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Spoiler

Featured Replies

Geschrieben

Von: Hendrik Fauer, TW512, [email protected]

Date: 21.08.05

Time: 21:32:10

 

Was meint Ihr? Kann mann die Aerodynamik des TWIKE verbessern wenn man vorne einen Spoiler anbaut damit die Luft nicht unter der keilförmigen Karrosse zusammengequetscht wird? - Eventuell mit dem netten Nebeneffekt der geringeren Seitenwindempfindlichkeit.

 

Hat nicht jemand Kontakte zu einer Hochschule, die mal Lust haben das Twike in den Windkanal zu stellen? Oder ist das schon mal gemacht worden?

 

Hendrik

Geschrieben

Von: Wolfgang Jenne TW311

Date: 26.08.05

Time: 00:13:26

 

Hallo Hendrik,

 

ich habs im Januar 2003 schon mal probiert und denke dass das bei guter Ausführung auch funktionieren müsste. Leider hatte ich keine Musse das Projekt weiterzuziehen. Guck mal hier:

 

http://twike.spider.li/spoiler.html

 

Entschuldige das lausige Layout, habs nur schnell zusammenkopiert.

 

Gruss, Wolfgang

Geschrieben

Von: Hendrik Fauer, TW512, [email protected]

Date: 28.08.05

Time: 13:30:14

 

Hallo Wolfgang,

 

Deinen Spoiler habe ich schon mal gesehen. Er diente ja nur dazu, daß Vorderrad stärker auf den Boden zu pressen. Ich hatte eher an etwas gedacht womit das Vorderrad komplett umkleidet wird.

 

Dein Spoiler erfüllte bestimmt seinen Zweck. Allerdings befürchte ich, daß er sich negativ auf den Luftwiederstand auswirkt. Den würde ich jedoch gene noch reduzieren.

 

Hendrik

Geschrieben

Von: Bernd Schlüter

Date: 09.10.05

Time: 07:52:37

 

Hendrik, der Spoiler erfüllt beide Aufgaben: Andruck (man kann auch das Gegenteil erzeugen) und Herstellen einer weniger verwirbelten Spaltströmung. Den Spalt kannst Du im Windkanal nicht so einfach herstellen, da müsste sich die Begrenzungswand mit dem Wind mitbewegen. Dafür kannst Du ihn aber gut berechnen. Du verdoppelst einfach den Strömungskörper symmetrisch zur Mittelfläche, teilst den gemessenen Strömungswiderstand durch zwei, rechnest den Spaltwiderstand hinzu und erhältst näherungsweise den Strömungswiderstand. Oft verzichtet man auf der Fahrzeugunterseite auf eine aerodynamische Verkleidung, weil die Luft von den Hindernissen auf der Unterseite mitgerissen wird und statt an einer glatten Bodenfläche an der relativ glatten Straßenoberfläche entlanggleitet. Eine glatte Unterseite bringt allerdings auch Widerstandverringerung, obwohl die mittelere Geschwindigkeit der Luft im Spalt dann nur halb so groß ist, wie die des Fahrzeuges. In einem gewissen Bereich ist der Luftwiderstand an der Unterseite trotz unmöglicher Oberfläche dadurch kleiner als an den "freien" Teilen der Karosserie mit ihren großen, enrgieverzehrenden Wirbelablösungen. Eine zerklüftete Oberfläche an der Unterseite eines engen Spaltes wirkt unter anderem auch wirbelberuhigend. Beim Twike entsteht der Widerstand weniger im Keilspalt selbst, sondern durch die beiden "Luftberge", die zu den beiden Seiten herausgeblasen werden. In der Geschichte des Rennwagenbaus und der Hochgeschwindigkeitszüge kann man verfolgen, wie sich die Erkenntnisse nur sehr langsam durchsetzten...

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