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Dieseltwike

Featured Replies

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 01.12.01

Time: 15:04:49

 

Danke. An 3 kW habe ich gar nicht gedacht, an 1-2 kW und die aus einem Knickpleuelmotor, der ein wesentlich höheres Drehmoment und bessere Abgaswerte bei weniger Vibrationen hat. Derartige Kleindiesel liefen schon bei Mederer im Versuch. Das Diesellok-Prinzip hat etwas für sich. Die Elektronik wird sehr aufwendig und kann trotzdem nicht die Umwandlungsverluste eliminieren. Aber der Multihybrid-Antrieb mit Muskel-Strom-Diesel-Variation wäre faszinierend. Derzeit fahre ich 80.000 km/a beruflich. Wenn ich von 8 auf 1,5 L/100km herabkomme- das wäre schon ein Quantensprung. Gruß Toni

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Tage mit vielen Beiträgen

Geschrieben

Von: Wolfgang Jenne, [email protected], TW311

Date: 01.12.01

Time: 17:44:22

 

Hallo Toni,

 

da der Diesel ja die langen Distanzen abdecken muss, sollte die Dimensionierung auf die gewünschte Fahrleistung, respektive Geschwindigkeit abgestimmt sein. Daher glaube ich nicht so recht an die 1-2 kW, da auch das Twike im oberen Geschwindigkeitsbereich seine Leistung braucht (ca. 5 kW). Der Muskelantrieb trägt mit 200 Watt dann leider nicht mehr allzuviel dazu bei.

 

Eine Direktkopplung des Diesels in den Antriebsstrang kommt imho nicht in Frage, da der Diesel nur ein kleiner Drehzahlbereich hat, und ein mechanisches Getriebe mit Gängen auch wieder schwer und kompliziert wird.

 

Das führt uns zum Toyota Hybrid Prinzip. Denn Toyota Hybrid durfte ich mal genauer anschauen, obwohl das fasziniert, bin ich von dessen Prinzip nicht mehr ganz überzeugt, schliesslich benötigt er auch seine 6 l/100 km, welche hauptsächlich dadurch zu Stande kommen dürften, dass ständig ein Teil der Antriebsleistung in Strom gewandelt wird und über einen weiteren Elektromotor wieder in den Antriebsstrang gespiesen wird. Ausserdem ist das Teil halt ein Auto und daher viel zu schwer.

 

Zurück zum Twike: Die Batterien bringen etwa 90 kg auf die Waage. Der Motor hat meines Wissens etwa 25 kg. Das heisst alles was Du machst sollte nicht viel schwerer als 150 kg werden. Ich denke das ist eine grosse Herausforderung !

 

schöne Grüsse,

 

Wolfgang

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 02.12.01

Time: 11:30:23

 

Danke Wolfgang du hast sicher recht. Für eine langstreckentauglichkeit sollte das "Dieseltwike" genug Leistungsreserven haben.z.B. den 5,5 kW Motor 1B30 von HATZ: http://www.hatz-diesel.de/deutsch/motor/motor1b.htm Der wiegt 33 kg ohne Nebenaggregate (Anlasser/Lichtmaschine) Lichtmaschine braucht er keine, wenn er nur einen Generator betreibt. Handanlasser/Seilzugstarter möglich. 1 Liter=1 kg Pflanzenöl entspricht ca. 10 kWh Energie. Der Hatz hat einen mech. Wirkungsgrad von 34%. So kann mit ca. 3 kWh aus einem kg Treibstoffgewicht PÖL gerechnet werden. Welche Enegiedichte haben die derzeit besten Orginalbatterien pro kg? 1 Liter PÖL kostet derzeit 1 SFr.=ca.0,55 EURO 1 kWh Solarstrom kostet in Deutschland derzeit 0,5 EURO. Wo ist der Unterschied zwischen Photovoltaik und Photosynthese, außer daß Solarzellen mit viel grauer Energie aufwendig hergestellt werden, während Raps und Sonnenblumen sich mit Bienen und Schmetterlingen selbst reproduzieren. Wir (in der EU) zahlen Landwirten bis zu 1600 EURO/ha Flächenstilllegungsprämien. Warum also keinen natürlichen Motorkraftstoff aus der Landwirtschaft. Ist ein kleiner Diesel grundsätzlich böse und ein E-Antrieb immer gut. So ein einfaches Schwarz-Weiß-Weltbild darf man sich nicht machen. Sicher wäre es das einfachste (und wesentlich billiger, bequemer und sicherer!!!) einfach einen SMART mit Biodiesel (verestertem Rapsöl) zu betreiben und sich einen Liegerad-Hometrainer dazu zu kaufen. Aber genau das will ich nicht, weil ich das TWIKE konzeptionell verliebt bin. Leider bewege ich mich sehr selten in der 10-40 km Distanz sondern muß an einem Tag nach Innsbruck oder nach Aarberg und zurück, von Lindau aus . Die Eisenbahn ist für mich keine Alternative. Das habe ich lang genug erprobt. Gruß Toni

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