in Bestellung:D

 

Mit der Versicherung bin ich soweit gekommen, dass speziell für die

Twikes in Deutschland die Zürcher sich verantwortlich fühlt.

 

Das sind 248 Euro im Jahr mit Vollkasko und Versicherungsschutz in ganz Europa inklusive der Mittelmeeranrainer.

 

So, in Marokko wär ich also versichert. Aber was mache ich in Jordanien?

 

An alle die, die schon im entfernteren Ausland mit dem Twike waren, irgendwelche Vorschläge für eine weltweite Versicherung? ADAC?

 

Grüße

 

Silvia

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