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Elektroanschluss Sammelgaragen

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Geschrieben

Hallo,

wir sind eine Eigentümergemeinschaft von 22 Reihenhäusern und haben unsere Garagen in einem Garagenhof zusammengefasst. Bisher hat keine Garage einen Elektroanschluss.

Da es jetzt doch mit der Elektromobilität losgeht, möchten wir die Garagenanlage mit einem zukunftsfähigen Anschluss ausstatten. Da sich allerdings nicht alle anschließen lassen möchten, rechne ich mit ca. 12-15 Anschlüssen, die allerdings auch erst in mehreren Jahren mit Wallboxen ausgerüstet sein werden.

Der Netzbetreiber bietet uns verschiedene Anschlüsse an; der kleinste würde 30kW liefern mit Ausbauoption auf 60kW.

Aus den diversen Info-Blättern entnehme ich einen Gleichzeitigkeitsfaktor von ca. 0,4 d.h. wir kämen im Endausbau gerade so hin.

Hat jemand ein ähnliches Problem und schon Erfahrungen auf diesem Gebiet, evtl. mit einem dynamischen Lastmanagement?

Geschrieben

Hallo retro044, 

Selber bin ich in der komfortablen Lage, dass in unserem Haus höchstens zwei Parteien gleichzeitig laden. Solche Fragen kommen aber aufgrund der Verbreitung von E-Fahrzeugen immer mehr auf und ich versuche meinen Teil beizusteuern. Auch dürfte es hier im Forum vermehrt diskutiert werden. 

Wie ich aus verschiedensten Diskussionen weiß, sind die Anwendungsfälle immer recht unterschiedlich und es gibt daher kaum die "All-in-one" Lösung, d.h. es sind oftmals individuell ausgearbeitete Lösungen gefragt. Es sei denn, man greift etwas tiefer in die Tasche und besorgt sich ein System dass alle Eventualitäten abdeckt, was in der Regel seinen Preis hat. Die Ladeinfrastruktur eines MFH mit 10 Stellplätzen kann also durchaus anders ausgelegt sein, als diejenige einer Wohnbebauung mit 50 Stellplätzen.

Faktoren die ein Fachbetrieb in Betracht ziehen sollte:

  • Dimensionierung des Hausanschlusses
  • Evtl. bekommen die Garagen einen eigenen Hausanschluss, d.h. Möglichkeit eines statischen Lastmanagements?
  • Bedarf Anschlussleistung pro Wohnung (Hausteil)? Z.B. 18kW pro Reihenhaus
  • Anzahl Plätze die von Beginn weg genutzt werden resp. Durchschnittsbedarf im Endausbau
  • Durchschnittliche Jahresfahrleistung, z.B. 20'000km
  • Durchschnittsverbrauch, z.B. 20kWh/100km
  • In welcher Zeitspanne soll der Tagesbedarf geladen werden können, z.B. innerhalb 12h (Nacht)
  • Prozentualer Anteil der auswärtigen Ladevorgänge?
  • Welche max. Ladeleistung soll pro Stellplatz zur Verfügung stehen? 


Beim letzteren Punkt gehen die Meinungen oftmals auseinander. Geht man von der typischen täglichen Fahrdistanz von nur 33km aus, so dürfte wohl ein 3.6kW Anschluss reichen. Aber was, wenn der Eigentümer am Sonntagabend mit leerer Batterie zuhause ankommt und am Montag morgen bereits wieder mit z.B. voller 80kWh Batterie losfahren möchte? Ist es sinnvoll diesen Anwendungsfall ebenfalls abzudecken? Oder würde es auch reichen, 1-2 gemeinsame Ladeplätze für beschleunigtes 11-22kW Laden (z.B. auch für Besucher) einzusetzen und den Rest mit je 3.6kW Anschlüssen auszustatten?

Es ist gut möglich, dass dynamische Lastmanagement Systeme in den ersten Nutzungsjahren noch nicht wirklich aktiv eingreifen müssen. Man könnte also wohl auch ohne Lastmanagement einige 3.6kW Anschlüsse problemlos betreiben. Insofern wären wohl Lösungen interessant, die eine Erweiterung auf ein aktives Lastmanagement System jederzeit kostengünstig möglich machen. 

Auch eine interessante Lösung: https://chargex.de/vermieter-eigentuemer/

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Geschrieben

Hallo retro044

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht eure Häuser mit Solar auszustatten ?

22 Häuser zusammen gut geplant, bekommt ihr eine supper PV Anlage hin, die euren Stromverbrauch deckt und noch genügend Reserve hat, zumindest ausser Winterquartal

die BEVs zu laden. Die bidirektionale Ladestationen kommen und dann macht es richtig Sinn.

Aber ich weiss auch, das geht Heute noch nicht, ist zu neu, noch nicht in den Köpfen. ?

Habe versucht Nachbarn zu überzeugen, nicht ihr noch fast neu aussehendes Haus zu streichen sondern PV auf die Dächer zu montieren. Keine Chance, daher ich weiss, bringt nichts, man muss die Leute in das offene Messer treten lassen, danach kommen dann, warum, wiso,weshalb.....

Ich bin kein Fachmann, verdiene nichts dabei, also ich lasse weitere Versuche.  

bearbeitet von fruba

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