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Reichweitenerhöhung durch Ladehalte

Featured Replies

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 02.03.08

Time: 13:58:00

 

Liebe Elektrofahrer!

 

Weil auf dieser Homepage der Bereich „Off Topic/Veranstaltungen“ nicht von allen gelesen wird, habe ich gezielt dieses Thema hier zur Diskussion eingestellt und freue mich über konstruktive Vorschläge zum weiteren schnellen Netzausbau. (Bitte verzeih Admin oder, falls es gar nicht geht, verschiebe das Thema.)

 

Bei der Drehstromkiste hat sich in der letzten Zeit einiges getan. Wir haben versucht, sehr viele eurer Wünsche zu beherzigen und können nach knapp 2-jährigem Bestehen den 50. Drehstromladehalt melden! Das ist aber erst der Anfang, das Netz wird stetig weiter ausgebaut, und so lange ihr euch auch weiterhin so engagiert beteiligt, wird es alle 14 Tage einen neuen Drehstromladehalt in Europa geben.

 

Da häufig ähnliche Fragen gestellt werden, habe ich mir erlaubt die (neuen) Infos in den folgenden kurzen Punkten zusammen zu fassen:

 

1. Der Ausbau des Netzes ist in allen alten Bundesländern erfolgt. Besonders gut ist er in NRW gelungen, in den übrigen alten Ländern lassen sich die Ladehalte zu Streckenabschnitten zusammenfügen und natürlich auch durch die ein- und dreiphasigen Ladehalte von Park und Charge ergänzen, deren dreiphasige Einträge in der Drehstromliste als solche gekennzeichnet einsortiert sind.

 

2. Der Bausatz für eine 3~32A Drehstromkiste kostet inkl. Versand und Mehrwertsteuer bis Juni befristet nur € 99.- Er wird bis dahin von einigen Elektrofahrern gesponsert und ohne Eigengewinn an Interessierte abgegeben.

 

3. Teilnehmen kann jeder! - Durch einen eigenen 3~Ladehalt mit CEE Steckdose in Europa, der 24h an 365 Tagen im Jahr ohne Voranmeldung frei zugänglich ist oder.... - Durch eine Patenschaft, die für einen Ladehalt in Europa übernommen wird. Dazu mehr Infos auf Anfrage.

 

4. Die Mitgliedschaft ist nach wie vor KOSTENLOS und wird es natürlich bleiben! Unser Ziel ist ein möglichst großes freies Netz durch eure aktive Beteiligung.

 

5. Das Bereitstellen eines Parkplatzes ist nicht obligatorisch, es genügt, wenn angegeben wird, wie viele Meter Kabel vom Fahrzeug zur Ladebox benötigt werden. Daher kann die Box deutlich preiswerter am Haus in der Nähe des Sicherungskastens angebracht werden.

 

6. Die Familie der „Drehstromer“ besteht aus meist engagierten Elektrofahrern, die besonders bei Problemen sehr gut zusammenhalten und sich gegenseitig aushelfen, wo sie können. Diese Aussage leite ich neben den persönlichen Erfahrungen auch aus den zahlreichen gastfreundlichen Einträgen in der Liste ab: Möglichkeiten zum Übernachten, zum Zelten, zur Reparatur usw. werden auffallend häufig angeboten und teilweise genutzt. Bei technischen Problemen gibt es für fast alles eine Lösung, die finanziell gesehen unter Drehstromern normalerweise deutlich preiswerter ist.

 

7. Die persönlichen Informationen zum Laden bleiben innerhalb der Drehstromer. Ein Ladehalt wird also nicht im WWW veröffentlicht. Zum Laden kommen nur Personen, über deren Adressen und Telefonnummern man selbst durch die Liste verfügt. Das schützt bisher sehr gut vor unschönen Erlebnissen beim Laden. Man ist zu Gast bei Gleichgesinnten und bezahlt selbstverständlich in Form einer Tankspende den geladenen Strom.

 

8. Drehstrom kann problemlos zu Wechselstrom adaptiert werden, alle Ladehalte haben die gängigen Steckernormen CEE, Camping und Schuko, so dass die Drehstromliste keinesfalls nur was für große Autos ist. Alle Elektrofahrräder, Roller, Elektroleichtmobile wie das Twike und wie auch größere Autos des PSA Konzerns (Peugeot 106, Saxo, Berlingo, Kangoo) sind bei uns herzlich willkommen.

 

9. Eine Karte über die Tankstellen gibt es bei Googlemaps und im *.ov2 und *.bmp Dateiformat für T****om Navigationsgeräte. Über die stets aktualisierten Dateiformate und die Zugangsberechtigung bei Googlemaps kann dank Roman und Heinz-Peter jedes Mitglied verfügen.

 

 

Das Konzept findet ihr bei: www.drehstrom.net.ms unter „Konzept“

 

Bausätze gibt es bei Markus WWW.fahren-ohne-abgas.de

 

Ladehalt anmelden und Patenschaften auf Anfrage per Mail [email protected]

 

Ich möchte jeden Elektrofahrer hiermit auffordern, sich an der Aktion zu beteiligen.

 

Kritik am System oder an einzelnen Punkten ist uns willkommen. Wir versuchen ein Netz zu bauen, welches sich nach euren Bedürfnissen richtet. Daher seid ihr in dieser Diskussion gefragt und könnt schamlos, aber bitte konstruktiv drauflos kritisieren.

 

Es grüßt euch herzlich

 

„Drehstromholger“

 

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Tage mit vielen Beiträgen

Geschrieben

Von: sternfuchs(ät)web.de

Date: 08.03.08

Time: 00:12:22

 

Hallo!

 

Sag mal, welche Fahrzeuge bzw. Ladegeräte können denn die 10 kW Ladeleistung (rechne ich richtig? 380V mal 32A?) überhaupt verarbeiten? Wäre ja zu schön, wenn sich ein Lion-Twike mit 180km pro Stunde laden ließe :-) Rentieren würde es sich aber wohl dennoch nicht, da die Akkus ja knapp 2000 Zyklen halten sollen. Mal 200km Reichweite wären das 800000km, also durchschnittlich 80 Jahre bzw. vier bis fünf Twikes pro Akkusatz!?!

 

Gruß Natascha Schlüter

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 13.03.08

Time: 22:08:57

 

Hallo.

 

Mein City EL kann (und nicht nur meins) ich mit 3 Ladegeräten an drei gut abgsicherten Phasen (also mit Drehstrom) in 50min voll laden und kann dann gute 100km weit fahren.

 

Wenn ich mit einem befreundeten Twike-fahrer unterwegs bin, brauchen wir schon eine vierte Phase (also 32A) und da wir gerne mal Ausflüge oder kleine Reisen in Guppen machen, würden wir uns an den einphasigen Ladehalte die Beine in den Bauch stehen und die Reifen wären bereits eckig.

 

Beim Drehstromnetz denke ich an morgen. Ladegeräte, Reichweiten, Akkukapazitäten, das alles wird deutlich zunehmen müssen, wenn sich das Elektroauto durchsetzen will. Dafür kommt man mit einer Schukodose nicht weit, auch wenn eure Twikes mit der Schukodose gut zurecht kommen, gibt es immer mehr Elektrofahrer, die mit Drehstrom laden und ihr Elektroauto auch für längere Strecken einsetzen um beispielsweise auf einen Verbrenner gänzlich zu verzichten.

 

So lange also jeder sein eigenes Süppchen kocht, wird es in Deutschland kein gut funktionierendes E-Tankstellen netz geben. Daher sollten meiner Meinung nach die Elektrofahrer zusammen halten und egal welches EV zum laden kommt, den passenden Stromanschluss bereithalten.

 

Guckt mal in das Konzept der Drehstromliste und überlegt doch noch mal ob das nicht auch was für euch ist.

 

www.drehstrom.net.ms

 

Es grüßt euch herzlich

 

 

Holger Keser

 

[email protected]

 

Geschrieben

Von: Bernhard Stroop, [email protected]

Date: 10.03.08

Time: 13:54:38

 

das wären dann 400.000 km wenn du die vollen Zyklen fahren würdest. Glaube aber nicht, dass die 2000 volle Zyklen können. Mein gebrauchtes Twike hat schon 70.000 km

 

Gruß Bernhard

Geschrieben

Von: Friedhelm, [email protected]

Date: 11.03.08

Time: 13:10:14

 

Ich habe ein neues LION-TWIKE mit 20 Ah und fahre durchschnittlich 60-80 km pro Zyklus, da man ja weder ganz leer fahren soll noch ständig die 20 Ah laden (ist ja bißchen wie eine Bleibatterie. Und bei uns (hügelig!) brauche ich im Schnitt auch tatsächlich ca 0,2 Ah pro km bei flotter Fahrweise mit fast immer zwei Personen. Trotzdem denke ich, ist eine Garantie von 1500 Zyklen eine ganz gute Sache, da bei unserem ersten TWIKE von 1998 bis 2000 nach 20000 der erste NiCd Akkusatz defekt war. Als Rekordleistung habe ich letzten Mittwoch mal richtig volgeladen und bin 116 km gekommen (supersparsam!!)habe wieder geladen (3h) und bin mit nervigen konstant 40-45 km/h auch bis nach Hause gekommen. Ist aber nicht realistisch, weil es sehr lange dauert und man ein Verkehrshindernis ist. Also vergesst die 150 km!!! Viele Grüße

 

Friedhelm

Geschrieben

Von: sternfuchs(ät)web(p)de

Date: 14.03.08

Time: 19:50:57

 

Ich hatte wohl auch völlig übersehen, das die Twikes inzwischen viel mehr wiegen. Mein Twike Nr.42 hat laut Papieren (ausgehend von drei Akkus a 25kg) ein Leergewicht von 240 und zul.GG von 400kg und schaffte im Schnitt mit den beiden Akkusätzen die ich inzwischen “gehimmelt†habe (3*2,8Ah bzw. 2*3,0Ah) etwa elf Kilometer pro Amperestunde. Meine Höchstreichweiten lagen bei 85km (8,4Ah-0,8Ah Reserve) und 72km (6,0Ah), allerdings mit nicht gerade Alltagstauglichem Fahrstil mit möglichst konstant 40km/h Maximum und kräftig mittreten an jeder Steigung. Es haben auch schon zwei Leute mit ebenfalls 6Ah 120km (!) Reichweite erzielt (bei 37km/h Durchschnitt auf der Tour de Ruhr). Mit der neuen Batterie (1*5,0Ah) habe ich noch keine Erfahrungen was die Maximalreichweite anbelangt. Leider machen der Einzelbatterie die hohen Entladeströme schwerer zu schaffen als ich erwartet hatte. Da werden 11km/Ah wohl nicht mehr machbar sein...

 

SternFuchs - März 2008

Geschrieben

Von: Frank, TW 808, Mail via Pilotenliste

Date: 18.03.08

Time: 13:33:00

 

Hallo SternFuchs,

 

hatte in der vorherigen Nachricht vergessen meinen Absender einzutragen und stattdessen den Betreff zweimal gehabt...

 

ich hatte vor den LiIon-Akkus 2x5.0 NiCd. Damit kam ich 63-65 km ohne mittreten und mit mittreten um die 70 km. Damit liege ich am anderen Ende der Skala verglichen mit dir.

 

Fahrbedingungen und Fahrstil:

 

Das Twike 808 wog damals irgendwas um die 325 kg fahrbereit, plus Fahrer. Das war im letzten Sommer, Batterietemperaturen um die 35-40 Grad. Ich fuhr damals mit B1=15 A, B2=20A, wobei ich B2 nur dazu nutzte um aus Kreuzungsbereichen schnell rauszukommen (und bei Fahrt zu Zweit auch an Bergen nicht immer langsamer zu werden). Ich fuhr (und fahre) innerorts 55 km/h (Tempomat) und ausserorts 67 km/h (Tempomat), die Strecke ging in einem Flusstal entlang, also ziemlich eben mit Ortschaften.

 

All das ergibt für TW 808 mit 2x5,0 Ah eine Reichweite von 6,3-7 km/Ah, oder (bei den durchschnittlich benötigten 5,2 kWh pro Ladung) 7,4-8,2 kWh/100 km

 

Mit LiIon-Akkus sieht das bei gleicher Fahrweise schon anders aus - vor allem weil das laden effizienter vonstatten geht (keine Erwärmung, keine verschwenderische Symmetrieladung):

 

Hier habe ich 20 Ah und komme bei Batterietemperaturen von 15-25 Grad) um die 116 km weit (mal sehen wie es im Sommer wird. Zum Volladen benötige ich so um die 7,6 kWh.

 

Somit habe ich einen Verbrauch von ca. 6,6 kWh/100 km - wobei das aber nur noch 5,8 km/Ah wären. Einen genauen Vergleich kann man hierbei aber erst im Sommer machen, die LiIon-Akkus iegen bei der Temperaturempfindlichkeit ja schon eher zwischen NiCd- und Blei-Akkus (laut meinem Twike Händler).

 

Cheers

 

Frank

 

Geschrieben

Von: Frank, TW 808, Mail via Pilotenliste

Date: 12.03.08

Time: 09:30:34

 

Hallo Friedhelm,

 

habe auch 20 Ah Li-Ion Akkus und habe ähnlich schlechte Erfahrungen gemacht - tatsächlich auch 116 km Maximum. Werde diese weiter unten im dazugehörigen Thread "Lithium-Ionen Akkus - Erfahrungen???" zugänglich machen.

 

Grüße

 

Frank

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 12.03.08

Time: 11:19:19

Remote Name: 193.96.226.18

 

 

Kommentar

Hallo Frank, Friedhelm,

 

warum bucht ihr die 116km als schlechte Erfahrung ab? Das deckt sich ziemlich genau mit meinen NiCd-Erfahrungen (3*3.6Ah), mit denen ich zwischen 60 und 65km weit komme. Mein Twike kommt mit 1Ah zwischen 5 und 8km weit, je nach Fahrweise, Umweltbedingungen, Geographie, Last und und und... insofern wundere ich mich nur, wie man auf 200km kommen kann, aber die 150km wären (rein rechnerisch) bei sparsamer Fahrt (einfach immer und überall max. 50km/h) schon machbar. Naja, vielleicht geht's mit 30km/h... wem's Spass macht :)

 

Ciao, Carsten, TW819

 

Geschrieben

Von: Frank, TW 808, Mail via Pilotenliste

Date: 12.03.08

Time: 12:03:32

 

Hallo Carsten,

 

Du schriebst: "warum bucht ihr die 116km als schlechte Erfahrung ab?"

 

Nun, Friedhelm hat es ja schon geschrieben:

 

"bin mit nervigen konstant 40-45 km/h auch bis nach Hause gekommen. Ist aber nicht realistisch, weil es sehr lange dauert und man ein Verkehrshindernis ist."

 

Es geht also grundsätzlich erstmal darum, dass 150 km vielleicht erreichbar sind - dafür muss man aber als Verkehrshindernis herumfahren. Das ist gefährlich für alle Beteiligten!

 

Fine Mobile wirbt sogar mit 200 km Reichweite - und das ist wirklich dreist... Dafür müsste man ja wohl wirklich mit 30 km/h durch die Gegend fahren.

 

Was Fine Mobile offensichtlich auch vergisst, ist das höhere Gewicht der neueren Twikes:

 

Alte Twikes sind mit ca. 260 kg bis 280 kg (plus minus X) angegeben. Neuere Twikes haben ein fahrbereites Leergewicht zwischen 300 kg und 330 kg (mein TW 808 wog mit NiMH Akkus sogar 340 kg, 2xNiCd war dann laut meinem Händler 16 kg leichter).

 

Ich denke, dass die Fine Mobile bei allen Angaben zur Reichweite etc. immer noch von den älteren Twikes ausgeht - mit dem geringeren Gewicht könnten die 150 km machbar sein.

 

Auch bei den Standardeinstellungen für Fahrstrom etc. scheint noch von einem geringeren Gewicht ausgegangen zu werden:

 

Ich erhielt mein TW 808 von der Umrüstung auf Li-Ion Akkus mit 10 A Strom für Beschleunigung Stufe 1 (B1) als Maximal möglichem Wert zurück. 10 A mag mit einem leichten Twike klappen - aber bei einem neuen Twike ist es vom Gewicht her so, als würde man immer zu zweit fahren - und da reichen 10 A nicht. Da fangen schon inenrorts die leute mit überholen an - was sonst nicht so war. Fährt man dann wirklich zu zweit ist es vom Gewicht her so, als säßen in einem älteren Twike 3 Leute.

 

Abschließend:

 

Eigentlich müssten Fine Mobile ihre Werbeaussagen ändern - 150 km sollte irgendwo im Kleingedruckten als Maximal mögliche Reichweite angegeben sein, aber geworben sollte vielleicht mit 125 km im Alltagsbetrieb.

 

Unabhängig davon ist es natürlich trotzdem spitze mit Li-Ion Akkus zu fahren, weil man a) sparsamer fährt (die Energieverschwendung des Leermachens von NiCd entfällt) und b) wirklich nicht mehr so viel mit Reichweitenproblemen rumrechnen muss, weil man jederzeit nachladen kann.

 

Für mich hat es sich vom Gefühl her schon gelohnt mit der Umstellung, auch wenn keine 150 km dabei herausgekommen sind.

 

Cheers

 

Frank

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 12.03.08

Time: 19:41:55

 

Hallo Frank,

 

sag' mal, was ist denn an den neuen Twikes so viel schwerer? Die Lithium-Akkus können es ja nicht sein, denn die 20Ah-Lithium-Akkus wiegen mit ihren 88kg doch immer noch 10kg weniger als drei NiCa-Akkus. Die Gewichtsdifferenz, die Du nanntest ist ja keine Kleinigkeit. Ich hoffe wirklich sehr, dass die Ursache im höheren Gewicht der neueren Twikes liegt, denn im Sommer werden wir unser Twike auf 4 Lithium-Akkus umrüsten. Ich rechne eigentlich mit einer auch im Verhältnis noch mal besseren Reichweite, da wir dann ja 28kg Gewicht einsparen und das Spannungsniveau ist ja auch etwas höher.

 

Beste Grüße Susanne

 

Geschrieben

Von: Frank, TW 808, Mail via Pilotenliste

Date: 12.03.08

Time: 20:23:57

 

Hallo Susanne,

 

Du schriebst: "sag' mal, was ist denn an den neuen Twikes so viel schwerer? Die Lithium-Akkus können es ja nicht sein"

 

Nein, die Akkus sorgen ja für einen Gewichtsrückgang - das hatte ich in meiner vorherigen Nachricht doch vorgerechnet. War da etwas missverständlich formuliert?

 

Allerdings scheinen am Twike viele andere Dinge schwerer geworden zu sein. Laut meinem Händler sind z.B. die Scheiben schwerer geworden (anderer Hersteller) - was pro Scheibe 2-3 kg ausmachen soll. Dann scheint der Spaceframe schwerer (und stabiler) geworden zu sein, manche Dinge (wie die Abdeckungen innen vorne zu den Lichtern) wurden von Plastik zu Metall ersetzt, hinten am Batterieraum ist nun auch sehr viel Metall verbaut, ein doppelter Boden ist vorhanden etc.pp.

 

Und das summiert sich dann ganz schnell. Genauere Daten hätte ich auch mal gerne - aber Fine Mobile scheint da aus gutem Grund etwas zurückhaltend zu sein.

 

Auf jeden Fall Fall waren die Gewichtsprobleme mit meinem Twike so gravierend, dass Fine Mobile auf Kulanz eine sogenannte "Auflastung" (Eintragung eines höheren zulässigen Gesamtgewichts in die Papiere) von 450 kg auf 492 kg vorgenommen hat.

 

Das war noch mit den NiMH-Akkus - ohne die Auflastung wäre das Twike nicht für 2 Personen nutzbar gewesen: Damals 340 kg Leergewicht plus 2 Normpersonen mit 75 kg (so wird das gerechnet) ergibt 490 kg. Die Situation hat sich durch den Batterietausch zwar etwas entspannt (Differenz ca. 24 kg von NiMh zu LiIon) - aber alle neueren NiMH oder NiCD Twikes ohne Auflastung dürften meines Erachtens nach nicht mit 2 Personen gefahren werden, weil sie dann über dem zulässigen Gesamtgewicht sind...

 

Ich hoffe diesmal habe ich mich verständlicher ausgedrückt.

 

Cheers

 

Frank

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 15.03.08

Time: 22:41:49

 

Hallo Frank, hallo LION-Twiker,

 

das Gewicht ist wohl ein echtes Reizthema! Eigentlich versuchte ich lediglich heraus zu finden, in welcher Gewichtsklasse mein Twike liegt. Denn dann hätte ich gewußt, ob die angegeben Reichweiten mit meinen vergleichbar sind.

 

Heute war ich deshalb bei unserem Müllentsorger, der eine geeignete Waage besitzt und mein Twike Bj 2001 gewogen hat: 322Kg vollgetankt also incl. 3l Diesel, damit ist es dann wohl klar in der Kategorie Luxus-Twike (Schwergewicht) angesiedelt :-)) Mit diesem Luxusschlitten mit NiCa-Akkus fahre ich sportlich (also fast immer VOLLGAS) 5km pro 1Ah, bei sparsamer Fahrweise, kein Regen, kein Wind, ohne Licht, mit 5,5 Bar Reifendruck, mit 1 Unter-Norm-Person besetzt und einigermaßen günstiger Topographie habe ich es bis auf 8,5km pro 1Ah geschafft, das war natürlich mit Spaßverlust :-( Unter diesem Gesichtspunkt erscheinen die 116km mit 20Ah-Lithium-Akkus deutlich zu gering, nun ist der Schwellwert für den noch akzeptablen Spaßverlust sicherlich bei jedem Fahrer unterschiedlich.

 

Daher interessiert mich vorallem ob Twiker, die vor den LIONs auch NiCas gefahren haben, einen Unterschied in der Reichweite der beiden Akkus festgestellt haben. Von Martin Feneberg kam die Aussage, dass man der Batterie 20Ah entnehmen kann! Bedeutet das, dass man die LIONs bis auf 0Ah runter fahren kann ohne eine Schädigung oder Tiefentladung zu riskieren?? Oder muss man doch 'n bißchen Energie drin lassen und wenn ja wie viel?

 

Ich freue mich schon tierisch auf die Löwen, werde mich aber noch bis Juli gedulden müssen.

 

Beste Grüße Susanne TW667

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 17.03.08

Time: 08:49:42

 

Hallo,

 

prinzipiell gilt, die Batterie möglichst nicht leer zu fahren, vorallem im Alltag sollte die Batterie so dimensioniert sein, daß die letzten 20% noch drin sind. Eine Tiefentladung wird durch die TWIKE Software verhindert. Wichtig ist, das LION TWIKE nicht entladen stehen zu lassen, sondern gleich nach der Fahrt wieder zu laden, mindestens auf die 350 Volt.

 

Aber wie das halt so ist, reichen auch 20 Ah manchmal nicht.

 

Lets TWIKE Martin Feneberg

 

Geschrieben

Von: Friedhelm, [email protected]

Date: 12.03.08

Time: 19:12:00

 

Hi Frank, Hi Carsten

 

Ich wollte das nicht als negative Erfahrung ausgeben, das sollte nur vor überzogenen Erwartungen bewahren. Ich bin äußerst zufrieden mit meinem TWIKE. Es beschleunigt super und auch der Verbrauch ist angemessen hier im Westerwald. Mit den 150 km ist das so wie mit den Verbrauchsangaben bei Verbrennerautos: Die erreicht man im Alltag nie. Ich kann mir nur nicht mehr vorstellen, 100 km mit dem TWIKE fahren zu müssen, ständig den Verbrauch im Auge, das ist nichts für mich, deshalb haben wir die 20 Ah gekauft. Da hat man immer ein gutes Gefühl und es gibt ja offenbar auch mehr Zyklen, wenn man auch bei der Beschleunigung nicht so viel Strom aus jeder Zelle ziehen muss, wie z.B. bei der Hälfte der Zellen..

 

Viele Grüße

 

Friedhelm

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 13.03.08

Time: 12:15:07

 

Hallo,

 

20 Ah kann man der Batterie entnehmen, das zeigt die Praxis. Je nach TWIKE Ausstattung und Fahrstil kann man im TWIKE 5 km je Ah oder 10 km je Ah weit fahren.

 

 

Es ist aber nicht jedermanns Sache sparsam zu fahren. Meine auch nicht.

 

 

Jeder der den Dreisatz beherrscht, kann die km Angaben nachvollziehen. Es wird auch immer auf die vielen Einflußfaktoren hingewiesen.

 

 

Daß luxeriös ausgestattete TWIKEs schwere sind als ein Basistwike ist auch eine Tatsache die jedermann klar sein sollte, die wir auch nicht verschweigen, aber auch nicht expliziet hervorheben... Daß TWIKEs neuer Bauart schwerer sind als die 96er TWIKE ist auch klar, da das TWIKE weiterentwickelt wurde. Aber bei jeder Entwicklung wird auf das Gewicht sehr geachtet.

 

Lets TWIKE Martin Feneberg

 

Geschrieben

Von: Bernhard(at)stroop-voyage(p)de

Date: 14.03.08

Time: 14:31:30

 

Welche Reichweite kann ich mit welchen Batterien für 6000 Euro bekommen?

Geschrieben

Von: Frank, TW 808, Mail via Pilotenliste

Date: 22.03.08

Time: 09:06:59

 

Hallo Bernhard,

 

bevor niemand mehr auf deine Frage antwortet:

 

Das lässt sich nach all den Beiträgen zur Fahrweise bzw. Reichweite näherungsweise aus den Tabellen im Preisinfoblatt herausfinden, siehe:

 

http://twike.de/2008-infoblatt-d-ch.download.424780f1178de9dcab43afee36adedcf.pdf

 

Mit "genau" 6000 EUR kommst du eher auf 2x5.0 Ah NiCd, bzw. für 7000 EUR 3x4.0 Ah LiIon.

 

Die Reichweite, die man dann tatsächlich erreicht hängt aber viel zu sehr von der Fahrweise ab, als dass dir hier jemand konkrete, allgemeingültige Antworten geben könnte.

 

Nochmals zum Vergleich: ich bin mit meiner Fahrweise mit 2x5.0 NiCd-Akkus zwischen 63 und 70 km im realen Fahrbetrieb gekommen - im Sommer. Bei Kälte mit Regen/Schnee waren es dann nur noch 55 bis 65 km. Allerdings fahre ich auch deutlich zügiger als viele andere Twike Piloten.

 

Meine Fahrweise mit NiCd-Akkus war wie folgt:

 

Beschleunigung Stufe 1 (B1)15 A zum Anfahren und Beschleunigen auf innerorts 55 km/h (Tempomat) und ausserorts 67 km/h (Tempomat). B2 mit 18 A hatte ich nur zu zweit am Berg und an viel befahrenen Kreuzungen zum Anfahren verwandt. Der Tempomat war mit maximal 15 A gesetzt - meine Fahrweise ist also darauf ausgelegt, so wenig wie möglich ein Verkehrshindernis darzustellen. Rekuperation 1 war bei 7 A, Rekuperation 2 war bei 20 A und ich versuche immer soviel wie möglich nur mit der Rekuperation statt der Rücktrittbremse zu bremsen.

 

Insofern falle ich mit der Reichweite in die Tabellenkategorie "mittlere Fahrt", mit der Fahrweise aber in "zügige Fahrt" (höhere Geschwindigkeiten mit höheren Amperezahlen beim Beschleunigen).

 

Der Rest ist also Mathematik und vor allem abhängig von Twike-Gewicht, Fahrergewicht, Wetter etc. - wie auf dem Faltblatt angegeben.

 

Leihe dir doch einfach mal eine Woche lang ein Twike bei einem Twike Händler deiner Gegend und teste aus was geht. :-)

 

Cheers

 

Frank

 

Geschrieben

Von: Bernhard(at)stroop-voyaged(p)de

Date: 26.03.08

Time: 18:20:33

 

Hallo Frank, viiiielen Dank für deine Antwort. Ich habe das Twike 133 mit (so sagte man mir) ersten Batterien, RW ca. 20 km. Nachladen auf der Arbeit ist möglich, führt aber zu "Neidäußerungen" von Kollegen, auch wenn ich den Strom bezahle. Ich benötige mindestens (sichere) 40km bei zügiger Fahrt, 16 km Bundesstr (70kmh), 24 km Stadt, die hälfte mit 2 Personen (=130kg). Wenn ich diese mit 8Ah Lithium-technik schaffe, ohne diese zu sehr zu fordern, wäre das eine einfache Enstscheidung für mich. Dann könnte ich nach und nach auf 20 Ah erhöhen. Frage ich also mal so: Kann ich mit dem kleinsten Pack Lithium-Technik (3kwh)sichere 40km fahren, ohne den Batterien zu schaden. (Mein CityEl macht mit 5kwh bei 70kmh NiCd-Technik 55km sicher.)

 

 

Geschrieben

Von: Frank, TW 808, Mail via Pilotenliste

Date: 04.04.08

Time: 22:36:51

 

Hallo Bernhard,

 

ich glaube zu den Fragen "langsam auf mehrere Akkus aufstocken" und "Reichweite beim kleinsten LiIon-Akkupack" solltest du dann doch einfach in Rosenthal anrufen. Das ist ja "Vorverkaufsservice". ;-)

 

Cheers

 

Frank

 

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