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e.GO setzt ausser bei Kurzstrecke auf Plug-In Hybrid-Technik

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...nicht im 2018 auszuliefernden "Life" aber für die generelle Stossrichtung der e-GO Mobile AG dürfte dies schon zutreffen. Zumindest so lange wie CEO Günther Schuh das Unternehmen führt.

Er ist generell nicht überzeugt davon dass Elektroautos auf längeren Strecken erfolgreich sein werden wie man verschiedenen Interviews entnehmen kann. Z.B. hier:

http://unternehmen-heute.de/news.php?newsid=477938

Erkennbar ist dies auch an seinem eigenen Gefährt, einem Porsche Cayenne.

 

Auszug aus dem Presseartikel:

"Ich werde immer wieder gefragt, warum die Leute keine Elektroautos kaufen - am Preis könne es doch alleine nicht liegen. Und dann sage ich: doch!", so Schuh im Gespräch mit auto motor und sport. "Hier wird der Nutzen reduziert und der Preis verdoppelt. Dann ist der Markt tot."

 

"Wir haben aktuell 30 Modelle auf dem deutschen Markt, die kaum einer kauft. Da müsste man ja verstanden haben, warum nicht", so Schuh. "Angeblich wollen die Leute größere Batterien und mehr Ladesäulen. Und da sage ich: Nein, das allein löst das Problem nicht." Nicht ohne Hintergedanken und eigene Interessen im Blick setzt der Experte auf Plug-in-Hybridmodelle als Antriebstechnologie der Zukunft. "Und die kann keiner so gut bauen wie unsere Autoindustrie."

 

Die Einstellung mag gut zur aktuellen Zeit passen, denn obwohl für immer mehr Hersteller klar ist dass PKWs immer stärker elektrisiert werden (bis hin zum reinen BEV), so gibt es auch einige Skeptiker die dem Elektroauto weiterhin nicht in allen Anwendungsfällen gute Zukunftschancen zuteilen.

 

Klar, gewisse Sparten haben grössere Herausforderungen als andere. Kurz- bis Mittelstrecken sind mit aktueller Batterietechnik schon heute recht problemlos zu meistern. Bei Strecken über 400km wird es etwas schwieriger und auch teurer. Nur wenige Modelle resp. Tesla bieten hier aktuell gute Lösungen. Für viele Käufer sind die Wagen aber nicht erschwinglich. Ich gehe allerdings davon aus dass sich dies in kommenden Jahren noch um einiges verbessern wird. Ob dann Plug-In Hybride noch interessant sein werden? Meine Einschätzung geht dahin dass diese dann (2025?) allenfalls noch für regelmässige Vielfahrer interessant sind. Das BEV für den Otto Normalverbraucher hat m.E. jedoch gute Chancen sich auch auf der Mittelstrecke zu etablieren. Mit einer Winterreichweite von >300km und Schnellladefähigkeit >50kW sind die Voraussetzungen für eine breite Masse gegeben, sofern die Gesamtkosten nicht höher als beim Verbrenner ausfallen.

 

Zurück zum "Life" resp. der e.GO Mobile. Es wird dort voll elektrisiert wo dies technisch bereits möglich ist, ohne jedoch das Auto zu verteuern. Für andere Einsatzbereiche ist ein Plug-In Hybrid Antrieb vorgesehen. Für viele Elektromobilisten geht dies zuwenig weit, sie wünschen sich eine optional Schnellladeoption und ich schliesse mich dieser Meinung an.

 

 

Auch die Hoffnung, dass die Anschaffung durch niedrigere Batteriepreise preiswerter wird, teilt Schuh nicht. "Ich werde niemals mit rein batteriegetriebenen Elektroautos wirtschaftlich weit und schnell fahren können - weder in fünf noch in zehn Jahren."

 

"Schnell und weit fahren zu können" ist eine dehnbare Umschreibung. Nicht allerorts gibt es diese Anforderung so ausgeprägt wie in Deutschland mit schnellen Autobahnen und relativ grossen Distanzen. Die Mehrheit der Bevölkerung fährt nur relativ selten mehr als 600km pro Tag. Daher wäre vielen Fahrzeugnutzern geholfen wenn eine komfortable Batteriekapazität für den täglichen Gebrauch zur Verfügung stehen würden, gepaart mit einer Schnellladeoption für die längere Reise.

 

Elektroautos nur als Stadtautos zu entwicklen ist zwar aktuell relativ einfach umsetzbar, aber ob dies auch der Einsatzbereich für die kommenden Jahre sein wird?

Autos und Stadt ist grundsätzlich nicht die ideale Kombination, Gewerbe mal ausgenommen. Oft fehlt der Platz oder z.B. Lademöglichkeiten für Mieter - auch der Grund wieso viele Stadtbewohner kein eigenes Auto besitzen.

 

Der e.GO Life könnte trotzdem erfolgreich sein. Für Lieferfirmen etc. ist er recht passend. Als Zweitwagen für Pendler auch. Womöglich reicht dieser Markt bereits um ihn zum Erfolg zu führen.

Bezüglich der Zukunft von Plug-In Hybriden bin ich etwas skeptisch. Die sind wohl eine passende Alternative für die Übergangszeit, jedoch nur solange bis BEVs die Mittelstrecke auch preislich bedienen können.

 

Die e.GO Mobile und ihr Life sind erfrischend realistisch was die Umsetzung angeht. Was ich etwas vermisse ist jedoch eine Prise "mehr Zukunft". Aber vielleicht kanns es mir nicht schnell genug gehen. :)

 

Wie seht ihr die Strategie der e.GO Mobile?

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