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Umstellung auf NiMh Akkus

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Geschrieben

Von: Markus Räpple: [email protected]

Date: 17.09.03

Time: 21:26:26

 

Ich spiele schon seit längerem mit dem gedanken mir ein twike zu kaufen. Mich interessiert besonders, wie weit Ihr schon mit der Entwicklung und Umsetzung neuerer, länger haltbarer Akkumulatoren gekommen seid. Für eine Antwort per email bin ich dankbar. Markus.

Geschrieben

Von: Wolfgang Jenne, TW311

Date: 17.09.03

Time: 23:44:02

 

Hallo Markus,

 

ich bin nun mit meinen 3 NiCd Akkus bereits 53'000 km gefahren. Momentan spüre ich die altersbedingte Selbstentladung, das heisst die Reichweite liegt direkt ab Steckdose noch bei >60 km, nach einem Tag noch bei ca. 50 km. (letzten Freitag hab ich 75 km rausgekitzelt, ohne Treten, aber nie schneller als 50 km/h)

 

Soweit ich weiss haben die NiMh Akkus bisher keine so guten Ergebnisse erzielt. Sie sind eben nicht so gut für Hochstromanwendungen geeignet. (weiter unten gibt's ein Posting darüber). Der Innenwiderstand ist viel höher.

 

Ich persönlich hoffe auf Li-Ionen oder Li-Polymer, Batterien gibts schon, aber bis jetzt noch niemand der eine entsprechende Ueberwachung für unsere hohe Spannung bauen würde. Ansonsten werde ich wieder NiCd kaufen. Diese muss man einfach richtig behandeln, dann halten sie auch lange.

 

schöne Grüsse, Wolfgang

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 19.09.03

Time: 22:11:07

 

Frage zu NiCD:

 

Stimmt es, daß man die NiCD eigentlich garnicht so lange laden soll bis sie warm werden, da dies die Lebensdauer beeinträchtigt und zu höherer Selbstentladung führt??.

 

Ich brauche nicht die gesamte Kapazität und deshalb würde ich gerne früher mit der Ladung aufhören. Aber wie kann man das automatisieren??

 

Gruß, Hendrik

Geschrieben

Von: Wolfgang Jenne, TW311

Date: 20.09.03

Time: 13:31:20

 

Hallo Hendrik,

 

das liest man immer wieder. Bei höheren Temperaturen und Spannungen sollen sich irgendwelche Kristalle bilden, die den Innenwiderstand ansteigen lassen. Darum mache ich so oft wie möglich Schnellladungen, da da der Temperaturanstieg nicht so hoch und auch viel kürzer ist. Allerdings werden dann die Zellen unter Umständen nicht gleich voll. Das erkennst Du dann daran, dass die Differenzspannungen früher anfangen zu steigen. (Blinken tritt früher ein). Dann mache ich wieder eine normale Langsamladung.

 

Bei der Langsamladung werden die Battereien am Schluss ganz schön lange einfach überladen, was eben zu dem Temperaturanstieg führt. Dafür sind dann sicher alle 280 Zellen voll.

 

Das Ladeverfahren im Twike könnte diesbezüglich etwas verbessert werden, aber das Problem mit dem Ausgleichen der Zellen haben wir schon.

 

Genau aus diesem Grund hätte ich und andere gerne das Reflexladeverfahren. Damit könnte man sehr schnell und aus jedem Ladezustand der Akkus die Zellen laden und die Temperatur würde nicht so stark ansteigen. (Ich verwende das Verfahren um meine Akkuschrauber Akkus zu laden). Natürlich müssten dann ebenfalls alle 2 Wochen wieder mal die Zellen in einer Langsamladung gebruzelt werden, damit sie immer wieder ausgeglichen werden.

 

schöne Grüsse,

 

Wolfgang

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 20.09.03

Time: 22:43:55

 

Hallo Wolfgang,

 

das Problem mit dem Ausgleichen der Zellen habe ich andersherum gelöst. Ich habe von jeder Zelle einen Draht nach draußen geführt und kann somit jede einzelne Zelle auf 0,6 V entladen.

 

Deine Beschreibung zur Schnelladung verstehe ich nicht: Ich lade immer schnell. Bei 410 Volt wird jedoch auf Normalladung umgeschaltet und die soll nicht über 2 A je Batterie liegen (nach TWIKE-Auskunft). Ich versuche zwar rechtzeitig manuell auszuschalten aber wenn ich das vergesse bruzelt es halt warm.

 

Liegt das Verhalten an meiner Softwareversion 5.25?

 

Hohe Ströme bei der Erwärmung um die 7 °C halte ich eher für gefährlich, da es ja einige Zeit braucht bis die Wärme bei den Temperaturfühlern angekommen ist und die Temperatur in der Zelle dann sicher schon höher liegt.

 

Besser wäre es wenn bei hohen Ladeströmen automatisch nur eine Erwärmung um z.B. 2 °C abgewartet wird (ohne die 410 V zu beachten)

 

Gruß, Hendrik

Geschrieben

Von: Wolfgang Jenne TW311

Date: 21.09.03

Time: 10:34:50

 

Hi Hendrik,

 

Du hast recht, richtig gut kann man es nicht lösen. Ich versuche einfach so schnell wie möglich zu laden, 16A Schnell, 14A Normal. Damit wird die Phase der hohen Temperatur kürzer. Ich hab das durch mitloggen verifiziert. Da das Twike bei 435V in U-Ladung übergeht, sinkt der Strom sowieso schnell ab, von daher macht es den Batterien sicher nichts. Wenn's Dich interessiert kann ich Dir mal ein Paar Logs schicken.

 

schöne Grüsse,

 

Wolfgang

Geschrieben

Von: Hendrik Fauer (TW512) [email protected]

Date: 25.09.03

Time: 13:49:58

 

Hallo Wolfgang,

 

ich habe mir Deine Batterielogs angesehen. Es sieht so aus, daß man mit einer Schaltung, die die Stromabnahme bei U-Ladung erkennt, den Ladevorgang vor der Batterieerwärmung beenden kann. In der Praxis scheint das jedoch nicht zu funktionieren.

 

Schon bei 425 V hatte ich 1°C Temperaturerhöhung, bei 431 V ein weiteres Grad. Darauf habe ich die Ladung abgebrochen. Wegen der Temperaturträgheit hatte ich tatsächliche 4 °C Erwärmung (15 min später gemessen).

 

Gibt es eine Möglichkeit die Schaltschwelle für den Begin der U-Ladung nach unten zu verändern?

 

Gruß, Hendrik

Geschrieben

Von: Wolfgang Jenne, TW311

Date: 25.09.03

Time: 22:11:35

 

Hi Hendrik,

 

ob das geht weiss ich nicht. Klick Dich doch mal durch die Programmparameter Ebene 4 durch. Vielleicht findest Du was.

 

Ich halte mich an die Specs von Sanyo. Dort steht dass eine Schnellladung 4.5 A sein darf und zwischen 5°C und 40°C stattfinden darf. Der Ladekurve von Sanyo ist ausserdem zu entnehmen, dass bei einer 4.5A Schnellladung die Spannung bis auf 1.6Volt steigt. Das wären dann 445V. Da sind wir ja noch drunter (auch mit den Strömen) Der Termperaturanstieg kommt dort auch vor. Ich glaube eigentlich dass es insgesamt wichtiger ist die Batterien gleichmässig voll zu kriegen, als die Erwärmung einzudämmen. Ungleichmässig geladene Zellen kippen dann schnell mal bei einer tieferen Entladung.

 

schöne Grüsse,

 

Wolfgang

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 30.09.03

Time: 22:44:44

 

Hallo,

 

ich habe es probiert. In Programmebene 4 kann man den Begin der U-Ladung mit dem Parameter "Max. DC-Bus-Spannung" einstellen. Jetzt fehlt nur noch eine Schaltung um die Ladung bei Unterschreitung eines Mindeststromes abzuschalten.

 

Gruß, Hendrik

Geschrieben

Von: Wolfgang Jenne, TW311

Date: 02.10.03

Time: 23:02:15

 

Hi Hendrik,

 

wenn Du es selbst messen kannst, könntest Du einfach einen der Temperatursensoren aufheizen, dann müsste ja die Ladung eigentlich beendet werden.

 

Gruss, Wolfgang

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 03.10.03

Time: 23:58:12

 

Na dann müßte ich das an jeder Batterie tun, weil ja immer nur die jeweilige Batterie dann vom "Netz" getrent wird. Die Idee ist aber trotzdem gut, weil dann die Kapazität auf den Standardwert 8,4 Ah gesetzt werden kann.

 

Hendrik

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 06.10.03

Time: 21:48:59

 

Ich habe noch einen "Einweicher" für Waschmaschinen. Das ist eine Schaltung, die den Strom nach einem Stromrückgang ganz abschaltet um die Wäsche in der aufgeheizten Lauge einweichen zu lassen.

 

Auch am Twike funktioniert das gut: Ich habe den Beginn der U-Ladung auf 415 V eingestellt. Nachdem der Batterieladestrom auf ca. 3 A abgenommen hat schaltet der Einweicher die Ladung ab bevor es zu einer Erwärmung gekommen ist.

 

Das ganze ist jetzt natürlich Spannungs- und damit Temperaturabhängig. Also noch nicht 100% optimal. Siehe CCS-Ladung???

 

Hendrik

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