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Verbindungsbügel Chassis / Space-Frame gerissen - Behelfslösungen

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Hallo,

 

ich besitze seit 4 Tagen das TWIKE 564 und bin damit schon über 500km zur Überführung gefahren. Dabei habe ich es auch in Rosenthal durchchecken lassen. Dabei ist leider entdeckt worden, dass der im Betreff genannte Bügel (siehe auch Foto) gerissen ist. Kostet wohl viel Arbeitszeit, da ziemlich viel ausgebaut werden muss. Ich habe das jetzt erstmal nicht machen lassen,, obwohl es relativ kurzfristig erledigt werden müsste; von mir ist Rosenthal aber 200km entfernt.

 

Meine Fragen an euch:

Hatte jemand schon einmal einen ähnlichen Defekt? Wie ist er/sie vorgegangen? Hat es jemand schon selbst probiert? Könnte das ein interessierter KfZ-Mechaniker auch? Hat jemand eine Idee für mögliche Behelfslösungen (Bügel ist aus Guss-Alu)?

 

Viele Grüße

 

Christian

Geschrieben

Hallo Christian,

 

die Schraubverbindungen des Überroll-Verstärkungsbügels scheinen eine notorische Schwachstelle zu sein. Bei meinem TW415 sind auf einer Seite die Schraubenlöcher aussen ausgerissen und auf der anderen Seite zusätzlich noch die Muffe, ebenfalls aussen. Die Muffe ist besonders ärgerlich, weil diese oben am Spaceframe angeschweisst ist und somit quasi nicht ersetzt werden kann. Bei mehreren anderen Twikes habe ich an dieser Stelle Risse in dem Muffen gesehen. Korrosion ist ein zusätzlicher Zerstörungsfaktor, besonders an der Aussenseite wo im Winter das Salzwasser ranspritzt.

 

Heinz Mundwyler hat mir damals eine Platte aus V4A Stahl von unten auf die Klammern angepasst. Über das Vierkant vom Spaceframe wurden von oben U-förmige V4A-Stahlbügel gelegt, mit welchen die Platte nach oben gezogen und damit an die schadhaften Klammern gedrückt wird. Seit 2013 funktioniert das jetzt recht gut. In Deinem Fall würde ich den Bügel aber austauschen lassen, insbesondere weil er innen gebrochen ist und auf dieser Seite gar keinen Halt mehr bietet. Nach dem Austausch an der Aussenseite dann grosszügig mit Korrosionsschutz behandeln!

 

 

Gruss aus der Schweiz,

Florian + TW415 + TW713

 

 

Geschrieben
  • Autor

Hallo Florian,

 

vielen Dank für deine Antwort. Interessant, dass das eine Schwachstelle zu sein scheint - so klang das in Rosenthal nicht. Ja, ich habe den Bügel inzwischen bestellt - eine KfZ-Werkstatt hier traut sich den Austausch zu. Klappt das nicht, dann muss ich ins 90km entfernte Öhringen. Momentan fahre ich noch so - ohne irgendwelche Behelfe.

Korrosionsschutz ist sicher eine gute Idee, danke für den Hinweis.

 

Viele Grüße

Christian

Geschrieben

Hallo Christian,

 

ich habe bei meinem alten Twike (TW081) den Bügel auch mal tauschen lassen und dabei geholfen.

Das Problem ist, dass der Bügel beim Motor über dem Kettenkasten verläuft.

Der Kettenkasten ist aber mit einer Schraube von hinten aus Richtung des Batteriekasten verschraubt und zum Absenken muss diese SChraube heraus.

Bei meinem Batteriekorb (Umbau auf 16Ah Lion 2008) fehlte an dieser Stelle ein Loch ...

Daher mussten nicht nur ein paar Akkublöcke heraus sondern der ganze Korb!

Dann kommt man an diese Schraube heran.

Bei 2 x 4,8Ah und Umbau 2010 könnte es sein, dass a) an besagter Stelle ein Loch im Batteriekorb ist und b) das Loch über den beiden Akkureihen liegt.

Zu allem Überfluss muss der Kettenkasten auch vorne bei den Pedalwellen gelöst werden, damit er hinten nach unten gekippt werden kann.

Nach dem Zusammenbau muss man dann die Wellen wieder ausrichten, damit die Freiläufe (Fahrer/Beifahrer) nicht verspannt sind.

 

Alles in allem also nicht wenig Arbeit.

 

Gruß

Heinz-Peter

 

Geschrieben

Hallo Ihr lieben

 

Nun gebe ich mein Senf auch noch dazu:oops:

 

Ich habe und Hatte dieses Problem auch bei meinem Twike 209 (17 Jahre jung). Bei mir riss die Schweissnat im Twike beim Spaceframe.

 

Als ich das sah sass ich zuerst mit Thomas Bechtiger eine halbe Stunde vor dem Twike und studierte. Dann kam der Entschluss und die Idee! Wir machten dann eine Durchgehende Schraube durch alle Teile und das hält jetzt Problemlos seit bald 2 Jahren. Bei Twike gesprächen stellte sich dann heraus das z.B. Stephan Meister der Klubpräsident hatte dieses Problem auch schon so gelöst.

 

Achtung unten darf die Durchgehende Schraube nicht zu weit vorschauen ansonsten könnte mal bei einer starken Bodenwelle die Achse an der Schraube aufschlagen. Bis jetzt ist mir das noch nie passiert!

 

Auf jeden Fall rate ich jedem Twiker vor Wintereinbruch das ganze Twike von unten zu reinigen und dann mit einer angemessenen Schicht Kettenspray ein zu sprühen. ( Entpfelung von Thomas Bechtiger Twike Zürich Servicestelle)

 

 

Viele Grüsse

 

Stefan

 

TW 209:P:P:P

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