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Brennstoffzelle im bzw.am Twike

Featured Replies

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 28.03.04

Time: 14:13:22

 

Liebe Twikefreunde Ich wohne bei Hannover und fahre seit 2Jahren ein gebrauchtes Twike und bin damit sehr zufrieden. Ich würde gerne das Twike mit einer BZ aufrüsten,um die Reichweite erheblich zu erhöhen und um eine Technologie zu testen und zu fördern,die in meinen Augen Zukunft hat. Konzept: BZ 1,2KW von Ballard ~ 6000 Euro Kompositspeicher 39l mit Zulassung ~4000 Euro Wandler ist noch nicht ganz klar

 

Die Komponenten sollen in einen Einradanhänger,der bei Kurzstrecken und bei Frost abgekuppelt wird. Wer hat Interesse an so einem Projekt entweder mitzuarbeiten oder es zu unterstützen? Gruss Börni

Geschrieben

Von: Natascha Schlüter, [email protected]

Date: 01.05.04

Time: 16:10:46

 

Hallo! Also, das Thema Brennstoffzelle ist im Zusammenhang mit Reichweiten-Vergrößerung ja schon oft und ausführlich diskutiert worden (z.B. auf www.elweb.info). Die Grundproblematik stellt sich dabei wie folgt dar:

 

Mit einem konventionellen PKW kann ich eine Strecke von beispielsweise 900km wie folgt bewältigen. Ich fahre je 300km innerhalb von drei Stunden und mache dann jeweils eine halbe Stunde Pause damit meine Konzentration nicht zu sehr leidet. Das wäre auch mit einem Elektromobil möglich. Voraussetzung: 300km Reichweite bei 100km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und 30 Minuten Ladezeit. Praktisch tun sich da beim Twike zwei wesentliche Probleme auf. Ein Lithium-Akku für 300km würde vorsichtig geschätzt etwa 50000 Euro kosten und hätte bei 1500 Ladezyklen eine Lebensdauer von 450000km, also etwa dreimal so lange wie das Twike selbst und bei 12 Cent Akku-Abnutzung je km. Und zum Laden von 10km/Minute wäre eine Leistung von wenigstens 30kW erforderlich. Die dafür erforderliche Infrastruktur wäre unbezahlbar. Wir haben ja noch nicht einmal ein flächendeckendes Netz von 3kW-Ladestationen. Da größere Strecken als die 60km die mit zwei Akkus möglich sind nur selten (<20%) gefahren werden, bietet sich eine andere Lösungsstrategie an. Im Falle einer Langstreckenfahrt wird eine zusätzliche Energiequelle benötigt, welche folgende Anforderungen erfüllen sollte:

 

Um eine Strecke von 200km in drei Stunden zu bewältigen sind etwa 8 kWh an Energie nötig. 2kWh kommen aus den zwei Akkus, 6kWh müsste die Zusatzquelle innerhalb von drei Stunden bereitstellen (=2kW Dauerleistung). Ob als Energiequelle eine Brennstoffzelle oder zunächst ein einfaches Stromaggregat verwendet wird, spielt anfangs nur eine geringe Rolle. 2000km im Jahr mit einem 2-Liter-Auto und 8000km mit einem Elektromobil sind immer noch wesentlich Umweltfreundlicher als 10000km mit einem 4-Liter-Auto.

 

Leider ist eine externe Energieeinspeisung während der Fahrt beim Twike nicht vorgesehen. Was beim City-el oder Kewet jeder technisch halbwegs Begabte durch Überbrückung der Wegfahrsperre und Anschluß eines Stromaggregats am Ladegerät erreichen kann, ist beim Twike unmöglich. Die hochkomplizierte Elektronik erlaubt keinen gleichzeitigen Fahr- und Ladebetrieb und eine Spannungsregelung welche einen Anschluß des Aggregats als dritte Batterie ermöglichen würde, ist technisch sehr aufwendig. Einfache Lösungen (fahren mit konstanter Leistung) sind nicht praxistauglich und so staubt seit zwei Jahren ein 1200 Euro teures 1kW-Stromaggregat in meinem Keller vor sich hin...

 

Natürlich habe ich Interesse, an einem derartigen Projekt mitzuarbeiten. Ich denke jedoch, wir sollten zunächst das Problem der Energieeinspeisung lösen und dann mit einem Stromaggregat Daten in der Praxis sammeln. Außerdem habe ich keine große Lust, tausend Kilometer auf irgendeiner Teststrecke zu absolvieren nur weil es auf dem Weg nach Paris oder Dänemark noch keine Wasserstoff-Tankstellen gibt. Mein Twike ist ein Fortbewegungsmittel und kein Spaß-Mobil...

 

Gruß Natascha 'SternFuchs' Schlüter Düsseldorf

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 18.05.04

Time: 15:47:46

 

Grüße Dich, Natascha.

 

Du schreibst: > Leider ist eine externe Energieeinspeisung > während der Fahrt beim Twike nicht vorgesehen. > Was beim City-el oder Kewet jeder technisch > halbwegs Begabte durch Überbrückung der > Wegfahrsperre und Anschluß eines Stromaggregats > am Ladegerät erreichen kann, ist beim Twike > unmöglich. Die hochkomplizierte Elektronik > erlaubt keinen gleichzeitigen Fahr- und > Ladebetrieb und eine Spannungsregelung welche > einen Anschluß des Aggregats als dritte Batterie > ermöglichen würde, ist technisch sehr aufwendig. > Einfache Lösungen (fahren mit konstanter > Leistung) sind nicht praxistauglich und so staubt > seit zwei Jahren ein 1200 Euro teures 1kW- > Stromaggregat in meinem Keller vor sich hin...

 

Das trifft nur bedingt zu. Für das TWIKE gibt es keinen direkten Anschluß für eine zusätzliche Energie-Quelle. Dazu ist eine Regel-Elektronik nötig. Ich bin aber gerade dabei, eine solche in einfacher Version zu bauen. Die soll in einem Monat einsatzbereit sein, und wird dann gleich auf eine 300km-Strecke getestet, wenns klappt! Die zweite kommt dann ein Jahr später.

 

Das Problem würde auch bei anderen Energiequellen als ein Stromaggregat auftreten. Denn es gilt ein solches Aggregat stets und ständig auf maximale Dauerlast fahren zu können. Nur dann hat das Ding einen Sinn. Da die Akku-Spannung beim Fahren aber stark schwankt, muß das ganze relativ schnell und auch leistungsgesteuert arbeiten und zudem auch kurze Spannungseinbrüche (z.B. beim schnellen Anfahren) auch verkraften können, ohne den Motor abzuwürgen bzw. das Aggregat zu überlasten.

 

Gruß Uwe

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 17.07.04

Time: 10:58:52

 

Ich befasse mich seit kurzem mit einem Kundenfzg Twike. Ich spiele mit dem Gedanken selbst eines anzuschaffen. Meine Idee zu Thema Reichweite: Hybridantrieb durch Zusatzmotor (Benzin). Dieser würde direkt auf die Räder wirken. Man braucht ihn auch nicht speziell zu bedienen. Einschalten und er schiebt. Die Geschwindigkeit kann man mit der Tempomat-Bremse bestimmen. Wenn geringe Wiederstände vorhanden sind fliesst einfach mehr Strom in die Batterie (rekup.). Im Gefälle stellt man den Zusatzmotor ab. So könnte bei längeren Ueberlandfahrten sicher genügend Energie gewonnen werden um damit Steigungen oder Stadtverkehr und Dörfer zu bewältigen. Ist nur so eine Idee (kleinste Rollermotoren ev. mit Kat.) Die Lösung mit dem Stromagregat scheint mir sehr viel aufwendiger. Zusätzlich dürfte meiner Asicht nach ein schlechter Wirkungsgrad vom Benzin bis zur Strasse resultieren. Ist nur eine Idee.

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