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Beste Entladelogik

Featured Replies

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 21.01.03

Time: 05:52:15

 

Hallo,

 

Meine Batterieen haben viel an Reichweite verloren. Da ich auf dem Nachhauseweg schnell bergauf fahren muß, macht sich wahrscheinlich die schon beschriebene "Voltage depression" besonders negativ bemerkbar. Das Leerleuchten am Schluß um die Batterie zu trainieren traue ich mich nicht mehr, da ich schon öfter vergaß abzuschalten.

 

Deshalb hoffe ich meinen alten Panasonics mit einer Entladeautomatik wieder mehr Performance beizubringen.

 

Nun gibt es ja einige Lösungsansätze: Da ist zum einen die teure Orginal Twike Entladeautomatik. Außerdem habe ich eine Schaltung für einen externen Selbstbaukasten, der mir auch nicht so gut gefällt. Ich suche eine Schaltung, die sich besser in das Fahrzeug integriert. Die Spannungsversorgung müßte sich ja direkt aus dem 12 V Bordnetz entnehmen lassen. Auch das Ablesen der "Achtung Akku leer - LED" mit Fotowiederstand gefällt mir nicht. Statt dessen müßte sich die LED-Spannung dort direkt auf einen Schalttransistor oder Relais legen lassen.

 

Hat jemand solch eine Schaltung für mich????

 

-------------------

 

Da ich schon an die 60 Zellen gewechselt habe, hängen vermutlich auch schon einige Temperaturfühler an neuen Zellen mit folgendem Negativeffekt:

 

Da die alten Zellen eine hohe Selbstentladung haben und die neuen nicht, haben die neuen eine höhere Restladung. Das heißt sie werden eher warm in der Ladephase und brechen die Ladung "vorzeitig" ab. Ich bin richtig erschrocken wo mir das einfiel, da ich diesen Effekt für wesentlich halte. Schade um die ganze Arbeit. Ich werde wohl alles noch mal öffnen müssen und dafür sorgen, daß die neuen Zellen möglichst weit von den Temperaturfühlern entfernt sind.

 

Gruß, Hendrik

 

P.S.: Wo gibt es die günstigsten Sanyo-Zellen???

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 21.01.03

Time: 15:05:00

 

Hallo Hendrik,

 

Ich denken nicht, daß das Leerleuchten am Schluß sonderlich gut geeignet ist, um die Batterien wieder zu trainieren. Dazu sind die Ströme zu gering, die da fließen. Wollte man das richtig machen, müsste man jede einzelne Zelle ein paar Mal mit möglichst hohem Strom entladen und genauso wieder laden - aber das ist natürlich bei 280 Zellen eine Lebensaufgabe. Es sei denn, man hat sich die Anschlüsse der einzelnen Zellen einzeln herausgeführt, dann geht das recht einfach.. ;)

 

Was offenbar einen Effekt hat, ist einmal mehrere Zyklen mit hohen Strömen zu fahren - also mal auf die Autobahn und das Twike mit Vollgas leerfahren. Ich habe da bereits nach dem ersten Zyklus eine Verbesserung festgestellt: Gegen Kapazitätsende ist die Beschleunigung besser als vorher. Deshalb hoffe ich meinen alten Panasonics mit einer Entladeautomatik wieder mehr Performance beizubringen.

 

Der Mischbetrieb von alten und neuen Zellen ist immer etwas problematisch. Wenn du die Temperaturfühle an die alten Zellen hängst, werden die neuen regelmäßig überladen. Hängst du sie an die neuen, werden die alten nicht richtig voll. Im Grunde müsste die sortieren - alle alten in die Batterie1, alle neuen in die Batterie2. Den Rest macht die Ladelogik.

 

Das mit dem vorzeitigen Abbruch (Voll max tempera) ist bei mir auch die Regel - und ich habe keine Zellen gewechselt. Woher das genau kommt, habe ich immer noch nicht ganz verstanden. Bei den neuen Batterien trat das nicht auf. Allerdings hat das auch keinen Effekt auf Reichweite oder sonstiges.

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 21.01.03

Time: 22:05:45

 

Hallo Joachim,

 

Ist das nun ein Wiederspruch?? Erst schreibst Du Leerleuchten ist für ein Batterietraining nicht geeignet. Dann willst Du den Panasonics mit einer Entladeautomatik wieder mehr Performance beizubringen.

 

Ich dachte beim Fahren mit hohem Entnahmestrom kann man weniger Energie entnehmen, da die Zellen dann schneller auf Null Volt kippen. Das wiederspricht dem Ziel die Batterie möglichst ganz zu entleeren um die Kapazität zu verbessern, was sich nur mit kleinem Entnahmestrom machen läßt.

 

Ist vielleicht beides richtig?? Abschmelzen von Kristallen durch hohen Entladestrom und dann weiterer Kristallabbau durch vollständiges Entladen bei kleinem Strom. (Also Vollgas fahren bis die Batterie leer scheint und dann weiteres langsames Entladen bei kleinem Strom ???)

 

Hendrik

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 26.01.03

Time: 00:58:30

 

Hallo Hendrik,

 

Nein, das ist kein Widerspruch - es ist der Unterschied zwischen Prävention und Heilung. Wenn die Batterien in Ordnung sind, dann kann man das Leerleuchten lassen als Prävention sehen - die Batterien werden halt des öfteren entladen, die Kristalle bleiben klein, alles in Ordnung.

 

Hat man aber bereits mit einer Voltage Depression aufgrund großer Kristallisation zu kämpfen, dann reicht das Leerleuchten imho aufgrund des relativ kleinen Stromes nicht aus, um die Kristalle abzubauen. Da sind dann größere Ströme nötig.

 

Daß man beim Fahren mit hohem Strom weniger Energie entnehmen kann, ist sicher richtig, aber die Batterie wird dabei auch leergefahren. Ich weiß nicht genau, was der Grund für dieses Verhalten ist - vermutlich die chemischen Prozesse, die nicht nachkommen - aber ich denke, das es dabei nicht zu den Kristallisationseffekten kommt. Die Praxis zeigt ja, daß gerade die Batterien, die oft und schnell geladen und entladen werden, die wenigsten Probleme haben.

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: Urs TW0160, [email protected]

Date: 26.01.03

Time: 15:17:29

 

Hallo zusammen meine Erfahrungen sind die gleichen. Früher habe ich immer die ganze Nacht über mit 3A geladen. Die Reichweite meiner fast 4 Jahre alten Batterien ging kontinuierlich zurück. Seit ich sie (mittels Schaltuhr) mit 10A (Normal Ladung) jeweils ab 5:30 Morgens lade, kann ich die Batterien wieder bis zur einer tieferen Ah Zahl fahren. Grüsse Urs

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 26.01.03

Time: 15:56:04

 

Hallo Urs,

 

Ich bin ja die letzten drei Ladezyklen soweit möglich nur mit hohem Strom - also Vollgas - gefahren und bei mir hat sich der gleich Effekt eingestellt. Während die Akkus vorher bei sparsamer Fahrweise bereits bei rund einer Amperestunde Restkapazität leer waren, konnte ich nun nach dem dritten Zyklus die Akkus bis 0.6Ah entladen - und das obwohl bei diesen Ströme ja eigentlich weniger Strom entnehmbar ist. Also scheint sich das durchaus positiv auszuwirken. Ich werde jetzt mal wieder einen Stromspar-Zyklus einlegen und schauen, wie sich das dort ausgewirkt hat.

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 26.01.03

Time: 20:08:25

 

Hallo,

 

Da ich meine Strecken meist nur geradeso bei sparsamer Fahrweise schaffe, könnte man den Trainingseffekt vielleicht erzielen indem man immer abwechselnd stark bremst und beschleunigt.

 

So kann man die Geschwindigkeit und damit den Luftwiederstand gering halten.

 

Weiß jemand wie stark sich die Verluste bei dieser Fahrweise auf die erzielbare Reichweite auswirken?

 

Hendrik

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 26.01.03

Time: 01:39:24

 

Danke Joachim.

 

Ja meine Probleme begannen, als ich mal dachte es währe besser die ganze Nacht mit geringem Strom zu laden damit die Batterien am Morgen gerade voll sind :-(

 

Hendrik

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 26.01.03

Time: 16:09:22

 

Hi Hendrik,

 

Ja, das habe ich am Anfang auch ein paar mal gemacht, aber nachdem das keinerlei Vorteile hatte, bin ich dann komplett auf 16A Ladung umgestiegen. Ich würde ja mit noch mehr Strom laden, aber das Twike läßt mich nicht... ;) Für die hochstromfähigen Akkus im Twike sind die 16A in Summe ja so gut wie nichts. Mir fällt im Moment der Zusammenhang nicht mehr ein, aber die einzelne Zelle wird dabei eigentlich nur mit rund 2.nochwas Ampere geladen (deshalb dauerts auch gut eine Stunde, bis die Akkus voll sind). Wenn man die mal mit 2C oder 4C laden könnte, wäre das sicher auch nicht verkehrt...

 

Schade, daß die Zellen nicht in irgendwelchen Zellenhaltern wie bei einer Stabtaschenlampe stecken. Dann könnte man sie einzeln rausnehmen und durchladen...

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 26.01.03

Time: 22:47:14

 

Hallo Joachim, Hendrik usw.

 

So als elektronischer Laie hat mich der Gedanke mit der Stabtaschenlampe angesprochen. Dabei ist mir die Idee zu einer Art "Resulfe-Verfahren für Arme" gekommen.

 

Conrad verkauft für €255.- ein Reflexladegerät für die Ladung von 4-16 Zellen bei maximal 8A Ladestrom. Die Ladezeit soll 10-40 Min. betragen. Wer den zeitlichen Aufwand nicht scheut, sollte damit einen Akkublock innerhalb von 1-2 Tagen durchpusten und Effekte wie Voltage Depression usw. ausschalten können. Der Vorgang würde ähnlich ablaufen wie bei der Reanimation tiefentladener Blöcke (nur etwas langsamer).

 

Während ein Block in Behandlung wäre, könnte man mit den beiden Anderen locker weiterfahren, was eventuell sowieso Sinnvoll wäre, falls Eure Theorien mit den hohen Strömen Hand und Fuss haben.

 

Ich hoffe, mich mit diesem Vorschlag nicht lächerlich gemacht zu haben und warte auf Eure Reaktionen.

 

Gruss, Michael z.Z. TW463, TW017 und TW504. TW253 musste ich leider zerlegen :(

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 30.01.03

Time: 12:40:09

 

Hallo Michael und Hendrik,

 

Bevor ihr letzt loslauft und Reflexlader bestellt, bedenkt bitte, daß die Reflexladetechnik nichts (oder nur sehr wenig) mit der Voltage-Depression zu tun hat. Wenn Akkus nur teilweise benutzt werden, bringt es den ungenutzten Bereichen nichts, wenn die genutzten Bereiche mit einem Reflexlader behandelt werden. Wenn, muß also auch hier der Akku erst vollständig entladen werden. (Übrigens saßen diesem Denkfehler auch schon die Entwickler des Twike auf, die dem Twike-Akku tatsächlich schonmal Entladepulse beigebracht hatten)

 

Ein Reflexlader im Twike hätte in anderen Bereichen Vorteile: Geringere Erwärmung der Akkus, kürzere Ladezeiten, mehr Kapazität. Dazu muß der Reflexlader aber permanent im Twike eingebaut sein und genutzt werden.

 

Zum "Zellendurchpusten" reicht auch ein normaler Lader: Die Zellen möglichst weit entladen ohne daß eine Zelle umkippt, dann mit dem für die Zelle höchstmöglichem Strom (C4?) laden. Eventuell wiederholen.

 

Wichtig ist dabei nur, daß beim Entladen keine Zelle umkippt und beim Laden das Ladeende richtig erkannt wird, so daß die Zellen nicht überladen werden.

 

Man kann das in geringerem Umfang aber auch mit einem Hochgeschwindigkeits-Zyklus machen: Voll laden, auf die Autobahn und mal ordentlich durchbrezeln. Wenns nicht mehr weitergeht, mit geringem Strom soweit möglich entladen (Differenzspannungen im Auge behalten) und wieder mich höchstmöglichem Strom laden. Wenn man das dreimal gemacht hat, müssten die Akkus eigentlich wieder fit sein.

 

Gegen hohe Selbstentladung hilft das aber natürlich nicht. Da kann man bestenfalls mal kurzfristig mit hohen Spannungsstößen Abhilfe schaffen, aber das ist nur ein Notbehelf..

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 01.02.03

Time: 00:29:12

 

Hallo Ihr,

 

Gerade habe ich gelesen, daß die Ladeschlußspannung für NICD bei 0,8 V je Zelle liegt.

 

Bei 280 Zellen je Akku macht das 224 V. Das heißt die Batterie wird nie! vollständig entladen mit der von FINE vorgesehenen Unterspannungsbegrenzung von 280 bis 300 V.

 

Es heißt die Zellen dürfen nicht umkippen. Also ist ein speziell niedriger Entladestrom nötig womit die Entladung lange dauern kann (Wochenende).

 

Das heißt, man kommt um einer speziellen Entladeautomatik nicht vorbei.

 

Des weiteren habe ich einen Akku drei Wochen stehen lassen und die Sektoren waren sehr unterschiedlich entladen (Batteriekomputer abgeklemmt). Am Besten wäre es wohl, wenn die Entladeautomatik die einzelnen Batteriesektoren einzeln behandelt um das gleiche Ausgangsniveau zu erhalten. ("negative Symmetrierung"?)

 

Siehe auch: http://home.t-online.de/home/wgeck/04akku.htm

 

Gruß, Hendrik

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 01.02.03

Time: 21:00:11

 

Ich habe noch ein wenig weiter gesucht.

 

Da war zu lesen, daß die Ladeschlußspannung von 0,8 V bei Batteriepacks nicht angestrebt werden sollte, sondern nur bei Einzelzellen.

 

Für Batteriepacks wird empfohlen 1 V Ladeschlußspannung und maximal 20 Batterien zusammen wegen der Gefahr der Umpolung der Zellen. Beim Twike sind es dann korrekt 1 V pro Zelle =280 V. Allerdings haben wir 280 Zellen zusammengeschaltet!

 

Vielleicht ist es am Besten jede Zelle mit einem Draht nach außen an eine große Steckerleiste zu führen. Dort könnte man jedes Wochenende eine große Entladeplatine anschließen. Diese würde ich mit 280 Dioden und Entladewiederständen bestücken. (Dioden haben eine Durchlass-Spannung von 0,7 V, so daß die Zellen automatisch bis auf 0,7 V entladen werden würden.) Zusätzlich könnte man ein spezielles Akkulade- / Entladegerät einsetzen um einige Zellen bis auf 0,2 V zu entladen, anschließend zu laden und wieder wie die übrigen auf 0,7 zu entladen damit sie mit den übrigen Akkuzellen übereinstimmen.

 

Das ganze klingt nach viel Arbeit und ich weiß noch nicht ob ich es umsetze. Der Effekt sollte jedoch optimal sein, wenn ich die Thematik richtig verstanden habe.

 

Gruß, Hendrik

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 02.02.03

Time: 00:55:39

 

Hi Hendrik,

 

--- Vielleicht ist es am Besten jede Zelle mit einem Draht nach außen an eine große Steckerleiste zu führen ---

 

Da wärst du nicht der erste, der das macht... ;)

 

Die Konstruktion habe ich schon live gesehen. Ist eine enorme Arbeit und auch nicht ganz ungefährlich, weil zwischen einzelnen Pins dann durchaus Spannungen bis zu vollen Batteriespannung anliegen.

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 28.01.03

Time: 23:29:22

 

Hallo Michael,

 

Da ein Akkusegment 20 Zellen hat habe ich noch ein wenig gesucht und ein Reflexladegerät für 20 Zellen gefunden:

 

http://www.megra-elektronik.de/html/ladegerate.html http://www.modellbau-bichler.de/ladegeraete/ladegeraet.htm

 

Allerdings würde ich eher die drei akkus im Twike lassen wollen und vor dem Laden jeweils wechselnd ein Segment mit dem Reflexlader laden und dann wieder entladen. Nach 6 Wochen bei täglicher Ladung wäre man dann einmal rum.

 

Hendrik

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 29.01.03

Time: 14:32:11

 

Hallo Hendrik

 

Absolut Super! Ich überlege mir ernsthaft, ob ich mir ein solches Teil leisten will.

 

Bei den kurzen Ladezeiten einer Reflexladung könnte man locker mehrere Segmente hintereinander behandeln. Was sagt die interne Logik des Twike zu denauftretenden unterschiedlichen Batteriezuständen der einzelnen Blocks?

 

Wäre es allenfalls auch möglich jeweils gleich 30 Zellen aufs Mal zu laden? Das wären immerhin 50% weniger Arbeit und das vorgeschlagene Gerät bewältigt auch das.

 

Michael

Geschrieben

Von: Hendrik,TW512,[email protected]

Date: 26.01.03

Time: 19:45:17

 

Ja, das habe ich auch schon oft verflucht beim Zellenwechseln. Man müßte aber ja je 20 Zellen (ein Segment) einzeln trainieren können. Z.B. jede Nacht ein anderes.

 

Hendrik

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