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Batteriehandling

Featured Replies

Geschrieben

Von: Marc [email protected]

Date: 25.10.05

Time: 13:01:26

 

Hallo Twiker! Ich kaufe mir nächste Wo. ein Twike und hätte deshalb mal ein paar Fragen. 1. Wie sieht denn so das Handling mit den Batterieen aus. Ich sag mal grob unterteilt in täglich, wöchentlich und wenn nötig auch noch monatlich wäre ganz nett. 2. Auch würde mich mal interessieren was das mit dem Trainieren auf sich hat das ich hier weiter unten gelesen hatte. 3. Dieses Auto besitzt die Lade-/Entladelogik. Ist die sinnvoll genug oder sollte ich mich doch mal nach so einem CCS-Ladeteil umsehen, denn das wurde hier wirklich sehr gut behandelt und ich denke auch das dieses System so ziemlich das Optimum darstellt. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an Uwe der sich wirklich reinhängt und viel Zeit für dieses Forum und zum Testen aufbringt.

 

Zur Info: Das Twike stand die letzten zwei Jahre mehr rum als das es fuhr. Es schafft nach 16.000km nur noch 20km (die mir erst mal reichen) bei hoher Selbstentladung . Hat drei 3.0Ah-Akkusätze drin von denen ich später nur noch zwei ersetzen möchte.

 

3. Kann man diese Akkus noch "sanieren"? Bin zwar Elektroniker hatte aber schon länger nichts mehr mit Strom zu tun. Tote Zellen austauschen und dann jede Zelle einzeln rausführen trau ich mir aber schon noch zu. Oder sagt Ihr: Neeeeee, laß mal lieber. 4. Wo krieg ich denn die Zellen her?

 

Puuh, das reicht denk ich erst mal. Will ja niemanden überforder. Auf eure Antworten bin ich schon gespannt wie'n Flitzebogen und bedanke mich auch schon mal.

 

Gruß Marc (!!!Hier steht bald ne Twike-Nr.!!!)

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 26.10.05

Time: 10:13:37

 

Grüße Dich Marc.

 

Für individuelle Beratung bei Spezialfragen rate ich immer: Beim regionalen TWIKE-Service bzw. beim Herstellen in Rosenthal anrufen. Die geben nach meiner Erfahrung gerne sehr hilfreie Auskünfte.

 

> 1. Wie sieht denn so das Handling mit den Batterieen aus. Ich sag mal grob unterteilt in täglich, wöchentlich und wenn nötig auch noch monatlich wäre ganz nett.

 

Wie oft geladen werden muß, hängt ganz von der Fahrweise und den gefahrenen Strecken ab. Das lange Rumstehen bekommt den Akkus aber nicht gut.

 

> 2. Auch würde mich mal interessieren was das mit dem Trainieren auf sich hat das ich hier weiter unten gelesen hatte.

 

Das Trainieren bedeutet soviel. NC-Akkus wollen gefordert werden, dann "fühlen sie sich wohl" - das heißt, dann verbessern sich deren Werte - sowohl in der Kapazität als auch sonst. Also die Akkus anfangs ordentlich "rannehmen". Die ersten Wochen möglichst jeden Tag dreimal mit zügigem Tempo leer fahren und sie danken Dir das.

 

> 3. Dieses Auto besitzt die Lade-/Entladelogik. Ist die sinnvoll genug oder sollte ich mich doch mal nach so einem CCS-Ladeteil umsehen, denn das wurde hier wirklich sehr gut behandelt und ich denke auch das dieses System so ziemlich das Optimum darstellt.

 

Das TWIKE besitzt eine interne prozessor-gesteuerte Ladeelektronik, wobei die Fahrsteuerung dann zum Ladegerät wird. Diese Elektronik arbeitet auf der Basis des Temperaturanstiegs # bei 5°C Erhöhung werden die Akkus als VOLL betrachtet. Das ist gegenüber dem CCS-Verfahren nicht optimal. Doch kann man das CCS-Verfahren nur bis maximal 20 Zellen in Reihe sicher nutzen. Darüber hinaus ist das CCS-Verfahren wegen der üblichen Toleranzen der einzelnen Akkus untereinander auch nicht mehr optimal.

 

Ich lade das TWIKE daher nur jede ein bis zwei Monate einmal voll - mit einschließlich Symmetrieladung. Ansonsten nur bis zu einer kleinen Temperaturerhöhung von 1-3°C. Dazu sollte man sich anfangs also Zeit nehmen und eine Schaltuhr ist dabei sehr hilfreich. Die Schaltuhr sollte aber stets die Phase schalten - sonst kann es bösen Ärger geben!

 

Die Symmetrieladung muß ab-und-zu sein, weil ja in jedem Modul 280 Zellen hintereinander geschaltet sind, die ansonsten zu großen Abweichungen untereinander bekommen können. Wichtig ist daher: Die Batterie möglich anfangs immer mit hohem Strom leer fahren; soweit das geht - aber nicht über 45°C Zellentemperatur sowie dem Unsymmertrie-Alarm hinaus. Und zwischendurch einige Male mit kleinen Strom (< 0,1A je Modul) bis nahe 250V entladen (12V/50W-Halogenleuchte). Dann geht der Memory-Effekt langsam zurück. Kleine Ströme schaden leeren Zellen scheinbar nicht.

 

Die optimale Lösung wäre, man könnte jede Zelle gesondert bis auf 0,8V herunter entladen. Das erfordert aber seinen erheblichen Aufwand. Passende Bauteile dafür konnte ich bisher für mich noch nicht beschaffen.

 

> Zur Info: Das Twike stand die letzten zwei Jahre mehr rum als das es fuhr. Es schafft nach 16.000km nur noch 20km (die mir erst mal reichen) bei hoher Selbstentladung . Hat drei 3.0Ah-Akkusätze drin von denen ich später nur noch zwei ersetzen möchte.

 

> 3. Kann man diese Akkus noch "sanieren"? Bin zwar Elektroniker hatte aber schon länger nichts mehr mit Strom zu tun.

 

Wenn Du die Akkus die ersten Wochen ordentlich viel und kräftig "quälst", dann sollten sie nach einigen Monaten schon wieder ihre 45-60km pro Ladung schaffen.

 

> Tote Zellen austauschen und dann jede Zelle einzeln rausführen trau ich mir aber schon noch zu. Oder sagt Ihr: Neeeeee, laß mal lieber.

 

Ich habe jetzt bereits nahezu 20.000km runter und noch keine defekte Zelle. Das mit den Zellentausch, würde ich nur empfehlen, wenn wirklich pro Modul mehr als zwei Zellen defekt sind. Man kann i.d.R. defekte Zellen auch durch einen "Schock" wiederbeleben!

 

> 4. Wo krieg ich denn die Zellen her?

 

Falls das wirklich nötig sein sollte, ist der regionale TWIKE-Service die erste und Rosenthal die zweite Adresse.

 

> Gruß Marc (!!!Hier steht bald ne Twike-Nr.!!!)

 

Dann viel Erfolg. Und nehmen Dir anfangs ruhig Zeit, wenn Du diese fürs TWIKE opfern kannst.

 

MfG Uwe

Geschrieben

Von: Marc

Date: 26.10.05

Time: 21:02:07

 

Hallo Uwe! Danke für die Info's. Ich werd's bald ausprobieren dürfen. Wird dadurch die angeblich hohe Selbstentladung auch weniger? Gruß Marc

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 02.11.05

Time: 10:03:34

 

Grüße Dich, Marc.

 

Ob die Selbstentladung dadurch geringer wird, kann ich aus eigener Erfahrung nicht sagen. Da wären Worte aus Rosenthal wohl angebracht.

 

Die Rosenthaler peppen übrigens ihre Akkus ebenfalls so auf. Nur haben sie dafür sich eine Apparatur gebaut, welche die Akkus "quält".

 

MfG Uwe

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 17.11.05

Time: 22:15:25

 

Hallo Marc,

 

Die Selbstentladung entsteht afaik, weil sich in der Zelle Kristalle bilden, die die Isolationsschicht durchdringen. Man kann diese Kristalle durch kurze hohe Stromimpulse 'abbrennen', aber die Löcher in der Isolierschicht bleiben und damit die Selbstentladung.

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