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Lithium-Akkumodule fürs Twike

Featured Replies

Geschrieben

Von: Jens Schacherl, [email protected]

Date: 01.12.05

Time: 23:35:34

 

Hallo,

 

hat sich schonmal jemand mit den Akkus der Schweizer Firma ERUN beschäftigt, http://www.erun.ch/seite1.htm ? Die Module enthalten Kokam-Zellen und eine Schtzelektronik, Ladeverfahren wie Bleiakkus. Das 24V/20Ah-Modul (Po020T09) gab es kürzlich bei Ebay für 990 CHF. Aber fürs Twike bräuchte man natürlich gleich 14-15 Stück, und die Ladeelektronik müßte auch angepaßt werden...

 

Gruß Jens

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 03.12.05

Time: 14:30:49

 

Ich kenne die Zellen und ihre Tücken aus dem Modellbau. Sie reagieren sehr empfindlich auf Über- oder Unterschreiten ihrer Grenzspannungen und das passiert bei Reihenschaltungen nunmal sehr schnell, da hilft auch keine Schutzelektronik. Bei so vielen Zellen in Reihe, wie wir sie bei 336V benötigen würden, ist das nicht sinnvoll einsetzbar. Zudem ist die Zyklenzahl der LiPolys noch arg begrenzt - 1000 Zyklen fallen da derzeit wohl noch unter Träumerei. Und noch etwas stört: Bei Kälte lassen sich die Dinger kaum noch laden...

Geschrieben

Von: Jens Schacherl, [email protected]

Date: 06.12.05

Time: 12:13:35

 

Zitat von der ERUN-Homepage: "Die Schutzelektronik verhindert eine Beschädigung oder Beeinträchtigung der einzelnen Akku - Zellen."

 

Im Modellbau werden die Zellen, soweit ich weiß, mit wesentlich höheren Strömen ent- und geladen.

 

Und was die Kälte betrifft, Batterieheizungen haben sich schon bei den guten (naja) alten Bleiakkus im Winter bewährt.

 

Gruß Jens

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 11.12.05

Time: 21:28:22

 

Hallo Jens,

 

Die Schutzelektronik verhindert lediglich das Unter- bzw. Überschreiten der Grenzspannungen, die zu sofortigen Akku-Tod führen würden. Sie kann aber keine Unsymmetrien zwischen den Zellen verhindern, schon gar nicht, wenn du zwei Dutzend dieser Akkupacks in Reihe schaltest, wie es für da Twike nötig wäre. Um diese Probleme zu umgehen, müsstest du etwas austüfteln, um die Akkus einzeln parallel zu laden und seriell zu entladen.

 

Lipoly Zellen werden mit maximal 1C geladen, der Entladestrom beträgt bei Hochstromzellen derzeit im Mittel 10C. Bestimmte Typen lassen auch kurzzeitig 16C oder 20C zu. Die Werte gelten aber nur für warme Zellen.

 

Bei tieferen Temperaturen - unter Null Grad - geben die Zellen nur noch widerwillig Strom ab und laden sollte man sie dann auch nicht mehr, oder nur sehr, sehr vorsichtig. Über 50 Grad wird es für die Zellen auch wieder kritisch - und das bekommt man im Twike schnell, wenn man es in der Sonne stehen läßt.

 

Die Zellen werden immer besser, aber derzeit sehe ich sie noch nicht als alltagstauglichen Ersatz für die bisherigen Akkus. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren, ich wäre der erste, der die NiCd gegen etwas besseres austauscht... :)

Geschrieben

Von: Klaus Tw517

Date: 02.12.05

Time: 13:13:06

 

Hallo Jens,

 

LiPo scheint von der Energiedichte her für E-mobile die Lösung zu sein. Die Frage, die sich auftut, ist: Wie sieht es mit der Alterung aus? Würden es für die Anwendung im Twike nicht auch die 11Ah-Blöcke tun? (dann wären wir in etwa bei den bisher bekannten Leistungen und hätten auch noch einen interessanten Anschaffungspreis; 40Ah scheinen mir z. Zt. fürs Twike kaum finanzierbar)

 

Gruß

 

Klaus

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