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Zu beachten wenn man ein Twike (neu) kauft

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Geschrieben

Hallo TwikerInnen,

 

in einem anderen Thread zu Twike Versicherungen kam die Frage auf, was denn so an Erfahrungen vorhanden ist, worauf man bei einem Twike (Neu)Kauf achten muss.

 

Also fange ich mal an:

 

1)

 

Ich hatte mein (ehemaliges) TW 808 und mein derzeitiges TW 891 jeweils neu gekauft. TW 808 damals noch mit NiMH Akkus und dann 20 AH LiIon-Akkus, TW 891 gleich mit 24 Ah LiIon-Akkus. Beide Twikes mit "Vollausstattung".

 

Dabei stellte sich schnell heraus, dass TW 808 mind. 330 kg Leergewicht inkl. Batterien hatte (TÜV Waage). Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von (immer noch) standardmäßig 450 kg bedeutet dies, dass das Twike mit zwei Normpersonen (75 kg) bereits überladen ist und somit eigentlich nicht zu zweit gefahren werden dürfte... Es musste also eine "Auflastung" vorgenommen werden. Die Fine Mobile gab mir ein DEKRA-Gutachten nach welchem auch ein maximal zulässiges Gesamtgewicht von 492 kg möglich ist. Auf den Kosten der Eintragung blieb ich allerdings sitzen! Nun dürfen wir das Twike mit zwei Normpersonen und max. 12 kg Gepäck fahren... TW 891 habe ich dann gleich inkl. "Auflastung" bestellt.

 

2)

 

Wassereinbruch durch Lücken zwischen Haube und Spaceframe im schrägen Bereich vorne wo es von der Waagerechten hoch geht zu den Föhns.

 

Hier ist darauf zu achten, dass die Gummis im schrägen Bereich und der "Ecke" wo es in die Waagerechte geht straff anliegen! Eine Lücke sollte als Mangel deklariert werden, weil so dauernd Wasser ins Twike läuft.

 

Das waren die beiden Punkte, die mir auf die Schnelle eingefallen sind.

 

Cheers

 

Frank

 

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

in Ergänzung zu Frank ein wichtiger Punkt und zwei Kleinigkeiten:

 

1) Die Pedale/Kurbeln an der Fahrerseite sind zwangsläufig gegenüber einem Standardfahrrad spiegelverkehrt. Wenn die Pedale daher nicht sehr fest angezogen bzw. gesichert werden (Loctite oder ähnliches), dann können sie sich nach einiger Zeit mitpedalieren lösen. Am besten vielleicht gleich ein sogenanntes Reparaturkit anbringen. Siehe dazu den separaten Beitrag: Pedal an Fahrerseite löst sich.

 

Kleinigkeiten:

 

2) Am Lenkhebel setzte sich bei mir in den ersten Monaten das Lager an der Befestigungsschraube am Griff. Einfach alle paar Wochen nachziehen. Nach einiger Zeit bleibt dann der Griff auch dauerhaft fest.

 

3) Die Sicherungsschraube am Haubenverschluss ist nur mit einem Sicherungslack behandelt. Solange man nicht rumschraubt hält das auch. Wenn man aber die Einstellung ändern will, dann empfiehlt sich eine Kontermutter. Die Schraube ist ziemlich klein und ich musste sie einmal suchen, als sie sich gelöst hatte.

 

Viele Grüße

German, TW900, 24Ah, LiMn

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

(nur kuz für die anderen: ich war derjenige, der die Frage nach der Versicherung gestellt hat, weil ich mir ein Twike bestellt habe)

 

das mit dem Gewicht ist ja sehr ärgerlich. Nicht die Tatsache an sich (die wird bei vielen "normalen" Autos ähnlich sein), sondern die Rennerei, die man anscheinend bei der Zulassung hat. Das Verfahren habe ich noch nicht ganz kapiert. Laut Angebot FINE Mobile bekomme ich ein TÜV-Gutachten nach § 21 und anscheinend keinen Fahrzeug-Brief, oder? Was mache ich damit? Muss ich zum TÜV, bevor ich das Twike zulassen kann?

 

@German: vielen Dank für die Hinweise. Alles in allem scheinen mir das Kleinigkeiten, die leicht beherrschbar sind, wenn man selbst ein wenig schrauben oder basteln kann. Und das sollte man bei einem Fahrzeug mit einem zur Zeit so dünnen Servicenetz ja auf jeden Fall einplanen.

 

Tschöö, alf

 

Geschrieben

Hallo Alf,

 

Du brauchst nicht extra zum TÜV. Du erhältst von FINE ein TÜV Gutachten mit dem zu ganz normal zur Zulassungsstelle gehst. Weil die so ein Fahrzeug vielleicht noch nie gesehen haben, solltest Du etwas mehr Zeit einkalkulieren. Manche Zulassungsstellen haben ein Problem mit dem einzelnen Nummernschild hinten und wollen zwei verkaufen. FINE liefert Dir dazu einen TÜV-Prüfbericht mit, in dem auf Seite 10 das einzelne Kennzeichen hinten festgehalten ist. Von Vorteil könnte auch sein, wenn Du auf ein TWIKE verweisen kannst, das in Deinem Kreis oder Nachbarkreis schon zugelassen ist, nur damit die nicht das Gefühl bekommen "das ist eine einzigartige, erstmalige Sache" und jetzt muss alles erst ganz genau in den Vorschriften geprüft werden. Nichts gegen eine saubere Prüfung, aber es kostet halt Zeit. Ich war das vierte TWIKE im Kreis und da ging es ganz schnell. Was das einzelne Kennzeichen hinten betrifft sind die Vorschriften wohl widersprüchlich bzw. interpretierbar. Empfehlung: Sei freundlich und nett - und wenn die Zulassungsstelle unbedingt auf zwei Nummernschildern besteht, dann kannst Du ja immer noch das zweite zu Hause über Dein Bett hängen. Ich habe noch kein TWIKE gesehen mit einem Nummernschild vorne - aber schon mehrere City-ELs. Und ein City-EL ist von der Zulassung prinzipiell ähnlich. Die Anbringung am TWIKE geht aber nicht, weil der Winkel der Schnauze zu schräge ist (das Kennzeichen darf nur soundsoviel Grad geneigt sein, etc).

 

Viele Grüße

German

Geschrieben

Hallo German,

 

danke für die Antwort. Nett und freundlich bin ich doch immer :evil:. Also, dieses Twike geht nach Berlin und ist da meines Wissens nach tatsächlich das erste. Aber in Berlin haben die vielleicht noch andere "schräge" Fahrzeuge, mal sehen, wie das klappt, halte Euch auf dem Laufenden.

 

Zu den Kritikpunkten am Twike. Ich habe mein Twike ganz ohne Verdeck bestellt, da ich mit den angebotenen Lösungen nicht zufrieden war. Das betraf sowohl das Standard-Verdeck als auch das am Test-Twike montierte dreiteilige "Sonnnenland"-Verdeck:

- ungenügend zu regelnde Lüftung (ich schwitze recht schnell beim Pedalieren)

- umständliche Handhabung beim Öffnen des Verdecks; geht nur von außen

- "ganz oder gar nicht"-Öffnung

- Druckknöpfe sind schwierig zu bedienen

- bei einsetzendem Regen dauert das Aufsetzen zu lange und man steht dann inklusive dem Twike-Innenraum schnell "bedröppelt" da

 

Jetzt habe ich einen Sattler in Berlin konsultiert und mit ihm eine Konstruktion besprochen, die folgende Features haben wird:

- "Sonnenland"-Stoff (ist offenbar eine Hersteller- bzw. Gattungsbezeichnung für den festen "richtigen" Cabrio-Verdeckstoff in Unterscheidung zu "einfachem" Kunstleder)

- einteilige Konstruktion: leicht und schnell aufzuziehen

- keine Druckknöpfe, sondern Schnellverschluß mit Gurtband am Scheibenrahmen

- Seitenscheiben mit Klettband von innen zu öffnen, so daß man beim Fahren die Lüftung ähnlich zu einer versenkbaren Scheibe regulieren kann

- Mittelteil des Dachs jeweils zur Hälfte mit Reißverschlüssen von innen beim Fahren zu öffnen ("Targa"-Dach)

 

Und das Beste: der Sattler meint, daß er das Ganze für ca. € 600,- hinbekommt:P! Daraufhin habe ich ihn gefragt, ob er ggf. eine Serie erstellen kann/will und er meinte, daß das natürlich geht. Er muß dann statt eines Dachs eben die Schnittmuster zusätzlich erstellen und kann dann fast beliebig viele Dächer herstellen (übrigens gibt's den Sonnenland-Stoff auch in anderen Farben als schwarz).

 

Nun meine Frage: ist jemand ggf. an einem Dach mit den beschriebenen Features interessiert?

 

Dann kann ich dem Sattler Bescheid geben, daß er die Schnittmuster machen soll (produziert natürlich Kosten, die man nicht "einfach so" haben will). Im Moment wäre eine Aussage von Euch natürlich völlig unverbindlich, es geht nur um eine Abschätzung, ob sich der Mehraufwand ggf. lohnt.

 

Sobald ich das Dach fertig habe (in ca. 4 Wochen), mache ich natürlich Fotos und stelle sie hier ein, damit Ihr Euch ein Bild machen könnt.

 

Tschöö, alf

 

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