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60 Tage Tesla Model 3 - meine Erfahrungen

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Auch wenn es schon unzählige Berichte zum Tesla Model 3 gibt, so möchte ich einige gemachte Erfahrungen trotzdem festhalten. 

Warum ein Model 3?

Kurzer Rückblick: Zwischenzeitlich sind es nun 12 Jahre her, seit ich den Entschluss fasste, meine individuelle Mobilität elektrisch abzudecken. Viele Kaufoptionen gab es damals noch nicht. Der Tesla Roadster war hochpreisig und auch die neuen Think City A203 (mit Lithium Ionen Akku) waren mit über 40'000 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. So wurde es dann ein Twike. Zugegeben, auch dieses war nicht gerade günstig, aber mit neuer Li-Ion Technik ausgerüstet und dank guter Effizienz, waren auch grössere Strecken ohne allzu lange Ladezeiten möglich. Zudem war das Fahrzeug technisch voll ausgereift und Vor-/Nachteile sowie Eigenheiten bestens bekannt. Von Elektrofahrzeugen mit breitem Leistungsspektrum wie sie moderne EVs heute bieten, wir alle träumten damals noch davon. 

Die in den frühen 10er Jahren erscheinenden EVs wurden zwar immer alltags-tauglicher und besser, aber meist gab es noch Details die verbesserungsfähig waren. Preis, Ladeleistungen, Reichweite oder fehlende Ausstattungsoption sowie Modellvielfalt waren häufige Kritikpunkte. Heutige EVs habe in diesen Bereich kaum mehr Kritik zu fürchten.

Mit dem Model 3 gingen nun einige Erwartungen und Wünsche aus der damaligen Zeit in Erfüllung. Gerne berichte ich, wie ich das Model 3 in den ersten 60 Tagen erleben durfte.

Da ich ein schon ein paar Tage Fahrerfahrung mit Teslas mitbrachte (Fahrzeugmiete), war mir einiges schon bekannt. Entsprechend schnell habe ich mich an die Hauptfunktionen gewöhnt. Ich musste aber schnell feststellen, da gab da noch so einiges das ich noch nicht kannte, u.a. Konfigurationseinstellungen und z.B. die Funktionalitäten der App. Der Alltag brachte dann weitere Erfahrungen mit sich. Dinge die einem trotz Studium von Youtube Videos, Blogs und Foren verborgen bleiben können. Ein Auszug:

Blinker - Die Funktionalität des Blinkers war für mich Anfangs ein Rätsel. Ein Antippen löste oftmals nur ein einmaliges Blinklicht aus. Ich merkte dann, dass für ein dreimaliges Blinken der Blinker nur sehr kurz angetippt werden muss.

Phantom Braking - Irgendwann passierte es. Es war in einem Tunnel, bei normalem Verkehr. Plötzlich bremst der Tesla stark ab. Schnell wieder auf das Strompedal gedrückt ging es weiter...Nach etwas Google Recherche war es dann klar um was es ging. Seither gab es vereinzelt wieder Bremsungen, aber alles kein Problem sofern man das Fahrzeug überwacht. 

Navigation - Zwar kannte ich die Navigation mit Google Maps von meinen Mietfahrzeugen her. Doch mit der täglichen Nutzung kommen neue Erkenntnisse dazu. Wird Englisch als Navi-Sprache genutzt, so werden auch die Straßennamen in Englisch ausgegeben. Das tönt ziemlich unverständlich...Auch verbesserungsfähig ist die Möglichkeit im Navi Zwischenziele einzugeben. Gemäß Elon Musk soll dies noch kommen. Toll hingegen ist die Einblendung von Navi-Infos im linken Bildschirmteil bei den wichtigsten Fahrdaten, wenn die Haupt-Navi Anzeige durch andere Seiten verdeckt ist. Schön gelöst ist auch die Einbindung von SuC, sowie Infos zu deren Belegung usw. 

Lüftung komplett ausschalten - Öffnet man ein Model 3, so geht in der Regel Lüftung, Navi, Musik usw. automatisch an. Das ist soweit sehr praktisch, aber manchmal möchte man die Lüftung nicht jedesmal ein-/ausschalten wenn die Türen auf und zu gehen (aus welchen Gründen auch immer). Durch längeres Drücken des Lüftersymbols, kann die Lüftung manuell abgeschaltet werden. 

Spiegel nicht automatisch einklappen - Noch etwas aus aktuellem Anlass. Vor kurzem gingen die Temperaturen in den Keller. Da ich kurz davor bei Schneematsch noch unterwegs war und dann das Auto im Carport abstellte, war am nächsten Morgen alles eingefroren, inkl. Spiegel. Nachdem ich diese vorsichtig mit einem Föhn aufgetaut hatte, konnte ich danach das autom. Einklappen abschalten. Zumindest im Winter je nach Situation empfehlenswert. Die Türgriff-Federn habe ich zudem mit etwas Oel beträuftelt. So sollten auch dise nicht mehr festfrieren. 

Was es sonst noch anzumerken gibt

Es ist das interessanteste Auto das ich je gefahren bin. Es besticht durch neue, innovative Lösungen. Vor allem was Ladetechnik & Connectivity angeht ist es top. Es ist durch und durch ein EV und es macht enorm viel Freude damit die E-Mobilität anzukurbeln. Wem zudem ICT Freude bereitet, ist hier goldrichtig. Anderes wiederum könnte noch besser sein. Z.B. die Verarbeitung. Mein Eindruck dazu bislang: Hier empfiehlt es sich wachsam zu bleiben und falls nötig etwas genauer hinzuschauen. So kann man falls nötig entsprechend Abhilfe schaffen. Die Freude an innovativer Technik überwiegt jedoch und ich kann damit gut leben. Funktionierende Ladetechnik und deren zuverlässige Steuerung sind mir bei einem EV viel wichtiger. 

Welche Tipps gibt es sonst noch die neue Model 3 Besitzer kennen sollten?

Photo: Tesla Model 3 LR - Jg. 2020

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