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Beste Ladekapazität ?!

Featured Replies

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 07.12.02

Time: 14:35:35

 

Jetzt wo die Tage kürzer und kalt sind frage ich mich, wie ich die Batterien meines Twike am allerbesten nutze. Morgends und abends bei der Fahrt ist es dunkel, die Scheinwerfer müssen eingeschaltet sein. Eine volle Ladung genügt um die 46km zügig (z.T. ca. 4km Autobahntempi 80-85, ca. 25km Überlandtempi 70-85) hinter mich zu bringen, d.h. ich richte es so ein, dass am Ziel praktisch gem. Computeranzeige noch einen Rest von 2km habe. (Ich habe 3 Batterien der Marke Panasonic). Soll ich anschliessend noch die Scheinwerfer angeschaltet lassen um die Batterrien voll zu entleeren? (Soll nicht gesund sein für die Scheinwerfer). Bis anhin lud ich mittels Schnellladung abends, um dann morgends noch 10 Minuten (Normalladung) vor dem Start nochmals ans Netz zu hängen. Dabei stecke ich das Verlängerungskabel einfach wieder ein ohne Manipulationen am Twike zu machen, also der Notausknopf ist eingeschaltet. Gibt es eine Absolutlösung des Handlings, mit der Reihenfolge der Manipulationen? (z.B. ein/aus Notausknopf, zuführen Strom etc.). Wenn es die Situation erlaubt, soll ich eher die Normalladung bevorzugen. Aus der Literatur entnehme ich gar keine Vorteile, es wird immer nur auf die Schnellladung verwiesen! Besten Dank für Euer Feedback und noch schöne Chlaustage, Alois

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 07.12.02

Time: 15:50:11

 

Hallo Alois,

 

> ich richte es so ein, dass am Ziel praktisch gem. Computeranzeige noch einen Rest von 2km habe. (Ich habe 3 Batterien der Marke Panasonic). Soll ich anschliessend noch die Scheinwerfer angeschaltet lassen um die Batterrien voll zu entleeren?

 

Das kannst du ab und zu mal machen, aber täglich ist das sicher nicht notwendig. Wenn du sowieso mit leeren Akkus ankommst, bringt das auch nicht mehr viel. Den Scheinwerfern macht das Licht-anlassen nichts aus - bestenfalls brauchst du ein paar Tage früher mal neue Glühbirnen.

 

> Bis anhin lud ich mittels Schnellladung abends, um dann morgends noch 10 Minuten (Normalladung) vor dem Start nochmals ans Netz zu hängen.

 

Wenn dir die Kapazität morgens reicht, dann halte ich das für überflüssig und in gewissen Grenzen sogar für gefährlich. Die Batterien mögen es überhaupt nicht, wenn sie überladen werden und das werden sie dabei teilweise, denn die Ladesteuerung schaltet ja erst bei sieben Grad Temperaturerhöhung ab - auch bei Normalladung... Ideal wäre eigentlich ein Timer, der das Laden so beginnen läßt, daß das Twike morgens gerade voll ist.

 

> Gibt es eine Absolutlösung des Handlings, mit der Reihenfolge der Manipulationen?

 

Ja: Immer erst den Notaus anschalten, dann den Stecker in die Steckdose. Immer erst den Stecker aus der Steckdose ziehen und dann erst den Notaus ausschalten. Ansonsten kann dir da durchaus was durchbrennen.

 

> Wenn es die Situation erlaubt, soll ich eher die Normalladung bevorzugen.

 

Sehe ich nicht so. Im Gegenteil. Früher machte das einen Unterschied, aber bei dem aktuellen Softwarestand gibt es außer der Stromstärke praktisch keinen Unterschied mehr zwischen den beiden Ladeverfahren. Das, was die einzelne Zelle bei Schnellladung mit 16A noch an Strom abbekommt, ist eigentlich sowieso zu wenig - die Zellen können mit viel häherem Ladestrom umgehen. Und je höher die Stromstärke beim Laden, umso weniger Probleme gibt es mit Kapazitätsproblemen.

 

Ciao, ...Joachim

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 10.12.02

Time: 13:18:38

 

Dazu kann ich nur noch hinzufuegen: 1. Daß man bei extremer Kälte sowiso nur im Schnelllademodus laden sollte ==> Handbuch

 

2. Schnelladen generell Batterieschonender ist, da sie nicht so lange "geheizt" wird wie beim Normalladen. ==> hohe Temparatur = erhoete Alterung.

 

Meine Sanyo Batterien haben mittlerweile 26000km auf dem Buckel, und ich fahre jeden Tag ca. 50km (hin&zurueck) von denen ca 30km Autobahn sind. Dabei lade ich das Twike mittels Schaltur ca. 2.5h vor Fahrtantritt. Das hat auch den Vorteil, dass die Batterien und der Innenraum bei Fahrtantritt schon etwas warm sind.

 

Gruss Roland

Geschrieben

Von: Joachim, TW673, [email protected]

Date: 22.12.02

Time: 12:03:32

Remote Name: 212.9.162.74

 

 

Kommentar

Hallo Roland,

 

Ich habe das ein wenig anders in Erinnerung. Falls jemand anderer Meinung ist, korrigiert mich bitte:

 

Der Schnelllademodus geht irgendwann in den Normallademodus über, ab da werden die Batterien genau gleich beheizt. In der I-Phase kühlen die Batterien erstmal ab (chemischer Effekt) und am Ende der I-Phase steigt die Temperatur an. Unabhängig von dem Ladestrom wird dabei immer auf eine Temperaturerhöhung von sieben Grad gewartet.

 

Bis zum Ende der I-Phase gibts also keine Unterschiede in der Temperaturerhöhung. Nach der I-Phase schaltet das Twike in die Normalladung zurück und ab da ist das Temperaturverhalten sowieso identisch. Der einzige Unterschied besteht darin, daß die Batterien bei Schnelladung in der I-Phase mehr abkühlen, die Gesamttemperatur als etwas niedriger liegt. Das ist dann auch der Grund, warum die Schnellladung speziell im Sommer empfohlen wird.

 

Das 'Heizen' findet imho erst später bei der Symmetrierung und Nachladung statt, wenn die bereits vollen Batterien weiterhin geladen werden.

 

Eine Frage noch zu deiner Schaltuhr: Wie machst du das? Das Twike geht doch nach dem Ausstecken in die Ladebereitschaft und zieht Strom. Zieht dir das nicht bis zum Ladebeginn die Batterien leer?

 

-- Ciao, ...Joachim / TW673

 

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 26.12.02

Time: 14:17:32

 

Hallo Joachim, das mit der Schaltur stimmt. Mein eigenes Twike(73) hat die Entladeelelogik, welche das Twike anschaltet, sobald Spannung an der Zuleitung liegt. Dieser Mechanismus ist unabhängig davon ob ich entlade oder nicht. Allerdings habe ich auch schon mit einem Kollegen das Twike getauscht und dabei habe ich das Twike einfach abends vorm ins Bett gehen eingeschaltet. Solange es nich razekahl lehrgefahren ist geht das gut. Und nach 50 km ist meins eben noch nicht soweit leer. Allerdings sollte das jeder selbst vorher mal austesten. Bei Tiefentladung alter Batterien stirbt gerne mal die ein oder andere Zelle.

 

Gruss Roland

Geschrieben

Von: Wolfgang Jenne, TW311

Date: 23.12.02

Time: 23:52:51

 

Hallo Joachim,

 

ich habe einige Ladezyklen mitgeloggt und ausgewertet. Du hast Recht, nach jeder Schnellladung geht die Elektronik in die Normalladung über. Der Temperaturanstieg ist 7°, das sehe ich auch so.

 

Bie höheren Ladeströmen ist der Temperaturanstieg aber viel schneller und daher das Integral der Temperatur viel kleiner als bei kleinen Ladeströmen. Bei 3 Ampere Ladestrom dauert der Temperaturanstieg bis zum Abschalten der Ladung ca. 90 Minuten. Bei 14 Ampere Ladestrom dauert diese Zeit lediglich 10 Minuten. Ich gehe mit Dir einig, dass die Symmetrierladung der Batterie nicht sonderlich gut tut. Aber von Zeit zu Zeit sollte doch eine durchgeführt werden um sicher zu stellen, dass alle Batterien gleich voll sind.

 

schöne Grüsse,

 

Wolfgang

Geschrieben

Von: Edwin Griesser [email protected]

Date: 07.12.02

Time: 23:48:35

 

Hallo Ihr TWIKERLEUTE, Bitte zum Weiter-Entladen NIE die Scheinwerfer einsetzen, da die Gläser ohne den Fahrtwind feurig heiss werden und oft Risse kriegen: Also bestenfalls die Abblendung, welche je Lampe 5 Watt weniger konsumiert. Wenn Ihr Euch genau umseht, werdet Ihr zahlreiche geborstene Scheinwerfergläser antreffen. Der Grund sollte Euch jetzt bekannt sein. Zum Zweiten Thema sollte man anfügen, dass ein Ueberladen der Batterie eigentlich gar nicht möglich ist, nicht einmal beim Abwärtsfahren und mit vollen Akkus (dann wird automatisch nicht mehr mit dem Motor gebremst). Die maximale Spannung wird eben durch den Computer begrenzt. Der Trick mit dem nochmaligen Einstecken zwecks Schnellladung vor dem Losfahren (bei altersschwachen Akkus) ist allerdings äusserst sinnvoll. Nur muss man dann gerade losfahren, wenn die Spannung so um die 430 V erreicht. Das wirkt Wunder. Ich vermute allerdings, dass Alois diesen Trick schon beherrscht! Er kann's morgen Sonntag probieren und dem Nebel in die nahen Berge entfliehen, wohnt er doch nicht weit vom Pilatus! Viel Vergnügen wünscht Edwin Griesser.

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