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Motordaten - Gewicht, Effizienz (Wirkungsgrad)

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Geschrieben

Hallo,

 

ich bin neu, noch nicht-Twiker und technikvernarrt. :roll:

 

Ich beschäftige mich schon seit längerer Zeit mit dem Twike - auf rein theoretischer Basis bisher.

 

Ich interessiere mich für zusätzliche Angaben zum Motor, besonders dem 3x3 von Fine / ABM.

Soweit ich bisher herausfinden konnte:

Nennleistung: 3kW

Kurzzeitige Überlastleistung: 9kW (wird entsprechend mit der Racingsoftware genutzt)

 

Es ist ein Drehstrom(?)-Asynchronmotor. Maximale Drehzahl bei 2xxx Umdrehungen pro Minute -> 2 Pol Motor.

 

Grundsätzlich interessiert mich das Gewicht und die Effizienz (Wirkungsgrad) des Motors. Zusätzlich wäre es interessant zu erfahren, ob es sich dabei einfach um einen IEC genormten Standardmotor handelt oder ob es eine Sonderanfertigung ist.

 

Bei ABM gibt es eine Übersicht über die hergestellten Drehstromasynchronmaschinen, da sind auch Typen mit 3kW dabei - der Wirkungsgrad wird mit 82-86% beziffert. Angaben zum Gewicht habe ich noch keine gesehen, habe aber auch noch nicht intensiver bei ABM geschaut, weil ich zunächst abklären will ob es sich überhaupt um diese Motorentypen handelt.

 

Da vermutlich die Frage aufkommen wird, warum ich das wissen möchte (ohne überhaupt ein Twike zu besitzen): in meinem Kopf arbeitet es an den Möglichkeiten ein Langstrecken-Twike zu realisieren, Reichweite 400km+. Dabei spielt der Motorwirkungsgrad ebenfalls eine wichtige Rolle und dementsprechend interessant wäre es zu wissen wie da der aktuelle Stand der eingesetzten Technik ist. (Mir ist durchaus bewusst, dass die Akkus den Löwenanteil zur Reichweite beitragen, aber das ist ein anderes Thema.)

 

Danke schonmal im Voraus,

Bernhard

Geschrieben

Hallo Bernhard

 

Seit ich Letzten Monat beim TÜV war, und dort den neuen ABM 3x3 Motor eintragen lassen musste kenne ich die Motoren Identifikation. "S14052"

Evtl. nutzt Dir diese Angabe ja was bei deinen Nachforschungen. Soweit ich weiss handelt es sich bei den Motoren um normale Standard Industriemotoren

denen man das Getriebe angepasst hat. Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, das ein Ziel bei der Entwicklung des Twike damals war, möglichst viele Standard Teile

zu verwenden.

 

Wenn Du noch detailliertere Informationen zu den Motor Spezifikationen findest wäre es schön wenn Du diese hier im Forum mitteilen würdest.

 

Gruss vom Greifensee bei Zürich

 

Dirk & TW 423.

Geschrieben

Hallo zusammen, ich weiss jetzt dass ich mich mit diesem Beitrag zum BUUmann mache, weil Kritik am Twike nicht gern gehört wird.

 

Also zuerst kurz zu mir. Ich bin ein Mini-eller, der nun ein Twike hat. und daran ist es liebevoll wieder zu restaurieren.

 

Wenn ich die Ausgangsfrage beantworten soll, so gibt es einiges zu sagen. Die Motoren, egal ob Landert, Rüetschi-Grell oder 3X3 sind in meinen Augen nicht das Wahre. Nicht nur, dass die Motoren einen dürftigen Wirkungsgrad haben, sie sind auch sehr suboptimal ins Gesamtkonzept eingepasst:bang:.

Ich habe den super genialen Dreifelscontroller, den ich jedem unabhängig Batteriechemie einsetzbar nur empfehlen kann.

Der Controller misst die Motortemperatur und zeigt diese an. Und da beginnt die Misere. Die Daten des Motors beziehen sich auf 20-30 Grad Betriebstemperatur. Aber der Motor hat innert kürzester Zeit (10-25 Km) schnell mal 50 Grad. Und so steigt der Innenwiederstand,und das Drehmoment nimmt merklich ab und. Schlussendlich vernichtet der Motor durch die Erwärmung nicht nur Energie sondern auch Effizienz......:roll:

 

Weiter sind die Getriebe nicht Brauchbar. Die Getriebe unabhängig der Bauart sind nie wirklich dicht, die Lagerung schreit zum Himmel, und die Spannscheibe sorgt auch immer für genügend unnötige Reibung, welche das Getriebe aufheizt....... Wenigstens hat man es hinbekommen das Getriebe des 3x3 schräg zu verzahnen, aber die restlichen Probleme sind geblieben. :bang:

 

Und zu letzt ist da der Umrichter..... Ueber welchen sich bestimmt schon alle Twiker aufgeregt haben. Er heizt und vernichtet Energie. Und ist nicht vom Nutzer parametrierbar............ Ja hat ein Knorz eines Industriestandartteiles das missbraucht wird aus einer Drehbank oder Lüftungssteuerung.....

Ich weiss nicht ob es eine Tugend ist Standartteile zu verwenden......

 

Ich weiss das Drehstromtechnik state of the Art ist. Aber wenn ich nochmals mit der Restauration beginnen würde, dann würden die zusammengefrefelten Industrieteile rausfliegen und ein Gleichstromantrieb rein kommen.

Vorteile davon sind in meinen Augen: mind. gleiche Effizienz. Batteriesystem kann für einen Bruchteil der Kosten selbst gemacht werden. Motoren gibt es viele erprobte und ohne Kohlenprobleme. Steuerung kostet nichts und frei parametriert werden. Und zum Schluss würde ich das lästige unnötige Getriebe weit weg schmeissen, und einen Riemen oder Kettentrieb reinbauen. Und würde mit himmlischer Ruhe und mindestens gleicher Leistung dahingleiten.

Problem bei dieser Variante. Motor muss alle 30'000 mal angeschaut werden, und es bedarf einer anständigen Verkabelung.

 

Und ich bin mir sicher, ich hätte eine weit höhere Effizienz......

 

Phil

 

Geschrieben
  • Autor

@Dirk:

 

Danke für die Info, leider konnte ich bisher noch keinen Bezug zu der Nummer finden - die Informationen sind bei ABM aber auch eher spärlich als üppig, ich werde wohl mal eine direkte Anfrage schicken ob sie mir Motordaten zur Verfügung stellen können.

 

@Phil:

Kritikfähigkeit sollte eine Eigenschaft sein, die jeder Erwachsene mit sich bringt, und auch eine erwachsene Gemeinschaft sollte damit umgehen können.

 

Das Problem an deinem Beitrag ist nur, dass er das Thema nur streift und sagen wir unsachliche Diskussionen anheizen könnte. Deine Aussagen stützen sich leider nicht auf Daten (aus Datenblättern oder Messungen) die von anderen nachvollzogen werden könnten. Es ist daher recht schwierig etwas sinnvolles zu schreiben. Grundsätzlich stimme ich dir ja zu, dass die Technik vermutlich nicht mehr auf dem Stand der Zeit ist (was ja wenig verwundert bei einem Fahrzeug mit diesem Alter). Da ich aber nicht nur nach meinem Gefühl gehen möchte interessieren mich zuerst die konkreten Daten bevor ich anfange das ganze Konzept über den Haufen zu werfen.

Der Vorteil Standardteile zu verwenden liegt klar auf der Hand: sehr gute Verfügbarkeit, geringer Preis auch bei geringer Abnahme und Austauschbarkeit der Zulieferer. Der größte Nachteil ist auch klar, die Komponenten sind meist nicht optimal auf das System und die Lastfälle angepasst.

 

Aber jetzt schweife ich selbst schon ganz ordentlich vom Thema ab, deswegen belasse ich es mal dabei und hoffe, dass noch ein paar Sachen zu den Motordaten kommen.

 

Bernhard

Geschrieben

Also Daten kann ich nicht liefern, weil ich einfach die Zeit dazu nicht habe. Aber wenn du mal in meiner Gegend bist, können wir es mit der Wärmebildkamera anschauen, und du kannst das veränderte Fahrverhatlen mal hautnah testen, das sich merklich verändert mit der Motorerwärmung. Da der Umrichter ja keinerlei schnittetellen besitzt, und zum Einsatz im Twike vergewaltigt wurde. kann man die Daten die der Umrichter erfasst ja auch nicht auslesen.

 

Zum Argument der Standartteile möchte ich nur sagen, dass die Motoren sau teuer sind, und nicht etwas ökonomisch interessant, weil es Standartteile sind. Und der Umrichter ist mit fast 3000 Euro auch massiv zu Teuer:oops:

 

Ich möchte nur mal zu bedenken geben, wie der Hersteller des Twikes aggiert.

Das Fahrzeug wird verkauft, mit Felgen die nicht mehr produziert werden (Konkurs des Herstellers), und der Woods Umrichter wird auch nicht mehr produziert. Ein Ersatz dafür exisitert nicht auch nicht von einem anderen Hersteller, nicht mit den benötigten Spzifikationen.

Wir fahren, auch wenn die Fz. neu sind mit einem Auslaufmodell, das sich in der nächsten zeit zwingend wandeln müssen wird. Wenn die Lager leer sind, gibts es den Umrichter nicht mehr und auch keine Felgen...............

 

Ich finde das eine zweifelhafte Praxis des Herstellers und daher muss man sich neue Wege überlegen. Und ökonomisch wie Effizienztechnisch sind die DC Komponenten viel interessanter.

 

Darf ich dich fragen ob du schon mal Twike gefahren bist, und andere 3-räderige LEM?

Ich weiss es ist eine Religion, aber nur so kann man die Unterschiede erkennen.

 

Phil

Geschrieben
  • Autor

Ich habe mich mit einer Anfrage direkt (bzw. indirekt über den nächsten Händler) an Fine gewandt. Leider gibt es keine Effizienzeinordnung des Motors - ich bleibe damit wohl eher im Dunkeln. :cry:

 

@Phil:

Bisher bin ich noch kein LEM gefahren - kenne also weder das Feeling vom Twike noch von einem anderen vergleichbaren Fahrzeug. Ich habe nächsten Samstag eine Probefahrt beim Twike Center in Furtwangen vereinbart und freue mich da schon drauf eine "Hands-on"-Erfahrung zu machen.

 

Ohne detailliertere Motordaten ist es schon schwer Kosten/Nutzen-Analyse eines Upgrades zu erstellen (bei der Umstellung auf Synchronmotoren muss natürlich mehr als nur der Motor betrachtet werden). Grundsätzlich wäre es ja möglich aus den Temperaturen einen Wirkungsgrad zu berechnen, aber dafür bräuchte man den thermischen Widerstand - etwas was noch viel seltener angegeben wird und zudem noch stark von den Umgebungsbedingungen (und meist von der Drehzahl) abhängig ist.

 

Milchmädchenhaft (Pi mal Daumen, wie auch immer):

Delta T = Pv * RTh => Pm*(1-Eta) * RTh

 

Eta = 1 - (Delta T) / (RTh * Pm)

 

Wäre bei einem Temperaturunterschied von 30K, einem Widerstand von 0,05K/W und 3kW Motorleistung ein Wirkungsgrad von 80%, bei einem Widerstand von 0,1K/W 90%.

Beide angenommenen Werte sind für Ansynchronmaschinen nicht vollkommen abwegig (siehe auch Temperaturvorausberechnung an oberflächengekühlten Asynchronmotoren). Zeigt, dass ohne genauere Angaben / Messungen wohl so leicht keine Aussage getroffen werden kann.

Geschrieben

Hi Arsenal.

 

Wenn du in Furtwangen bist bist du ca. 30 Km von mir weg, du bist herzlich eingeladen bei mir eine Probefahrt zu machen, und ich habe einen controller (den Dreifelscontroller) welcher die Motortemeratur anzeigt, freilich nur die Oberflächentemp. :bang:

Aber wenn man mal schaut, wei schnell die Motortemp steigt, wird einem schwindlig. Und zudem soll man ja immer laden vor dem Fahren...... Was dazu beiträgt (weil der Motor als Gelichrichterdrossel verwendet wird:bang:), das der Motor schon gut temperiert ist wenn man fertig geladen hat.

Wenn du lust hast, können wir das mal live und in Farbe zusammen beobahten.............

 

Wenn interesse besteht bin ich erreichtbar unter [email protected]

 

P.S. Ich habe noch ein Verlgeichsfahrzeug mit Synchronmaschine.

 

Phil

 

Geschrieben

Der Motor, der Umrichter, Getriebe könnten ruhig alle neuer und moderner sein. Das ist schon wahr.

 

Aber ich bitte zu bedenken, dass das Twike mit seinen Verbrauchswerten trotzdem sehr gut dasteht.

 

Das liegt an genau drei Dingen.

 

Die eigentliche, wirkliche Effizienzsteigerung in den letzten Jahren fand bei den Akkumulatoren statt. Der Ladewirkungsgrad und der Innenwiderstand ist mit den Li-Ion Akkus stark verbessert. Nebenbei gibt es mittlerweile eine phänomenale Reichweite und die Akkus sind im Verhältnis dazu leicht.

 

Das Zweite was das Twike bietet - besser als z.B. Renault Twizy oder Tazzari Zero als zweisitzige Fahrzeuge, ist, dass das Twike um den Faktor zwei leichter ist, was viel ausmacht.

 

Und Drittens hat das Twike eine konkurrenzlos kleine Stirnfläche und daher einen absolut gesehen super-niedrigen Luftwiderstand.

 

Das Twike ist beim cw*F Wert von 0,33 für ein Serienfahrzeug einsam an der Spitze.

 

Link

http://rc.opelgt.org/indexcw.php

 

Daher wiegt vielleicht die nicht ganz so moderne, aber dennoch vergleichsweise effiziente Technik bei einem absoluten Vergleich nicht schwer.

 

Bei halbiertem Gewicht und einen super cw-Wert ist das Twike auch heute noch ein Effizienzmeister.

 

Ich habe mir den Twizy und den Tazzari Zero genau angeschaut. Ich ärgere mich beim Tazzari noch mehr als beim Twizy darüber, dass diese so wenig aerodynamisch gebaut sind....

 

Gruß, Dragan

 

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