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Problem mit dem Umrichter

Featured Replies

Geschrieben

Hallo zusammen.

 

Wir haben an Twike 081 vermutlich ein kleines Problem mit dem Umrichter:

 

TWIKE normal gefahren, keine besonderen Vorkommnisse

· Zum laden in Schaltuhr eingesteckt (Stromlos, Twike hat aus NiCd-Zeiten noch die Lade- und Entladelogik)

· Nach dem Laden wieder ausgesteckt (Stromlos) und Netzstecker im TWIKE wieder verbunden

· Not-Aus Schalter eingeschaltet. Unteres Bedienfeld blinkt im Halbsekundentakt(alle LED und Hintergrundbeleuchtung vom Display (siehe Video). Man hört ein Relais im selben Takt ganz leise klacken, es ist aber nicht zu hören, ob dieses Relais im Frequenzumrichter sitzt, oder wo anders. Außerdem hört man den Lüfter vom Frequenzumrichter.

· Der gleiche Fehler tritt auch auf, wenn man das TWIKE wieder ans Ladekabel hängt.

· Das einzige was funktioniert ist das 12V Netz, das Fahrlicht lässt sich einschalten.

 

Was wir bisher versucht haben:

· Am Frequenzumrichter liegen 375V Batteriespannung an

· Am Geschwindigkeitssensor (Klemme 4 auf Klemme 11) liegen statt 24V nur rund 11V an. Daraufhin haben wir den Lüfter vom Umrichter abgeklemmt. Spannung am den Klemmen von Sensor jetzt rund 16V.

· Unteres Bedienfeld ausgebaut und direkt am Umrichter eingesteckt (ohne Änderung an Blinken)

· Stecker 850 am TWIKE Anschlussprint ausgesteckt, Geschwindigkeitssensor abgeklemmt, Bremslichtrelais Klemme 14 (PS 2) und Klemme 15 (PS 3) abgeklemmt (ohne Änderung an Blinken)

 

Vermutlich liegt der Fehler also im Umrichter

 

Hat jemand eine Idee, was da defekt sein könnte?

 

Gruß

Heinz-Peter

Geschrieben

Moin !

Es war eine Fehldiagnose mit den kaputten Wechselrichterrealis.

Ich kann dir leide nicht helfen.

Kennst du Dr Matthias Degener ?

Der ist der Kompetenteste TWIKE-Schrauber den ich kenne.

Er hat mindestens genausoviel drauf wie Bernd Werner.

Wenn du Ihn nicht kennst soll ich eine Verbindung zu Ihm herstellen?

 

Mein TWIKE steht seit dem 30.4. Wegen einer kaputten AK-Platine. Hast du vieleicht noch eine heile oder kaputte für mich.

 

Gruß Ansgar Wulf

  • 2 Jahre später...
Geschrieben

Hallo gibt es hier eine Lösung?

Habe genau das gleiche Problem.....

Danke falls es Antworten gibt

Erik

Geschrieben

Hey Erik,

 

Startet der Umrichter, wenn Du das Twike versuchst zu laden? Falls ja, dann kann es auch ganz banal ein hoher Übergangswiderstand in der Zuführung von der Batterie zum Umrichter sein, hervorgerufen durch angekokelte Stecker. Wenn auch noch die am Umrichter an den Anschlüssen B+ und B- gemessene Spannung (Vorsicht! 400V!) beim Aufstartversuch im Takt des Blinkens des Displays stark schwankt, dann schau Dir zuerst mal folgendes an:

 

1) Stecker X8 auf dem AK-Print (Speisung Umrichter mit 400V DC von der Batterie und mit 230V vom Netz)

2) Stecker X17 / X18 / X19 auf dem AK-Print

3) Anschlussklemmen B+, B- am Umrichter

 

Wenn der Umrichter selbst mit Hilfe der 230V Ladespannung aus der Steckdose nicht hochstartet, dann besteht i.d.R. ein Problem mit der internen Generierung der verschiedenen Versorgungsspannungen. Werken am Umrichter-Powerboard setzt voraus, dass man weiss was man tut, und sich der Gefahren bewusst ist. Das hier kann man mit etwas erweitertem Basis-Equipment grad noch selber machen:

 

1) Lötstellen der Leistungswiderstände (im Foto blau eingekringelt, 1x 100kOhm 5W, 1x 470Ohm 3W, 1x 10kOhm 3W) erneuern. Hierzu das ganze Zinn absaugen und frisches Zinn + Flux auftragen. Vorsicht: Die sehr dünne Leiterbahn beim 100kOhm Widerstand Richtung Leistungsrelais reisst sehr leicht ab!

 

2) Lötstellen beim Leistungsrelais (gelber Kringel) nachlöten.

 

3) Auf dem Foto rot eingekringelte Dioden kontrollieren.

 

4) Auf dem Foto grün eingekringelte Kondensatoren tauschen (47uF Distrelec Artikel 167-04-565, 220uF Distrelec Artikel 167-04-274)

 

Wenn es danach immer noch nicht tut, dann wird es komplizierter...

 

 

 

Gruss,

Florian + TW415 + TW713

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Geschrieben

Hey Erik,

 

Startet der Umrichter, wenn Du das Twike versuchst zu laden? Falls ja, dann kann es auch ganz banal ein hoher Übergangswiderstand in der Zuführung von der Batterie zum Umrichter sein, hervorgerufen durch angekokelte Stecker. Wenn auch noch die am Umrichter an den Anschlüssen B+ und B- gemessene Spannung (Vorsicht! 400V!) beim Aufstartversuch im Takt des Blinkens des Displays stark schwankt, dann schau Dir zuerst mal folgendes an:

 

1) Stecker X8 auf dem AK-Print (Speisung Umrichter mit 400V DC von der Batterie und mit 230V vom Netz)

2) Stecker X17 / X18 / X19 auf dem AK-Print

3) Anschlussklemmen B+, B- am Umrichter

 

Wenn der Umrichter selbst mit Hilfe der 230V Ladespannung aus der Steckdose nicht hochstartet, dann besteht i.d.R. ein Problem mit der internen Generierung der verschiedenen Versorgungsspannungen. Werken am Umrichter-Powerboard setzt voraus, dass man weiss was man tut, und sich der Gefahren bewusst ist. Das hier kann man mit etwas erweitertem Basis-Equipment grad noch selber machen:

 

1) Lötstellen der Leistungswiderstände (im Foto blau eingekringelt, 1x 100kOhm 5W, 1x 470Ohm 3W, 1x 10kOhm 3W) erneuern. Hierzu das ganze Zinn absaugen und frisches Zinn + Flux auftragen. Vorsicht: Die sehr dünne Leiterbahn beim 100kOhm Widerstand Richtung Leistungsrelais reisst sehr leicht ab!

 

2) Lötstellen beim Leistungsrelais (gelber Kringel) nachlöten.

 

3) Auf dem Foto rot eingekringelte Dioden kontrollieren.

 

4) Auf dem Foto grün eingekringelte Kondensatoren tauschen (47uF Distrelec Artikel 167-04-565, 220uF Distrelec Artikel 167-04-274)

 

Wenn es danach immer noch nicht tut, dann wird es komplizierter...

 

 

 

Gruss,

Florian + TW415 + TW713

Geschrieben

Hey Erik,

 

Zur Kontrolle, damit wir die gleiche Diode meinen: Siehe Foto. Die und der Elko daneben sind für die Versorgung der Kleinspannungserzeugung verantwortlich. Deshalb kommt der Umrichter nach dem ersten Ankicken nicht richtig hoch.

 

Das ist eine BAV102 (150V, 250mA, Gehäuse SOD-80). Alternativ kannst Du wahrscheinlich auch eine EGL1D (200V, 1A, Gehäuse SOD-80) nehmen. Ich würde bei dieser Gelegenheit alle kleinen Elkos austauschen. Für die vier 47uF Elkos bei den Gateboards setze ich üblicherweise 100uF Kondensatoren besserer Qualität ein (Distrelec 167-04-273 Elko 100uF 50V -40°C 105°C 8000h). Falls Du hierzu den Kartondeckel bei den Gateboards entfernst, diesen sehr vorsichtig von den Gate-Platinen trennen; an der dem IGBT zugewandten Ecke hat es einen SMD-Transistor, welcher oft am Deckel klebt und deshalb gerne Wackelkontakte entwickelt. Beim Wiederankleben des Kartons elatischen Kleber (Silikon oder MS-Polymer) verwenden und diesen nicht an besagtem Transistor auftragen.

 

 

Gruss,

Florian + TW415 + TW713

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