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Konzeptvorschlag Reflexlader

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Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 01.10.02

Time: 10:53:44

 

Hallo Roland,

 

Ich hole den Thread mal nach oben - es wird langsam etwas unübersichtlich...

 

> 1. Die Temperatur ist nur eine von mehreren > Ladeendeerkennungsmechanismen im Twike.

 

Stimmt schon:

 

Vorladung: Temperatur und Zeit I-Ladung: Konstantstrom bis maximale Ladespannung U-Ladung: Konstantspannung(?) bis 7 (bzw. 3) Grad Temperaturanstieg Symmetrierladung: Zeitlich mit C/20

 

Das stört imho aber alles nicht weiter.

 

> Batteriepacks und zentraler Steuerrechner > sprechen ueber einen Bus miteinander.

 

Und genau hier können wir auch eingreifen: Die Batterien liefern dem Rechner die Betriebsparameter Spannung, Strom und Temperatur nach denen der Rechner den Ladevorgang steuert. Stell dir mal vor, wir trennen die Verbindung zwischen Rechner und Batterie auf und setzen dort einen eigenen Controller dazwischen, der in beide Richtungen kommuniziert und den Ladecontroller steuert. Dann können wir den Ladevorgang anhand der von den Batterien gelieferten Daten beliebig durchführen während wir dem Rechner Parameter zurückliefern, die ihn denken lassen, daß wir uns in der I-Phase befinden. Der Wechselrichter liefert in dieser Phase den eingestellten Konstantstrom, den wir auch zum Laden brauchen. Das Ladeende überwacht unser Ladecontroller selbst über die Parameter Spannung und Strom. Die Temperatur kann er nicht direkt messen, die bekommt er von unserem eigenen Controller geliefert, der die über den Bus kommenden Temperaturparameter in eine entsprechende Steuerspannung für den Temperatureingang des Ladecontrollers umsetzt. Gleichzeitig kann der die restlichen Daten wie Teilspannungen o.ä. an den Rechner zur Anzeige durchreichen.

 

Sobald das Ladeende erreicht wird, senden wir dem Rechner über den Bus genau die Betriebsparameter, die ihn dazu veranlassen, den I-Modus zu verlassen, und den Ladevorgang zu beenden. Da er hier bereits die Zähler zurücksetzt, ist es kein Problem, die nachfolgenden Phasen zu überspringen.

 

Auf den ersten Blick scheint man mit diesem Konzept völlig ohne Eingriffe in die Software auszukommen. Ladekabel und Bus auftrennen - den Reflexlader dazwischen und fertig. Was da wie auf dem Bus gesendet und empfangen wird, läßt sich problemlos herausfinden - dazu gibts ja die entsprechende Software.

 

> sondern sowohl einen hoeheren Ladestrom als die > existierende Ladeelektronik

 

Inwiefern höheren Ladestrom? Der Wechselrichter liefert afair bis zu 20A - bei 2C Ladestrom kommen wir auf maximal 16.8A bei Parallelschaltung.

 

> als auch eine darauf abgestimmte Steuerung des > Ganzen. ==> Eben den erwaenten Ladecontroller.

 

Sehe ich genauso. Ohne Ladecontroller ist das ein ziemlicher Aufwand und warum sollte man die ganzen Fehler nochmal machen, die bei der Entwicklung des Controllers bereits ausgebügelt wurden. Der ICS1702 hat mittlerweile auch einige Revisionen hinter sich, nachdem er in den ersten das Ladeende wohl nicht immer zuverlässig erkannt hat.

 

> 4. ist mir persoehnlich das Risiko etwas zu hoch > ausser den Akkus auch noch den Wechselrichter > durch meine dazwischengeworfene Entladepulse zu > gefaerden.

 

Das ist in der Tat ein Punkt, über den man sich noch Gedanken machen muß. Aber da läßt sich sicher eine entsprechende Schutzbeschaltung implementieren. Im Grunde bekommt der Wechselrichter von den Entladepulsen ja nichts mit, weil er zu diesem Zeitpunkt ja von den Akkus getrennt wird. Aber das durch diese Trennung verursachte Pulsieren des Stroms darf natürlich keine Auswirkungen haben. Aber auch dafür sollte eine Schutzbeschaltung kein Problem sein. Lädt er in diesen 5ms eben einen anderen Verbraucher... ;)

 

> Aber ich moechte ja erst mal nur einen > Prototypen, der einfach mal zeigen soll ob diese > Reflexladetechnick wirklich so viel besser ist

 

Ich denke der Aufwand für einen externen Lader ist nicht wesentlich geringer als wenn man das Ding gleich integriert. Daß die Reflexladetechnik prinzipiell besser ist, kann dir jeder Modellbauer bestätigen und wenn es nicht das optimale Ladeverfahren wäre, hätte man es sich auch nicht für das CRV auf der ISS gewählt.

 

> als das existierende Ladeverfahren welches meiner > Meinung nach auch schon recht gut ist.

 

Da habe ich so meine Zweifel. Die 'Memory'-Effekte (die eigentlich gar keine sind) und die schädliche Wirkung bei Überladung (die bei jeder kompletten Ladung durch die Temperaturüberhöhung stattfindet!) sind ja bekannt. Die Reflextechnik würde beides vermeiden.

 

> Aber offensichtlich sind Eure Elektronikkenntisse > bei weitem besser als meine.

 

Och, meine sind auch ziemlich eingestaubt, aber das kann man alles wieder aktivieren... ;) Außerdem gibts unter den Twike-Piloten auch Elektronik-Cracks, die sich bspw. mit dem Kommunikationsprotokoll schon ziemlich gut auseinandergesetzt haben.

 

Das ganze ist mehr eine Frage von Zeit und Geld - daher wäre es besser, wenn sich einer der Händler oder Fine selbst ebenfalls damit befassen würde.

 

Ciao, ...Joachim

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Tage mit vielen Beiträgen

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 04.11.02

Time: 10:20:48

 

Wäre ja auch mal eine Idee für eine Diplomarbeit für einen Leistungselektroniker, oder? Ich weiss, dass die TU Chemnitz solche Leute ausbildet. Gruß Uli

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 02.10.02

Time: 08:24:23

 

Hallo Joachim, weiss von Euch jemand was das fuer ein Bus ist? Hast Du Namen von potentiellen kennern des Kommunikationsprotocolls zwischen Batterien und Zentralem Steuerrechner?

 

Aber das mit dem maximalen Strom kann ich so nicht bestaetigen. Bei meinem Twike ist der maximale Ladestrom auf 7,5A begrenzt. (Parametrisierung).

 

Das mit dem Zwischenschalten koennte funktionieren. Hast Du da schon an einen bestimmten Microcontroller als Vermittler (Proxy) gedacht?

 

Der Ladecontroller kann maximal 4C ladung steuern. Es waehre ja schon toll wenn wir das auch hinkriegen koennten. Bei den daraus resultierenden Ladezeiten Wuerde fuer mich der Alltagsnutzen gewaltig steigen.

 

Mit sonnenelektrischen Gruessen Roland (Tw73)

 

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 02.10.02

Time: 13:10:50

 

Hallo Roland,

 

> weiss von Euch jemand was das fuer ein Bus ist?

 

Das ist ein RS485 'Bus' - also im Grunde RS232 mit symmetrischen Leitungen. Mit einem entsprechenden Adapter kann man den problemlos an die serielle Schnittstelle des PC anklemmen.

 

> Hast Du Namen von potentiellen kennern des > Kommunikationsprotocolls zwischen Batterien > und Zentralem Steuerrechner?

 

Wolfgang Heymann (TW351) müsste das bspw. wissen - er hat einen eigenen Mikrocontroller am Bus hängen, der die Parameter ständig auf einem großen Display anzeigt. Leider reagierte er bisher nicht auf Email-Anfragen.

 

> Aber das mit dem maximalen Strom kann ich so > nicht bestaetigen. Bei meinem Twike ist der > maximale Ladestrom auf 7,5A begrenzt.

 

Ja, aber die kannst du doch ändern!? Wir dürfen zwar kaum was an den Parametern drehen, aber die erste Ebene ist doch frei. Meins lädt normalerweise mit 16A...

 

> Hast Du da schon an einen bestimmten > Microcontroller als Vermittler (Proxy) gedacht?

 

Nein, noch nichts spezielles im Sinn. Meine Erfahrungen beschränken sich bisher auf Controller mit 8051 Kern und PICs. Im Grunde sollte das aber mit jedem gehen, der zwei serielle Schnittstellen, ein, zwei I/O Ports hat und schnell genug ist. Flash programmierbar sollte er allerdings schon sein - Eproms brennen ist heute ja nicht mehr ganz zeitgemäß. ;)

 

> Der Ladecontroller kann maximal 4C ladung > steuern. Es waehre ja schon toll wenn wir > das auch hinkriegen koennten.

 

Das wären 11.2A pro Akku - bei Parallel-Ladung wird das der Wechselrichter nicht mitmachen. Ich weiß auch nicht, was die Zellen zu 4C sagen würden. Das ist schon recht heftig...

 

> Bei den daraus resultierenden Ladezeiten Wuerde > fuer mich der Alltagsnutzen gewaltig steigen.

 

Wenn du eine Steckdose findest, die mit 36A abgesichert ist... ;)

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 02.10.02

Time: 16:12:57

 

> weiss von Euch jemand was das fuer ein Bus ist?

 

>Das ist ein RS485 'Bus' - also im Grunde RS232 mit >symmetrischen Leitungen. Mit einem entsprechenden >Adapter kann man den problemlos an die serielle >Schnittstelle des PC anklemmen.

 

Das hoert sich ja nicht schlecht an.

 

> Aber das mit dem maximalen Strom kann ich so > nicht bestaetigen. Bei meinem Twike ist der > maximale Ladestrom auf 7,5A begrenzt.

 

Ja, aber die kannst du doch ändern!? Wir dürfen zwar kaum was an den Parametern drehen, aber die erste Ebene ist doch frei. Meins lädt normalerweise mit 16A...

 

> Hast Du da schon an einen bestimmten > Microcontroller als Vermittler (Proxy) gedacht?

 

Nein, noch nichts spezielles im Sinn. Meine Erfahrungen beschränken sich bisher auf Controller mit 8051 Kern und PICs. Im Grunde sollte das aber mit jedem gehen, der zwei serielle Schnittstellen, ein, zwei I/O Ports hat und schnell genug ist. Flash programmierbar sollte er allerdings schon sein - Eproms brennen ist heute ja nicht mehr ganz zeitgemäß. ;)

 

> Der Ladecontroller kann maximal 4C ladung > steuern. Es waehre ja schon toll wenn wir > das auch hinkriegen koennten.

 

>Das wären 11.2A pro Akku - bei Parallel-Ladung >wird das der Wechselrichter nicht mitmachen. Ich >weiß auch nicht, was die Zellen zu 4C sagen >würden. Das ist schon recht heftig... Tja damit kann ich 4C wohl vergessen, schnief:-(

 

 

>Wenn du eine Steckdose findest, die mit 36A >abgesichert ist... ;)

 

Wie gesagt mit Drehstrom waehre das machbar. Und ich lade fast ausschliesslich daheim in der Garage. Da ist auch ein Drehstromanschluss.

 

Gruss Roland

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 05.10.02

Time: 20:33:46

 

Gruetzi mitanand! Ich bin zwar ein Fan von Schweizer Käse, aber habe davon noch nicht so viel mitbekommen, dass ich mich als echter Schweizer bezeichnen würde, auch, wenn es so aussieht. Ich wohne nämlich sang- und twikelos in Düsseldorf und träume nur vom Twike. Die fast 18 KWatt sind zwar für eine Drehstromsteckdose kein Thema, aber ich würde es doch sehr vorziehen, ohne einen Trafo und möglichst verlustarm auszukommen, das habe ich ins elweb gepostet. Zunächst einmal: Da wir erst testen wollen, wäre mir die ganze Twikeelektronik zu schade, um sie zu opfern. Auf Dauer sollten wir nur die Temperaturfühler als zusätzliche Sicherheit verwenden, wenn sich das machen lässt. Auf jeden Fall brauchen wir eine Feuerwehr, denn es braucht ja nur eine Zelle zu versagen, das muß sofort festgestellt werden. Ob da nun die Akkupacks parallel geschaltet werden oder alle in Serie, dürfte keine Rolle spielen, denn wir MÜSSEN einen Defekt sofort erkennen (Knall, blaues Leuchten, Flammen und Einrücken der Feuerwehr) Ich würde bei einer einzigen defekten Zelle die Ladung sofort abbrechen und auf Twikeladung zurückschalten. Aber: Ich würde alle packs hintereinanderhängen und alle, ohne Trafo, laden. Dazu würde ich einfach zwei 10 Ampere-Vollwegwechselstromgleichrichter verwenden, die ich als Drehstromvollweggleichrichter mißbrauche. Das ergibt einen hervorragenden Gleichstrom von bis zu dreißig Ampere bei 16 Ampere-Sicherungen und bis zu 550 Volt (bei geringerem Srom) Ladespannung. Strom und Spannung werden begrenzt durch drei (nur relativ) kleine Drosselspulen, die einfach in die drei Netzzuleitungen geschaltet werden. Außerdem lege ich noch zwei Drehstromschütze (eines zum Ausschalten beim Entladeimpuls und eines für die Sicherheitsschaltung, über die Ihr Euch bitte Gedanken macht, da ich kein Twike besitze) normaler billiger Ausführung in die Zuleitung und reduziere die Funkenbildung durch VDRs. Die Schütze müssen in die Netzleitung, da die Funken bei Gleichstrom nicht erlöschen!!! und nochmal: ! Dann braucht man keine Angst zu haben, wenn man keine Leitung im Twike anfasst. Die höchste auftretende Spannung beträgt dann, trotz 400 Volt Drehstrom, ein gutes Stück unter 230 Volt. Der Luftspalt der Drosseln wird durch Zwischenlegen von Papier auf den gewünschten Ladestom fest eingestellt. Das eine Schütz bekommt alle Sekunde für 6 Halbwellen aus dem Netz =10 Millisekunden einen Unterbrechungsimpuls aus unserem 7002.

 

Jetzt zum fetten Entladeimpuls- bitte keine Angst!

 

Ich hoffe, ihr habt die Batterien alle gut verbunden und nun schalte ich, völlig unabhängig vom ganzen übrigen Ladegeschirr, an die Pole in Reihe: 1. ein etwas fetteres Relais, Gleichstrom, die sind schneller 2. einen fetten Blitzkondensator von mindestens 550 Volt und 1000 Mikrafarad (das ist was normales, dickes für Profifotographen, die alten Metze haben sowas) 3. aus einer alten E-Heizung den ganz normalen Heizungswendelglühdraht, davon so etwa nur ein Zehntel Länge, was man aber ausprobieren muß, bis der Strom stimmt, das Ding bleibt nämlich kalt (3 watt!!) nix Spezialwiderstand! 4. Eine Sicherung, die bei Überschreiten des Stromes, Ausfall des Kondensators oder Überschreiten der Impulszeit totsicher durchbrennt (träge 5 Ampere oder sowas) - möglichst mit löschsand gefüllt, die müssen länger sein, als die kleinen Wechselstromsicherungen, weil es sich hier um nicht selbstverlöschenden Gleichstrom handelt!

 

Jetzt kommt noch ein kleiner 230 Volt-Netztrafo für 50 Volt und ein passender Gleichrichter hinzu, der aus dem fast vollgeladenen Kondensator dauernd die Batterie mit ca. 0,1 Ampere auflädt. Dieser Strom wird eingestellt, indem man einen passenden, kleinen Wechselstromkondensator von ein paar Mikrofarad vor den Trafo in Reihe schaltet = Feineinstellung des Entladestromes. 80 % des Entladeimpulses werden so wieder verlustarm zurückgespeist.

 

Woher der Entladesteuerimpuls?

 

Auf keinen Fall aus dem unsicheren Laptop! Der kommt eindeutig von einem vierten Kontakt an dem Ausschaltschütz! Dieser wiederum wird von einer möglichst sicheren, kleinen und unkomplizierten Schaltung mit zum Beispiel einem 555 gesteuert. Es passiert übrigens nichts, wenn diese versagt. Hauptsache, rechtzeitig erkennt der von Euch anzubauende 7002, wann Sabbath ist. Jetzt ist Schabbes zu Ende, jetzt kann ich den Michael wieder anrufen. Den werde ich gleich fragen, wie ich Euch ein Schaltbild zukommen lassen kann, das dürft Ihr mir aber auch verraten!

 

Ich glaube, Ihr wisst, was ich meine, dass Ihr das Ding nicht alleine laufen lassen dürft ohne zuverlässige Überwachung? Da nehmt dann ruhig den Laptop zu, aber bleibt in der Nähe für die 15 Minuten bis zum Übergang auf twikeeigene Restladung! natürlich ohne vorige Entladung. Laptops sind nicht immer zuverlässig! Tschüss!

 

Geschrieben

Von: Bernd Schlueter [email protected]

Date: 05.10.02

Time: 22:12:02

 

Zur Explosions- und Feuersicherung des Twikereflexladerprojektes: Das gefährliche hochohmigwerden einer Zelle würde sich am ehesten während der Impulsentladung bemerkbar machen, da könnten dann ruhig einmal einige Volt Umkehrspannung an der einen, defekten Zelle auftreten. Spaanungseinbrüche lassen sich gut mit einem Digitalmessgerät an dem Impulskondensator ablesen: man würde die Spitzenspannungsdifferenz zwischen Batterie und einem kleinen Kondensator verfolgen, der über einen Widerstand von z.B. 100 Kohm auf die Batteriespannung aufgeladen wird. Bei zu hoher Einbruchspannung würde einfach das selbsthaltende Sicherheitsrelais abschalten. Wenn man so etwas für jedes Batteriepack installieren würde stiege die Sicherheit (dann mit 1kOhmtrimmwiderstandwiderstand, 500 Mikrofaradkondensator und Optokoppler) ließe sich darüber der Schutzmechanismus auslösen. Zellenkurzschlüsse sind bis auf die im üblichen Betrieb auftretenden Überhitzungsgefahren ungefährlich. Frage: Lässt sich die Elektronik abkoppeln und sind die packs alle hintereinandergeschaltet? Wo gibt es einen Twikeschaltplan? Bernd

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 05.10.02

Time: 13:31:22

 

> weiss von Euch jemand was das fuer ein Bus ist?

 

>Das ist ein RS485 'Bus' - also im Grunde RS232 mit >symmetrischen Leitungen. Mit einem entsprechenden >Adapter kann man den problemlos an die serielle >Schnittstelle des PC anklemmen.

 

 

Die Diskussion finde ich sehr spannend, zumal ich größere Probleme mit der jetzigen Technik habe. (Wenn meine alten Akkus tiefentladen sind schafft es der Lader nicht deren Kristallisation zu durchdringen und zu laden. Neulich hatte ich das Twike 20 Std an der Vorladung bis ich von Hand vorgeladen habe. Das Ergebnis waren 30 kaputte Zellen, was wohl zu vermeiden gewesen wäre wenn der Computer die ausichtslose Lage z.B. nach einer halben Stunde erkannt hätte und sofort einen ordentlichen Stromimpuls geliefert hätte.)

 

Daraus auch meine Frage zum Adapter:

 

Meine Batterie Nr 1 war mit 20 defkten Zellen nicht mehr zu gebrauchen. Nun wollte ich nur die Batterien 2 und 3 benutzen und dem Bordcomputer sagen, daß er halt nur noch 2 Batterien hat. Pustekuchen: Man müßte einen Laptop an die Batterien hängen mit solch einem Adapter und spez. Software um die Batterie-Id.-Nr. zu ändern.

 

Ich habe sogar gerade solch einen Adapter mit der Software ausgeliehen, weil ich sowiso die Spannungen neu kallibrieren wollte. Allerdings sieht der ziehmlich kompliziert mit Modem (Telefonanschluß) aus.

 

Wie müßte ein einfacher Adapter denn aussehen, wenn man nur die Verbindung zur seriellen Laptopschnittstelle für oben genannten Zweck zwischenschalten will??

 

 

Herzlichen Dank, Hendrik

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 07.10.02

Time: 00:38:31

 

Hallo Joachim,

 

genau diese Beschreibung hatte ich auch schon im Internet gefunden. Allerdings wird da der RS485 als 2-Drahtbus beschrieben. Im Twike habe ich 4 Leitungen. Wie ist das zu beschalten?? (Oder habe ich nicht weit genug gelesen?) Ehrlich gesagt würde ich lieber einen fertigen Adapter kaufen aber wenn es sein muß löte ich auch.

 

Gruß, Hendrik

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 07.10.02

Time: 11:47:42

 

Hallo Hendrik,

 

Der RS485 hat wie der RS232 zwei aktive Leitungen. Was es mit den vier Leitungen im Twike auf sich hat, muß ich mir auch erst mal anschauen. Sind das denn alles Datenleitungen?

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 07.10.02

Time: 21:03:40

 

Hallo,

 

heute habe ich mir sagen lassen, daß 2 Leitungen für die 12V Spannungsversorgung sind. (Gelb und Grün).

 

Hendrik

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 06.10.02

Time: 16:25:45

 

Kleine Ergänzung:

 

Die Bauteile für den RS485 Adapter kosten bei Reichelt Elektronik um die 10 Euro. (Ohne Gehäuse und Platine). Ich werde mal einen zusammenlöten...

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 06.10.02

Time: 12:55:08

 

Hallo Hendrik,

 

> Neulich hatte ich das Twike 20 Std an der Vorladung bis ich von Hand > vorgeladen habe. Das Ergebnis waren 30 kaputte Zellen, was wohl zu > vermeiden gewesen wäre wenn der Computer die ausichtslose Lage z.B. > nach einer halben Stunde erkannt hätte und sofort einen ordentlichen > Stromimpuls geliefert hätte.)

 

Das verstehe ich nicht ganz. Was genau hat denn die 30 Zellen jetzt zerstört? Die Vorladung kann es ja eigentlich nicht gewesen sein, denn dabei fließt ja nur ein sehr geringer Strom. Oder wurden die Zellen dadurch bereits überhitzt?

 

> Allerdings sieht der ziehmlich kompliziert mit Modem (Telefonanschluß) aus.

 

Nein, das ist sehr wahrscheinlich kein Modemanschluß - die verwenden bei den industriellen Adaptern nur gern die gleichen RJ45(?) Buchsen und Stecker, um die Leitungen anzukoppeln. Vermutlich hattest du daneben eine Leiste mit Schraubklemmen, an denen die gleichen Signale herausgeführt waren. Im Prinzip müsste jeder RS485/RS232 Adapter funktionieren (Eventuell auch RS422/RS232, die sind nahezu identisch). Ich habe vor Jahren mal solche Dinger gebaut, aber leider keine Schaltpläne mehr. Ich weiß nur noch, daß wir für die Umsetzung in die eine Richtung einen üblichen MAX232 genommen hatten und für die andere Richtung ebenfalls ein spezielles IC. Aber ich meine mich zu erinnern, im Internet schon mal einen kompletten Adapter zum Bestellen gesehen zu haben. Da war sogar ein Schaltplan zum Download mit dabei.

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 07.10.02

Time: 00:29:26

 

Hallo,

 

 

 

Es war wohl die Tiefentladung, die zur "Umpolung" führte. Zitat: 3. Zellensterben

 

Die Erfahrungen zeigen, dass pro Modul etwa alle 10'000 km eine Zelle ausfällt.

 

Um das Zellensterben zu minimieren sind folgende Massnahmen zu beachten: keine Tiefentladung (Spannung unter 280V) durchführen, wenn unmittelbar vorher die Batterie nicht über Nacht voll geladen wurde nach einer Tiefentladung SOFORT wieder aufladen regelmässig die Batterie ganz leer fahren (unter 300V entladen)

 

 

 

 

Ja, es ist nur merkwürdig, daß der nebenliegende Klemmblock 4 Anschlüsse hat während der RJ45 nur 2 Kontakte besitzt und auf der Box sind 2 Schiebeschalter mit Einstellungen wie RTS DTS...

 

Ich suche eigentlich einen fertigen Adapter zu Kaufen.

 

Gruß, Hendrik

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 09.10.02

Time: 20:43:01

 

Hallo,

 

(Kabelbeschriftung habe ich weiter oben erklärt) Der angebliche Modemanschluß ist die 12V Spannungsversorgung (nur wenn die vom Twike nicht zur Verfügung steht)

 

Mich nervt gewaltig, daß ältere tief entladene Zellen vom Twike selbst nicht mehr geladen werden können. Jedesmal muß man die Batterien öffnen und mit einem Bleiakkuladegerät einen Impuls auf die Sektoren geben. Das müßte die Elektronik doch merken und mal einen kräftigen Stromimpuls liefern können.

 

Außerdem wäre es wesentlich Servicefreundlicher die Anschlüsse für die Temperaturwiederstände etwas herauszuführen damit man mit dem Lötkolben besser ran kommt.

 

Gruß, Hendrik

 

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 07.10.02

Time: 15:18:45

 

Hallo Hendrik,

 

Mit was sind die 4 Anschlüsse auf dem Klemmenblock denn beschriftet?

 

Ciao, ...Joahcim

Geschrieben

Von: [email protected] tw068

Date: 02.10.02

Time: 10:35:20

 

>Das mit dem Zwischenschalten koennte funktionieren. Hast Du da schon an einen bestimmten Microcontroller als Vermittler (Proxy) gedacht?

 

Ich würde einen AVR mit 2 UART´s nehmen, die lassen sich in c++ programmieren und im System Flashen. Es gibt ne gute kostenlose Entwickungsumgebung. Flashrom und Ram sind gleich mit drin, z.B. ATmega161. Kostet rund 10€. http://www.atmel.com/atmel/postscript/first_page/1228sa.gif

 

Eine noch schnellere Ladung als jetzt wäre zwar auch nicht zu verachten, aber woher bekommt man schon Kraftstrom? Ausserdem würde durch Reflexladung der Wirkungsgrad erhöht und somit die Ladung auch verkürzt werden :-) Gruss Martin

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 02.10.02

Time: 13:17:40

 

Hallo Martin,

 

> z.B. ATmega161. Kostet rund 10€.

 

16K Flash sind vermutlich ein bisserl knapp für das, was er machen soll - vor allem, wenn du das in C++ programmieren willst. Aber die Controller gibt es ja noch in anderen Varianten. In der Elektor war vor einem halben Jahr ein AT89.... Board beschrieben, das könnte ich mir hier auch gut vorstellen.

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: Bernd Schlüter

Date: 09.10.02

Time: 22:07:10

 

Kann man denn sehen, was für ein Controller in der Batterie ist? Und das Programm auslesen und möglichst disassemblieren? Nichts mit glasfaserverstärktem Epoxy vergossen? Ich glaube, ich brauche auch ein Twike, wo Ihr mir die ganze Arbeit ja schon abnehmt! Wir sollten trotzdem mal die Herstellerin fragen, ob sie nicht mal Schaltpläne+Programm herausgibt. Ich würde Twike auch zu "open source" zählen, wenn sich Frau Twike nicht so anstellt. Macht schön weiter so.

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