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Gelegentliche STOP-Anzeige beim Rollen

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Geschrieben

Hallo TWIKE-Community,

 

bevor ich mein TWIKE deswegen zur Revision bringe, vielleicht hat jemand von Euch einen Tipp:

 

Ganz gelegentlich leuchtet bei mir beim Rollen die rote STOP-Leuchte und es wird keine Geschwindigkeit mehr angezeigt bzw. wird ggfs. eine Lichtorgel in den unteren Geschwindigkeits-LEDs angezeigt. Erst war es nur bei hohen Motortemperaturen, z.B. nach dem Laden bei hohen Außentemperaturen oder langer Fahrt. Dann war auch wieder über längere Strecke alles in Ordnung. Nun hatte ich den Effekt allerdings auch schon nach rund 30 Kilometern ohne hohe Temperaturen. Es könnte im Zusammenhang mit der an der Stelle sehr unebenen Straße gewesen sein. 3-4 Mal auf der holprigen Strecke. Da ich über den Effekt schon gelesen hatte, habe ich jeweils das TWIKE bis zum Stillstand ausrollen lassen oder abgebremst. Danach ging es ganz normal weiter. Die Geschwindigkeit wurde wieder astrein angezeigt und auf ebener Straße war auf den restlichen 30 Kilometer dann wieder alles OK.

 

Zuerst dachte ich, alles klar: Der Abstand des Drehzahlgebers stimmt wohl nicht. Das hatte ich vor 8-9 Jahren schon mal und einstellen lassen. Damals wurde auch während der Fahrt immer häufiger eine Lichtorgel über den ganzen Geschwindigkeitsbereich angezeigt. Dieses Mal habe ich nun das TWIKE selbst hinten angehoben (Motorradwagenheber) und die Spannung im Stand und bei Fahrt zwischen Klemme 4 und 5 gemessen. Die Spannung wechselt zwischen 24V und 0V und zeigt während der Fahrt mit Wechselspannungsmessung 12V, mit Gleichspannungsmessung 8V an. Ich denke, dass sind doch völlig korrekte Werte? Daher habe ich nichts an der arretierten Schraube des Geschwindigkeitsgebers verändert.

 

Hat von Euch einer eine Idee, was das sein kan bzw. wie man das ggfs. selbst beheben kann?

 

Vielleicht noch als Ergänzung: Irgendwann nach dem ersten Auftreten habe ich noch die ausgeschlagenen Motorlagerpuffer ersetzt, damit der Motor auf unebener Straße bzw. Lastwechsel weniger hüpft. Gibt es ansonsten vielleicht ausgeschlagene Lager, die den Abstand des Geschwindigkeitsgebers während der Fahrt verändern können?

 

Let's TWIKE

German, TW-900

Geschrieben

Hallo German,

 

Ich tippe auch auf den Drehzahlgeber. Bei mir ist der Sensor innen kaputt gegangen, das hat sich

ähnlich wie bei Dir geäußert. D.h. zuerst sporadische Ausfälle, dann war er irgendwann ganz

kaputt.

Es kann aber auch der Abstand sein, wenn das Getriebe Spiel hat und alles warm ist, passt der

Abstand vielleicht nicht mehr. Versuche doch einfach den Sensor eine Windung hineinzudrehen.

 

Bis dann,

Matthias TW-514 und 175

Geschrieben
  • Autor

Hallo Matthias,

 

vielen Dank für die Rückmeldung und den Tipp. Hier die Auflösung bzw. zum aktuellen Stand:

 

Ich habe mir zwischenzeitlich von FINE-mobile einen neuen Drehzahlgeber zuschicken lassen. Der liegt nun aber nur als Reserve da.

 

Statt des unmittelbaren Austauschs habe ich vom TWIKE-Kollegen Robert einen sehr guten und erfolgreichen Tipp bekommen. Er hatte vor einigen Jahren auch ähnliche Probleme und den Drehzahlgeber ausgetauscht. Dann brauchte er aber sehr, sehr lange, bis der neue Drehzahlgeber endlich einwandfrei funktionierte. Nach langem Hin- und Her kam er zum Schluss, dass der Austausch vermutlich gar nicht nötig gewesen wäre, sondern dass einfach nur die richtige Positionierung gefunden werden muss. Seine Tipp war: Mikrometer-Arbeit, den Geber unbedingt vorher markieren, damit man die Änderungen genau verfolgen kann und dabei maximal mit 1/8 Umdrehungen arbeiten.

 

Den Tipp habe ich mit minimalem Aufwand ausprobiert: Drehzahlgeber mit einem Permanent-Marker markiert, die Kontermutter mit 13-Schlüssel gelöst, den Geber minimal um etwa 1/16 Umdrehung reingedreht, da die Spannung mit 8V ja eher am unteren Limit war. Beim leichten Anziehen der Kontermutter dreht sich der Drehzahlgeber dann noch ein wenig mit (wackelt ohne Kontermutter wie ein Kuhschwanz :-), so dass nach der Arretierung etwa 1/8 Umdrehung eingedreht war. Danach gemessen: Statt vorher 8V lag nun die gemessene Gleichspannung bereits bei etwa 12V.

 

Nun dachte ich, oh je, viel zu viel. Aber Robert sagte: Probieren. Er hat damals andere TWIKE gemessen, die einwandfrei mit 12V fuhren. Also habe ich es so belassen und toi toi toi - bisher funktioniert es einwandfrei :-)

 

Mit dem Motorradwagenheber, war das insgesamt nicht mehr als 30 Minuten Arbeit :-)

 

Noch ein Tipp von ihm war: Der Drehzahlmesser (bzw. die Elektronik in dem eingeschraubten Teil) kann natürlich schon kaputt gehen, aber um den neuen in die richtige Position zu bringen ist absolute Feinabstimmung erforderlich. Daher vorher unbedingt den alten Drehzahlgeber markieren, damit man die möglichst gleiche Position wieder finden kann.

 

Danke an Robert für den Tipp und vielleicht kann der eine oder andere TWIKE-Fahrer den Tipp auch mal gebrauchen.

 

Let's TWIKE

German, TW-900

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