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Blei-Gel-Akkus

Featured Replies

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 15.07.05

Time: 16:37:52

 

Hallo,

 

Ich lese hier immer viel über unterschiedliche Akkutypen. Hat denn schon jemand versucht Blei-Gel-akkus in das Twike einzubauen?? Ok, ich hätte dann theoretisch weniger Reichweite, aber wenn ich mit weniger auskomme macht das ja nichts und die Kosten sind wesentlich geringer! Ich habe einmal eine Beispielrechnung gemacht mit Preisen von reichelt.de , die Preise liegen vermutlich bei der Stückzahl erheblich niedriger, aber für einen groben Anhaltspunkt dürfte das ja reichen (korregiert mich bitte wenn ich komplett falsch liege!)

 

280 x NiCd-Zellen 1,2V/3000mAh stückpreis ca 4€ =1120€ das sind dann 336V*3Ah= 1,008kWh

 

oder

 

28 x Blei-akku 12V/7,2Ah stückpreis ca 10€ =280€ das sind dann 336V*7,2Ah= 2,419kWh

 

das heißt doch das ich mit einem solchen Bleiakku-Packet etwas mehr Energie speichern kann als mit zwei herkömmlichen Twike-Akkupacks bei einem achtel der kosten! vom Gewicht her müsste es eigentlich auch gehen: 28 x 2,6kg = 72,8kg... man bewegt sich also im Bereich von drei herkömlichen Akkupacks!

 

Wenn Ladeelektronik und Twike Elektronik angepasst werden mußte das doch gut funktionieren, oder?

 

Gibt es Erfahrungen mit Bleiakkus in Twikes? Warum wird sowas nicht ab Werk vertrieben? Wo seht ihr grundsätzliche technische Probleme?

 

Gruß Tobias

Geschrieben

Von: Hendrik Fauer, TW512, [email protected]

Date: 26.07.05

Time: 22:37:30

 

Hallo,

 

ich meine gehört zu haben, daß sich Andreas Ossig aus Kiel Bleiakkus in sein Twike eingebaut hat.

 

Hendrik

Geschrieben

Von: Jens Schacherl, [email protected]

Date: 19.07.05

Time: 08:51:15

 

Es gibt ein Versuchs-Twike mit Blei-Akkus, Reichweite ist ~40 km. Immerhin braucht man 28 12V-Akkus, von denen jeder nur max. 3-4 kg wiegen darf, sonst wird das ganze zu schwer.

 

Gegen die Symmetrieprobleme beim Laden hilft z.B. http://www.powerdesigners.com/powercheq.htm , 27 Stück davon wollen aber auch bezahlt werden :-|

 

Gruß Jens

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 16.07.05

Time: 12:45:49

 

Die Rechnung mit der Kapazität läßt sich bei Bleibatterien so nicht machen, da bei den hohen Strömen im E-Fahrzeug nur ca. 60 bis max. 70% der Kapazität entnehmbar ist (Peukert-Effekt), die NiCd-Batterie läßt sich aber ohne Probleme ganz entladen. Auch wird die Zyklen-Lebensdauer nur einen Bruchteil betragen. In Summe kommen dann durch öfteres Tauschen der Bleibatterien doch wieder die Kosten der NiCd-Technologie zusammen.

 

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 17.07.05

Time: 17:37:30

 

Hallo Herbert,

 

Im Twike gibt es aufgrund der hohen Spannung nur kleine Ströme von im Mittel vielleicht 5A - im Gegensatz zu bspw. Mini-Els, die bei 12V erheblich mehr Strom durch die Leitungen scheuchen müssen und da schonmal auf 50A kommen. Bei hohen Strömen liefert übrigens auch der NiCd Akku nicht seine volle Kapaziätt.

 

Blei-Gel-Akkus habe ich mittlerweile auch mit Zyklenzahlen von 2000 gesehen. Es wäre allerdings zu klären, wie ein Zyklus dabei genau definiert ist.

 

Spontan fällt mir kein Grund ein, derartige Akkus nicht einzusetzen. Aber ein Haken wird da schon irgendwo dran sein... ;)

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: Matthias, TW514, mde(at) deegener(dot)de

Date: 18.07.05

Time: 08:57:59

 

Hallo, ich habe neben einem Twike auch ein City-EL. Die Blei Akkus gehen laufend kaputt :-(. Ich glaube nicht, dass es viele Bleiakkus gibt, die mehr als 200 50% Zyklen schaffen. Dann der Peukert Effekt. Zwar sind die Ströme kleiner (10A oder eher 20A bei Stufe 2 und nicht 5A), aber die Kapazität des Akkus auch. D.h. Die 20 A entsprechen 200A beim 100Ah Akkus des City-EL -> Sogar noch höhere Belastung. Nächster Nachteil: Rekuperation funktioniert schlechter. Hauptnachteil: Symmetrieladung. Die Bleiakkus haben nach kurzer Zeit extreme Symmetrieprobleme. Bleigelakkus sollte man mit Einzelladern mit Temperaturkompensation laden. Ohne große Modifikationen würde ich 20*10Ah Bleiakkus maximal 1000km Lebensdauer geben. Dabei funktionieren 20 Stück eh nicht, da der Spannungseinbruch beim Anfahren in Stufe 2 mit ca. 20% Entladung bei deutlich unter 280V wäre.

 

Am billigsten und relativ wenig Bastelei sind die "Bakuser" Monozellen. 28*24V/5Ah-> Über 10Ah entnehmbare Kapazität, bisher ca. 8000km (160 Zyklen) und noch optimal bei Kosten von ca. 400Euro.

 

Viel Spass,

 

Matthias

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 18.07.05

Time: 09:06:32

 

Ich habe auch ein city-el und nach einigen leidvollen Batterie-Erfahrungen (Banner 7500km, Nickel-Zink nur 5000km, PzS-Bleibatt. 2000km) bin ich jetzt bei der Messmer-Batterie gelandet. Mit diesem Batterietyp hat ein El-Fahrer aus Bremen 30.000km geschafft. Das Twike ist natürlich ein Rennwagen gegenüber dem city-el aber die Kosten... Weiteres s. http://www.elweb.de --> Batterieforum.

 

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