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tief entladene Akkus laden

Featured Replies

Geschrieben

Von: Roland [email protected]

Date: 03.01.06

Time: 18:17:25

 

Nun ist es mir auch passiert: die Akkus meines TWIKE waren tief entladen. Nach meiner letzten Fahrt vor Weihnachten hatte ich das TWIKE leer abgestellt und anschließend eher Weihnachtsvorbereitungen im Sinn, als das TWIKE zu laden. Als ich jetzt laden wollte, ging nichts mehr. Die Akkublöcke waren auf 90 V heruntergelaufen. Ich habe allerdings die Ladung die Gang setzen können, indem ich jeden 20er-Strang einzeln mit einem Labor-Netzgerät ein paar Sekunden lang aufgeladen habe. Danach kamen immerhin 250 V zusammen. Was ich allerdings nicht wusste: dabei muss man zügig arbeiten und unverzüglich mit dem Laden beginnen. Ich hatte jedoch die Akkus ausgebaut (was nicht nötig gewesen wäre) und bis ich sie wieder eingebaut hatte, waren sie erneut auf Werte unter 100 V abgefallen. Also die gleiche Prozedur noch einmal mit eingebauten Akkus, dann klappte es.

 

Dabei habe ich mir überlegt, dass die Spannungsversorgung einen gravierenden Designfehler hat: Auch wenn die Fahrakkus total entladen sind, müsste das Bordnetz funktionsbereit bleiben. Dazu wäre eigentlich nur Folgendes erforderlich: - Das 12-V-Netz mit einer kleinen Motorradbatterie gepuffert werden. - Die Stromversorgung sämtlicher Computer müsste aus diesem gepufferten Netz erfolgen. - Für den Zentralrechner ist dies kein Problem. - Die Rechner in den Akkupacks müssten an die bereits vorhandene 12-V-Leitung für die Lüfter angeschlossen werden. Ein solches gepuffertes 12-V-Netz hätte viele Vorteile: - Man kann jederzeit, auch bei völlig leeren Fahrakkus, den Ladezyklus starten und müsste die Akkus nicht Strang für Strang aufpäppeln. - Bestimmte Funktionen, z.B. Warnblinkanlage, blieben auch bei völlig leer gefahrenen Fahrakkus noch eine Zeit lang in Betrieb. - Selbst wenn die 12-V-Batterie leer gelaufen wäre, könnte man sie zunächst mit den allgemein erhältlichen Battereiladegeräte zunächst aufladen.

 

Der Einbau der Pufferbatterie in das 12-V-Netz erscheint mir problemlos. Schwieriger wird die Umrüstung der Rechner in den Akkupacks, denn der DC-DC-Wandler scheint integraler Bestandteil der Platine zu sein. Wisst ihr sonst noch etwas, was Probleme bereiten könnte oder gar dagegen spricht?

 

Neben der geschilderten Lösung gibt es noch eine einfachere Lösung. Dazu ist keine Pufferbatterie, aber weiterhin der Umbau der Akkurechner erforderlich. Außerdem wird ein 12-V-Steckverbinder im 12-V-Netz vorgesehen, in den man eine 12-V-Hilfsspannung von einem externen Netzgerät einspeisen kann. Damit könnte man immerhin jederzeit laden. Nicht möglich ist dagegen die Warnblinkanlage nach dem Leerfahren.

 

Hat einer von Euch bereits in diese Richtung etwas entnommen?

 

Viele Grüße, Roland (TW 160)

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 05.01.06

Time: 08:58:17

 

Grüße Dich Roland.

 

Du schreibst: >Der Einbau der Pufferbatterie in das 12-V-Netz erscheint mir problemlos. Schwieriger wird die Umrüstung der Rechner in den Akkupacks, denn der DC-DC-Wandler scheint integraler Bestandteil der Platine zu sein. Wisst ihr sonst noch etwas, was Probleme bereiten könnte oder gar dagegen spricht?

 

Das Laden bei leeren Akkus sollte bei noch guten Akkus kein Problem sein. Mir wurde von Andreas Schröer gesagt, daß in den Modulen auch bei leeren Akkus Ladestrom ober je einen Widerstand (ich glaube von 20W) in die Akkus fließt. Dieser Widerstand liegt über das Hauptrelais im Akkumodul, wenn dieses abgeschaltet ist - was bei Unterspannung unter 160V ja der Fall ist. Bis die Akkus dann ihren Wert von 160-190V erreichen (denn erst dann arbeiten die µC in den Modulen) können schon 1/2 bis 1 Stunde vergehen.

 

Probiert habe ich es selbst aber noch nicht.

 

Auch bei leeren Akkus soll der Hauptrechner normal arbeiten, wenn man das TWIKE an die Steckdose anschließt. Wenn man nun zu diesen Widerständen in den Modulen jeweils je einen entsprechenden zweiten parallel schaltet, sollte alles ohne Ausbauen auch bei älteren Akkus gehen.

 

Diese Empfehlungen sind nur für Elektrofachkräfte gedacht - Laien sollten hier die Finger davon lassen.

 

Alles Gute noch zum neuen Jahr. Uwe

 

Geschrieben

Von: Roland

Date: 06.01.06

Time: 18:47:07

 

Hallo Uwe,

 

der Bordrechner wird mit Spannung versorgt, wenn man bei meiner Entladelogik den Schalter auf "tiefentladen" umlegt. Dies war also kein Problem.

 

Dementsprechend konnte der Bordrechner auch den "Aufbau 12V-Netz" melden. Dies bedeutet, dass er versucht hat, über den Widerstand die Akkus hochzuziehen. Nun ist bei meinen alten Akkus (Bj. 99) der Selbstentladestrom aber wohl größer als der Ladestrom. Nach 12 (!) Stunden hatte ich - wie geschildert - immer noch die 90 Volt. Der direkte Eingriff in die Akkus war also unumgänglich.

 

Aber nicht nur bei solten Akkus wie den meinigen scheint mir eine Trennung von Fahrspannungsversorgung und Bordnetzversorgung sinnvoll. Ich blieb einmal mit leer gefahrenen Akkus auf der Landstraße im Dunkeln liegen und da ging selbst die Warnblinkanlage nicht mehr. Dies ist eine äußerst gefährliche Situation und meines Erachtens sogar strafbar.

 

Dies ist mit ein Grund (und nicht nur das Laden), dass ich mich um diese Trennung bemühe.

 

Viele Grüße, Roland

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 11.01.06

Time: 15:17:32

 

Grüße Dich Roland.

 

Du schreibst: > Ich blieb einmal mit leer gefahrenen Akkus auf der Landstraße im Dunkeln liegen und da ging selbst die Warnblinkanlage nicht mehr. Dies ist eine äußerst gefährliche Situation und meines Erachtens sogar strafbar.

 

Ja, eine sehr unangenehme Situation - vor allem, wenn alle Tankstellen, Geschäfte und Gaststätten bereits geschlossen sind. Dieser Gedanke war auch der Grund für den Bau meines Adapters. Daher kann mir so etwas nicht mehr passieren. Es geht heute noch nicht sehr flott - aber man sitzt nicht fest.

 

Guß Uwe

Geschrieben

Von: Peter, TW419, PJunker aet gmx.de

Date: 13.01.06

Time: 19:27:10

 

Seit ca. zwei Jahren habe ich einen 28 AH Bleigelakku für die 12 V Bordspannung installiert. Dazu habe ich die Leitung vom DC/DC Wandler zum Sicherungskasten aufgetrennt und einen Umschalter installiert. So kann ich jederzeit zwischen Akku uns DC/DC Wandler umschalten. Der Schalter sollte wenigstens eine Belastbarkeit von 16 A aufweisen. Grundsätzlich versorge ich die 12 V immer aus dem Akku, ich fahre immer mit Licht, der Radioempfang wird nicht gestört, die Reichweite wird nicht geschmälert und wenn die Fahrakkus unter 270 V gehen, bricht nicht das gesamte Bordnetz zusammen. Bisher hatte ich mit dieser Anordnung keine Probleme. Der Bleigelakku wird immer durch ein geeignetes Ladegerät mitgeladen und hält ungefähr 500 Ladezyklen durch. Direkt am Akku sollte eine fliegende Sicherung in der Plusleitung eingebaut werden, falls das Kabel irgendwie beschädigt wird.

 

Schönen gruß

 

Peter

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