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Break even

Featured Replies

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 28.11.04

Time: 22:49:47

 

Hallo, ich bin ja kein Kaufmann, aber soviel habe ich in Sachen Preisbildung verstanden:

 

 

Erstes Extrem: superbillig: Man verkauft ein Produkt weit unter einem lukrativen Preis. Ja, man zahlt sogar unter Umständen noch drauf.

 

Vorteil: Die Stückzahl steigt, man könnte evtl. billiger produzieren (Mengenrabatte, billigere Herstellung statt Handarbeit usw.)

 

Nachteil: Sehr unsicher, ob mit der Masse auch irgendwann ein Gewinn für den Hersteller herausspringt, zumal der das Risko tragen muss, dass das Produkt floppt.

 

 

Anderes Extrem: Superteuer: Um wenigstens die Entwicklungskosten hereinzubekommen, wird neben den Herstellkosten eben auch ein Anteil auf das Produkt draufgeschlagen. Danach überlegt man sich, wie viele Leute es zu diesem Preis kaufen würden. Sind das nur wenige Einheiten, wird der Anteil entsprechend höher, um am Ende die Kosten wieder reinzukriegen.

 

Im Extremfall verkauft man nur ein (1) sauteures Stück, das mit dem dann gleich die Entwicklung mit gezahlt ist.

 

Vorteil: Der Hersteller kann sehr genau sagen, wann seine Kosten (Vorleistung!!) wieder erwirtschaftet sind.

 

Nachteil: Der Preis wird für die meissten Interessenten wieder uninteressant und das Potential, viele Produkte zu verkaufen wird nicht genutzt.

 

 

Zurück zu den Sicherheitsgurten:

 

Der Montagesatz kostet bestimmt nicht 300Euro in der Herstellung. Allerdings verkaufen sich zu wenige davon, als dass man sie tatsächlich zum Herstellpreis hergeben könnte. Irgend wann am Anfang hat ein Entwickler sich tiefe Gedanken gemacht, hat ein paar Prototypen gebastelt usw. die alle Geld gekostet haben.

 

Und das muss wieder hereinkommen.

 

Vom kaufmännischen Gedanken her verstehe ich das. Bloss: Wer soll dieses sündhaft teure Zeug denn kaufen? Entsprechend mehr muss auf das Einzelstück draufgeschlagen werden, damit in absehbarer Zeit die Entwicklungskosten hereingeholt sind.

 

Ein ähnliches Beispiel ist die Ladelogik. Letztendlich verbaut ist da Material im Wert von vielleicht 30 Euro. Verkauft wird sie für alptraumhafte 588 Euro. (Jaja, ich weiss: das sitzt ja auch ein Facharbeiter und verdrahtet und lötet und bohrt das Gehäuse. Völlig klar, der will auch einen Lohn haben)

 

Aber tröstet Euch: In der Automobilbranche ist das nicht anders. Das Rücklichtglas für meinen Mazda, das ich neulich für 95 Euro gekauft habe (was echt billig ist) wird in Fernost für vielleicht 2 Euro das Stück hergestellt.

 

Tja... Gruß, Stefan S. (TW022)

 

Geschrieben

Von: Chris

Date: 29.11.04

Time: 10:12:18

 

Hi..

 

aber das Resultat ist, dass viele ohne Gurte fahren..und das auf Kosten der Sicherheit. Das kanns ja auch nicht sein.

 

Chris.

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