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thinkdriver

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  1. Hallo zusammen :-) Ich bin ebenfalls an einem solchen Treffen interessiert! Gruss aus Langenthal / BE vom thinkdriver
  2. Liebe Elektroautofahrer. Ein immer wieder diskutiertes Thema betreffend der Elektromobilität ist doch das Aufladen des Elektroautos. Alle Welt spricht von einheitlichen Standards an Ladeverfahren und Steckertypen, alle Welt will "turboschnell" den Akku aufgeladen haben.... Doch wie sieht es eigentlich mit unseren "alten" Elektroautos aus? Seit ich nun meinen Think City habe (1,5 Jahre), setzte ich mich ausgiebig mit dem Thema Aufladen auseinander. Gerne gebe ich hier meine Erfahrungen weiter, um den eventuell vorhandenen Wissensdurst etwas zu stillen: (Dieser Text bezieht sich vor allem auf den Think City, Vieles kann jedoch auch auf andere Elektroautos abgeleitet werden) Das eigentliche Ladegerät zum Aufladen der Antriebsbatterie (auch Traktionsbatterie genannt) ist fest im Fahrzeug verbaut. Dieses Ladegerät wird mit 230 Volt Wechselstrom versorgt. Der fahrzeugseitige Anschlussstecker entspricht nicht den allgemeinen Normen und ist Think-spezifisch aufgebaut. Durch die relativ geringe Ladeleistung beim Think City und auch vieler anderer Elektroautos der etwas "älteren" Generation kann dieser an haushaltsüblichen Steckdosen aufgeladen werden - wobei hier Vorsicht geboten ist wie ich selber auch schon feststellen durfte. Je nach vorhandener Elektroinstallation ist es sehr empfehlenswert, mit der geringsten Ladeleistung zu laden, welche an der Kontrollbox (ICCB) im Anschlusskabel zum Think eingestellt werden kann. Kabelquerschnitte von 1,0mm2 und auch 1,5mm2 (Quadratmillimetern) sind vielmals überfordert, wenn man mit mehr als 8 Ampere lädt, und werden sehr warm bis sogar heiss. Kurzzeitig kann man viel Strom über so dünne Kabel beziehen, aber da es sich beim Laden von Elektrofahrzeugen normalerweise um mehrstündigen Strombezug handelt, erwärmen sich die Kabel immer mehr. Gerade bei älteren Gebäuden ist Vorsicht geboten. Dort sind vielmals noch kleine Kabelquerschnitte eingezogen und die "alten" Schmelzsicherungen in den Sicherungskästen, welche sehr träge reagieren. Das bedeutet, dass es relativ lange dauern kann, bis die Sicherung durchbrennt - besonders dann, wenn diese knapp an der Absicherungsgrenze läuft. Stellt man beim Ladekabel 10 Ampere ein, so werden zum Beispiel maximal 9,7 Ampere bezogen beim Laden. Somit werden die installierten Elektroleitungen also ganz knapp an der dafür maximal vorgesehenen Belastung betrieben. Auch die Stecker und die Steckdosen können bei Dauerbetrieb warm werden. Ich möchte hier niemandem Angst machen - aber es ist in jedem Fall sehr empfehlenswert, beim Aufladen einen Blick auf den Sicherungskasten zu werfen. Die Sicherungen sind bezeichnet mit der maximalen Belastbarkeit (in Ampere angegeben) und es ist empfehlenswert, eine Stufe unterhalb diese Grenze zu laden. Also mit 8 Ampere an einer Leitung für 10 Ampere. Wer mit 10 Ampere oder mehr laden möchte, sollte einen Anschluss nutzen, welcher mit 16 Ampere abgesichert ist. Hierbei handelt es sich meistens um Elektroleitungen, welche einen Querschnitt von 2,5mm2 (Quadratmillimetern) haben und dementsprechend auch grössere Strommengen "transportieren" können. Die Steckdosen sind hierbei massiver konstruiert. Die Steckkontakte haben einen grösseren Querschnitt. Gebräuchliche Steckdosentypen sind hierbei z.B Typ 23 (3-polig Phase1 (P) + Neutralleiter (N) + Erdung oder auch Schutzleiter genannt (PE) max. 16A) oder auch der Typ 25 (5-polig P1 + P2 + P3 + N + PE max. 16A) oder die CEE-Industriesteckdosen, welche blau (Wechselstrom) oder rot (Drehstrom) eingefärbt sind. Typ 23 + Typ 25 findet man ausschliesslich bei uns in der Schweiz und vielmals sind diese beiden Steckdosen bei Waschmaschinen und Tumblern verbaut. Die CEE-Steckdosen sind diejenigen, die sich am besten eignen zum Laden von Elektroautos. Sie sind mechanisch sehr belastbar und auch nach vielen Steckvorgängen noch nicht ausgeleiert. Diese findet man vielerorts - von Parkhäusern über Campingplätze, heimische Werkstätten, Industriezonen bis hin zu den öffentlichen Ladeinfrastrukturen wie z.B "Park and Charge". Ladezeit: Das Aufladen von Batterien ist eine zeitaufwendige Angelegenheit. Wie lange es dauert hängt von verschiedenen Faktoren ab: - Ladezustand der Antriebsbatterie (state of Charge / soc in %) - Verfügbare Strommenge an der Anschlussdose (Ampere) - Einphasiges (Wechselstrom 230 Volt) oder dreiphasiges (Drehstrom 400 Volt) Laden - Verbaute Antriebsbatterie (Lithium-Ionen / LiFePo4 / Natrium - Nickelchlorid - ZEBRA-Heissbatterie) - Verbautes Ladegerät (Ladeleistung in Kilowatt) Beachtet man alle diese Faktoren, so kann man sagen, dass es eine 0-8-15-Ladung irgendwie nicht gibt. Ladezeiten können 1 bis 20 Stunden betragen.... Die meist genutzte Ladung sieht in Etwa wie folgend aus: - Aufladen Zuhause an einer Typ 23 oder blauen CEE - Steckdose - Laden mit 8 oder 10 Ampere bei 230 Volt Wechselstrom - Ladezustand der Batterie ca. 40 - 50% Kleiner Input zum Thema Reichweite von Elektroautos (Ein weiterer Beitrag zu diesem Thema werde ich in Kürze verfassen) Der "normale" Autofahrer legt pro Tag (24 Stunden) durchschnittlich knapp 40 KM zurück. Elektroautos der etwas "älteren" Generation haben eine Reichweite von ca. 80 bis zu 180 KM, je nach Marke und Modell verschieden. Für rund 90% aller zurückgelegten Kilometern reicht ein Elektroauto aus. Ablauf des Ladens: Die Antriebsbatterie wird in den meisten Fällen bis 80% Ladezustand mit der maximal eingestellten Ladeleistung geladen. Ab 80% aufwäts wird die Ladeleistung gedrosselt und das Laden von 80% auf 100% kann durchaus 1,5 bis 2 mal so lange dauern wie das Laden von 60% auf 80%. Bei diesem letzten Ladeschritt wird die Ladeleistung gedrosselt, damit die Batterie geschont wird und manchmal wird ein sogenannter Zellenableich vorgenommen. Bei diesem Zellenabgleich wird unter anderem die Spannung jeder einzelnen Akkuzelle geprüft und angepasst (insofern ich das richtig interpretiert habe :-) ) Dieser schonende letzte Teil des Ladens hat durchaus seine Vorteile. Ich versuche hier, Euch das anhand eines Beispiels zu erklären: Ihr habt Zuhause ein Bücherregal. Nun möchtet Ihr eine neue Kollektion zusätzlich in dieses ohnehin schon volle Regal einsetzen und zugleich noch etwas Ordnung hineinbringen. Die Tablare im Regal sind teilweise schon ziemlich durchgebogen und drohen zu brechen.... Nun nehmen wir doch einerseits die schwersten Bücher und setzen diese auf den Boden des Regals, welcher robuster gebaut ist als die Tablare. Andererseits füllen wir die Tablare so auf, das auf jedem Tablar in etwa gleich viel Gewicht lastet. Eventuell entnehmen wir sogar vorher noch alle Bücher und drehen die Tablare um... All dies dauert nun deutlich länger, als wenn wir einfach so wild drauf los Bücher in das Regal stellen. So - nun bin ich mal gespannt, was Ihr noch so für Einbringungen habt. Alle hier gemachten Angaben entstammen aus meinem angeeigneten Wissen und es kann sein, dass nicht alles korrekt ist. Ich lassen mich gerne korrigieren und erweitere mein Wissen mit kompetenten Tipps und Tricks. Gruss vom thinkdriver

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