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Die Lösung des Problems mit der Energiedichte?!?

Featured Replies

Geschrieben

Von: [email protected]

Date: 25.11.02

Time: 22:12:13

 

Hallo liebe MitTwiker/innen,

 

in letzter Zeit habe ich während dem fahren meines TWIKE einige Gedanken zu dem Problem Energiedichte gemacht. Ich bin dabei auf einige Erkenntnisse gestossen, dich ich zum Teil verstanden, andere mir aber auch Widersprüchlich erschienen.

 

Zumal ist mir klargeworden, dass man es mit dem Energieträger der Fossilen Brennstoffe punkto Energiedichte nicht aufnehmen kann (oder nur teilweise, jedoch mit grossem Aufwand) Ein kleiner Vergleich: Die NiCa-Batterien, die wir in unseren TWIKES benutzen kommen leider nie an die Energiedichte von Fossilen Brennstoffen, sprich Benzin oder Disel, heran. Die Energiedichte von Benzin z.B. beträgt rund 10 MJ pro kg während dem wir rund 3,6 MJ in einem Batteriemodul von 22 kg speichern können. (Das gute am Twike ist aber, dass wir gar nicht mehr benötigen, denn wir treten ja kräftig in die Pedalen ;-)! D.h. wir haben eine Energiedichte von rund 165 kJ pro Kilogramm, also sind unsere Batteriemodule etwa um den Faktor 60 schlechter, in Bezug auf die Energiedichte von Fossilen Brennstoffen.

 

Das habe ich jetzt mal erkannt und realisiert. Deshalb kommen wir mit den Twikes auch nur rund 80 km mit vollen Batterien, obwohl die Twike's viel sparsamer mit der Energie umgehen wie konv. Autos.

 

 

Aber, jetzt kommt der Punkt, an dem ich mich gefragt habe: Weshalb sprechen wir überhaupt von Energiedichte???

 

Weshalb müssen wir die gesammte Energie, die wir für die Fortbewegung benötigen eigentlich den ganzen Weg "mitschleppen"?

 

Wäre es da nicht viel einfacher, die Energie dort bereitzustellen, wo wir sie auch wirklich brauchen? Nämlich auf den Strassen! Die elektrische Bahn macht es uns schon seit langem vor, wie wir grosse Distanzen mit Hilfe eines elektrischen Antirbs überwinden können. Die Bahnen haben die Energie die sie brauchen auch nicht immer an Bord, sondern sie beziehen die benötigte Energie über die Fahrleitungen! Weshalb benützen wir nich genau dasselbe Prinzip um unsere TWIKE's mit Energie zu versorgen?

 

Man könnte ja z.B die Fahrleitungen in den Strassenbelag einarbeiten und die Energieübertragung mittels Induktion bewerkstelligen, oder mittels Schleifkontakten wie bei der SBB, ....

 

Es müsste ja gar nicht das gesammte Strassennetz damit ausgerüstet werden, sondern nur Hauptverkehrsadern, die restlichen Kilometer bis zur Haustür währen ja dann kein Problem mehr mit den Akkus! Somit könnten nicht nur die Twike's mit voller Leistung grössere Distanzen überbrücken, sondern auch Automobile, die man auf Elektroantribe umrüsten könnte.

 

 

Es gäbe noch viel zu schreiben, aber vielleicht gefällt euch ja meine Idee und wir können zusammen weiterdenken....

 

 

Schönen Gruss an alle Twiker/Innen

Geschrieben

Von: Gute Idee

Date: 26.11.02

Time: 12:35:16

 

Wenn du mit Induktion arbeiten möchtest, möchte ich darauf hinweisen, das bei den benötigten Leistungen extreme Elektrische Felder auf der Strasse entstehen. Entweder du panzerst deinen Twike rundherum mit Stahl (nicht eben leicht) oder du nimmst eventuelle Gesundheitsbeeinträchtigungen in kauf. (Hertzschrittmacher schaltet auf 50Hz Mode oder so :-)) Eventuell kommt ja noch was Gutes dabei heraus, z.B. wächst dir ja ein drittes Bein aus dem Knie, dann bräuchte man nur noch ein zusätzliches Pedal und ab geht die Post :-) Ok, Spass bei Seite, das mit der Energiedichte ist das eigentliche Problem jeden Batterie betriebenen Fahrzeugkonzeptes. Man kann noch so sparsam im Verbrauch sein, wenn man nicht genug Energie mitnehmen kann um zumindest die Reichweite eines Kleinwagens zu erreichen (ca. 300 km) ist das Fahrzeug nicht für den Massenmarkt geeignet. Man sollte sich vielleicht nicht unbedingt an NC Akkus orientieren, NIMH, LIO oder www.FortuBat.de sind vielversprechende Ansätze die in weitere Zukunft bestimmt Verbesserungen bringen können. Nicht alle Energie „mitschleppen“ wäre ja auch mit einem Wechselakkusystem möglich. Man könnte Fahrzeuge mit 2-4 Batteriekästen ausrüsten, mit einer Reichweite von je 40km. Dabei könnte ein Akkupack mit NIMH etwa 10-15 Kg wiegen. Dann wäre ein Nachtanken an jeder Ecke durch einfachen Akkutausch möglich. Das setzt natürlich eine Infrastruktur voraus, die ein Netz aus Ladestation und vor allem ein einheitliches Akku- Pfand System enthält, und das will zur Zeit niemand bezahlen. Das hätte auch noch den Vorteil, das man das unnötige Batteriegewicht für Kurzstreckenfahrten vermeiden könnte. Und noch einen entscheidenden Vorteil hatte dieses System: Die meisten Akkus gehen wegen zu geringer, bzw. falscher Nutzung kaputt. Bei einem solchen Pfandsystem wären alle Akkus in ständiger Bewegung und unter ständiger Überwachung durch die Ladestationen. Defekte Akkus könnten automatisch selektiert werden und ein Zentraler Service könnte z.B. defekte Zellen innerhalb von Akkublöcken austausche bevor sie die anderen Zellen mit schädigen können. Das würde zu einer Optimierung der Akkukapazität, der Akkulebensdauer und somit auch zu geringeren Akkukosten führen. Ich glaube diese Idee ist nicht neu, aber meines wissen hat das noch niemand wirklich getestet. Wenn doch, Infos bitte zu mir. Gruss Martin TW068

 

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