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Elektro-Smog

Featured Replies

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 02.06.04

Time: 14:34:06

 

Gibt es eigentlich Erkenntnisse oder sogar Messungen von der Elektro-Smog-Belastung im Twike während des Fahrbetriebes? Ich habe im Moment untypische gesundheitliche Probleme und möchte die mögliche Ursache "Twike" ausschließen können. Fahre sehr viel mit meinem Twike (18 Monate - 30.000 km) uns es könnte ja sein...

 

Gruß, Stephan (TW 691)

Geschrieben

Von: Klaus Danne

Date: 02.06.04

Time: 23:51:03

 

Hallo Stephan,

 

Deine Überlegungen sind berechtigt. Nur, es sollte bedacht werden, wie Elektrosmog entsteht und wie er sich auswirkt, um dann Gefährdungen möglichst ausgrenzen zu können. Im Verdacht, sich negativ auf den menschlichen Organismus auswirken zu können, stehen elektromagnetische Felder. Die elektrischen Felder entstehen durch hohe Spannungen. Elektrische Felder lassen sich relativ einfach abschirmen, indem man z. B. mit abgeschirmten Kabeln arbeitet. Eine andere Möglichkeit wäre, den Motorraum samt Steuerung durch einen dünnen feinmaschigen Draht in einen sogenannten Farradayschen Käfig zu verwandeln, durch den, an Masse angeschlossen kaum noch elektrische Felder treten dürften. Magnetische Felder sind dagegen relativ schwer abzuschirmen. Sie entstehen da, wo hohe Ströme fliessen. Nun ist es so, daß - verglichen mit anderen E-Mobilen, das Twike relativ hohe Spannungen verwendet und dadurch zum Glück nur sehr kleine Ströme fliessen. Durch Abschirmen und durch bewußte Fahrweise dürfte sich viel erreichen lassen.

 

Die Auswirkungen von Elektrosmog auf den menschlichen Organismus werden so beschrieben, daß sie eine Belastung auf ihn ausüben, vergleichbar mit Streß. Derjenige Organismus, der aufgrund ausgeglichener Lebensweise 'stressresistenter' ist, dürfte auch weniger anfällig für Elektrosmog sein. Bewegung und Sport dürften einiges bringen, als auch eine Ausgeglichenheit zwischen Anspannung und Entspannung.

 

So, hoffentlich habe ich dich jetzt nicht erschlagen. Habe mich vor einiger Zeit auch mit diesem Thema beschäftigt, was aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Aber vielleicht könnten Fachleute zu dem einen oder anderen Punkt noch etwas ergänzen. Ich selbst habe übrigens noch nicht das E-mobil-Fahren aufgegeben, überlege jedoch irgendwann vom City-El auf ein Fahrzeug mit höherer Spannung zu wechseln, möglicherweise zum Twike.

 

Viele Grüsse

 

Klaus

Geschrieben

Von: Wolfgang Jenne, TW311

Date: 02.06.04

Time: 18:36:07

 

Hallo Stephan,

 

also ausschliessen kann man es natürlich nicht. Dazu musst Du einmal einen Monat oder mehr auf "Twike-Entzug" gehen und schauen wie es Dir geht. Nachher benutze es wieder und dann solltest Du es wissen. Es ist schwierig zu sagen was so etwas ist, da jeder Mensch anders reagiert. Es könnte genausogut die Belastung in Deiner Wohnung sein, oder eine Mobilfunkbasisstation. Da alle diese Dinge mit komplett unterschiedlichen Frequenzen, und Strahlungsarten arbeiten, ist es nicht einfach einen Verursacher auszumachen. Das Twike strahlt schon irgendetwas ab. Das weiss jeder, der im Twike versucht Radio zu hören. Aber welcher Einfluss diese Strahlung auf den Körper hat weiss ich nicht.

 

schöne Grüsse,

 

Wolfgang

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 03.06.04

Time: 09:41:01

 

Grüße Dich, Wolfgang.

 

Ich sehe das Problem als Fachmann deutlich gelassener. Häufig steckt dahinter nur bewußte Stimmungsmache. Das betrifft aber nicht nur das Problem Elektrosmog - vielmehr ist das eine allgemeine Erscheinung. Ich könnte haufenweise Beispiele auflisten, wo sich einem alle Haare sträuben - selbst die zwischen den Beinen.

 

Man braucht hier nur die Feldstärkenunterschiede vom Handy und der Gegenstation betrachten. Beide Strahler senden etwa nach dem gleichen Muster.

 

Bei der Sendestation auf dem Dach des Nachbaren in einer Entfernung von 300 - 400 Metern und mehr wird ein riesen Geschrei gemacht. Selbst tragen jene Kritikaster ihr Handy in der Brusttasche. Das Handy in der Brusttasche hat mindestens um ! drei Größenordnungen ! höhere Wirkungen (i.d.R. um 6 Größenordnungen). Die wird aber unter den Teppich gekehrt.

 

Der Laie ist betreffs einer Einschätzung natürlich überfordert. Doch wenn solche Stimmungsmache von den Massenmedien geschürt wird, dann muß man sich fragen: Zu welchem Zweck geschieht dieses!

 

Gruß Uwe

Geschrieben

Von: Wolfgang Jenne, TW311

Date: 03.06.04

Time: 21:58:34

 

Hallo Uwe,

 

obwohl diese Diskussion nun etwas abdriftet: 1. Wenn eine Mobilfunkantenne auf dem Dach strahlt, tut sie das 24 Stunden lang konzentriert in eine oder mehrere Richtungen. Das Entscheidende ist, ich kann mich nicht dagegen wehren. Wenn ich hingegen ein Handy in meiner Brusttasche herumtrage, dann ist das mein eigener Entscheid. 2. Das Handy in der Brusttasche sendet nur sehr kurze Zeit (etwa einmal eine Sekunde pro Minute). Das heisst diese Belastung ist sehr viel kleiner. 3. Die Handystrahlung erfolgt in der gleichen Frequenz und Art wie im Labor verwendet wird um Veränderungen an Genmaterial zu erzeugen. Zwar wird dort mit höherer Leistung operiert, aber auch mit kürzerer Zeiteinwirkung. 4. Gibt es durchaus Anhaltspunkte dass negative Wirkungen auftreten. Oder glaubst Du es ist Zufall, dass dieses Jahr die Versicherungen beschlossen haben Schäden aus Mobilfunkstrahlung aus ihren Haftpflichtpolicen auszuschliessen ? (Zumindest in der Schweiz)

 

Schliesslich weiss ich nicht ob es schädlich ist, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch ziemlich hoch. Und wenn ich auf etwas verzichten kann, ohne dass meine Lebensqualität darunter leidet, und dafür ein gewisses Risiko auschliesse, dann sollte wohl darauf verzichten. Oder würdest Du ein Getränk zu Dir nehmen, dessen schädlichkeit zwar nicht bewiesen ist, aber ebenso dessen unschädlichkeit nicht bekannt ist ?

 

schöne Grüsse,

 

Wolfgang

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 04.06.04

Time: 11:01:13

 

Grüße Dich Wolfgang.

 

Du schriebst:

 

> obwohl diese Diskussion nun etwas abdriftet:

 

Schon richtig. Doch man muß alle Probleme in ihren Relationen zum Gesamten betrachten.

 

> 1. Wenn eine Mobilfunkantenne auf dem Dach strahlt, tut sie das 24 Stunden lang konzentriert in eine oder mehrere Richtungen.

 

Das Entscheidende ist das nicht allein. Man darf die Feldstärken, die einem treffen können, dabei nicht unter den Tisch fallen lassen. Sich über die Fußspuren eine Ameise aufregen, wenn im eigenen Laden ein Elefant alles zerstrampelt, ist irgendwie abnormal.

 

> Das Entscheidende ist, ich kann mich nicht dagegen wehren. Wenn ich hingegen ein Handy in meiner Brusttasche herumtrage, dann ist das mein eigener Entscheid.

 

Nur ist ein Kampf gegen Sendestationen auf fernen Dächern völlig unglaubwürdig, wenn man selbst Handys benutzt, diese bei sich trägt und dadurch diese Technik regelrecht fördert.

 

Ich z.B. benutze solche Dinger nicht. Rege mich aber auch nicht darüber maßlos auf, wie das sonst üblich ist.

 

> 2. Das Handy in der Brusttasche sendet nur sehr kurze Zeit (etwa einmal eine Sekunde pro Minute). Das heisst diese Belastung ist sehr viel kleiner.

 

Das ist ein Irrtum. Jedes Handy sendet laufend mit ca. 250Hz zur Verbindungsüberwachung und das allerdings nur in extrem kurzen Pulsen. Es sei denn, es wurde ausgeschaltet - dann trifft Deine Angabe in etlichen Fällen zu. (Aber auch das ist wenig von Belang!)

 

Die Belastung wird dabei nicht allein durch die gemittelte Sendleitung bestimmt, vielmehr durch die Reizwirkungen, welche diese auslösen.

 

Dauersignale, wie sie bei den analogen TV- und Rundfunksendern auftreten, sind daher nur bei großen Feldstärken kritisch. Denn bei kleinen Feldstärken kann der Körper diese durch interne Reglungen ausgleichen.

 

Pulse im Abstand von mehr als 1ms werden von unserem Nervensystem als Einzelpulse erkannt und habe daher eine Reizwirkung.

 

An der Uni Wuppertal wurden dazu Untersuchungen angestellt.

 

> 3. Die Handystrahlung erfolgt in der gleichen Frequenz und Art wie im Labor verwendet wird um Veränderungen an Genmaterial zu erzeugen. Zwar wird dort mit höherer Leistung operiert, aber auch mit kürzerer Zeiteinwirkung.

 

Gerade die Puls-Sende-Technik zusammen mit der relativ hohen Feldstärke in der Pulszeit ist das Kritische.

 

> 4. Gibt es durchaus Anhaltspunkte dass negative Wirkungen auftreten. Oder glaubst Du es ist Zufall, dass dieses Jahr die Versicherungen beschlossen haben Schäden aus Mobilfunkstrahlung aus ihren Haftpflichtpolicen auszuschliessen ? (Zumindest in der Schweiz)

 

Das kann auch als Grundlage die allgemeine Hysterie haben. Die Masse der Klagen kann beim Betreiber durchaus in eine andere (finanzielle) Qualität umschlagen.

 

Ich will Dir nur ein praktische Beispiel aus meinem Beruf schildern. Mitarbeiter weigerten sich 2%-Berylliumlegierungen zu bearbeiten, weil diese extrem gefährlich sein soll. Nur unter Vollschutz war man bereit diese zu bearbeiten.

 

Ich habe denen nun zeigen können, daß solche Legierungen in der gesamte Elektrotechnik üblich sind, auch Brillengestelle werden häufig daraus hergestellt. Ganz üble Zahnlabore benutzen das Zeugs sogar für Zahnblomben und Brücke.

 

Heraus kam dann am Schluß: In einer TV-Quizsendung wurde Berylliumlegierung als das gefährlichste Material bezeichnet, das noch weit gefährlich als Plutonium sei!

 

Gruß Uwe

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 02.06.04

Time: 15:35:45

 

Grüße Dich, Stephan.

 

Die Propaganda betreffs Elektrosmog ist mit wenigen Ausnahmen immer arg übertrieben. So erzeugen die vorhandenen Rundfunk-, Fernsehsender als auch Radarstationen um Größenordnungen stärkere elektrische Felder als das im Twike möglich ist.

 

Ein sogenanntes Handy am Körper übertrifft zudem alle sonstigen Felder nochmals um mehrere Größenordnungen. Zudem senden Handys keine Dauersignale sondern Pulse im ca. 250Hz-Rhythmus, welche weit kritischer als Dauersignale sind.

 

Zudem dürfte die allerorts vorhandene Umweltverschmutzung auch nicht unwesentlich sein.

 

Und an erster Stelle aller Gesundheitssünden steht mit extrem weitem Abstand zum Übrigen die allgemein übliche ungesunde Ernährung.

 

Gruß Uwe

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 02.06.04

Time: 14:59:50

 

Hallo Stephan,

 

Da würde ich mir mehr Gedanken um die Smog-Belastung machen, sprich die Abgase unserer lieben Mitverkehrsteilnehmer in den Blechdosen. Nachdem immer mehr mit Dieselstinkern herumfahren und das Twike keine Umluftklappe hat wie eben diese Stinker, sind wir den Abgasen ziemlich schutzlos ausgesetzt...

 

Möglicherweise haben die gesundheitlichen Probleme aber auch gar nichts damit zu tun. Im Lauf der Zeit geht die Gesundheit ja sowieso den Bach runter. Welche Probleme hast du denn?

 

Ciao, ...Joachim

  • 10 Jahre später...
Geschrieben

Was ist mit Elektrosmog?  Das soll ja Krebs förderlich sein, war ja mal ein großes Thema.

Ich denke das in solchen Fahrzeugen eine hohe Konzentratzion beim fahren und laden entsteht.

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